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Full text of "Deutsche grammatik"

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TTSCHE GRAMMATIK 



VON 



C JACOB GRiiMM 



KVRHESS. BIBLIOTIIECAR . MEHR. GEL. GES. 

ÄIITGL. 



ERSTER iUElL; ZWEITE AUSGABE. 



THE 



CÖTTINGEN 



IN Dpi DlETERICIföCHEN BUCHHANDLUNG. 



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HERRN GEH. JUST12RATH UND 

PROFESSOR VON SAVI6NY 

IN BERLIN I^UGEEIGNET. 



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VORREDE. 

E» liii Veifi langei beHncen gekoßett deo erft«m 

%nSltkuß meiner gmamitUi tnit ftampf und diel, wie 

'wm lagt« ttiedetzufxiäben; ein zweiiea kraut, dichter 

Und fetner« ift fchiK^Jf nachgcwachfen, bliilen und rei- 

j'frndc fruchte XUßt e$ viellcicbt hoffen. Mit freudea 

[gebe ich dem pubh'ciiiD diefea temet änfwerkUmhcit 

niiftmehr w^iir diret gewordene werk , das ich mühram 

.grpfl^gt , untef Torgesi und iiöthen « wo mir die arbeit 

rfild %*erletdet geweren» bald (und nach Gotiea güie 

r) mein troft gebtioben iH, bU dabin Tollbracht habe* 

Idlich wurden ihm auch der gebotene drang unab- 

1^ "g, welcher mir nie geRat^lete vorher 

bhcr %u beßtrn; dann eine unüber- 

'Windiich't neigvpng meiner naiur, immer HehtT fort SbQ 
onierrt3rh«*n» il« das untarrticbie darztideJlen« Die er* 
^ftebigkeit dea feldea ift noch von folchcr art, da/? et 
nie v^fagt und kein blatt der quellen wieder gelefen 
uretdeo kjon, daa nicht durch weitere auaüchten er* 
reckte, inJer begangene fehler bereuen lie^e; wenn nun 
^eice reirhi? eTi«iii^rnrch»ft zu geringerem if»be gereicht* 
lli I erwogene verwaUung und hauebäUerifchö 

fbrrn ,^ einer an ßcb fcbniälern, fo mag mich ladcl 
trotten« ^tß ich nicht aui allen gefundenen fäteen den 
^winnß, deffeo ße Hlhig find, au aiehen veißandeo 
ibeg jM ättß wjcbttge beleuchtungen zuweilen an unwirk- 
famer üelle ßrhen. Nicht alle meine behauptungen kön- 
nen ßirh halten» doch* indem man ihre fchv\'ärhe ent- 
ieckm wird, andere wege ficb fprengen, auf denen ^e 
fwthfhfit. <ia> eiuxig^ ziel rffllif her arbeiten und daft 

, wann an den narneo^ 
L^,£Vj^i.»i>^tJj, ^vtnig mehr gelegen f»*yo 
wird, c inbricht i waa uns daa fchwerße war» 

darf der n^f n weit himlerfpiel i kaum der rede werth fchei» 
tuen» iUdann rrglbt lic lieh nen<=*n löfungen, wovon wir 
n«ich ki?inc ahnun^ halten nnd kämpft ipit hindernillen 
<J«» wo wir alleü ah|r'fhan wähnten. So gewie iß ea» 
^iß jffder fefiiirfrr gefpaUete ftoiF auf der einen feite 
tvltacHtrrt« auf der aiidrrn erfehwert; mittel, gleich* 
l^m bindhaben, mii lelner mtifter zu werden, (ind 
-^- '^cht und tinmj^ßlich kann er una panz cnt- 
.1; dafiir Melbeo ©ine m«?ii^e vorher mit anf^e- 
Wen jel«t nnbenihrt nnd uneif^yJt. 
i«-* 7.n löfendo aufgäbe betrarhtlMTh 
"tdvgefthrtffcn» Im kl inen unbefriedigender geworden. 




Tl 



Dlefem fehr niturljchen ^efnhle nach IcomiDl mir tnttm 
buch, ungeachtet ich et bejjer geratben wei/7# fchtech* 
Icf vor, «U dii erfte mahl. Ubeler weiifrhweiHgkeit 
•eifaen wird mich kemcf, der nur di« tni/7cu liber- 
fcbauen und der forfchung nnferer fprache Co viel num 
gönnen will, aU andere nicht fo nabe Hegende theile 
der wi/7enrcbaft herkömmlich einnehmen ^ manchiia ein« 
seine, das ficb gerne gehend gemacht hatte, iß Kurück- 
gewiefen worden; die unterhrrhung hat oft dadurch 
Ichwerf älligci anfehcn , da^ ich auf jec^n g«>gen(^and 
gerade zu, keinem im wege (lebenden anßvij? vorüber 
gehen woHte. Dieft^s verfahren hängt bei mir wenig« 
ftena mit der Unbefangenheit fehr zufammen. Aiigemein« 
logi (J£hen_begrifiV'n bin ic h in _der_gram ra at ik feiiidj li# 
fuhren fcheinbare ftreng^ un.d ^erchlojgenheit d£i_be* 
flimroungen jn[l fichj heinmen^ai^r jüe beabachiung« 
vcicfae J_ch alf jJie_ feele der fpFachjorfcbung^_betra^hte* 
Wer utchli auf Wahrnehmungen hält« die mit ihrer 
factifchen ge^vitheit anfangt aller iheorie fpotteo, >^ird^J 
dem onergründ liehen (prachgeifte nie näher treten. HlwAtH 
«ndert jft, da^ anch hier zwei vtirfchiedeno iichtun'^1 
gen laufen, eine von oben herunter, eine von unten 
hinauf, beide von eigenthümlichen vortheilen begleitet, 
Wohl mögen lateinifche und griech. grammaiiker auf 
der höbe ihrer fprachbifdung felbft die fabigkeit deutfcher 
fprache, ähnliche frinbeit und ründung in anfpmcb %% 
nehmen, bezweifelii* So "wenig aber der erhabener! 
ft^nd des lai. und griechifchen Für alle fälle der dem. 
fchen grammalik anareicht, in welcher noch einaf^lne 
falten rein*rr und liefer anfcblagen; ebenfo wird, nach 
A. W. SchlegeU treflendcr bemerkung^ die weit vollen- 
detere indtfche grammatik %viederiim jenen zum cor* 
rectiv dienen. Der dialect, den una die gefchicbie alt 
den älteilen, nn verdorben flf'n weift, muß auletat auch 
für die allgemeine darftellung aller Verzweigungen dea 
ftamms die tieffte regel darbieten und dann bisher ent- 
deckte pefi^ize der fpäteren niund arten reformieren, ohne 
fie fämmiHch aufzuheben. E« fcheint mir für unfere 
deutfche grammatik eher vortheilhaft alt nachtheilig, 
da^ in ihr damit angefangen worden iß , von unten 
h&rauf zu dienen. DeQo reichlicher wird fte zu der 
gründlichen , keine einzelnheit gefährdenden aufHellung 
det gro/7en ganaen beitragen, follten auch manche 
ihrer vorläufigon regeln unter höherra gefichldputicte 
verfcbwiaden » d« h. ändert gefaxt werden müjjen. 



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Uli %hhmnMung der Jiot* rot der tormetdehta hat 
sie ficbiUch i^erördcrt; lo der uatürUchen Ordnung 
•• ßIcicbfftlU gelegen btbtn, dad dritte bucb» 
rwoffUl leb die ^KToribildani: erörtere, dem zwehen vor- 
^MlMfclilcMcfii« I>a aber dnrcb diefe vorfcbiebung daa 
wtfk (einer erllen itiigabe vollende nnähnlicb gewordeu 
^wlr« Dod für den beginn de« fpracbfludiunsi die kenni* 
B|U d«f dficiitnatiotten jeist nodi da$ wicbiigße fchcinf^ 
^f«tlpmfC Ich lieber die lehre wo« den Wortbildungen, 
lo dem erCUn buche« deffen druck fad vor zwei fabreo 
H |ft^ef*ngeo wurde * mischte ich freilich Avieder verfcbie* 
Hdiise Aucke Abändern und nach reiferer Überlegung be* 
FfficJt4lgni. ¥or iHem (fchon nach der uralten alpbabetl- 
■ fchen reibe ß^ y^iih^c^d) die kehl- den Zungenlauten 
vor(kciliien> damabU beachtete ich die folge der denttchen 
iBcdia«: b« d. g. Die in der formenlehre durchgeführte, 
baifcb tiar ibell weife vorhandene ftreng althochdeutfche 
iaitreibe konnte im et0en buche, wo fie die unter- 
focliiiiig der bochflaben gedürl hätte* nicht beobachtet 
werden; (ritt Üe felbO im zweiten zu hart vor, fo feh- 
len Qua gerade die iniittfl einer anfchaulicben, lebendig 
gm kenotnid diefet mundjirt, wodurch jene iheorie etwa 
geoäl^igt wurden wäre. Unentbehrlich fehlen mir fcharf- 
f^QÜiVve abfcrenaong für den fatz der lautverfcbiebung 

|(f« ^H^). deäen tiuÜvß auf daa etynaologifche Audium 
vielleicht Ut, oiad griech. phtlologen zur prüFung reitet* 
So wie diefen die gefetKe clatTiCcber metrik eine fülle 
gTamniaiireher regeln oÜcnbart hsben, ift in den deut* 
fchen dcfiKmahlern die beachtung der alliterationea 
und reime ran auj9ef0rdentlicheni gewicht. Ohne den 
leim wire fafk keine gefchichte unferer fprache auaza- 
führea* Daa band der poefie foU nicht allein die hi^rer 
ond ringcr dea Ueda erfreuen, ea foll auch die kraft 
4ef fprachft sägtla, Ihre reinhcit Gehern und künde da- 
von aof koameiide gefchlecbtor bringen. Ungebundene 
pofa Ußi dem gedäthtnia den inhalt verbaMen, den Or- 
ganen i*ie wjhre helauiung der warte zweifelhaft wer- 
iktti. J im bat piir fcb l€>cb te dichter gez\y g^tigt, 

ifabw» ngii^ctu. ihre gewa ll de- f ---'rbeimd dea gedan* 
IWMiJMa eiiihülleia« £a gibt ac cn, wo die kund 

dta reime« anaflaibt, weil fich die hiiültche Zartheit der 
jji^era^llrmereu fpracbe verhilnel und neugcbildcte zufam* 
nrefatingen eine ?on natiir ßeifere bewegung haben; 
&od früher die mctra nach dem gefetz der ijuantitäit 
(welcbii icb unforei fpriche aat gebliebenen iiAchwlt. 



Vomm 



IUI. 



XI 



wmke in d«r ailil#. Ich will mche in abrede ßdllen« 

4Mß folcbe denkinühler iDiDchea lehrhafte uod aüu* 

m Mche Ctir diö geCcbicbte t]Qrer€r fprache« welche« j^eoaiitf 

kiaaifffuchnng fordert« In üch be^reifca ; da Geh aber 

H^rine bhtben«1o poeAe griindete, konnten niederfetsuH- 

Hfen dtr fpracha» wie fie snr aoCßellang eigner perioden 

Vsdihfg 6nd, mnch nicbt «ffolgtn. Die rchrifineUeT die- 

■ ftr switcb^tiseil Tctgr^Vbern ßitfen weife die frühere 

rpfiehregel nnd iiberla)7co Geh forglo^ den eiiitnifchan* 

|tii landr«:bafüiebef gemeiner muadari^ oft weiyi mdfi 

•ichl, ab ihre befooderheU von der aUcii reinen fpraehe 

»Jbet übrig geblieben oder aui deoa gebiete dee volkadm- 
lect» eingednangen tfl. Genügende dirßellung foJcher he- 
londerheileti w^rdo weiiUufti^e anß«lien und erörterun- 
fen verieiigen« VieUejckt dt/? andere nach und nach 
iie gar sichi uniDaiehende arbett vor nehmen g ich meine» 
grammitlfalieti jeder hetvorragenden miße forgfatu- 
^ bilien. Sehr Cebitklich liefen Och 
:trage distt in fchulprogrammea mit- 
ihr. flcUfchafieu« die fär deutfche Cprache ao 

,,;,..cueu orten aufaminen getreten find« oder gern 
«uUmmeuiteieii Dod je weniger fie ins aligemeine fchwel* 
ten« deflj) eiehr wirken, könnten ihren löblichen eifer 
am Itischlhaiften b«wreifen, wenu fie Geh, um betfptele 
aosofubreii , die g tirnfnatifc he regel der fchweize tchro* 
kcn d9$ riermehoj^r BL_ia bikonderil . oder Kajferaberga, 
oder paäe Si^f ena oder Fifcbaru a nr anfgabe machten j 
felbft einige auR^rrpIchrute Tchriften dee üebzehnten 
jmbrbcmderia, v croo. Silievv ald ^ der d eytfcha 

8ttoy llft'^'n' ' b jiiru,« iir £(ig1icb in ab ficht der fyntactifchea 
Ngele* ^ iltige anfprüche aof gram mal ifchea ftadium. 

' t raclae« d^fren gramoiaiiK gleichwohl eigentlich 

^. m vrefdrr» verdiente, gehört nicht in diefea 

kreia, te 1»E eTU-_f»ft wunderbareii reinbeiu 

ffich ih re» g^c l\uf! r^B lialheft für kern und 







ha!T-r 
de 




hniederfetxnng gf^ 

ii .k*?»*l «ir" heutigen tag nur 

ißenjt ^nm fchaden dt^r krati pncT 

ibjje wj eben :wor den i^ Mitn darf da« 

he in der thal als den proteßantifchen 

dialect bezeichnen, deOTen (reih^dLbiJi§>lde natar längCk 

hhüsi. ihnen unbewoyJt, dichter und fchrififteller de§ 

n glaobeni ubenvähigte. Unfcre fprache i(l| 

an aufhält baren laufe aller dinge, in batver- 

jiud formca gefufiKcn. meiiie j^)3ild€ruijg,!)f|l- 







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I 





DEUTSCHE GRAMMATIK 



VON 



D' JACOB GHIMM 



KURHJESS. BIBLIOTHECAR, iMEHR. GEL. GES. 

MITGL. 



ERSTEJ\ THEIL; ZWEITE AUSGABE. 



UBB A r- Y . CÖTTINGEN 

m D^Ä DlETERICIföCHEN BÜCHHANDLLT^G. 



I82S. 




^^^LHHelbeHi w^fden Ihre fiexlonen lingriiner T^rliidcm; 
^^^^^KHrung mehrerer dialerte niij/7* auch wenn der üegtnii 
^^^^^ Vollendetere formen befü/^e* weil er iie mit aofgenoni* 
^^^ mentii >vürtern der indem mnndart, ausi^uglr^icben hat» 
^^B abßumpfung beider mttndarten befrh leim igen« Dle«^ 
^B Ter ^egenftand liann nur durch eine genaue ver* 
gleichttng aller deutfcben dialecte^ wozu hier kein 
ort ift, gründlich erledigt werden. Eine andere eifu 
lenehtende bemerKnng fcheint^ d^ß wir den alihoch« 
Jeatfchen und aUr^chlirchen dtalecten land anzüwiiTeo 
fafl nicht anders hoffen dürfen, ato durch aiiffpürnn|t 
ihrer eigctihcU in der eingren^ung heutiger volka* 
rprache. Waa ich meine foUen einige beifpiele seigem 
Der aiiidruck hevan (coelnm), der fich nor in dem OQ- 
fein-a!th. hildebrand findet, bleibt auf den richßrebeit 
TolKcßamm befchränkt (angelf. heofon » engl, hf^aveOt 

Jttattd. hewen, häwen), allen übrigen mundarten fremd 
gnth. himlns, ahn. htminn* alth. h>mil« allfrief. htmult 
niederK b^mel # weftphäL hemmel) ; Wenn nun in der 
aUrächf. £. H. beide auedrückt* hifbban nnd hiniil ah- 
Wechfeln, wenn üch ferner anamitteln ließe* auf wal* 
ehern landßriche swifchen WeHphalen und Niederfaeh« 
fen beide noch hetzte den einwohnern gel&ufig fmd (def 
cleviTche Teutonlßa führt heiren nnd hymmel an) to 
\%%re eht punct gewonnen, der una mit andern abnlU 
chen die heimath dea dichtere der E. H, verriethe« Die 
demfc'lben diilect eigne analoge bltdung gebhan i mare) 
angelf. geofon, ifk fpSteren mundarten abgeworben« 
Keine reiumitt^lh. qnelle lieftri b^venoder heben, weder 
Veld^-k noch Herbort hiben ea, aber Ketnolt v. der lippd 
fetzt Zeile 92. fogar; bimel nnd heben tu rammen ; Weift 
^r wieder die fcheide WeÜphalens und Sachten«, die an* 

Sefähr an dief^n üaß fnllt? Der unßaithaften ablcifnog 
ea Wortes hevan von hefan (tollere; mu^ man entfagen« 
-^ Ein andere« beifpiel gewährt diepraep. von» weiche 
•Ittächf. fan, niederländ. und platte eatfch van, altfrief. fofl 
lantet, im ingelf. und ahn. gänzlich mangelt. Die alt- 
ilnd mitielbochd. form iH zwar vom (f, 80 von» felUI 
feey folchen, die in andern Wörtern -an für * on feisea 
(«* b. N. wan^n f. Won^n bei O.T.) allein einzelne denk- 
tkiühler weifen fana (mifc, <« ly) bin und wieder braiiGhefl 
mtttelh. dichter van (f. 44Ö. 450») »«ch H. Sacha reimt 
vin: man. Wenn nun in heutigen hochdeuifchen 
ttinndarten van f. von nur im Ödlichen, nicht Im 
liehen Baiern trfeheini (Schm* $. 3i$0« fo folgt klifp 



V A A S fi, 



MY 



' iij) m lern t1teT#n wie dem neoero fchwibifehen df«. 
led» ibmafpr^cbffn Tej, dirfer aber «af die biJdüo/^ de« 

»ßlidetitfcheii. ^'elcbemdarcbaoAiiar TOd gpreciit iß« 
iget gew^irkt h^be • ile det buififcbe. *- Dat nlo« 
al(che fterre für Q4roe (T 190* ift) begegnet meinaf 
n In oberdemrcher rolkifprache nirgend», wenig- 
In ><*inriii der ^entiier DtiU'rfiichten dialecte« aa* 
IiMiiiHch nicht Im eff^^^ifeben ; follie es im loüitSagl- 
[tb<tn. ma«' ifchett beisinnen and für dai 

alib. ft^rr«» r j ine« fingeraeig geben?**- Ein^ 

B«(iiea '»tifatnitiffairetfcn bewetft freiljcb nicbt genüg { liAK 
mifi eifl fulcher limen mebr geitopen and viele be- 
ruhristiti ' oder abAandupunae geu^onoen « (0 wird Geh 
4k- ' mancbrr diilccte fall tnatbematircb nictt* 

itcl. Hrt r#iT)mlong der ¥olkcmundirten niü/Jea 

äWf atiiiaiUiid if^hjende| dorl vorhtndene Wörter 

^ nnd foritif*n , ui 1 r:l ob fie in 6et fcbrifirpriche oder 
Haldil Torhaitdeti Und, ina atige geFajSt, überhaapt di# 
Hn^^Urt^M 'Ti ihrer felbd wiUen anterfnchtt nicht als 
^^^^^Bd (d def gebUdeten fpiache betrachtet wer- 

^mSS^h^ ^i^ii oh mehr d»ran so wij?<n, ob ein gana 
^bUdivT «oianick der fcbrifffpraciie in der gemetnen 
d«i 'voVWa voTbanden Cey » odor ihr gebreche? ala ron 
einer (chelnbir Lcitfameo, v^rdetbien form ktinde s« 
tfrlan^rn. 
^^ Da die ver\randtrefoaft und abweichnng der dlaJeas 
Bfo r«br le den ^^nbildtingen and fügungen» aU an den 
laut#*fi| tiejilonen nnd vinselnen Wörtern geprüft werden 
foii^. enthalte leb mich« vorläufig auf anflehten esn«* 
xni He mh aber frtiher« und fpütere veraweigung 

Hill Ikerfcbafien rorfcbAreben* leb hoffe ße beioi 

[reblojfe dee werke vt)llßändtger sn geben | aaeb die in 
Idcf edlen aofgabe mitgetheitten allgemeinen fäize über 
Icleti bl&orifcben gang «1er fpraebe lind aJa unreife erdr*» 
[ttfrnngen Jetmi bei feile gelegt ^vorden* Über eine an* 
I deve verfcbiedenbeSt der gegenwärtigen von der frühe* 
EU einrichtong mn^ Ceh mich indeuen näher erklären t 
Alt infiihrung der belegßellen gcfchieht unhünfigeT ale 
lo der erßeo mSege* daa iß oft nachthettig^ Der 
graiDisatilier foU von jedem einzelnen fall reckenfcbafl 
geben kennen; dorefa betfügung dea belegt -werden die 
iwbelefbafea fiUe für den lefer und nacbarbeiter ber* 
I lOfgelicibeii. Bei weiterem fartfcbritt ergeben ticb nun 
■a^ llr«cken ale euagemacht und ea würde Uftig fe/n. 
lioeb elnsela lüwdfeii tu woUen^ daa (cbwere Ueibi 



VTt 



1& a a ft^ BT D &<> 



fii*r, die grMrsef det!*feh€iiib«r fiGhereii- vOTi dem wtrkn 
lieh iithercn ztt treiTen« , leb b;ibe twar cU« fchwicrig« 
jBnd %wisi(t\ksi(ie tuii infnhrofifcn eu ütitsen geßr« bu 
liigerA \\*iUi aui mifigel ;tii räum ontexdnickr. Ni ch 
Miger war es frifilich , liie betfpiele felbH, auch ohne 
JDxugegebneii beleg zu mehren, tiod Cü beirachUich 
liefe vcrmebrnng von der mageikeit der e;üe^ail9£abe 
h&mchen wird, genüge ich mir bieiin noch lauge mcbu 
yrammviifche gewahr kafiii tiicht anders gleißet wer- 
alt durch vallßändigd aofzählung aller beirpirlei 
P4i0 unter jede einzelne regel der laut- und flexiorn^ 
lebre gchöreii; nicht bln/J «um erweis der etnar;lnhcJt" 
felbft» foiideru weil der nberblick der ma^e onberechcn- 
biTe vonbeile hat. Solche Vollendung der deuirchei 
gvamroatik iß aber natürlich nicht auf einmahl von eioei: 
%tx erreichen; \irit Tollen ihr mit vereinten kräften nacb^ 
«iferri und es Wird üch durch gf^fchicKte anordnilo^^ 
lelbfl auf befchriifiktem räume weit mehr erreichen la^en» 
ali ich gegenwtirttg liefere. 

Das Verzeichnis der quellen und hülfe mittel ifi ^veg^ 
geblieben, weil ea nicht in die grammatik gehört • fmil^ 
dem in die gefchichte der Itteratur uriferer fp räche uuff 
poede. Ich habe einige ahhochd. denkmabler m« 
braurhen könnan» ali %u der etßen auagabe, namenUicl 
die gloffae augußanae (bei Braun voK 2. p*ti7*i2|)| 
glottae trevirenfea (wovon mir Hr. Prof. VVyltcnbacllj' 
reitvvillig die hl, gelieben hat; ea find die auch 1 j 
Oerbert heraufg. gloO'ae fanblaUanaei welchen fie icdodr 
berirhitgung» hin und wieder erganzung gewähren); 
bedauernawerlh ifi der TerIntI der im achten jahrh. übor* 
fetzten kirchengefünge, Voflioa hatte die pergamenihand* 
fchrift befey7en, Fr, Junias davon copie genommen ■ er 
fagt in dar vorrede zum goth. gloJTar: hoä XXVL autt- 
qaat eccleGae alamannicae hymcjos tranefcriprimuf f^K 
niembrania vofliania. Aus diefer abrchrift lind bekannt- 
lich nur vier hymni (bei Hickea und Eckhart) tm druck 
erfchienen, die zi fehlenden mu/fen ftir grammatik und 
lexicoii nicht wenig wichtiges enthalten, ein fatz aoa 
hyittn. Zi. ftehet in den gl« jun. 182; einer auä at, 31« 
bei Schiller v. kapot, aus 2?, 4. v. kiofun fewea [ich 
Isann nicht erklären » wie Schtiter oder Scherz zu dteCen 
Aellen gefangt iß?] In der erflen hälfte dea vorigen 
jahrh. wurde Juniua abfchrift noch zu Oxford bewahrt 
(v. eatal. mfT* angt. p*a^9. n^ 922 t«)f jetzt lehlt ße ond 
MI liul eingesogener ciknudigung fckoa vor 6 c» j 



V t i E D 1« 



xrit 



Itftdtn wmimn [eju. VielteScht lÄ/?t fle oder dif orU 

fiTul fielt r ' ' ' ^ oder Holfand «iif- 

püren. — ^ ^le einzelne bni^b» 

ftae^c ond i^lodeii «]ibocUii munden liegen« «u S. Gai< 
leu lte|»tii die wiclotigfit rufcn^iint kerom/ihrn f^\L*ßeu^ 
TkUctcbl aus df^m ßebenten j^brUimdert* gewitt voii Ke* 
fo'ü ^^ iiberrei^er« der brnedicttrt* regr}, fprtche tb* 
^ei ; Ge wird Ft]«;lißalli?F« einer der gtündlichOen 

Xenurr uiifcicr fprtch«?, dfiritädifl mit deu g«:rjmniieii 
(cHririrn Notliert druclien la/7en« Die iUräcfatifcbe Evio* 
ffenenbiTinnnif » deren hiTaii?g.ibe fchon vor drei jähren 
I eodlicb Kejii blniierni» iin \yv^ f^th^n foJJtet iß itcimce 
j fiorb nicbt etf chtenen ; Hr. Dibttothecir Scherer ^v•r Fo 
f efiltig, «ßit »ufmeirt -- r.,-.f,^„ 4fi,iiore brachOucke der mebf- 
[Lieh itt^nammenen icn sa irnden » au« denen ficb 

^illJllt^cbatt iTiJt dicfrr mtind^rt «Jnfgermaylen cr- 
' Vondea inaillndifcben entdecktuigeti iß au^ev 
Q majjfeben tpecinüen nlchu herana. Wenn iian 
Arln« blüitrr dr$ w iederau i lieben (^^ti UlpbiUa 
mancbe donKelbeit «t^iAreuen^ dia vorher ntifern bUck 
hemmie« der gaauie vurratb aber maffen von licht verbreU 
lleo muß» virenn darcb volt Händige bekann traacbiing der 
Wcvlie'MmVen rrft eigentliche ücber hei t und anfcliauJicbd 
Iftllg Ag^b^UpitVe für viele regeln def altb. grammaiik ent* 
rnä dif ilDfitttm der altfichrircbcn fpracbo bald 
ren hält cewnnneii haben wirdf fo iröftet inicb 
ifei gedanWe an «Im ^i'henden aufrehlit^e, wfxliircll 

dtefem feld eine il.. ..,..:lc ode? glnzliche nmarbeiiting 
bereitat werden Kann« übet vermeidlicb gewefene roan^ 
g^ melntr fetstgen aibtit. 

B1U folrh^ft nr.tKwendtged oder verrchuldeten in* 
unvolIK feiten vertragt fjch aueh daai 

Iwta ae dem n meinem biicha miäfnUfu wird« 

£i0 ßoUea klei mc der deutfcbtn grntimiatih noch 

Lnlehc. Die vei:-p^..;-.iülQiig bat, nach niialungenem ver« 
Ifath, anvorhandefia typen gir/^en 2n Ußfu^ um nicbl 
llifigar aitfxnbalten « %q einzelnen bolzüocken greifen 
fiDUjifen, welch© nnlaaber ind äuge fAllrn» für einig« 
bochO»* T nicht ri - gebraucht iverden konn- 

ten ; d Jf^aod *i dilich ve^gültcn durch ret- 

\ÜMv: scmiichKeit, durch EuU/fung mehrerer 

..i^ . ur^hredete ^ahl nnd durch Verwendung 
[cfiTcf filcbllgrn fetjeeta, ohne trekhen am werk nicht 
[lo f-:;^'^* ausgefallen tvSre^ Dtd etwas tchwalikfndf 




AVIXI 



Yo^ fl^rJkM 



Jill. * Ünf^re heutige fcbreibong ]ie|:l jm. argtti, darüb' 
rird tuem«nil , der mein biicb lieO. lang^ ^weifHhi 
ileiben, £• i£k natürlich, aui den gedanken sn Komnic» 
»/? ihr noch in mancbeni Itiick »n helfen {*ty ^ bedeuli 
leb aber zur aa^rdbrung ku rcbreiten, da verjährte m 
griße nunmehr fchon auf den reim der dichter und Wbl 
did wirk liebe «usfp räche übel eingetlo^tin haben, Me 
ncn Abweichungen wird nicht Inichl kein gefchicblUcl 
grund i6ur teiti; ftehen. verfchiedene habe ich nur fül 
die gratnmatirche auffftf^IhHig dea' neuhuchdeutrcheu g< 
wagt« nicht für den neutrahn text, über deto irh n 
fere Orthographie oft vergayj. Wie n><l ihr zu verfahr« 
ob fie noch für anderung^n, nach fo vielen wi^lrrwärtigf 
mit recht gercbeitenen verfuchen» empfänglich fey, f€fj 
diente eigena erwogen zu werden, worauf ich mich a^ 
hi«fr nicht €inla/?e; mittel und ^vege daaii lehrt mctne dar 
fteliung kennen. Einhchtige vvirden» jeden znmahl ^^^ 
iraltfamen neuerungen des hergebrachten in der r ,/" 
abbohl» ah ausnähme die abfcha^lntig eingürchliciieiii 
fnisbräucbe, an die man lieh freilich auch gctwohnt ha^^ 
gerne fehen. Gleich aller gefcbicbie ^varnt dfe htÜa* 
rlfehe gramroalik vor freventlichem reformieren« macht 
iina aber tilgenden der Vergangenheit offenbar, durch 
Ten betrachtung wir den dünk*»l der gegenwart jii^fji 
können. An rechter 1^)1 e wird lieh dann u)? 
fchcn^werihe und lang gemiAe immer anwenl... 
So fchien mir, als ich an die niederfchreibnng 
werks gieng, ohne da^ ich es fnibcr gewollt t^ti 
jetao befonderen werth darauf legte, die verh. 
der großen biichftaben vom anfaut der fubftaniive ihut** 
Uch.^ch glanbe nicht» da^ durch ihr wegla/icti irg^ml 
ein fatz undentlich geworden iß. Für fie fpricht }Kein 
einziger innerer grund , widcr Oe der beftandige fnihcie 
gebrauch unterer fprache bis ins fech^ehnte, lieb^ehtite 
jahrhunderi, ja der noch währende aller übrigen völk^, 
um nicht die erfchwerung des fchreibens, die T^r. 
Tcberste einfarhheit der fchrift anzufcblagen. Mao 
braucht nur droi urTprung einer fo pedantifchen fchreib* 
weife nachzugehen um Qe zu verurtheilen ; fie kam iuf, 
tln über fprachgefchichte und grammatik gerade die Ter- 
WorrenClfn begriä^e herrfcbten. Näher befehen hil mao 
ihr auch fcbon verfchiedejitlich entfagen woUen, die ab« 
handlangen d^r pfälsifchen ac^tdemie. der volHrche Ho* 
mer fammt anderen fchriften find ohne gro^e buchHabfn 
^_gedruckti In beibeUaUuug der iateinifchcn termiaolp|i« 






YO B a £ II B. 



XII 



•of nth nnd n^ rerflSndlger m^nitet 

Vcii : 1 -* -^f '* i -** ^i» idic mir aofangi MbQ 

rück« für eigembfinQlichk^if^n der 
giiituiriAtH» uheitu iTj«u ücb au gewd^hnvtt ut%A 
nicht an f ^e ihrer Kume und ücqüeniliebkeit 
biAUChcn, oder roan verroche« dai wit 

. ui , Uot, »tiUul« iiiUui, aoalant nenti«, be* 

^ Sit umCcbreibcfi uud iu etiiB £ireniile fptidiS biI 

Die varrcbrobenheU der deoiCditfii fprachlehre te 
wfefen tchutcti» t!eti unwtrth der büch^r , die fnan da* 



»ei 3tu gnand' ' halte i ' 


' ^"aft beklagt; fchel. 


Mu einis^ buHntp» 


ziiweii gegangen 


Ek 


tntat Unterricht 


mt^ 


iung d«oirchei 


mit: 


i hab«) fo glaube 


f^^lBr' 


:: i^ntwnrtung iibcr* 


mb^<) 


, wghldenHende leiiul« 


H" 


■^ ^"i- .'l'^-Tte, an 


i' 


, £og* 


Itlder . »Hf» ui. 


hl lieh 


i\ci tt! ■ «ngcborn 


piache 


boo^ikchua. w vcfw«if«»i- 





i' r durch aofm«nt«?Tung und ^pten ratl» 

die f*»fi. - ruji > ärl)*^i« ffiTi rrVitert haben, i1;iiilift 

Uli- DcrF: d eitnge Fei 

|ll«flfninB<*t> n^H aein tiiriM in itte; tnciiLev kenntllilTB a^iidtn- 
mrnpctfoff^n finden, Eagllftj.ll^ hat mir mit freitiid- 
lieble- ^eit fragen iiber Notker beaiitwo|r^ 

l^t » i ' änderet aus dem fchatze feinef 

fammlnn|fn iiicbi voTembalten. Wie vermöchte irh 
die in tmanterbrorheucfn briefwechfel erfahrene rtfgQe 
tbeilnabise meiner fretindc Ben«cke und Lachjriann ge». 
nng «u rühmen, deren eingebungen, fo oft ich ibnfit 
fiüf an folgen %-erftjnd, ich au meineoi gcwin^n gefolgt 
bin* Solche aii^fiJhrllehe und riickhahslote miltheilno- 
Kcn. il* tf\\t Lacbmann gemacht hat, muß man an fich 
erfahren haben/um ihren xverth zu begreifen, denn fie 
belehren, treibtn an und Aören doch nicht das zur ar* 
bcit fiAthlge innere gerammeltfejn , fondern min meint 
diirdi Geh Wbtt fortBaletneiJ. 



.^^ 



Abk 



urtunten. 



«. Hetnn (ironer Heinrich) ». Tiu (Wolfir. Titvire). 
€d, Dai^eii) «. w; thd. w. (altcl* iväMer) Am. (gol amür) 
4^* C*fe^abuch) Bart. (BarlaaiD) Ben* (Benwkei hfiitrfige) 
Beov. (üecivHlf, cd. ThoTkelin) Jül. (BUeftoU) Blnch (daniX 
fpri^gläf«, Oilrnfe i8t7*^ Boelb. (Alfred» Boetbitia) Bon* 
(Buitcrriua) Botin (fvenfka r{>r^ket Stockh. 1792*) Br, (IE* 
terae brocniannoram » ed* Wiarda) Buttm. (ausfiihrl. gr«. 
rprachi.) C. A. (cod. trgent€>t]i) Cädzt). (Cädmonb para« 
phralU) Com* (Conradl v, Wtirzbutg) E* H* (Evangelieo- 
Harmonie) En. (Eneit) exb. (rxborUtio) Floie (Flore imcf 
Blanrrbifldr) fragm. (Frajsixi. und \l ged. Müller thetl 1(1.]^ 
Frib» rVribcrg TrSftan) Frig. (Vrigedanc) Georg (Äelnb« ' 
Oenria) gL aug. (gloflfae anguftaiiae) gl blaf. (blaljaraaj 
gl. ctfT« (caJTt^lbnae) gU brab. (Hrabanijgl. jün. (Jonii) 
moiif* (monft^ci^fes) gh itew (trcvireiiree) gl. tweil 
(xweilenfcs) Gotfr, (GotfrSed von Sira^fburg^ Gndr, (Oü^ 
drun) HarUtK (Harttnann v« Aue) Herb. (HerborU Ire 
jin» Krieg« cod. pal,) hild. (Hildebrandslied) Huyd. (Hiij 
decoper) 1. (überfetziing des ifidorircben tract. de nai 
Titate etc. ed. Hcßgaard) Jud. (Judith) Jvv, (Jwein) 
(Keroa nberf. der reg. Bened.) Karl (Strickers Karl) li| 
(klage) kr>loc2 (koloczer codex) Lohertgr. (LobtngrinJ 
S. (famtnlung der rutnneßnger) Maerl. (Maerlapts fp, biß.l 
Älaria (ed, Oeiter) m^tflerg. (altmeirtergefangbuch) mite 
(Öoc^^na mifcelJaneen) N, (NolKera ptalmen) Ntb. {t^ik 
lungert^ O. (Otfried) Ort (Rudolf* Orlenz) Oiioc. (Ouc 
car V. Horneck) t*ar. (Ca^inons paraphraßs) Parc. (Pat* 
cifal) Hafk (im angetf. ift delTen angeHakfifk fprogUrc 
Stokh. iS!7; im ahn, deffen anvifning tili iriändfkan* 
Stockh. 18 i8. gemeint) Eeiiu (Äeinaert de vos) Hilf, 
(Bltröni romancea) Roth, (tloihcr) Bud. (Rudolf v. Enfe) 
$cbm. Scbmeller ('bairifche mundarien) Sehn. Schneid 
(lateln. grammaiSk) fchwanr* (Cotirada fcbwanritier) 
(Melia Stoke) Stald. Sialder (Scbweizerdialectologie) 
(Überreizung Tatiana) Tit. (Titurel) Trift. (Goifrieds Tri^ 
ftan) Triftr. (ELrcildoonea Triftrem) lioj. (Conrads troiao. 
krieg) Veld. (Helnr. v. Veldek) W. (Wileram) Weber 
(meirical romances) weJTohr. (welTobrunuer fragmea^ 
WIg, Wigal. (Wigaloia) WJpaiu. (Wigamur) VVilh. (d^ 
drei theile Wilhelm dei heiligen) Wolfn (Wolfram 
Efchenbach)» Die zahlen Gnd nach blittcrn und fptUen 
mngemerkti zuweilen nach »eilen. 



ERSTES BUCH. 



VON DEN BUCHSTABEN. 



9^ftr|L#^#rJbtft^ffM. f) ParÄOffiphtfche betrachftin^eri 

' 'ir/iercn gcftall der lu n 

Oio atigdimuiost!! ;* 

«*• d^r fv tU ÄtiÄ d**!! Utfioifchen oder grirciiU 

K,ir^ r.i WC die ciiifcbrüukung der runcn 

. muß bei gfündlichir forTrhunj^ 

iwiiiirn, ^.ric^f ..x,i niiien noch (elbft die gothtfcbMi 

biirh&ib^n inhct\ Gcli hinreicbend oder vaUltatidig auf 

^iIjw • ■ ler.bifcbe alpb:ibet zurkicUt«; 

^^f fÄis&eft Üir/ji thcil« an« der 

^in II o» u» q, V, |> und des 

ii^j^. .^ . _ „ Ji I Hill den rntufclirn zei- 

ktnm ibrf'« •»• ^^^ tDcrklirben vcrfcbiedenheit der fdtli* 



i. Em f 



1^ iribii. 



f>hen ruuen von den nnfdi- 
Ecn der vunen in erundrer- 
itcb geflaltete und nicht wtdil 
arten dentei ja wfe bei der 
in iiets ahnlfclic lind fictfi uniilui««.^ 
, auf einen wtit feineren, febcn- 
r^frren o*^gatiiftti«& and luf ein buheree aller der ranen- 
' 1. ...^Q bei der anderen mechanifchen erklj- 
zmi durfte. Die einzelnen ruiien tragen 
; '^ 'Uigo and abweichende uararn, in 
j[ oder in deren anfitng drr coa- 
dem i»c gebühren. Das und noch mehr 
^jer Ihm diefcr lernen, felbft die von alten 
^illerrt biitein ffrlcgie, viellticbt auch iraditioncll hiri- 
iful0 JB»'<^g****8 <i^^^**^^öö befbiiigen den »ü rammen- 
der roa^i^ mil <mcr frahcren beidnifchGii zeit. 



c^^ 



I. von den huchfiaben insgemein^ 

Für die anordnung, vergleic^ang und anslegnng der tifif 
oft nur in febl*?rbaften, ungenauen abfchriften über ie- 
fetten runenalphabete wird noch manche dunkelheit ^u 
lüfen bleiben, einiges aber von dem, was fcbo« jetzo 
Klar erfcheint *), bei den einzelnen bucbßahen beruhtt 
wcrHen , in soweit e« für die grammatik wichtig ift- 
In diefer findet auch keine ftr^lle was über die \6rfrbje- 
dene bildtiog nnd anderung der durch das cbrißenthum 

reingefiihrten giiecbifcheu oder lateinlfchen (chrift in der 
liptomatik außeinaiidergeretzt werden muß. Einzelne 

'ifinder, einzelne jahrbuiiderie fchreiben genauer alt Än- 
dere, nach der richrung, die geiQiger fonlchrirt und ge* 
lehrfamkeit genommen haben. In ungüolHg^n Echen 
verfchlimmern ßch fchrift und fprache* Zuweilen ift 
inf die tirfprüngUcbe niederrthreibucg,oder v<?rvielf^!u- 
gende abfchrift einzelner werke nngewühnliche» fiir die 
gefcbichte der Fprache erfpTie/riicbe forgfalt geivcndet 
worden; ein beifpiel liefern NoiUers arbeitten 211 S, Gi* 
len. Aus dem fyftem und den beobachteten «eichi 
folcher werke kann die grammatik viele« Jemen; all«ii 
ije muß fogar weiter fchreiten, wenn felbft durch dii 
seichen die der fprache wefeui lichten , zum iheil er) 
durch hidorilche fprachvergteichung erkenubar güvroi 
denen laute und töne nicht ganigend dargeßellt werden 
können. Noch viel luphr mii^ Cie^ unbekümmert Dm 
die entfielhen oder nachl^/figen Jesartcn ungfiiaitfr uud 
fchlechter bandfchriften, die regel der fprache narh ort 
und zeit felbCl ergründen und eine angeme^enc fchrci 
bung ein- und durchfuhren. Du (Seh aber die ibw' 
chnngen und eigenheiton der hff nicht blo^ auf fl 
lä^Jigkett u, unwi^enheit der abfchreiber gründen. U 
dcrn xuweilen aua der befonderen mundart der verfa^er*' 
umarbeiter und fchreiber fliegen, fo können freilich «üi 
fotche befonderheilcn an und fiir fich in der fprschj 
fchicbte lehrreich werden. E« vetfteht fleh nur d 
von felbftr da^ die gratnnnatik, fo angelegen ihr die 
fältige Zergliederung einzelner mnndarten fejn 
Dicht in das familienieben und die Unendlichkeit 
und {eder idiome eingeben darf, fondern ftir pe 
u. landrchaFten allgemeineren, federen regeln zu fi 
bat* Crilirchen berausgebern der bedeutenden fi 




*) Ich weifo iuf eine In kurzem CTrchoinendo abliasdJtio|| 
nfi braJ«ri WUliolm ab«r dit ruuoci*. 





dichter bleibt ©• librrhffen» auf die feinere 

llirrr rig« n^bumlichketten bedacht an neb- 

^C'b n lidheren aller rine$ Henkmjibti 

• br ^ 'ii, li iiuverletzlirhkf it; wi*« wir 

l«'T ing t^tne« taMte« aus dem dreTsehntcn 

^,-ur_n, würde an t inem am dem acht*»!! 

^vatidi teyn, wq unter ma^Aftb dürftiger, jeder 

r« ' ^ ifl* Jd der bctfifgen fprarbe ftoren 

jtubati . -I der getieiidei) ouhograpbie am al- 



Bor d 



!ar dirReUnDg der laute in rümmtUehen deutfrlien 
M| l>^r^t#^*if- i^h mtcb metfleiith<'IIs der heutigen 
^Vk t -n« deren tjnentiiugticbkeit für alle 

IRst e ifl. Sie würden ausreichen, Avenn 

ff anf n oder grnndlaute ankäme; abor 

'. sfifiDimenfü^uii^ F^l^g^ ^^^^ gerade 
'•'1 , der tnurid^rtf^n 2u er weifen. Fiir 

IMi *;• welrbe der eine oder der anderö 

H« 1-.^ ff Hrh SU weilen befondere aeicben« 
aoeb t \r]:r zeichen graphifch erwogen eine 
1t rertaihcn , haben fie doch ein einfacherea 
^^lnd (*nd wirkitcb im gcbianche behüUKcbcr, 
n und nebeneinander geÜellten 
nenfetaung. In nnferni worici 
b, dnir ' gebt laute mit lieben zeichen 

^^mlich Lt ;., L.r pb. Das fch. wiirdo der RulTe 
^Bnil tfinem elnzii^cn zeichen, fülglich jenes wort 
^H hrtrhrUben fchretben Kütin^'n. DiTglcirhcii 
^Bcbflaben 36u Tp, fk. und andern liebHngsIauten 
^Brache wärrti Ihr (q dienlich , als es dem Orte. 
^P 4" für pf, ift. Sie mangeln nnn «InmabL 
■^{Tterten b, d. l find mit den füobßrcheu alten 
'i- ^ t' dar^eftcllt, letztere! ift auch für den go* 
nfeugbat felbfl formrll ideniircheii buchftab rer- 
rdan. Die ^uthitchen hu. und ^. erfchetnea 
ufgeloQ; der gleicbfnrmlgkeit mit den übri* 
nndarteti wegen, bei denen die zeichen docb 
fremdet blilen« und weil der Goihe felbß für 
\en hl, kn, hr, kein ei^n«^8 zeichen bat» fon- 
ftdft. Da» ivicbtigfte fehlen, die mantugfaf* 
dfr TOCäbzilfcbnugeu auf^ufay?en. nnd £U dieffnl 
theila fiäehrere übliche reichen gebranchtj 
immer otcht hinreichten , einige n«tie er« 
^ Hi neu b«ßiiDiiit worden» Strenge gra< 



I* von den buchßaben Ungevieiiu 



viele mt 



^phtfclie conrequens war hierbei ^veder Uicbt nocb 
jlhiß, weil d^s gewohnte möglichst behalten wer 
[fbDto« aber der beg;rii]f jede« lautea di» angelegen! licbl 
jCcbien. Der circuuiÜex dient »nr bei&eichfitiiig der gd 
Ldehnteii vocalet der «cutiu znr uitterrcbcidun^ dtphlhoi 

f;i(cber verbähnUle^ der gravis KDOimt nur beim eof 
eben vor, und ^anz wie bei heutigen gramiual 
^Bieaer fprache. Daß ich den circitmüex auch übt 
nordirchen dehnUute Hatt dee dafür gewöhiilichen acu- 
tut ^efeizt habe» wird man der g 1 eicht ürmighei L »u gii 
halten. AngeirnchriTcha , bocbdeuifcbe und fclbfi aovcT 
(che handfchriften bedienen lieh« alle jedoch unr« 
\ mißig, elnea hackens, der bald mehr dem acuta»,, 
[.anehr dem circumtlex gleicht, letztem wählen hin un4 
Nvieder angelfächfirche drucke. Die meiden hOT. laj 
I-Alle dehnzeichen aus, und andere brauchen den 
f neben dem dehnenden circumilex oder auch alleli 
LwirXrichen accentuation, die von der 
[Yerfcbiedcn ift (f. unten.). Mein verfuch, (o 
pgroj?enthei1& neoenl wickelte lautverhäitnisfe forgfJl 
au&zudriicken, forden nacbücht; vielleirht ' ' ^^^ 
TyClciH in der folge vereinfachen und verv> 
am heften eo , da/J die vergleichnng der veilchied 
I fprachtlämme noch mehr hervorgehoben wird* 
gothifche, fächiifche, ahhochdentfche leltern gl/>j!ieii 
ila/?en fcheint mir aber koftfpJelige und verwcftlicbe 
Irerei, welche den druck lammt dem lefcti eifcUw.€ 
für die einfachen laute gar nichts fruchtet und bei 
gemifchten im dich hi/Jt, weil zu eleu vorhandenen 
noch neue typen erfunden Averdcn tnüßen, Nebeot 
nehmen ftch fovvühl der gothifche ala der angelfäcbüf«: 
|typao angefältig aua; ron jenem bat man bisher nur 
gfo^ef, unnöthig raam Hoftended format gebraacht« 
rticbtigen geüchtapunkt befolgen die herauigebcr 
fcher rpTachdenkmähler; Engländer und Holland« 
der treue, die Cie in einem gemengfei von naanc 
buchftaben fuchten, vernachlä/iigten oft die b^ 
welche nur ana einer Tertrauten bekanntfchaft 
grammatifchen bau aller diefcr mundarten bervorgebi&l 



lorrl 



Eintheilungen der huchftahen, 

i) In vocale und conaonanten. Der vocalrßmit 
allen deutfchen fprachen b«foiidera tiefe bedtjutang' 



L vcm den buchßaben insgemein. 



II, irte es fcheint, left^ und feiner beßtnmr» ali %, h. 
[in dir pier f ti, Uulnifchen. Kein vocal ftcht oder 

^vrtf'"^^^^ ' ^ *" derselben mundart; ^venrv-eine 

ifl tibergange zeigt, fo haben folche 
confonaiiten llati, und erfolgen über- 
neun gefctzen und verwandifchafien, 
iiü_dcii_ v^äiLfüiL^etwaa,gLeich&ülii^fift^ 
- u\ ctn-L^t n furacheiLciCi orienia eher 
' t Äßs^gen p|>^^der_cpn- 

iltnifle _gerada 
Hl^ ?€j ^ iiJier_ den 

di^_ÄbI' dhrtj auf* 

oncti uiigezugt^üen fprujjgen im feld«. 
» den aulTjUcjidllen gpgenfatz bilden, 
iati iDu,^/ jedorh genau die bedeuiung und gefchichta 
VDcaie in der wurzcl von denen in der eiidnng 
eine« wüfica tmlerrcb^iilen« Die i^ocale in letzteren ha- 
^ ingcrea leben, find anch bäuTigeren 
■ru und liünncn weniger im allg^- 
iBr! viunfUi^n bciracbiet werden, ein gnind- 

lici bcr iie %vird erÜ aui der fchwlerigen un- 

i^ochiiixig dei tccexiitittion einmahl hervorgehen. 

j) Die rodfe ßnd entweder einjachs oder doppelte^ 

wriiT 1* '-^ einibeilnng in kurze oder Imtfc gänzlich »u* 

fall t (vergL unten die bemerkungcn über die pro- 

nracheit (kurzen) gibt es in den deutrcben 

- :a,e,i,o»u«e,ö.ü (^ y) , von wel- 

ebm V Ti a, t, o, n ala äic reinen, e, Ö, ü aber 

tjetj ,, lüJaufe) betrachtet werden mii^en ; mit deni 

^ it ea eine eigne beTrandinifa, die üch hier noch nicht 

' - ' -a in der aUhochdcuirchen bnchllabenlehre ent. 

Tt. Die auilpraehe dea a, i, ii (finden, fand« 

ktvlci T» in allen (oder den meiden) dcutfchen 

itioge. iiwaoktnder ift die dea o. Ea wird 

aomthi auiljJkiT, da/7 ich dem e die natur einea reinen 

vncaU nicht beilege; auf gründe die man bierwider auf 

pni, abfiTaeten unierrucbungen der fprachlaute oder aui 

Am^ f-*t •-**!■ — ^ hentf^^r fprachen vorbringen wollte, 

:t lilcht ein; in der dcntfchen Tprache 

I vt^ifen, da^ daa e ala umlant, 

e andere laute zu betrachten 

auch »t n rnnen gar^J^ein zciclien 

zt mit in dem 







von den buchßabin insgefiiein, 

fpSteren enifpringon und (keimenden umgreifen der fi 
lanir, wf^kbis auf fiuhere felteiiheit und (elbd abba 
denfi yn d«*8 emfach^rn e fchlityjeii lä/jt* Hierliir fprlchr 
«ndlich »u*h die in den neuerifii fpr^chen imitier wach- 
^leiidp auÜi>faiig faft aller locale det eiidnngen in ein 
lonloftt e, fo dayi das rrlangie enlfchiedt^nG ubrT^ftwicb^H 
diefes lants feinen anfänglich gcriiigrrcil nmfan^ g'^^^K^^I 
Um zuTiickbedtuU'L Die uralte fprache braut bt über 
hanpt weder aUc vocale, noch aUe cnnfonänun en 
wkliell »11 habin; manche fremde fpracben rntbohr 
bckaiinilich einx^^lner einfach er cimfonantm. Norb vi 
^mrbi aber gilt tiaa von den gern i Ich »cn oder zufanmien 
'gefetzten lauten, voealen und ccjufonant'^n , in d- n 
^^utfaltung und vielfältigen b' ftiimitiing meiner am 
nach etvvat niuirfprüngHcb* 8 zn fucben iß, MerKwsii i^* 
beiiuen die Ciriecbrn für a, i, u nnr ein, für e nnd o 
jedesmabl zwei »eichen (fi, vj; o, a^), \velcbei die nn- 
g^'wirgiheJl beider laute beflätigt, obgleich lit! profodirch 
«btti dadurch beflinimt wordnt Und und jj und m für 
doppelte Uute geachtet werden nniyieju 

^") Ein Joppeiter %*acal fetzt den zi]f,"immenfln^ sweii 
einfacher in einer filbe vorau«i; einhlbigkeit itl das w« 
rrnilicbe erfordernif« jedes diphthongen. Mau Kann 
ftwei arten der doppelvocile ai»geben: 

a) gedehnte vocale : a, 4, i. o, fi, wo die nrfprnngUcfc 
doppelun«: df'ffelbcn vocals äuj(?eiUrh in «inem Korpc 
anLmmengetreten ift. Den bcweia, da^ i, 6 eic, atia" 
aa, oo etc. entrpring*>ii, liefert iheils die verfchiedcnt* 
lieh rorlionTmende fchreibung aa , oo etc. ilicils dia 
umlantung der gedehiiten vocale in diphihoiigen dei 
«weiten an (z. b* dca a in x , daa hei/jt ae. Äe% u 
iw}; endlich die rergleichung der veirehiedenen mutld« 
arten, daa goih. 6 entfpricht etyniologifch und pro- r 
fodifch dem abh, uo^ daa hochd. a dem ikiederdciit- 
fcben £z« oder niederrheinifchen Ajf etc. Die nenbothd. 
fpracbe bedient (irh ftaii des dthnzeichcns da, wo lie 
die gedehnten vocdle, nicht in diphthongen zweitef ^ 
art umwand' It, ZAvar noch znweiteit der äußeren dop^H 
pebinu , gewöbtdich «ber und duneben der fchreibnn^^S 
ah, eh, ih (und ie) oh« wh* Di« Laieiner fcbrieben j 
ihre lange vocale fiiiber durch zwei knrze (Ürbnei- 
der p. 96.)^ den Griechen entTpfang 3; und m aua der 
fcbreibang i«, 09i b<?i den ubrigeii vocaleo pflegteu üe» ^ 



._ 
•d^ 



I. von den huchfiaben insgernem. 

whilt Ulemcr fpater bei allen, iäoge u. kürze durch 
pr kein ««icbon zta linlerrclieideci. 

'hongen, in <lenen fich zwei rerfehie- 
Lmdeu. Hier wären vorerft und ohne 
ffi TcH^lc ö, ü tnfianzofcti lagen, folgende 
wi...M-4, le» al, 10, tu; ea. ei, co, eu; Im, ie, 
t öa, oc, 0I, ou; nj, tie, m\ no; allein keine 
i Vr wrJr hat thr<?r roviel auf einmalil cnu 
Tri die Te\rhJXen );aum die hälfie, andere 
e^genthumlichkeit der roand' 
j iihetia nach Ä^n %'Orhandenen 
<><*'' liiphthongen; welche den deutfeben 

'^^''^'^ - *i* »ft keiner aJIgemeinen angäbe fähig. 

fien fich in ihnen fo Ziemlich beifpiele 
n, wie a, b. das den a/ten Rinndar- 
ile i/# im neüniederländifchen aufge* 

gifl luifpracbe der doppelvocafe merke man 

^ ladet dafelben id elnfilbi«?. Stoßen t^ocale ana «w*^« 
Vkok M^ininder, fo einriebt ein hiatat, z. b» ioj goth, 
fi-annaii. Wirkliche dipbthongen hüte n^an Cch alfo 
Bie&rif/yg AEtssafpreehen, finka. hairto wie ü^uka^ 
^*-"^a, "Zowcilen «iehen (ich jedoch noehrere dlben 
liCD nnd der hiaius \vird znm wahren diphthon- 
|fi}. :u> bitdcie fich aus Aem Uu regina daa altfran- 
•pf. fe-lne, weichet noch im u, i.|. jahrh, auf fine» 
1^ e, im 17. 18. hingegen auf veine» 

^*r jm beweis, da^? ein wirklicher diph- 

ti dartoa entfpritngcn ED* Xi^^ goth. ß^jandt 
.,:r,K:.- t^^^ii fo das alth. fl-int und mittelh, 
i't| gUent reioiend)t daa neoh. feind 
ipüihongifcb. Mehr belege wird das 

^m b^'pTifffi det elnnibigen ond Tcrfchmolzenen 

in der au^fpracha nicht 

_:_ j 1 • ite in au daa u ebcnfoviel 

daa 0« fo %vürdrn bride untrer frhmolzen, wie der 

ii^-o, folglich aiweililbig lauten. £a mo^ alfa 

»jie vaeal in den andern übergreifen nnd diofei 

^tch * ' '' 1, Ab fchwücberer oder Clärke- 

1544110 ^ - - " wUdcf iedet der verbundenen 




ict 



I. von den buchßaben insgemein^ 

vorale betrachret werden, 2. b. ti i^vüre entweder ci 
oder ti, und hiernach beftimmen Geh obige 20 nähet 
211 40 fHllen. Welche derfelben wiTklich eintrci 
bl<iht fiir jrde nniudart eigenHs aiuzunriitieln. Rtg- 
Jii den deiufch'ii dipliihnngen rcheitu ee freilich, d* 
der vnrIleh#^Dde v<»ral flarker« der nach flehende ffhw 
ch»T JiTire, und mm dürfte iU» felbft mit dem gmiid 
faia, da^ der arutns di^ erfte lilhe an IrelVrn |>tlegt 
4t>f «turne f diel Icn^ Ich folgere aber an^erdeni fu, ei 
''mahl weit die fach** für die gedehmeii vocale äußi 
%\\'€\M \i\^ d ftlin^t wie aa ( da* hintere a dem va 
dcTfi l^ifer nach. Zw* iteij^ ans dem analogen vcrhä! 
«if» do[>peMer coi»fonamen, wo d<r vuitUh ende eben 
fatls ührrwiegt. Drillens aus d«^n hidorirch üch crgi 
benden übergangen ^erfchiedenrr d<ip^»eHaute tii ei 
fache, 7. h* dc^a mitlelh. uo und ie in da» neuh. u und 
i. f<> day? nnf*"hlbar da« vorllrhcnde n und 1 grujffere 
kraft gthabl haben, iviithin die auÄfprache lio und ie 
g*»%T#-f( n ft*yn wird, nicht uü , ie VV»'nn dem goi' 
ijt in g^^willfn fyll<*n das angeJf. &, dd^egen cImii gnt 
ei djin alth. 1 enlfpn'chi , fn \:\ßi üch die rtn?r[Jidthe 
inid ei, lelzf^re dach 11 nti ebener mMthnia^cn, weil 
VutflU tf, / fetner ond einander näher lind. E 
verdient «Tich die fiiie, den hinierii vocal nbefxnf« 
betu berücKfichtigiing; In u, {u ii etc. erfcheinen die 
obinnehcnden o, e. o als blo^e niodificationeu det 
iiiiiiereij, herrfrh*>nden lanea. Unigekebrr. wo mail 
(lall in ein n fchrteb nnd das i darauf feiste, (ebei 
dem u der nachdruck zu gebühren. 




riaii I 

[fefl 



\k) Jtnmprhin wird füf die wirkliche an.^rpTtche der al 
mnndarfcn« wci nni nicht accentnaiinn der hIT* oder 
die rcimkunft winke erlheilen, natürlich msurhea 
dtiiikel bleiben. Thcila la^tn fich bei fo manebiHei 
i^bnlichen dappellanten überginge und färbniigen dm* 
k#'n^ welche keine fchrifi auszudrücken vermag, th- ils 
iiKi^en fich veründcrungen der autifprache zngelfd^eii 
haben« *»hnc tisß min die üblichen fchrifr^eicben an- 
fi^^fte, Oiö ncnh. au^rprache des ei lA völlig die i\o§ 
ah Und wie nianrh'.r fchreibegebratrch mag feibfi von 
ajif ang her 11 ngen au gewefen feyn. Die nnerfa^iich* 
keti der fenurun vocalautifprache bewährt üch in dem 

[j<i%irfriifil dit^fer Laute unter ilem volk wie in der £e* 
Icb^vbi^e der ^ ' mundaricn von felbEl. Es 'klhi* 

;ii etnfackctt 



H'' 



jgei: 



I. von den huchßahen insgemein. 9 

nibe kommen oder in Gc aufgehen« welches 
Sek bei uutertuchung der goth. ai und aü verglichen 
wk den c , ia und eo anderer fprachfiämme näher aci- 
ga wird ; vergl. auch das nord. ö. 

i)diBiges lern* man aus den Übergängen der Im doppcl- 
ktli TeTbuiidfiiien vocale 1 und u in die halbvocale j 
ud V b^Climmen. 

t) Tripel können -würden möglicherweiTe in noch 
id^erer ini^alU vorhandrn feyn, wirklich aber beftehrn 
H in n-rit f etirigerer. Die ältere fprache kennt fie gar 
■idit, dk f|aiere nur feiten/ und fie enlfpringeii auf 
'taboiBiengtrscigcnen mehrern filben. 

$} Dt eirttheihing der vocale in reine und trübe ift 

jEedieht worden. Man könnte iJe auch benennen: 

ikihir DnJ rhinne. Zu ^en reinen gt»hört a. o, n, de- 

^a«a die trüben e, ö, ü entfprechen , zwifchen beiden 

B^ E rijteninch in der mitte, als keiner triibung fähig. 

;IHe von einem folgenden vocale bewiikte trübung (ver- 

^" f) dea vocaJf der wurzel hei^t nun: utnlaut. 

«crlLe: 

kt den umlant zu zeugen wohnt gerade jenem in 

roirte ftthenden i oder deHen doppeinng i bei. 

hat das das i vertretende e diefelbe kraft. 

0(ir»l;rfhen zieht auch u einen ähnlichen, doch ver« 

eil uinlaut nach fich. Beide i und u können 

fewIJen fallen hinten abgeworfen werden und 

Wirkung, der nmlaut, bleibt dennoch flehen (ver- 

omlant); in andern hört mit dem ausfallen 

der umlant auf, und der anfängliche reine vo- 

itirück (rückuriilaut). 

&m1aat fetzt alfo wirkliche oder wcnigflens 

vorbanden gewefene zweilübigkeit voraus; das 

ii atift der zweiten filbe wiikt den umlaut in die 

h'nein. Ob auinahniaweife der alth. diphthong 

\ ein amgelantctea ai betrachtet werden? ob auch 

iü atfar ala xweililbigen Wörtern der umlaut überfprin- 

ffn. d h* über eine in der mitte liegende in die war- 

dürfeV kann erll im befondern erörtert 



^Betn einfache, fondern auch doppelte vocale 
laauf^hig; es veiftehtficbf daj? letztere nur in 



14) 




von den huchfiaben msgemein» 



doppelte nmlantfn liönneot all a in x, 6 in «, hü 
In ite ctc« Die iiUhi^ie angäbe bleibt der befondetn 
abhaiuilung vorbehalten, 

i) der umtaur iiberbaupt Hellt Geh nämlich dar, nicht 
als ein in der dcutfchen fprache urrpriiuglich und 
dnrch alle ihre Admaie wallendes elemeat, vielmehr 
ala ein fpälerbin in Ueigendcr Tichlung und verrcbic- 
denortjg; enlwicUches. Gegen diefe anticbt könnte fich 
die meinung erhoben t ^a/7 der unilaiu anch in d 
lltcren danifcben rprachen vnThanden nnd bloß a 
mangelbaftigtieft der fchtiftzoichen nicbi gefchrleb 
worden fey. l>ro erwägung dicfer zweifei in der b 
fondern abhaniilung. 



IC- 

3^j 



7) Genau von dem urolant muß der ohlaut amerrchi^ 
den werden, ein allen deuifchui fprachen eigene», w 
fenülches verbaUnifs mannigfatliger vocalabwecbrelntt^ 
Zufolge befti'mmier« in dexx innciden bau unterer fpracli 
verüftcbtener gtfeue löfen fich in den wurzeln feit 
nnd ohne d^ß dazu eine aof der endung beruhende ve 
anlajjung nöihig wäre, vocdllaure einander ab. Die 
bei auftretenden vocale find einfache oder doppelte, nt^ 
mahls aber trübe* Hegeln ond eingreifende folgen der 
abUuls können erll in dem abfchnitt von der fiarkea_ 
conjngalion und von der Wortbildung ina licht gefeti 
werden. ^- 

8) Die erfle einthcilüng der covfontmten ifl wiedoroi 
die in einfache ond doppeUe. Die einfachen zerfalid 
fodann in ßußige (liqnidae) nnd fimnme (raulae). Jene! 
und vtere: U m, n, r. Die mutae theilen fich nach dem 
Werkzeug ihrer herrorbringung lippc, zahn (zunge), kf^hla 
in drei reihen: laiiiaUs b« p, v; dentales (linguates) d, t« 
l; gutturales g, k. h. Die drei letzten jerier reihe, dai 
wehende v, daö fanfende f und das hauchende h k.ina^ 
man fchicklich fpiranten heilen* Dem v aber fte 
noch ein eigener confonant das j zur feite; beide vt 
mittel II den über tritt der vocale u und i in die c(i| 
fonantenfeihe und **erdienen deshalb den namen hat 
vocale. SämmtUche deutfche fprachen beßtzen alle die 
einfachen confonanzen. 

9) Die doppelten confonanten find, gleich den vc 
len entweder doppelt durch fich felbß (ßeminae} oi 
durch Verbindung vefrchiedenartiger {compofitae)^ 



L von den huehftahen insgetnein. xi 

m &Ilen venvSchß auch wieder d«r lant in derfrl« 
filbet und wenn conroiianfen aus vcrrchiedenen QU 
ncinander fto^Fen, fo i(l keine doppelang vorhan- 
Im lat. affero, ironaiito, attero findet ßch nicht der 
tBche doppelUnt* den Avir in maüa, flaroma, mitto 
iwhmen, jenes bleibt blo^e afTimilütiön. kbenfo 
ifdiÄdct nnrer ohr annehmen, zerrinnen, ansfendea 
Bannet, scrren, miflrn. Daefelbe gilt von der com. 
ior; man vergleiche ßand mit haus-tenne, fifk mit 
tm^ ric. Doch können anch anßo^ende confonaiN 
I lomahl aflimilationen durch langr ao&Tprache all* 
li| in wirkliche doppellauie übergehen. £s id von 
llligllt-il« lieb mit d/^n in jeder mundart beliebtea 
pofiiiooeo der conronanten bekannt zn machen. 

1 Gnninatinnen, in der älteren fprache feiten, wer* 
in der neueren hänii^; es erfchM'nt alfo in ihnen zwar 
it febitdeiea, sii;;Wich aber eine entftellang dea frü- 
ffofiidirchen wohWauie. Mehr hiervon nachher bei 
aamerknng über die profodic. Übrigens geminie* 
■■r einfache confonanten, nicht zufammengefeizie« 
IT üa hochdenirchen ff und 33 gewilTerma^en un- 




r^ .Ihler den componierten confonanten find im all- 
dMD die mit den fpiranten die wichtigllen, hier ge- 
Aldie vermifchong beider laute am innigften. £nt* 
|r ftebt der fpirant vor oder nach. Jenes z. b. in 
llfnellauten hl. hn. hr. hv. ; JL fm. fn. fk, fp, fo. ; 
il^^Sefea in eh. ph, th, vK bfu gh, ah.; hs. rs. ts,; 
. £s mifchcn fich auch dreie, wovon /Ar. 
nnd ^vichtigde beifpiel (vgl. das fränkilcha 
fpäterhin nehmen diefe dreifachen zu nnd 
Hflhe Terwindeln lieh in fie « wie nnfer fch. fchr. 
|MbS einige hnden ßch blc>j9 in der ausfprache, 
^P der Tchrift , wie fcfip. fcht. tfch. n. a. Für die 
jUhett Cchreiben manche nkun'Urten eigne zeichen« 
^"^ Kf ^t X ""d alle f (ph); für qv. hv. hat Ullilaa 
Der häiiHge gebrauch einiger zweifachen 
dce f. t> und z bewirkte« da^ man fie fac« 
_ i meiRen mundarten für einfache gelten Vießp 
Ü^P^/lksila keine polition mafhen, theilf fich gemi- 
'^"wiil. Daa nnurganifche diefer Vereinfachung 
Dtll^hftcn au» der abweichenden fitte ver- 
«fMcbea in diefcm punct. Dem Griechen 





I. von den huclifiahen insgemein^ 

galt Cein x ^^ ^*^^ einfach ab fein ^, Dem Hocbdeou 
fcbcti ift f. einfach» cb aber nichr. 

12) Die rieh i Ige ansfpTache fo mannigfaliiger doppel^j 
|$tite hat naiürtiche fchwterigl^eit, doch gibt et kenn^f 
ieichen, *. b. die hillorifcheii Übergänge verfchiedriie^^ 
^nppellaine, oder cba ansfallcn eines der verbundenen 
confoni^nien; die fplitercii r. 1. n. Hall hr. hL hn. zeU 
gen d^ß da« gewicht auf dem liquiden bucUftab ruhte. 

I s) D^ ktirze halben werde fcb mich im verfolg «a- 
,veilen der ausH nicke anlaute intaut ^ aus laut für folche 
j^onfunanten brdienen, die in anfing, mitte und ende 
einyi wortfi (lehen » 2. b* keine deutfche mundart kennt 
Jic tiem Grieefien fo beliebten anlaute mn, pt. ^ keine 
Jen riavifcben 3 uhui fr. ete, Überhaupt gilt auch von 
den confonanten die für die vocale gemachte benier* 
kung, d^ß fich jede niundart ihr gefällige l^utc unter 
fo vielen möglichen auswählt und auf Ihre weife %a* 

TJChlCt. 

14) Endlich mn^ bemerkt werden, da^ nicht wenige? 
bei den confonantcn ein gewiiTer umlaut ein^utreleo 
pflegt, ein übeTgang in verwandle laute, deüen bedingnn- 
gen lieh doch im allgeroeinen nicht darlegen Ußcn, Nur 
fovitl kann vorläLiHg gcfagt werden» der confonantum- 
laut hängt nicht von der endung, fondern meiftentheila 
davon ab, da/? der inbut zum aualant wird» Auch ke' 
iien ihn i»icht alle mundarien und nicht auf diefel' 
weife. Mich für die erörterung diefer Übergange und 
(nnft der bekannten eintheilung in ttnues (p* t. k,) r//»- 
äta& (b* d, g.) nnd ßfpiratat fph. ih. eh.) zu bedieneni 
nthme ich keinen anüand. — Von eincixi ablaut der 
fonauten ift gar keine rede. 






AmnerJiung über die projodie. 

Vorhin lü gefagt worden, da/f die einfachen m 
doppelten vocale zugleich den begtÜT der lüftge wni 
kurze in üch fchlo/itn. Diefca wüide ziemliih obnd 
bedeutung fcheinen* wenn man den ina^Ilab dts henilJ 
gen fprachßandes hinzubringen >vollte» der tuis ledig^ 
lieh auf den ton oder accent weift, Ünfere dichter neh*' 
nien fclbfl bei der verfochten nathbildnng antiker v« 
m^ße auf die gefet^e der quantitiit keine eigenllicb« 



von den buthßaben insgemein. ij 



ritefp rr^frtiie nn ricbfdbft und gleichwohl fo 

rJchllrhtr fprgrTie (o lehr bc 

i uiUfffiichung lier deuirchtn 

hnrn muß, ob iiirbi wenig- 

n profodtfche grnndfatze inerk- 

*| iitl aus wticbfii fpiiren das m\ch 

f Sind doch die neugTiecbif he 

^i der ihm grircbifchcfi und U- 

iiat vcf luftig geworden; warum fulUe 

tmw fortbHdüiig oder %'CfbilduDg nicht 

iie dviiifcbe ^dtt'tid gemacht werden dtirfea? 

^r'TJichgcift Keinen fiftlurlichen gang? Ich 

i fülgeade puncie anzufchUgen wären:' 

dk gad^hflieit und di;>bibt»n»srcben Unte In den al- 

~»oa> ond tH ' ^ _ » weife« darauf, da^ 

niff<§ b«^iomiT jii wpTter n. formeu 

icbt auircichend erkläre, ge- 
Mdti halte unfer: lagd 
liabet)« bitie (pctü) zu dem 
» bldjÄ oder dem alib. tag.^, 
: Aeine (bpidea) falbet (un- 
riiiid zweifelt wählt da/? die 
eil tai?, ^^<^g* dein t falb vcr 
tf/-?itfr ftilu; vn haben honrien» es 

d3;? da« ti ' «fi? ablcb wachen der 

jj, ihre verraifcbung mit den kar- 
%^ ^, .-liehe abwerfung oder vcrftümme- 
dem neuen fpracblUndpanct etitgegengefetztes 
" h hober<?r %'ollendnng bin weife, wie es 
in ieneij ftuclien aulfallend einflinamendd^ 
vor weh mehr und minder wirküch *<^*' 
hnhfie j<ani i-ndungen mit dnppellaut eine ge- 
cb« lioge« fo muß lieh neben ihr in den Til* 
w#>fin fj« plc'Ir.h betont wurden, eine 
). Ohne diea wurde ein 
Ur:m uiJttQCWM iit fchleppentler langen in 
«fen fe^rn, VcrgU*ichl mim nun laieinl-' 
1 ' ^ dller^a, uiodut; fo ergibt 
ic, dio abrr noch fteigt, 
Itijmt fiiriDen ubereiniref- 
• »hin, pcto nnd goih* bidja, 



fall ^b« s^ 



'«tt^m Tocattn 4«i <!«biiieifiUio« djli^ 
d d*ua kurs«. 



I» i>OT den hiuhßahen wsgemebu 



%) das gf^%t^ A&f qufifitiiHt \m\r\ in der f^iriitUe TOr- 
lünden ni3 TeHrft noch wirkr^n» fcyti, ohne dss/i et eine 
dichtkn»^* anwende. Mag es nun uralte leilchulieno 
deuiff^^ liedt% gegüUen b^bf^ii« oder nicht« in welchen^ 
lie^ .fiiie ftjlrhe auvvendiing dcuilich oiyenbarle; lo vi 
fi^l^int Jin^unebuien , d&ß ilie uns vcrbliübrn'Mi ällil 
^nkmlibler unftrei poehe* rüchlircbe, horhüeiufchc.j| 
üti(i nordifcbe mehr den acceni b^achu-n, al* daö prot 
difche mtß^ wiewohl die bi&her viTnarlila/Tl^tc roigfa* 
mere nnlerrncbting diefei ge^eurtandea eifl %n licht rcj 
autTchhj^eii fnUrcn diirfte. l'-nje ''pur dca pror^tdiitbef 
principe nieinu irh HiÄwifchen in der hoch'' ' '- 
^rehiJuHid zn (.-ntdt^cken« Die celine lind enlw. 
l oder klittfemU ^)* unter dt- nen ni^n (ich nicht unun] 
.daöjcioge vori>i>lU n nwtß ^ was lic heute bed<:njen, tiäv 
lirh folcbe die anf der letzten filbe reimen Qii^r auf deir^ 
[^varlcizten nut ronhjs nachklingender letzter* Für meii 
rgpocnwärtige abficht reicht es hin, drei perioden zu ai 
^ertcheiden. LOlftitd kennt dum i^*fe und klingondeYcltpc 
l bulliger gleich laut Hl m beiden nicht j^oihfg, wi'^wq 
[oft vorhanden, häiili^ gilt blnjSe adonana. Sfnmpf^ ' 
l|1in> . die lediglich analanten « fuiglich a) einldbig^ 
[finhlbige würier, wir: ihar. far : hiar. ihn; nA, i 
päd. man; nani. tba3** waa. b) ciniilbige auf m,\ 
l>>gei war: ixieiflar. tha5* finaS. man: findan. c) 
ji^c auf dreintbige« ni^r: frenaid^r, nni; bilidat. 
(gtthiginea. IxUn^endcr reime, d.h. fulcher die in* iiii| 
ltT*lnjten. gibt ea folgende i «) zweihlbige aiif sweiGi 
ÄigCt zei5an: heiBaiu hure: btare« fcriban: bilibj 
'anate; gnate. ahtu: Habti) ferti : henii* hänton: a| 
ftcha ; fprächa etc. b) zweililbJge auf dreihlbige, 
feil Ca. noiin; (hitioiin. wibe: dnihtine, c) drc?ililbi§ 
atiX drei filb ige* warahta; forahra ni^iiag^n: hebigen. 
*~|ii)a : theganjt« — Erwügt man alte dic-Pe reime, Co hi* 
ben» waa den accent betxifft« die eiulilbigeii würter ßeti 



) Setbfl Notkeri mit freier ibficfit verfucfite naeLbiMuagil 
antiker vrrim>rte(im Bosihiut), 

'J B<rrii-r0 fiartieti eti niAnn liehe oder vreiHlii-b« Htnl n* 
dem vorgaitir »^'^r meifterfiiT^er ; mit dem MwtAvutXt fiump^ 
(hneptr« i^yfß') (ümml fclion Hie nordircLe tk.iUi«. 
dciJrt ifiiT.t' urA if\ d«ti muielh. AropbeM lircrif« 
^tti tind könn«'!! Xuh ntciif Tcttreieti« in d^tt mtJ 
d«rn <^erfc^r:inken tuAi hfidö oft iitid flett rer-lrtiSl^ 
Dal |i«rr« liud von df« Nibe'Mngon h/ii kcjiiea klixi 
das taitu, dfr g«tixa Titurei iv^iui rtumpfea. 



1. ro« den buchftahen insgemein. 17 

Aneaton, Key es den hühen oder tiefen; die zwelfilbi- 
Ijcn «nf dier penult. die dreililbigtn auf der ant*'|)en. 
dci|leiclit'n. In zweililbigcn Wörtern i(l die letzte tou- 
lot, in dreirilbig«"!! die letzte ebenfalls tonlos , die vor- 
Icttlt entweder rtuniiii (biliWotJ odt-r nur tonln.<>, minm- 
Icrtieileicht tieftonig /müheti, frumono, Iteinoiin). Nie 
alb, mul darauf kommt ts mir an, kann i\ie letzte (übe 
liDUB feyn, welches lie wird, wenn eine hurze illbe 

Iivranigehi ; mit andern worten, Otfried bedient lieh nie 
ii (eiaem ganzen gedieht ^) zwnililbiger worier, deren 
ola üibe (d. h. wurzel) profddirdi kurz iß, wohin 
mt nenfie von den gt'länfigften wortern gehört, als: 
leTint wJi^riia, gr^-bir, ftcllt, iiio (mos) buhil, nriman, 
limil, hinüt, iliegan , feli« etc. Bekommen folche Wor- 
te sf^ch eine liibe, verltamrot mithin penulr.» fo dienen 
ii ihm hioBg ßnnipf oder klingend, nachdem fie anf 
4m rinfilbigt^s oder mehifilbiges wort reimen, mrniti, 
fiMit obnia* fadiiiiK»n, zeJitun, buhiles, gifcril.uier: 
Uibttuet etc. II. Mittelhochdentfche periodc. Jeizt gilt 
»1, höchHcna reimen einzelne imgleiche doch 
IC confonanten , aber der vocal mii/T genau liim- 
t Biiä fprAthe reimt nicht mehr auf fache. 6tiirnf*fe 
Ü ft) cinülb, auf einßlb. Wörter, b) einülb. auf niehr- 
|i «odi zuweilen, als tot: morderot. c^ zweiiüb. 
Wn£[faL mit vorletzter kuizpr, als lelen, wöicn; 
Bitf; Hien: fiten; degen: uc'gen; legen: flegrn ; 
i gefchTiben etc. d; zweifilb. auf drcililbi^e mit 
intepen, ala ligen: heiligen, e) mehriiib. auf 
'^Ihii^^ aber wobei blo^ die unbetonte cndlilbe ni 
ichi kommt *'^). J'iilngeudc a) ZAAeifilb. auf zweiiiib. 
torld^ier langer, alt jaren : wären; alten: hattrn, 
drei^lb« anf dreißlbige mit kurzer antep. ala edcle: 



[teMini mir bei der durcliGobt niclit einzelne aiisTjaLmrn 
mps^tn fe^'n rolUcn, welche dci Juirii^Tviri^iuIen n'»i*l 
dKA nJchr riel bcneliraen wiiriicii. Scheinbaie ausnali- 
Wmm Jiad: iiian IV. 24 1 29. (tiian tci binde: iiifuv.iAn , 
fit; weric If. ig. 13, (man I. rtierje: weijc) u\A ii 
J/cji «liuilicha nndere lechtfcriigeii ; riii*n;tniifl1>L 
j dn dichter wicwnhl feilen ein TulcUcs woii. ii.^c'i 
i gvt irini mif ein ■iiclerct rc^ehecht fuimpf odor kii:i- 
rf«/jii?(krii ; tlafi ihier zxvti *>•£ eiiiaLilcr n- ii:t.', 
: ich liichi. 

»» ftiif.i\a!il XVir. 1101.3. L^lclt»? ici»T*r :":..! vyM- 
MiiC und Tel ICH. i)iU'\tA% l.iniiiti liehe i;!i;>^v i'^'^' ^ '^ 
)imgk§ diefes an zu tikUren IcUciui mu uhr t^«--»*c'- 




van den bucfifiaben insgemein» 

wedele» Hier find nns blo^ die ftninpfen reime c. ondi 
wichtigt deren leUte filbe verftummt, fo di/J die uiitei 
e. eiiiGtbig« die unter d. ^weililbig werden. LetstcrO 
tauglcn Otfricd bald zq (Vutnpfen bald zu klingendeo, 
weil ihre pennli, liefton und länge hatte, ihre ult, alto 
nicht verftnmmte. Die nnier e* waren bei ihm gir nicht 
reimfähig, fie lind es nunmehr geworden, weil der too« 
den ihre penult. freiJich immer hatte, alJmähHg an 
wicht und wirkling zu - und die alte kürze daran abg 
nommen hat. Der ton verfchaflft jetzt der penult. 04 
retm, aber die uU. von dem verAummen retten kan 
er noch nicht, lll. NeuhocUdeulfche pcriode. Stumpf 
reime« nur einfilb. auf einfilb. Wörter. Hlin^tnde^ nur 
zweifiib. auf «weifilb. oder mehrf. aof mehrf. Älfo, die 
flompfen reime der vorigen periode unter c, find zu 
klingenden geworden; lefcn : wefen reimt fo gut wi« 
laufen: kaufen; alten: halten; dai heiy?t, der ton h| 
noch weiter gegriftcn, die alte kürze ganz verdrängt ufl 
die letzte ülbe iß nur tonlos, nicht mehr ßornm. 
Das refultat diefer kürzlich angeßettten unterfocbnl 
unferer reinikunft kann fo ausgedruckt werden: Otfr 
reimte zweililbig — — :— -^, — i/: — ^ — , — t»:*^--! 
aber niemahls c/t;, oder v— • Einfilbige und dreiülbll 
Wörter » die er braucht, liefen fich zwar den abftracc 
regeln der quantiiät unterwerfen und fo me/?cn, da^ 
feine einßlbigen reime die formein -^ ; — • t^ : f • — ♦! 
i*: — ; für feine dreiülbigen — -^ — *vvv, — — ü, wiP' 
— y — , ti — p hervorgiengen. In der thai wäre al 
ein folchea verfahren ungüliig, denn lebendig fühlte 
dichter das gcfetz der quantität nur in sweifilhigen vvlj 
fern, für jene erfetzt es ihm fchon der ton. Heutzut * 
ift in zweifilbigen Wörtern weder zum klingenden re 
länge der vorletzten erForderfich (wie noch in der mii 
leren zeit) noch kürze derfelben zum reim überbau 
(wie bei Otfried) oder zum klingenden (wie in per, 
hinderlich, fandern kürze und länge find in dem 
aufgegangen und weil jede vorletzte den ton hat, hei 
eweililbig reimen immer auch klingend reimen* SoU 
Beb aber für jenea längere haften dei profodifcben pfl 
cipa in zweiGlbigen Wörtern nicht ein natürlicher griH 
angeben laj7en? ich denke mir allerding«. da^? et 
ein- und drcifilbigen eher gefährdet wird* Einfiibij 
Wörter, weil (le ganz für Üch daneben, nehmen dadu^ 
eine be(limmtheit an, die fie in hinUcht der dauer il 
laut«, weil der gegenCaiz fehlt, einander gleicher ma< 



I. von dm buchßaben insgemein* 



'9 



iittd 1liig«r« Oller kursere seit leichler verhören Iäj7l, In 
dfit und niehrrilbigen rchwinkeii täi% und gegi ufaiai, 
Tvrrlfijbigett drucken lieh die bcgriH^ der dauer am 
rtn ein, 

l) diere grandD&iEe über ahdeutfcfae profodie iheile 
litt bio ' . T 1 M riit, um fi*fnerc priifitng zu ver* 
S^m o* ülig za rechtfertigen, wenn in 

letilehre veiftbiciicntnch von langen und hur* 
ilen nnd d^^ren cMtfhi/J anf manche il^xioneii die 
Tejm wirii. Lidimano hat für dat miitelborhdeuifch 
feinen itnterfchied «wifchen gedehnten ^ fchtt eben* 
und geje/rürft^n Unten aufgeClelltt der den obigen 
fhlen iiracttfch bt^gegnet, Üch aber doch in einigen 
litten davon enlf^^rni. In ablicht des g<!debnien *) 
waltet h* ifcl ob; gefchärfier ift ihm vorhan- 

wn irb ; ^^* d.h. Verlängerung der GIbe mit 

tetsk nncal dnrch doppelte confonanz annehme, als 
finden, wilde eic; « an Geh wird der kurze vocal 
^ch die podUrut weder lang, noch der lange länger« 
pdern fcbeini nur f a , weshalb mai^ auch nicht von 
Ä^rCtfTi Unten, fondern vielmehr von gefchärften 
";t\Ute. In dem fchwebeUnt erkennt Lach-» 
jie in« waa ich ftir die alte correption halte« 
l# jhrr in der [et^igen fprache ebenfalU gedehnt oder 
irbiirrt %a werden p^^gt* denn wrir fprechen : webfen« 
feti wie nehmen, obfchon wir nur letztere« fcbreiben; 
fchSrfnng wird natürUcb jetzo ftctd auch gefcbrieben, 
^et wettere bcftimmtingen machen mir Lachmannt 
j zu verwickelt, iheifa infofern er die fort- 
febwebeUnti für den fall gewi (Ter zufammen- 
Igen« welche poliiton, folglich fchärfung herbei« 
rn fcbrincn « nebaoptet (wovon nachher bei den 
aenzirbnngen) ihelt« den fchwebeUnt lengner« 
bei geosiinertem auaUut der letzte confonant ab* - 
It« at. b. m man fvir) val (cafoB)« Hierüber ^verde ich 
cb inderatt* «nd miltelh* buchftabenUbre näher äa^Jern, 
Ijcb nnn beide bellhnmiingen beltreiten oder 
nor einzelne aninahmen an» ihnen her; fo wird 
_ fdimannifche bezeitbnnng dea fcbwebeUuta , im 
legenfats %u dem nnbe^eicbncteu gefcbärften « durcli 



j9 M^^Uf 



• begriß vnn d«hnting ifl za weit und begrein 
rtn die c»«^«fillichcn ^eJchnieii (d, h« doppol t«n) 
cidcra Kuh die (ciiwflbe&deo. 

B £ 




pon den buchßaben ^ugemein. 



tiiitn ftfich übeiü\i/Jig und in fo weit hlnHerlich dünkf 
ali r»e mit i\em lonzF-icUeu verwirrt, auch brim ^itlu 
U)t*tiftoyj df» (trichs niiü der punctierieii vocale au/7crJi 
liiib€t(iiem iiUäfallt. 

5) fcblie/inch beni**rl«e ich mIb wichtigen gr 
fiiT das ehui^hli^e vorbsndenfryn einer dnitfcbeii pri 
fiu1i<^, d^ß in i\t*T lithauifchfii (^ttpr^-u/Jirchcn) und U 
tifcheit fprache uuch bis auf d^ii heutigen lag der unt 
fcbied ^itwircheit quaiiüiät und beUujung lebl und bf^idi 
^eieiz in der red«; befolgt wird, Avie man fich aui» Ra- 
higs uud Stcndera gianapiatiKen darüber beUhren kann. 
Da nun kein anilert^r frenider fprachnjinDm den unfrlgeo 
.fo nahe benihTl, als eben diefer Ictiircbe und feine 

?;leichraa3 nill«5e[laudene, noch jeut fo ^cdlkntnmeue 
arm und flexion die denlfchen alten dialecie* damiil^ 
den goibifchen am meirten birleuchut; fo fcheint 
die annaboae unvefmeldtich * da^ in letzteren ebenfa 
eine nunnichr verlorene veitlcchtnng beider grnndj^ 
fetze, des der jnrofodie und des accentes, flati gcfundc 
biba. id aber i(|0 prüfodifche princip einmahl däge%v 
feni fo wird es Kaum fehlen, da/7 noch in der heutige 
fprache, vieluithr in ^en älteren, fpnr und nachwirkui 
d^von tibrig fey , zu deren entdeckung und aufklirus 
dae (Indiam der Uthaoifcheu und lettiXchen fprache el 
grojSei beitiagen kann. • 



AnmerJiung über den accent. 

Der laut (fonna) ift die anefprache der ßimme [i 
den dauernden laut mi^t das gefeU der quantität. ^ 
ion (tonn», accentu») aber id die den laut begleite 
hcbung oder fenkang der ßinime. Von frühe an w4 
gcwtfs auch ton tn der fprache und verllochten mit ihi 
eigenden befonderheii; die quantität fcheint ciwat 
geiueineresy gleichfam die poetifche» dpr accenl 
profftifche lebendigkelt der fprache %n ui»fa/ff*n. Hii 
l>iy7t ßch der alhiiahJige nntergang der quaniität unc 
Kunehmende auadehnung des tons begreifen. Der 
mß auch ala eine baupturfache vieler Veränderung« 
er fprache angefehn werden, Indern er flexiona- nu 
'l>iUiung«endangen «u feiner hebung heran und dadurc 
z^ufimmenzieht , in feinen fenknngen aber den wahrri 
l^ut (ler buchflaben befcbädjgct und verdunkffJt. Dm 
eigeuilicbe too beruht luf dem acutus (hockeon)^ WQ^U 



^■W^f..i-^ 



i 



L von den huchfiaben insgemein* «t 

6n gr^viM die ge^etifehe gibt* allem di^fc^r gegenfats 

Itk Tofdii^ilefiCT fttifen fübig von dem blq/7en iiiili<*n 

:/ ,^r»^' IjIj £11(11 i^ölligcn weicUien de9 totia (tanltfjcr 

von da bi# snin verftutnmen des vocai« Uium- 

lAüimiitetnng der •cc^nmatiofi fiir «eiträarne und 
fler tleiitrchen tpracheii hat beinahe uotiberwind* 
}wierigkeit xu beliehen, die fcbrifi fconifiit wenig 
le. lo gotblTcben» nordifcben« fachOfcheti hH, be- 
im ftdi oiemes wt/7«'ns glr l^eine tonzeichen« in bei* 
Iftl36f#'f«*ti ntir Itoucicbeo und dier« fparfam und on« 
•H« OedfQckce aufgaben aller dicfer dcnkmrihlef 
^meii atif den Jtccent in feinem eigentlichen imrie 
"at dt'T luiiidefle rucKüchl. Pie alt- und miticlhoch- 
hil. gewähren indelTen wichtige »ütfchlu;7e» 
^,,,..abl Imd einige aiUb* deiiUmHbler mit ungemel* 
ri^CaSt iccentuien» Silmmiliche übfchrlften des ot« 
-n wertem hiben accente {t^t^d daneben keine 
en far den doppetlaut); leider hüt man bei 
4UUfucken äie(e accente für unwichiig angefehn 
itugcUj?tfn» bloß in den noten tbeili Scbcrx einige 
tebnfite (ieÜen mit» a*idere Roftgiard in feinen va- 
Inien nnd daraoi, fo wie am felbflgenommenen ab- 
\nken terfdiiedener capicel det wiener und pfäliet 
habe ich meine nnvon(ländi|;e kenntnifa von 
riedi arcjfmeti gefehüpft. Wichtiger fcheintn noch 
der iin * r ' i r,^. Bei der ausgäbe der pfaU 

ij»at f -^ wn! erdnickt, welchem man» 

rlich bald crfcheinen- 

iti_._ ^^ I ! 1 ren Noikera gründlich 

Mfen wird; feinen miitheihingen danke ich vorlänfig 

age nachricht tiber diefe accente; neben ihnen be- 

ne lieh Noikcf ungleich der dehnjcichen. In aii- 

|1 * ^* nametitlich den f. gdUer Tatian* fo- 

t 1 und in einzelnen glofTenfammlun- 

' VOQi lo- I finden iich hin und wieder» fel- 

g#nao iiniL j, jrte, ftricbe oder harken, die zu* 

^^rkllrh« accenie, melftcn« für die atitfpracbe 

k,u ,^...... *-*'"* = Tnmt. ÄMweilen dehnxeirben fchei- 

Littet und die wichtigtlen nämlicbi 

d rvniÄcr» ton zeichen» Averden dennoch, 

rtfioaabl 3.ujgang1ich geworden iMid , kftine 

ide eiitiVrhi in dtr alt«? accentuation gewah- 

ßcli fi«ft l^nr jiili i1,im acutus bcfa/7eii » über 



18 I. von den baehfiaben insgemein* 

Neffen fetzong man m fich , in äen meiflen fällen mH 
defleivg, am geringßen verlegen feyu wiirde; tiertonii 
zeigt n fie zoweUein tonlofe unJ Oumme laute gir nie 
an. Ein« Teichlkhere quelle tli*'_^t titi« inzwirrheii al 
der miltelhorhdcutfchen djrhikuttfl zu, durch de 
nUhere unlerruthung Lachmann nenerd'Ugs fo lehrrelc 
tkuHchUiße über die damahlige accentuition gewonni 
hat. Damit mvfl man endlich ein genaues und verglel 
chendea fVudium der accentc in den nocb lebenden 
deiitfrhen fprachen , zumahl nach den gedichtcn %€r- 
binden und rfiircb analogie auf die %'erlorene betonnng 
der alten zu Trhlte^en trarhieii. Hier nnd ehe cinmahi 
dro buchftabenl' bre abgehandelt ill, Uönneii nur einige 
gana allgemeine fätze aufgüßellt werden, 

i) mit lange und kürze. Avie aus dem voThergf-ragieii 
klar iO, babr-n die lonftufen urfpiünglich nicht« ge* 
mein; lange finvobl als kurze Tilbin können den acu* 
tii8 oder den gravta bekommen uud lauge fowobi als 
kurze tonlos und ftumoi werden. 

2) die bekannte rege! » da^ der ton auf die würzet 
falle« bfdarf näherer beßfmmung. Nämlich bei dem un- 
zufammengefetzteit nometi, verbum , oft auch ad^ei« 
bium hat die ^vurzel den acutus, alTo für diefen fall in 
mchrfilbigen Wörtern fleta die erfte filbe* Bei zufai] 
xnenfetzungen bekommt aber die wurzel oft bloßen im 
lon (tonlos oder dumm werden kann lie nie oder hS< 
feUen), Den hoch - oder ttefton zu ermitteln hätl 
fchon fchwer, zomahl in dem fall 4tr vorfilben, 
nordtfche fpracbe legt der voTßlbe beftändig den aCutaft 
der folgenden wnrzel den gravis an (Rafk g. <2,) a.b. 
landfkapr. iniemunr, umganga. Die neubochdeuirrbd 
halt es zwar mit landfchaft, mi^gunß, umgehen (coiu 
verrart) cbenfo, aHein fie beßlzi vorpariikrln in meng^ 
tind fchwankl in deren betonung nach noch «nerforfdi* 
ten gefctzen und gewohnhciien , 2. b. bei den vorÜlfa 
ge-be-vcr-zer- etc. ift die nordifche regel nnpaflri 
denn die wutzcI behält den acutus, ja die vorÜ 
bleibt tonloa, z. h. benehmen, geloben etc. And 
vorGlben haben, wie im tiordifchen, den acniu«, 
wurzcl den gravis, z. b. ab-auf-an- etc. wie: abni 
meiit aufgeben» ankunfr« Häufig ßeht einer und di*rf 
ben pnrtikel verfchicdencr ton zu« da in umfang, 
glück die wurzcl lief, in uncndljch, umfangen (l 
plecti), umgelien (praelergredi) hoch töut. Ich 



I« won dat hmhftahen insgermhu fij 



^i 



diefft beirpiete nielu an, om abzuhandeln « fondeni um 
Aie bcdriiMichKeii foii Termothocigeii über die richtige 
betODODg derrelben Fälle in den alten mondarten darxa* 
ihan. Auf die goth. vorfilbe ga- die nord. rege] vom 
aesiva Act erßen ßibe anzawenden verbietet aoJ?eT d#m 
Uc^en gefiibl der umß^nd fclbft, da^ diefe panikel im 
Mid* gla^lich mmgelt. wogegen ihr hUufißer einftlm- 
nmiier gf*briuth im alihnchd. und das fchwanken der 
bme *: - , die fonlofigkeil dea goifa. ga~ höchd- 

wibrlcL ü machen. Aber welche liebere aiukunfl 

[gibt ^5 über goih* partiXeln >^ie un-dii~ und andere f 
Otlried und Noike? werden die frage über die belonung 
der vorpanikeln befriedigend b/'antwoncnt beiden iß 
(tj-bi-ir-si • fcr- onbeiont« im • liber -ana-üla- eic* 
, haben aber den.^jcntas, fo fcbTcibt Oifried fteia alaog 
^A (imeger), Einige'mihl gibt NotHer in Tolchen fällen of- 
H fetihar aocli den iicfton mit an « «. b. in ungern (d. h« 
m tbgifem). 

j 5] £n wetieftn filllen, namentlich alfo für daa nnsa- 
^ CicnmcrtL-rretzte pronomen, die partiXeln, flcxiona- oder 
^H h\I rlongen den wahren ton zo treiVen macht erft 

^m AU ^.«.^iivuche rchwierigkeit. Alle diefe waren urrprüng- 
H lich einmahl auch warachi, die in der länge der «eit 
m rethürzi^ enifielU ond vcrdunliek worden find* Heu- 
tlge fpfichen lehren, da^ auf pronomen und partikeln 
111 •- i]eT hochton ftUl, da^ fie aber auch lieftonig 

on i V iverdeo, Otfried (auch der f. gall. Taiian) 

Laccentuiert oft ib* itno» inan^ oft nicht. Nie ge- 
büfart den rnduogm der acatua *)• fie fchwanken 
gwifchen tieften » tontoßglceit« verßunimen und hier 
eben fcheinen nach fCrrchiedcnbeit der zeit nnd mund* 
in unendliche abweichongeu einzutreten. Ich genüge 
jen beifpiehn. Im alth. mennifco (homo), 
II iifliiri), falbota vermuihe ich die erde filbe 
iboeh' die zweite lieftonig, dte dritte lonloa; fo iH ea 
lim nord. mannefkla, firkari, I>ackada. Zwifchen jenen 



*) m# Titlb^fprcMihtn« Ifhettdig llftt nch fctiou arklSrtti; 
Jvr dtfioo» d«ti aTrprane;lic(i Ai« endang-andi im p^rtic* 
tmtUt l*»t^ gclulret tittd^fjch iit den lioehion, den hohen 
fa« der yrofitml Bbtr in rineii tiefen verw*iideU, Fol^e- 
Mmktew R*oh dein «ll^emeinco rprich^mg bitte di« war* 
ttt deo ecniu» belulc«ti und die a welle Glbe wenigüeitf 
fo«W y^erdti mafieti« So ifi m auch isn iDittelli. und 



«4 I« ^^'i ^^ hucJißahen insgemein* 

formen und rfen itraborhd. ni^nfeli, fifeber« fjibt«, fc 
iffriieu <iie tieftnne tonlo« g«rword«n irnd vrr^ 
Ifiud, |i.ib»:n grade pelrgen, weiche mtn im i i i 
IfuchPii muß* Hier Tchwebte iii«*iinirrhe fcbnn über 

ii*iti(rhtf intt der z^vr*it^ti bnmin, MM tu did Jibwi 

|fftin£ d«"» !eUten e; bei Boppo (2. IM ^} veimt m 

Tifcfch anf ihenefch Aniiipt Im 12. [ahrh. >^«innteii 

r/^iine wie meimirrhen: firrhen lindrn (Maria tozg tnell 

iif«h«': lifche). Daa mittelh, vlfchxre hat die xwelj 

^imcli ticfianig. tonlos aber f^Ihcte. Ft^rticft irn initle]| 

iil vr^ii />Wi^t knrzin illben die x weite OutQiii (bdc 

inaiiic, leren) aber auf eine etile lange folfit ^ie «un 

ioni^H 0kf<;n, beitic, fxitc); doch btri verlangfrier nidöi 

brtrht der alte liefion hervor (rjcügeti: g^nigen), wi 

ins lAicUmdnn tehru Der alth. »cct, tjliean hatte gd 

^vH> d«*n nänitichen tiefton« vermnthfich auch «t t| 

^f:Utg (O. U. Jö, ^o: uig). Srillie lieh die nord< 

fonii hcit^gr und bol^r anfchlaijen la^?! n ? in IrtZriera 

mW der fitimine roral aufigpfallen * in erßfrer der bi 

ttonie gehliehen. Und hätte im goth. liubana (carc 

tnd frnmiiti? (probum) die zweite lilbe decttltcb Vi 
ffchtedeneu accent gehabt? £a lley^eu (ich ^wetfel vq\ 
bungoii« 

4) daß es fhimme laote aitcfa fchon im goih. 
habe» bexweille ich gar nicht, weil gerade der 
in tiiauchrn fällen vocale mawifft, wo fie im aick. 
jnloa oder nan>in flehen bleiben, namentHcb ^wifcKl 
[iitHa nnd Hq. z. b» fugU« ^ign , ahh, fogal: i&gt 
ht^e nfMj^ng '^itdu durch die |;;oth. fpr^cbe« und 
if> d*s eigenihüniliche golhirchfr aceentuaiion. Dj 
ir; der accente wird tich alfo mit det Itlir vi 
if'ti entwtfikeliing der bildunga- und ile^ioi 
Iriebe jeder mnndart verlrant 7.11 machen haben »od di^ 
lind nnrerruchiin^^iTn, worauf ti n Ter e jetzige giamtDaiiTcll 
Xeniituirs noch nicht recht gerulict iß. 



Wegwerfen der huchftnhen. 

Dt# fprachi» iudcri Lich nicht lilcin durch den fit 

lang ron btHhflaben in andere, dnrrh i}ie vrTWecibf 

mg d'^r ltii»;'.n loii Kiturti tmd beider mit dem loi 

\^ dnrch dt« tttu verCrbfcdcner arcnti^ 

|in^ hinpterttJirim«^ Ibr^« . ..;^rÜalttgen rnlwirkelufl 

lie^Tt itu deai Ciillith luit der tchw^cUun^ der quint 



I. van den buchfiaben insgemein. 15 

T«i&aderlich1ceit der accentoatioo in Verbindung 
^wegwerfen *) einzelner laute in wnrzel und 
jedes abwerfen und ausflogen einzelner oder 
bachfiaben und die dadurch verurfacUte zu- 
Irängang der übrigbleibenden benimmt der an« 
ikeit der iwarzeln und endungcn, mindert folg- 



k des finnliche leben der fprache. Der wohllaut mag 
laick gewinnen, eben fo häufig hiijh er ein; liber- 
Ht wanß man das fortlcbreiten in zufammenziehuiigcn 
■■llich nicht aus einer bewußt g^fworden'^n neignng 
■ irolillaute noch ans einer wclil zuweilen vorhan- 
Mtt ^cichgiiltigKeit g^-^cn eindringen«le niislaiite er- 
IfCB wollen, Tondern vielmehr aus der unliemmbaren 
■richtnuf: der fprache nach dem geifiigen begriff, den 
irvnng« «ufaromenziehiing und zufaninjenfetzung der 
■nelu allerdinga eibühtrn. 



Im einzelnen wird nun die bedcntun(^ diefer erfchei- 
1 für die hidorirche grammaiik fehr von dem nm- 
ebhangen« in wie weit üc lieh bei einer und der- 
en mnndart und zu gltficber zeit ereignm oder erft 
dpr Yergleichung veifchiedener mundarten und zei- 
sa tchÜejfen find« In erfiern fchwebt noch die 



■iSa I 



i^eh dem w«ßvirerr«n 1c6nnte tnan liier nach dam 
■fal^Jir« fragen; doch es gibt cur ein fcheinbarfra ein« 
ilscit« dtrom weil man der fpraclie »icbtt zu geben ver« 
£, fitjidern blofa zu nehmen. Aiiibildtingen der wur« 
£iid eccfaliungen ihrer keime und eiufprof^nen biU 
P|^ra UGit Heb wiedernm fo wenig einfchieben, aU der 
ll faLbft« An vocaleinrohaltfine; wird niemand den- 
Uoter den c<)iifonanten nvöclite man j. g. v. und li, 
rokbe hatten, die zuweilen ein<^eraf>i wArdeo » wie 
fyt'^mt^ (feuere) cigir ora) aha (aqua;; aber et Aehc 
a« jg^i'-ent dafa üq fich aua TorliergeKenden Vocalen ent- 
««ici^-Ji» ^'der wegfuHeitile erfetzen, und nirgends mflfsig, 
dlcia w^Ü Maiit KU ^Eallcn da find, der anfcheineade zußand 
4rr nn^inf'eUaltune alCo oft eine /.ufamnieiizielinng Teiräth. 
Mit f^'^iibem rechte dürfte man [onll das n anfäTiren. dja 
feil jfi t^euCp birne (fnlher bi.i. bira) entfaltet; diefea 
it waltet aber auch in ein, min, din, fio. zwene, 
#te* ^Aat« unus. [«^3 n>^u** tuns« bini, (uea nicht 

' " (iiaL 

dG 



ocli 
kann 



mal M^lft^^^^f reih«)- In dem franz-üf. mon, tou» fon 
«,. ft«n. i^io eto.^ finde ich germanifchen eiuflufs; 
■Lm <|t«« isrbOrt in die wnrtbildnngslehre. Ebenfo 
^^^hd «rörierong der xufammenfeizune unterfuoht wer- 
^^ ^mr rpiraut f eingefohaltet werde. Was man für 
A0t% xisfsts an^i kennen mufs , wird fich als unor- 
^^gj^ireif'fo. z, h. das t. in - fcbaft ftau -foaf. 



I. von den buchßaben insgetnebu 

Iprtclie zwiCcben der änderung tind dem uittn vafliiid» 
in letzteren bat fich die änderung befcfligt und def aheti 
Sudan des ifV vergCj^en. Bcifpiele diefer an Tv^rrn 
goili. fugis (latt des gar nicht mehr vorliomtnetideti 
gib oder noch hoheT hinauf etwa fngahja« ferner , 
nord, inf« -a Hatt -a». Zu jener art gehört iher w< 
da« tnhtelh. zwic in zwi, daa nord. drog in dru a| 
piert wird. Sagt man daher zwi fitht für 2 wie, fo 
die veiänderung efoterifch ; fagt man: fugU ftchl 
fogala * fo ](l fje exoterifch , d. h* aus der goth. fpra 
in fjch nicht zu erweifen. Ich glaube da^f ich ml 
durch diefe atitdrückc einigemahl fiüraer und beflimml 
fa^en kann. Mit der zeit freilich verwandeln ücb ^ 
ant'änglich etoterirehen in exotenfche wegwerfimge 
Das neuh. labte befleht fchon feti und lebete nicht m% 
daneben, oder, in hahn fühlen wir daa frühere 
jetzt gar nicht mehr* 

Der allgemeinen angäbe der verfchiedenen arten 
.«amen füge ich einige bemerliungen und wenige hi 
fpiele zu, reichlichere folgen in der buchflabenlel 
fethli. Die buchdaben werden weggc^rorfen entw% 
einem worre oder zwifchen zweien Qch berühreii 
Jener fall macht drei arten 

i) -wegwerfen de» anlauta, aphäreffi. Von 
wüße ich kein hetCpiel (irgK diovrs^ mit^tunj^jua, Schnj 
der p. 15.179.) Von confonamen zwei wichtige f^ll 
der fpitant b. vor J. n* r. r, hiahan, hncig^n, hriii 
hreiit heutzutage: lachen, neigen, rein, weiß; der ff; 
ram v. häuB^ im nord. (vada , 6d efoterirch und 
wulf» exoterifch}^); g vor n im nord. (|n6gt, nögt), 

a) wegwerfen de» inUutt (zufammeH''Uhufie\ Dil 
iA häufig und mannigfaltig 

a) auadoj? einea vocals doch ßeta aoa der bildung ni 
endung, kaum ana der wahren würze] (vergL jede 
prabt neben p^-raht. clarna) nod swar 

m) vor einem andrm vocal. cUßon» Nicht gemeii 
wird hier der fall, duß ein diphibofig in einen di 



■) Allai iMigsifa fflr du gtfffta d«t aUlianiio». 11 ittiiarl« 
naji daoi Ital^rocal w* «nd lü. Im #to. e«ti«) idw tim 



L W^n den huchßaben insgemein. mj 

kthtn üb«nrltCt fi^b. Üebt (lax) in liht, rnndern 

|e ellBoo fetzt einen biitoa, A. h. voctlberühnmg 

i^^^Jchen «wei Glben voratia» %, b. tegjan« wiljo 

fwandcU in legen, willö (wo gemination der con- 

sans dea elidierten Tocal rffetat). So t(l daa 

ib. baban ans babitan , falban* aiia falboan zu 

Bien* Äneh der zweite rocal kann aaafaüen« 

b. vleatt fcind. 

^ swifcben xwein eonronanten« fyncope; der aller- 

biofifiQe fall. So wird ans den alth. anado (zelua) 
ilid (tieroa) falida (feUcitas) elc* mit teih. ande» heUt 
rldt* Der Gotbe Tyncopiert zwircbeo mula n, tiq.; 
|. n* muta; liq, o. Hq, Der AUb. feiten zwifcbert 

muta o. liq. gewöhnlitber «wifcben Uq. a* mnta, 
iq. n. llq. doch bridea nur in gewitfen btidungtn« 
lie Keiner aUgemeinen angäbe f^hig Gnd ; für ein- 
ifhi« manilart«*o und ZQiUsiumt hßen fich einige 

^iCf#l1l Hoden •), Der weggeworfene vocfal war obno 

swrifel dufcb eine Tor hergebende tanlofigkeit oder 

ßuiDoabeit vorbereitet p gleicbfam zum abfallen ge- 

rtift. Hier enffpriiigt nun die vorbin bertibrie 

frage: ob die fjncope pofition niacbe oder nicht? 

Far dm Fall, wo die wurzel au fjcb lang war» d.h. 

n vocai hat« kann die antwort gleicb. 

Bi n und es bandelt (icb vnrnämlich von 

. wo die wtirzel kurz erfcbeini. Lachmana 

wti7 i- CA .^ aoadrücken: bleibt der fchwebelaut in 

^gewlilüo ZroTammenziebungen? Diea ift zn bejahen» 
weil noch nnfere beutige fprache verfchiedene Wör- 
ter **) aufzeigt« wekbe^ nngeacbtet der pofnion in 

ilbnfn, nicht gefchärft fondern fchwebend lauten, 
oder nach meiner vorAellung: deren tirrprüngUcli 
kurzer voeal nicht hat unterdnickt werden können*. 
17 nd da ferner der fchwebelaut auch in ihnen all- 



<^ Iris mittalb. fillt dM # aaeli kurx«m vocaI und U({. reget- 
pilffig «dl« all beln (c«Uie) dem (undit) hern (raftirt) etc. 

**} i^dirlttn^ fdtirt fie («57. «uf, aber mit «ndero vtrmtmß^U 

drr L T.^dc iiin^ekehrc «uf dem urfprQiipUftti 

|»T w'm fnond, wuah»)* Die wiobugftctt 

bi i «M. acxt, btrt. erde, lurs, lief de • obfl» 

pf» '*, fchwcrt , vogf , wjirie, werden» wetth, 

MM' ' "M, pferd« ^^ft** vicileicbt auch b»it 

fii ii^f und in fremden Wörtern begreift 

fi^ß, uv. -^ «>-.v..viitlG gAOg der auAfpracb«» 



ftQ L von den buchßaben insgemeiru 

mähtig abnimmt, mit 6er zeit veritittthlich gcfc 
iriäTprache eintreten wird, (wie z. b. die Tnr^iflcii: 
tiiagd« l^rebs, vogl etc. berett« gefrhärft aurTp» echeo, 
ehiTj^e felbft pferd* werden); fo gilt der frhluy?, dji^J 
ff Ich er Wörter fnihcr und ftufen weife immer mebi* 
pewiien t^yn miißtn. So mögen: bilde, helt, nndi 
jrm» fwalwe» werfen» bergen und vieJt ähnlict 
die ^ir jetÄt gcfchäift aufifprechen, im milielbj 
frlnvebenii gelautet haben. Eben fo vitle bingege« 
deren gefValt tind inalogie eine fyncope vcrrlttl 
frbeincn fclvon damahls fcbarf au lauten d, h. ii 
ibrer aiisfprHche berrfcble der elndnick der poruijoii 
vor. Das fcb wanken zwifcbon polition und nitbt<4 
poUiion in dergleichen fällen ifk brgrf »flieh •), wi 
wohl ich noch keine regel für alldem fche profodr« 
darüber a^u Hellen waee. Auf jene fra^r aber attt- 
worle ich fo: wenn die fyncope exoterifch ifl, f^^^i 
fcheint pofition (fcharfer lant); weim lie hbi/T efo^B' 
lerifch, fchwcbelaut anzunehmen. Htfrnach würde * 
ich das gotb, fngle » fvibl« **), bindan ^efchärfl^ 
etwa wie fn^gl'^, Tvibbl«, binndan aui^fprerhen. ^vie^|| 
,wohl die b'iclcn erften im abh. nicht bltyß den™ 
fcbwebelant haben, fondern felbf^ den tonlofen rocat 
tnrht auswesrfcn. Bindan« wildi eir. lanien im ahlu 
gefcbrirft; bildi, btrg etc. fcbwebond, weil lirh' die 
formen biUdi • bilidi , berag etc. wirklich danrlii'*nj 
Hnden, die vcrkfiranng aUo noch zn friffh w'arpj 
um nicht dem durchgefühlten alten laut eine weili 
fren zu bleiben* Man fprach höfhftwahirthelnlichl 
noch im miiielb. bilMe, ber'g» doch grenzen noilj 
niiergangc werden (ich nicht leicht angt-ben ttndl] 
die fälle anders nie im befnndtrn vermiilhen lij?en,] 
Die reime helfen un» dabei nicht an&, in dem ! 
mittelh. dichter rebwebende anf fiefchljrfie filbenj 
reimen Ktb. bart(barba}; hart (duinm); wijde: bijd|,] 

b) stuifioß einea ronfonaiiten und zwar fowohl eines ^ 
bei einem vocal ftehmden (farf für fcarf. fol f. f<al. fo f, 
tvkp di3 j^ngclf, fprecan neben fpecan, nanta f. tjatiuta} alf 



*) Schon nich ^em vor^ftne der Köroer tthd Gri««h«ti b«i cl«r 
tnuu vor liq. und felbfi bei f&v» wr, n, urft Tgl. Butt* 
matrn p. Jg. 

••) ßefl^rkt durch die ftuifprsclie dei noidifcKeti hiigl. j^go eti^ 
»toh Ria f.^S. ii^iiül. Hggti. 



L von den buchftaben insgemeiru 29 

BWÜchen x^^^in vocalen <ind namentlich gilt das von den 

imk mcdiii : b. d. g. *) bei vorltehcndem kürzten vo* 

cd der AvnTxei. So wurde in den eigennamen regin- 

li meginbart (noch ältere form Avar ragin -magin ) 

MVgt reinbart» meinhart mit hiatus, auletzt rein- 

Kp meinhart diphthotigirch. Die mittelh. formen 

•i|p-ige-ibe-idc- (alih. agi - ibi - igt - idi) verwan- 

Im gern- in: ei-i-i, ala: feit (dicit) reit (loquitiir) 

MI (fert) pdit (Tolet) eit (datj Iiit (aü) u. a. m. nicht 

ibtr verwandeln Geh die formen cibe-ege, z b, aus 

geben, regen (piuvia) ftö^t üch der confonaiu nicht 

an. Ferner anageßo^Ten wird der fpirant h; flahen« 

flao; traben I trän etc. dem nord. a (Uuviua) enifpricbt 

iaa alth. aha • indem nach dem ausflog beide vocalo 

Bufanimenrüclcen und aaiza ifl; dem nord. mal (fer* 

m>) fiSia (abacondere) biartr (darus) daa allh. mahal, 

|M», felhan '*). 

4 9oAoß einea vocala und conronanten, vielleicht nicht 
lacitig« fondern Übergangs weife, l^eifpiele: goth. 



fUchi 
liivala 



göt 
Tel 



(anima) angelf. favl, alth. fenla» dann Tela; 
fca ■ itteih. fchwachen prär. -/^« ftatt ^^tete^ wie: 
pult (n^irerabatur) ft. miltete» hernach railtte, lüfte 
(eDfUiatJ ßait lüftete; im niederl. fire ß. finere etc* 
£m bairptfail wird bei der goth. conjugation &ur 
^radie kommen, wo fich m5tida in mofta, kaupati* 
I icdpn in kiupaßcdun sieht. Man vergl. die in der 
I It. pran, entfpringenden Jii qvaß (dixißi) laift (ivißi) 



im voeala* fehr gewöhnlich. Beifpiele: im, für, ap 
i. imt, füre, abe, hier tritt wieder 



Wegwerfen dea auslauts , apocope. 

die mittelh. re- 



^ Dsber im mttcclb. diefe drei tnediae LauCg untexaiDandec 



*") V^ ii% eimVvfi obiger beifpiele die gr drängten vocale in 
9^mtt% Joji^peiUut VArwacUfeti» l'o fia^t lioha : ob überbaiipC 
41« dopp«iJaut« (gedehnte und di)>liiliOiigirclie'} aus liU« 
Wen coiitractionen zu erklären Und? Ich möchte ei 
biekt gCTMifEti cinräumeii und auf jeden fall wiren dio 
be^eiß «iia ilen tiefen der woitblldung und fpracUver* 
mtmuhat%'* ^1* fdliöpfen. Die. antwoit gcUöit aifu aui we- 
-^'-^^^ iTierltcft'. Einzelne fäÜo von dipluhon^en , dio aua 
uttd der elifion enif^iini^eii » vviid die buch- 
genug liefern. 





I 



30 I* t?on den huchftahen insgemein 



gel ein, dajj mch voc. brcv* n. Hq. ü^n folgende 
Samme e ftet» wegfällt, aU hil (celg) nem (fumti) 
hin (gallus) her (urfup) ftati bile, neme, h.ine, be 
iUb. bUii, neme» bano, bc-ro« imu, fuii, aba. Die 
apuCopen lebren , wie iicb erft die vocale a, o, n • 
in das e fcbwäcben und die*leß ztitetzt wegfällt. A 
dere beifplele gibt die veroleicbung de$ goth. blinda 
(coecum) blindata (coecnm) mit dem atib* blinda 
blindaS; dat alth« tbära (eo) mit dem mittelb. dar 
(zuweilen dar) und die ganze rpracbgerchichte o 
zählige* 

b) der auslautenden confonanten. Die bernhrot^'fte 
beifpiele Gnd der abflo/7 der kennzeicben de§ num. x 
oder r, des infinitivifchen -w, de« t von der terii* 
pL, die Verwandlung des altb. ibar (ibi) in das mit 
telh. di etc. meiflentbeifs exoterifcher natur. Oocf 
finden ficb auch efoterircbe, als da« obgedachle sw: 
f. ftwi, fo im nord. vä f. vag etc. 

M) der ganzen letzten filbe, wohin wieder das abi 
ßq^ene Kennzeichen de« nom, mafc. nnd neutr. 
adjective, guot f. gtioler und guota^, — 

Der zweite banptfall aller wegwerf nngen bei rißt dl 
Isivifcben zwei aufeinanderfolgenden Wörtern ßattHndei 

ien. Hiervon lä^t lich begreiflicher weife noch wenige?" 

im allgemeinen handeln« zumahl bei den älteren fpcA- 
fcben, wo uns faH keine gedichte zum ma^ftab dienen« 
|4a doch gerade dus feinere ehr der poelie autzußo^e 

jflegt, was die profa noch leideU Die hiuptfäcblicbf 

irten find: 

i) wegwerfung zwifchen zufimniengefetsten wÖrterU^ 
fvnd zwar gewöhnlich des aualauts von der erßen (vor 
Hebenden) wnrzel* alfo ganz der apocope analog, 
wohl der Tocal fallt aus z, b. g^ren (bonorare) f. 



*} Min UDrerrcKeide EtiraminenfeUting von der endutig oii 
iiimetitlich von der bildungtendung, wo eine frem^ 
vmrsel der eigenttiohen wiirxel (raetfleniheili Iiinica 
ftci^efo^t wird und mit ihr vei'WächB* Zufammeuretsoi 
mbcT tritt ein, wenn üch vorncti eine andere wnrxei «1 
fohtierit* Hier find in drr reget beide wurteln kUr, bf 
der bildnfiß Ten^unkrU Ticli die vcr\%'acljfeDe xwcite. N( 
•ustifthm» weife geh tu subutu&aafeUttDgea In fclicillbi 
bUduii^B ab«f. 



1. von den buchßaben insgemein. 31» 

16110 f. be-Atan (engl* hat) bii]n«n t beginnen. 
It f. beto - fcjif« ugClera f. i^g^i-deno eic. — al« 
mfainni %, b« fj^iiniint (. (igttf*niunt« nebi^aft f, 
tcffc bnebisgaft« edel-manu f, edeb-man •» siiwei- 
le« vocil and Cönfoniiu* vielleicht nicht gleich- 
fonderii iiAChpiß«inrler z. b« laljnc (bodie) ft, 
Matichmabt wirkliche fmcopen in der erden 
», b. nojrich. albert It nodaUricb, adal-be- 
eie, Dtff Gothe duld«?l den biams ziifaoamenfto/Tuij. 
roc^la lieber, ale da^ er den der cMÜen wttri&el ab- 
• s. b. ga-fttßan« ga-ibtifatt« bi^abrfdn« ana-^kti- 
cic^ dpcb vgl. tnd-4Ugjof. anda -augjo. Ein glet* 
bnde icb aacb im ahh. gebrauch begründet. 

i) »iirifcbett zwei nicht zuramtnengefetsten wönem» 
xwar fo. da^ die xirfache des we|2\v'*rf<!n5 in der be- 
mng beider zu finden id.denn fonft tritt bln/?e apocope 
Die Caile (mti&en$ efoteTifch erkennbar, in fo fern. 
ficb fiiebi in eigne »urammenfct^ongen verhärten) 
in dm deatfchen fprachen weil feltner, als in der 
' ' ! laieinifchen und die entbaltfamkoit 

:ri dichikunß lajft doch wohl einen 
,Wjl Aüt *iiö iiiere poeate zu, der mir dorch die be- 
:btnng der notdirchen und mitielh. nicht widerlegt 
werden fcbeint. Omh miltetb. auslautende tonloCe # 
rd s. h. vom rch%vacben fub& itnd fchwachen praeu 
abgeworfen • wenn ein voctl*an1aut folgt, doch 
ht tmraer, fün<iern nach crfordemifs dea metruiua. 
ao^kCaiskeic verdienen die von ihm fclbll fchon to 
n Jynaloephen Ol Frieds welche in den hff, 
cinm dopti^Uen purtct, über und unter den im 
men lefen der xeile an«zula/7enden vocal gereizt. 
Igt werden. ». b. (III. 2?/?v) Tpiacha ouh, (ad 
d. tC4.) m\ Ibemo e\Vinigeu (I. 11, ii.) zala irga- 
find die anstaute a, und a doppelt punciiert. 
meiflen» fowoht der otfrieiiirchen fynaloephen, al» 
fonll beraerkliehcn wpgb^ungen beziehen fleh 9ut 
, was TDMn iifclinaiian (ayaAiffic) nennr, worunter ich 
nifbt aliein die lieh hinten anlehnenden wörttc 
Itficae) begreife, fondern anch die es vornen thun, 
weJcljcm JetxieTU fall der cUtVifchc fprachgebrauch 
I kfaiia iinjJtniim, doch verfchuieUung der laute hat 
deoffcbeu nidu tmoief ftait» gewühiilich erfolgt nur 
feo einem vocala oder confonantan. Ich führe 
iigAen fUle an; 



jt I* v^'> ^^'1 buchfiahcn insgemein* 



^y mlchnung 8e« pcTfÖnl. pronom. an «las voraii^pc^henti 
^ verbum; natüiiicb weil e« ilcin begrilfc ihich da« 
gehört iiiid mir ein fniher nicht eiuiDaht vorh^nrl«! 
austirucU dcÜtn iR, was fchoii in der form de^ vi 
buiüs liegt. Otfricd felzt : fcfiba ih . Iclgu Ui , nr 
putiClieri die beiduti w» man lefe alTo: fcfibili^ h 
l>ih. Das du zweiter prrfon incliiuen imcb iiel^ 
und cfUKtn ftflbft die fp.itnc ander ting dür tnidiiti| 
~is in "iji* -e/t. Die voikfifprache hat : biile, KanitiF 
f. bißu, kaiiniti]; im pl. habwer, hainmer, habli 
banfe, habnfe Hir die übrigen pcrfoneu. Sa Im uii^ 
tclb, giengenf, watenf cic. 

b) anlehnung der übrigen pronoroina. Daa riali-^re kanr 
hier nicht trfalgen, da fclbil die nieiilen znf inimen- 
feUiHigen die Ter worter aus verwachftner aultlioci 
mi deuten liud. 

einzelne falte dc0 hülfsworts Ceyn pflegen mit de 
pranomen oder andern wörtcni zu irerwachfen uni 
gevvilTe laut*? siahzuiioß^n , z. b. miltelb. d«(V, eil 
da5 ill» «-'5 il^ tiord. ^dirro, roargirro L ^t;tr «f 
margir ero, 

j|) indination der 'pariiTteln 2. b. der bejahnng nnd rei 
• neiniing,.rchon gtith. nJft* niba, jabii f ni itl, n\ ibi 
ja ibät. Aber auch anderer, wie bei Otfr, fft ib» (ä| 
f(S er etc. nümentlich einiger prsepofilionen , wek 
die alte fcbriFt, auch wo iie nicht %^erkürzt werde 
gern an das von ihni*n abhäni^ige wort fchreibt; Ini 
zi allere piinctiert Olfr, da« i , und im luitteth« 
ftim, zir, zun« etc. büufigft. * ^* 

Näherer forfchung bleibt vorbehalten, ob und 
^*wie fern die incilnation anffchlu^ über die »he aeeen 
ttiation gewahre? da es ganz natürlich rcbcint« dl 
aurb im deotlehen die enclttica ihren ton auf die filbe" 
werfe« der fie Geh anlehnt. Den acutus gibt Iie ihr 
nicht, wie im griecb. (wo nicht einmahl förmliche« anf 
wachfen, wenigftens in der fcbrift» g*f(irdert wird] 
denn Otfried accentuiert in: hobt-mo (höhe imo) thfid 
Dan (thfu inan) die penn lt. nicht; vielleicht tönt fie ll 
vnd wird tieftonig, wenn fie tonlos war; ge\v^y7 ifl |« 
nes hohemo andt:ra betont worden ala der daiiv hoi 
mo. Die tonlofe eiulung in dem heutigen liebten 
winnt uninerlilich in liebtonf; ander« wohl im alth. 
taufe Ct, riiun Ck 




l.ygoihi/che huchftaberu 



SS 



irr er<*ßrrtph btl durch ihre b«rübrtrftg und mlefa- 
lern gereut werd€ii? denn im f«ll 
e^ , iTixiem elJlion und sorainmen» 
fchr^iben wollen, weil er 
iiijt.ii.iitc.u i^'>it tiMiric. Dt6 alten bindfcbriftcii 
IrmcWii ihn tib«rhaupi nicht. Nüultcb abrr. wenn 
Hc Uemt der spoflropb für jene benih- 

umi tiocb fficbt in volt'tge zutiämm^tizie- 

hn^eoi (wie: tiicbii nirmind ete ) verltnucUen haben, 
hfUch in eriiiigeci g^r zu häufigen füllen (wie &*imt 



yon den gothifehen buehf^aben* 

'Qiüliirdic Iteder, aoa Amen metmm MnfTchlÜße über 
Kt nktfw^chB der einzelnen lante 2a nehmen würen« 
in. Die Übertragung der eigennamen und einiger 
mf^ntt dttf heil, u^rift in daa gothitche kann 
iiedenet lehren* Vorauafeuen darf man , dä^ 
mu drr damahli^fo griechifchen atisfpracbe 
iticb muthma^en, dsß et in der 
i goth, laul SKUwetlen flrauchelie; 
'*qDCö^cn# wo ihnen nicht andere 
iiihende leaarteti dea griech. leictea «ii 
haben. 

L'lphilaa hat In der fchrift die fünf vocale a* e. i« 
"!• ron welchen jfdoch e nnd o, obgleich mit dem 
tbm Eelrhm ani^i^ednicKt, darehaua ata gedehnte 
alle) r n und« Ea gibt aUn nur drei 

tjoil^..-^^ . jic 8, ip u. den griech. di, i« au 
1; einigemahl di^nt «och u für den gedehn* 
an/Ter l! r rrrh »w0i gedehnte, c und o» 
7f und A chend und vier andere dop- 

III, deren leitter nur in goih* 
t^rn auftritt, ai, au , ^^ dienen 
iaitr griech* eitiiacben laute a, Of t. Da» griech, 
\^ (4t.rrh den gaib. coufonanien v. wieder ge- 



Hfl« 901«!' allen golh, vocalen der häufigHc, gilt 
«E? äl0 ein ||tie^h, «. und lautet wie daafclbe oder 
1^ gicub^ A^ Uden« alt etc. Und zwar iß ea ci 

C 



er 
ein 







^ebfäirchen wonenj lange a beftioden« fo lag beruck- 
liirbtignng griech, quaoiitär au^er dem gclichtspunci 
Mee gotb. überfeuera und er made das Kurse und laugest 

Saft er nur mit feinem, bucbflftb fand« für dadelbe zei« 
Teben baUerw Eben fo weoig beacbiei# er den griecb« 

accent, foiiderii \%ßi dem d und d daa Dämliche goib. «• 

Widerfahren* vergK fi'ßpodp^^ Mo^dd^ 

DieTes a leidet jeden confonanlen hinter Geh, 
wie doppelte confonauj». Die vorziiglichüea wnrzel 
wo et vorkommt t Imd au/Fer den ablauten und cndu 
gen folgende; ba (ambo), ga-. hva (quid), ja (immo}. 
fa (!»)• fva (ßc). tva (duo), aba (vir), ibra (vehemrni)^ 
ga^dabau (truM^jr^yiii')* gabiga (divea). graban (fodere, 
haban (habere), jabai (fi). faban (linteum). badi (baineu 
nadr (ferpene). fkadua (umbra). daddjan (lactare). Taddjua 
(vallum). af (ab), afar (poft), hafjan (loUere). hafis (prjc* 
ditua). gaikatts (conditutio). agia (timor). aglus (ditlkHia) 
bagmt (arbor). dag« (diea), faginon (gaud^re)* fagrä (ptil 
eher), magan (valcre). maga^s (virgo)» magua (puerjw 
fnaga (veßtb). tagl (capiliui). t^g? (lacrima), {»ragjsn (c»f 
rcre). draggkjan (potare). gagg (dyopct). gUggvus (di ' 
gens). lagg» (longna). vaggarei» (cervical). abi^ (mens), 
ahan (palea), ahma (fpiritue). ahtau (octo). ahva (aqtia), 
fahan (capere). faheds (gaudium). haban (fuapei 
hTabjan (ridere). klaha (parvue). lahan (vitupcrdre). i 

(vis), ga-nab (fufficit). nahts (nox). rabnian (repuiare 
rtaba (plaga). iahjtn (lacerare). |>ahan (tacere). I^lafnait 
(tmbari)* jkvahan (lavarc). vabf^an (crefcere), vabs 
(^eairroV)* vabtvö (vigilia)» ak (fed)* akeit (acetiit8}«fi 
akr« (agf?r}. rakjan (tendere). ga-fakan (iticrepare). vakan. 
(vigilare). fakkua (faGcaa). fmakka (ficus), alda (gen- 
alba (templum)* alev (oleum), aljan (alere, GitBv&tv). 
(ocer) bz\\^& (audax). dal (vallis). dvals (fatnua). -fj 
(-p)ex), faldan (plicare). balba (dimidius). hali(uria 
bala (Collum), baldan (lenere). baltt» (claudua). kalda 
gtdtii). liatkja (meretri:^). malan (molere), malo (tin< 
malv)an (conterere)« fal|an (aiferre). fkal (debel). ikzlim 
(legula). fkalk? (Tervua)< ga - ftaldan (potltdere). un-u 
liw9idijf) talzjaada iirti^rdrijc). tvalif (duodeclm). val 



X goihifihe nocalt. 



35 



>iFirre), a i (cöbirue). anifa 

CTafn. I ,L:,,i.p,L L^ larob (agautt). 

I«m). f ftianwi (crabffi^erej. tamjaa 

lutn). •n»(aH>. aiiakf (fubilo). üikI (per), andeii 

(im-- '■: * ■■- '■ .nt . r ■.:^\^ bawd (vin- 

U^tU*!} (rnancti&). bitifm 

pre> fiftdj»n (mictere), ßandin (ßare). f^irira- 
iwi), UtKiftii (aceenrlerr). f:)«njin (tendcte). 
). ^ntdu (leiiHer«), van (defeclus), randjii» 
auf«« ([Hp«ndiom)* kann (uovi)* roanua (homa). 
^ (creare}* bvapnin (exttngni), ara (aquila). arbi 
\), mtmm (bracht um)« arn iba (^aipjtKtiei , totej. arvjo 
bärii fhofdeom). bam (infaiiff), barma (grcminm)« 
i). garda (dotnoe). hardti» (duru^). barjis 
^•»^-1 kar (cura). maiet (m^re). marh« 
|(» r), (maraa (fteroi«). Tparva (paJer). 

rjrdii {^loqai). ibar (ibi), ibarba (rgcnui)» 
m)* Targtan (condecnnare). va? j.m (dcfendere), 
~l(a^tcj. ailtui (a&Qus)* afans (mflfi«). aliioit 
py* ifti (ramtij). bafi (bacca). i^(k\i (^$ipix^ 
/reifare)* f^nÜ^ (pcrcgTinu?)* graa (gramen), 
fiaw), rafta (rudiuro)* ^valU (aVy?JjtA3?<>. va^^jaii 
l'al (praep), atiiXaCfeges). ata^»i («V^jic/ro^). baiiza 
r&i'd). balia (odtum). hatiU (vaa ahe- 
ire)» mats (cibuj), nali (rer©). r^tjaii 
vatu (a^ua). vraion (>re)< atta (pater), fkattj 
.t|?rir,a (pnof). f»)» (fepc*). f«J^^ (praepofjtus)» 
I bra^ (fpoma)» lajsin (invitari»}. ni;*^»« 

•i. ^ (coiicio). ra|>jr> (numern»). fa^B (faiur) 
[p'{noc€reJ. Ib^t (IOCO0). aviUudori (iwx^/'»*^'»*«^*^)» 
IH^Ie}; waa aofein einfacbca: avi (ovh) wie Elvi, 
leicht: iu§ t^eti, av^ia (chilcflen la^t. favat 
" ' eoura). mavi (paelJa). HaTaii 
tt * (cinis). ha^iai) (laudare). 

i} fAsuia (Cermo). 



fikcn in, da^ fianimrerwandte lat, wörler IlaU 
m^ mciliens ttn o baben, vergL diiD««8mbo» 
oiHfiiii 9 moTerr« volvere« oleum • Collum, no- 
Te» hoftn«, bonit, longa«» oAo^, ovi«, (oU) ni»t: 
niJ^Uj äkuup hiliai milan, Talvjan, aler« 
' ' U' C % 




L götfitfche Vücalt. 

liaTs. f)am&, Um Jan , gards, gaftfl, '^gg^i >V^^ • '^^ 
T>i>ch atich enlfprirht das lat. (kurze) a« in habere, ta^ 
ccrc» fal, ager, fatar» r»no, tenderp, ni^rc, vergl 
ba^att • ^ahan , fatt, akrs, Tä^%, ra^j6, |ianjan . m 
t^och feltner n« kara, cara. 



i 



Pauli j 
aniidiH 



(E) rnirpTiclit florchaua nicht ^einreiben z^kben In 
'den übrigen dfutfcben fprachen« fondern ift neti dftp- 
pellaut ; ich fiihrc daher dae dehnzei<:h6n dabei du, 
wekhea Ulphilaa fo ^yenig hier, ate bei andern gedi^hn* 
ten vocal» n brauchr. Ftir die vergleichende p-ammsük 
' werden aber die dehn«eichen nolhwendig. Der gaik ~ 
idrippelfant folgt i) ans dem gr. tj ^ dem ea in naii 
[lind belbebalr#'n^n Wörtern gleichgiUt A.b. I^fna (*lif« 
[.iro?<)**) aikkltfjo (^nKK^tjU} amen (jtaifV) Möfö* (M»^^J 
rVergl* mtna (uiftoj). Die byzanC. fchreibting yjjw^ic (l 
cop. 3« t.) pl. yTfirtxt^BC gibt auch ein goth* k zn erkenne 
, t^ aus dem fchwanken in einen andern nahen diph - ^ 
; Ihöngen ei (ee in ei, wo aJfo freilich ein ktirzes ^j^d 
j nicht in endungen allein, als: ^12^ and ^izei ; dalc* d^H 
^lei Luc. 3fe ^. judaie» judäiei Job. la, r,; fondern (elbft 
^Im ablatit vÄfün, veifan nnd in wurzeln: l^ian» leiian; 
.lnaiiafr|>s, manafei^s ; gr^tan, greitan; fp^di« fpeidiioj 
^•z^iizo, azeitizo; lekeii» leikeis. Seltner der amgekehrti 
[fallt wo ei arfpriingl icher fchetni , in veihs (vicua) imd 
rVShs (Marc. $• 27-} "**) l) aus dem analogen a ande- 
[l-er flamme, 4) ans dem langen lat. e* das in gleichei^ 
LV'^örtetTi dem goih. ^ und altb, a entfpricbt, z. b. c< 
.cl^fta, ftmen« menfis (mehr beim alth. a); aUir «i 
^ol^nm deutet auf eine ausnähme iron der gewöhnl* 
[^reption oleum (Schneider p. sf. 98.) vgl. i\mw 
rl^llvuni. 



*} Bei Juitiui Ulfclilick laifiti; die bO*. fchrtiben abgekf 

11» tuA. iutf Iiüi f. lefu»» li^ruii* itttiM, 

**j feliterhaft fehieite die Tfirtaufohung det t mit dem kuf 
i. wenn fiq tticlit Caä zu lUufi^ wAre, v^L endangen wl 
fpilli ft, fpillc (Tit.», i4.>; fiUgri und liljgri; und wur* 
zelo wie: berufjdi u» birurjoa ; rFcgni^ki Ua rvigni^a (Lue. 
i»440 i* ^f^ ablaat (j^iini, nimeina fl« qvemi» nettieiTiB ttc 
8oMie hier ausitahmeweife ein bog«» i aua dem ei eot« 
fprun^en ftfn« d^flfen berfibrang mit & oben »tigegebm 
iiii So ilebc auch gabtg« neben gabeigii umgekehrt, ab«! 
drcbi (Mire.5, to.) A. anbi. ScibBt die im uxc aoc ~ 
fühitoti go eh. Eigennamen gibiroerui, rioimcrui i.ei^'un 
weohfel mit j« eriamiiust Lildenuius. riGimirus« ~ 



&' gothifche totale. 



87 



BIa «niCpracb« na^f dir dei gr.f und laL e luhe 

~pB«fi fcyii, obfcboa In d«m lüf andann weg© 

, btfcit^ vor l?*|^hibr? in» |;oth. gtraibeaen areium 

"■ T zn ei («keit) geworden ift# 

«i?db<D i. Dadurch rer* 

bcu s-ugirit-u üTt* ichniHiiir wait^r abliegenden 
^twwmAircliAfiPfi de» ilib. k, da« .mlitelb* In x^ nm* 
Intit , unii «lr# ungctf, 4, M'e]cb#» in einigen (AU 
kft dem |^>lb. «jV und alib. ei enifprictu. Mebr 
ouhrai fleh die aufiTprucbe dea nord* a. Außer 
Itt ^rulnrrf^n tmd abüoten* wo daa e genug er* 
ilet ea Geh in xiemlicb wenig wertem: 
' ' T^* 'imn. d* h. nein), pe, uni^ (do- 
!. Dn-leda (panper)« fth^i (g4a- 
Tu (placitom). mig^ (aJTii))«}« 
iltictu9). nebra (prope). fle- 
i* (medicui). bi-fr^ja (pericHtant). 
\\\n (in\u>). mel (tempus, ßgnum). 
s). m^na (luns) v^njan (fpe- 
ri.iiic; le^.n (arma). fera (tractua terrae} 
h^r (hie), jer (trcf) merjan (nuntiare). 
snari). fvira (banoratuaj. roea (menfa) 
Ktun (iltiere) andafMi (abominabili6) 
acilina). n^fila (aciii). b^^jo (r«^iirav» coiicla^ 
^^trum). livjan (tradere). (k^i^jan (abire), 
ren nur in den bmcbßücken nicht 
^*-r ''conrnlere) etc. ; n^an Kann auch 
audiiledi (gotb, dudlfl^dB) und 
'mai^fif. ^iiiniitt^^ raiimdra etc. hierher nehmen« 



* i ^ rlirnt neb «weier seichen für 

1 ci^anga der Wörter gibt er ihm 

inet«« al«; in, immai id; in der raUte et* 

Ar..*, ff'^cbifchen und funifcben gar kei- 

^n die vorhergehende filbe felbft 

ai (Efirm) nder du fchlie^t. 

rV>fsji-ndc i aacb ^weipuncitg 

Q gehl in v über und 

.mdeU (ich hingegen daa 

ht, fobald ein rocal folgt)» 

.: -u X« r. («iojan, mauj&a). Ich 

ipnnct j^nes ein£e1nen falla wegen 

^ ' "i I in loffprache und bedett- 



l?fi 



98 



Jt\^eih^chi vocüUi 



. In den. cigcnnaoien eiitrpmli^ ikZWir faiiofi^j 
^fr* I* oft gibt aber auch üli^bil^a letzteifa iiitirc 
[t^'elchem fchvi'^iikrn wiedei Keine Icefi Dt fvir»igrtteh«, 
[fodte %n gründe liegt » da z.b. die Ian|E«:n i in TS 
rIäi««»d;iuoc «"in goihi ei zeigen i»iiflen« aü^in i,b<rkof 
{£h<^r fcUlene der tiberfcizcr ^ricch« «cconiualton bl 
[fichtigl ^11 Jbaben t v^L Cbriliuf« X^i(7roc; Tinidtui,' 
||i«t/«^: NiJi:iüdemtts., NiJ^o Jj^uoc ; . riltiiiii, ffiKwa$k.\ f. i 
i'itwi'-.iMapi«» criyjxia^c Marc. 4. j i, (der nom* eivitjc%y 
L^irbKen ; rabbei« pAßßli Davtid, i^oLßii\ Sciwon^ " 
Wailkcis, ,Rli;iXi# Teitü#» T/rö(, Wie dem niui fei. je 
\vi'4^ die ausnahni^n tiicbt verrch^vef^en , in denen 
i|,iiir;,da» acceniuiertq und ei für ^$b unacciiiluieii 
[Ändet: Ftlippu^t (I>^/?riroc; Didiuiad, 4^/d(/.uov; SeiäöHi 
[2<^<vv; GafeiJ^j^, TaA^Axe/^; Peilaiua» riiA^Vö^ etc. VleU 
[icjcbt nimmt man be^eran, die d<(m«hli^e deni Ulpbi» 
rlaa, geläuiige, gr^ atififprache liabe zwifchen i (ive^igficr 
^dem lingen) und «^ g^^Tchwankt (Naumann S.i,a \^% 
[und wir diufcn tlaniber an dem gotli, i nnfi ri» welel 
;in goth. Wörtern fcJbß viel genauer gefchiedeu £n 
michl irre werden. 

•k ♦ '■ 

y Pas gnih. i miij? gleich dem a kurz und einfi^ 

SeUutet haben I 1 fehlt und wird in analogen fJilU 
er übrigen mniidarten durch das nahe ei aurgedrücV 
JM'Ogegen i dem allh. i oder e cntfprlcht» Einen ^vveifi 
[jtcheint />«' 211 machen T wckbea ficb im aUh. und angelf 
[In die praepoL hl und partikel bl^ zerlegr, der Goibl 
I ^ennt nur ein hi und kein Lei daneben« Ubrigena ver^ 
tragt dat gnih, i. jeden confonanten folgend, fo . wie dl" 
verdoppelten. Die bauptrdchllchlltn falle find: bi. 
L{tion, d. b. nicht), fi (f*a). gibaii (di^re). gibla (pinnac 
^%im)* i'ba if]). ibna (aequali^). ibnk^ (rctrogiadue)^, Ul 
]i(vivi;Tc) ßbja (pax). fibnn (fepteni) ßtbna (yo^tj. M% 
<fu)pUur), bida, (i'^'^"' fidur (quatnor). i"d - («"f ^)' ^i* 
(/^^^iiius). nidvi^ n). viclu\6 (vidna). iddja (ivii 

,liHfan (faTari). ii pofterua) lifnän (fapereflc), fifa 

£,4Uileie), llgan rign (plnvia)« Ü^ljan (n^iigatc 

gjjäfa (^libic« n)* %i^i (via). hüjEtg^f^Q (caedere), brtgg^ 
l^t^e). figgrs (digilu«), tggqrls (cxpwi) figgvan (f^ 
rtrikai^ ( fraugerv)* tn^^ (avarua)» iK (cgi>)» mik.^ 
mk}<in (acf^Tvart). fik (fe), Itika,(.pmiciumj. niki« ii 
[ftjrjkd C^pex). I^vikn6^(inuüeen9, 3,f)ukn8), \ik6 (Ijf 
tilhaii tc<*mniendafe). filme (Hupor) fihi (mv.hnm). ^ 
[(tiibutum). gil^a (faU;« ^^f ^ (joyare)* bviLftii (ffPfoJ 



iJ güihifcht POCah\ 



39 

ülw, ntelif f«t€tnitn). int<j||»6 fpraegiilni). hiilbmi 
oth» t»(niel), GJao (filcre) füdaicik» (rfirn»), filubr 

tpiM^ iVfvrifr^ici')- ililan (fnriri). fviltin 
il}an (\ L (CDti«)/ fpill^ti (narrare). fimf 

himto« (cueiofo), im (fatD) im (eil) niman 
t\* qvlmari (vcairel tunjan (dccere). timrjan (fabri^ 
~^ jIcjtc;. |>nm (iribwf). Tnn, inil6 (excufa- 

ÄieJ. blin<i« ,(cocC(ift) findan (fnvenire)* 

llf frvtro) kinina (jro^^^'vritc). pünTjan (faltare)« qvinft 
"" r^ rrti (her), finap» (Tmapi). fineiga (fenex). 
la). fvln^ (IbriJ«. [»iofan (irahere}. vinfa 
. (t^^fitua) brinnan rarere)- gitinan (inci- 
irnim)» linnan (c?c0arc). mirmtza (minor) 
3crc]. 1. nere), nipnan (moerere) fiponels 

lij* A:?p vipja (Corona), riqvi« (caligo), 

Tjf^}, h >e;, frifahri (exemplum). giftra (heri)* 

lifm _. mU, Jia (mibi, fibi), di9-(c^i6-> 

jviir (; oviOiaii (perdere; fvjftar (forör) via 

alsela). ^hmu (effe). gAvrifqvao (nH^iPtifietyy fttiBn 
htei)* ^Ufi (acqnirere). gltiinunfan (fpleiiHera)« Vtan 
jn (ineüri). miiOn fcoglure) liljan (federe) 
f> (le%). vlita (vullas), vrits (utfpa(a), vrirai 
). li|>ua (membrum), coi^ (cofd). ni^jia 
^ ^ ." (dicete}* qvij)us (vcrtter) vifiati (ligare). 
tra;. ^ihiv (? penuria) fniran (ire). ^tvi (fananla). 

Die Terglefchaiig rerwandter wortTtämme im grieeb. 

[lat* belrhit ans über das fchwanken des i in e (ond 

a? * daa allh.) «wifcben welchen beiden in faft 

2j ein mittellaut liegt (Scbneider p. 13*17.) 

I8 dif *, fifl^a* i'Jgt, filan. vidnt^o, aviria, min- 

'4Ia*» pifciJ« iria, filcre, vidna, vtiri » minor; 

n-ieddrtiai: Xk« mtk, tth^ fibun, nitdja« miH^, ita, 

it fijitat HU, finttgs, qviniant qvi|>r«, rlnds« vtljan, 

», bHftni» All! egOt mc, fe^ feptem (kirr») ^ mediua, 

I, cdo, fcdeo. mctior* pdlia» fenex, vcniret venter« 

toUw, ¥eilc^ ;^r:k, n^frr^^. 

(0) o geliÄrt wie e xa den doppelvocalen^ weshalb 
Ihm auch dsa debrisetchen gebe. Grtinde: 1) die 
!?€, dem ^'*ih^f^f4-n gr* » zu vergleichen («); 
betni a 2)claa enlfprecbende gr* w ^ 

piunü, ffxepT/atTy; )öia, /«fdc, etc.) 
geben uird (Batiauip UooY)* 



4? 



1« gothifche vocale^ 



j) die analogie anderer CUmme» welch« uo oder 6 in 

^lälleii de« goih. ö fetzen. 4) unftitthaftigkeit der ge* 

lination nacb dem 6. — Man rpreche et allembatbcn 

|edehnt» wie 00; an^er den ablauten und «ndorgen 

laben ea zumabl folgende goth. wötter: 61 dobn (ub- 

lutetce) df6bnan (lurbari). groba (Fovea), fodr (v;igin a)y 

{lodjan (iiutrire). ilodua (tluctui). froda (prndena) g^^^H 

5j(j(Xcc)*,lin6da (genua), nioJa (ira). rodjan (loqut). *n^H 
kodjan (tncipere). vhds (demena). ^adofs (convenicnt^f 
ilofa (rpauue), -dogs (- liigig} agan (limere). fvogjan (»tt^^ 
[gemifcare). h6ha (aratrum) röbfn (atrlnni). fkoba (cal- 
Iceoi). fkohll (daemon)* vroha (accufaiio). ftojan (ji ' * OJJ 
l'toja (opera), b6l«a (liber), fukjan (quserere). v6kra(' )]H 

f«5'i«n (falutare), holon (defiaudare). ftöla (ihröim*)^ 
löma (ÜJf) ddma (Judicium). f6n (ignifl)« hv6pan (gio* 
fiati) bröpjan (claroare). vdpjan (clamaie), h6rö (adulier 
|l)16tan (colere). bötjap (prodeffe). f5tus (pea)* br6l (tectiiii; 
[Iiv6ijan (increpare). Kro^dn (ikxnv) mdta (teinniuf 
[tnotjan (occurrere) noia (pappig). btQ|> (fanguu). brd| 
r{fratcr). fö^jan (faturare). Einige tv uraeln lidnnten 
goih. eigennamen zugefügt werden aU« H6nin)t||^ 
tötila (rufriKxg^ alth* znoBUo) etc. Die verglcicbar _ 
Ftind gr. dämme fcheini hier unergiebiger, doch nimml 
rflöa und iroOg etwa mit bl6ma, fotue, obgleich der gt 
[wo^ofi pedia correption erleidet; gerade in diefem wc 
lA die dehnung für alle deutfchen fprachen ansgemacb 
Erwägt man, da^ in ihnen daa kurze a in 6 <iblauid 
fo wird klar, daß die obf*n bei dem a angf^rührte 
rallelen lat« o ebenwohl hier bei dem 6 ein par 
a Zulagen, folglich bro^ar, fi^fjjan mit frater, fatisf 
verglichen werden dürFcn« obichon bei dem o fowc 
ab a die Jat. Kursen und längen nicht immer entfp 
eben, fröda fcheint das tat. prudena nnd zugleich 
gr. ^fixiijf^ ^vic daa goth. fr6^d üclitbarer ablaut vd 
fra^jan. ^^ Einiges bedenken verur färbt mir fun (igOl 
mit der fchwacben nebenforra funa, fo wie in der 
düng -^cda ft. - oda tweimahl auffallt (f. die '| 
conjugation) ; Tgl. uini)hun und «Vinuhun beim tii 
pronomen lauhmöni und lauhmani; vidovil, Tidnio u1 
einige andere dergl. In den eudungf^n lieyje (ich 
libergang dct unbetonten 6 in ein kurzes n begreir4 
fchwerer awifchen den wurzeln fön und funa , de 
mag ich (de# ntird. fnni wegen) weder U\nA , nnch 
forft ganz alhin fti hendea fon annrhraeu; wund 



X. gülhifche vocali* 



4t 



l(^yii direkt in den b«ibebi)tenflii efgcntiJimen 

di« gr. «c» (») Bti$. z. b, SuUmvA, ^ev^Mi^rx^ Uirü. 

r^-^'- /.«,,«^,.,>^ jl^ nebenforni *lj5^^o(r«At*tiÄ 

IIb 1 I wirrt» einiß^emahl fcbwinKt 

Ueicht nach frhvv.itiken>len 
. etc, , liicfiiach hit 9h im 
Jh~ gedehnt eu Uo4- In «cbt^othifchen v^urtem nijrht 
et die gf*iiung dieles t ncali fcbwiefigkrit. Für enicu 
pi^lUut (iiUte man ihn Kalten i) weil die rnne ik* 
Itkrcfi grdalt ii»i goib. rcbrtft^rtcben (n) tilinmi, vötv 
i«fiw«ife den gcdchnien laut auidrtickt« 2} wegen i^ 
Act IT. et'* )> we^en det enirprechciAÜen alih. und ngrd« 
i LeimiercT grund gibt «riglcich den einwurf her: war- 
mn seigrn hindere nnd ^war Kahl reichere ahb« u. nord; 
«Mfter rui i/ i^der 0* |edcnfiii« euieii litirj^trii laut» in 
wekl ib. bucblUb ftefat ? Dflj7 et dann k^i^ 

oen ui^iii*u. «ii^:^'..^.c.ke scigt auch die folgende gemfina- 
ÜDn , m h. in brunoi* 

Die^ igt 8Q der annähme eines Aweifaehen 

n Uljjh. beide mit einem zeichen 

•? aitbi fehUmmer ißt alt wenn auch 

hen ihr langes and kurse« u» v, in 

. HCctCcheiden, 

I 

AJiiben ruf wenige Wörter, nnd fteti vor einfacher 

jnat columba). ßi^hjui (pnhig), -üb (an- /• 7»/^ 

^«p.^ r *ub? liikan (claudcre). bnlkja (uti* 

fcnUri). füljan (fondare). riim (fpatiura). 

'^ , oder bonjan?}, runa (fecretum). fii- 

ra (Imher). hAi (hahvtatia). ^Ornndi 

aej. ui ^'-^) lufon (frducere,) fuüt (duicia)- In leiz- 

MTort entfprichi ausnahmiweife kein alih* u^ fon- 

noBiJ. ef findet tkh nur der comp. ri^ti£6 in 

■ I Lung ^on nVtxro'rspov. 

Ein licirxes «_ hingegen (nußer den ablauten und 

i) dö (id) jn (jam) nu (nunc) J>u (tu): ubiU 

iloiV nhizva i'porticni). da- gada (et/'ffs^Vc). gndja (pon- 

pr % irndan (calcare). uf (Tab), nfar (fa- 

i\« I c^i*».«ü#> ufu(fafpe), hagjan (cogitare}* bngjaa 



•) Wt«n lUfk (pTwfclirifi p. 164.) « rrü und i^ZTü Cblit 
■^ nwul p- 19^- •Ä'*»-' ffhreibit fo ifl dai nicht »ö liillig«ii 1 
Iffii» h»r Ülpt^ hier lUtt d«frelb« «eicben (o), iheih g«^ 
lobft j^oani wofU; /ür, nLchi f&n* 



4« 



L gothxjche* vocaU, 



(emcre). f»gla(3vis). hrugga (virga), jiiggs (juvetiU^)!^ 
jühixiCtjAlnzaAvegen tiibgeltc^Jenen nafariaote ?) popg 
iucna}tu>: T)a},^ngkjan (vidt^ri). ng>. hii 

(famea). l : ^ jnftiCDltimJ. {>^ik (le). gabru^ i Xar 
lukarn <lncerna). «Jnig (debiinm). dnl|>§ ((ot^mn 
Xula (pultus). hotjati (in^olvere)* hnl|>d fpr^fiHiDi). n 
(terrae ikulaii (ii«h«rre). fulji (folca). tuljjin {fitm 
^ulan (paii). nibanins (camdus) vttl{>»a (gl(nriaK 
(hif>ui). vnlUteid (fullo), dumba (muius). fnmia ( 
€ipinm>. gmua (vir). ^Qxnbjan (ciinibare), funrjt i 
dam;- IVurotl (xe/.tju/9i/5p^). hund« (canis). himfl ( 
ina). kuni rgenu«). -kunda (-y^yrq). kurifis (ooguli 
]»aii*n (jtiA^my). miindrei (fcopna), mmi^i (o9\ ' ] 
(pondiis). ftindro (reat^üm). funja (veriu«}. fun« 
Um), funua ((ilhis)fc taii^iia f dens !. im- (in*)» und 
quc), undar (fub), uns (nobia) brünna (föos). ktw 
ifcire)* funna (fol). paürpura, bmHa fpecius'^. fc 
(mandatuni)* drua (ruina). jna (vos)* ^tis (ubi), 
te-) knofljaia (genu flectere)- ua - druftfl (tfprodo), )i 
fciipido). fnütr$ (calJiduBV ^rata-fill O^P^«J* g» |> D 
hij^d (Ib^ftnruß). Diefeft // ciufpricht im «tth. 
iiard, raeiftena dem d, doch aoch iio<?h oft einem 
eben t/} fehner i(\ der Übergang in i, «U: ubflit 
geir ifel» nord. illr; ns * XkiM^ {>u9 • altb, li^-, dir 
den lloxionen mehr beiXpiele, vergl. di^ golh. «dj« 
-U8« hnatqvaSf hnafqvja). Die auafprache mag ( 
n , nicht ü pewcfen feyn» Ulphilas %vüide lieh J 
diefee laats für das gr. u der eigonnamen bediel 
Vergleichbare lat. -wörier zeigen ebenfalls «^, alai 
daai homo, folca« tolerare ni)d zwar h;iry;e8, dl 
liünnto man in tibi, in-, erblicken. Da^ die lat. Ü 
gange des t mid u (doch weniger in wurzehi ala^ 
düngen) Tehr hiinfig gewefen. lehrt Schneider p, iS- 
Daa Ut. u. ßlmint in anakumbjan (recumbere). 

(Y) y; als fchriftzeiclicn fiimmt das gr. f völlig 
dem goth. und -tat. v, bedeutet aber dorr einen vi 
hier einen confonanten. In gr, Wörtern, die iie bi 
hieUen, druckten ea daher die Kömer nicht durch 
gewöhnliche« v fondern dnrcb das identifcbe zeic! 
des großen gr. v^ ri.imllch T aus; fo cnlfprang da 
oder y» welches man fich auch als ein v. mit u 
verlängertem ßricbe vorfleHen kann* Letztere fignr 
der gotb, confonant v überalK LJJphilas bcdieute 
reiner aber auch ganz ficbttg, um in 4]eo bleiben 



I, goüilfch i>oeatei 



4s 



*b* II. nicbl gleicb- 

:j n bei #iitlürnnf: dci 

'-« 7 vurwiodoU, iindct ftdi 

t rTemt •« kciiiem ächcgo* 

in paurptir» da» u 
^obe , er Ix-bicUt nicht cia# ^r. ifopiptip« bei («fa« 
fs^ütf» f^** triücn m-f^'-j, fotidetn die gotli. (pracha 

and^a; fcbpji £rüti6r «u» 

M'? Ddher anr.h p^nuJc« 

üCiert wird **— Et» 

üoiüc V cniifonamircb 

ie <lle «tifimmenfmiing zweier elnfa- 

'^irnj ftv . Jich etn51btg« doch 

«^ man benie Totale vemjiüint, 

'i. ai in einen triiben laut zu- 



D<fi|r» 



^^ k l^ L« B •- l* f^ 



r m-furlnf 1 



i doppellaatt nm die 

.^tl erzen und fogar «t 

iir. *EXi/<f0pv Biiailzatbul« 

rhcki iiutte er das griech. a ir- 

n, ivie daa goih. ai ^ aber fei- 

. taut ab uüd buchdab, indem 

nr ffips: und dem ^ ernfprecbend 

u baue. In diefer noth 

- n ai« der zugleicb auch 

iithaiat, Aftßatäo^Uc Marc, h« 

Lc.) Scbien nun l^aiiroa f, Fli* 

land» fo lag )tein geringerer in 

' iinte i; durch e (e) ond a 

. überhaupt daa (angotbifche) 

B « beiracbiet werden mufi \ to 

.1^ Uihöfiütn . in wekbem a durch 

t fcbr 'mi wird, KeiD lan« 

^Hand des anil wird durch 
fchen ni felbft noch ver- 
huog der übrigen ß^lmme 
iieidcn, die Ulph, unun- 



44 



I. goihifeht '^Hale. 



nord. 

4 

i das r n 
at und ^ 



\^^t 



|ierrchie()en U^en durfte, wie In ilib. hlT. e unh e nirhf 
im*-*rrchiedeti find. NHmljcb ei gibt ein di (mit dcto 
gewicht auf a) welchem das alib. ei und e, dai nord 
ri# da» aiigelf, a - und ein m (mit deoa ge%vlcfat »nf 
t'^elchem da» »ItH* e/ da» nordl i? tind ia, da« afi 
und CO begegnen. Regel fcheint mir nan iii fij 
lae goib. ai ftebet vor h und r» das ^7 vor allen 
|en ronfonanten; beRättgt wird fie durch ein v 
Inaloges vcthältniTi zwifchen au und du. Beide ths r 
Und h ziehen . ihrer fchwicrigen auefpracbe \vc^ 
Ion auf den ibncti zunächfl hebenden vocal her 
reranSay?en endlich die ▼erfchtnekung beider vocil 
Ttn äi haben — au//er den nberfetzungen dei 
len ablauten (wo auch auenabrosAveire vor ä. a 
licht ai gefordert wird) und den endangen ^* folgend 
jii (immo). vai (vae). (äi (ecce), vüan (fpirare). 
|ferere). aibr (^offov). hlaibs (panla). T&ibjan (ein 
NQ^jida (debilie). piida (tunica). maidjan (matare}. 
(poHidere). aikan (afßrniare)* Uikan (ralire). 
(figuum)- daila (pars), hüls (fanua). fii Ijan (liga rc) 
(beue). haim (affir). aina (tinna). hlaina (^dot^^oV)« br^ 
(pnriis). jains (ille). gamatna (conimunia« xo^i^oV)- q 
(plorare), flaiua (lapie), taina (fpina). riip (CO 
vrfiiqva (obliquua)» ai« (aes), fraifan (tentare)« 
(caefar). lAiH^u (docere)* ^atfjan (percellere). räifja 
ciiare). roaia (magis)* biiitrs (amarua). gäitei (ho 
haitan (jiibcre>. hvaiteia (irilfcum). nsaitan (fecare), 
teina (blaaphemia), ai^ (juramentum)* diI»{>;io ( 
ai{>ei (raater). hdi^i (canipns). iiiai[>ma (donum) 
(lerum). fraiv (tetiicn). hiaiv (^fxviju^), hnaivjan (d 
jnere). braiv (funiia)* hvaiva (^nnmodo). faiv (la 
f^ivala (auima^ fiiaivs (nix), häiza (taeda), IWoß einti 
megen zweifeL Die länge des ai ift nicht zu bell reiten! 
da auch daa lat« ae eiuftioimt» daa btkanniUch fcbr r*^ 
mit ai wechfelt und dem gr, ai analog iCl, TgU SchfH 
der p. (o. gi. n* Vergleichbar Und: Kaifar, väi, 
aiz und caefar» vae, aevuni, aes. Dem o entf^ 
vermuthlich (daa fehlende) aig fövom, wou) ^ wod 
der Übergang von vaira^ akh. "weU in wola, angelf. 
von jaina in alth, genar, ingelf. geon, engt, yune; 
at^^.m in ahh. eddö und odO« angelt. D^e, verDäm 
Heber würde. Daa lange lat* u In ünua» tommiinil 
diirfie fich uro fo mehr mit dina, gamaint vergleichen 
ili fTÜher in diefen und andern lat. Wörtern oi ft 
varkonomt (Schneider p. 85.) Aaffallend ifl dai verhH! 



▼Ol 



L gothifche vacale* 



45 



tf der übrigen fprtchea •)k 

r ^ ^r. I. .libr» bjäiira inag erft den 

in m% verwandelt faibr, biiir) und dann. 

i\ ^',e liiiar herbeigeführt baben. WilJ man 

uur oinfjcbc confananxcn folgen la/Jen, 

|<n air beideu leisten wörtet der aiidefn daffe 

iMi werde 11« 

reift • «ti/7er den übetfeUnngün dea gr. t^ 

^endc ' aiundi (ßxtcc)- aihiron (tneii* 

in iy;Hir/ iha (lofcns)* roaibftua {fiimia), 

rej, DaLhia. (pUnui) 
; : I ^ jIjiiu (decem; aber 

nij, {>biban {^ji^%%;^ktTy). vaihda 
a* v^aa). ttr (mane). airne (nnntina)* 
re\ bairao (ferre). bairgao (tueri)« fairguui 
n» 'mnn*hi^). fairtit fi-etas), fairra (proful)* 
ji rdj [ZL na), g^tirnjan (defiderare). bairda 
ru hüiriii (gladiua), h*^aubau (verieie), 
1 . r I <}rairnai (mofa). tlainio ((lella), ßi»ir& 
Itrban (lergete), ^iirko (foramen). tairan (le* 
k(ipir)< vaiEild (labium) vairpaii (jacere). vaira 
f^tr^n (ficfi) rairf^ (dignus). Die vcrgleV 
r tero. fero. pecua« deceiu« fex, dcjitertt 
r«. baira» faibti, Uibuo , fiiha, taibtvOt 
dbfiff^gt laoter kurze e (nlmlich e)» ein karzei o 
(bcrt ond Cföf ^ cordta: fi-aibra, bairt6; ein k^r- 
{ha'ind) cardn (bakrut); ein kurzes a vir 
k.iTT^« e llerili« (llairo). ülcicbwohl mnfl daa 
in langer litit betrachtet werden, der ftch 
gpirbirften auafprache wegen (in den meillea 
iß pofjtion da) »nin Übergang in die kürze vor- 
ond fogir in dena einxelnen fairra gemlüaiion 
ich daldet; im alih, e hat fich die kürzung ent* 
Ic^Cii« die nord* mondart fcbwankt zwifchen ia und e» 
igelf. twifchen co und t. In der fchärfung oder 
icm fcbvTanken liegt Utpbtlaa rechtfertigung, da^ 
' dtpbtb, a'i dem gr. a für am utichden hielt» 
er dia rcbelnbar identitcbe äi «u dem gr, ei 



I XUa wmÄmtm anomtriit Ut diu ilih, e^nitnttioti pitttr in 
" 1mm ^PTöFte. (vj^t unuo beim lUn. t») MorLwardig. 
^m Ryft^ntinvr yUi»|#« und >U«)fi. latdinrche rohfift- 
Wi« lorsit»4«i lt. «^ ||pidlA«. g«pidi roUrtibta. 



46 



f. gathifche vocale. 



verwendete. Bedeutend^ da/7 fcKon Jörn andet und fi 
Urkunden dat ai mit e, d.h. e ausdnicken, TgL 
eigranimen fridigerntis bei fencm und bei Amm. M 
pHgernuf in der fynodoi romana von cot. (CoUt* V» 
Zweifelbift bin icli über air und aimt , die vicll 
air, dirua Uaten? vgl. alth. ^r« nord, ar und ndrd.. i 
Auch etwa ^laibanf t^I. das alth. fl^bon. 

(äU) au überfelzt in gr. whriern dia o» indem' 
goth. an ürb lange 6 bereite für 6o in bercbl«;^ gctu 
men war, Vermmhlicb kannte Olphilai aus dem tm 
fchen alphaheth blq/7 otbil, nicht aber 6s (t. daa a| 
o und 6). Übrigens ift aus den bemerhnngen zum f1 
hergehenclen dipbthongen ai leiqhi xti folgern , dnß '\ 
du (welches dat gr. txv übetträgi, alt: Ängnftus» *Ai/l 
ffröc; Haiilns, riÄi/Aoc) und ail (anr übcruagung de 
all: apauAauluSt otVoVroAoc) uiitedchioden werden nsi 
Jenem enifpricht das alth. S und öu^ das angelf,^ 
das nord, qu\ dicfem aber das aitb. angelf. und n< 
o oder ?/, züweilen das angelf. ea. AJfo bei letzte 
wieder wie vothin fchärfung und verklirxiing, au i 
auch hier die ältere » reinere» darum im abbut haftd 
foiOD, au die ßch entßeUende feyn, Belege für au, au 
den ablauten und endungen, geben: baiian (babiti 
bnauan i'^&ix^^^) tiivin (fadtcium), trauan (conlide 
dfiübs (ftnpidus.) bilubi|j (caput). galdobjan fered^fl 
laubs (foliurn). ranbßn (fpoüare), audags (locuj' 
bjtuds (furdus). ddndjan (certare% lauds (homo)* 
maudjan (t/Vo,Mv?o-jf*j. fanda (faerificjum)» fknnd (? res 
hUI), augö (oculus) dugjan (oftenrlcre). buudan (veni 
Idugnjan (inliciari). fdöil (folj. afdaujan (conUiiper'^V hl 
(domii^tis). gauja (incola), ftraujan (flemere)* i 1 

cere). faulnan (contamtnan). änk (etlani). auHan (^«ingrc 
gaumjsn (curare), daun (oHor). gdun6n (Ingere) 11 
(mcrcea). fuun (lylrnm). daupjan (baptiiare). hlau']^ 
(currcre). riopjan (eircllere). äufu (auris)» hdufjan (i 
dire). Jiiuö (Iib*-r). uaas (cadarer). raos (arundo). bll 
(Tors), fkaul^ (iiiiria). fpraul6 (fnbito), ftiäntan (percnie| 
btau{}fan (delere). dda|?s (mortnus). nau|»9 (necedita 
Man merke r) die oben beim i gegeben*! regel Ich 
da^ i auf du folgend eDiw\ zwei puncte bckoiumi [li 
opus Rom. i2t 4; tnuid^s, fecißi ; 0auidcp, judic« 
diuidil (rexaii), fauil , fol], oder fobsld auf das i vv 
der ein vocal folgt, in j* übergebt (laujan, tuujls, gju 
Hkuhg abef pflegt lieh vor jen«m i ^nicbt aiCa 



-votale* 



47 



Hier 



In av (d* h, feurse» • uni cont v) aaft 

*z Utiid4, tnithlii ijavi, niavi, havi rr 

Doch dcT gebrauch fch^int ßch bei 

rifleitt für eins oder dat andere 

a* h. nur f:inü und nur Afavida, 

>), gaui. z) folgt auf dai 

urung in av iiuih wendig, 



Cf kMren , i 

d, Co wir 

■irrt C{>c)t naveia (pl, von naua). Ohne zweifel 
* leibt TOm ^« unil der gen* pU von niu9 würde 
fe baten ^). Bei folgendem a bleibt hingegen äu 
Bi * n. nicht etwa : ßava, bai-an; In fjavan, ta- 
itict lA aber daa v. organircb); j) in dem 
DCiKun iiU, wo das dem 4u folgende i »n j überge- 
btii muß, pfl^ ^ zuweilen üch in ^ zu wandeln und 
daa fdieiat üch wieder indiiridaell xu beriimmen. täui 
tticbt den pl* loja (opera* il. lauja) und s&um praer. 
Bäoida Imttt der tnf. flujan (jodtcare, (l. ßaujan). Hier« 
im^ umcrfckeidet ßch fein: iiiuja (facio) laujis (facU) 
toai^a(fiicu) *toiis (-f4Ctor), Ich iindc nie weder 
ciorn iof. ftanian, noch andrerfeiia fröja Cu frauja und 
lioß drr ccnteqoeiiien regel tnüfte tcao beides tu ja und 
taa^ I odew beides niui und tavi (opua) :&ilgeben ; 

gebrauch nimmt töj2 und täui an. — Alle 
CO bewähren una die au^fprache du (und 
indeoi der nacbdrnck auf a und die tluchtig- 
X» dem doppelhtut den überrTitt dea n in v 
iH r,ibitd aber der diphthong durch ein foU 

hairen %Turde, die vcrdumpfung in 6 ein- 
Man rpreche; liiui (— t^j be-inahe wie 
I t^ta beinahe wie läu/a au«. Zweifelhaft 
mir« ob infid (forte) nicht aufiö lantc. — Lat. 
:er seilen in fol (faoü) Ut^gei, In ocujua (^ug6) 
M o; in inrtfl (aufo), audirc (hjiurjan) augere (au* 
> denfelben dtphihorigen; in caput (haubip) kurzes a, 
daa lai. au nicht mit dem laut o zurammenfaHe» 
;t Schneider p. 61* 6a. 

Daa ^oib. au gebühft* ^oßer den ablauten vaürpun» 

iiu nnd allen dhnltchen • nacbHehendcr anzahl: 

(lomttUttari), auhna ^furnax;. aühtna (boa). daüh* 



FjD^ti l)«1ir. tIeentiiRim ntuH (v»^;. » denn tö ond nicht 
W« muU a«? fcotlie geUrei» hibcn , wiewohl ich bti Wti- 
lUo» Woiae« Bttch kein« foUhe i^iriantt find«) wird miii 
mi£ht aiAwati4aa, 




L golhifche vocale. 

tir (filti). dtdhta (epnlae). dreuhts (agttien). fiuh5 ( 
pcF)» haühe (attiit). nauh (arlbuc) inratihtjan (iiirreiueln 
fiifÜhts (inorbna)* |>auh (tarnen)« aurahjö (fcpiilcru 
ai'jrali (fudarlum), adrkt furceua). auri (berba). 
(natne) baürd (tabula), baurga (nrba). baiirjujdtid ( 
jupiaa). daurß (poria). faüra (coram). fiürhta (timet 
gauia (trttVia). hauri (pruna). haürdi (porta) hai 
(carnu). gatnaiirg|in (decuture). maurnan (moerei 
niauTgini» (m*"<^)' Taüfga (eura). fkauro ^v<?DtilabraI| 
fpatird i Oadiunii gaiaiira (rupttira). vaurd (verbal 
Tatukjaii (oporari), (taurknan (areficri), (laürran (fretne 
Jpaufimö (fpina) vnürftv (opera). vaürma (vermia). vati 
fraifiK^ tinipea bedenken geben: naub, Jjauht baul 
die beiden erfti^n haben im alih - und mitteih* enifch 
i]t*n t;tn ff (nob, dob ; noch, doch) daa letzt© aber 
ilnitctrlh. ein 6 h^cb, auf flt>ch, zocb reimend« alCo d( 
goib. j^ii'iiih, taub entCprechend, folglich hauha) , wo 
die npub. aiiafprache: hoch im gegen fat^ des ^efch 
ten: noch, doch ftimmt, fo Avie für Jiinh die fehr b 
b^e rchreibiing |}^u* Über daa aUh« wird nna Not 
belehren. Daa angelf« gibt f>eah (engl, ihoagh) verfcb 
den von beah (flexii), fleäh Cf*^g*0 i über heaU o\ 
beah bin ich nnfchtü/^ig« das engl, bat high, W« 

J;1eicb nun ein alth. h6h • Ticüeicht auch foha (ml 
em.) anzunehmen ift, fo beweilt daa noch nichts xyi 
haüha» faühd« obkhon ich zugebe« da^ diefe dei 
genden einfachen fpiranten wegen beinahe lauten i 
hauha, faobo. Doppellaut war aii fo wohl als du, da 
ein etwas gefrhllrfter und dazu palTen die fpnren eil 
ger allh. 6 in wönern der goth. clalTe ail, die fonll kl 
z^B o zu bckomraen pflegen, und andrerTeita die na 
dem diphih. unerhörte goih. gemination in ßaurri 
(wie vorhin in fairra). — Aus dem gr. la^Fen ßch ^^n 
oder opvxi (foffa, aürabj6) ävy^rij^, dvp»$ aua dera I 
comui urceua, oralet (OuCange h. v.) vermia^TergleiclM 

(£1) ei, £• ift oben bei dem i bemerkt worill 
wie der goih, tejtt in Übertragung der gr. i zwifchci 
imd ti fcb wankt; felbft das gr, u muß durch ei wied 
gegeben werden, der fall ill aber feiten {EktAnela, i 
leiakeim, VwfsTfi^ loreim). Mach dem vorgang d 
diphth, ai und au ein ^/ und el zu unterfcheiden, 1^ 
techtigt une die vcrgleiclmng der übrigen dämme nldi 
welche Aatt de§ güth. ei gewöbnUcbfl ein / zei^^en« 
isag nun h und r folgen oder nicht, v^gk Ik^irs nof 



I» goifufche vocale. xg 

\j\ T^rihf «Ith. *^Ht, Ob in Atf goxh. aiufpnch« 

1er i liege, i(l Fr^liwer zu 

Hg zwei fo dütiiit'r Jauie 

lii bensct f ditf oben f. j6. ai]g**f?i^rten 

■^ J«:a r* » **,» »L.iij> bi ö (CO), aWilrcYreit» iö ä* 

Ki^ck (clkWKt^f fcbcint c« fiuf ilk^ fra^e ^u 

' 'ini in dem gom. e flecke, 

t? Weder da« ahh. o 

' lern W4ihrrchrin- 

. li 1 in der eigentlich 

ier für iich lu der guth. fprache 

Ihn doppelt d. h. einen trlpli- 

«nen, wäre iicbcr falfch. Vollkom- 

b. ei kotii Kweil^ut in allen iibn- 

1 »hh. W vielmehr uiülaut dts 

!f'S neuh. e/ zwei* 

1 ft alih. ? und ei 

^Jiiia der aosfprjche ganslicli daa goth, di witd* 

fir dem ff In deti cndang^n find die wichti^Üea 

* ' ' (ea). ^ii (ut, quud>, tirei- 

. b CAmte). hieidumet ( fi nilha). 

fitiaj. fteig«n (Tc^jiKic^re). 

i iiire), |>eihan (crcfcere). 

\t\ (premerÄ). veihf, TeihfiB (vi- 

..i. y.„^^t], leiK (caro). leikan (placerc), 

). retka (divea. forliö). hvcila (hora)» 

'elna (dcind? carduu«), Keinan (»er« 

in), meiiis (meufi). qveina (uxor), 

ilv^uiiii tlticerc . fccin (ru§), {»eind (tuua). 

am), greipan (rapere). fveip-iin» (inundatio). 

'Ofetnor). fl;ciif (clania)* beift (fermentuna), ci» 

r-rr*.«»t ' ''»»rmii ((iiipere), reifan (cadera). 

• beitan (cogere). heitu (fe* 

cijT«;, icjub (paTftia). fineuan (linircj, 

blei^ (laetii*). blei^ra (tu^iriuni). 

' i (iuvidia). fei^ii (fero), 

e). htieiian ( indinare)- 

iUia). fprivan Der überlang dea i 

fi,» Am i\t% r'i Lt^Teiilirh * daher ^ö x. K 

t e» ob flicht lekfts die nr- 

Ma aHh« lahhi eher nmtb- 

und qveinSi hl^ipra und 

j niid ci6 nord. vir und er 

.t kuf^Iautigp gerade wickle 



so 



I. gothijche vocale* 



rHOrd. datlve tner, {>ir, fer fchon im gotk roU. 
•fi$ hei^cw, dem allh. mir» dir« w»r* ir* paralleK 
JJiiiraong de» ei in i tiiJ&t fich au'th in dem verhiltnifi" 
l^wifcheii qveins und qyin^. ÄuiTallenfler itl djs jihb> 

!u3U neben dem goih. leitih, wiewohl j^ti«, j>7i tif 
[•üs- neben*dir, ir , ir- (und nt-) auffchlu/? gewähr 
rVon lat. wortern liegen: vinumg liimm, vifero» vli 
^unächll; die Verkürzung de» i in i ergäbe Geh in-lii 
\crgl. mit -ieik§i das auch im neuh. -lieh lautet; 

pio (in der compof. -ripio) lie^e ßch zu grelpan halld 

(!U) ifit reingothifcher diphlhong, der Geh mit 
ncm ^r. laute begegnet , folglich vom gr. v, für w| 
chea Geh Ulph. de» confonanten v bedient, abg< IrgcÄT' 
Zugleich der einzige mit vorCchlagendem i, da Jcr G< 
kein ra , noch weniger i^, id kennt. Zwifchon tu 
ja (z. b« in |a p jam ; ju«, vo8) unterrcheide man fo^ 
fam *), denn Ulph. fchreibt niemahla ftjura, njn e| 
wie er haQan etc» fchreibt, ju iß mit dem nachdru 
auf u auszufprechen fetwa ju , beinthe gn)* iu hir 
gen beinahe i-u, doch nicht zwciiilbig, fonderl 
Dies gewicht auf i erweift Geh wiedenim (wie 
bei äu) aus der verllüchtignng des IcichtCTcn n in 
fpiranten v und 2 war vor jedem folgenden vQcal: 
gen, trivis; kniu, dat. kniva; ^lua (famnlua). j|^ 
(famali), J>iv^ (famulorum), ^Hi (famuhi); fnivan (U 
ß, fniuan; qvtus (vivus), qvi^<iizp (vivorum., aber 
quiiinan (revivifcere), Mu/J daa folgende i, tincs 
ea folgenden neuen vocala halber, in j. übcr^then,] 
bleibt iu (wie oben ua blieb), oder kehrt zurück, x,| 
jjivi macht den gen. |>iuJDa and die (anzunehmen 
aber nicht zu belegende) ßarke form nivis (novna) 
Tchwache ntuja ((prich niu-*ja zweiGIbig). Da 
diphthong überall f?i (niemahia ir/) hat« fo kann der 
Cent auf dem i gefpart werden. £a Gnd nur we« 
Wörter; kniu (genu). niu (nonne). triu (arbcir), 
(carus;. ^inbf (für)* biudan (offerre)» avilluddn 
pivTuv)^ biuda (menfa). |»iuda (gens), liudan (cr€ 
hiafan (oder hninban^ ptorare)* liugan (nubere). 
gan (meniiri). binhta (mos), hiuhma (mnliitudo). Uu| 
(lux), niuhfjan(vintare). tiuhan(ducere}. ]^liuhan (,fuge 
fiiuja (novua). üujan (fuere). üuks (aegtotua). hJii 



*) FllfchlicTi rckfeiban Zahn «nd Reiawald jup • }aiD]g 



I, gothifche vöcaU* 



£1 



^^"^ InrojA (mfiliimdo). niun (novem}, fluni frifio) 
rtoin)« tiiüpi ((iTMlffiudui}. hniiiiiac (rtimperc>. 

re\ knu- 
rt^>. iiu :riu i* riiurati 

^ ij> ^Ctfif' cf ffera» niütb- 

iwg ti. «iiiis» dif, pL dthzam M«tc, i,i^). — Die 

Irecbruiien but« lUid im sillh. in , io (la) und ü| 

'flC eo ttiic* $. ini nard, tu. ^, fOt ii etc. ^ Ichcm 

io und u berühr«» tich (^Irkan, cUniierü. ft. 

rrft lifikifi« daikU ttukan). Hierher gehört «uch 

lin ''X (liiiliaj>) . döro (tiuha); Atn 

g ji t viVüs (qvtnd. q VI via) uiid felbft 

^toA , tH' '^^ o) rergl< niit ninja, ntnn 

_, die r- *^ o *" lange» und kurxei t 

ittrider p. IS.} ottd d&9 gr. »tfo^, lw^;i ' envAgung 
* ^11. ^^ 

* ' ' ' vorale. Von einem itwlaut der* 

|^»i mtich die worzeln d, e, ij vv^r« 

'II düng f*;*fi;cMdri i oder cl iiirht 
» e« hri/7t iha (lUciu) , ohiti»» 
^iHfani t»iigi* bii|tN » balgini; d^d»« d^dja ; röra* ganVii. 
jfi^ ,^.-» J...i, .iqe Veränderung de* laiits eJiisetrcten 
nicht fchnfb, oder nicht fchrciben 
ue'f ' * jenes, Wfil feine fchrift fonft fo 

feififf« . ^ «ci^e; dieft?)i# weil er fehr wohl 

tif, bel^'im hätte Ich reiben und die nnterfcheirlung 
e nnd ^ eben Tn gnt fetne?i Ictern antrauen dur- 
al« die det o und ü. Denn würe em umbnt v(»r- 
^. .,...vefefi» Tu inuRe da« e der »usfprachc dcB ^ 
'-T gewefen feyn, als der des si nnd dlcfes 
ifj^n lefrrii nöebr iinbeqUeraliehkeJt ^^cfürfachu 
liute« die üJJin fiir nmltnte de» h und lÜl gehen 
rollte, klar «it denken, wäre nuch nicht leicht» 
Jlch Isg die an^fprarhe des goih. fe dem »hh. 
Ibcr aU defTf» grnndlantet dem ^, Düb ahh. Oi 
|ifit miiiclimihf ollen bare ab weich itn^ au# einem 
iu iifid dxß e» anderemahl in i/^ ttmltntet* ße* 
H noch kehie ctrifhfetziiiig de» Ictzieni mit d^ni 
i.i , da lii-lleicht heiderU»! diphihongen zu tTnter* 
1« mir aUo ein, t\»ß der (kiihe 
ito nnd trl'plktc c» ftht wohltau» 
'to>et ffben au]p;iubneu aoTidil vOlt.delfB Mrcfen de» 
^i'*\% überhaupt, ^ Dit (chon im goib* vtH^iiit* 

ii 



^9 I. gothifche confonanten. liquidae* 

denen fparen eines irocilwechrcli in unbetovten cnüon- 
pen wifd eine bemerkung ftu dem aith. vocalfyßem ni- 
her anzeigen« 

Gothifche confonanten. 

(L, M. N» R.) Uquiäae. Alle kommen aU an - In- 

ijnd ausUtit vor, von den anlauten I. n. r. untcrfchei- 

det aber der Gothe genau die afpirierten anlaute hl« bn. 

hr* vh vr. (wovon näheret bei b und v) und fa we- 

fentlicbt bU die fpHteren fpracben noch die anlaute 

fm. Tu. von den anlauten I. m. n. zu fcbeiden verP 

htn. Das einfache l. m. n. macben keine weiii^re ht 

n^erkuog nöthig. Das einfache i trennt lieh febr b€ 

iitnmt von dem einfachen f nnd die %'ernicngung 

Ider erfolgt erd in den übrigen ftammen deutfcher fprac 

ffinehr hierüber beion f. und gleich hernach bei rCj 

Die inUiitenden r find haupirächllch: ara, arjan. maff 

hTarjit. harjis. fvaran. ^ kara. karja. faran. farjan. tk 

.ferja. fv^rs. merjan. hiri. bairan. tairan. hairut. Rairi» 

»irns* taura, baürju«- gaärjan. haüri. fkaurd. reirö. fkafa,_ 

ßiara. fliuran. Aualautende: l^ar. hvan jer, ur- 

vair, daur. faür. Über die anfifprache dea r vergl. 

aben bei dem ai und au gemachte bemerkaog. 

gemination der inlautenden liquidae. 

(MM) blq^ nach kurzem a, i, u, Tvamm (fpongii 

;^B/Iatth. 27, 48 doch Marc. 1$, 36 fvam; gavamm (ir 

purum); hauptfall die dativendungen : ramma/im pf 

^nom, imma , himma» (>amma , hvamma, ainummehtl 

neben ninömehunt wegen des vorftehenden 6* 

(NN) wiederum nur nach a, i, u, eigentlich 
die fälle des buta und ablauta einer conjugation: briiii 
rptnnan, rinnan, ginnao, llnnan. brinn6. rinni^, mit 
liinnna, inn, inna; kann, brann etc. manna, 
kannjan, rannjan; brunnun etc. brunna, funnö • 
nan» munndn. HtluHges fchwanken in den einfac 
laut« fowohl bei anßc^endem confonanien : rant ioh. il 
50, brunllfl, ala touh: kuni (genu»)^ branjan (aret^ 
Ibranjada (uritur) garunjd (conflnxu») mauag«^, manbc 
ilDanafe|>a neben; manntfka, manubun* mannafA^. V| 
[in (in) inuh (ßne) mit inn (intus, intra). 

(LL) nur nach kurzen vocalen und feiten; die ei 
Islgen belese find: alla, allelna, fill (cutta) fpill6n, tuI 
l(lana), falls. Einfachea 1 haben; vllja« huljan, ft^ 
(atelua) u. a. 



L gatJiifche ionföfumten* liquidäe. 53 

Die einxi^cn t^lls Snit ftinra (longe), jlaur« 

le) omJ hier fclaeitit rr tJicht wtirzelhaft, fon» 

\mw dirfr« aber aus einer fyncope entfpningen. 

M^ni» da« rn su iflimiJieren , iß progrellW. ^« 

Unter dea v^rhindmigen dir liqiiiden mit andern 
. (cbcto«n falgeudfi läOe dia vi;tchttgfteii '^). 

^) ^ -'^ filbö. nibJ. (LB) ildi. faldan. haldan* 

kild#* mulda; fp^ifkuldr. ülda-. fpilda. 

Tilila. (volui;. (L|>) balbi. -falf^s. gUJba (falx) 

el (utf.rut> fayl^«* vitpi (ßlvellria). vul|>ua. 

lia« Uli. (iriiaiK ▼altjan. (LZ) ukjan. 

irobt». Kumbjati* lamb* Ttiiiba, (MF) fimf. 
,...441. C^'t*) ^a<jvum{?a. (MS) amfa, fvumfL 
leducm] pramß^i. 

i»f kintnt, (ND) andeif. bindan. blindf. 
bundi (caiüa)* klndins. -kund« (oriun* 
; |aud. mufida ^memini) pund. Tandiaii. ftandan. 
indjan. iiiidar. %*indaa (in^plvere) vind« (venlus), 
dt« ilc;% tonen der conjog. • nd nnd - nä^* 
^ %u fin^in» bint>an (capcrc) knnjss (notua) 
\ lunbfiQ, ßn[>i. fvinf>«, tun^ns. vinjjjan (ven- 
fß. NK, NQ.) ßcb bei g. (NS) an«, anft«, 
nCa« htttifT, konfi«. plinfjan. |>]nfan. nna, vgl. 
^anicxs: ildcfonii monefona» anlimundy trän- 



U V I l 1 » 41 f . 



— *:»* bam. fairni, gairnjan« bäum« 

«n. qvairnua* fnoarna* (lairod. 

S. RZ.) airzjan. fairzna, marz« 

(KD) bardua. fpaürd«. gairda. 

(f\T) aurU. hairtd, fvarta« vaürta, 

:.._ :, i vair|7an. vair^. 

^i^t ffnifprache nnd hidorifch wichtig iß eap 
I^ :ng und gleicbfam vcrwachfnng falcbar 

.. ^.; aciitai. Sp'itere mundarten sdiEnilieren 
I, aber ttadt folg^tcchien reihen, z. b. fie wandeln 



fhfiibatilehre: di» «ndtrii bior £iber* 

'^ /in, r^. r|?. r^. rk, rm. «ic. vr«r» 

^ift«B in d«i woftbiklttxi|^iUbia 




/i4 I. goihifchsconfonanien, liquidae. 



mh ii^ mm: rn^ rx in rr*); wp>, /t (nicht ibcr nd^ 
in »«• /l* Andere ßo^oii da» w vor f und r gün«l 
1119, wa5 vetninibei^i li^ßi^ dstß ve vor dieicn buchiM 
(vvto Vor den pututBleii) ttnilif nafai gf^wefeii« ala 
doin <r — Übrigen» fürdciii ille a '' ' Ind 

gcii mit i, wund w, -glfl^h den pn n, I 

in drr vvurzöl a, i* n. - Dlfc mit r hinsitgeti, gleich c 
tr , haben a, oi^ aü , niemuhl» cin^ii 4ti«(ern vücäI c 
diphth. vnr fich* Da nun faninu liehe ai und mU dt?i 
die fiquida.r Mgx* im allh. elniMi kurzen voral, näm 
anfangs i tind « • baM aber und daneben e und o 

Igen, Tq ftelk »ich di<^ reg^*l auf, 6»ß Kruie deiitl 
•\vurzol ^) im inUiit Hi|iuda verdoppelt ndi;r mit soi 
contnnanteu \ rrhunden an^ier« h*idcl, h\h wenn einfj 
vocale torati^g b' li. Zagfpjch wifd die nr'th wendig 
der nnterfebeidut^g dei gnlh, m und au einleuchten 
geworden feyu* Im gnib. rinndt (nonn»), was 
ge^f^n jene reget aiifiihnni könnte, i^ iuuä niche l 
Z9lhAU^ foudem -da die ZM^iiretene endung, wi« 
huu~da (decimn*^) xri^l und Iclhft nf^m ill skud nrfpri 
lifiher z>%eii»lbii:^keil (ni-iin, wie laih-iin) in de« 
ßliji^^cn diphlh* verengt wfuden. Wirbliger wird j 
grnndfgts tür diu beirartitung der silth* abinnte h 
^wiaiti hier ift binirii keine endung «ngeireten, 
vorncii mnyr der dipbth. in ein älit-ree hi-alt, bi - 
hi-bait au^elnfl werden. I^ben fo ^serfjlU da» 2;w4 
bige ibiarn*! (vitgo) in ein dreildbiget fiiiberes thi-iri 
Id mittrlh, aufiimmcnÄi* hnrif^en , die ff hcinbar dci 
fundencn reget Avidcrflreiten , a, b* lertr, ille, %l 
fwuto, venJiih iVeb die fyncope und die hinten a 
heftete eiidung von fclbft. 



(V. F, B, P.) labiaUu V der blo/e lippenfpii 
( die afpirata, b media, p tenins; die drei letzten 
gf« (p, ß, IT. in den eigennaiueu enifprecbend. 



t) ^fe^* ^'** •*^" ^^ ^^^ *^^^ i^°* ^^' Butiiöinii p. 84* 
••J fcb fclie btcr d»vnn ab , d^Ti ftlbft waini triÄii einta 
Ler«ti , ting4rrchäi:rtL-ii goili. doppellaut ii , iu ror dielü 
annifiintt, die obi^« rr;>cl immer d«mLC siu Tchilueu 
wird. <iaft in d«n siif Ira^e komni«tiden fohevnbaren 
zclii diu iu|'4ii)n]«U£iebtin^ titfutliehrr alt fojijt borvor 
d. b. dis swciülb. VAitp-tn mif riu Alteret diei&i 
fiir-ip-fto weilt» und lo mit «Uey übrigen» 



1. gothifche confonanUn. 



labiales. 



SS 



(P) nacht kehle fcbwierigkeit« ee iH von h nnd f 
ge ^(ircbiedefl und tritt al« an*in-tind anebiit sluL 
!•» Ton in- nnd autUiiten: titp (furfum) 0\ip (na- 
(fi-mur). rt^poo C^i^direJ* v^pn (afcnsi}, diaps 
it»}« fipdocl» (dlfeipulue)* riip (corrigta). vaipa 
k) Tipji (Corona) fkapan» Ikäp. Hepaii, fai^Iep« 
rjiq^an. hUitipaii. kaupal jin (cö)aphizare). 

I. nipnan (nioercfe). riupiiii (evellcre). 
:t (ciauiare).. hv6piii Cj^lHrlari). hniupan 

,i (exitn^uere). fveipcuis ( iiiundiiio}« 
c'i* hijpan, ha]p. ^^ AU anlant nur iti 

II. die mt'iQciis fremde fGhcineii : pafka» 
j, pifkiketiia (x^^nitßV) i pttka-bagms 

atii dem lat* picea» gr* xsu*^ ^ d.h. 

Näh<T zu priifea bleibt der 

1. plapja (p}atea). plats (alTu- 

pusgfi (marfiipium). — Dem 

fdthL gLekhfall« die teuuis p; 

Et 



IctH« 

p). ptind (p<^ndiu). 
ing Ir 
|liUII>. 

tiurd* n 
i die afp. 



,,^.,i hdiiiBg; dte fälle ßnd in dem ft'oflar 

ikU Inlaut gleichfaUa häuÜg* fowohl nacb 

ab doppellen vocaleti: aba. • aba. abr«, ^abei. 

frnthMn^ liibaii, faban, iba« ibiis. gibli. IvibU. 

^ ftibna. - uba. ubile, 

u8» draibjan.^ vaibjan, 

^[«n* ^Jaohjan. buubip* raubon* dreiban. graba. dubnan. 

lan. dubo. liabs. j^iaba« Deegleichen auf iiqiiido 

td: balbf« falben, ülba. dumbnaii. bvairban. Tvairban. 

' ^ ' ; T ^ ^ - a bcf fggeloDä ^ig mir nach, 

• b (terbl). du lii^. lamb. 

ti ygcjl vuiber. ja I^^utet ee um in f. ab ^ajubgi^ 

Jm aer. f>5nf / b^i'f ; ^iban, grabaiiT'ini praet« 

n ; im imp. ^if! graf! 
^-_ :_ - , iDoa rfoliai, lauf acc, f; 
Dch <.*tot^e fcbwankcudc formen ; grub 
IT ß^ g^üf; ivalib Luc. 3« 42. 6, t^« 8« t; nmge- 
laif» 0. otatb§ Jüb. 6, )5. wicwobl bier daa blo/7a 
' ' mach den umUut dea d in p), 
^ ) und uf (unter) bei angcbangiem 

In «bijb« tibüb übergeben» fo fcheinen Tie auch 
«o rechnen, allein afar (potl) ufar (fuper) lauten 
p, ubar. Die bi1dung6t;ndung - obni lautet drel- 
^^ UJid «weimahl -ufni. Sogar das Inlautende b 
; lor < in t Qia: gad (dedifti)» groft (fodüfti), fra- 



56 I« gothlfche confonanten* labiales* 

gifit (defponratio) wiewohl Luc, i, 17. die ansnabi 
I Iragibtim. Van diefem fi foglejch mehr, — Dem gpil 

b enirprtcbt da« alth. b, fii wie dem umlintenden ii 
' laut f (las alth. p; im nnrd. b dem goih. anlantp abc 

bcitlea dem gotb. in- und auilaut^ letztern alfa ohi 

uniUur. Wieder anderes zeigen dio fächf. mundaru 

fF> äle anfallt häufig nnd in den gloflTarcfi %n find 
bU inlant frlfner ! afav (poO) harjan. lifnan* \iUtu 168 
' ufar (fuper). hnfum (pJoravimiifi); nach liquiden : vwll 
'hanfe; vorzii g Uch vor einem nachftehfa deilJl. aU; «fn 
*ina. iftuma* hvilftrfi« fimfia fkaft». hafrs. gagrefiB« hltfi« 
s^fkufts. niimfts. nfta, ätifi6 (g^ft, grufr, gifie find vutl 
beim b angj-fiihfi), AU aui*Iau t_t_ a»^er dp 11 beim ty I 
Ttihrten iimbutyn ^af^ gfof; nneta_in ai» uf« fimf ai 
ohne aweifel in den formen vn\f face.) hanf (mmaeni 
»nr.h in den griecb* eigeniiaman» aU iMef (^l'nijij^) 
fluditi^ (nicht lufebis), — Das goth* afilantende f 
dem ahh- nord» und fächr. f gleich; bedenklicher ftii 
die in- nnd aiitlauif. Der inlant /i zwar entfpricl 
auch im alth. nnd facbr dem //, im nord. aber dem n 
Die librigen in- nnd au^lanie f entfprecben dem illhJ 
nur dann, wann Ire nicht in b rücHurolatiten. Ell 
i%*eilerc vergtt-icbcnde ausftihrung gehört nicht fehfl 
bierher; hier fragt üch hlnß : ob der Gothe zweierlei 
auigerprorhf'n , wenn fchon nnr ein seichen daftir g 
rfcbtieben habe? Zu erwägen fcbeint 1) da, nach all] 
re^el fdlld ein ttmlstvt einiritt, im aualant die U^ 
inlant die mfdij» ru fteben ptlegt, ff> fällt im ^^ 
^.»ushmtende affnVata und innere media auf; duch seiJ 
(ich im goth. |> nnil d etwas analoges und vom alihKrl 
und d wieder abw« icbendea, j*^ne rtgel kann alfii bl 
Hiebt geltere 2) nach der bekannten gr. rcg«»l fiii^en f 
afp. mei\, und tcn, jr'de zu ihres gleichen, niebt 
verfcbiedenariißen. Hierzu fcbeint da» nord. pt htß 
ftu fttmuieti, aia das goih. und ahh.^V* — Soltren fil 
die zweierlei gotb. f fo annehmen la^t- n , daß eil 
ein afpifiertea p, das andere ein afp* b wäre? fcjljtld 
l,f;h nud hh'i An imd für fich ift cini^^iucbrend , da/T ri| 
Totlßändig entwicketie afpiralion nirhi allein die t»inii\ 
fnndern auch dio media treftVn mii^fe, M wäre aiUdai 
der natürliche nmlant des inneren b in dem aanlnt 
blaihs, acc. hiaibh» womit Ürh auch dua frlnvanl 
awtfcben h und f in folrben fällen eTklhrl, Üi< fea 
^wild durch daa aliläcbf. ^, fo wie durch das all- 



L gaihifctü eonfonanien. labiales^ {7 

V laeUuchtet werden, und gewinnt ^urch dio 
tie de« dk (J) and ^A» linier 1 von th (^) 

»eiche der Goltie nicht niiiiiLii.idet oder gat 
^ 11, ph fcbiene düS goili. f in wortern wi« 
_if eir* fa wie In allen anUuten nnd es 1(1 Keii* 
;il«iil wnlerwütfen* fo wenig aU p. VarlSrifig 
~1 noch f' t von diefer Verlegung d*'e f 

Irien ^ Tliche be^eichnung ^ebrJiucb 

Icliro . ^»i tn die vielfach ver- 

^ b ^ i - nach dem fchln^e der 

^orbflabenkhre lu einer vergleichenden' tabelle 
rcrdrtt. 

^def Uot dei blo^/Ten wehens, wie er aus dei 
bcvvrgnftg der Uppen hervorgeht, glcichfa m 

;m \, da« 
SclLfl das fcTiriftzei* 
iL Igt worden, ift fürni- 

Ferrii mit dem gr. u und la;* v, entfernt lieh aber 
gc{Ult de« gelb, r/, dte man ein nrngeftürstes u 
leo kann. Byzantiner Ich wanken hier in dem 
der €*L^ - ^n goih, (Vanania , bald fetzen üe 
$fü t eil raiberi /!?«vd);Aot; ßxvixkxpio^^ ßjc* 

«iften ouavixk^tt otiistHiC, ovttrstVm 
,,tc eic* Beiderlei fchTetbart 
reebi Wenigen; ß euifpricbt fcbon in aligr. wur* 
|üg dtm lau v, la latcinifclien wechfeln b und v 
ier p. 226- 22g, znmabl p. i6d, iiber d<i8 fchWan* 
fcben ß und oc^)* bekanntlich haben die Spanter 
dia neueße zeit jenea für diefc^ gefchrieben. 
reibung öv erklärt den urrprung de4j doppt'Uea 
, man fetzte mi oder z^>« inn den unierfchled 
vncal H oder dem ?>♦ welchem einzelne mund* 
lue ctb5hte lippenaut^fpracbe beilegten (daa hochd, 
an bh und endlich f), nievklich zu tnachen. 
arisben uv tind felbli ifu, die dem gr. öv gleich- 
nahe kamen und die auflofong jener byzanii- 
06?, wo I *ja folgende gnth. it ") und felbft i 
uutei ';: («(JA^*A»c wiifc of'oi/AipiAÄC pewe- 

fn Ut* einiache u verdient tadel, weil der Goihe 
di^r Nor de, d«i v vor dem u wegflö/Jl, das i 



cO|i, t, 54« TgU mit aJ)«v^ fltbt fat e»g4ff*viv. 



58 L goihifche confonanten. labiaUu 

Bieb dem v aber dtirchaus nicbC fehl«» dtff. Man U 
lo bei Ul fcbrifirt^nerti und In der vetiion der faj^a 
^ttiiirchen: tilphiSjs (nrbeti vTiIphitit nnd fogar gutphilj 
iveil difin uv, vii das ^n wieder verwandt war) mul di©^ 
falfchen fürmen: iih^^gns, ulhheus eic. für vtlig^ngi^ 
Tilithffns. Ii*»frcin»l<nf1 auf den erQctl anblick , aUtI 
Coiifequfoter ifl die fchreibttng fthi ft. ui^i oder ii» 
fi« ua in de» fiihfcriiitioTien weßgoth, eoncüieii 
b|6. 7. iih^b. aU iibili^if<;)ii6t nbidibif . ubidcricns, lll 
^dita, iibinediriua« uhaldefreHiift« nbifandus (cnnc < 
IIK Vl[* IX, XV.) Die ver^leirhiing fo maiini^fil 
|*fth«^€ibwrifcn, bat nicn finmabl ihren gruin^ ni 

Tvcnnag weiter nichts zu lehren odc^r zn b- 
rKabcn nnfl an die Avelt genauere fcbieibtinj^ in bii 
rioih. texte felbCt an halten , utn die befch^fVcnhr 
f canfünantcn v naher kennen zu lernen. 

Ein bedet?!ender unterrchiifcl *eij^ (ich fople'ch z^ 
lieben diercm halbvrcal und detrj andern, nänüich den 
[Da» i (nicht 6b$ äi , eij wiid jtden&iMt, fo oft ein V( 
► lieifteht ßch in demfelben wnile, nirht bei bU*ße 
^fjftnmienreixutig) darauf folgt» zum f; il*»« u wandoll 
JLei folgendem vocdl nie in v (vgl. Jf^fnb, Jefua), ifirM 
|wo Cfl in den di^.lithongcn du mn fnl^endem i» eip 

>der 17/ fdesgL im hiann jti) mit jcileni folgernde« v« 
[votkoiumt; fo entrj>iin^l aus bilnan« qvius« nio§* kiu 
^liAvi, qvivia» naveis, Ktüva, Ein anderer unieffehi 
|»das j ift anlant imd inJaut, nie «UdUut, d^a v at 
tiaiaut und auftaut. 

Die Hille dca anlautenden t zeigt dai gloIT^r, 

[liilfint ftvbt CS 

( "I ' ' 

I) nach vocakn a) im falle jenes umlaute dea Aq^ 
jii in av^ iVf 4Vf die beifpiele fnrhe man oben 
k den di|>hih. üu , in. ju wandelt firb in den d*?clta 
y tion^endungeut z^ b. funju$, fnnlve. — b) nach €li 
fachen voolen au^cr jenem unilant^fdll ; ruir itl 
favai nnd flavan (liiere) erinnerlich, «twa die nr\ 
i| form viduvu — c) narh dun rtiphlhungt n e nndl 
feUrn (nur; fevjan , fkevjin, vidovo) häutiger vor 
und ci ^fniivf , äiv<i« hraivai hvalva, bnuivjan» fiivi 
rpei\an« hetva) 

a) narh CMufonatiten und zwar nach /: balvjan, malv|a 
vAlvi«iu, vilvan — ^ nach // : nianvu (paratnm), inaai^ 
(fumptusj manvjan (pararc) — nach r; fp arva» aivjä- 



!• gotliifche confonanten. labiales. 59 

«adki: nitiva, fidvör, bandvjan, flcadrjan — nach ht 

i^ta, friü^va (ft. frija^va) — nach f: gal%'6, vahtv6, 

6 — nach :c: izvia, ubizva — nach ät: taihrvo — 

\ki abva. aihva, faihvaiK fsirhvus, ^cihvö, nehva, 

wiu — nach g und 5«^: bidagva *J, triggva, rrigg- 

lifei« Cißifrevaii , oA'tiuiere), figgvan (canerci bliggvaii 

.^Mdcre) afigviis fangniiuo) gla^gws (foierfl) — nach 

• •^and ^q vi" dieün fällen macht qv in der Tchrift 

I cm aekhcn aus): vraiqvs (curvns) {>Iaqvu8 (teuer). 

i laäTqra (mullia) vrifqvan« Üigqvan (ijVfißxKktiv) ftag- 

\ t fvjaa (impingere) igqvis. figqvan (labi). • . 

^Mledea auelauta find: aiv. hXixv. fnaiv. hrair. vaürßv 
■iDihlich. auch balv (nialuu)) malv (arena) und die 
iMen praet. fahr. valv. 

Nach dl^fer nsufterung Avird firh über die ausfprache 

illfoih V füglichcr eiiticbeidon la^on. Ob der anlaufe 

V Khr W\c das neuh. uy oder m^hr wie das eng), w 

fi.L mit rchnelUnn vorfcblag eines n) aiisgerprocheu 

Worien fej, ^vage ich freilich nicht zu bediujmen. Für 

I redrt die hochd. rord. dän. und Cchwf d. gewohn- 

— (ÜT diefea die engUfche, von dem angelf. kann ea 

\ Muoptet werden. Für jenea redet die byzant. 

'baD| 3 -* für diefea oJ« üb und das alth. uv^ uu^ 

vn aber auch darum nicht einfach gefchiieben 

^lan durfte, weil v fich dem f laut genähert hatte. 
.{nind au gunften der erften ausfprache fcheinen die 
er, wo dem anlaut v ein u folgt (vulFe, vnllö, 
09), daa gerade in ein aUh. o übertritt, fündc man 
nvolf ausfprechlicher, fo niüße von uvnlfs das ge- 
beil gelten (vgl. Schneider p. 36^?. },6g. über cervoa 
cerrna). Der nämh'che gruiid fchicht lieh für die 
inlaute ^vu (fairhvus, manvu) und in den auslau* 
mß 6%B V mehr der fcbärfere confonant, als der 
are vocal gewcfen feyn, weil (ich diefe fälle (fahv» 
fapaic etc.) nie mit dem auslautenden u vermifchen 
faihn . valn , baculum). Wollte man die inlaute 
aira *0 wie ainva, einva fprcchen« fo \vürden 




'^Vm däm iial. piiocco können das gotli. bidagvt und gr« 
«n,j^* ftreiten. 
I II«! oncarfcheid« die fälle iW, iv9i%\ heir, heiTii ; vaurllT« 
VaAffivä» eenaii von den umlauten triii, trivii; banau, bavi. 
iOKCitbifch triu, tnnTii; hauao, hauvi wären, eben io 
wdrdo et Icyn, Ton iivis, heiyit etwa den 



So I. gothijche eonfanaruen. labiales» 

£11 Tiel TOcale 8uf einander (kößen und sarammeniK!| 
Vk^in entfpruiigen Cayn, die man wohl anders gefch^ 
Chatte. Gerade die einzelne aoanahme ajukdu|» (m4 
jtas)» das ich mU ins .airul^r1ii|7 erkläre, beHätigt | 
|4te regc'hna/^ige iiichtztiraiiimenziehang. Eher inäil 
^die iiitautenden v, denen confonanxen vorhergebei 

andere vocale aU 7 folgen , fanftcre vocalühnlicheri 
^fprache fnrderu « g^itvo^ manvi heinahe wie gattiol 
"inii obfchon umgekehrt lat. dichter tenvia, genw 

|;entia, tennia macht«! (Schneider p, 364.) nnd t 
jnfonanimä/Fip aurgefprochen wohlklingt. Eiwat 
[anderes iß. da/f allerdinga die meiden in- oder ai 
bilden goth. v urrprünglich eingefchobene bedc 

labende 7^ ivaren« daher fie fpäterhin (gleich den 1 

ielcn, vgl. gatvo, vahtvo mit dein alth, ga9?$a^ wi 
sanvjtiii mit tnittelh. menen und fcbon efoterifch im 

felbft Itdvor neben fidur. (vgl, Schneider 332. 3J3.) 

arJäutert manches in der Wortbildung, — 

gemination inlautender labialea (pp* bb. ff. w.j 
JurchauB keine Ilatt, blo^ den hebr. namen AevI 
'ch Laivvi, deapT. (jaßßatToVt fxßßU /(P<p*^» (Marc* 7 
^ikiinrec: fabbaio, rabbei « ailYafsa, Filippua wiedei] 
ben Einea goth* nftraen YpiTriruf bat Frocop t • 
Von hierber gthurlgen conronanttrrr^/nJuji^c/j fch^ 
folgende die wichtigüen, 

1) anlautende, die man in gloITar nachrchlaee 
BN, (nur biiiuan » fricare) BR. — PL, PR fch 
fremd — FL (daa rindige (lekan. Tgl. f>L) FR 
^K) — VL (bloyj vUia, vlait6n) VR — mit hn vgl 
hochd. u nord. //^ In der auafprache bl. br« ] 
herrfcht der labiüfe laut liber den leifer nachtöne 
liquiden (dem Italiener wandelt fich bl. ih in bj 
hingegen in vi. vr, walten die liquidae vor, denn 
lere mundarien werfen das v völlig ab , ein grund 
für feine confonantifche auafprache » da u länger geh 
haben winde. 

2) inlautende. BL. BR (fvibia, ahrs) verriß 
deutlich den zwifchen mnt. und liq. ansgeüo^en* ri 
lal und find dartim hier nicht wichiig. BN nur in & 
Di^ formen FT find vorhin unter F angegeben* 



iinni* ai, bei O^er ^tr i\u, li«iü zu bilden, 
iß d«! V V7ereriittcb«r und cöofonAiiüroher. 
flftViA vargUciieii cnit bitun* 



In 



1^' goihijche confoihanieih Unguates, $i 

|«rmdag ifi FST (in dem einzigen ^rafÜjan , confplarl) 
1 Wttl kh hief f in der au^fprache tlcm y und vielfeichc 
dtiDTOCil u ttibcrt. Jürnandes liefert tlen eigeniiam^ii 
tfafikfli, df?fi einige hfl'* cind comei Ma reell in n« traiiClila 
(4. h, j^rauflii«) fchfeiben» die Unarten tranflUa und 
ibMiüi lind eorrapi. ^affl laot^t im akb. uraoll, irott 
miijco^ ornme irößilo. 



(^,Z; 1^. D, T») linguales, t, tenub* d. media» ^, 
ifpinu, den gr, r. ^. d. pirallel; der fpirant f. reiner 
futldaut. a ibA mii den übrigen donialen vermiuelnd. 

(T) dseii fo (Ireng von d und J> gefchiedeo, wit p 

fwi b und f tind Geh nie mit einem dcrfelben ver- 

WKhfelnd; hiafiger an- in» auslaut. Die anlaute im 

t^^ Inliuie (ao^jer ^en obamgcTühnen formen lt. 

^* rt) itiOc. au|ini. baiisd. gatv6. batit. katila, latjan, 

Dim, mtl. faijan. vaio. vratün. grets. I^tan. ttan, Uu 

llÄ, plan* mittn. micon, vito^. vliii. vrite. Iüt6n. [\i* 

tj|. fnnfrf, ^rnufilK bäitra, gaiiei. bäitan. maitan. hskU 

t^ ■«. bMut9. fkunts. fpniuiö. ftiiotan. beiian« 

1*** J80. Jeitili. Imoitan. veitan. giutan. niutin* 

Kma; die nemra iti, bau und alle adj. endungen -ata. 

itiiliate: at fprtepoL) at (edebit) und fo die praet. 

der aJiders r^ba; mat (acc. uad fo die übrigen acc.> 

^brR yli fdualia), tjt (pracp,) and^r^t (adj, neuu.), die 

IL praet. gaft, oamt« q%'anit, magt etc, — Dem goih. t 

tittipricht dm^ nofd. luid Glcb[. t im bocbd. aber die 

iTp« s and 3^ 

(tJ) an - in * ond aaalaatend, Fotgende inlante 
\%nßtr den formeln /i« nd. rd, zd^ fadrein. nadr. badi. 
1(adtif. fadf. ItTadre. Aada. l^ds. f^ds. gredaga. bida. fi* 

Dr (lidirdf}, midja, nid%'t* Tiduvö. (odt, fodjan. ilodua, 
gddi. kndd«. mdda, v6de, rc>djan. gndja. hidja. 

odan* bfaidf. gam:iida* p«idj. muidjan. audags* bauds. 

i«d|an, gamaudjan. fäodi. Jauds. beidan. bleidumei. 

ddfa. ^ioda. btudan. biuda. liudan; bicrber auch die 
faffififtbe endnng -ada^ und das - ^a der (cbwachea 
prifit Der «aalant d findet ücb im praet, neutr. und 
icc WeJcr nnter den tnlauten angeführten ^yörter, ala: 
bnad, ald. Taiird« fad« g6d. laud. br^id. gam^id. etc. 
«dlidb in der rarpartikel id -. Was nnn die aiisfpracbe 



ff» fo ron i 
maiert 



an lata d vgn dem a n 



MWlx 



^nn rua 



Fg 



»ipracae 



6a 



L goiliifche confonanUn. linguales* 



wechrd Twltchen beiden fttir, ind«jra_-acethiül r< 
niit ilen In ^ xktid au eUnten j^ dir gnih, T 
rechtfchrpi billig fehwanlu in ^rwillen UIU. , .., 
ttnti 1», beide fchetti^'n ürh fi>fgUch fchr iiabe ge\ 
itx\ Icyn. Doch mi^rke man t> -»^'^ ^ - 't-:!- *- uaj 
qnida d en g jg ffiLlhtiw lirh«» 
feftigt > dalier Jd, nd. nl nie mit ib. n^.. i|> 
den, da« p;jlt aurh von ad <S6|> kommt n 
mcntlirb ift in dou veTbaUloxionen (in derlil., 
liv. nnd parf, praef») ?/<i nicht durch //J> ansxndr 
Der Goihr fchceibt Taiwan, faifalf», ^ber ÜMmh^ 
und wffchft^h nScht, vil^i (liJvelnre) Lt^it* ^h.M t 
den von vJlda (voluij, &)_S^ht_dci!^ 
cal. einfacher oder cloppcher. voraus^ j^u 
tirfpniLif Ji^hg m^uL ^c m in die aCp. um > fobald 
jante t oder das hlojfie gefchlechukennseichen • 
folgt; bleibt aber nseü. im inUut, Jener nmlaiU 
gleicht Ikh deiD des b in f (oben L 5;.) und et tehfl 
«virklich die alsdann enifprln^enda afpintta mcl 
dk als tht wiewobl ^er Gothe« wie bei dem 
beide nar ein zeichen (|)) gebraucht, V \ fi] 
find die wichti|^f>en m) h d m verbum : l 
(Marc. 6,B. 8.5c. doch Ltic«(,i4. bind.); IntijJi'i, 
ßandin, i\o^; j)) beim fubft, die nemr. nrfn 
mafc. und fem. iilnjb, haubi^, mtlif» fr 
fahf:{>, liiih*.J>» vito^* ßsf » fa^, im gen* 1 
dia« r£d;ii6« t'ahed:iis> Jinhadiiv vitödis, 
c) beitri adj, das nenir. naqva^» Tal» (fad i uc* M 
go]^ (god nur Luc. 1^*54.) im gen. na^v^dis» licl 
gödis. Hierher aurh das nentr. pari* parp. anf -| 
sU: fdd;^, rodi{>, |injyif>, fchwath ^Ha* ft»didr>. Kttl 
il6, Vautlidu. d TUciUen^ fclnvanken bei nachfolg 
fvals: f^-s» fahffjbn, neben feda, f^heda* unledi; 
in IIL fing, und IL pl« die gcwühotieb * i^ »vtf 
iip -o^ »u weilen auch -id -cid -öd iiT^ * "' 

Em, jJ jTijt dt<^ fe n um Um cnd en^ ja n 
Ueti d ürfe n '^irht v*»r ^ ' = J , 1 ] 

die afpr wefentticiriTF , > , f| 

indem worteti. wo th^ nicht Jh ßatt hndm) «, b«»j 
Ät|its; qriB^nt cjv»^ » iLT\r^.un, wovon fo?I**irh 
i 4Lei feheint, di»^ n abgeleiteten 

gljche o mit ihrm A und ^ • 

I firkagi pkgti^ •!« iJcj -> fleidia / 

Jian (i^^ ''i i^uil«, :•■ ' ' ' ' 



I. gothi/che eonfonanten. linguales^ £3 

ikbt aoch das nord.n ßchf. d (und jenem nmlaut 
b; m der regel das bochd. t (doch mit manchen 
Htihffln und Übergängen des d). 

Bj ■!! » in - und auslaut . Die inlante find haijpt- 
■k «nd an^er den f. 53. angegebenen Ib, mh , i)|)» 
li^BMde: af>nza, fu^ij fra^i . Iivab6» lapon, nia^a» 
»nl^io. fka^jan, ue^la^ he^jo, lipus, ni]^j<). qvi^an, 
•, vi^n, vi*:ra, brö^ar, fopjan« bru|>8 , äi|»8, äi^ei, 
!• matpina» aubja, daaj>s, näubst bleibs, hieibra, 
ij^ leipas. neips« fei{>u, Hei^lan, fneman , I^iii]^?! 
Ma; nnter den endungen namentlich die der fem. 
•^1 and der correlativpartiKein ^a^ro. Auslante 
Sir den vorhin berührten umlantcn des d) i{>, mi]^, 
|j[Dcaa)f ÜD^, b]6^, die praet. qva^, läl^, fr6t>» 
» ^rtc iBid^ die verbalflexionen : i|>, ei^, äif>« 6^ 
•■ Dal goth. ^ habe Ich fchon vorbin für t/r • im 
plalB sn dem zuweilen ebenfo bezeichneten dh, cr- 
I»- Ihm entfprechen ^ im nord. u. (äcbf. — im hochd. 
lip aaf bei einigen noch mit th auegedrücht Avird. 

^) der reine faufelant. lat. u. gr. grammatikern ein 
Maal (Schneider p. 34^). der dem h in manchen 
mm Mmiog fieht, mit ihm wechfelt (vgh hafa, Icpns, 
pfc fali) and als bIoy?er fpiritus anlautet (Schneider 
ilv^f.'vgL viro und fub mit dem goth. uf.) Diefo 
llll^.JaMea erfchcinungen And gleichwohl den deut- 
^ rächen fremd, aber die berührung des f mit dem 
jr (Schneider p. 3(8.) fo wie den übrigen zun- 
''iben t und d (Sehn. p. 252. 2$3- 259. 342.} 
fie hinreichend. 

intcnden f.Yt^eift das Wörterbuch. DenLjn-. 

tat entw. confonant vorher (die formen mSf 

TOrhin f. n* angeführt, y/ wird nachher be- 

1) oder ein vocallaut ; letzterer gibt es fol- 

« kafja, baii« hlafoza, nafjan, vafjan, grafia 

kaGa (vafis), iefun, vi-fan» nefun, mefia 

fvMa (proprii). lifan« vifan, uifan , hriffant 

lUtatis)« drufis (ruinae)« kufun, lufun» dm« 

, fraifan, läifjan, Ulfo« eiCarn, veifön» 

BD» aufd« rauüs (arundinia), Iduiis (liberi)» 

10 • kiufan. Auslaute, (au^cr. dem nomioa- 

- • [dem rogeuannt unwefentlichen a] 

endungen auf -a) folgende: gras, kas» 

p tni^9 fv^s, vis (tranquillitas) , via (efto) 

^ dia-i IS (is), i's (ejna), hvia (cuius) 




I. göthifche confonanUn, UnguaUi 



fth (T^v)'f di€ etidiing -/j in hatl9» barit, riqvifj 
äie dative: mis» lis • ^tia; at (praep.)« drua, ei§ 
mai«, ja«; die praet.: draua , kaue, laus; hiu» ( 
nau9 (cadavcrj, liiufl (tfundo); (die formen Aj^ 
beim ^)* 

Diie atiifprafhe dct an- und inlautenden 
un^wcift^lbaft ui\d ganx die des neuh. fendcß« | 
helfet liieten. Bedenken macht daa aualautende ^ 
docb karini zn gjaoheo ift, da/? der nono 
oder belli) iiomen überhaupt der nom. - 
ein gleichlaiitiges f. gehabt haben rollteti 
da^ einige auslatittnide t Icibald (le inlante werd< 
z umUuien, aU ^n&^ [>uzei; jua» juzcip na, ntA 
Hiernach ruuchte man zweierlei f. annehmen« i 
%vühnUcbet wie es in gras» kat, vaa, laa, raua* U 
flattfindet und das auch im inlaut bleibt; rodan 
uiilderee, dat im Inlaat z wird und in den llexioiiii 
gen und pirtikeln, meiftena in iieftonigen oder to 
litben vorkommt. Diefea letztere f iß in den ü 
mnnJarten entweder zn r geworden oder völlig 
fin/?en, wozu die gefchichte der fieiionen über« 
lege liefert; nähere verwand tfchaft dea goth. 
dem T wird fich hernach erweifen* Ganz treil'end t 
jedoch diefe tmterfcheidung zwifchen dem f der 
%el und dem der Hexion nicht , da ße eben fene^ 
Xs, -i» nicht von dem nom. ii » -« fondcrt, glai 
aber dem gen. ein fchärferea f ala dem nom. 9 
weswegen daa gen. T auch in den [päteren motli 
fcfter gehaftet hat. Gleichwohl laufet der gnih. ge 
bvis bei angehängtem -«/, -uh in |»tzQh, ^izet, I 
um» der zirchlant iCl folglich trüber, ala der in 
graGa. AUea erwogen halte ich folgendes für di^ 
Ittgfte anficht: d er reine zifcblaut geht prog r^irtvij 
f pnferer fprache verloren^ vornämlich bei vorh/rlj 
L^ern vqc?l- Der Gothe beGtzt mehr reiner f als \ 
\ßine der übrigen mundarten und fcheidet fie Oreng 
I der liquida r, ala* kas« kafja, vafjjan ßnd ihm gac 
idere begriffe als air, kar, karja , varjan; jn den ^ 

{[en ptlej^en aber die _f fchqn get rübt zu werden u[ 
auteiuj i n z ^ mzulautea . Andere^ deutfehe fpn 
alchreiten weiter, theils indem ße in- und auslaiil 
endungen in r wandeln und daa r (elbft ab(ioy?en, 
Togar daa wurzelhafte f in r übergehen ia^en ; «Ui 
mähiig and fchwankendi vgl. daa alth, perl (goüi! 



L goihifche cönfönmiUn. linguales, 65 

hifo (^oib. irilr>Dt>tbl. hafa)^ wnfrir angeJf» 
oorK fuf Cisntb« tü06^ aber ror fgoth« rari^ 
f^iifd^ ^r {^nih. dl«) eic. iiirh hei den f^ö* 
"II wutirrn dem alteren f ein jüii- 
|ri ^ H. iii ) und die tat. dedtn %e)^t 

n dm f \n r; wefrher deio goih. /^ m z 
:^Ki r.ibfi In idritiifcih-n wurzeln, aU aei, 
liit. Das golh, f entfpricbt alfo »m 
Jrr übrigen DQiittdarteti» im in- und 
11 r bald ihieo) r. 



anhnt tiiijtoibirch und nnr in gr. namen ^vie 

tf rir, vorbanden, wofaiu jedueh die 

^, , rrbelU. der laoc ift nicht fo^Vüb l 

mI| dutrK rii> vftrrrhla^^Prtd e media d gjg> 

'1 V ^ - rh^ iknUmmtn gefetzter bnchßab. 

I^^ cjit nmg^ tJ AUteteg f bctracb» 

«uüoniitniiithniigrn ^rizer 

1,1. Fllf^ipäuzubpan, Die 

tiHe (iii|7rr angt'fiibflcn und noch anzufuh* 

^" idnnKf^ii Ji, n^ rz. zd* tn, zu,) find a) Aie_ 

b ' <?Ztfj * ita » d er nrfpfung ans 

iiiftn «UV. mala und dem fl des Inpirlsrtvf. 

fem. fing ufirl dea jgcn. pl. der adjeftive 

l'df^zK c) der IL pafFivi auf - fl^a dza, 

f^nu^ f!rr pari?ke!n wä und ei, a!e: vitriznh 

'» , dt&uh, K.mzei » ^iz«i, jnaeu 

I . : la, nz^n* liiiiaam (uedt^J, bax- 

jqri^i« rKfrb.eioa« bari&iiti«. haiixun, fdizlep 

c^-f-» f^-rfei at hnnicT ein umgebutctes t 

lli 1} k<»in anelatit feyn ^ itiÄWircbta 

onä liqviz (neben dem ricbli^e- 

^j: . , y\e\\ %ocalanlaute folpt-n. l bri- 

der umUtit de« f in 2 vnn dfin des h in f 

^^.) und d in ^ (oben f» 62*) dann %^nrfrhiedrn, 

rin dieffn beiden fällen als anelani, in dem ge- 

len ab^« ^v^ s:eHcbrt ala itilaut fircbeint. An 

II aM daa f dem f und b, an m*ide 

b niia ci zn vergteirhi-n; nnr Rann man f 

#rnn«rteii fr^rmr^u nicht wohl liir den mn- 

dicfcr daa st Cey , ergibt der 

i) vom tmm, Mnlea (iVU'^fc)» 

tfliia »00 i-arji3 (^^zfilc). ZüW^ilen ^viid anch 

>Ä gefrhTieWn. fa mifd^ neben luijtdo und 

hgi6§ Ä. igali. — D18 Inlautende a wiid 



66 I* gothijche confonanten. ünguaUs, 

in allen andern d^ntTrhen mnndarten durch r 
Iriickt, and entTpricht nie dem alth. z und 'S, G 
fo gehl die golh, form rs, zd in ein alth* n% rt übl 

gemination inlautender linguales, 

(TT) nur in: atta *) und ftatti, (DD) vai 

^vaddj^ (duoruni). daddjan. iddja. Iddalja. (SS) 

^vifTa. ufftaff. ufqviJ. knuITjan. alTarjuB (ans den 

affarium); die endungen -aiTiii -naH'ui. Die ^i 

acngefetzten {? und e geminieren nicht. S4 

% aber nicht wirkliche dcpppelong» vielmehr 
^irmiilaiion Hnd die partilteln : a|)^an, ai|}^ati,«n 

ii|p.|)ai], nij^|>afi, du^|r^, in allen fchüp^t die eifld 
mit dem einen, und beginnt die zweite mit denc 
dern ^; jeder geminierte lant fordert aber einriYbi 
(f. unten am fchlu/T der goth, bnchftabenlchre). i 
anchinord. tt^ ahh. tz; dd bat weder im nard. 
atth. feines gleichen« daa mtrd, dd ifl ganz wai an 
nach der analogie von vaddjus, nord. u. altb. 
%val , fcheiut das goth. dd in // überzngehn und 
dings berühnen fich d und /, dd und.// (fedda: 
Schneider p. 2; «• 256.), Für die auBCprache des 
dd vgK die eigennamen Addei (A'WO {jadduina 
ioLioQ) faddnltaieiä ((xotrf^övjr«rö0 etc. Die geminaii 
gleicht fich in allen deutfchen zungen. 

Die wichligden \\t\gnz\verbindungeji Gnd : 

I) anlautende, die das glolTar weift, TR (kein iL 
TV (bin/? Iva, duo und die ableitungen). DH \ 
dt). DV {hXöß dvak). |>L (fvlafnan. |>Iaqvua, ^!a 
fcUnhan). |:R (^»rafftjan. ^^ragjan. ^eihan. |)rai] 
prifkan. J?ri. |>riutan. ^rutsf)!!. hV* ({»vahan. Jiir« 
SK, SL. SM. SN. SP. SPR. (fpriutö) ST, 8TR 
welche fammtlich fthiff gleich den lat. fc, 
(denen romanirche mundartcn fogar ein e vorfchi 
anlauten. — Die unterfchiede ^t>. dv. Jn;, vena 
das hochdentfch allmählig und wandelt auch dv 
^v in zw, daa eigentlich nur dem goth. tv entfpg 
Merkwürdig der Übergang des |>/ (nicht dca ^r) 
der übrigen mnndarten; die anlautenden afp. tb 
ph wechfeln Tonil im deuitcheu nicht» bekan 



*) D»bec Allila (Arr/Acf» Vrr^Asf}« bfi den Byuntineni 



L gaihifehe confonanten. linguales. 67 

n asdem Tpradien (m/nrch oft f ßatt th^ » z\u 
I im deutf'cbeii inlaut (vgl. efiho und eihtho^. 

|}EBbBif£iMle. TL. TR. f>L. j^M. ]^R. gründen ficli 

" if ifaf rjncope» vg!. fitU, bäitrs« fnutrs« ma{il, 

a*- ^J^"'^«"*- SL desgleichen (^ vorhin unter na f.» nf. 

a^rbeii}. Wichtiger folgende: SK fafkja. ga^rafk. 

atjlk«. Doannifktf. haif^ivifks. SN. afneis. fulhrni. 

itiftiu«. SQV. hnafqvua. vrifqvan. ST. bnifu. lu« 

krufla, vafija. faftan. f>vafts. ada. gafls. rada. 

fwiriar. drußs. ift beiß, 'äiftjan. aißan. blößr. 

t. raäfßv- (tnß^ nji oben bei den liq.; /r/? unten 

{b). in der 11. pratt. enlfpriiigt ß. durch zufam« 

tiifhong: qvaß , buuß« laiß etc. und ea iß kenn- 

rttlclirn d<* fuperlatifs. — ZD^ huzd. razda. mizHd» 

^mQ%hm^ß\irM manche ähnliche* die in den bruch- 

cken "ff*hlenp ala: uzd .cnfpis) *) brnzd ^aculeua) 

(nrtiitus muiifbr.j etc. obgleich lieh nur die 

In, nicht die endungen bt'ßimmen la^^en. — 

mit a^gd. — ZN. razn, andavleizna, vielleicht 

anibiizna« wiewohl nur Stjernh. Marc. 12» 28. 

tbtUÜ» gewöhnlich anabufna. — Z\^ izvia. nbizva. 

tittvei^ (haefitare). — Das verhäitnifa der for- 

Melo zA, z§* zu. ZV zu den übrigen mundarten ift 

bii&er gmi^ übcrfehen worden; zd entfpricht deVn 

äkh^ rt, an^eir. rJ, nord. dd'f zu dem angelf. fiu 

aufd. nni i,v vereinfacht Geh im alih. und nord. zu C 

l^wl* Ich aoi ^pafa (ubizva) toCa (tuzverjan) **) und dem 

«rdhtiltchcn auäfall dea goih. v (oben f. 6c.) fchlie^e 

|rht über in Jk.fch. — Mit zd ßimmt die gr. 

roi ^J, in pu^äö€ (ogar wörtlich mit mizdö, deren 

fltliia ana dem andern geborgt iß» wie das angelf. 

iBdTd (alth. mert?) klar zeigt. Vielleicht liegt das 

yim* tnercr» den letztern formen nahe, während daa 

lldiiizk mt^dA crftereo. zufällt. 



/•^. 



^^£H«r« vmrscl utd fiehtbar in goth. nanen, oifl^tKM9 (al. 

nctt'i* ifiixmi) (ftUt (?<^r»«f) Procop. 4, fg. 5i l9'\ O^rSn- 

0^44 bct Mraander (esc de legatt. p.76. 77- iö4- 105.) 

{CSimlim (coao. coLat. VIII.\ Daa goth. o^wUvh wäre 

'tau v*iiiii daa alth. Oriwin, daa nord. Oddrun wflrdt 

&B Gotiiea nicht andera lauten können» ala Uxdniiii. 

""""t d«r ifreiaabi nnd unrerm xweifeln, wie Roinwald 
M« hMi diaa fiotb« wox( niahta au fcbiHen. 

E ft • 







L gothifche confonamen, gutturales* 



(H J. G. R. Q.} gutturaUi. k tenuia; g medta ; dieifpU 

[taia fibltj h. der ei nfache . reine hiu chlan t; j die medii 

[mit dem vocaL i vetmittelnd, wie v zwifchen b und tt^^ 

q ftets mit v verknüpft und diefea qv nichrg ändert «^H 

kv, daher blq/7e« «eichen für einen beliebten doppef^ 

confonanten. ^ 

(H) ftreng von allen übrigen kebllanten gercbiedeil^^ 
J> le anlaute iro glo lfar. tnlatite» bei voraußgebendem vocal^ ■ 
llkeit"^), akrs* Takjan, fakan, flekau, tekan, lekcte, r^kja 
[Israkan, ßikia« (Irika, vikd , bilka , ftlkjan, vokr«. I(( 
t%an, lukarn^ bri^kja, kükjan, ätkan, laikan, taikn», ankaf 
[Icikan, reika» fmk«, Auslaute , die praet. fök* brak eic. 
[die acc, ftrlk etc. die nentra leik, iiuk und folgende i 
Pfionaina und partiketn: i'k, mik ^ fik, |»t]k, ak, 
[in Atn gr. namen drückt k fowohl x al» % aua , :. .uü 
kbewets» da^? der Gotbe keinen laut fiir letztere« hattr, 
idenn dea Zeichens X, Avelchea Ulphilaa für die %thV 
[6c o als Ziffer branchr* hätte er lieh ohne anfland bi 
[dienen können und keine verAvecbrefnnff mit dt in li 
\% zu fürchten gehabt, da er f üei» in Ay antlüfF« Ja 
lletst in einem falle x und nicht k für ;^, nämlich ßei| 
[in dem namen Xriftua, der gewühtilicb abgehnrzt 
flchrlebcn wird; oh nc^ zwei fei liberwog hier die heili i 
1i ejtjje r_her g e b r a cb 1 1 n Fe h r e ijju n^j_jnid_ d]c_xr£iutgeQal 
ingflai^htet Xriftua at3«gq[prochen_v\'iiTde_w ie Kreta (K^ 
\t7}) Tit, f, c. Doch Rehet auch Job. 6,4, pafxa fl, 
I0ca gewöhnl. pafka. — Dem goth. k laufen das nnrd. k 
Mind angelf. c paralleli im alth. aber zerfällt ea in k und clu . 



*) Zu den bewaifeti, data dat Ut. Tor «• t eco. den 4 
nrtpräni^ltoh und lange |;«hibt lui, (Schneidar p.A44. a4( 
^ftnn fiirki (urceai) U{W\% (rafGia) lukarn (tiiceini^ 
auch diefea ak«it gezalilt %verdein , dafl die Goilien neb 
AndoTD wüttern ins dem Latein nnd fclion vor ü}phiba 
keiteit atigenommen liaben maßen. Dem ricbtiff autg»- 
rptoohentn acetum ffl^t ficb auch die alt - udo anget^ 
form ekid» eced, während and«re niuadarten dji 
glitt, mit dar ling* vertäu Tchen : dün. edike, fchwed. 
likja, letu cciikit« altlu e^Üu Letcteref wurde aul^ 
nommeo, ila bereits die fpatere. zikliende aiitfpr 
dei Jat, c gjiU und erß aua dem Uoclid« 3 ei'kl«lrt Ga 
nun du niederd. t tuid gar dän. d in dem wort, drf 



wurzal 



eiidun 




blofi geweclifelt zu litben Icheiiieo ki^ontan, «— ütr Gol 
gibt attob nlrriK duieh Paoütia. 



1 gothifche confonanien. guHuraUs* 69 

f g) gbgfif»lU in-' in- malantend. Folgende tnUnte 
Jlß^ßff dea xtirinQiiiengeretzt'>n formen): agi9. agla^ ^'S'- 

■ *- figrs. migan. mag^^i. maguf« fnaga. tagL lagr, 

^_ ^. _ cncga- fFegnjaiK vlga. Jigan. rlgn. Ogljan. ritgljt. 
f^ -^^ögi. 6gan- rvQgjan. hagjan. bugJHn. fugtf. digan. 
^m tttaagjaii. Jaagnjan, ^eigan. idreiiia* Oeigaik Ilugan, 
r aosJaute ergebrH Heb aut den fällen der inUut^; 
neu und partikfl «ndigt nie aiif g. Uai bei der 
,jl tl^iii d hgn^erkte Tc hwanken in den arpir ierten 

Bift "ifbt ^*^^^^- ^^^^" wp^^f^y- fiAihp kpljtgjp jic^*i{^ 

fol lfp*rlf ^*. ÄJlein bi- weiten Mrechfej t g mit dem 
I ^'ßfn f p t r H tT » A , alt: tih , ütgiim; jiigge» juliisa; mehr 
[jirTubrf btini h. — Das iiord. u, fächT, g enir^rielil dem 
[ jBiliikbciii der aUh. laut fchwebt swlfcben k und g. 

I) bs' in der TchTifi da» zeichen drt lat. g^ viiih- 
g-'iU g laut durch das grtech, F gegeben wird, 
»inimc in der guih« alphab. ordnnng die drftte« 
die i;te Helle cni und folgt dem n, dnickt daher 
[dt§ er. f) die ^übl 60 lui. — £e ficht nur, wenn 
I6en wnite ^in inc»! daratiF fi*Tgt t kann dem- 
nieiuaUüten, fu wenig aU daa latetnifche (Schnei-» 
I«lf*st4.} wodurch es i^ch von dem fehr irohl aiistau* 
V nnterrcheidet. Seine tu^fpricho mag der det 
'ir gleichkommen» d.h. swiCchen i nnd g» härtet 
f und weicher Mh diefei, dem dngelfachfen wird 
►H f^n^Hcfi 2D g. In allen fällen iß es confonantifcb» 
ibe|rt^r. iff folglich keine Hlbe » fondem fehliejjt iich an 
'im :V/|eoden oder vnrhergchenden Tocal. — Ala anlagt 
i lridifjnt ei in : ja, jabai. jah, jai » jains, jf-r , ju, ju^gSi 
1.^, ir*«, f-nn dem diphihongifcbLn iup, inmjö verfcbie- 
t'Arn. denn uim , it;r. wenn fie fla tlfan den » wÜTden 
^»hfiipn^ir'^h r*i)'n. Ob diefeg [ wurzelhaft, oder mehr 
i^i^ltfgcr voifcbUfi fcyj la^t [ic h aumjjieil aiit.der 
-"' ^»die^ fchen , %ve!che es meifteniheila abwirft^ 
fjh^'.i; «inn, jami; ar, jer; 5ii^r, joggt; ok, juk; 
j doch in ja. ja bleibt e«. Uie alib- wirft es hU* 
^«treg. ». b- In änier, ttner neben jamar, jener, — 
I rrende } bezieht Ecli fteta auf etne iinvvurgelharte 
idiin^ i zurück, der ein vocai! nachfole;^. z. b. 
fi« frijai, namemüch zeigen ea die fchwacheii 
irerba, welche mitielO dts i von den (larken wur- 
|<flfii«t werden, ala: tifkja (pUcaior), fiuian (nere)« 
in (praecipiiarej eic- man fpreche ^tweilVlbig bei. 
j^i^, fiLigan, driafgin, nur etwa» maider , alag. 



jo 1 gothifche conjonmiten. guUuralei. 

Fällt in äer veTSnderten flexion der hintere Tocal 
fo kehri j in feitieii tirfpnmplichoii vocallawt^ tla 
(novit) dräulicia (praeCTpita\ in. Die rr-ß^e] war Irh^ 
oben r i7. bei drm I. nttwiclich, fo wie f. ;8. b<*i dl 
V. peÄcigt, day? fich die dif^hthcnigipn di and ei, her 
geniiem voeaU «irht in a| , ej wandeln ai. h, arra^i 
pAitu habaiöh *V Hit'r bIejbeit ei Tua;e falle zn ^jyiMhfi 
\vo_ Ulphila9 tchwaiikt, er fchreibt faian {fererff) fiiii 
(fatua) taiada (rerimr), aber faijrffid« (frren«) raijtf»(fef{ 
gleich al(* ob lachen H<?r Harken fi»nii Caiiii i*iiie fch^ 
faifaii b'-ftändc. Er rchreibt Hjan (oditfe), fijanda 
mici) gewöhiditb , aasnuhm^weife fiaia (^awij'JBtc ^ Mit 
;p,4j«) und fknti iniminitn Maiili. ^,4;. Neh, 6, i6j 
frijon (tmare), frijontfs (^micns) ab«?r fri«i)>va fai 
Ich halte die eliluiii dtsa j. in Hais, 6andf, f^'i^]^^ 
ungenau, kommt fchon It^tzlere» vierrnnhl fo gefchfi 
vor nnd nicht anders. In fremd*-n eig**nnnTiieo 
Ulphilas kehl gnih. j. Piüziiführen * wenn v$ bei folge 
dem vocal fteh^'n mtiftc; e» hcT^^t fowidil im aidaiilj 
lakc^b, lerup, lüt^f etc. als im iiihiut : maii^in (dreiftibi 
»akarias f \^i(*rfilbig>, abiaj>ar cic/ Die ausgaben verftoJT 
martcbrnnhl hier wider, Jiuiiiis hat Lnc 8« 41, rlrlj 
»aeirus« Marc. c«Z2. unrichtig jaeirua. In Fuldaa lUX 
Tfgiftcr ifl meift illed Falfch. 

(Hj^ jn > in * aus Tautcnd. Inlaute Tawi rohen gv 
calen oder gw. vncartiirTnnwefenlUchfitn r k aba. 
ah;«n. fahan. rabedfl* hahan. htahfan, klahs, Ubaiu fhdj 
lahjan. I^^han. I>va]i3n. vahs, höha. ikohi. vröfaa. 
bailifl. tdibtin* |>Uih^n, aühjön. faühö, hauh«. 
|>1äihan. aübjüTu fai'rho« hadhi. teihan. ^eihan. 
▼eihd. liuhab. tiuhan, ^ liuhan. Von dem %'erbiindenefi 
bald befand er«. Der aue>JaiiLCiiden. aü7?er dem of 
acc. tmp. und praet» f\or inhute, als: klah, iah, 
fk^)h, frab , haihah» faÜThah, ^sindh, tdiib — die] 
kein nauh, J>anh » jah , -i'ih. Man überfelie Mirhi 
daa itl - und auslau tende h kein kurzem (eipfac^ 
feiten n vor lieh "leiden, für --uh find mir b]nß 
falle zweifelhaft, die anbangfipariikel * _jiii« die ich eh 
II daher lieber - 4b annehme, inhi^a und h^hrn«, ' 
|l beide lautere äui -u^g contr*hTeri find und da hl 
leicht i^h haben könnten. In allen fallen» wo die äl 



^ Atitnitimo fcLcint Tai (Tail) und TAJatn&ijan; b^ % 



1. gcihifche confananten. gutiuraUu 71 



Klanen ^in gmh. i und u vor dem h erwarten 
Igt lieh ein ai oder mit einigemahl vermaihlich 
Das gilt auch von dem bt, hf. lid., wird für 
pl. einiger ßärken rerba « und für die ver- 
• eiTO^plogie insgemein ^T^ichtig, fällt aber 
la lirb b fo gerne nach kurzem a und zwifchen 
^*:t, Leutrres geht fo weit, da/? gr, ei- 
T.« I he tr.y, TxiUmmew^Xoßen* ein h eitigcfcho- 

»> »U; . '/^af<ti/» Mää-J, Netoi^awv^ goib* ( 

Ah^rcj. , „,.ap, iNlahaH^dn; kaum andern fich/ 
m vocalcn, s. b« ß$$k<^%ßiiK, y^syvx^ lapaijA, 
i:'^ ' ^ -■ ::t>lh. btiailzaibul, gaiainna» 
Gabi . mit audnahnie jedoch von 

jttiaitD* IhiäXslu "^ ), Der Goihe 
jut in der mitte zweier a, brauchl 
.i nsrh litn di| «itbongen, nicht nach i nnd Ot 
..,r uiizcbc meidet er das r vor die Ten beiden 
Unren« pbgkutb Geh hier einige feliene aus- 
- ' *' 'hfrjj. — Der anlapt h, infofein er mi^ 
a^cn verfetzt ifl. gleicht ücb in a]leii__ 
L|iHr];rT^, wrchfek auch uicht Oiit andern 

; er mag bli»/j härter (ch) oder jveicJi£iL^e- 

en worden fejn. Fremde Fpracben lehren genug 

^e de« h tn andere laute« namentUcb in f und (; 

iVicbiig war es mir» du Ij tlh, fz bimfig dem h 

fri^iieru, wo die tat* unadTpiriertegutt. c herrfcht) 

XU ftndrn. s. b* fzalmaat heim; fzimtas, hundert; 

' tma, de« buuda; fzaltai» kalt etc. etwa 

u cb z: fcb lautet, — 

^tian inlautender gutturalei* 
nur falkuf (cxkhh) fmakka (ficua, flavOn. 
, datmat. Tzmckva) aikklefio {t^iH^yjaU) nr- 
fremde wurtrr; dabin auch der eigenname 
»(ZsHx^i^<)* (GG) ift häülig: »ggvus. gagga, 
gvni. vaggareip, draggkjan. driggkan. |aggkJ9n. 
blige;van. briggan. iiggre, iggqvia. figg^ao« 
In. hm^a« l^^ßgs. pogg. tuggo, bat alfo nur nach 
Itm voctl (Vjstt. In den fremden Wörtern aggilpa« 

B« NaggcU ßimmt ö& ganz zu dern gr. yy in 
^jtyyiXt9^ etCt der Grieche ge&attei ea auch 

it* o>'d niineUi, ftuch VfrabR Etr^thcl, Gabrih^U DantUK 
hm Uu übetiTa»tirg Kft ^eh^nüA» AbfAbni»« Job«Dnet, 



Bw4 



7 t I. gothifche eonfoncmten gutturales* 

p stach doppeU'Ocalen , z. b. ^yyf^tKx ( nmittav i >. DieC 
[^(»th. gß wandelt lieh durch alle «iiidere mandartm 
Ins: > ii^ auch grwifs vor* den Gnihni itM u^Uilmit mui 
jePprochen wurden* Öh iiidcllrn (ilpbtlas die U^htt 
jnnffg^ *) deiiGriechen abgebrifgt h^bc? bit'ibt^iiic aiidc 
'frage und es könnie feyn , da/> der goib. lultnii^ini 
von dem bfiiriii^ii fig verfchitden war, etwa zwircli« 
n» und hh fc h weben d , wifiir il»eila di?r überfcang vi 
F|t]^^A, hnpßt\%n in juhtxii» hidiriiä, theil« der ntxiiüui al 
[in siigum (ll. aihnm) redri. — j und h geminicrcii nij 

[i) anlanttnde. ÜL. KN KR. GL, GR ; am wichtigf>^a 
fiir d'w bi(l. gniriiniatik fim^ die mit b. ML, hUhaij 
hluHi«. hliiikf^. bi^Jiv. hhiiipiJti. blüius. bleilijan. bfeidij 
fn**i, hleij>ra. hlifdii. hlija. bliums. HN. htidivjif 
h^tafijvns. biiinpan* H[\. hraine, hfiiir, bran»faii, bil 
Tan hropjafi» brol. brrigt;». biüli. UV, (wofür da« ei 
faülic fi bTinss^Jcb»*«^ dirni) bvaa (qiii^) mit nHeii vi 
wandten, btapj^n. bva|:;6. bvairbin. h^aii^U. h%'eiE 
bvriiF. b^UfuL bNu^JHi. Dltfe»; h nin/j fcharf vorp 
fcblag^n bahinj weil lieh damit %\ürier wie hUiia 
(ridrr.^) lahiin t vituperare) ; hlail^üs (]>anea) Iuib5$1 
qiiiar); hli Fan (furari) lifnan (rnpcrtll**); hreihn 
cnti), reifan (frirgere); hvaji (fpuiiia) va|> (ligavjf 
hvcjijjin (albate) veitjdii (iniendere) und andere, d| 
nicbta znramnut'n gemein haben, genan fchenb'n. 
ftf)d(!>t (ich noch in di^ti übrtgen ältefVcii nioniiarien ac 
Ulfiche wrife, fchw indet aber in fi^n iifueren a))m9l 
lig » wodurch nacbthellige vcrmifrhnng und verJi: 
mancher wurzel fntrpringt, Dtm hr entTprirbl (fl 
gr. ^ und lai, rh (Sehn, P.212-Ä14.); ^^^ ^^(f w%wt 
len dd8 Ut. 97. (hva«, qiiis) und Ijnh. kw (hvait#[j 
kwetys); ich darf anrh da» gn Hliirryfc (bliftu«) xAi/ui 
üKoLfttp (hlahan, beides w«inen «n*l lachen bedeuter 
fchaiien) anftfhrt^n , nro den roerhlichen und wtirseU 
hiften vorfcbl^g iles b: zu bcftirt'igrn. Der bäbv 
fpraehe ift er iiöch geläubger, indem fie anyjer /*/, 
hr, hit\ auch /flu nn-i hm darbietet, die pöbln, ac 
fetzt g Halt diefcs h. — QV* wird von ülphilas 
eitteiD befond ereil buch (laben gefcbritben» der bei na t 
dem Jat. u gleicht, allein in qv (oder h\N anfg«d€ 
Werden tnuj?, nicht in qu« da anf ihn noch ein audrd 



•) Sie war UUön ihUteinirch, f. Schu. p. 316. Ji7, 



1. güihifche confonanten. guHurah$* j% 



¥ 



•^*.l fr.i«i , fiinaentlScb u fdbft, welche« bei folgm- 
lirf« sti V wird. Aach dm^ autlantende ^t> 
rftir, X. b. vriiqv (cur^rum) fagqv (occi- 
m f,lllrti <1#>j, auflauft ndt'ii t? vtir^leicb* 
"^ ^17 ^ibt da» eloilar, nnr in dcrn 
1 (M/t««<. Lur,^6,^.) ftöit eti> corw 
mon ift böcbft verdäcbtig (vgU fi^^^] 
i ■ '*)* 
Die formen kU kn, kn gL pt. gr verra* 
t»r*ii vrjcal nnH frlieiuen für dim 
' iJtend. Bedeutender folgemle : 
, »nr b^rmt. cb roig nbrr irnbre re ■) gegeben ba- 
, fefariril dns nord. Jm (badmr, fadinr), alth. 
. GV* OV. GGV, GGli, bei v tind gg angegeben. 
flieht gleichviel mii gßl«, fond^rn v fchlifgt nach; 
^f»^|tikU hell alfc» i£u gg)?, wiß ^pv! g^. Nur (lg- 
,%ia t it. Icisiieic* anrh i|ig4vi». Luc, rq, |i. 

r n Um. izqvis. Stjernh. izvi^) gefcbtie* 

^- ii^. aiiioa. biubma. mdhii»;!* IIN. ^r^tihns,*^ 
liuhriis. r^faibra, — IIS* abs. faib». veih«. valiljan, 
Uibrvri. lüiihfein«, ffjfhfni, rohfn. ai'ihfns. vaihßa. 
maiVitVof. ^ahßna, fl;6hfL Die« ki eniTpricbt dcni 
p. f MtiA Ul, X, vgl l?, itSi^i * TeXi üexter mit ratUa, 
laibfiri* ifl aher nie antant. Die gr. £ in ciEenna* 
DICH pbt LMpfi. Horch kt (Alaikfandrua, Arfakfisd) wel- 
che« /»x in li«»in<*f |2j«>tb. wür^l, fondern nur bei ver- 
bifiilittig dej ^errhlecbtüzcichcii« mii dem k der wur- 
•«1 ▼afk'^mait (reiks* ünk»). — HT. mabti. nabta« 
•kttn. TjbiT^. ubt«*6. raihta, vaihta. Oaihta. frifabts* 
Infihit. innagabu ga(»laibt5. glaubt« (Marc, ij» i6* 
|i ' drauhtf* faubia. raubta (ruuitoa)* daub* 

!*T raet. mibta , aibia, |>ahta , ^nbta, ohta, 

ta. Alle ht wandeln Iicb nord. in die 
.-i^,,i^ ii ::» eilt Tjire che nd ifk da« Ut, et (octn* noctiir» 
,}, — ^ HV« oben tiiiter ir angeführt, dem abva 
daa Ui. aqva. 




Spticbt 



Nirh abgehandelter goib. bnchftabenlehre eine in- 
IrtiiX tib«T affmiilationen bei Ülphilas zwifcben zwei 
efubreodeu wöricrn. Der fall ift, wenn ein pro- 



|a- h ^T-^ IfeUa. ctitelU«) alilu f«um, ^t, #iy(*«, wo «lia 

al' L-r****, *«y^«# riy»*«p vf £y«&c , o^iy^, xm^mif^i-m CtC« 

auTookweiren. 



74 



I. ahhochdeutfche buchfiaben. 



Liinmen oder eine partiKcl mit |> beginnt vhä 
ierg<"hende panil^et oder ein pronomen mit vocjI 
h oder ebenfalls mit J» (chVi*\ßtf fo inclinieren 
Wörter und airimilieren liänHg ein doppeltes p^ 
diiU>&, (Mattb /27»8.) mi]^I>aiip ii|)^in » ni^j^sn;« ■{ 
mpp^u *), naujj]bi»n, j^t^^an (Hora. 12, 4,) Uimi 
( Matih» a6« 67, Jcib* 1 1 ,46.} ja|}f>ani (Tit. j,q.) 
I^uk (l'bilem. J9.) — Hitt du |>4, mif>^3n, M\ j^an 
[>an, at ^ati, ndub ^ah, ^äi {>in « fumai ^an , jab 
jah J>nh; häufig flehen beide uörter getrennt um 
die ieizte weife. Die ambrof. hflf, fcheinen die a 
lalion noch auf andere confonanten zo etflrccken 
inde janni (Matih. 2?, 42» 43, 44.) jaiTa (Matih, 26, j 
lau jtfh ni, jab fa (^vie der cod, arg. Matih.2 
la«). Riaub. ^.n. bindet fich auch daa hntfezei 
mii der panikcl: Gjdi|>|>an f. üjdi tan, doch nie 
rerha oder nomina z. b. für ^ai |>aüniju5 dür 
bar|>^tjrcijua vorkommen. 



Ahhochdeutfche buchftahefu 

Ea ift kein allh. fpracbdenkoiabl vOThanOiru, 
Ina die verbal tut fle der buchftabeii fo feil bcflJa 
ne Ulphilaa die der gotbifchen ; viel genanigkeit 

in Noikera wctken. Ein anderer anflo^T macht 
nor.b mehr %u fchaüen, bei Ufphilas lag eine ein 
ßcher begranzte mnudart vor; hier begegnen wir 
fcbicdenen, zwar nahe verwandten und veiÜic^ei 
allein manche befonderbeit kundgebenden innnda 
deren gränzen, weil die quellen zu dürftig oder I 
fchaftlirh iTugewif« find, heb eben nicht deutlich 
\f^*^n Ja^en. VVcuigllens jetzt noch nicht; vielli 
dhß es zukünftig gelingt « hinreichende eigenthiioi 
keiten dea alcniännifchen, bairifchen und frank if 
dialetts oder noch mehrerer, abzuHecken und her 
buchftaben und formen eine« \tiSLen derfelben fiir 
zu bchandehK Alle einzelnen fptiren folcher befoi 
heicen werde ich forgfani herausheben; wer crv 
"wie in den ztiien dea 7. bi« zum tuen jahib»f, 
welchen es ßch hier znnüchß handelt, die fiühc 



*j Di«r«f iillfin xreitt ich It^am genü£«nd zti Mrhgcni 
der hinter« thtil, die pariiketn ptti , Hl klar, %^«& 
iL}|> od«r aiu btdeute? iiiobt. Vgl. dat alib, ^Uda, 



' L aUhochdeutfelw vocale. 75 

bnvilmi mtlonalität der hochdentfchen rölkerrchaft^n 
piiktrgi in dfiinder übergehen nnd [ich berühren inuße» 
wM 4ii Menkliche der nnterrnchnng sngt-ftehn. Wet- 
dbmit^t fienlcinähler, dio b^ide an einem und dem- 
Ukm tiftt wenn fchon nicht gleichzeitig, hervorgegan- 
fm lud, ich meine Keros und Noikers arbeiten, \n 
MMMikea butverhälinilTen fo bedeutend von einander 
A* i^ß man kanni geneigt bleiben dürfte, üe der näoi» 
MaBSDiiadart zusulchreiben. 



AUhochdeutfche vocale. 

Ith wrrda znerft die einfachen, dann die gedehn« 
^*}t rndlich die übrigen doppelten vocale abhandeln« 
pa |irii4* reibe fcheint voUfiändiger und mitunter fol- 
|mkiijc#r a1« die gothifche, wai grö/Jteniheils aus der 
ftaa*i|£iTii§keit der mundartrn, zum theil von den um* 
liaim* die der Gothe nicht kennt, herrührt. 

(i) a« der reine laut in unzähligen wörtem (durch 

• ftimen ron dein ü. nntcrfchiedrn und afk be* 

i}, i&üig dem goth. a gleich, feine kürze noch 

«nkfam ifk dem anhebenden und fteigenden verdoppeln 

imipti eDnfananten, namentlich dea darauf folgenden f 

■üd S, Von der verwand tfchaft des lat. kurzen o liefen 

IgI die bcifplele mehren, vgl. mani, manon , rat etc. 

»entte« moncre, rata *^'); aber auch die von ein- 

%tnd«^m a. alt: aha, aran, gans, nafa, waba, fater, 

«ergL mit aqva • arare, anier, nafns, favus, patcr. 

Den Römern iß aUo wohl zu trauen, da^? fie 

Jhen eigennamcn wie batari, chamavi, marco- 

vandali, cM^t marli, langobardt, mattium, 

, vangio, arpua, araris, vahalis etc. den laut 

getrolieii haben ***); in den beiden erfieu scigt 



*^l>i« reemalpliabefe drflckcn anter den vooalen eigentlieli 
dm g>J«lioien aui nod beiicnneu auch fae Vorzugs weife. 

^ tit 4 ffti Teilen mundarten fclbft ift der Übergang des a ia 
m li^tifl (eilen, doch gehört dabin halou /arceffere) J. T« 
ii^d gl {an. 196. — aber liolon. O; vgl. den weolirel der 
adi. cr«iiing '»ht und •ohii auch unten dio bomerkung 
keim dipbih oa. 

IßtrCdi«!* Tee. Germ.aS- Plin. hift. n8t.4«5o. 57, ti. werf« 
Mü^vicht «in; CS wird einem nördl. volkvftamm zuf>e« 
ktimbmn nnd ftioimt äaehr cum nord. girr, als xum 
- gU». 



76 



I* öUhochdeutfche vocoU* 



«C(;h dfe (ilba bi* eba - nnftreiti^ kurz. Zagleic 

.htrvor, dayi in jener fnihen zeit nocb an keißen 

laut d^s 3 bei folgrncJem i 2U denken ifl, vgl, arini 

atbls« Traldi», amiria, alifo« arpuB, canninefas, afci 

gitim, angrivarii eic*^ da die liömer« wenn Oe bicr 

ii»M» Vi Ulli: hfirien, p^nvifa ihr e gefcbrieben hätten 

wciölicb knien gerade diefe wörier fpSter nm , 

erbe, elbe, fchelHe, ema, efcheburg^ engern. Ea 

fich alfo libeThaupi: wann bat der umlaot des ho( 

a in e begonnen? Die« wird h*:?rnach bei d*^ni e t\\ 

gezeigt wcf den . bi*?r Und vnrerft anfi der früheren 

weitere belr gc fiir die nngefchwächte kraft des a ai 

fuhren t aus ilinmiiinna Marc«; agiUmundiia, barkii 

des« i;iningairu, carietto; aus Vapifcns; halidcganea, 

deh diplonitMi vom 6-9. jahrh. unzählige namen 

adil - (ft. adül), agil-. «Ibi-» amil- (ft. airalj , ! 

angilr» niagin-» ragin -etc. in welchen fpäier et\iU 

den das a in e nmlanteie« D;i aber eigennamen 

aii^er dem laufe der eigentlichen fpracha liegen nn 

ihnen die alten laute länger haften; fo können He 

die zeit dea völligen Untergang« des a in dem e leh 

Nachgehende belege find daher aus den alth. denknj 

Jern felbft gefchöiift. Die gl. ker, haben: ilazzi (1 

kidraAvit (miniiatur) piwarj'an (prcihibere) furifa 

(praeponn); die gL hrab. alpi) (cignufi) harjon (prae< 

harli (ilnriJi) etc, dio gl. caC farhir (porci) chalptr 

Inli) canfi (anferea) hanin fgallrna) anii (et). Ilidor 

itoch: angil. gardhea (lirga), falbidba (nnctio) ma 

(pülene) al^lin (veteriß) dhrifaldin (trino) forafagili f 

phetae) chifcaftim (er ea iuris) binamin (cognornine) i 

(baereditatis) aniMiio (fronie) chiwaldidha (p^itHas) ( 

dit (ft^l). Kcro: tlarchifto (fortilfittinfi) tagaüh (qnoi» 

nu») na^nagt (niuhiiudo) kihalttda (obtervaniia) laniri 

(prpvinciact) antfangtcla (accepiio) arniida (miferiü) ' 

iiLin (dtITimufarr) hihaUit (aroplexua) unmahtig (infii 

saharim (lacrimis) falmin fpfalmo) karawit (par^it) al 

herz^r (mifericorö) etc, Oifritd: g^inztda (falufe) farph 

(acrimnnta) zaharin (lacrtmia) ni^itin (viribus). Tati 

am? (meih); doch es wäre nberfln/7ig, in beifpieleii I 

s&nfihreu, mtinc anficht ift folgende. So Aveit die I 

ilcn (jueMen ahh. fprache hinanfreichen fgewiy? ins 

vielleicht ins lie jdhrh.) eiblicken wir dtfn rein«! 

laut, fobwld ein i der endung nachfolgt, nicht ni 

atiaCchlie^lich t \vi»; fnlher, fondern daneben den 

laut e. Das veihältnifi fchwankt, doch vielleicht oi 



L aUhochdeutJche vocale. 



77 



ik^ tiMiäem nach ßiifen« t) wurzeln deren d hlf^ff 

tipdchtr rotifünaijt fülgi , nid,ßcii h^cliCleni nocb im 

f^ff jnf^Dg dei Strti den inrai vor dem unitaut 

20 , «. b. wtrjan (defmdere) hart (e^terel* 

• o»>* Spoiler iiie/7 e« wetjrn, heri , helid, 

, fieher im 9teti nie «iidert»* Au»n;ihiuo 






/^7 ringen, wo ßch oft das ah« 

; fo ])aK man vn« pliismo, 

1, forafagin forigedukkt , wäh- 

11,? .Pia bereits nemin galt; J. 40^« 

rat) wo fünft gerade das uingo«^ 

i;^*.i lichcr fcbcinen müfteu 2) ift Imir 

in der wnrzel, fo hfgt fie den reinrn 

*: r noch Im »• 9tcn jahrh. arbi , mabüni 

.3 cic» nur aümählig imaaer felmer nrtd 

iiuUut. Bei Ifidor pinamin, angif« arbi( 

iuin, eiJgil; in gl. doc. noch paldida fau^ 

^ sftrpngida (deörüctio), Oifr. und Taf. beJdida, 

nemai» Noiker xegengeda. ^i) über eine mitt* 

be Uli >Tirkt daa i früher noeh nicht 6rn nmi 

die wtirsel, daher zaba/i, ftarachift« garawft; 

tiUen bch.'ilt h\h^ Notker, der es Tonft fall 

dMs alte a bei alfendl (captlvitas), 

^ ü rpäter anch hisr der umlatu eint 

li^« u. cnrct. Je eher man lieh an die cnn- 

i\i*t\o Jeicbiert daher fchon »hh, 

_' wahniebmung diefes naitirli* 

r, ir. dem üui naaucii^cfhättnifa begründeten fttifen- 

(ehtftnt mir fchon hinreichend die meinung abzo'* 

!er umlaut dea a in e jcdereeit beftanden 

jerft ^ir nicht *•)• dann ungenau, endlich 

|ingig im ff bezeichnet worden tej. War- 

[t^ [rhfir u njtn ii..!- lu der ungenaaen »eil niemahla 

1, (aiida? oder in drr ilteüen niemahla felbi* 

[^•fii? Und wirkte daa l ßcta einen gefprochenen. 



jabar« •aiiial^ftt«» fesmil Cre«belluni^ 98* 5* fcidil (no- 
b»rtta^ 100« t. ^^t*t% ^oofiiia) «le dt« «lie «ndung wftr a« 
fcsiB«l» tflid«!, (^•ßftQ und dit i ütUt febUrhatt far toop 
l !»i 9. 

Tchr^bung «^inoi ^oThind«n«ti iiniliUl*» 

RcH h*i. d«ri die rchrift det ^«rlndtr- 

f dem fufie fotgi and oft g»n» 

lichtn). fdllt inir tin bieibcr 

^ii»jtig^itm b«il|^i#i fii^ Üt« |^*nitasöf«ci Cabr«ibflii p»lt. ay^nr 



78 



L alihochdeutfche vocale. 



M^enn auch ungefchriebenen umlint bei dem a^ 
das ööroliche für andere Tocale behauptet werdci 
T«in n miaut fpäter In fehnft nnd auffprache v| 
Wäre d^'ir» abfr To , wanim foHte man ficb nichi 
Wf-uief^t^ne zuweilen, damit abgegeben baben, j 

f^ de? f'-brifi auÄinilrücVeti? Altb. quellen weifen 
kf-iii btfifpiel vum nmlaut dea X in x, dca ö in a 
o in d» d^a u in ü, M^nhl aber beginnt 6ür dm 
iu twit ^cm ro. jabrh, fch wankend. Auch fchJ 

^' jrir von jeher der hocbdeutfchcn fchreibung eig| 
wefen, Heb treu und fowcit die niiiicl reichen J 
der ausfprache %ti richten. 

(E) e, zerfallt in zwei ganz veffcbicdenc lau 
fieh in der ausfprache zwar ähnlich fmd und 1 
in der bciitigen mehr vcrniifcben, als in der 3| 
noch im ij. jahrh. reimen genaue dichter wörl 
beiderlei e nicht aufeinander* Ihte verfchiedenhc 
»bcr auch deutlich aua ihrem urfpfung herror 
wohl werden Ge niemabla von einander auigez^ 
fondern in allen alt * und miiielh. blT* mit dem 
eben buchßab gefchricbfin. Ich war lange unfc 
■welche fchickliche bezelchnuug einzuführen 
trete mit dem, waa ich jützo vorfcblage ') gern 



*} Erft biet« ich dal litth. eirpan^tige e gewühlt» 1 
bernftch dai asweipuneti^e vor, um fich in den 
di-uckcrfien befinHet, l.ttelimiini fetat C (Ar in«in 
m tut mein <i* D«a € ift hiftorifch und aus Itt. hH 
fdr ae (chrctben. in Aiih, uitd tiord. übergeg«ng<!n| 
denn gleich dciD x lur e, zuweilen für ^ und e geb 
(f* uiiren beim c , tut dirr^m fchwankcn und dt»| 
xiabmen wollte ich keino reeel machen. D^a df ieU 
berser den dem i nübertn Unt zu be^eichtion tid 
dein goih. $i^ nord, im (won«b«n auch <f gilt) etc.. 
fprech«D. Nimmt man «• an, fo bleibt dat g«wi 
/ürt umlatitende a und kein f >vird nütliig. — Ün% 
itiöobte nianclicn daa € für dett umlaiit, dti e i 
ftuf i odei ai enifpiingenden laut gefAllen, wr>dure| 
die fioh fo auologeti nndoi^itii u und aü entrprin| 
thtfila die umlauiszeichen £, ö« ü auf ein« reibe 
Allein dmu lidtte man oilenbar nicht ^, f mdera & i 
umJaui fcbretben tnüfse n , we« doob einfpracbe Iw 
laicht unbedeutend für di« anficht dea e*Uut9 üb| 
fcheint» dafs die ihen riiuen Uiii diicohaut nicht besi 
weder « n^cU c. Tandetn beide mit a oder i ävtsi 
Zwar die f.Vcbßfdjc« geben fpitcr ein c- zeichen 
ehu üt #Af« (e^uut^ beueiautoi min Luia ei «ga 



täthethdeutfehe vocah. 



79 



,^»a,. 



DI rontigllchrre ßisden Ußi^ merke auch 

M itu Asß der nnctiii'chiet! Itdiglfrh auf 

iiQnd illnifalU tieflonige # anwendbar id« 

16) it uiiil rcummen knun gar nirhC 

Tih r« wie e ndcr e lariie, kfiii« 

rrirliMi, da €8 ßch fclbft 

Pi ^ u lauten eiUwic1*elt. Fiir 

mi Anmin« e werde ich mich alfo des gß- 

scicbeos (ortbedienen • ee mag nun ans ei* 

e« f, o> n oder «U9 noch andern entTpriin« 

DofjLuthen lonlofe e h:iufcn Tich frefUcb erft 

liaitffi* tiftd n^nhochdetiffch , zeigen üch aber 

unfercr TOundarr» 

1 'I ; i 1 rh endenden, wo 

[•leterndung -«ar oder «ir begegnet. Diefea e 

•^- e (d.h. umbut des a)« denn wö 

iide tiidnng i? ebenfowenig. laßt 

j, i| u mit licherht-'ft nacbwcifcn» de- 

Ten fey« honnie. Man vergleiche die 

auch da feheint die tonlofe endimg 

1 AU fejn» weil lie nicht den umUat 

rrc^. Her Gothe Kennt kein Uilcae§ e« Tein & 

iL entfpricbt dem allh. 6 und überhaupt 

Je feiner unbetonten endungen noch ge* 

al, wShrend 5e im allh*. fchon bedeutend 

\^y Hier alfo wird bto^? von dem e nnd ^ tu 

gebindeli. 

^K^Arhi-g «)« timlatit de« a» vcrarfacht durch 

i oder i betrachtet wt-rrlen niu^, hat 

vurbin^erigten, vermothlich fett dem 6* 

entwickelt und in den folgenden fort- 

, fü äafl ea von dem 12. i5ten aa 

h dif a veritiit. In den aufbc- 

iimen vom iten bis sum 6teii 

.,.4; ^.., ^^^i.iLlchen iiberhaapt» gar kein fol- 

idern ille fcheitibar darin vorKonsmenden 

efii\r. ili e oder ali i aua. Nach dlefec 

fen die e am glaublich zuerß iu filben ohne po* 

ffl ■' eribo. helidben, heribert« 

|t . megtnrätt reginhart eta) 



gmtL. 20« «racT «TU VI Kr c;«i.tr«n* Sicher ftbar bedeutet 
e ran« aifhi dtti niobut d«t «, j'i>qJern entvr. € oder 
gedmltnim ^ Du Ut. «tiuiit h*t eiit korket •« 
i9iie«» bim. $* «a lian alib* to6« 



80 



I* aUhochdtutjche vocäle. 



dtnn »lieh in ponüonellen (engilrat» neodtltf* e(ki 
ü. •«). nie gt. call, habf»ii fchnii: zendi (den ' »%t 

(reneg) lempir (agni). Iiidor i&ei^t: ntirniti ^t] 

hehh (habcl) aieghin (virlw«) fledi (loco) rniba (rjiiti) 
etihili (genns) fweri (jura) mendit /g;iudet) cbirci 
(nniliii) wendii (veno) cbimengid rmixtus) feflinon 
mare) ettdi (et) beftidi (fixit) nerreu (falvAre) reG 
(mJiivBt) eic» Kera; nipgi (poterii) eki (dirdplm«) 
midi (peregfinus) fcHda (roaiitio) nemiii (nomine) enl] 
(bftrrdea) redja (ratio) xellia (nnoDeravit) krcinita (ftßlt 
enKemii (an^ufto) aiitleiigan (refpondeie) gifpciiRim (fl 
lioinbiis) Tfffi (irgue) Diifeiuhi (duritieg) eiigilnni (a 
Jift) fkenamift (brevillimum) etc. Dia übergiwicbi 
e hat Tifh deutlich «nifchitfden und ea wäre ubeilUy 
ans fpiiteren deiikmählern wciiere belege bei2iibrin|, 
libtraU il^ dieCes e o^ttix und einfach vvie Iti dem 
tigcii: menge« ende, fremd ausznfprecb^ n oder wie du^ 
lat. e in p^rennisi ineptiae cic, welche ganz auf gleiq 
weife für umtaute dea a gehalten werden niii/?en. (Schi 
der p.Q»)' I^> ^rechfdt mit keinem andern voral« 
iDiiCke denn das unten bet dem w näher su btffprechc 
fcbwanken zwirchen tw und ow hierhernehmen wollj 

Daa S lautet gpfchlo^t n und nnßcher, awirchen dl 
i und einem di»ppetUui fchwebend, (wie noch beul f 
tage in; leben, deeen, geld, werden und etwa da« 
in fcx * dexter, veno, fern) fcheint aber Cchoii von fTilS 
fltT zeit au fo beClauden zu haben. Wir finden ee 
den Römern in wÖrtern, denen enifchieden ein j 
biihtt, ala fegeftea » fegim^rna, fegimundu«, hermundi 
herminanea» Irei'iri, venedi , wo aber tiiederdeut^ 
muildarten gleichfalls e eingeführt haben, z. b. i^i 
(victoriat fno»). Strähn fchreibt : ciyiitvc (al. ffjrr 
ifßiou^o^Ci^ fiiXwv (offenbv railo) und daneben: *Txty!ji 
(al (Tiyijuiffec) ßstiTOfiT* Dem hochd. e e-tifpricht e$1 
h^rtha und andern, vermuihlich in veied*, geldpi 
Dem TÖmifchen ohr fch wankten diefe wöner z\vifcf 
^ und i, weli.hefl andere haben ala : vifurgia, (vifi 
fpäter >vefer) frilli (niederd. frefen), cimbri, brinno (I 
canninefaa, Tac. hi(l, 4, i;. womit das bekannte ßptp 
Paufan. 10,19 rtc. zu vergK); zur nähereu bertimn)^ 
diefea unficherficn liuts folgende fatze 

j) ihm entfprjcht d^a gnth. ai (nicht dt) bei folgend 
h und r, vergt fuhs (fex) rebi (rectiiif) weht (aüqui 
gewöhnlicher wihiji (^bao (videre) seUwi (ß. z«;hfi 



1^ ähhoehdeuifche vacale. 



8i 



rt<?Tt?rs7 rrr«tl {tr^ucmtt} b^rjti (ferre) {ütIixb (cpIx) 

' i cic Icfirh xi bri ^tf^bd für ^ odüf i ift 

^» d« lafh br* rcbfififi«?tl<'f da« golb i>i«d 

II. m tliirch !• a«^drlirUftl (oben f. 4^.)' X>*ph- 

|eii eilt \i^ icke In Iteb wohl hua zuf, gt^zugeni^ii eilt- 

%orili!ii mrhrirer (itbco, nicht aber aus t^inxcl- 

^^=^h^t treten einfacbe (piUer mi 

ijufe« wie das 2aL ai, ae zu ^ 

>Ü »ii 6 wird (*ichii. p*5i. ?v.). In 

wöruri ij ttiif daher ai aller und e jiiti- 

E«r , Irtzterett ttt f^itif« birdm knrter, aue der mtfcbotTg 

rieder r'*r^^'^*h g-wo^tUier Itrit. der siiweilen iis du» 

lofx« ♦ kK» wi« die \%Öricr ftbu (neben febu, 

fainu I mitl mift (miüt» fiiiber wobl mihütf goih« 

Im) dtribiifi. 

Till den Willem» xxa dem ^ lietn h und r folgt« ent^ 
Ipnchl d«i goUu t, %'gU g^ban , leb^ii. regau, lefin« 
vi^g* b^lf«ti , f tt etc. mit giban, liban, rign» Üf^u. 
ri^f • bUp>i Manche können wir nur nicht in 

l^a i;nth. H*rn vergleichen, fo z. b, wiiule 

r (Mbtaito) ein goib. tibr entfprecKcn; 
ft'^ ^ hier e wiedcrnm jinnger aU i tb» iJa 

[Weil iti ^aftm aualugen confonant%'^erbäl(niiren daa t ge- 
Ibltrbef« Ifl (4eiin warnun toliieii fibnn, hgan« hiiüil, 
[^lul «IC aoderfi gefetaen folgen als geban« dtgan, ne- 
fian* orhal efr ?) theits im nirderd. die Verwandlung 
e nnch weiler umgreift (vgl. fevefi, beniel» gr« 

Ale mnlfiff ^rmant^lfchaft aller ahb, e, fowt>bi der 
aoi d^ni goth, ii ils 1 ßamnitiiden . raii dem i iUe/t 

I ani ^ oTirelen dea i in gewiiTea ilc^ionen und 

ib. n Att wursrln* die daa e an fich tragen. 

HAupiiail jfi der fing, praef, ftarker conj, vgl. wer- 
Uü, wirfn, wirtia» wifit ; gtbin, gibu, gibia, f^U 
V'l otid alle übnrkcben. Sodann ableitungen t l^nt^ht, 
nlmlhu (fjn*nlitinm}; ihegan , giihigäni; gclftar (irU 
liamml ^ilOrio {(Titntatiua); WL'tar, giwitirl; Oerio, 
;;ailii berg, gibirgi; feSd,. gi^Idi; — 
^n. (lifbig; fper, fpirilt (Tagitta) ; 

ifttrm irCendere); heran, bit ig (U^r*^ 

lfllt)l : : . . .1, g abirzan (concordare) etc. 

Hifr eni^pv^^t^gt die bedenKlichc frage: gibt et einen 

Itfutant de« ü in 1? febeinen die ang^fiUirteti fülle 

^^cbi andern« \yo dci tttolial oüeubar iß, analug? 

F 



8d I. ahhochdeutjche vocali. 

nämlich in der conj, dem praef. maU«, mata. mal 
Tnelit etc. in der ableiluiig dem m^n, mennii); ; ha 
helllin (cohirnus), Unna, teniUn (abiegnua). Näh 
erwogen vermag ich keinen umlant de* e in 
anzunehmen, a) der umlaut trübt drn reinen voral 
aber ift felbfl einfacher, reiner laut, b' dit endnng 
müfte dann überall das e umlüuten t nie aber wl 
man zu berza den gen. hirzin finden, c) die endo« 
i lautet a in e uro* faran, ferii, ferjan (tranffreiare; 
aber fo bald fio wegfällt, hört der unilaul auf, dal 
faru (veho) und im imp* far! mal! (mole). In iniU 
fällen waltet alfo ein anderes gefetz, denn es hi 
neben gibit, wirfit auch ^ibu* wirfu, grp! wirf! 
ableiiungen irflrr^n , gahtrzan zeigen ebenfowcnig 
endungs-i, •— Atia diefen gründen halte ich d»9 
e wechfelnde i für keinen umlaut, vielmehr für 4 
in gewilTen fltxionen und ableitungcn länger hafte 
den» urfprünglichen laut, der von der endung tmi 
hängig Bch zuweilen noch feAer erhalten (z, b. da 
ganz« verbum iigan)« zuweilen unbeachtet der endtn 
Terloren hat (z< b. von kncht hei^t das adj. knehti 
nicht knihtiiTv). Vgl, was unten über die ähnliche l 
Tcheinung de« u lUu o, dea in ßatc io gcfagi W( 
den wird, 

4) die beobachtong de« richtigen lautea e und e unti 
fcheidet viele vvörter, z, b. bero (urfna) beri (bac»| 
hera (huc) heri (exercitus); namentlich Harke vt 
von den abgeleiteten fchwacLen z. b. glnefan (fj 
ginerjan ifanare); gtzenian (decere) , gi^emjai 
mare); heran (fcrre), berjau (ferire) etc« 

5) einige doch feltene übergünge dea c in o erir _ 
an daa parallele angelf. #0 und die oben f. 44* bcmert 
vcrwandifchaft dea lat. o, überhaupt aber an das 
lautaverhältnifa zwifchen neman und gtnoman, ! 
merk würdiges beifpicl ift Otfrieda woroU, da alle 
deren altb. quellen weralt haben. Aebnlich W4 
(bene) 0. T. N . und wela K. gl, jnn. ; fo wie daa ta\ 
wolo (opea) altf, welo, angelf, wela ; oder maß Ai 
k ein e fteben? vgl, goth. vaila und im verbum d 
ültere wellent mit dem fpäteren woUent, wobei 
lat. bonua und bene (mit kurzem e)i volo und v, 
felbß erläntern. Vgl. oba (num) goth. ibi, nord. 
und das alth. wehha (hebdomas) goth. vik6 mit T 
mittelb. Woche» endlich das alth, queman uiid qt 



I. althochdeutfche vocale. 53 

niuelfa. knmffn nnd kone. Die formenlohro 
^<wird fernere belöge liefern . z. b. in dem pronom. 
"" * und Dtihhrin. 



{l] l^chi dem goih. i gleich, hat aber berchrSnkicrn 

hn&ig*J, da, wie wir eben gefchn, viele golb. i zu 

iUL r i^iYord^ti Gnd. Dabei macht firh wieder die 

beim a mitgiiheilte bemerknng geltend, ^ȧ vo- 

i /ütgeiideni rinfacht-u conf. den lant leirhtcr 

Rrdilclii, die t»it pdfiiion ihn länger halten, vgl. grban» 

"^ , i?^jiit wtg« thi-'C^n, rc^iin, helan, ßelan, uenian« 

^f&tieic. wo im g')ih. i ftehl und andrerfcits wildi, 

^ tlmKir» blndan, windan, ring, hinkan, ^innan, 

ihitiraii. rippea, fifk etc. Nur l^fitw lieb doch 

aUfr flUe hiernach regeln; ausu^hrnrn treten auf 

feiten itber. Su fijid die formen id nif ißens dem 

lebtiebeo, ala nidar. widar, fridu, lidi (membra), 

Kommen qredi<n (direrej •*); einige auf i3, iila: 

{Utm^m} iibnn, ntbll andern numcnilich ciniilbi^en 

pftilielii; hiniil, in, niiti» hina, ir (ex); pronomini 

I dii, 11 (ein*.) inju, im, inan, ira, iru, aber im 

er tifid t-^ (golb. i», iia) Hi wie zcr- (goth. dis ). 

r tdiwaiiken nach verrirhiüdcnheit der dtnhmähier, 

kTlcif (iiawt*) O.; fcef M. T. N. gl. hrab. jun. nnd 

iii,4j. ^^ die alten runennamcn haben noch gibii 

m ^pSifren ^eba (dfuium), ebenfo wechftiln wilFa inid 

I (fcEviJ} etr. — in gewilTcn ilexionen nnd ablcitun« 

bfä dl« alte I hcrror« wie oben beim e angemerkt 

m \fk^ t% ßing pnlUion in dem wort feyn oder nicht, 

fo bleibt Hl den ablauten midun, rifun, fcinun etc. 

ft«i4 «firrrrehrt und geht nie in e über. Endlich 

•san^ da^ einige allh. i auch dem gotb. ai cnt- 

m^ tlfo in den formen ih nnd /r, vgl. fihu, hirti» 

(p^iii)i fogar pittar dem goth. ai in baitra 

L4«) 

e» wird gleich dem e in den runen nicht aus- 
SDaftgdc auch in der gothifchen fprache ***)• 



«iiYKi^tit auf i BOtltatenclen einfilb. Wörter find dU 
' ifi mi und ptriikalii 2»i-gt-, die aber bei N fchon 
p0^ ka lauten (d. h. n€, p^, kf). 
S^lL ic» «igeniMmeii Sido» Tac. aim. iBtBq. hift. 5i 5* 
Vi&UiiM. Actn. 8.63. IA»89. idiftaviro, ann. fi« 16. oder fvraie 
ITiJbiliua cic. xa fetzen? 

tct diefer ahnliclikeit mit dem ^, uns derentwillen 
■ o ktta nsfpsftofiliciits und •anfaob®' dcutfchtr 
' " ■ F a 




84 



I, aUhöchdeutfche vocale* 



Ei verhiiU fich genau «u dem u, wie dM c *it dd 
nämlich beide o und e fchei»eti abwelchung von 
tirrprüngiirhco n und i; gerade wie bei fiVgeniV 
find r das goth. al in dii tiamlicbe e ubeTlrai , Iq 
fpricUt in glffichriii f*ll dem gnib. au das aiib, o; 
lidi wie dort fcbwHiilit auch hier die verwand In ng 
aiit^nabai0W'Cird hat Och daa aUe u erhdttetu 

i) fcbon die ällrneri von den Körnern iunifw;jhrteii 
mtn der deiiirchen eigenusmen ^ei^en dtcd'es p« 
uiarobodvu9» gotbiiii , gotbcmes, ob • ftdi , tcot 
mott *) ; Sträbii rthreibt l^ttiiiofQi fUtt bermnndui 

2) dem goih. ßü enifpredirn die formen: obfo. 10 
giboTan (TJatuä) Tora. hörn, niurijan. foraga* Wort; 
golh. u hinge^-^n: got» opafa (porlicuO« f^hd. I 
fblo (pullu») rnulta (terra) nlbeuia« woidai' (gl 
Wulf» wolla* goulo (vir) hurt (lbefaoru#). Viele b 
ten das alte u, m deneti allmiihlig auch o elni 
vgl* die tieuh. folin, ronnls, fülle«, fromm etr, 
progTellion des o ift mir der ßUrkne beweia 
unurrprün^richlitfit ■*'^). Daher fotnaen Avic : cib 
lobon, hof (cnrla) bogo (^arctu) hols&, phofo ( 
ftiplnni) hufa (braca) 11. a» wozu im« die goih. 
gleichuug abgeht j ebenfo unzwcikellialt auf ein 
ics u weifen, 

3) zwar TJicbi in der conjiigation (weil es l%ein o 
Aarken praef, gibt) aber doch in andern tlexionen 
ahleitungen bricht das alte u, (wie voihin daa 
dem e) hervor. Man erw;i^e r niordar (haaiicid 
mnrdrjo (honiiclda) hörn, einburnjo (nionocerob) ; t 
ihurnin (fplnofua) \%^olf, wtilvin (Iripinus); gold» gu 
worti aniwurti; hold, huldl; fora« furi; hok, htii 



Itut fcheineD in6clite» ßehan lieh beide doch nieh 
gleich, Narueailich «ireheini o im alih. «bleut (||;it 
gibotan) und im mnielh. Iiutet ei um in 6. Dm ^ 
nie Um tiocli effckeint H alt abbuc 

•) In beiflen flurinamen nif»fa (Jie inant» franr. meiife 
ntafelU (die noofel) wird dat o c<yrripiert. Di« hei 
fi'u^triäiidef dehnen: meaAc. aUlu Enefa und mofa 
moJel aber mufeUJuk moreUha» iui£\veülicL alfa 
O und AUeret a. 

••) Sie folpt apch aui dem veibalntifi der «blaute 
du diefen Wörtern zum gritnd liegt. Halt man fn 
frum» fcal 2« fculuci eto. fo wird et Mar» dal« 
fpiterii (orm froioxo, rollen ; totorgedilch ilL 



L aliJiOchdeuifche vocaU* 



85 



ttimeo; Icorn« falkurnt; fo^al, fagali; locb» 

■ t (Ärirfum),' rot (eqniiij 
hiirutfi (ititeus); hurfki 
ciiArrt; fioccb (caper) puccbm 
'\i giiubili (cuiivaUia; etc. Auch 
\ef umbul* iiocb rückkübr des alren JauUi 
thifieu lirCTtlbcn, durch gewilfc biegungea 
I' ii^pii vemifachl *)• Wir werden gleich 
line eine ciulfjug i, dj» alto u in dttt 
I, wiirftiri« htiriduii (wie düe i in riton) 
1i5 von lieh ende o ira neub* 
» _ ' worF*-'n , banden, aber im 

^mtiad* auch worprn und bondisn bewirliie. 

n e iß vorhin beim c gedacbr« 
)Ug verduiifru no<h die vvörUr 
Icmar (tonilni , woncn {bitbitare] und fönt 
r -f^i* 14 1 ffbU dem gotb. nord, ond angelT 
üt niederd. bat [m^ DUXeB u sctgt 
in^-n (K. T. haben wonen) fo wie 
.ictns) und nnilisiituud venja (con- 
>). Liii " gewiibrt da^ aiigclf. dunor 

ü) und \ i^ere}« auch d.iA nurd. dyn 

1, Da üc:h oüi) auch aus qiiena TpStcr kone 
rit» tA dai nord. kona nnd angt'lf. cvt^n, fo 
ie Ich für alle diefc woricr längft verlorene 
|j»n0#, die gleich dem goth. niman« nain, nn* 
liabr habend win^n, wan« wunan^ dinan« dan« 
nf^ Jenes o ifarf aita aus einem frtibern u ut\d a 
Kt€t werd*»n. %Un halte hierzu d^a vorhin f. 7?* 
^r den v ^t a und o (w-mba, wnmba ^ 

ajbtt «• jchle:: ein Weiierca bcifpici 

die Ci , die b*** J. K. O. N, fo und nirbl 

lyl« it*. H "•' i**»^t«U blo^ dio exbnrt. lieft ja und 
|ti«ld<n3 bJT. (Vgl* yiacbber über daa fchwanken der 
^oD^ea ia und w). 

I) 11, dl« tnullcbe glcirn «'--r gothifchcn frluui 
at ßcb für dai kttr^e u keine» t:igeneh , fotidern 
leicbcna, daf ei für daa bnge gilt. Diefcr 

il \m Allb» nur 'n «rr^far;^ we^rn der vielen 

inge in o^ Am w^ife daa o 

iu wii*'»*^^^' . ?t denen mit 



|Aui#ge aberglng« d«f hu fpiache bn Scbneidac p.aS-^t, ^^ 



86 



I. althachdeutfche voeaU* 



ilo|rpfTtem confonatiien, vgl. bei Tacitii«: brfieteri, 
gibiiii« ttingri , liippia« neben: iiihanu*»» ubii • UÜ 
burii, gii^eriii* Tiigii, «irren cift*» lilbe jeflocb pTofodI 
iingcwifs ifl; w dr-n merdt'n fällen wutde icb t*h€f lil 
u atuK'hnj^n , ifibanie», iibii , börii. In «hhi^rhd. de 
ivähtern ; lobön, obüna , fogal, iinl , halir, ft*lo , lol 
g0Pi:;n, honec, böte», beri^^hn« got. neben: iibil, hfi 
buh!l« thulcn, mulcn, tcnlnn » fnima, fnniar (tef 
furo (quitlarti) fori; in den ablauten Kugun« boguo 
beiy/t GS ßet6 //, in sinonian, gisngan, bolfan« gtbci 
flct§ o. Auf der anii«-rn feiie: fnhf, lub». dnibiin, fij 
»nbt» ßinuht, hrurUi , niurka, abolg, fpnlgen (fo 
Bulla (hora) knimb« tlumb, Hu mm, kiimft« ntimfi, ic 
Kunni , grnntu (ca}amiiatP6 ^ brjnno« funna , 
unda, bungar» s&tinga , kund, bttind« fttinra« 
Avunta, funta, uns» fiinit funs, kitphar« wurm, gf 
iburft« thnrri, fcnr^an (truderc)» bnrg , kurbi^* 
liift» brufl, akuH, nuB5i(nuccg) llu^Jl, pii^Si (imicu«)j 
ivoneben d^ta o in: >volf« %vnlkan, mc^tgan, ih^fft 
HÖn, niorn^n, honi, aorn, ilorn, körn» fforrt-n» 
rfn, fo tluß ßch alfo nach dnpp. t und vinem auf t[ 
genticn conf. das o vorztiglicb gern rniwickilt^ wai 
daii gollt. au weifl* In den ablauten bnifun, wofi 
bleibt das u und aus dem ablaiiuvctbähfiifs mn^] 
lilärt werden, waTtitu einigeniahl das u drin gc-fbJ 
gleich zu ilcben fchcint , ' vgl. ihurah (per) niil,~ 
itHmlich tharah ifl cigentUcb ^aurb. 

{A4) Ä, Jn den ßcbf. runen ßc fqnercna) 
welcher name für kein arbh, a paJTi^nd war, W( 
die form eih laiitrt und das angelt i dem allb. ti fg 
«i) cntrprJchi. Dii-fo bcrüUrung zATifchen ci und i 
»litteh aber auch die tdentiiät dts alth. ä mit dem g 
^. dciTen Übergang ins golh, ei oben bemerkt win 
1R; man erwü^e fcintr duB mlttelniederK ae für i 
den initielh. tintfant dca ü in x, Nach allem dU 
M'ird dat fchwanken dea u in ae, ai nnd e ganx lU 
lieb fr.b^M»cn* Wuklich weifen auch tinige vt*u 
Hörnern bewahrte «jgciinamen auf einen laut biiit 
mehr dem goth. i, ala dtin ahh. a glelcbu Hierher gi 
ren fnevi und chenirci, die licher he!n Kurzes ^ ba 
wie fcboo Siraboa fchrcibuug cütjBoi ,und ;t^pot*araöi J 
(doT fpatere (Jlaudtah« iV. conf. Hon. r. 4r» gebTir 
che - lälfrhlieh kurz). Jener volksname lautet alfo i 
fudbd und miUelU. fwdbe« welcbea , die reime £i 



l alihochdeutfche vocale. 



87 



i|fliriii} 



»r 



kt^\M)mi gäben (donia, dabant) nnwiderrprecblich 

kdinliiia Die biTdang cb^rufc wäre das ahh. hämfk oder 

\yM i»^ kannte von här abgeleitet« fo viel als pilofus 

*), Daa dritte wort, das in betracbtung 

ff yi rbrnna, ^Tfvoc, dem jedoch die alth. iform 

1} 4[]5^eiDacbc zur Teit« fteht» folglich kein rin ; 

rtlD|0(b. reina (hreins) lic^e fich füglich mit r^na 

trrtirtbiren ; in allem fall muß man die ablei- 

xiiiiun (fluere) aufgeben, hrinan (tangere, aber 

Bfirf) hir näheren anfpruch. 

[Ji febetAt mir nntalich, die alth. Wörter mit dem 
I hm fo vollßändig ah rröglich anzuführen, 
deoiLEanii^n und endnngen ä, find ea folgende: 
faetrtri) iiadala (acus) ginäda (gratia) fcäf (ovis) 
fl^jij (irmi; fiafan (dormire; bäga (lis) fräga (quaeßio) 
\ (libri) l>ga (infidiac) wag ^fluctns) mag (alEnis) 
iftndeji*)' iragi (tardue) nah (propc) fcäh (praeda» 
hl,) dahi (teßa} gabi (fcftinatio) fraahi (dedecut^ 
(öimix) zähi (tcnax) fpähi (pvndene) wähi (exi- 
eib^lfcinra, (ignum) Hahal^cbalvlis) fähan (^capere) 
[[uipenderc) plahen (intlarc und balare) krähen 
i^e) mlben (fecare foenum) nähen (fucre) fmähea 
Ire) drüben (torquere) fahen (reminare) täht (el- 
lifihlun (attulerunt) lähhi (medicus) brähha 
i ■) fprähha (lingua) fcähhäri (latro) äl (an- 
14 (EDora) quäla (nex) zäla (periculum) ßräla 
JUlI (1tibflcr.s) fälida (beatitudo) mälon (pingere) 
»BifcTirij brstno (vepria) fämo (fernen; tämo (damaj 
i (tenilrte) iiLimi (acceptua) gizämi (dccens) biquä- 
FCTi'fTif) p \n (irc) wän (iiare) wän (fpci) fpän 
liüii (t\2cniis) fellfäni (rarne) äno (üne) mäno 
jt (meiifif) *•) här (crinis) jär (annuf) war 
filllco) l-^ra vfcretruin) fära (dolus) fcära (vom it, 
I«. ihlre (illuc) '^*'^) läri (vacuus) märi (famofus) 



|cwi»liB liehe leitane von hars ift felir anftAttbafr» 

«Jida Sc% verrdiiedenen vocalt wegtn« fondern h«rx 

r ii»£b hirsifcB vielmehr haic« hartitk, ergeben, was 

>b«vrich(. Daa dunkele fwdb (trc^uf) liänet ßcher 

^mh f&bvveif • «odar fcLweifen xufainnien; vielleicht 

[ tkaew VfTinrenen Harkea form fwäban» fvrab, fwabun. 

Ictiviankc swifclien mlinot und tnanut. (Stalder 

[Ba Dp kHnpend reimfn. was tliara nflcli f. 17. nicht 
anclT rch'.'tnt I.'ir, fare analog. N. hat entfcldedeii 
iMot dial. p.s68, woneben p. sg. dara-furt?) 



atthochdeutfche tocme/ 



finiri (p%\U) gilki (aedrf), alle riibß anf -An« »lU 
Tnit-^iri; s. b. rgihäri ( terribilif); päpifi (|i«|ia)J 
fu*\« fptO|uiu«) hau (cafrus) blafiii (lUre) fuaUn (ai 



Utp) flu (pulcber) pfat (pndn«) lüt (tactnm pctil <C| 

k 



tat (roiitiUiim * wkx (velb»; fut (^faitcM drit (hlum ltl 



nal (ftuura) gat (it) ßii (iUi) draii (vehtm 
rti«) n.Ui (ltibUit;i#) grata^ (avidna) \K\xm 
tan (aÜarr) &Ata (coma * lariu^o) terato odtr (cTitjj 
iinaj ^fAvis (romf») ruvo itgitufti) m/ilSa (iu(><f 
Vfi5* (uvna melli») ftriSa v^ratum) rÄSl (^cbiti 
ffubfafc'i ((laptfer) LllSan ilinere) gra^an (rinlare) firl 
'San (iiiatr4icere) faw«:n (f'-rere) g^Taweu (caiirfccfCj 
\v% (niipila) bniwa (fuperriliuni) pfuwo (pavo).l 
(tf^pidus) pljwer (Ctieriileiip) grüwtT (caime). Elo^ 
nifht angf'fiihrlf find zweiiclbaft nnd vielleichl 
kcttd *^}. So mwfl man swar nach detn luilt 
nord* ein jfi (inmiii) folgltcb auch gijii<^en (confnitl 
inni-hineffi| dal pnh, ja (vgl, jitl) Hinmit aber f^" 
lliirr.'m voc^I und di'f lange frUeicit iich erft alt 
«sifi^edrHngt zu baben (vgl. uiiUii über eliihlbigA 
Jaurc l mid ü« di« fnihtTC I utid n vcrrailiou), Al 
jd luidet ficb Kein ahh. eitiHlb, wnrt mit drni At: 
näitilith ii^fi {cAfwuu) \i (fejiiduui) pl:i (cornileni 
n^h^in nur mit dem kennzeicben ^räwaj oder gf 
Unlfu^l^ar eiufpringt daa $i tu m»urb« n (älltrn atil | 
ziirntuoirrizirliung, z. b g;U (b hl für gaugil, Häl f.^J 
dit; daiii);lFi N; danün K. 2s a 26 a ^ iniSii («um K. ii' 
65«'in ^1, jnn. 26. f^ir d^iiiana, itian«. t^5«nap Dijj 
in<g. lbi/?t!iic'in n ihi[ \ii\i7.e vocal lang werde» wen! 
livlnni tu , \v»rd brruacb bei den Irq, tuOier bt*rpfu«; 
wcni^n. And€reiDaUl fch«int k iiiä^ufaUcot wofnr 



•) Plijiphc) felcrifit«'^ n^mnit in oh tut papi, wuU, 
tletitfi^dfif rpriclie nvtliT hequ«it»t« In riiirr i^wtn 
^i»n 5f^7, (Mariüi no, 7f|,): rolcnnui, ^ui Ulla 
lUr* Üdtr wiro il«« giiis wni aiiiJeri? ' 

**3 5n|lie tlit «inirennliare votßlbi a» iti ibuh . aUbwiä 
nriu;^ « 4»toft^ und irittofi itKidti^bcn Uii|( Uyitf] 
K ö^ /i attsilkil grfcliiifbe^n ftriit ; clof»t .«^^^»i 
thiiiUi, (ü wi« ft*^« flk<*33iii4, SL9A » I 

•ber rvr\vf.cJdati mit üem «ciiiui» iicr kl ^ 
ll'^atiliffL ott-ii r. 93) «^ N. Call übent lolit«tli<aa 
p. 11.} >vit^f|>rii das noiJ. ipun itnJ dit Ttiw~ 
niti «bfr ci#rro)^ pwh, »ittn ric. fprtcbl* dpdi 
sd^r^^f^vh«' pbovU * abci ii«fAr. .{^^tib «lec febw^l 
wiK ayoL bltfUia« svitcia, y4fa au Ccbraibeii* 



^ntfc beiden fiit 

.11 eiiiWiCKcil luh B\t\j erfl 

ans Hff zurauifTierixiehuiig. 

|üth* ^( juhit«. ni'ht fuhifia [[iticht. 

J, 34lJ für btcha^hc? rnicr bat 

^fcbiuihen und den übrig*^n ■nfgc(teUieji iii 

[ji»d -4wra ncbli^l^oU? UnbeiirLUbar und 

chtiaiflf itlis« KruU etc. 

'iireti lau -ivört^m enlfpricbt nxißer dem 
I *, %eii»». ^tmr) dii bnge ä ftrainm, 
|>^^a) ein kuizre in p^du». — Der unter- 
m ttnd jl iß hüchk wicbii^, und obne 
ZHfdmQU'n . die nirbie» gemein habe» 
im rethiHiniffp des Ittin» und ablaute 
ftlid» (manßo) falida (relicitas); rat 
littm) raio (loHum); baru linuai) hit 
'(bntciim) l.Hhban .medicina); wau (v4- 
4)1 atio (tvui) äna (üne); niaUn (mulere) 
fear« t^gnjen) fcära (force^^s); ^ala 1 lui- 
Ütllo); sua^u (pner^ übrig in inagaxngo 
i\h} ßiitg (afTmif); wagin (ciirraa) wa- 
f«f) f«ran (ire) fdrin (infidiari); nam (cepii) 
^ re) nt.lnln (lunae) famci 
lera; liwer aepidua) cic, 

ti hat mit d«tn gotb f nicbt» gemeuit kommt 

Hj r^ --r^it in fchr wenig wönern und nur 

d T. Die Endungen ^ Können erfl lU 

Uli! ' »»* In den übrigen füllen 

^ nl't drin ei verwandt • in 



»ncT 



ctrb: 



80 



I. ahhochdeutfche vocüle* 



selgt (\eh, da^ i nur In drei fHlIen Cich ioi ä^mi 
(gotb. :ii) eniwicliÄlT» und au^er ibtien ^i blc 
Aenfl ausnähme greife in i überfch winkt, 
folgen ()e: 

i) bei orfprunglirh auf das ci folgendem, ^psvol 
aber wegge warf «Ariern oder in den vocal o nnd o 
gelößcm w (golli, r). So flehet feo (mare) ^ 

cUver) hlJo (liiibulam) chleo (trifolluni) 1 

leola (inima) ea (lex), tiiii'5 (hebetatiim) *). ^fif 
r^ii, br^n etc., wie lieh namentlich f^aU (S, }6i 
findet, dann für fevv» hrew, hlew etc. wie Tic 
der, fobaUl eJn folgender vocal den conC fei 
wewo (dolor) fewin (aevum) Idwca (mali) 
(hebefcere) ewa (lex) vorfindet, endlich allp diet? 
fciw, breiw, hleiw, chleiw, fnelw» eiw, feiwla» €if 
fleiwa?S. weiwo, ^velche den goih* formen laivs.t 
bl:uv, fnaivs, Mv ^ f^ii'ala fichtlicb gkicblic 
Jene abQumpfung fchreitet aber noch wcilei fort 
bald seigt ficb, im mittelh. entfchieden« (i* rd« 
iclet fn^, e (lex) feie. Die alih. interj« w^ lial 
fcbon goib, vai, mit ihr ßnd componiert: wiiti^ 
Übt beide: panper» mifer bedeutend; vgl. die* 
fe (i<iov) J. nnd K; gotb. tii, 

%) bei folgendem h* Hierher gehören die ablante 
ibi'h. Üb, fpeh« ftir ein früheres zeih« ibeih, Ic 
fpeih; da Hch letzteres verbnm bäolig m der 
fp^ xeigt • fo kann man ea dem vorigen fA\ bei ' 
und ana fp^r* fp€iv ableiten, ^-as dem goth* 
geroa^ i(V. Ferner: röho (capreolua) z^^ha (d^ 
pedis) Heha fpri?calio) fleha (prunue fpinofa), 
vom praet, l^li Rammende fubfl. Ichan (foenna), 
(multicolor) •» früher wobl reiho (noch findet 
rciii eaprca) zeiha» fleiha, lethan, feih. 

^y bei folgendem» nrfprüngtichem f, das Geh aber fa^ 
verwandelt hat, knra in Wörtern, wo dem ilih^ 
«in goih. dit begegnen mußt namentlich alfo rr (a 
ger (teiDin) fir (dolor) mit (magts) h^r (iUnflrU) 



•) CO (yi»qi]«m) un<? ' 
Air« AtvB und h 
liirgerid die hliicmn 
fohioiiiUcii liui«ii ü« 
gtng in *!>• r/'io v«-u 
irJt 



' fjUr« rr^ 

*, but^o 1, 
- luoU d0t 

^__ — _. — - , ... Li.*t* vgl, bci» 

morluttj; darüber b«t» ia und ro« 



*iie" 



h ahhachäeuifche nocöle* 



9^ 



O^Dtift?! Urin (Ao€eTt) kttwn frettcfc)» dis mtiterb. 

>re) hadt ItH iiicbL ('nraH^te goth. u'or- 

liri i M^. ai9« maU. lAiO^n *); ^^e lihvtgeti liommen 

i^dii vor, trb x%r^illr lituii]« ^»ß g<*th, wörier wip 

' ' r, ▼tilnuf) i\%» (h(itti>n i%(]nn 

!♦« *^), hoikdribar trlcheint ha/.- 

ki*ren (Hlitftran-), 1U9 goih. 

. r zii afi, ab ib/? an einen 

^eibf. lüT haiCfaii *u denken v%'«re, viclleichi lind 

fomirn iin%rr\vait^u Z^vriTclbaft bin Irh, ob 

Fdccn «Kb* er (pritit) ilaa € ^«^lüliri« indem daa götb« 

iir Miicbi ala> er rfwarien laßt unH «lie miiiclh. ter- 

lliurmuug e nicht enifchfHitft, Telbft nicht die Ichrei- 

(bn^ liifif^r); N*nUrr circumtlcciirrl ^t 

für . ), — Da wo das fjühere t gebli€* 

ht tu r übctgf fingen tß, zi'Igc Heb auch 

1.» n eir, ati: fr*rifa (periculum) miifa (pa- 

(cac^far) tic, NoiKer hat inzwifcheii die 

at^. ii *, und ^tchun lieben elfkon (poUulare)* 

jt gin«e rnttticK'*lüiig dea altb. e aoa dem ei, 

Ural %. b, r f»)5gen. gewährt ein wülkommnea zeug- 

füi " • - dtuT ditfer drei fpiranien liber- 

[bm^; t Hat i des dtplithongeii zuerd 

icf: zu vcfwanileln* Vor andc« 

HU, 11 duldet die alib. roundart 

kdn it (ondeiii bewabri da» ci; wir werden bei- 



«c; 



iLiratit Uifpn hif]p intt Hrifi (t«fi;9ro) durotuai nicbt «n- 
Umipfff, wrlttjtv ^ie TchwachB fn^m Ufjaii zeugen wilrde, 
wW»ir«fi« r»[j>tt» «tili, reien (^t^ichi ncren). Vieltncbr 
JbjeflBt «f ▼n& cttirm v«rlDrc(i«ii lUiken f^oili. leifan, liil ; 
•lik lllio« l«ii» pb Jiruet. w«Ubcf fci^ftl b«üeutera. 
••) Clpige r-' --- ' eweiff : di« «bieitimgeii iidan (Aeftimare) 
jjiii) alth loiüin , v^L mitßi und miii ; 
f •** > rnii ^aili^i (^perflulfu»* h^-r '^r-^ 
':icn » ctn|ilaiigi £b«r «ntfcl ^ 

w* ' n »l» ci« barbAvtfclirt wnrt für j««ulum ba» 

l^t -n4 d^i rv'.NlufciicinlicIj, wi« fiQcb Ändert wör- 

üt. 4)1 r fDit der detiifchvn gtirtein bstte, 

(C D%i • Fotcrilini r, giMfum). Krieget 

|i»«f faUhsii tpitUiti bev^aHfnet hiefi«)! t gefati* y«»r«>«*. — 
Gvwjgler \\at» r^ . irr dfn fi^cnnarpto rtrl^ttt«« (^Suabo 
7. i,> tttid dtf u», fiHgift, fiüfitdui» fiUbu- 

iiM jejaea fü» 7-1 w. 



9« 



I. althochdeutjche vocaU* 



nach rchen« A§ß die niederdemrche -) weiiei ^i« 
doch fcheinbarc ausnahmen waren d^h ahh. pede {hiui 
und zuene (duo), jenes zufammengezogeo au« peti] 
pejode (vgl. mänod, ^otb. meii6|>fi to diß hier dl 
dem h nicht weil abftiinde (vgl, we, w^ba und n^ 
'1.70. die note iib(»r baf6|>a oud vajü) ; su^ne hii«g«| 
dürfte aui zueibne, znebne ernfprini^eii« infofern lieh 
goth. tvnihnai, tvaibnoi naber begründen Ite^e. Mf 
von allem bei dt;n zahiwörtert]; pede fcbwauKt a« 
noch in peide. 

Allh. hlT. pflegen diefes i zuweilen se nnd |^ 
fchteiben, welche*, nicht mit deib raiiielb. nmlant 
ii in X zu vermifchen iß. Die gl, hrab. 962* Uah 
Cerndhns) 952* zaeba (articula) 956* acrwirdig, 9^1^ Ul 
Bei J liefert oft diefetbe feite beiderlei fchreibii 
vgl* 408 {rwirdig und aerwirdig. 57ih{rdaom i^il 
duötn 397aewin* ^98 aewtin und ewen '*)* Gleicht 
tige lit. hfT. fetzen c gleichbedeutend mit ae» welc 
laut auch Avtrklich dem alth. i und feinem urfp 
aus ei und ai zumcift entfpricht, f. oben f. 86. ; in 
fer btnGcbt führe ich noch an , da^ ahh. diploii ^ 
7. S. 9. j»hrh. ae ganz richtig in eigennamen fchr 
denen unfer e gebührt, vgK herjgaer* wälga«r, h6tt| 
lentgaer bei Neugart no, r i. 21. 34 ctc, Die häna| 
mit * gc-r zufammengeretzten namen. ala göro (h^ 
'n6igfr (notker), amalger etc. weifen auf jenea Üll^ 
gcir, goth» gai» zurück« welchem die formen fadaj 
fua (Cornea Marcellin. p, 14.) g^ifericua (Hatiui p. 1^ 
Itniogailua (Amra. IVfarcell.) gaifo (confnl itn jähr t$l 
gaifa (Cornea, Greg. tor. 9,io,j neue beftätigung bring! 

Einige alth. denl^mühlcf fetzen zuweilen ä fiif 1 
nach niederdeutfch/jr weife, welche beides» ei und 
umgekehrte le, in ^ zufammenfallen V^ßx So 1 367.'|( 
fenc für fienc; gt. hrab. 952** 964* 908^ welim (fc 
mua) zeri (decus) fei für wielini, zieri, Üel ; gl. mod 
359. fenc, i2 5- welun. 546. plefot etc, K. O. T.N. 
ben dies e für ie niemahli; mehr darüber beim mundi 



•) Sptirvn hiervöti in den gl. hrib. wo 95^1 mC^ (§mi 

uvi> f. itiei5; 954' fredig («poftfttO f* fr«idig, 

♦■5 Aber ^rcni» 540» {muflsgi, ««rilLa 361. CrdUi» 364, »*aiu! ^^ 

lifriiu 4o3' finJ liUcU, darum vieUeicbi ^luch da» iit« 

roahtigo (r oder ior C^ott) — di« gl. ker, L^bto uitj 



J. aühochdeutfche vocole. 



93 



ftfl ( fmii d^w mniTtben itamen is glictes)« die* 

br 'jI iDJKht Kfhien «ii^l^nd, entrpricht be- 

ßiii _^ :,. ^üib fi i»n<i fcbwÄiikt iiulieiiien verwandle' II 

Uta ühn *^. Ait/j>r de« endungrn t^^ifpjele in der ftjr- 

httt - — ^ton; biec noch einige andere: bl (|iraep«) 

bn pliimbum) dri (tree> frt (über) fi [Citf ft 

I elillbig) chlia (fuffur zwefOlbi^) 

, Jid (potTis) bUd (laetnii) nid 

ÜJi TÜo (acervuf ) Hb (caro) hiha (fpofifn) 

(bter) ii , 'ö IIa (frftiiiatio) roila (mitiiari?) 

AÜnea; huiJa (temput) fiU (lima) rim (niimeni§) 

I (lertnrr»'^^ *^'->' die. fm. Tuui (fn«) pina (ctnciaine) 

(kriuB) ei) briB (vtiguUum) ifarn (ferrum) 

> {12X1%) «U (tempuR) wie (atjnplust bm 

^)iwa(tAXttf)bui^{albu6)Üi5(rolertia)ctc« 

Ktte d^ UAcLiuiig des unterfchiedi« swifchen einf^trhem 

I d(tpp«ltein i wird map viele formen und wurzeln 

[ffmie«|fü, %* b. pi (pfÄep.) K. 27** pi-(parukel) riun 

[(fon fifKan jTijfi.) wijan (fcire) wijan (impiuare) liii 

(oit polnO wi« (eßfk) will (fapieiia) und eben 

unijj inin vom i den audern doppellaut ei Iren* 

Üjh <£[luten) leJm (ar^ilfa]« hnigan (cadere) 

i|iii ' i (fut) faein (puer, famnlns), 

ma4«(» * (praebete) hui3 (albui) hueiSi 

[(iriffrum) V f) wcib (moHIs) etc. — Hirtorifch 

[iricbftj ifi ü^^ nebmuiig, ddß i zuweilen auf ein 

rci l Tumcliiiihn [vgl oben t 68. über j^ und em 

Jierei p), natuenllicb auch hier in eiiilitbigen wortem. 

da \%a da« t die wurzchilbe fchlicyjc. So enifpricht 

Is. bt (nicht bei) hat lieh aber in det 

f't hülfen. Die beionung der wnr- 

^Itt'tie// iiJn * Kurze des vocals überhören und 

pendelt« thfj ! J in einen pedehuien. Ferner mag 

frJt n» pi«» <^hlia <?ofher ein Kurse« i gewefen feyn 

VÄTinulhHch ifi in der trollen form fri-j^r, ffi-g^r, 

^i.ja, pi'^ kirfprochen worden« daher alih. neben pia 

l^h ' pi»»»); i*a (ft-Hiriaiio) fteht in den monf. 

Ji li . .4 (?it|A) getchi leben und illau Kunnto 



«\ Anrh im liteiti* dif «t «her, 
p.&a-67- 70.71-.) *g*- «*e» l*«o*« 



dt» i fpäter (Schneid«! 
letDaoui i»«tf9\i neb«a Taoitu» 



ftiffl^ Ob tstiieonitiadineii» etw« die ahbatrifche, nocb 



leigcn < 



ttnten b«im ei. Aot dem f erkUiC Heb 
^ttde übergaog in i Uicbter« s. b« win- 



9* 



L aU'iwchdeutfche vocaU* 



«Irm gotb. MHjft rerwandc (eyw, (rgK unten g^mitiaiic 
dcf liij.)- Canz oflVnhar wird rl^s altn i in H^id6n (l 
iari) ^K tnonf. h9* 3^^) hgids (ptricultmi) tfib utiMij 
(infmlci« bei N. neben riaiita) ftatt tijiiidn • ti\i 
Module) i fefuer tn hi^inues* lail (dcl(»ctütiü cjrtiis} N^ 
fl. hijaiuici« hUniies? 

(00) 6. Di»* unrd runen legen dem 6 nur ein ^tU 
tind einen Tiamen bei, niSml^rh 6i (auch ht 6s« 
die rärbfjtcl^cn haben ewei znchen luv^ zwei ni 
iiämlirh 66 nnd 6^e\, Da» eeicb<rn des letztem 
f«?nbar die g Halt des gnth 6, fülgtich auch dtfTeii 
deutiin^, ft^hl alTo dem alih. 6 nicht p^r^üel , Tondi 
dem alib. uo (na), wie fchon der n;nne o^'^l xeigt, wd 
eher alth. nodal, iiadal, uodU f^iatria) Jantct. Un* 
a)ib. 6 cntTprieht ziuiieift dein goib. da; ob 'b auf ji 
erde räcbT rune anfiirürhe bat« wa^e ich nicht s&u 
fcheiden • bevor (ich die form os in einer alih. 
oder ein ^oih. aus nachweifen lö/Jt, wa» bi^lter 
nicht der fall ift; bcxwcifeln kann man ca fagfir,^ 
dem gülh. <//!♦ alih* ^ daa atigclf, cd gleich illt «ult! 
der Dame «ar, nicht <^x lauten folltc, 

Daa alth. u fordete folgende nähere beftimm^in 

l) wie fchon e und o, wegen ihres nrfprungs aus i (i 
und u (aü) unverKennbar© <1hnlichkeit zeigen, fci vi 
gleicht üch anch dem e daa iS. Nämlich h entwicke| 
(ich aua il (ei) bei folgendem h. f (r). v; in den nbl 
gen fallen blieb ei; ähnlich eiilwicKclt fich 6 ans dei 
an bei folgendem h, f (r) nnd weiter d. f. B. ti} 
den andern fällen nameniHch vor b, f. g* bh. la 
bleibt au (on) beftehn. Die cuiwickchinij d6i 
fcheint bloj? tlwaa mehr vorgefchriiien» a!a die dt§ 
Biefem au nnd i)« ei and e entfpricht noch tneißf 
thetta das neuhocbd. au und oh« ei und eh. 

s,y beifpiele dca au (ou) werden hernach unter ditfi 
dipbtb. vorgelegt werden. Dai ü fleht vor fpirant 
lind dentalen, alfo auch vor dem das früheie f i 
fetzenden r, dann vor der liq. n, alfo nicht iror A 
labialen p.b. f» den gutturalen k.g. hb. und d«n U^ 
6tn h m. Efl liebt auch gleich dem fe analanti 
meiner meinuug nach nur in: fro (dominoa) fro (la 



•^ Fremde Wörter tiitgenomtncn» t, b. bifc6f (göth* iipjfi 
f tii)« wievroUl N. iiftik aouifobu weife j^iicoul aoAia 



I. tdthochdeutfche vocale. 95 

■i) M (ftrimen M. SJ^* 339-'> wo ein 7i oder w 
^nn alceftreirt; Ift, fro fiir fröbo, frö und (Iro für 
Ir^, Mwt früher wohl fraubo (oder franjo) fraw, 
btirii geride wie vorhin fd, wo etc. erklärt wurde. 
tki y^tjxs oa iß drua (onus) fruaS (laetum) etc. 
Dil weiteren fäüe lind: odo (forte) 6di (vaftatns) 
pilii (vfrecnndDa) pr6di (fragili») fnödi (viJis) t6d 
\wm) bOh (mitu;») floh (fugit) s6h (traxit) fohe 
|ttid) ftutta (hora nona) I6n (merces) h6nida (ma- 
||) Ccöol (piikher) frono (fancie) höna (faba) r6r 
K|de) trdr (fkUh) mori (aethiopet) ora (auris) hör- 
wr{mäiwm} loa (über) lös (perdidit) chos (eiegit) 
ttl (rolj) bdO (pravue) trod ^^folatium) öfan (hau- 
'm) Mra (pafcba) oftana (ex Oriente) u6t (necelli- 
») broi (p^ni») rot (ruber) bot (obtulit) und ähn- 
lA» tbiiute, ^tag (divet) fcrötan (molere) ftoSan 
UAn) ^63 (magnus) anap65 (incus), pipo5 (artcrai- 
b} m^H (cepii) nnd äbnl. ablaute. Die auf 010 ua- 
01 beie Inlaut w. 

btt dicCet 6 zeigen in denfelben -Wörtern die gl. 
Ifib. und Hild, litd das dem alten au nähere ao, als: 
If90, ibraoB, taod , plaodi , aodo • hon, rcaoni, dorn. 
(^74«}haoh, zaoh, raor« haoren, laos, naor, 
li« fertotin, fcao'S *). Die caff. hf der exbort. 
^i^.p. Incmo» naot, faqi (pauca , 1. faohju) wo die 
»gndifi. bt ffdnü, not, f6hju. Auch in Urkunden 
Üi Klfd no. 4. @.£t. aoßar, cao3f aot, traod. 

^iCtlbc dialect berazt dann auch ein 6 (oo)« welches 
ir^ «itiltiiiinii£[ mit dem goth. fachf. nord. (lamm für 
Im gew^fanhche allh. uo (ua) fetzt, alfo ein wahres 
kAzi. V0II jenem ahh. ö (liau, ao) durchgängig ver- 
teil. So haben die gl. hrab. poh (fcriptura) h6t 
m) daßg lavavit) fröt (prudens) ploftar (facrifi. 
Bij 06iit (detit) hröft (clanior) fohit (quaerit) taga- 
'f€r«|piirei}luiti) x6 fpraep.) hrom (gloria) can6c 
k} dföi (gUnJula) pl65an (libare) etc. Diefes 6 ift 
VOTbin beinerkien e ftatt ie analog, findet fich 
det nämlicheii mundart, die der niederd. an- 

ipm gvwölinL ilth. au wird hin^sgan snoh durch au g«g^ 

rh«B, L b« T<nb, giumt «tc. Die Tcr|;leichung der drei 

~ 1» frv|;« itehenden doppelUute iit alfo folgende; dem 

'isaltlio^bd, •«> ö, IIA enttpricht in den hrab. ^U an* 

g^Ü0dnd. abecall J, ö, •). 



9^ 



L alihocliäeutfrJie vocale^ 



gf)\n%en^ gewefen fryn tnnß , dl im ojederd, 
un*l ie iti e, fo au mui ita m 6 i.\xU ^ 

Sptir^ti ilrs 6 fkait w/» (uo) verrmhcn hi, 
andere altb. tietikmäliler, lumeiitlich /. ^42, |^|. 
5^0. wöiiiifla 4c 2. bliirua ncb< 11 Htinin 444, bt 
(fnidrabamr; i9'^- linuift «gv* guottUi » initodic. 
gtiii» fuo5» auo (prjiep.) nnd dhtio (mm, qnw 
Die leute panikel ift zoinaht merkwürdig, ^vci 
rade andere denkniähler, die fnircbi«:dner ht^chdü 
ßiid, ab J. üe mit 6 au«d?ürkenf O th6« N. d^ 
IB der rogcl miiteth» i\o (aiiäpahmaweife duo), 

J 

|j) ^v^'^^r '" dlefem do» norh in diu andern gerne 
hnrhd. piirtikeln yt> und f^ linterj.) M/it üch da 
^ohuK alth. ^ \ZZ au) €>kenti'*n« fimdeni es ift \ 
lirh ein 6ihil, d. h* dcro gofh. o in ati^fpraebf 
bedeuiunp gJeirh, DaÄrelbt- 6 he weife ich aus dl 
der adj« fem. pl. bliud5 (goth. blitvdda • wdchei 
feiibar nicht mundariifch, fondem durch i'lle j 
denkmahfcr Oiilllindet. Schreibt O. au *^it ahmst 
nicht «vvL» (duae) fondom ana, fo dirf man dtei 1 
iiic(>nrei|nint %hef ntchl uuiicliii^ beiy?rri, da <- 
dem einz''lnen fall fein ita {yytUh,**^ ihm roriO üb 
für no giif) anwendete, zna mithin ~r siua, < 
svuo, »wuo, zwua ftehti ftdli des confiffiunt 
%U(^ , K\v6. Die partikei r(!> enifprlngt vermuihiich 
fvna o<lt!r f\ no , v^l. ^^^ gorh. fva. fve, nord. , 
Das alte d hni Ilrb ferner in den wohl noch beti» 
endun^en dea cotnp. ör, dc:r gen. pl. i^n ^ 6 ^leri 
auf -6ne«o, *} zw halten gewu/?t und ntchi ttai 
na rertanfcht, anfi wflrhenj allem wichtige brüjifl 
der früheren, greiseren einlHmninng der *lth, mit 
goih. lauten hervorgeht. Diefe zeigt fich fogw 
dem rpurwciTen tihergang des unbetonten oder ti( 
nigen 6 in w, rgl. ßl. monf» 36^ vigidtnua rt. 1 
d^nta, }C>7. hepinunt^r ß. hepinonter (wie üben I 
liroioda, Kr6lüda}. 

(UU) ü hat in den nord, und litcht, ranen ein 
eben tind elnt-n namen. Daa zeichen (limmt mit 
goth, buchftaH tibt^rein, der, wie oben gezeigt wor 
sugleicb häufig das kurze u aaadrticken mu^; daa 



*^ Ein« feltne Auinalime gewährt auch hitt J, 5$J« iS« 
isuot ^Htt) iitben %^%^ 15, 4dlimgU , 




L althochdeutfche vocale. 



97 



i^coeh TAP ^n rnne, weil keine andere für den kurzen 

I r^AitÄtn Ifl. Der name ür (eniw. ürua, Avilder ocbe, 

lOf f'jfiik^'I Ar-, neuh. auer) TchicXt Geh freilich 

\%Mfm4ti\ t^nngr'n. Die gratumaük hat Im alth. wie 

TfdtL litt bifgi- ii von dem kurzen u gehörig eu un- 

^flfksiim. Jene* ift übrigens gleich dem i ziemlich 

und nxir geringem fchwanken in andere dop- 

«fv^g-frLzt; die endiingen abgerechnet (im ab- 

\mf(i ei ^:h nir^'^nds) möchten nachftebende belege 

thü%(i*'ti Uyiii nü (jam) dft'Ou) *) f6 (fcropha) 

btreiiäth. ricra) pftan (zweif. habitare) d&ba (laminai 

'^bt (cöltjmba) fiibar (pnrgaiua) trübo (uva) rüda 

«) fiildilii (friiiicetum) ^i (praep.) dAfar (ftolidut) 

ifaeerTo«) ffi>fita (pala) fi^fan (forbere) fiüftdd (finguU 

^llgi«! (rubere) ruh (hirfutua) biih (venter) mübhilari 

~ m) «fnthu (^iÜa) trüh (compea) luhhan (claudere) 

(Diij ftriihhon (impingere) tühhil (merffnlus) 

f} mul ^mulua) ful columna) miil« (roSrnm) 

liof») fcuiii (fpuma) chOmida (morbus) t&mo 

[iJiiiMin (r^iL-e) prün (für v üb) hiin (?catulua) ziin 

tfafurru«) für (acidna) bür (domus) ur- (par- 

ftririis} müra (mnnit) hüa (doroua) fus (flri- 

I {eebiiin«) müs (mus) lüs (pediculus) tüa (binio) 

Joiillt} füft (pugnus) lüftren (aufcultare) btüiil 

"" wj fflf»tan (emungere) brftt (nxor) driit (carus) 

b) bi^f {fnnoruft) krut (herba) trüwen (confidere) 

(ooctuiT u3 (praep.) Ürii5 (ftruthio) lii96n (latere) 

Imntre). In lat. Wörtern derfelb^ ^vurzel 

kii||«f \u vgl. tii, fügere, mi^lna, miks« ftrdthio» 

rdgr'^^Tt dem kurzen u gewöhnlich das kur«e 

. vgl. nu5. puzzi mit nnx, putena. Dies 

phf fi^heitilirh • da^ auch die Römer in deutfchen 

Q^l^ichförmig aasdrückten (f. oben: tubantes» 

|i) nicht durch au, wofür man etwa den ntons 

, ann. i,^6. 12,28.) anführen könnte» allein 

fcht'int. >vo nicht undeuifch » doch nicht 

iFcb (T unten beim angelf. ü über dun). Frei. 



jOivT« Iifff4rn cinGlbif;en k6nnien zweifelliift feya und wie 

^Virnrnm Xek Im gnib. {jv. nii; im ftltli. du. nii (etse, fö hat 
V« 4t« vn:itf>^i« von fi und bi (neb«il nc nnd o) diefe» 

dt« fvhpfTänksti bl und bi und N. beftiminte fohreibung du, 

J^ 0rh D*a lat. tu ift xwar lAfig* docL das gr. «^ 

» Ferner fpricht far ii£ dei Übergang in nuo (wovon 



98 



L nUhochdeiuJche vocale. 



lieh Ußt fich die beriihrung de« il mit dem au nicb 
leugnen (vgl. puaii, trijw^n und das goih. bduau» traui 
^anchiuühl fcheint ^twifchen u iiud au das VKrhh 
de» l«iit5 und ablauis zu walten, z, b. fijfan (bil 
praet. fatif und davon bifaofeii (mergere); Tögan t Tui 
praer* faug, wovon faiig<;n (Uctare). — Verwech 
dei ä mit tw ün^e ich öftert bei N. in der form 
*tioh; er fehreibt »war huoh (irrifio) fcnoh fral 
aber daneben hübon (irridere) gefr.iuhen (cak 
gek<'hn drtmh (compe«) n^ben drüh. Zu b r 
auch (V* 7u) einniahi nua O. IV. ilj, ^;. welche« in 
golb. du (oder du?> gegt<iiüber dem ahh, zjw^ zun 
fiert. wenn oian fchon das goih. du, dis - uUher io 
ahb. zi, Äer- finden Ifönnte, verwundt find fich z,u& 
zi unleugbar. Im miltelh. vermlfchen fich uo ti 
noch hänbger« im aetih. find alle uq zu ü (uh) gewo; 

(AE) es ifl vorbin beim 6 gewtcfcn worden, di 
Euweilen für jenea gefchrJeben werde. So im Hild, 
haetli, IkH CVait ^n, betti, let« In allen diefcn bei 
len ift dat k nicht mehr hoch - fondern niederden 
in aerifl (eril%) aber auch hochdeutrch. 

{K\) der diphthong ai iß der aUh. fprache eigenl 
fremd; nur Itönnte man fragen, weil er Lieh fpät 
in balrirchen denkmählern und bis auf heute in dc^ 
tigen volk^rprache findet, oh er nicht auth für di 
bairifche tnundart anzunehmen Cey ? Inzwifcheii %i 
gerade folche ftücKe, deren abfayjung man entTchi 
nach Baiern fetzon möchte, das gemeiu ahh. «i, nan 
lieh die exhort, die gl. mouf. und das wtilobr, g 
Umgekehrt gewähren die vermmbllch nicht in U 
gerchricbcncn hrab. gl. Tpurcn dea al , ata 9?o^ Uli 
99i^kail. 9<2^haiiac; häufiger aber gebrancher ' 
neben daa ti 9;2^hei5, 95i* helt. Jeitit, 9M*X 
Die fpätere glolTenfammL welche Gerben p. iT-ifl 
einer hl. von S. Blauen liefert^ enthält kein m 
trierer hT dejTelben werki in den nämHchen wfil 
bald ai (ain , bain« fail, raif, faifa, laib, faim etc.) 
wieder ci ,reid , weitin, deifmo, ei #tc.), neben {i 
ai jedoch weder au f. ou noch gar ei f. i und ea 
an allem gründe, die abfa^ung der arbeti nach B 



^1 Unorginircb Aelit el. ker. (StaUcr diftl. p*36 ) un 
luba • columbi ; vgl. O. houl ^« 



(.acervuf) Tetkli, yqh 



I. althochdeutfche vociäe. qg 

Ferner Au ei and kc?in ai geben wirkliche 
h^. erftanden des ^. 9. jah-b. bei Ried n^.z. 8. i^. 22. 
i7.|»cic *?-i3, heim, Mri, ci/sil. g-iS, pHn etc. alcl 
*" hjng.*gen zuweilen <// ftatt deb gevvohnl. r/, 
^,il Neagarcs nameiiverz. ainio, gaila, haimo, haitar, 
^^ÜMU «igaut etc. Ich mörhu* alfo das au-iiahnis- 
rio den allh. qiiellen alUrdings vurhamlenp a/ nicht 
. i'[iurirrh*'n munilart zueignen« fundeni ea für daa 

fen^n•-ng'*lautete fi iibi'rhanpt «nfehen. — Man 
Pe mit ai ni'*bt din hiatuB a/. z, b. pläju (fpiro) 
inetii>) ß. piähjii, gahi; gidrait ^tortus; etc. 

f (AÖ) dejj dififnr doppellant einer berondern mnnd. 
i.latt dee gemein - alih. u eigen fey, ifl vorhin beim ö 
vigt worden; \relcher mundart aber? wage ich nicht 
^W&amen. Die angeführten beleg« waren auf den 
(hnb. drm Hill, und firkuiiden bei Ried. Aber auch 
i^ftfl n^. 47. hat aotahar 79 gaotSbert 4S. maorin- 
Ütfe*). — Mit dem o«, wHchVa einige für 1/0, no 
iNiben« darf no nicht vermifcht werden, ift aber zn- 
Ab doch daf(ir gtiftizt worden, was uro fo begrcif- 
Hm. ttyn wird, ala auch na dem 6 parallel ßeht, wie 
l^i^ip.öt beide« freilich in verfchiedenen dialecten. 
0^ bei Ried n^. 8. 21. aopi, aogo» taom nicht 
jtebn ift« fo Aünde doch hefiex opi, 6go, tdm 
\iki;P^% DOgo, tuom); taoc (valet) im Hild. ßeht 
i.üir uoc oder iß hinneigung zum niederd. dog. 

I^dlefer diphthong iß gcmcinalihochdentfch, aber 

dea frühi'ten denkin2ihlern zu trefi'en; fpätere 

.V.) erfetzen ihn durch ori, nie durch 6 Eine 

aelogie zwifchen au und ai lä^t lieh nicht ver- 

I 1) weil beide infonderbeit vor h. f. r. in ö und h 

2) in den übrigen fielen fich fpäter in ou 

l;wfwaiideln, jedoch 3) im ncnh. wieder als an 

ri^reWch ei gefchrieben) aufrreten. Hierana folgt 

^ '&Mß au und ai ale das früheße« dem goth, noch 

iKNiideatfch **)» weniger ala ein befonderer 

[ fllenann. kunig frao-mariiu bei Amm. Marc, lib.p.9. 

leb niclit iu anfchUg. 

Aöfliarzeit mag wie im §;ot1i, nooh das unverkam« 

KCg'^lten luben, di fi« nicht bloft chauoi fon- 

baurinia Cclireiben ; doch iß letstcrea y.weifcl hafte 

' !■ gnthonct iß ein kurseto (d.h. ein urfDr. deut- 

i) fraabalb dieBjsaBtiiicr ^ixUn IcLreiban, nicüt -i^T^^i^ 

G s 



althochdeütfchä noZaU. 

(bftirircber) dUlect beuichtet werden muj7<^n; «s fcbc 
jedoch , daß lieb das ai eher m ei » alt das ati iii. 
verändert babe, indem J. ond K., die nocb deuk 
bangen« bereits das ei annehmen (eine veTmiubnti| 
über unten bei der bemerkung über den ahh. umUnt) 
M^ie irorhin gefagt, Hebet au vor m; b. p. f; p. k, 
und nicht vor n, r. b. f. d« t« 5. (man inetke di^ß der ti 
weder au nocb t» vorhergebr, vvubl aber das fouQ juatj 
ai. ei nnd ^). Bcifpiele; tbaum (vspor) Hanna (fofcT 
pium (arbot) flrdum (alveuf) Unm (ora , M\ä) fßt 
(cura) gitinio (fanx) iraum (romninm) biubit (C4| 
laabon (rpotiarc) gilaubin (fidesj ^aupar (moArtTum) [ 
(foUum) Aaup (pulvis) kauf (emtio) (Iduf (evatbtis) ir 
(dillavit) tauft (baptifina) bUufan (currere) piftfufa^n (i 
gere) auga (ocuhis) fangen (lactare) gaugroti (Ttc 
Saugen (fugare) Ungnen (inüciari^^ taugno (cUm) ir 
{(etAliii) pauc (umboj baue (coUis) laue (flaniniü) üi 
(volavit) aubbdn (augere) bauhbaii ^iignum) praubld 
(uiij. Za erwägen bleiben nocb 

l^ einiilbfge worter auf an* ^rob1n namentlich ilte pri 
blau, bran, cbau, brau, die ich nicht beregeii , 
dem nur aua der anatagen fpateren form blou» 
kou» brou verniuthen kann, [lierher auch die fii 
tau (ros) gl. jun. 224. daii (mos, v^ovon dautiW, moi^ 
gl. hiab. 961* ) und die adj. clan (prudene) fran (l^ 
Tau (crudus) obgleich diefe fatV nur mit angrhU 
kennseicben voTkonimen: clawaS, frawaS, rawaf 
daneben die einfachen du, frö» lö eititretcn küoi 
Weiteres unten beim conf. w. 

2) Wörter mit dem antlaot/t, in denen doch dtcfer ni| 
der einfache fpirant h fejn kann (vor wtkljem 
in 6 übergebt) fondern für die afp. hh (cb) Aibi, 
aub (etiam) rauh (funiui) Uuh (ctinüi) Uah (^Uif 
baubnida (figniÜcavit}. Weiteres beim /i. — 

Die »eit, wo an vor roh. p. etc. in ou übe 
Itßt Geh nicht genan anfetcen ; denkmiliter de 
jabrh. haben noch meiftena au, bei T. O. N. ifk dia| 
eotfchteden. Doch Urkunden aus der aweiteo fa4 
dea fiten zeigen fchon ow* vgl. Eccard fr. or. i* ^vf," 
einer nrk. von 779 houc und bei Neugart no. 6B. (n 



Duber auch im c«l«nd. goth. (Mtji fpee, p. 50.) gui^ 
Glittdito bsAucbi go richtig kurs« «ine iafciuift (Gnl 
t6i«a») lang. 



I. ahhaclidiutfche vocaU^ 



101 



r7B) loup; lot des» 9Un ebend, no..ir9. a)f- 4$7.4^2. 
um. £$ni|e denkmähler fchwanken« fo hat 
raub« fchon boitga ; in den gt. jun. ztigtn 
McbnlfTe A. B. a;/, 1)4« etMa« jtiogrre G ibe? au 
loibltcli ift ti^, <iie glalTe wiroubpoum aus C 
Ibä in ligerathcfi« welcbei 225. patim 2)9 rauli 
fi; vp'* iuRwifcheii ii; louginit, und gl. blif* $^ 
[ram 10^ boO|£ä. 

(EA) ^^^ Ocht für dis gemcinalib. m bei f. rgL 
i::Er, Jlii'a, k*a3 ($9^) '^^^^ hiar, dbia , IiaS; auüaUend 
(408* cd. p^Iib. 27P.) f« dblfa. Neben dem 
- aFi» ft'HC (^67) und /^, ali: fiani» Ij«. K. 
cbfalU In dk^^ kejijc und )ca5« bat aber 
|ci ^u, als: biJr. flltgil , hjine» HaU Hanc; 42^ 
(meorj) 43** tneai. Die gl jiin, 19?. düa, asi 
j 2ft^ar. i5< nct?»e«, 2i| mtata; gewölinUch la 
bianr. 209. hiangi« (hianii 221 biaS» 225 
is27 fD^ttiti^ 197 mielia; die gl. bläT. Sa bleaa. 
^^ ^^ä [tMm), Ob ia eirte bcfondere tnondaTt aus* 
{li»et lU et in «wei fonfl vetf^htedenen qneUco, f. 
'K, %f»rKc»aiirit, b^zweillc ich, eher fcheint e« der 
Iiai% «Qiffirtcb« genv /ij, Lbfipcm et fetzt ea auch daa 
!fga» minnca («n^or) und Ift von dem 
<rtc) H^äS (hehea) zu imterfcheidcn. — 
vpn äifw mwtnt ditifea diphth. unten beim la. 

(EJ) d, h. « (nicht ^/) ein gemcinahb. dlphthong« 

^öib ^i entfpreehetid und friiher auch im alth. 

: (f. vorhin ai). Antnabrnsweife 

mtsut vcin einem In derfethen ßlbe 

1 uden i gea^ij»t. Da» goih* ei i1 

urid vermulhlich frhon dem klänge 

i; man k5ntue riTtfren di|ihlhong€n 

t*j; üdcf jtnen <'/, diefen €/ beaci ebnen, 

:.ni doch eWimahl in ein al<h. ci über- 

it ■ h der Übergang des ci in i eincre» 

»lu. : SU nahe taute nebeneinander und 

ir ab laue und ablaut bitten fteheu nni/?en. Dieter 

iii iriln dai tituh. ei^ wekiiea genau betrachtet 

b«ld 1:1 ift« — Vor h. r. f. w. püegt da« ahh* ci 

^bei *^ (f. oben bcino h). üfkg geben: ci 

im) Ij: . :.x) fceidan (feinngere) ci<la (jnranienta) 

(etbnicu«) greif (prehenflii) hnei^jan (Üectere) 

to^B) tuetca («troetUüai} neihhen (libafc) zeihhan 

^ weihbi (TDolliiici) gciU (petulantia) htUac 



lOB I. älthochdeutfche vocäle. 

(rtnctus) teil (pare) hPim (domns) leim (Intnin) hreial 
(parus) Tein (iardtis)'pe]n (oa : Tcein (liicebat) meiCa (tar?- 
cina^ ftillHR (auxiliiim) sncifto (fr i' Ulla) Tcreip (fcrilMbi 
bat) ftreit (diinicabat) eit (igiiis) hritar (lucidus) pfaSbÜ 
(indiirinm) heiS (fervidns) iveiS (novit) hueiUl (tritf^ 
cum) heii^an i'vocare) iigalL^iSi (folcrtia) ♦)• , "' 

(EO) eo gilt dem io gleirh, wie rorhin ia dem ij 
und ungefähr in den nämlirhun älteren qaelleu, I. hat; 
Igoht (lux) feor (quatuor; dheoli (fcmnr) dbeofi&n* (fei^ 
vire) diieod (e<>n9) leogan (mcniiri) hr&'ofnn fvocabanä 
und in den ilt*xionen : eo« hne'o . waldcndeOt beidftb* 
woneben jedoch nerrcndjo, )oh (lattündei. K. bat: Mtob^ 
d&'onpß, pgotan, feor, ileo^an , zcohan » fleohee« ^ 
bngo, brnteo« willcöno, neben: fior, diomuat, piotlHii 
)ohhe, Job« (ju^um) job (pt<. Die brab. und jun. ||ii 
pl'or (cerevifia) fpeo5 (baßa) fleoSan, blco^in* lifofib 
bleotan, pi^otan, ch^'ol (navis) etc. T. O. N. stigMi 
di^a tio nirgenda mebr« aber da/7 c> in früher seit tv> 
mabl in der altfränltifcbrn mniidart ^ebf*rrrcht hat, we|* 
fpH die eißonnamon iheod'.brrins« tht'O<togi]iii0, tbeiidi^ 
TiciiB, tbeodnvaldas, tbeodnlfus bri Grog. tur. , -welchoi 
den gotb. königen tbr'udo und theudrgiüins mit fein0i|l 

Sffübl daa gotb. ea (in) beilegt. Ich bemerXe nodlj 
tß Sidon. apollin. eo in tfapodoris der deotfcben fpradil 
geniä,^ richtig diphthongircb, Venant. fort, aber e-O 
sweifilbig g«)braucht und zwar daa e lang', . welchif 
vielleicht zeigt» da^ in. dem io. eo der ton auf deai'l 
und e rubt; (die fu-llrn b^i Schneider p. 123.). Ipsvril 
fcben ver^ztcicbe man in Neugarta verz. p. 96^ 120. laif 
die mit dbeot, thcot, d€t>t und diot. tbior gebildeten saÜl 
Teichen namcn, um zu feben, wie anrh der alemannl 
fcben mundart fiiiher €0^ fpäter Vo zugeßanden habe 
Wciterea unten beim io. t 

(F.U) en bei T. für 11/» aber nur in brcu&n fpneni 
tentiam) ^^4. enwib (voa) en (vobis) neben «i. ^ 
librigen fälle haben fzi , ala liiiga , liiuH etc. frenwTscf 
frcu^vidha ^^n* ßcbt für frewi, nicht friuwl, und- hl 
ein eu, nicbt du; nndijifithongirrh und z\voifilbi{« ßn 
fdniu 366, breoe 374. Die andern denkmäbler bietei 



*^ N. accentiiiert diefm dipliih. gtnK ricliti^ «i, w^il ii*df 
fen kein ftnJcie» ei im aiili. dAVon zu iiuteirchriJen H 
fo ktiin der accciü ccfpart wvrJcu. Auch O. w«nu 4k 
ftCttiui «liclca iloppcllaut tiiflt, kiircibt Üets §u 



L aUhochdeutfche vocaU. 



105 



>.r!c t\ tn hini. wohl aber urfc und Hebe efgenna<- 
bei Nengari p. ro-^^ leudircji, 
^f^M^^^..x i , .v... bcn and ssacnahl fpUter in weit 
bor ift. Früher rojg <!«§ iTii gegolten haben* 
'^'' "' " r. vgl. bei Greg, für. leuba» 
. teiidegiriliit, lettdovaldu§. 
In tetitones und tcutobur- 
llern au Heben , dem «hb. 
id, worau9 ungleich gefoU 
.^4.4, .:_ . ,i:.:Lr voIXaname thiudifc odet 
fc ron t^4](^dtfc, ihiodig (poptilarU) nnierfchicdenp 
- - ^ All von lüiod absuleiieu ifL Mehr bei 
zvfifrhen io nnd tV/. Indeffen räume 
dea ^<i lind ea ein nnd erinnere 
^rt, leiuloa {Hcder) wo leodot rich- 
r; thui tvar ferinufbUcb daä eu diphtbongt- 
'.♦ - <3ift cf, wie oben bemerkt, aweifilbig zu 



11 



ifim*zuktzi rf* 



ahong iß dem K. und einigen ül- 
n» im oten iibth. aber nnd in 
dem Ü. eigen, weder dem T, noch 
Im illgetnetnen gilt analogie zw!« 
id ua im gegenfat^ ftu 10 und 110, i. b. die 
(Sebfifcichfn* haben auch ua und die welche 
haben auch uo. Der fcblu^ von dem 7io auf 
»r cicbt liberall, weil das no fpäter dauerte« 
lii in f> aufgelöft war. dnalog ifl ferner *) 
beiden diphthangen ia (io) und na (uo) die 
kiehuiTg in i^ ond 6. Hier unterlachen wir 
und bemeiUen 

r den älteren dcnlimählern gemein 

rte auch c'a zeigen, fcheint der 

i'eh und erfl aua einer vorgefal- 

11^ entßatidrn. Daher diefcm ia 

i.jng enifprichr. Der hauptfatl 

flea aDiiiiiFi ia ftatt der golh» feduplicaiion. 

[ftld, faifah» m^imnit mögen die einliibigen 

', mW$ herrtihifn, nbfchon wir die 

1 genügend nachweiren können; zu* 






I hifc det risit i und u cu erkli* 
üeUi 44i> ttUAbe und lauft pruaüri; 



104 



I. althüchäeutfche vocale* 



fiSfhfl vorher gieng reriniithlich puv 
alt. fi"«n'g, mi-a5 mid cii«*fen vicilfi 



zvvirilbtgef 



aug« nifi-aB; hcthalt, feifang, roetiunB* iuris 
Das refultat fand ßcli fchon oben T ¥4. iui tier re£ 
da^ dem diphthonpfn keine do(»pekonfnnii)2 ni^ 
feigen diirfe ^), Auf gleiche Tinife Igirii ürb uV 
auch in andern fallen die dr|jhiboiigen ta in mebrii 
Ülbtn auf: tbiArna Firpo) in Ihi arna oder tbi- tm 
ea fcbeint wie d«i0 gE»(h. vtdii\«iriia (orp!i«uii^} a| 
vidnva (viduiif^) gß^iU^et aus ihiii ndpr thiwi n^it 
endnng -arna, fo do/J ibiwarna ira miil«»! litfgeit 
[%t»n den bildungmi arti - arna crni liäherea 11 
^voribildnngslehrc]; fiar (qu«tuar) %var früher xwtiliSli 
fi'.ar, fi-art wiei daa golh. fidv6r, das frlbR fcba 
in fidur frhwanl^^ndct ferner daa cehifche pedTütt 
pcdror n^b^n petor, prvar — daa dor. ^^rro^^c, Ikij 
fr/^ü^fiCi alt. T^fTy:ipB€ — daa lai. qn^^tunr, lUih, ktUnri,« 
navifchc ircbctari» ifchilrari — fanfcr. fcbatvarl 
nii^cnd be weifen. In dem falifchiMi prfcta noch filil 
fo da^ ältere hoehd. formen lid^ar« bdar, fjnr gefaDtl 
hahfn mögen, vgl, daa nord, högür. liei n.'ibercr iil 
merkratnkeil werden fich noch in andern altb. wöri« 
mit dem fcheinharen wnrzelL^iut ia ähnliche %t 
fnen^tebungen narbweifen layien, Kutiiahl in w2 
die im g«ith. fehlen, z, b, aiari, das mir mit dij 
decorn» nah vcrw^^ntli fcheint (vgL indcHcn nnti 
beim lingnallaut über die rnne: sin). Geringere offa 
baren lieh in: thij (njv) fia (carnj hiar (hk) welche W 
her einmahl aweililbig thi-a G-a hi-ir lanteten, 
die frhwachen inf. auf - y^n^ d. h. i - an. Fiant ift nc 
zweitilbig. fNatn, golh, jijanda, Hands; deegL fpt- 
(fpaere) etc. 

2)0. gibt dem ia anadchnnng auf den fall, wo die öl 
gen CO und in feiten, fclbfl folche, die du vorig* 
mit ihm g^miin hatten« s. b. biadan . flia^an . lial 
diafen (profundia^; K, peGtan» tlea3aa **), Dia 



*) Zu O. xeit Wir aber die nitur d«i eigentUehen dtphtli 
gen fcbo» «ntfohieilen* wie im feiner ncceiittiilioKi | 
fol^t (iiUp bjih* thit 11113^0}» während ia ZZ ja m 
kehrt 6en fon nnf d^m ci hat. x. b. jij^on (Yen^irij, 
**) ünöT^Moirch i(l O. ia in unter (Temper} ia-is»ii (all^ 
tiift '111411 (nemo) rtiit ionieij io*inan, iiio*ttiMi, in<9 
da> o eui einrm «lien v onil prang, vg;]. oben [.90. noii 
«Ulli Ulli fo ciflrnbafer» als U, fetbfl dai finfache i(» Qi 



I althochdeutfche vocale. 205 

r-] It barnh in der regeJ nicfat wie dae Torlge auf einer 
fcrkifiong und ßeht dem gotfa. iu parallel. Auenah- 
l|iaacfa<n die ablaute riaf« wiaf, ftia? etc. deren ia 
im ghUhhlis eine znfammenfiiiehung voranafetzen- 
tet bi^eren w enifpricht. 







(Ilj in ie halle ich das e treder für e nt^ch fiir e 
letcf a) weil hier weder grand zum umlaut vor- 
noch ein e denkbar ift; vielmehr daa e ift aua 
flicrn ■ nnd o» wie in den endungen zu gefche- 
pHrgt, enlAeJU worden« ie nilhin nichta >an(iera 
Jifl abgefrhwürhtea ia oder io. Hierana flie^^t zn- 
'djjJ in diefen der ton auf dem i ruht. Ein 
ie zeigen J. K. und die früh den quellen noch 
gu nicht rinietia gl. jun. 197. zierida M. 31g.); bei 
' 0. beginnt es • bei N. hat es fich beinahe ent- 
jn dio Aelle des //i nnd io gedrängt, zuweilen 
IM m die des //<- i)ei O. ift es Aveniger häufig, nanient- 
JAfanmbbul feiten, doch iinde ich riotin f. riaiin; andere 
H^iflle: firliefen f. firliafan, lied (caiitio) ziere: (kiere 
t4|fl41. biet (menfa), tbiete (populo). T, gebraucht es 
|iv« auocpriich im ablaut: gieng, phieng, hie5, bl'c- 
IA«|ficloii etc. ; mndere beifpiele: mieta, ziegala, ßebar 
MMt tbien/)n neben thionon. N. kennt kein ia '^) 
pii» Mehrt Fondern hl«»^ i>, fchreibt aber diefea fte?ta 
fk^WddkfM swar für die ablaute giang, hieS etc. in fn- 
Jiliach obiger anlicht ans i-e cncfprangen, palTend 
kfinnte, für den Avirklichen diphlhongen, der 
siiA Iriphtbongen (iic) würde« nicht zu biili- 
Daj7 kein i. ttatt finde, folgt auch aus dem 
Jcr ia mit ea. Soli damit bloj? der dem i vor 
ihrende nachdrnck gemeint feyn, fo wäre die 
mng ic empfchinngswerther, fcheint aber auch 
icb. Da^ N. felbft kein wirklich gedehntes t 
folgere icb aus feinem misbrauche delFelben te 
' weitere fälle, denen gar nicht diefer diphtbong 
Tbeila finde ich f« fiatt i, z. b. diehent (profi- 



li 'S, anteTfcheidet iener, niener« ieman, nia- 
I •infacbaa io» nio» 

ifilb. bUo undiphthongifohet U allerdings, stvra 

r^v yrim ehÜA ^furfur) etc. (fit, «pit» heibt ihm 

i>«0elb« eilt von to (femper) nio (nunquam'), 

tieften» vrH'i'Anglich zwtiGlDig waren und wenn 

§^^g MnClbie ß»^» doch «ut dem gründe fich niohc 

^ ^ ir« nie BbCcb wachten; vgl. joh (etj, nicht jeh. 



iO$ 



L aUhochdeutJche vocale^ 



elunt) wlebftl (teniplum) fogar dienen (timn 
oflrrs luch da» rjf:hligc i geretzt i(V; theili 
ließ kurzen i, nach ncnhocbd. weifcp 2. b. f 
jhho ('iico) etc. ^). 

(10) «Hefer diphlhong veihUlt Geh zu dem fol 
f/(, wie lieh das tinfuche o zu u verhält, das h( 
fcheint die allere!, früher allein gültige form« c 
allcD'ahlig in ia verwandelt und tOt daß einzelne 
stwjfchen beiden fchwankcn. Der Golhe, wie < 
eliü'acbea o kennt, hat auch kein i>, fondera 
alih. icf und in betdcmahl iu. Vom iu hernach bei 
beim 10 (früher aach eo) bleibt z\x merken 

j) es nni^ von dem ia (ea) und zumaht dem t1 
den wt»bl nnlcrrchiedcn werden, Erft O. gd 
fein ia mitonter für fälle de» wirklichen io. l 
einer conjn^. fcheint fogar dem ablaut heßer 
des Olfriedifchen ia zuzuftehen, nümlich bei d 
bii, deren pracf. au* 6 und uo hat, vgl* ftioU 
hreof, hio» Der grund ifl einleuchtend, nämli< 
ditfes ablautende io muß gleich dem ia aus zufi 
Ziehungen erklärt werden; wie daher die ftüm; 
a im praet. ia zeigen, fo hätten die mit o« 
eigentlich 16, iau, iuo zu bekommen; aus hlat 
hriuof wäre alhulihlig hio , ftioS, hriof gevvord 
der ihat lli/?t (Ich fragen: ob nicht, wenigften« 
älteften qutllen richtiger hi6, ftioS gefchricben 
tmd dann gehört der triphthong itj gar nicht 
ferm diphth* io. Später aber galt gewifs ein dip 
i(t in dem «blaut hio, wie ie in dem ablaut gii 

1) O* gibt manchen Wörtern fteta io ♦•), ali: lid 
ihiot (gen») thionon (fervire^ fpiolS (bana}| in 



*y Oder tinteTfchcfdec er U von ie? did rdhUferfd 
der pfalm«ii weiit brkinnilich weder accent noch ei 
•ufser den pC fcbeint aber jenei incorrecte ie bei 
incLit vortultoofimen, — M*n k5nnto ficL sur e 
der fchvcibiiug te und üo, fibweiehrnd von ti, övi 
ken» N. habo nioht iV« e^ -g« fettet, um den ^röficr 
druck auf d«m i und m auisudrQckeii, Di>ao v 
d«t geritigerß auf dem e, q, i in ei, Ott, lu £a b 
Meinestheili gtütibe iob, in allen Ttin f di pliüi, hat 
. Hebende voca! gleichen nacbdruck. 

••} Vornirolich den psrtikeln io (nnqaani) nto (m 
worflber io voraus^eliendcn noten fcbon eiai^n 
vrotden \{L ViAlleicbt waren llo ibm nocb s? 
wie difl b^uHge cccenttiierun^ 16, niö dartbiTi? i 
(ei) l*yt«t ihiD tiieiuibU jth und ift aUnehiu UDdipb'* 



L aühoehdeutfche vöeale. joj 

-UkXfUiki tr mwifchen /^ und ia, als: ziart (t\ecor) 

'• 1IL|||J4- sioro (dvcbre) 1.2,82. gifciaren (frflinare) 

1f.ft,9S. fcioro fraox) I!. ?# 107. Ja, einzelne wur- 

aäß en nach dtn ninflünden ia, w und im\ z. b. 



ipbcr <:jni»> L i>,^4- ^»"bi (amor), liuhlir.ho, giliu- 
hm; feoh \rjtrum) liubon (carif»,; liabe /rari) V. 25,48. 
(cMTum) I. n,9;.; diu F (profund um), dlofoCpro- 
Ap^J c]U^^ (pTi>f(nidam) V, 6, 4. diaf(^n (profuiulis) 
lli47,; llnob (für) gilhiubnn (furar'i) etc. Ift gar 
enduri^i odfr die endung o da, fo liebt die 
J^Acl i^t %vo^^gen die endniigen a. i, i, e, e ein ia 
r^" ■ %aT iich ZQ hab< n pflegen. Kein nmlaut v;al- 
, fundern oln ähniichea verhültnir« ilUerea und 
rrt^f IJtitf, wie wir es eben zwifchen i und e, u 
H geffsndpn haben , daher es auch nur zuweilen 
Anwehw^g eintriil; im ablant namentlich bleibt 
.i«,fi mjg nun giar^, g'^^igi oder giangnn hci^^cn. 

oiilrft über vrtcalwcohfel tonlofer endnngen). 
f, imd andere lienn- n liein folchea fchwanken z\vi- 
[fEb#o ia isnd irt» fondern nur zwifclirn io und lu, Bei- 
Bitk von if7 : ihiob, thiot, liob, lioht, giolSo (frctum) 
Ißmkm^ ripliben (fumire) rioSet (flciis) tior (ani- 

(!l*> eftlfpiicbt dem goth. in und fchcint in den 
Srobrrto Bhh, drnkmählern oft durch <:n anfi^tidrixcku 
n iu ond io init der oben (f. 84.) gefchilderle 
xwifrben u und o ganz analog ein. Das /// ala 
lorni ift verblieben i ) gewillen Wörtern, welche 
ffhiLii \ho io zeigen, ala: ariup (diruf) griupo (frixo- 
»J pfo^ {fmü?) iiiuni6n (cantarc) linni (forte) -niii 
ItHg ir^ibL iiamen) diu (virgo) ftiurjan (gubernare) 
^^pii«) iHit (populue) tiuri (pretiofus) fniumo (mox) 
(diabt^laO tciura (horreum) liumunt (fama) giiiuni 
hiuiu {hodie) niun (iiovem) frinnt (amicue) etc. 
£tug praet ind. und imp. der (larlten verba, welche 
\laL cenj und praef. pl. io oder ia zeigen, ala: pintu, 
piuiit etc. 3) gewiffen ibleitungen, z. b. thiob, 
liobt, liuhien etc. 4) andere fchwankende 
ftiid TOfhin bei eo, eri, io angeführt worden. -^ 
■tarfcbied zwifchen io und iu zeigt Geh darin be- 
I, d%ß itn verfolg und namentlich im mittelh. die 
ibergegangen« die im hingegen (grö^tentheils) 
£f»d. Uegcl ift ea nnleugbar, da^ dem io daa 
_o# nenh. ie — dem iu hingegen das frühere 
ik. iu xur feite Acht; rgl. deor» thier; theodo- 



log 



L aUfiöchdiutfchä üöcalc. 



Ticci«, dietfirich und andrerreiu iiari« ibmer; ircidll 
(bei Ni^h^rd in ^ctn beltan iitrrhwnr) dei f' 

neub. wetJCf deuttfirb ort; Li ^), fo wip 

ntme ihüitmilli, t!iiam>jini tjMter za dietiv 
rie en dciitinMld werdeu konnte. ^^ In ai;i. 
la nocb anzafübfeii 

j) da/7 der dipluhcmg, T^'ltoür «wir al 
d<Yeb «uwril**n eine frühere tnebr^ . 
Znm beifpje) io friuiit ant frl-6nd contrabiert. 
die ahlante hiu (caecidi) iVmi) (cücuiTt), ein 
«weifilb, bi-ti« U-uf vermtjtben labend. In 
fällen i(i der dipbib* nnurrptüfiglicb , aotb ntl 
goib. tu enifprccbcnd. 

t) %*on /// iß wie im gath. ju zn nnterrthetden , 
alt- nnd miitelb. bit. daa j faß gir nifbt Illi. 
Bei O. \in(\ N. weiß jedncb wieder die acctiitlj 
den tiiitetfchied, pämlich der diphtbong wird 
zeichnet, ju hingegen, weil ei meiHena liefioiw^ 
tonloit gar nicht (die weibl. npd nenir, rndiin| 
J1I9 märiut rconiu), oder wo et wureelhaft und 
big il't, iü (*. b. iilng =r jungX Hierdureb 
rchcidet heb thiu (üb) und der inftr. tbiu (| 



•) WiJI mm diiiiiro f^errniiiicas) von diot (gvnO Idl 
iftfit fioli freilich die «iiAlogt« <Jm weehfrli r^-^-tf-»^^?} 
ond ^rdi arifahren, fo wie £ug4ben, titf« r 
der twirdi*» ilieadifctii u. ttieodifcut rolnva..JLi u, < 
•rwi^ung 4er eotironitiien l«Lrt aber lodertfi. Dar 
itAteifcItfidet ^hicta C^^***) ^t^lH^ ▼oti |;lt]|^t Tbrin 
Sff) und die ab(«tiutig€ii b#y«r miTctir 
menllich keifit ü*i roa leuterin Bammti ^ 
fen« r«|;niti, berahmtti. Im «trlt« itt xtvhi dÄ« vi 
tbtut (tpttii, bonitf, cUniO ▼«rlr^res, doch nbtd 
bAben fich trhahrti: gilkiuri O. V. 8» »7. i 
ibiiiti (bflnediotui) O. III. i<if47; gitbiuio (t 
und noch bektantei itt d«f verhuni thiiiien, ^ 
irspticire, ititerprturi). tbiuiifo beifit fol^l« 
doJia, f«n>a« ; benfdicius 1 wo|;e|^e[i tl i ;)ü^ 

£<^otiJt«^ f;'"* MW«» änderet, vreciig«*r T rt « 

Zu meiner ctUdi^rnng Aimmt dt« nnrü. |>^d« (ad 
•xpUiiir«) un^ {s^dflf (getmanu»)« biodTerlkr ül 
C^bifdür. Dom (lothen wAide piii^iOt« - rrrr 
brndiiviflii (|;entiH*) bedcuton. Verwiodtfv 
uiot und dint $7U>gQn «ndere dirthriöt ich ^ 
ihr« verrehiedenbtii seilen. Zfigle^ch ^ehi 
die beMli|£« fchreil>uis|£ dctltreli «uf ainem i.u-.,.^. 
ffibU baruhi , aJi teuifob. 



I. aUlwchdeutfcha vocale. 



mg 



ICi (}m} vnä jti (irobU)» Ewecfcm!f?fo^r jedoch g!«tib« 

.'i durch dat wieJt hrte j zu fon- 

^^^-if ihiii (ilb) U, -, ,.Jj) thin (virgo) 

j Wifr ibin jTt bin der iuftr., da- 

w*r i'u o TiLij u * .^ »ccciit?iii*rt wird, I>r* 

fcMbi Jrn eiV b, glckb/alJör /// ♦), ju 

jydh K Tiiit rth ^f ijcr elgfiuÜchi! dlphthori^ ;., tina 
ti a «r auch, wi«w4jlii rchwaiiKcjit]» 

«ii jri.iiut tit5 u äu gelten anbebi* vgl. chißt pl^ 
timacT; bfdt «rtK httnie. iJiefcr umlam l4ütet auch 
fp ile de« miiic^ih, m 

0^ .e er, \v\1re <«- he- 

ittti im }t. 9Uri jabrh. voibandrii ge%ve[en , mit dem- 
(dteti in auf i^ed nickt werden künnen *^j. Wer tolgm 
Bdi ^ lüiicht wmibeldig^n will, dj*^ ein ahh« um- 
Itm des ü fo gut tot N, ab nacbher beriaudcii babe» 
nol «ufiiclli^ii « d4a tiiia geläutete u babe friibrrbin 
•it fiderti Terfcbieden gelautet, was mir we- 

w\^ aetntich vofkomaii, zti gefchweigen, (\nß 

'- Uoi gar nicht wird angeben [aßen, Uüd felbik 
vii»1;»'ti b«i N., der «ebtin cbrimer auch nocU 
C^ t rodet fiir das damahlige ausbrechen 

titiim .1 1^1 uiLiicheren omlauie. 

rom cibfr^^inji des /ii iu iw oder iM/f tioten bei dem 



jt iL-*nriT rilih. fond^rn mnndartirch für 
:.'• Kb i^^ji in alemaniK nrhundlicben ei- 
en (Neogart v» hroad-, ni(iat-, oadail-» road -« 
_ belli in den ^1« ker. z, b* rtitiat, ploat, ploatso^ 
k« hroam. ptOiil5ii ^dcrifico) foakii (ruagit) etc. vgl. 
doc. 2 "^ ^' iiiiu). Die beftimmte inoii<Iart 

lieb A li aüwcifim; lieber halte ich 

etWA« 'icr ab //a* waa auch 2a dem 

^g aat r.' ^ j 1 ,.1 itiU 

(OK. 0() find kein« aUk. diphihongen^^); saweilea 
^ta difl ^ocale 6 und e« e, oder i« alt aweiGlbiger 



fitviB nickt f«? d« et fc^nfl i»t }o« tict fotireibt? God 
i«a io. üo «ijidjpktlioßfiir'ibcr itt ei« oii , ui/ 
iitIcM (iiiiren il«i fnihrien iii Cu u ju giriutio (cUtn. 

IrrLirrftiitto) C>. |, ,g, ig, I. £?, 70. 

iiirm») oij;« (uculuf) lioib^E (ctptit") toiji^on (my- 
i : . t[loibct. i^mmlUch bei VV. h^tie ich filr fiUcti« 



HO 



I. aUliOchdeutfche vocale. 



Jititn« tiieinander, daa ift gan« «Iwai ändert, s. b^ ^ 
(TireiiL) Uotxa (cctfior) (t, hohifo: pei^Mi-^^^ (oretoj 
i)i$ ällclle beifpiel gcwübtt der Üu/fnümfr dioIii , l^v 
früher ntogin, mohiii« ans dem endlich das neavh. d|| 
tboTi^ifelic niaiii gewoti^e« i(l, aber iu»eh la der 
Sprache ina * in mit hijttii* vvofiir fclb(l die fcbc 
fli Ti^det iK^bcn dtr all{;eRiciri€ii fchrcibang dcf 
Der ntnic der Hadt behtelt djis alte g ^jngcr: inoj 
tnm, tna^nntia, TOc^iinzc, me^enze, /.alctii auch r 
gerade fo verrfiih och in dem neuh, g^^traiile (fr 
tum) dS6 r^'ucape atis gitragtila. 

(OU) vorhin bei dem att 2(1 aufgeführt 
dayj dief'fr tt^it dem 9tcii j^hih. fo bäu%e diphil 
lii»r durch an g<^pcbcfi wurde», fptir weife aber W 
fes im ttien vetirilt- Seni vcrbülttii/? stn dcni 6 i 
das ded au zu dem 6 (f. üben L 94O* Lbfig 
hübti der ton dem voiaiiftilebenden o (wie dem « in 
d^her O. tichtig iht accentuirU N« def^gkicbt!», ileitf 
goviihron die nämlichen « vorhin beim an angcs^i^i 

^ ' ^lor bldbt die wtchligeie frage übrig: die »ml 
des al^ daa fitb in 01 Avandeli nnd vcrmnibllch^ 1 
der einflti^ dtv'* t der endang auf das a der ^vurECl 
inübUt; auch für den diphlhong^n ai wirlttc, — *j 
dae i(i nuverkennbar; ToUtc nicht weiter im dtpblli; 
daa u eine abnltch^ macht ausgeübt und das a In 
wandelt haben? Nun Cm>\ zwar oben beim lunfa 
a lind o .übergän^^e diefer beiden laute CfWiVbnt 
den, nanieiJllirb in den würtern bsilon, hoton ; tvai 
woneh; fan • fons, denen fich noch einzelne zttfij 
la/fen: ala ^yamba !• T, O. M. und womba N, 
folma vgl. mit dem lat. palms. Inswifchen entfprj 
in dicfen an Urh hdrhfl Celtnen fatli^n das o Datt i 
abbün^ig von einer endung ?i nnd la/?t beb dem fo ! 
figen iichibar v^n der endung j abbängt-nden «mfi 
de« a in e liapm vergleichen. Hiergegen frheint ai 
der uord. von der endnng 1/ abhängige umlaut dfa a 
Ö nnr wenig bedenken an m^ichen« weil ; 
nord. djphth. an keine dem nord. et (daa alt*-^ 
ni herftammt) abtriebe Verwandlung in Öu br 
(Vgl. unterdelTtm jeinSge fptiren des der endung n v 



Itsancn utid d»i rUbtlg« ougi, «rloitbet koauDt f^gt 
«ibtn vor. 



I. ahhochdeutfche vocaU. m 

pabatCBdoi a im niedcrdentrcb). — Vom Übergänge- 
tf^tmm ow, ow oder ouiv unten beim w. — 

(VI. DO) beide find fich gleichbedeutend und h\oß 
rerrchiedenheit; mau kunn annehmen, die 
\Tdcbe im a blaut i'a zcii;cn , haben auch 
uot bin^egi'n d^m ie liehet no zur feite. Der 
kUmtotm £a fcbeint oa^ fo \fie dem znfammenge- 
ipiV k das 6 parallel. Dlefes ö mag die ültcße ge- 
ll^ def ablautd gewefcn feyn, wie es fich im goth. 
IpLnul fächr. erbalten hat; als aber im ahb. au in 6 
Imieng« niuße Heb für jenea o die Variante oa^ ua^ 
% eneugCD« welcher der runenname uadil nicht ei- 
idich safiehen kann, da die rnnen di^)hthongc, die 
^an^cicben vocalen beßehen» weder bezeiclincn noch 
IpiMD. — Uebrigena gehört in ua^ und uo dem u der 

FH «ad O. fetzt üa\ N. fchreibt wie beim le auch 
jfte« welches ich aus gleichem grund verwerfe '''^\ 
Ip^ io wäre triphthongifch und va von dem zweifil- 

fcu~m ia cbu-a (vacca) pü-an, tu -an nicht zu 
n. Envas anders, dr^ß diefe aliniählig in Aqw 
4ffL diphih. cbua» puan, tuan übergegangen feyn 
IpMl. Auch Väßi fich der wechfel z-\vifchen oa und 
p %A Bicht begreifen; wer aber ein oa behaupten 
^ ' vn8a nicht weniger das 6 in 6o (und nicht no) 
— Das gewühnliche ö wird nur ausnahnr.b- 
uo gegeben , wohin das bereits angeführte 
d Iciionin (pulcrittido) auch bei J. 383 gehören. 

vorhin bei dem ia und in gemachte bemerküng» 

^a^ju za trennen lind, gilt auch hier ganz 

swifcben dem im (no) und va (vo); O. fchreibt 

I. b. düalta fondera dusUta, d. i. dvalta (mo- 

aber (uana (cxpiatio) d. h. füona (fühne) ver- 

TOn fnän (clor), d.h. fvan. Ich mu^ indcIlLMi 

, die beim w entwickelt werden, unfolge- 





\d hierfar fpriolit. daft in den nnbctanten endiin- 

das 6 im altli« geblieben ifl. Tßl. das gotli. falbon 

dam sich, blbon (und nicht falbuan, fdlbuotr. Dies 

oban L 96. bensiktt wo aoob andere beüäckeuJe 

lishsliU nicht, dsfi in einem hymn. dei Juniui ein- 
fcfoaaS« ß. krua3e (provoeet) ft«ht. D«i könMa 
iJlHiahsr falireibfehlor feyn. — Man Tgl. fibrigeDt die 
iilL tvefcmrgehande note aber dtt analoge it. 



llt 



I. alJtochäeuifche wacah. 



rirbii^ dualla rcbreiben, rit dvütA ttlelit hnrti<!tiii 
uiui dwiUa fonfl bcdönUrtch Tr*1re. D 
fatli;, wo ua^ uo mit Hern vornuagch' > 
viTfcbmiki (Oiiaha^ cievlt; uuifg« lavii; (uuiSi^ itc 
ß, wnahs, wnafg, [\viui5«)- 

Bfiffnete de« ua oder r/a: giR-lttamt (bafpirtllj 
nuati (iticanrftiurAe) fmiabiU i^cateiiiik) h- 
du») hrtiotjo (Urror) ttruot (filva) znnmig 
iiitieiihltge andere* die ßch aller wund rrgcbnu 
di}ih(h, beruht Idar auf «^ppi ablautbvcihähn<rv t^tu 
imiDer z\x einem %varzelharton a. 

Auf nuino obJge beh^outrng, daaähb. ;/<i ^utfi 
atia einem älteren 6, fällt licht. wenu xnaii aucli '^ 
romanircben fprachen die eutwickeinn^ dr$ i/fi# 
dem lat. 6 und felbÖ o ervvägen will* vergL tof, 
bonai, luorltur mit cnoro, cuorpo, buoiio« jvmo 
Df>n nönvrn war ua^ ua nur im biattia bitkiiin 
fch wer lieh je dij»bihongifch. 

(UE und ÜI) ßnd keine ahb. diphthongen; 
Könnte niiti ßch unter (/<?• wie beim ftf, ein 
fehwlchtea r//3 oder uo denken, allein ea Jiiidei fich 
tin*l da» fpütere uiittelb. rte fdicint etwaa ar *- 
lieh wirklicher unilaut, ui bat man aui m^ 
aUh. namen ft. in gebraucbt, z. b. der Unuh^ti 
fclvichLfchreibcr liutpratul wird \o bSull^ aU fdM 

['luiiprand geniiniiL Mögh'ch awar d.iy? a!ie dlj 
lolbfl ni für //; i&uvvfilen veTfchricben bub* n 'v^'?- 

rgan II, Juu-), wj»brrchejnHeher» di^ fio { 
tinA ab^edrnekl warben und — Ich branri«« kium 

r^'rrimieifi, d*f/? in wörierri wie: «uifg, rnt-ben. %% 
)sein diphibufi*;; iii^ ue, fieckt, tondem zvi, fv^tJ 

[daher O* feiner weife nach cnifg, fuebcn accenitiif 



Nach beendigter unierfnchung der ahh. TOcale 
, merke ich 

1} fjiinmiHcbe aitb^ mundatten zeigen die einfachen n« 
Itedehntcn toeale« tinicr itixiereii ftthet d, f , 6 fei 
wogegen f und ö in der bed^utung fch wanken,^ 
dem iic ^ewöhulirh stwar dem ei und aa , %n\ 
aber auch dem ja und uu enifpfer»T*-ti l^ti* »^*fi| 
eben übrigen di|iUthongen belchrltr 
man fie iiacti d*fU rinaclnen munu^Jicn vtnii m, 
hat folgende: ae* atit <La^ tU kQ^ i^u, iai tc« iu. uo; 



I. aUhoehdeutfche vocaU, 



113 







S; mt, am 9 €U ^# iß» 10« itit ui;^ ^ gl*^ hrib. 
o, ia, ei, eOt i«, io, in; — O. ei, la« ie* io, iu, 

tt» ati — T. ei, Ic , io» fo. ou , oo; — N. ei, le, 
Iu, OG» HO« tiiid (o wird ficb jedem dialect, der du« 
er bekannt iß« fctn eij;einhümlirbe« xu weifen 
Oufcbgebend ßnd b\oß ei (ibgefehen von den 
dei 4iO nnd iui die fruber f^iußtre zshl den- 
cbt Towcibl auf eine vollknmroenbeit der tp räche, 
beruht xom theil tuf unlieberer Tch^eibung, 
nn oücnbir die ättereti ea« iai ; eOf io faß :^- 
«»fif«l)eii. Der Gmhe Kenne nur vier folcher 
Uanic ö7, rfw> tfi\ IM und weil dazu fein ei im 
l ift. fo rieben di^ du^ iu den wicbiigClen altb, 
Itcli deäi ei, Uli (ou)f iu sur fette; das ebenwich- 
ua war im goih. ät wodurch das umgekehrte 
httifiiri dri i zum gotb. ei anfgeglichen ^vird* Den 
tifi£ de» ia und i>« ztim ibeil auch dei io^ aas 
cId-- »pe habe ich mich bemüht za xeigen. — 

I jyU dnelt« befliiiafnang der einzelnen beHand- 

^kitllt «kirfcr doppellau te in den älteren dialecten ifl 
PVbawmideniawertb I verändert fich nur ein einzelnet 
bttt, Co Cot|i eine nacbwirkung durch die ganze ver- 
wandle fftibe und du gefetz der ablaute tritt in jeiler 
y - ng tjgo g«ftaU analog und unverwrorren hervor, Erft 
^^^Br' ' '^^b verkennt und verfchiebt die fpütere 

^H^t /e Ordnung. Man nehme folgende würter, 

^Roili. atgan. mein, Uun, bagma, gö^; — K. eigan. 
IPssln, Ion, paum, gaat; — ^ gl. ker« «igan« min, Ion* 
r pium , goai ; ^* gl. brab. eigan , mm , laon • panm, 
in — N. eigan, min, ton, boum, guot, allenthal- 
n fnkgerecbte und klare einricbiung des lauiver- 
iOf«* 

fphiJian^en finde ich nichts bocbßens fcbeinbare« 
nlmitcb die in zwei ßlben zerfallen, z. b. ibrao - a 
(OQiia) fonft ancb dr6-a gefcbrieben; cbuo-a (vacca) 
bobmoO'ja (lamia); huei - onti (hinniena); gi-fita 
frcEtnabat) u. a. m, Spüter verfchwrindet der hiatus 
I8e4ft<na, entw. durch wegwerfen eines vocab (gilte* 
chno, auch chii) oder einfcbieben eines confon« (vgU 
dii neiib^ birne, wiebern). 

(e haben wir nur bei a in e und ai in et hm- 

.,., u io iu erft mit dem lo. jahrb« — ob der des 

in au anzunehmen fej? f* beim ou. Die umUute 

in Ttl 6 tu ce; ao in ue; a in ü; n in ü; treten 

£>icbi tio. 




114^ 



I. aUhochdeulJche vocaie* ^ 



4) aua vcrrcbiefienen anzeigen darf man tchUeffma 
in einer früheren tteit die abweichnng von dem 
Tocallauten weil geringer war» ab fie in «nCerti 
denknaählern erfcheint. Man vergl. die bemerlc 
r 79. über die abwefenheit dea umlauti e; f, di, 
da» frübere i ßait ä; f. 84. über daf Mhere u ft 
f. 86* über das äUerc h ftait i; f. 89. über den urf 
dea ^ aua ei; L 88* 91, 97* über ein Sliere« a, i, u 
t»fl; f. III. die fpuren dea ölt, 6 ft. uo; r.99. üb< 
dtt. ai, iU ft. ei, ou ; f. 107* über daa ä)t. iu ß« 
ie, fo wie insgemein die unorganifctie uator dei 
letztgenannten dlpbth. 

|\ böehll Tchwierig bleibt die geltnog der all 
in den uicbtwury.elbafien theilen der wörier,^ 
lieh in den endungen, wo ein ganz andere 
ihr ^erhaltnifa befttiumt, als in den worfeln, 
lind auch die wurzelvocale der Veränderung nnte 
fen iheils durch ilen omlant, theÜB durch mefa 
ftorifehe Übergänge # wie wir deren s&wifchen i u 
u und o und den diphthongen (nagensfin riai 
merkt haben. Gleichwohl herrfcht in Tolcben u 
ten und übergangen ein geregelter* tobt ger gang 
ea wirken dabei verfcbiedcnbeitcn der mnndarj 
den onradicslen wortbeftandtheilen wcchfelt hin] 
der laat fchneller und willhürlicher, Avenn auch 
ohne alte regel. Der grund liegt in der geriti 
betonnng. Ein gering betonter, oder tonlofe^ 
wird fchwach und dadurch uniicher '^)« DieTe laal 



cr^^ 



*} Aus der fchwIeLiitig fol^t Jle Bnilening d«f ffttiii tfi 
Uch, nichc «1« notiiwstidig; oline Kweif«! bat di; 
fprAolio totilof« tnut# gehabt, zu welrbei itiniiimfl 
JDre hiftiifißet] ryiicnp»u (totilor« Uhd gefcbvrächtc iini 
««icheii v«ifcnder fyncopaii) brtnj^en. Allein fi« ll 
ntityacfypurtten Hexioneti und wbrtbildiiiißeii den 
fchwJicbten Uut an (iGh unverändert, d. b« häübiE>, 11 
ro«nag behihen in biubidii, liubtdeint, tndnagti im\ 
hei, obj«leioh fobwerlich deo ton. FrUhet könniä 
«in beirmterci bitiba^ , biubii|> etc. JliitgcfiindeM 1 
VVirklicb zeigen ticb docli «iiti^d fparen efoterirchi 
caiwcchfeli, nametitlich die f 56^4«, Kn^cfilhrteti v«r 
Ititigen g;tbei^t in ^abigi; filewri , fpillc in filt^ri, I 
krolödi • krottida; t^idufo, vidovu; ünaha , äinobo; 
tnchiiii , atniimmf-htiti (I. atiiaminalmn Qv^l, unien 
ni*b«?fh proci.), EiHiee diefer falle weifen fopar dia 
lauuüjaiüation, — Gibt e« lucb In den alten fpfj 
folchen vo^atwechl«!? Maji pfiegl in üintti no ~ 




L oUhüthdiutfchi vocnle^ 



115 



iliw^chf^fnn^ f!*T rocale ttnterrcbeidet (ich 

ü' jyt darin wefcniltrh I da/J 

ffe It. T»» *. t4*... i i.i-Mutiffiel^fi Tocal rdlgendeii 

liriiiti|rt jfl, ^ffH*obl Üe Crh snwotlcri n.icb 

r ^ " ; fürti^r, Ir^i dem niiil^iit 

der wiir««^) getfiibtt ^ct 

-' der nnbetonte gefcbwär hi 

leb wertU tnich daher 

futh9 vo^ßiwerJtJtl für die tmiänderung des 

' ^^ '-^'enfaiÄ 3SU dem mnlaNt ^ d, h. 

t^n UdIS (obt'ii C g.) bedienen, 

11^ dcJ vocalwcclircU folgendo 

Ulf die lleit ioȣeiiJungent tli 

jfi b«r< jiid er« €f wogen werden inii^en, 

zu nebmeii iß. 

hpi irrith. nur fforweifo voealweehfel» to wir 

" T ' ' • llen fcttncr •*) ah in 

, Linzehien detikmnhler 

fHbvrn ' einander itild in fiAi ff'ibfl. 

iritirlikt! i? ij - . olirie d»^ chl 

ivii ii'iiiui^it vi>^.di völlig fort 
Er »cigi 2i^ ruigali (uciiur- 
r i inder, 2^* nnirmulöd, 
er in gewillcn v,or- 
fern ci ^ti Uut bebiiU , ab: aiame 

{btiijtiu, . xtiÜlmtim) weralati (muiido^ 



M ii*d üi 



I inftunehftlant da aber ]entr den 

I imd tinken dei lom ■usdnickr, 

_?« «uifprocli« ftiif^u hft* 

kl ftiife CiKilMn^kcic lind 

LU <r%vuchren« £;elicii* Di« 

L <Diittm. p, 58*-6o.) itrd bt» 

II dtr tonfoliWichuiig iriti meik* 
veobr«! «itti T|tl, CAfuiii cipilit eto, 

i'ittkurg d«r rotnanircheii nutndirtetf» 
kY4lteiiJcti regeln und iuiniiirofti^i «ii« 



iird ttfgt lieb J^ulliebat iOs mittdtioeb* 

I < ?*ul9 Ot (u 0« 31t, ce, iu einiteteii, welch« 

Icl nifiDabl» et «engt, roodern nur ciit 

ilff^A« li«itpi«l wir« IUI d«r Bömerzflit! «innin«- 

■ r^rin. Ij» tiat. 4.t9''^ €»i»«iiiT«tt 

i 0*'*3B5**)' wicwoiil dem 
^ ^w xa ^aJ^noQita. uibta daa gaiin^ß« >«( trauen tttt 

H st 



ii€ 



I. aUhochdeutfche nöcale^ 



onoTgatitrcb ft* werihi) huirabei (revertim) 

wecbreit er ihn in andern , aU: Jeohete (Juizi 

perege (monte) ü, leohat«« perage etc. fyiicopitrt^ 

in noch andern, al«: fimbluai (fenaper) achre (a^ 

tt, fimbutum, acbare. Jedea denkoiabl wechfelc 

lyncopiert Teine vocale auf eigentbümUcbe w^ 

die ficb vietieicht den berausgebern einzelne? 

I klaren kann, aber aus der vergleicbung aller 

[ fich für die grammatik Keine genügende aUg 

) anficbt gewinnen. 

V) Nar fo viel fcbeint klar: unter den einfacben 

calen der endangen Gnd a« 11, i ala älter, o iir 

ata jünger an«unebmen; gedehnte kommen bell 

nur in den flestianen vor (wovon hier nicht gel 

wird] kaum in einigen wortbildongen (beifpl 

-öd *ig -in» iiiiu6d, UUg. thurnin) andere 

ihongen (wie im golh. ^ eig -ein) gar nicht* 

einfachen laute flehen alfo hier vornänilich i 

tracht *} und für fie gibi ea drei f&Ue det 

Tcbwächung. 

Erfter fall: der voealwechrel ereignet 0ch ii 
uU* ohne hinsn tretende flexionsendung. In 
eben Wörtern fcheinen die vocale a, u. i wi 
lieb, s&. b. durah, duruh« durifa (praep.) fpäter t 
piert dürh; abani und abunt, fpäter abeni ; 1I 
(vis) und magin, megin ; amal-, amil-, emit« 
gan, gagtn , gegin elc, Nähere erwägung der 
bildungalebre wird aber daribun, daß diefes feil 
hen ala auanahme, die organifche unterfcbef 
des a, u, 1 als regel zu betrachten fe^t vs' 
fich denn auch in geWtlTen Wörtern nie ver 
fein, z. b. für fibun, apbul Hebt nie fiban, 
für gagan, magtn, amtl nie magun, amul, ga| 

Zweiter fall: der vocal der bildungfendnng 
feit, wenn eine Üexionfendung hinzutritt, mit 
dünneren, alfo: fobald die bifduogtendiing. di 
her ult. war, zur penulr. wird; z, b. waSSar, 
7erea; heilag, heilegei, heilcgüii; perag, peregi 
Diea vergleicht fich genau dem lat. caput, c 
komo (d.i. homou, homun, wie noch homui 



•J El iß fohwer la Cigen, wie und Ynsn tharnio, 
thuruiD, filig übergictig; fchwAükM do«h das Ge^ 
rtiti swil^tn gftbtigt und gtbigt. 




!■ eXäiüchdeutfche votal^ 



iif 



&ctft) bomioii. Ich bemerka i) d$ß hluRg da« ^ 
blr aBSitcf , beiUget. a) da/7 da« « zuweilen 

ick aer ult. vortritt« d. h. obae folgende flexion : 

IfsSScr. beilegt {«"gl. oomen, nominUJ ja gewlfifa 
W^ftew se%eo tiberaU e nod nie a , z. b, die gang- 
tvcsi TerTfandtfcbarunaaiet) fater. faterea, bruuder, 
mooter* j) da^(7 fiati de« vocalwecbfeli häuß|r Tjn* 
eape eintritt. «I«; webfal» wehRea; zethhan, zeihnes; 
grfßar« gelftr««. Die gefetze diefer fyncope Ja^^en 
ikb etwa nach den swiTcben dem ausfallenden vocal 
liegenden cofifonanteo, to wie nacb der poGtion 
o^cr nir!Hr>r.ririon in der Wurzel nflher beQimtnen,— 
I>i ilfcbeinj^ lieh auf die^fcbwäcbung de« 

i^in c TU Dei'cbfäiiken und wenn U oder i fchon in 
de? oll* berrfcbent bieiben lie auch in penuli« al«: 
tM}fiTi§, bonuge«; apbu), aphule«; bimil» himilea; 
orgln« naegtfie«. Nie wird auf diefe weife «int 
edet Ut nach n in i oder « verwandelt; z^ b. wa33ür» 
waKBlree« apbnl, «pbile« wäre unerhört. Vielleicht 
fie^e fich ein «pbul« apbole«» ganz analog dem perag, 
pereges, bei weiterer atifmerkfamkeit nachweifan. 
Hlubg ift da« c» fchon in die ult. vorgedrungen und 
bleibt datin: aphol • aphole«, wie pereg« perege«, 
Syneopicn wird aber daa u und i gleich dem a^ al«: 
ßmboiam, ülobar (fpüier (unbolon» filab«r) fimbluni 
filbre«. 

Dritter fslh in drei- und mebrßlbigen Wörtern 
iiiflegt. «^•ar fchwankend doch zuinabl bei O deut- 
[licb erkennbar« fpurweife auch in älteren denkmäb« 
lern, eine cßimilation de« laute« Aattzufinden, näm- 
lich der vocal der bildongsendung geht in den der 
fie^ion oder einen analogen (den einfachen ßatt de« 
gedehnten) liber *)* Am haußgClen erzengen fick 
«uf dtefem;we^e die vocale «r, i und o^ («Itner m 
[nnd li. weil diere In der regel fchon organifche 
fViidang find, ßeifpiele werden alles verdeuUichen. 
«)rcdnar«. slerira, gr61Sari ß« fc6n6ra, sier^ret 

froSor«, koraia (II. 4« <40 Inagata (V. I7i 16.) ft. 
hf6n, luaghi. Vermnthen lie^Ten Beb: fadami 
ft* fadami« fixafan (caUidum) R. fbufan 
^ -1. ro. 



^t nnJ tinllinlichleit ditttt iflimilati#ii mit 
,.r tilgt tu die ^ugcn. 



tJJB 



T. ahhüchdeutjche vocaU* 



ß) Vefemci (fcopae) (V* bertmea; Mberei (tnvn 
11, fi^baretf finfteremo i^ohfrüfo) ft, HnftareTno; 
tct''» (l bittarea; gareAvem (paralia) R. garü 
Manche der vorhin oni' r b) atipefnhrten beif 
gehdreti rielleicbt biet her, obgleich in hei 
eher ffhwtfchung aoa heibgea ali alhinilatiai 
stmchcnen 111, da ea auch heilt^gün hei^t* 

y) edili (genn») fl, adüh' ; r|)ihiri (rptcariom) R 
hiri; fi*JilDn (incolae) ; bitiiii (aroarhudo) R 
taii; KU IV tun (ihibiaa) ft. atiivaliii; fnaiirt (}i 
ft. fnatari; fubiTi ^mnnda) R. fubari; biti) 
fcfurivii) ft. huiigarita; durihil (fertufus) ß, i 
bil; gidägiiit (faitiulitium) 11, gidigini; 

i) die adverbia: ebono. offono* abnbo, Irbol^ 
gibolono (latenter) H. ebano« abnho * irbol 
gibüUito; die praet. tonordta , rr^rouotat ^* 
Tou« z^^ibhoiiuia« zuivolöta. waelioröu (vigij 
etc. ü, lonartTua eic. lacbonan (fafciia) (V, lacba, 
fadomon 'filis) fl. fadamoiij wagoito («^«»"^wünj) 
koiio (nubhnii) ß. wi»gaiio« woikano; brua^ 
<frat?ibiia) Ü, bruaderoii» eiitogo, hetlogo (U eb 
hcilai^o; haboidd (IL 141 104.) R. babeioA el 

i) btttiirn (ainara) L tw 9'« I^* bittam; To 
folgerichtig atirh Tuburn, finßuru« manogti 
gehen, die ich nicht zu belegen wiißc. *— 

Ana diefrii beifpu-len ergibt fi cb» da/? mm d^n w 
fei riixninfMcher vocalo an maticben würiern 
l(ännte, als: bittaran (amariim) bitteres (amari) 
(nnr^ritutfo) biitniö ^aniarae) bittorti (amara). Dii^ 
*« tit erfcb ciiimig hat Ikb. wie gi 

au... ... Li. o : ..,;vicKt*ir^ oöd ift einer tfhhlich 

der noid» fprarbe oftVt>bar i'erwandt, tanb^gründ^'f 
Ge om fo weniger ht\ß(tn, als de fich aitth bei ^/ 
n/a. und znmahl die ainmtfatioii d^a n fpürcn Väß^ 
fcb wählten diefe vveil Öfter , z. b. K zwtfchen 



*}:Gewt(f kirnet fie inii dem lacb bei O* GchtbAron ni 
djM yriir ■ i«, iö» in (oben C io7t) und <*«» 

n«tfii w ihrenJen jv^ifclien i w , ew und ri 

^^ fanimen. — üb nicht umgekehrt iucU d«r ifrurzeKiii 
-^ d*ii il»r ^ndiiiirr tftewirkt iiit? ieh denke *n worolui 



den der enduiig £•«> 
dia u Ü4i iltziou lyiTken« 



In letxtctm kOntiie ebeur« 



ill|llUi« T. sw. wuntarät unA wontordt. Und Telbtl 
Ivllimll iüjeivCcheinlid]; das ganze Iyftem_ würde 
d Akr» foLltim aocb die hfT, eiiixelne birßäiigende 
HÜDiin^ darbieten « nicht diirchführan la^eu ; ca 
ü k iridciireil dca wobüamt mit der abftamniTm ^, 
f§A hk%fi§ j^rhrnd uTicBtet e n\'^ebf^J i nnd niufto 
■ujinuog -^ flcr unbeionlcn 
» ui cji f iiu '. 1^^ ■ 4 Ui mcdt . _^M _; j ren. iLinachie 
mögen lieh anrh nach zeit oder 

,_, und von der ainniil4ti9n frei gebal- 

tbtn fo g^wifa ift in andern durch aitimi* 

^ocjKvrcbftrl überhaupt , indem der ge- 

; ana der prnull« in dte nU. eindfang, der 

und orginifchcn lautbedinimuDg viel ab* 

10» Sf* fah^h. erfchdinen nach und nach 

Sm wonbildnn galante %n e nnd 1 ver* 

wodurch jede nnflcheTbeit dvB früheren 

II ' { wnrde. In den llexionen *) hi* 

] l\ n Tocale Kum theil langer erhalten 

hende gefchlchte der bildnngs. nnd 

^ ^^ ni2,^n Vfixlt ctniges liebt auf die 

f& gfl!iV»chie bcmcrkung*' dnß [ich daa o in dcf 
isioii tcgnt trcner ala in der wurzel felbft (wo et 
tJbergieng) bewahren konnte. 



ih<^chdeuifche canfonafiien. 

iwt ilk ein«' der Terwickeheft^n , weil aaa 

Hg 6cr roandiricn nnd oft monllrofcn mia- 

Idtw fchreibung beiuabe endlaff^s fch wanken 

fo da^A fetbü dio bc[len LfT. den grammati- 

[heCrirdigen 

liqmdae ' '}, 
^ ^A- in* aualanlend^ Mit den anlanten 
fchon feit dem 8ten jabrh. an die inUute 
^ch ao verm engen und bald find letztere gan« 
re nbergcgangeu (f. unten beim A)« — ^ Der MUt^' 
begitmi eiwii fpitef, jed^icb nur in einigen* 

in 4«i «n^ongpit #tnBgffr f^iikcttit v* V* 9» 
!(" r^ ttfitM lifii N« tittdi dmö und «tA fpattr 

xxi» . -»« namiü ÜnU kitr klar eed it&Ttrande flieh* 



ito I. olthochäeutfche eonfonanien. liquidae. 



flexionfii « Geh in n zu wandeln • namentlich tno 

f»L ; in (ter prima pl. und in der prima fin^* elfiSj 
chw. conjiig. (näheres in der dcci, nnd conj )* 
warsein und andern bildungsendungen (z. b. ^id 
boofem) bleibt aber das auslantende w, nrid gänt 
•bgeworfeii ivird e» nie. Fremde fpracheh lehren 
abQcht diefcs aoflani« »wci ftufen i) m wird In n 
fchwärht fvgL Schneider p. 509*^14.); die Spanten 
ändern tarn, quam » Jerufatem, Bethlehem etc. in ttn 
qnan, Jerufalen etc. 2) m wird völlig m -^ 
(Scbn. p. 501-J09.) — Vom übertritt des ii* 
VI in n vor der afp. f. unten bei den Verbindungen wf 
nf. — - Der inlaut n wird na Tal (n. adnlterinom) , fobau 
eine gntturalta folgt « als: lang, wankön, unk. aber 11 
der Wurzel felbfl, nicht wenn in der zurammenretsuAj 
n mit g und K 3n(lq/?C, z. b, in-gan^an. un - kufl. Ol 
daa nafale n auef^llen nnA namentlich die form ng ll 
h übergehen könne? i(l oben T 83. bei dem k beru 
worden^ weil dadurch auch der voratttftehf.'nde 
lanp xn werden rchetnt, vgl. fangan, gangan , b« 
brang mit fäban, gnhen, hflban, br^bia (ft, brangta?) 
Inawirchen kann nie ana tang/in (loiigum) lähan werde 
und jene fälle müyjen ita ausnahniäweife ableitungen bl 
trachtet werden, die von ^ew llammen rig eig* "* 
verfchieden find; irvie df^nn auch gilben und briht^ 
der fchwachen conjugatioii folgen; (mehr über alle dtd 
Wörter bei der caujj Den Übergang dea a in a bei attl 
fallenriem nafallant befVärkl det> oben f, 42- vermnthel 
dea goth. jugga in jubiza (wiewohl jiigund » daa fichtbl 
nilt jung asiir^mmenhängt, kein ü bat, fo da^ kein ll 
rea jungand fundern vielmehr ein äherea jtig, P'gf^^ 
zunehmen bleibt); vgl, daa fcb^veiz. a, i, \i ß. an, in, 
(Stalder p, 3^46*720» ^* wird vorausgefetzt » da^ 
filbe betont fey. Au« unbetonter endung konnte di 
vor gutt. zwar ausfallen, würde aber den vocal « 
Sinlern. Im alth* wäre honec, iioneg (mel) J.189. Ki 
Ih honing. hunang (N.i8«ii. f 18, lo^) h(i einziges 
rpiel ; er(V fji^'itr'r anrh kunig^ pfennig d. knntiig. 
lüfig. — FalJt der alth, inlaut n vor dentalen aua? 
gefehieht im nord. und fächf. hüufig. Eine fpur m 



,s*^ I>«f vocilrerind^rimg wir© «twtn «n»log , 'dmf« dav f\ 

^^ tiAfftU ■uilaut n und d«r ntolittnU&# inltat n in d«itre 

w6it(*rn den voasUauc Tcrfoiiicdoo bibia* TgU fini 



yI'V '> 



L aithacTideuiJche conjonanten^ Üqmdae* iti 




ifib rolT.) IL infili; noch heute in dtr fchwelz ife! 
t>.) vpl. dai tiiU ifoti, frans, ifl«; vermiiih« 
1^ v> ■i.uLr T<!Ttin|[erung das rocalt iüla %n behiapien« 
"^toord form di» Qs ft. ans, uns bcdäiigt^ nur ifl jmc« 
: h I, N, fcbreibt iin« (ijobic) nicht 

ue weitere fpnr O. ftuaMl im reim 
. pk^U beÜimmt in das goth. fiichf. and nord« 
lief od, vgl. das ahh. Tt^tig (ßabriid) tmd ahn« 
ibleituogeo, die olFcnbAr mit flandan '^ufimmenbän* 
. Solke dai u in ftoanU bani etc. wenigftena naTal 
Vo Tcjm? die benti^e unnafale aiufpTache miirht es 
ibrrcbeinUcb. Vun ausfaUrndem n. vor guit. 
enduug gibt uns hier ningckehrl N, einen 
in tD^ed, tu^edig ft. lugend, togendig, — Bei dem 
und ansiaiiienJen r i(l c« wichtig« auf diejenigen 
tu mrrKen« In welchen lieh r au8 dem früheren f 
lidicli baL Da/ f alt dat ältere und r aU das jün- 
l&u betrachten iß« folgt thciJa ana der oben r«6<. 
jCewiefeneii laieiu« analagie« tbeih aus der progref- 
fioo det r tn wc^rtem, die im alth. noch ihr f behaupten. 
Ifi blgiasden fallen erfetzt ein altb. r daa goth. f oder s: 
iai oom, fing, mafc dea adj. — im gen, u. dat« fg. fem, 
im §ctu fl. dea adj* -^ im comparat. — fodann in : 
M» r--^ ?htr (fpica) aran (meflis) pcri (bacca) nerjan 
|( thir. ir (eat) ir (voa) wir (nos) er (ae§) mer 

xt) - T I Jolüf) her (rpUndeaa) *) ger (lehim) Heran. 
__ trÜT - p^ii*, ßilla) r6r (^arundo) öra (aorie) bärjan 

Sldtre) t , ' - in den pL praet. w^run, birun, lumn, 

öfun * 1 -Tmoihlich noch in andern, deren ur- 
be« r er ß fortgefetzte unter fuchung lehren wird ^^), 
4t..-*,ö ift tra gen* fg. mafc. und ueutr. — zum theil 
'üfelben wdrtcrn« deren ableitung oder flexion be- 
r bat» ala: nefan (bene valere) triofan (cadere, ftiU 
fc) wefan« wat; leTan, laa, Ufun; hafo(lepu8); geßar 
' ^) Ktafan, k&e; liofan, I6#; ifarn ^^ferromj etc. 
r ien Übergang keine coufeqoenie analogie %xx 
all; man vergleiche leCin« laat Iftfan mit wefan» 





*} Goth. hiia, woTon noch liidta (Acfi^a«) Aber Ift. Auf dem 
mn«;« KTir« Ti«t leicht Lucant neben teutatei ganBiinier 
i<r/i*i (doeiintig, illulltit) dci ücutrohen fprAcha und nijth« 
an Ticxiicierca. 

**} Z»b. txot (dtctii« dfc<)r) dtuiat auf aiti ^iot » gotb. tlus* 

*^ Dm «iBfacb« wori »iiU^tfi gawafan Te^n, wie du nord. 
g«r C'^ß^v) und lit. btri lei^aii; iü baäarniu blieb dut f* 



isft L althochdeutfclw conjonünien. hqxddü 

w«s f wänm. Wörier und formen« clie im hSufigl 
briueht wurden» fcbeiiicii ikh 2ueT(l dem r brqu 
biben {in< Ur uikt^ti b**ini f.) -p— Zwifchtn r un\ 
kein WLrhl«*l (ati^tiahme: cbilccha f. chlribbi N. 
101,7. i4*,aO "" ' ilntrh »ffimibUon bllaraii« t 
rane O. 1. 2<«7f ; ^wifchen / und n wobi nur i^d 
bindung //. yit, %voi'oii unten beim f* — ^H 

^tftihtatiou i\rt liquiden ift bänfig, LL^M'VT.W 

> man merke ab«rr : nnr im it^lauC im anslaut wird d< 

einfach, 2. b. fcal. klam, fp^n« war, praeterita von I 

klimman, fpuiUitn, Averran; d^fgl. im nom. fil 

fen. falle'S, manne», Dlefe vereinfarhting kann nn 
em nmlaot de« iiilaiitendrn b und d in ein auslar 
Ip und t rerglichfn werden, woraus fich de r W 
\ U\'A er gibt, ^pß die finfa rhe Hg. gleich 
| härrcr. djej Jopp^lte li j^. (gjeich^ der med.) j ___ 
[Mnndarten , welche die media der icn, var^i^be^ 
i deu lieh ftets avir gemiuation neigen {%. b, die däi 
[ tind [ctu m im ^ll;i aneiiu n haben wir in der^ g<yii 
f jem f pätereg^ fchwäf hcndt & p^^n^tip zo erlt^n n : ^ 
tWurde nun jener Ichrt-ibung gema^ auch aof. 
fleh bej^ihe die« und glanbc Mbit, da/? ohne di 
fpracbe der einfache conrnnantansL^iit nicht gefch 
rordfn wSre, Die neuh, fchrcibung, fall, man 
ypweifl nichr« djiwider, indem auch gab, radJgl 
[Ichrteben wird (l. gap« rat. fm att- und niittef|H 
man fal (cafns) utid tal (vallis^ ganz gleich anff 
achtet jenes den ^tn* falles , diefe» lale» mtchie *\ 
nun der geminierie laut pofition erzengt, fo Im 
ingeftihrren gen. gcfcharft, die iimti, fch webend 
znfprechen **}. Übrigens tritt auch im inlaut di 
eintdchte )iq. ein . wenn dta t des zufimmcngezo 
~^tbw. praet. anflögt« s« b, hulta» mamta, tianta, i 



*^ Aof gbicbeia grttnde fehTL*b und fprich d«f G0II 
titid liuf» ^v*l> ucd b«|», obfchon die inlftute ruli 
Jiubii, qvj|iuii und bedun ergebeti« 

••) Venwoclii'elungjoii ei meiner Wörter httte hierbei J 
fpracb« kaum «ti f Archien ; fcbeinb«re beiTpitla^l 
neub. u« folUft initteUu treUen jl« nicht. WrijHI 
fobwer llftle, Jam (cUtidui') von Um (.igiuit/^ vrHr 
▼on w«T (confudii) su ujsterrcbeiden, w«Dti wir 
billig (ihm, [imm, war und warr fchr^iben; Xo fi 
dao »itb. tormen : Um, lijnps wm* war ozid da« Jl 
fdbit« nitn deuiiicb* 



L abh^ihditufche coftf Onanien, liquidae^ 193 

npi A hnUlta» memmiii, ütnnita^ therriu, blwem* 
I« (McoLitD«). 

'ion bewahrt fich ferner 
► kg roincber g<?mmationeii 

3jiiiT^rbiti<iiitigefi und folchfr beifpiele 
lil- nni! ii^iih. fpr«ch€ foriwäbrenil mehr, 
irir Len Hiebt dorch /i, fii^ ri, da» 

ttimciit^ir 4 wird entweder In df*r gcini* 
pfigeo, bciCpiele: brunna (tborax) UWen 
rercen (tuen) jüngere form r.n «ile; brnuja» 
Pirjiii; Oller ei bltibi daiifben belltfhtn» 
1U5) meniii (moniJe) gK jiin. 214. f t, kj int. 
<lnium) gnth. fani (woher da* fr^nz- 
limni (gallini) ß« litni«. Aus hu. mn ent 
luletst mm^ nn in Oimrna» iienneu; fru- 
fttninj, namnjaii, nemnjcn, uennjen. hnw 
1; aus guotlihhin (gloria> 
r guallicbi bti O. guoU 
N uml W. Nitbt unAväTirfcbeinlich b«jruht 
^nrrr^r*? abirc) ao( ciueoi üUcren waiUlÖn, wad- 
jtif, exfut* metidfcua) hergeleitet, und 
vvalLct» mumtuenium) dürfte durcb ein 
uirtt werden« wenn man da« goth. vadd« 
:. eddo, odo und Noikert aide (aul); 
T-*. 6y,) f, grunlfeflilöu; illan (reßtn2tre> 
:r dea wecbfel dea rinfarb«n d mit 1 
.0. ((q iß aucb unCer bUbar genau 
a). Andere /i« wie al, alles, fal, fallea etc. 
ilicb uralt, — Endlich \\f$i bch manchen rr 
aui rn und rr nacbweirfn; derro» ferra au^ 
(vgl. Siatder diaU p*68.)j irri. ihurri, wir- 
ren, farr (tauru«) ete< deuien auf altera formen: 
Irfan, inarHin, fars, yy\e iheiJa einzeln (leben ge- 
d.iribiin, natücntlich wirs (pejus) thurd (titta) 
n diu goib. tbaürfia« airzjan» marz- 
[l fiifirit.nnt fahigcgen tind der altb, inundafl 
pitoncu de« nd und H ta mif IL — '*'^) 



nitd Dar&i maifignt tiioht bafriedigou* 

ei d«B gcmiaationtn IK nn. rr, die f. 54. geßaUta 
l I I Toe«l vorhArgthen dArfe, 
fr» niva man »m bieten 
^•miu4»fi«f) cuuiuti, IUI ii» lu« li eiJt(ilr«n» >*b> ftniaaa ^ 



'/• 



1^4 I* althöchdeutfche confonanuvu lujfuidae* 

In- und ^ix^läutewiA^ ^erbindutig der liq. mit ii 
Confonantpn. 

#^. ?;«/, LM halm. tnalm. galm. fotnia (mantii) ftlm 

^ Ittoi) fuilra (fopor) heim. Tcelmo (peftisj; Kein Itt^ if 
LB. «Ibi5 (cignus) delban (focjere) faitbdit. chaibir. 
httifan. LV, chalp. halp, falo. d»lp, LD. %vildi (f 
bildo (audactcr) fculdi fdfbiia) hoicUn (carnm) p 
(auro) waldi a (iilvae). LT, kalt, alt, guvafi. TchiU 
tan. ialian. fpa)tan. gelian. molta« hitia fpugtitj. 
b«ls. LST. galrtar (fafcinum) gelrtar (fribulitm) pa 
fcapitale). — LZ. halz (clauduft) fals. (aa&\z. botz. 
(balteus) malz, poU, falzan. walean^ galza (Tu 
fpel^a. hel2a (capulu^) wtlzi tveletabi) filz (er 
(muria) mtlzi (fj^lc-nj tmlizan. — LG* pa'g rt 



(heltio) belgan. felga, LH, fcal^i. 
M leidet nnr U^ aÜ h äi "^fa<^" fi<^b , 



folk. tolk (viiiiiutf/4 

wed^T liiigiiiirq 



gnuuralesj^. MB. nrobi, w^amba. ambaht. zimbar 
(exameii). kambar (flrf^nuu», wober der vrilk»iiaiiie C 
bri) chumbirra (tribus), MF. keinpho rpiigit) li 
dimfan. damph. fimf. fcimpb* MFT. fanirto (m 
famft (labrnm). numft. kuraft. giznmft* MF» cbi 
(Corona, crifta) kromp, Lainp, fuamp. *— i^-^JißLJ 
linguaL a nd gütt^ a uf ficb folgen ^ kein e labiales, I 
Äige auiinahme finf (neben dem urfpr. fimf), fo wie fpl 
fanfte und ranft. NG. fangan. gangan. bangan, fciatB, 
lang. ring. ding, glngo (tpei) (ingan, bringan. pungo. (j 
gallia) lunga (palmo) hingar (expeditna) etc. NK, kr« 
tbank. wankdn. Oank. fkrank (fraua) bank, fktnko(til 
trinkan« winkan. finkan etc. **) ND. bindan. ünä 
fiindan. findo (comes) linda (liüa) kindea. hindar. «| 



XolU} gl. jnn. sti, ai6. bürro (ineola) am fieinj«. 
Jenes muft einen irdenen, ru fiein gebr«nnt«a lopf 
deutet kibcn; angeif. Üxn« ^iJIo. poculum). Viellai 
bat di« geroinaiiöa auf die vereinftcbtitig des ▼ooalt 
rifkt uud ea ift burro ß. buno» ft^nna ft, ßelntia 



wii 



fpraehen worden. Hierfar T&lieint endlich »u fpraeh 
dafi in der zufammeiiiieL " * " ' * ' 



rmr iciieint cnoiicn »u ipraeB 
)Lung dea eomp. h^riro Qfpla« 
, illufirii. doitiinai^ daa e (ß 



dior) in fc^rro (princepa 

fTßtiere ei; detitUcIi in € verkorkt wird, 

Mtf) ^'^, fdiei&bar widerrprichi , ßnd TpStert zufammensialii 
gen, f , b. atnfel» bainlier» aitb, aoiiraU, bamiftro. 

^^j.Diefer fo^n geböien TcbcQ dia t§nc$§n C^ac] 
(Dlo 54. a<».) 



L wkhochdeutfchff confonanten. Uquidae. 125 

IflAi jtui^iio* hetiAl (manuf pl) andar, Jandr« ete* 
(T. CfBT. nnu Um. hant. wint. pfant, Vmi, -w-nn. huou 
pf ffniif. mufiL ffiunt cic* NS. gaus, grAiis (prora) 
fii. fun#* roiu. tbrnfaii« liiiß {Um} wlnr6ii 
i?r' *TiMrfi (ihuribnlnm). etidtiii^Lii auf-anf«. NST. 
jnÄ. r^nft. koiift bruiifl. tiiiftar. NZ. ganz (fanu«) zuan» 
im r) krans (diadema), lemo (vcr). benifto. 

(^. - ^ minza (mentaj palioza. winzuril fvi- 
irins^n ilicerate). ninxiU (ruga). grunzig (cclia)^ 
• ol -Coli. — RM. arm. barm. darm. fiiarm 
I. Tc^rn (fcorfililaa) herno, dorn. hörn, kom, 
iluirn ^c. HD, hocirban. Rerban. etc. KP. dorf. 
Iffftn. fcarfeti eic, RH* liuarp. (larp etc. RD* 
'^wenUn. ^rdo (firc) qu^rdar {efca) mordar (homi- 
ixan) eardca (vlrgt) etc* RT. ban fbarba) zart (ic- 
f) : vcrbum) fpori (ftadiamj ort (cnfpis) 

.TT : und prarr (labium, margo) fürt 

re) garto (bortua) rarta (loqtiela) 
jcti^ «iM^aniffi (cortuptSo) berti (dunie) hirti 
jru (poTta) cbortar igtex), RS. wira (pejus) 
im; ferfana (calaE), RST. dürft, wurft, parft, 
Ciffugt>)> Kl. fiaarz« barx. warita (irerraca) berza. 
Itic, RG* b^rg. duerg (nar^tia) fcnrgan (pellere) etc. 
rtr\- ütc. Viele diefcT zahlreichen confonantver- 
it Torflebendcr Hquida grhen die bucbtla- 
rr p(«cac nlHcr an und ßnd daher nur mit einigen 
len berührt worden. Es jeuchtet em, da/ fie 
. ' -iij namenilicb ift in den formeln 
^ ein vocal dazwifchen anagefatteii 
I cmdcn beb noch xtiweilen votU^andig balap. fila- 
r^m. füaram. boaraf (ftamen) thorof (oppidum) 
bQariboQu berag etc. M anch e Wörter fyn ^ 
^T.k ,,r r^jcbu die es ffi ter gieicbfanf 
I pfnu3 (jancua) muntSa (mo- 
if* (niiii" ' I iladi (imago) feniph (rmapi) 

rlltü^'ph •'^•tnnahib . h merke rnan^ dajj_ der fpi- 

IC ch (|ih) nQcli__nicbt gerji uiimiiiel' 

■L^, . i. .„i_^'* iiber werah (opus) florah (ciconia) 
^IbK (aUuda) pirihba (betuU) felahan (comtiiendaTe) 
^l^^ici berechitgi tim, tbeila in nicht mehr zu bo- 
Kn4eo flll^n gleiche atifbebnng der Tjncope zu ver- 
dbr« , 2 b« ^^^^ wlneirl (vinitor) ein Ulteret winiS^lrÄ 
mi fie/feicbt winiHri; tlietla für folcbe wörtcr unge- 
Kfaei der poüi\o%\ »och «tue seiitang fcbwebcnde aua« 
^oÄ Uli *2 li oa^Ö4 



1&6 L aUhocJkdeutfche cönjonanttn, labiaUi» 

VVichriger i^ ans hter folgenäee« mB nnA>i7^'n 
Cxch ftllniählig xu der afTimilBlioii mjn *) ; rr//ir gehl 
in ftft. Daß der ri Tordem mehr gewefer* , ift bei 
»nges^igt worden ; — rt muß man zweierlei fch 
fheiU entfprecheii fic dem goih. rd (worf. fport, 
hirii, wafien*) iheils dem goth. s*i (horr. orl, 
rarla) vgl* oben f. 67. und vorhin f, 121, ober da* fri 
J^ßatt r. Bei einigen geht der goih. beleg ab •*). * 



(P. B. F. V, W.) labiales. 

In den itheUen runen nur swei seichen %u 
llppenlauten« nämlich für b und f, bitihha (betult) 
£hn (pecii0) benannt; ^en fpiranten v dnickie xug 
die rune u atia und die tenuie p« fcbeint all anlao 
ten oder nur in fremden Wörtern vorgekümmeu su 
(vgl. oben f, h*)- Die fächf» runen fii^cn einen 1 
tihb für V (w) hinzu, den fie v^n (opinio) unid (i 
den ü^J peord (verna, baner im fchachfpitJ) ben^ 
Der leute tiamc iß aber dem ahh. p unangem 
iheila weil daa Avort in der enlfprcchenden form 
nicht gefunden wird, theila dem fächf. anlaot p 
ßena der alth. anlaut ph, begegnet, auch vielleicb 
mitttlh. pfert (eqima) datfelbe wert iß ***)• Die i 
form für peord lautet ped (?pedd), womit der ptr( 
name derfelbcn ügur im fcbach: padeh lital. pei 



.•) Die jedoch im »uibut und vor t Gcb %u m ▼« 

ilfö futm. raiinmei fl. TuAmD, fuinsbei. Ginp ii ^^ 
pfl> gr nach umgekehrt mpt U. mt in wOrterif euitSt 
die eigentlich einf^chei m babeii» «. b. g^^timeii 4 

I dirt) gounvpta ü. t. 15, sg, kumea (la^ere^ kumpi« Q 
4« 43* ^o, 10. wo j^üocli die wiener liL iumt« IteA 
ÜelieE ai^erhaupt euch U as, 51. Uf. ^4, 14, 

••5 VieUtictit liieff b4tt und fürt luf goih. bizd» intd;, 
' fikr etAerei J«« Ütih. btrsdi. leit. bAhtfd«) und 1 
an f;oflj. flstJ Wir, müfte dtf goth. *»ding (Draci 
carmitja» ed. AroFtlutj Komaa 1791. 4. p.57i.) alib 
ring lauten* .7^ 

•'•) Pß*"^ "ie Ürcirroft noch weiter, rondern ein im fchrit 
hendea, tut reife und Trauen (anglich . daher paft^ai 
dän. ganger* lett, gcn^en» . gleich dem fufaboicti {rt 
diener) peheifacn. Nur erklirr ich damit freilich n 
warum dti wort im ahb. weder , für Tcrno noch 
eqaui Torkommt, Da» noid. pfd bedeutet nicht 1^ 
hndpsa aob'«A T«iiia uoali fonft nastiit fumilio« 



t akhüchd^ui/cJie eonfofiaaUn. lahiales. i ä; 

iht^ mf^r^vVHfififf ^»nflimiur, verromhlicK t0|i 

r. gemeiner ruldat im 

I ;. luifi» wie ihm w**lfc* 

tff die alih. unula nicht, und 

af cit« ^j**^ ^j. .eitf %*erhji1iuifs f!«r labialem« aJa 

bcliL und K'Mb*, n^imlieh der gatb. reibe 

. r. eiiifprkbe (Ifrjigihhr.chdcutrth : f, p. r. av» 

•4ic media ti \ulJig »negrht. £ aber durch ph» 

^Icli bh uiihtf lil^lati wi^rden mn^. Ditfca vor- 

Mer irpiraiioii beiubl im grtinde üuf der i;er- 

l^dra eitifuelien p in pb vtfid diu unter fuchoiig 

. i ra 1 1 on_ . j j _a.Uimctd. 

^ ^ % bleibt dta 

s felbft «tt 

Dcu bew«ia jttii^a [«laea iuch« ich io 'nach- 

pttncicn 

kjm^eine cinftrmmnng der übrigen detatfchen 
li frief. norJirchen, verbürgt, 

i rc's yh friibcr die tcnnia p 
h nirhr, in fremden und 
i^p- 11 nini vi.-r^iQ;itbbare wörter ebetiüUa nn- 
^'«tb- gr. v^fi^if Ut. pJpcr, leit, pippr-rea, 
Äfna, bubiü, pcpr; — vtirri^o^^ Ui. piplo, 
j/kim; — clvr^'^i* lat. ßiiapi, leil, ßnncped; — 
km, opiee — Traufen, lat. capcre — greife«, 
-^fc, Icit* grihbl , Hub. grebju eic. Ebenfa 
Bch Taiifkr. u. pftT Wörter mit p und nicht ph 
T— " •-' aber> welche dergleichen ge- 
ifere verwandtfchaft der alten 
1 (hiin» utiternehmea 

itng nach aacb daa 

II jiibrb die Jirpiration heineswega 
L. n *pi» |lmia) fcapin, Trip, pipan, 
^a gefprachcii worden re)u wird. Sic hatte n alfo 
' " ' -ri. •-' *if-n'-^»rj. atiafprachü in dierem 



- - r-^ ^ ' 1 



1 ; tlio iUen f^iraclien zeigan 

ntltitte ii«iitfche «rpiriereii, 

..vt p«i« finTkr* ptdab; «eol, 

;)«ticre, Ivilh. p4rOi (»Itlu f^r* 

cb«n, bloft tm hochJ. vorhiiAdotiau* 




118 I- althochdeutfchc ccnfonanuiu lähiaUs* 

^) jn den von den Römern »of behaltenen eipen qj 
ift noch keine fpiir der aüh, UbUlordming ,To 
vielmehr gilt die orginifche gothifche* Die leni 
in: peuciui • loeiiaptit unpUt iiDpetef« loppit (ni« 
lippe) *) -*- die media b. in belg«e, bonna, bidtih^ 
*^bnrg, brocteii, vibilin«, tolbiacum (bochd. sul 
gelduha, longobardi, cioibri. maroboduufi, ubtitef 
die afp. f. in fenni» foli » friüi , Unfana . cannii 
frainea ^ die fpirans v. iti vandali « vanginnea, ( 
helveiü, vifnrgid , treveri «tc. Manche dieCer n| 
und uns dunkel ♦•) aber die vergleichbaren f. enj 
eh'^n nie einem niederd. p, die vergleichbaren p, 
Dem niederd. b. [onderu der hocbd. afp. ph, 

3 X-Jic al i h^ jdenk m ahl e r felbft jeeigen Tpuren der u 
wo man a fp, erwaxien^rolhe , nämlich in wärtert 
^velchen aucfe die übrigen deutfchen mondarten i 
haben. Namentlich in pina (dolor) perala (l 
piisxa (puieu«) paraditi, pilgrim, palinza , pä 
(petrofelinum) palma t tempal, probiH, pimenta« | 
pira (ptruä), pilcof (epifcopui) und ähnlichen, mr 
au» dem latein entlehnten Wörtern. Die entlrfa 
mu^ in einer frühen »eit erfolgt feyn, t^'o die 
ration noch nicht eingeführt war # fpäter aber w 
natürlich t day? diefe fremde Wörter, die Geh 
gange der deutfchen laute nicht fügen wollten« 
fchonte* wenigflena grü/7tentheil»; ja einige dettl 
nahmen bei folchen , die der ftrengalih. tenoii 
media b. vorziehen oder mit beiden wechreln» 
befunden N*, den nmßänden nach* letztere an, 
hina (dolor) bira (pirua) bueza (pnteus) und ancfa 
O* und T* bifci'jf. Ändere fch wanken nach ver 
denhett der denkmähler und striten zwifchen t< 
Und afp* z. b. J. feiet tictch porta • fpäti're pb( 
O* noch päd (caltiti) plegan (folere) N, phad, phl« 
allein porta. In den monC gl. herrfcht ph. entfi 
den« ab: phaiit. pbuni, phanna, pherfiboum (perl 
phorzih (porticuft) phellöl , phorri (porrua) phall 
phlanza und nur in jenen 2uerft genannten bat 



^ Vgl. den friuetitiiinen pipAn, den Trebelliat PollU 
Sftlonino cap. 3* au> Giuitnut zeit aufbewahrt hat 

'*} NanieBtlicb frame« (mi/nifl) walcbei mau unptlTen^ 
pfriatne (acua, ütum Utmvkm) nord« priotii \ 
pi««iii %urAium«nlt«llc. 



l (dihochdeuifche confonnnien. labialts. 109 



iHk Itii. brbjttpiet» tncißena noch im nnih. (p^in, perle« 
Iffn ue eic, aoaiieiiüitimeii |>rutze) witwohl 

|t4f. crfchie'iifti lind, z. b. piuitön (criiciaiej 

||l kstb. 9U* • pbiiiuTigi 9« <»* . 

'--rf^füT griinil jft ferner der, cU/T die ; !oti* 

^ ^yi fitwa lil Im aiiiatit ^l^ ifi|tint ^^ 

I b nicht in //>A (eiucri übrigcna wciLI* 

:f. ^(p hiuitgrn laut) vtrwandt^li hat* 

TnäbltfT, weicht: am ftrcngflen tlirt 

^ !!• »cig^n üiivcräiideri y/7 in dea»^ 

Dfo Wörtern« wo et die fhchf. guth. und nurd» 

^«idin hit. ZihUeidir anUaiQ.* Tpiiinan, fper, Tpil' 

etc. bedürfen kc^ioer diifzahlung. Sekiier lind die 

"li, : vermag nur lifpen (anhelare) M» 541, 

-l, doc. liefpil (nieepiU) gl. doc. aTpa 

gL bUf. 14c- gerade zu bellen» es tt^uß 

lere gtjb^n, x. b. hifpaii, wifpan , hafp^l, 

l«c. (Tpl. die mitielb. fp.). O. fchreibi ihuelbrn 

itre) A. du^rpjan. wa« anf iin ßarkes dtiifp^n 



Dtn bckauiUrn eigennamen ofpifjfi, 
11t an, well er ans of-piriii (ürfa). 
uTuwenig die fchwierige par-r 

^Upcri, d* b* za fperip a&i TperL 



kdrntrt* 

Uihre 
»r\icrt 
tvl aaCpen, 

poife. «tc find len. med, afp. organifcb vertheUr ; 
I . u. med, für eine reihe vnn 
iiefe unvoUkommcnbeit kaniT 
orfprucigiicb gewefea fey«. 

kann die anaJogie der lingual- und guy^nraU 

^ben iog«rcbUgen werden « wo im ahh. eina 

ttnorganifcbe alpiration eintritt und zunimmt, 

^ide» tcb dargeiban habe, da/? im ätteften hoch- 
ganz die goib. vertheilung und bonimnuing der 
»le Hn^elrcten so feyn fcbeint« bandelt es firb 
icrc^ darAt^üung dee eigentlichen verbähnillea 
grumten im B - 10. jabrh, wobei nun jene fpu- 
:ieren znClande» übergangen werden Jfönnen, 
tmd B) die lenui» entrpricht im an- in- und 
ib, media b. und flrcnghochd, denkmäh. 

i, ..,.; die brab, und moiif, gl. fchreibeu nicht 

im jualauie: Kap (dcdil) fcreip (fctipfit) ftap (baeirw 

fondern auch in- und inlautend: kcpa (domun) 

[Qö, flipu, iripan, gpaS. ngar, mnpi, »iitipar; pat 



ijo I. altliOchäeutJche confonantciu labiales, 

(ragavit) pipw (caflor) pim (him) pein (o«) ptno 
ciila) puab (llbet) ploarao (Ho*) prinkan (allVirc)^ 
Dkfe könuun ilee ü vüllig eiilriillieii, es lauft ><< 
zuweilen im Inlaut tniltinte?« nie ini luilaut, (rltiiei 
anUiU. Andere qDelleii, K,, die gl. jun,, die hymiien j 
fSnmt'n dem b mehr und in der regel beftän-lig fl<jf 
laai ein, Avähffnd p nc^Uiweniiig «nd - und faft iinj 
anlautet, j. bat die eigetiheit, d^ß t;r du» anhntrtK 
iinr in fremden wari«ern (porla, pafHo, paratUri), 
auibntende nur in einig« n • al« 3^6. felp 404. clulp 
det, fonft ab^T im autUut die aTp, fetjtt, als 5; 2» 
öpb, 372. fcreiph, ?94. J9i.bi!eiph; dem an > und lulJ 
gibt er b *J. Noch weiter cndlicb gehen O. uofl 
welche das p gänzUch veniachlii/Igrn , d.h. xwa 
fremden wurtcrn (pnui , tempil) in deiufcbcri ab^r 
in der Verbindung //?, und inlautend vor t (kdvnpU 
lüupta) dniden, fonft ilberall und namenthVh i 
(wib. Hb. hu ab, ftarb, gab) die media zeigen. 

Eine viel confeqoentere* ihm völlig eigentbl 
Tegel bcübarbiet N. , der bei oberflächlicher anücl 
liürtich zwifcheu p und b oft in der nämlichen '1 
ati fchwanlien rcUeiiu. Äufmerhramkeit lehrte 
da/? er (die form fp, und einige frerade wöner 
reebnet) die ten. nie im in- und auslaut, fondern 
die med. fetal, alfo: Iriben, hüben, umbe, ubeli* 
halb, warb, gab, treib etc. Der anlaut hir 
tct ürh nach dtm au^laut des vorhergehen^ ^ 
Ift diefer aiiBldiit tin vocal oder eine Jiq.; fo hat j 
nächHe wgrc im anhul die media b; — war er diej 
rana h oder eine lab- ling oder gult, fo folgt im an 
die tenuis p und d^i&felbe g«'fch»ehl endlich, wennl 
dem anlaut ein ganz neuer fatz beginnt, weil dani] 
auilaut'des vorigen zu weil getren»»t ift und nicht 
ter einwirkt. Leu i eres fchemt zti£lr?ch darsainhoi 
Np mj^dch en Wörtern die ten, hi jhr rn, 

umQändet i nach in die med, uml; : :.l.. ,. .u buchf 
Beifptele ergeben üch allenthalben und widerfprect] 
ungenauigkeiten der pfalmenausgabe kommen nieh 
beiracht. Es muß daher hei_/?en: ih pin, aber Ü 
bin| dea pelgen» aber: felbeii beigen (qS,i.); gq 
|6j4n, wir betojeii (96, 7.) ih pito, minero bitfin (itS, 



*^ Et hit atich einig^maUl die telno goih. t^ntili b# 
$59 lanifcap, 404 fcljp. 57a Uiipic. 



# w 



L Mioclideutfche confonanten. labiales. J31 

ih, filo breit . ßnt pediii (i 'ß<90f94i9ÖJ mlh 

fj ilel pr'huotf'ii, drr behuotct (iB. \z) nnd 

in iinj.ähligpn fällen. — Dem T iuhürigen N. 

nad Tpatere nicht t iiatncmricli, wüj zu 

iJlf keiner fter mittelh, duihtcr, 

jtdt dtT angegebenen Terrfibiedeiiheiten im ^e* 

de« p und b seit tind mnndan r^Jb^iifeizeii, h:Ut 

«■ ftiitim<*n bier dt^iikniüblpr suf^iiimcii, die in 

Adekin sb weichen, £. b. ü. nndT. ^ wHbreiTd 

,^ die rond f a t /''^ gemein haben , darin vnu 

ibft^htn. Dni vfiTbiTTrcJitiiiie, unilau'cndG h. 

iid O- ßimo^t zur neuh., dagegen der Inlaut b. 

p. zur milteth. "wi^ifei Dii^fer itmtant zwi- 

vfid p. (luupt Joohes) vergleirht fich zunächU 

wechCeJ di^i f und b In denfelben würtcrn 

bis) und nach rnhknmmner J. h'ban « leiph 

bldif); nherhaupt entfernt ßcb J> am 

won der §oih. iaulvertbeilung. 

1, VF.} die ahh. afp* eiitr|iricbt der goih. ten. 

nicht der gciih. afp., welcher virlniehr 

V. jJ«i€ht; iluch aber hiiden mlfchLingf^n beider 

_v i^ ^ tind des v ftatt. Vorerll will ich hier 

«n, ob C ein einfachet oder doppelter laut fey? und 

u ein doppclier. Da/!? ein befonderer btirh- 

^nden iCl, beweiß Tiichi dawider , man miitle 

i •nh das nord. 11. fächf, |> für einrn einfjclien 

^^ViJrn; die drei afp. f. ^nnd eh. Clehcn üch aber 

ich. Eher koniUe bedenklich macbfii, da/? 

i^aiatJll#c z^vifchen ph und f. nntcTrchcIdeit 

|i, jÄ» - 266.), wiewohl aadtrn beide zuhm- 

und da« gr. <p in der rcgel dnrch daa hL f« 

t vrnrde (Sehn. p. 201.). Unterfchied iü frei* 

Ofid iti der ihit merklich, aber nur zwi- 

i afpiratia. dem ph und ^/z, oder zwirchen 

id mphthongeiip wie pf fdai ifl pph) und bf 

deren gWich erwähnt werden wird. — Nun* 

leb «nf: dag eifie ahh. f, cnirpricbt der go|h. 

|ll fsti mdcrn worten daa jifpiyiert geworJcnfs 

folglich jederzeit fcharf wie ph nnd nie wie ^-A 

'eil/ Ei wird daher hänHg noch ph g4?fchriebcn 

jitiiiit «8# gU*ich dem goth, p, fchrn vor, 
^ fremcieti würtcm: phorta, phuni, phenniyg, 
^^fsn»a« phellr^l, pheit (ttmica) phltiog (ara- 
^^mam (ift^'U N.21, i|. pbogat N*i4, 1. cic. 

^^r-* 1 a 




aUhochdeutfche confonanten. lahiaUs. 

Plefer iin laut bat Cich Tahf frühe in den^ nog^i 
»gn tripTithonf /;/ v crwandeJt ; fchon die brab. gl. fd 
bcn pf<»ii!inc» ptifa , pf^t , pHiht elc. Das anUul 
pf galt j^'düch weder für alle Wörter nocb ranne 
all^eiiieiUt wi<» man <iu§ drukoJÄlitern ürht , w^ 
dafür zuweilen nicht ph^ fonciern f fchreiben» 
K.4^^ füllt (libra) N. 105, r6- W.4, n. tlansi fptai 
tio) N*8 .1. fiella (pfelTara), Ein t^** ^i^K/^ii^ vvie ol 
bemerkt* das nnafpirierte alte p. f ^«^nj.JlIi»lS 

lichO^n porla* plegin i*lc. und knnnien esj _\vcU 
ai i^ im ania in<mdc»^,_AejLJLlIt^*Jg^C^ tre a blieb 
Die aber letztere diiich p ausdrücken, bedienen f 
conf<*qiieiit d* ä ph (f. oder pf) ßjitt der goih, ti 
•während O. und feines gleichen inconrequeni d: 
UT)d auslautende p mit f veruu(chen* 

^) Ini in- nnd analaiii wird am Hebflen f gefchrl 
und gewife ph ^ nicht hh^ gefprochen. Dies ci 
aua den daneben vorkommenden rchreibungen 
und pf* 

jj die tchreibung f belegt (ich bei O. T, N. allen 
ben; gewiden würtern lA jedoch das ph vorbehil 
und hier mu^ man den gebrauch eines jeden dh 
denkmähler befunders kennen lernen. Alle j 
fchreiben: grtfan * flafan, fcif (fcefj lantfcafl 
iber O. und N. werfen, helfen, (daneben ^ 
lii 122. hi?lpha). T. werphan, vvarph ♦ wurphun 
thorph« O. und T. liniphan, laitipb ; N linsfen« la 
Die monf. gl. fcb wanken in denfelben wörti 
a, b. after und aphter. 

b) ph hat daher In vielen fällen ganz wie f gelai 
und beide End eigentlich eins z. b. huph 1 tVm 
etc» I n denkiD^hlern aber, die g r ' ' 
braacben^ hat das ph ma nch er w 
die a uBJjjrac he des pf* z. b. wenn O, kupliar (< 
prnni) fcepheri (crcator) fchrelbi , ift doch nicht J 
zunehmen, da^ noch kufar» fceferi gefprocheo w 
den dürfe *)* So konnte auch fein Iimphen s 
T. warph ins pf, htnübL-rfpielen. nichtiger wl 
wo pf gefprochen werden foH» es au* 



•j N. hii im varbum Rephfn (gradi) and feaphen (0 _ 
danebafi «her die fubCl. eofcef«! (legifUtor) bojßafcti 
enfu) und o£F«nbar fcbwankt in lUAxtchen waratla 
•blaiiutjgeii di« ■infpriclia amlehtu t und pf. 



I. iMuKhdeutfche confcnanUfu lahutlei, 133 



I9 lUfiii e% iß, wie Heb herDich Eeigen wird« 
Di ph entfi^ruiigeiii (q daj7 in eInzeJneii 
die \yahre auäfprache kaum auszumittclQ 
R napbdta 118,2s« gilt fo viel aU nafota, 

I fdireibuDg QT. fo prictifch Ge Qch gemacht hat« 
mit 10 der theOTie ganz verwerflich, da dai f 
d^ippelUut ift tind man zwar einen doppellatiC 
iDit einem einfachen verbinden » ntfht aber 
mit (ich felbß doppeln kann. S \h phph» 
(in einer filbe) Ta titiauArprechbar ab ea 
und chch feyn würde* Me i n er a n li ch t ^na c h 
_djii i3r, wo man ea ggfthnebcn bat . entWg^ die 
ii»fi afp , ph * zum nriteyfc hied vo n der gelinde^ 
_y agfdfiicfc^n ^ odef d en irjj^h t h 01 ig^pX I e »^ ei 
fall, ^venn fogir doppelvücale vorhergehen,' 
keine geminierie conftininz folgen darf« vgh 
hrab, 9s6^ hüfiön (auch N. 60, 7 J fauffi 960t» 
i (proroit) 972* ; gU monf, niil'ezen (durmirare) 
^^en; — bei K. bUuflfan, ta äffan lÖ^* *)» UMa^ 
' ktoa) a?»' fcäffum -o^ (N- 8, 8.) rüFant 
46' rJaflfe 17« wohin auch tiufü, N. tnulFi, 
<* fcuolVe 6j, 9 etc. Hier würde über- 
r ©in f oder ph ßehen. Daa pf vertriu 
in TcelFan R, n^ ^ chsmfFan VL 19* (ne- 
IQ»f«ii I5») heffaii (K, und O. L 19, 6,) 
fgl jiin. 217.) nnd in folgenden ft eilen 
|. rcheßidhea. 395. ofFernnc. 4f 2 lantfcafR (bei 
— Umfcapii) Bcdenl^lich [cbt^int allein der 
wo detn ÜL «in einfacher vocal vorhergeht // nf. 
doch kein pT zu vermutben ift, z, b* in afto 
'«) olFan (aperin«} phalV'o (papa) Tafte (fucco) 
(OAvi; EairircaOi (K. 20* ) etc., ato zumahl der 
0i not ein £ zeigt, alt: Taf, tcif, lantrciif. 
ift wohl eine unorg anifche atiwendang der 
B# a nde rer geminationen gem acht worden; 
l>s wer d en wir ünl^ bei deni 55 ,n nB h B 
merket! finden. Aehere denkmihler richtiger 
feefei; laotfcaf« lantfcafi. Sollte die critik 
ffbaopi Geh erkübnen dürfen, daa pfeudo-IF in 
lOigabeti %u lügen? 



ao<»k O. f, 15. 90. «iid N. 11 i ai; »ber wÄfin 
i..5c>. oder belttiit neben vräfan ein vraiF«n. wie 
jpta«» Tpraclio ^«iiiiiCii ift? 



M -i ^'' 



fCn 



if'n- 



i%y ff'lsilthdchäeatfche ccnfonartten. labiales. 

d) pf ift e»gen!lidi pph,, fioriei Geh inrh fo g " 
bell, vgl, Icrlppha 0, opphar O. Tccpphci: : 
(cnrraf) O IK Ut ? . (tiie wifii^r hf, II. 4i 6^* fo 
^ar f':efphe, ^K lirab. 962* hpfphct; gf. döc. i^ji* 
riifph<iiie»,) wijiphe O» IV. i5, «c. rtepphare 
5» eic, häufiger Ürht pf» als ftopfe (O im u..,. •*. 
jene« wippbe) luid gK hrab. chripf)n, rccpf«^ 
cfp'.int, cnnpf^n, chnpfa neben riinpbit, wirphf 
fuejthar. ZwiTchfüi pf und ph fchwaiikcn auch \ 
ut^l N. v^\ fcepheri O* I, <, 49- «^pheres IL 9, 6' 
opU^rou N. 5 3, I, opteron 2?, ft. chapfen 12. z* rl 
TL»pf;'.(M (crnofat) (8. i. Itephirta 58, 1, 0^ 
1 o» u w^pbare ihiflrin) 39* ^* ^^^'* ^*ß 5»^v,;.. .^ , 
dcnftlbcNi Wörtern iY (chrtibrn^ ift vorhin tiul 
nurkt Djcfcö pf enttpricht tbeils drm eliiraCtti 
V, iheils dem pp der ni<>deriL fpracho« tin«! 4m 
rpriijgi in lt!tÄt**rni fall bänü^ an» fjhl, z. b, ) 
fL hriphea ( T. crippea), chrij>jibpn ft, cb 
Zuweilen hat e« noch einen andern jjtnnt* , 
np - phar, wofrir man aucli ob-phar (T* 7, ..^ .♦.. 
dct, u)ag cigpiilbch in zwei lilben, wie dal Uti 
of-fcrre, ob-ferre sterfallen, Uebrigens hfl 
alt- und nenh. pf nicht immer auf «inauder fc' 
E, b» cbtipUcn zwar auf kripfen, aber UripFa Uul«^ 
l^rippe und ch^pF-n galVen; vgl. fchiHVn 
fcböpfer. Wie iKnht gt^;2cn folchc ungrwifrhcU 
reinliche« fede gebrauch der gotb. tenuis ib. 

(K. V.) die »weite alth, afp. enlfpricbt der 
fifp» *) und wird ztrniahl in deiikmählern, welche 
eröc fifp, mit f ausinicken, znm unterfcbiede v |4 
fehrieben; hierdurch ill ticr mittel- und neuh. gebratid 
^dea V b**gninJel, welrhe» v nie oder ntir mi6hTH(ichIid| 
m «lie ftelle jenc^a er{\^n f irelen kann. Beiderlei lta| 
w^r ujfprünglffh und fo wrlentlirb veifchiedeu, alt dl 
gotb» im, von dt*r ß;iiih. afp. Man fpreche daa v (od« 
xiveite i) milder ala das »vorige f und etwa swifcbcj 



•) WohlirerniiiJtn miierieU (in den Wörtern) nicht torme^ 
Ci" Jcr )iü*fp»Äk-ho), de«» d/i lieh Jcr Utit cinn 
ifinkt tiJir lind dem {;eiln p dat »li)i« f «r|vyr>ttei . 
WOTtet dem |;o(1i f dis ftlih« V. ruimcU und 
l^oib. und iUh, r DiiürHch gl^ichj jede munddrt ^ 
jie nur /it «>id4>vii Wörtern, D*« gt>tli, filii (rrml 
f'>JtiNcli Tcljarftr, iIai tllb« Vilu ^«uoil Ülu gek. . . .. 
aiitdcr XU A(^iti^«2i. 



▼crfcbiebung der liuta (f. Toransoeliende note) 
,«» iBin fragen , ob du attK « nicht gerade wie 'der 
}fm§tmnt v, iitng;e»en der alth; fpirant ic, ob er g;leioh 
fini 4em coih. v enifpricbt, ander« «utgefprochen 
JgB r«7? llieiabec heinicli li^im w. 



•=-? 
-^>> 



L dthochdeutfch^ confonanten. labkäes. 135 

«Iv, alfo wie £/i aus, gleich dem goth. f in gaf, 

[(MfBt^^), knrz gleich dem fachf. «g. Gefchrie» 

l«M ei frewühiilich mit dem vocalzeichen 1/ • was 

iHAdfe grammatik billig meidet, um verwechft^Iung 

" Im rocaliaut . zamahl in diphthongen nnd in ein- 

iftUen mit dem w zn verhüten. Dem w üegt- 

i du V fehr nahe *) und ein ungeübtes ohr un- y 

Uet beide im inlanie fchwer von einander; '^ 

vbi ift der nnterfchied Fo werenilich, duß mit» 

Ifman» reimet kein v und w aufeinander relmeo 

^iaiegriren, comitcm . auf gräwen, canefcere) und 

JlULGiid z. b. fravallicho (aiulacter) und frawalicho 

hörbar verfrhied«ne Wörter. Noch fchwieiiger 

[die imterfcheidnng dea anlantfnden v, von dem F 

[beide lind hier offenbar früh« fchim vermifcht, d. h. 

tviftwte f gpfprochcn worden. Im auslaute wird 

'■iexnahls v gufcbriebcn. 

!ij}Jl bitner die erQe afp. im anlaut, deflo häußger die 
j^fWiie, aber jene» erklärt, warum aizch letztere ohne 
^fmvFtnnnz mit d^m buchdabcn f gefchricben werden 
•dHMie. Sicherer geht die fchrcibung v, die ich zu- 
4MlL.ki itn monf. gJ. beobachtet hndc, als: varan, 
• it4iMf «ihhaii (cummendare) , velga (canti) ver jo (re- 
«{M| fflo« Tijigar, vizus (aQutns), vogal, vora« vu« 
,4ilin« Tnrip vundun (invenit;bant) etc. deagleichen 
doppelUutern : vara (dolus) vinr (ignis) vnora 
i)» kaam vor A, weil fich dann drei gleiche 
hiufcn, daher ful (pntris) fi^hti (mador) nicht 
^^(jm^lthes genau betrachtet uuul wäre); wohl aber 
Verbindung vi, vr ^ als: vlins (lilix) vliufit, 
).:rri etc. Nachlt diefen gl. befolgt N. häufig 
Cchreibuiig, z. b. vatcr, vilo, vcld« verro* 
ifdolofos} vlins, vrüll, vrido, volgen, vore, viel 
li) «IC. bedient fich in den nämlichen Wörtern 
ich des f und zwar häufiger, doch iß der ge- 
rdci V daneben keine bIoJ7e willkühr« fondern 
Jer vorhin bei dem p und b gewiefencn regel 
W Itn snlant nur, wenn im anfto/fendcn auslaut 
liq. voransgegangeu war, z. b, demo vater» 



136 I. ahhochdiuifche confonanien* labiales, 

den vater, «bcr nie de§ vat€rt vielmehr de« 1 
(Ht 2* 20. aOf *^^^ b^hvater, vieloiebr b6hfater 
tfiarcba 79» 11.) vgl. niinen vrido, aber von vor! 
fiidf> (ao, j.) €i€, liifow ett gilt die rggigj ^ mi 
, ftrctig. ata flatt d es y in_alj en fallen _a iich_j_ßf 
werden darf, nicht aber oro^ e kehrt v für f. — ' 
aJib. quellen enf halten üch gHnzlich dea atilautei 
V (namenilicb K. O. T.) and fchreiben beitaad 
datiir. 

2) nmgeltehrt ift im inlaot die «weite afp. fclmer. ab 
erfle; deHo leichter thut He lieh in der ausfpri 
kund. Die wenigen b^ifpiele find etwa: avur, 
(retro) avaron (herare) avara {pyramis} avarab {gm 
ßhirti « ßfchreufe) avalan (parare, comparare) h 
(coniamax) ha van (olla) arviSlSa (eruca) cbevja (ci 
hevo, hevit (leva , levat) hevtg (gravis) bevorÄ <e\ 
fore», d.h. niberfchmtede, N.67, Ji. be^er wolil 
vard?J nevo (nepna) chevar (brnciia) wrtjval (ful 
men) eheva (branchia) brevee (uteri) wev^^ron (rUj 
feerar (lapia fiJTilis) wervo (vortex) chervila (cm 
JiuujJ zueltri (diiodecimj livol (H bei Int) einliri (t| 
cim) ovan (fornax) hoves (cnriae) hovar (gibbua] 
fc6vea (epifcopi) wolvcs (hipi) fiinivi (qutiiquc) g 
(come») Tavo(tignura) git^vili (laquear) gavilVa (mij 
qnisquiltae) zulval (dubuim) vivi^Ura 1 papüio) brä 
(epidötte) tjural, lSt.'V]t (diaholuii) eivari (arri«) fil 
fpnma) fc5v'ita (pala) bnove» (inigolae). Fr \^ 

ter wi e ^van^cljo. eva» davidj_liave _CI_3-8'^ _ 
g^ep-^filH^^eicbea v, und kein \v^ enifprecbc n alf o 
nidl_jie.CL_^oib^ an^aggeljö» dayeicL^. — Diil 
leiten anrh im Inlaut X Ratt v . gercjariehej i wird^ ^ 
fttbi fich vno_felbft ; p fxviJTe worter fchwa nV 
denkm ^hlcrn in dJem edhi; ftatt avar. av 
aber, aberon (44.2*) wnd neben hevo, bcvii 
heßin, bepfau, be[)Fa Itait (nliherea in dfr Cö\ 
li, felbfl fchwatilst zwilc^ien ruava (iitimarnp) it 
tJftd roiiba j^**i» zu welchem letztrrn die gl, jun 
Tuaba (ifidictio) ftimnu. O, hat hebig tt. bevig» 
ft. gavjfTa und die beiden hJT, wechrelii :cwUcheii u 



*3 N*ch der vori^tw n^frn vicUclcht such iii»t«riall; ja 
den Wörtern kOnffK dio «tte fcliieibiüi^ «ipcl aitir|i 
ßeJaiieri haben. Die tieub« AuiFpraGUe difid > elangd 



L dAmhdeutJchi confananten, labiales» 137 

ifiir« dinfiil, if4l6ii et£. die pfälser hal IV. i^« 56. 
»srüij, dl« wieuer suclifi. 
%} MmäuiUm wird iii « v- Immer f g^ff^f itieben^ vgl. den 
•odi. dr-r iogefuhnen genitivc: wolf, briaf, hiiof^ 
hnrC IVorde iber diefcs T dem auelaui der erßen ^fp^ 
%AU% f feicb aosgcrproehen, z. b, fliif {dorniivit] rUf 
ii ; gerade wie briaff Urfpningiirh gewifl incbr, 
in dj^n war ein pb (göih. pj» bier iß ein v (goib« f) 
^dc^, Allmäbltg mogeii lieh ab^r beide afp, iti^ 
\t vcTgUchen babcti: mittelh. dichter reioieii 1111- 
ikUeh rief: brief (nicht den iiilant riefen: bric^ 
Utiter diefer vorattsfetzang könme man einen 
mwifcben f und ▼ (wolf« wohxa; bof, hovei) 
i lüge trachten swifchen p und b ftbUip, tbiti- 
gap, i^ibun) niid «wifcheii f und Si (fcef, fceÜes } 
gfitiVs) ati:ilog annehmen. Der Gotbe beftäligt 
nur den zweiten uttilaut (^inf», fsfubii; gif. g^- 
fticht den erßen und dritten (Tulfs, vnlfit; fcip, 
nttd ich hiUe lie dämm wenvgßcnf für unorga-^ 
^ißdk^ wie II« denn inch aaf nlchti anderm als einer 
itDBwellcfi enlßellfing -der auslauten Jen afp« zu be. 
Ccheinen. Dat f in wolf hatte früher den laut 
liMla v; da» f in fccf früher den dei inlauu if 

(W) dem iabiilfpiranten gewähren die nord, rnnen 
l«ii t^grni^ «eichen, fonHern drücken ihn mit dem ür 
üi; die fächr haben dafür einen befmideren deutlich 
lis ItL und goth, V verwandten biiehftab« weicher im 
Ak rclMiü de«ha]b nicht liinger gelten kann, weil d^s 
^ttiiihe r. sur bczeiebnun^ der einen afp» dient. Der 
fptfint bezeichnet lieh vielmehr mit dem doppel- 
t, tt^udlcb vr odc^r vcrrcblongen w^ ßatt welchea 
^ m blT.* wie fie 11 für v fchrelben. u«_ fetzen. Bei f ?^^ 
T. H. glL hrab. jun. etc. lindet fich uu^ weäer vvt 
U noch vu *) gefcbrieben, £a 6zß wenn der ipi- 
der mitte zweier vocale u Hebet oder u voraua- 
e0iin erfolgen kann, z, b, |)uuuuic (colit) hriuuuuii 
ifentiam} Ef. j^, 4, drei n aber bäubg Torkommen, 
inntir (miricnlum) zbfanuun (dexteram) triuuua 
omani (novitics) '^*), Diefem übelßind wird aber 



M, iv««a O, det Mft in elii«iii grofien 1>u«U&ib tchivlht^ 
iMi^ciiK Fm ntobt Uu. 

te» Ocfried in der Uu wort. Tagt «•ntm intardam trit 
«lU Bft pi^« Oiagna ihaoülba} ^oatrit in fono» prior§$ 



13S !• üUhochdeutfche confonanten, labiales» 

durch ancentiiaiion und debnzeirhen rnpittens bepr 
», b. puiiuit, ununlar. zt^raiiiiun ^«^rchrieb*>ii *% oft 
dif vv aii4geft;v/?en, als jiCian (1. |>ihvan. Die fchreil 
t;t> neben un Hi)<ici lieh in den ker, gl,; fiiäcer \vir< 
gebräuchlich (vgL gl. inonf. und doc), iit» xeigt V 
ram %gL gL doc, «nauvcfant, oi'iiir^pa , luintifa 
Ob alle diefe verfcbieHenheiten blo^J graphifch oder 
für die ausfpracho wichtig lind, hat mancherlei b^ 
ken und ich komme vielleicht noch nicht zum bc 
dlgendcn fchlu^. 

der milattt w dnhiet auf fich folgcfid jeden vocal, 
fachen od^r doppelten, aufnahm»^ macht it, d(jch i 
allgemeine, iinkm O und T* niiunta. uMunfa, u 
imi fchT»*iben, da£*^gen die Stiffii denkmahier, 
ca fcheinl auch N* *•) in^dierem fjlle ein u auslaj 
alfo: nunta, nnnfk, uurni, uurti (heret) uurfi {\t\ 
anuiuni efc, Ift nun hier anier» aiugefp rochen ' 
den, ala wir heule wnn, ^vnr. 2u fprechen pfleg 
und hat nicht eben die aord. mundart ul« un^ 
ftait vül, vun, vpr? Ge^en die apbärefe fir i 
a) die /aualo^ie des potb. vul , vnu , vawr, b) A*ß 
und T. 'Wirklich nuul , uuiün , uitiir, d. h, wnl, v 
Avur fchreibrn. c) das niitiel - und neuh» unbf^di 
Jiche wul » wan, wur in fchreihong und auffpn 
d) hätte die nnrd auefprarUe Aatt gehabt« wa 
fchticb man nicht mit einaehi^m u: ul, un, ur? 
dopp, uu füllt, miiidtllena bei folchen, die wie K. ai 
den langen vocal uu fchreiben, hiermit zuftiiD 
fchwerfich aber wäre ein aUh, ül , ün, öt der 
fpr^che gcmii/?, da fonft N. nicht uunn. roiiderm ( 
gefclirleben hftbcii würde. An ein lange« u iß I 
freilich iitcht zu denken« illeiii ich geßehe. w 



duo cotifvn&ntes t nt mihi Ttdaiai*« tertium rovaU fim9 
ii«iue; To kann er djkmit nur deti Tüll meinen, ivo 
drei I» in «irer 4tlbe lielien, s. b. uuuniiTt utiuchi, 
nictic üeti eberifdlU eiati«ienden , wo Jie «ui zwei fil! 
•ccinaiider irUiren, z b. ituuitui (vir^iiiis) d.i. thiu- 
liier«uf pafl üa» umgeLeUrte feitier eilliMtcrung, 

•} R*im rdtfeibeo ilt faft unrcrmeiJUch , dtfi suvreilen 
etiicu* das atirt'cliio ii ctilfr. OAV* fiß* ^Ö* bat die pfil 
hU titiiiißn, die wioner richtig auorfui, 

••) Vgl. 0.7. 61.7. b^f?* 95.6' «to» dnoh dtnebcn eueh uui 
5i> 7, Miiunt 57. ö, innirim 105, 26. Wir fleht der acc^nt, v*l 
er uuriB« uur&ella icJirtibt? Teriuuiblioh unrmj liar 



L äUhochdeuifchc confonanten. labiales* 139 



Irin nord. no« ur zu behaupten feyn wird, dajg 
-»»jfe heutige an afpriche wun, wnr fiir jp^^ gj^^y^ 
• w^BBT z w gifelhafr bleibt. Gerade dig^fpStcrp fflir|»i, 
2 In ^fi O M"d T frh eint den über|j i;an g zu z eioeiij 
**Mlüegoth. analogie beweift fagar für eine verfcbie» 
^wifB'MUh. auftfprache; weil alle übrigen alth. Jabialcs 
flpiiritll den gofb. nicht entfprechen, Termuthe ich, 
!i||ranch das ^Jth. un anders als das goth. v gelautet 
,pt Ich ßclle nunmehr folgende anücbt zu näherer 
jrffinig auf: 

i^der ahh. anlant r/r/ oder w iß« -wenn ein vocal (mit 

r'Mfnahoie dea u und uo) folgt, nicht wie das goth. v 
oder neub. iv zu fprcchen, londern vocalifcher, etwa 
^ wie uü oder vUf mit einem worie, wie daa eno\.7n^ 
^ Picfe ausrpryhe fchcint aber nicht die o rganifchej 
. »f piünpliche ^ " f^vn , rnt\A^j^t\ i nit_jder eingetret en 
'.^ . mn Teriücknng d^r lippenlau te im ^.^[«nimenhanjg^ 
1 Are rpur verrät h bereits das oben f. ^8. erwähnte 
K «efigoih. lib. Graphifch beßäti^t wird lie durch daa 
iw -H« UV. vii und iw *), für Avelche fälle durchaus 
<• im verfchUingene w zu fchreiben in der grammatik 
*'" «Atdenkitcri und bei unterbleibender accentuation 
" iAft mhrani fcheint. Von dem, ebenfalls rm ge- 
jehrieben wordenen // ift w ganz verfchieden, in- 
^ ,^.i« jaiics liie iilbe lang macht, diefes nicht. 

WjPfl^gl ^Pir v»^^> ?^i f^^ hat fiph hcgreinirh die alte 
y aipfache go tbjjche atiefprac.bjgj. und nait_ ihr die_ 
"i JAyuJbpns i le s einfachen Zei chens jPthalteiij unn- 
, nurfuu ift mir identifch mit vunnun, TUrfnii 
in der that können -die burhftaben nicht an- 
genommen werden. Alfo keine nord. aphärefe 
«nrifchen vinna. unno; verpü • urpo , wie-wohi 
Ihr ähnliches verhähnifs zwifchen winnan, vun* 
w«ifan, vurfun. Der einfache fpirant er- 




find und bleiben ei zwei oonfonanten, wie tiich 

. In jener Helle richtig f<>gt, die üch nur der Tocaiaut- 

■cIm uihern. Auf keine weife darf daa uu oder w mic 

' v^rbintlung luo oder hu TerweciifeU werden. Erläiue- 

hingegen kann ii^ewähren, dafs in roroanifclien fpra- 

'Blafgenoitiinene deutfehe Wörter mit anlautendem 10 

im gm ab« rg langen, z b. piillaume, guido, guarnir« guar- 

Hiermic Itinmt du qu einiger alemann. Urkunden 

ftU : quanzo, qiiAldoald , quoifwinus; (^Neugarc 






L'k^ 15. von 7440 ^gl* das goth. qTÜnuu mit weiucn. y< '^ ^ ^ 



}^ö L aUhachdcutfche confonantefu labiaUs* 

Tcbeint gerade an den entgegen^efeizten üeUen« 
und T. fchreibung wu i(l entweder ungenani« 
oder lieber ^eiignifa für die mundartirche nn^ 
niählige verwifrbuiig jenes unterfchiedf« 
der zeit liam tlie a i » ** f^i^^ r ^ r h e deft e iiifar^vf*" 
«U\y j eder auf , niac H a ber in dt 

zeichen de^ doppekeji> da daa einfachi; y ia 
afp, diente^ 

•y) folgt der diphih. ua (dei folgenden 6 etiiGnne 
mich mit keinem beifjiielj fo zeigt ficb wiader 
daa einfache v ; vgl, K< 24* uuaf (geraiius) d. u 
(nichl wuaf} gl. doc, vuophia (ulalatrit) d. i, vuof 
(nicht wunfta; von der fcbeinbar glcichf^n (dir 
bung Tuon (verbum) d. i. woft an nnterfchrida 
wie die accentaation lehrt (vuofta und vuort), 
hat hingegen daa doppelte i/u« vgl. giwuag IV« 2| 
3^. wuihs (crevit) 1. 16« 4$. I]L 6« 71, accentnia 
giuuüag« nuiiahs. Waium Ccbreibl er aber ot: 
(lavit) IIL 4* to; IV. n, 32? iß diea vdafg? As 
T. 132« Duofe und nicht niiuofc, Ea fcheint» 
bei nachfolgendem uo* ua daa alte v ßatt w eti 
länger haftete. Uebrigena i(l das verh^ltnifa 
nord* vaxa» dx ^u dem allh. wahfan , vuohs 
das vorhin nachgewiefene. 

i) da hiernarb das alih. anlautende iv nur in den w 
nig(len fällen einfacher fpirant i\i; fo fraj^t 6ch : 
nicht daa vorhin all zweite afp. aufgehellte v 
fotrhrr golien Könne, und mit dem «nfcr ß.y, 
geführten v vor n und uo zufammcnfalle? leb 
ÄwciHe es, weil jene zweite afp. gerade Im anh 
bJiufig mit f vtirwechrelt wird, fo da^ t. b. vuitl 
(inventua) mb» (vntpes) vuora (alimonia) im aala 
merklich von vnnta (vulnu»«) vaohi (crevit) abwi 
chen muffen. Ob unter diefen umnActden 
vunnun, vunia, vuohs odrr unnnun« unnta, 
gefrhrieben werde? hat für und w^idcr ficb» 
ftellt das verh^ltnifg zum w (weichet wir doch 
Aatt uu fchrelbün mii/7en) deutlieher dar; diti 
verhütet verwechfelung mit der afp- v. 

t) nächft dem an1alltl^^ kommen fiir dieaiiffprachedea all 
fplraiiten die anlautenden vtrbjndnngen deatetben ii 
andern confonanten in betraeht. wl und wr Ut\A ^^*^gl 
gingen und haben fich vielleicht anfang« UihL hr,, ba 



t tiüiociideutfche conjonanten. labiale^ 141 

ttoiidit blojVe / und r verwandelt; Einzige fpur des 
ir B nnrehhan (ex^'ulen]) J. 384^ wogegen (über 
.Hihlie 346. unten bei der gem. tt.) in andern 
4iLfMllen hrehhjo (exful); doch finde ich auch in 
»A|l liadh. fuld. ^6c. wrecbeo afa eigennamen- Die 



wrenjo (burdo) und AVTctiifc (petulan») gl. 

'^406. find , niederdeutfch. Eher liejxe' ftchnoch 

db bekannte ^warannio (admiflarius) aua der Jex faK 

■Mehren (altb. reinno« reinjo). früher waren aber 

I ffiriff IC?/, wr in denfelben v^irtcni vorbanden« wo 

i ^ PI die gotb. und fäcbf. fprache zeigt und. wie eben 

[ .<.M der aphärefe bervorgebt, wurde das m; ni cht 

^tfd ^9i fondem yn» einfach ansgefprochen. — Un- 

, J^lftiA binfiger ift die conapofition die labialfparanten 

. .call vofftcbender dent. und gutt..iii den formen: du^ 

■ Ip* zu- /tt- fu« hu -9 die an ibrcm ort angegeben 

i-WtitM Tollen; biet liegt b'o^ an der bemerkung, 

iMfkß io ihnen wiederum dig einfache ! al>^ ^Mf^prarh**. 

yill IT gtJT^'r^ ^t fcp haben fchei nt. Denn fclbft 

I ilkbe, die überall uu fchreiben, wie 0. T, N<, fchrei. 

m hm mcbl qua* fuu, huu etc> fondern qu , Tu« hu, 

C- 4k qiTt fvt hw. Umgekehrt weireu ältere deukmnh* 

' 1« (die u und nicht nn bei folgendem vocal u Teizf n) 

manmUidi I* und K. gerade huu , zuu , duu , tuu 

fd. Il bir« zwt dwi fw), nur nirht quii > welche« ße 

flj|gBtbii|]Kcb noch mit h verbinden, qi^h oder qhu, 

mehr beim q. Früher mnß fp lgl ich i^ d^fi 

eii_comp ofiiionen daa_ i0 fc bwer j^nd hri^it gg- 

_fc|bc|ij. wofür fetner rpricht daß zuweilen ein 

aaderrr vocal swiFchen eingerückt wird, ^umahl in 

dun formen tw^ zw undyo?; die gl. ker. thowahii (la- 

fit} fowtmiDin (natara) neben Tuuimman, fowa^i^i 

(iülct) fowert (gladtntj ^owihandan (ancipttem) zo- 

«ttlän fambigere) etc. die gh doc. zawei (duo) »a- 

ütflÄst (imbigant) ziwire (bii) Tu warm (examei^) nnd 

hlki bei N> Sg, $2. zewein (duabu») stew^ne (dtio) 

AI, lö, 147, f. aewif^l p, sf8< « i7> lewifken. daf, 

eip gcfcbaltete vocal ^b at keinen etyn^ologirchen 

"^fo ndern foH bloff die v oll e aufefptac hc des w_ 

j^m_ upd beben t wie man noch beute unter 

Wi^lh aewei, zeweifel hört, — Nach dielem 

.ggi wild nun auch die ^rammatifcbe Tcbreibung 

, fvr ct«^* ^>ld hu» Tu cic, feyn dürfen; bv» 

l t^iMtmrer fcbeint wegen der verwecbfe^ung 

jrf^ ^. nilUcfa. ' 



14» !• althoch fiait/che cojjonanten. lahialcs. 



l ) inlaütendex w ; ce ift Tvjc aU legret einfc;hlgltrci 
bct raciitgiü Tonikrn hfli ni il#v- vvorlJ*ilili;ng rcitiej 
deiiinng, Ejitw. benihii es ''den voc.^l rt^t v.rjtl 
oder den einjcf cndong; confonanten r*igf i 

jjirjler (all \h^\\M\ti\f\^ d. j; wurzellauti); L-: v 
'fiifirW folgcifde laute vor lieb; a, e, e^ ii Of 
I» j^, 2, Of i^t ou* lo» nicht aber ei und an; 

ft) die Fornien nto^ trr^ ow , 6m ^ ömo onn/F^n W 
nifn beirachler werden, ^^^H fie in dcnfclbcn 
tern nnl^rein^nder fchwanXen, atp ift die i 
thümlicbfte-, ew der gewöhnliche umTaut ät% 
diirdi ein folgendct i vcrurfacht; <Jrr, ow nnd < 
der fpateren umfetznng iles uri ui ^ tiiid oti 
rxifiß. Eeifpiele; fraAver (Factn») frtw6n (latitarij 
W^n (parare) zawa (iii*ctnTa) klawer (^veifnini} ^ 
wen (luinari) fcaw6n (conteniplari) rawa (qti 
faw^r tpancne) ftr.ivi^en (flcmere) hrawei (crfiiä 
1iav\;tn (caedere) gl. jnn. 2004 paMTin (a^dititt 
gl. jun. 199. chrawon (fricare) da wen froori% etil 
derfelb-^n, wie das letztgenannte, Ußvu lieh m I 
fer form nicht irithr belegrn, fondern ci (cht. inrn 
der forin Ö\v, ouw; das frühere a\v m\ß aber fh 
Tctifchbchatiptet ^verden. Beifpiele von cwi gii 
(pagüs) hewi (fpenum) ewi (apnae) ewiCIia (cau 
cwit (grex ovium) drewj (minare) frcwi (cHhilal 
fardewi (digtre) flewen (lavarc T- ry, 4.) CTfW 
•* (fufcinutae) lewo (tiewjo, leo) ftrcwita (flerneb 
lewrina (torrena). Von oioi frdwön (laetari) ff&( 
(laetiHceti dowen (mori) früwa (femina) dtuwa (M 
minaiio) göwon (p^gi*) ÖAVon (ictuB) fccUvun ^OC 
tem|,dari) Höwon (qneri , canfari) hßvvi ^foeflum)■1 
wa3 (rrudurn) zowen (parare) cröwiJä. 6wift(caMta' 
owii (grex o\^'iim) l<jWO (leo) föwem (pancF#) tl 
Von Ow und oumi frowa, howi etc. frnirwa, hbuv 
lonvvo etr. diefelttn nuler 6w inilgeth<?iUen wi 
ter nach anderer mundart. — Jch bemerke ntin * 
die form aw eniTp rieht d^m gaih. iiu in fri« 
bauan, bdiuxi« tänjan^ Mu\^i\t (Iraujan und ide 
av in tavida, da vi da« ave^i, bairi, riravi, fa^al 
etc. Der eothc duldet den Übergang dea an in \ 
nur bei folgt jiiitm f, e» ei (oben ^47.); _ahju^< 
inlautende 



J^ Vgl. owiftwilira N«0£irt qo. 4^. 



L ülihQchdiutfcf^conjmmitm^umafes 



a in irm aw fli** 7t mtr th<*ilf> am fiiV f^r golh. ana- 
j^-;. J,r;Tg g,4j (jp„j fonft numoglicb^n umlaut in 
li darttiir, ili^^'O. reime liein aw 0(!cr 
in der iieniilt. IcMen (wulil ahf:r i5/#0 fotidein 
ja tJfrr 8»!M»|icn, (iirewUa , frewita, firrwita, fre- 
~ r). Dicrer gnifitJ It^/?t weder an frau- 

Ih ) etc. mich att fräwer, frewiia deri- 

2] Wie t 94. pe^eigt wordf n, zerfiel <ler ahere 
^l.dl ..., (hetU iw ö ^). iheJIs in ou; iür drn au«- 
i Ale fomien fiö und fioa (laeiuf) neben- 
* 1 " ^ %ildeicn Geh die doppelten 
fr . \vi<! r* mir fcheiiit, un- 

OfgAki^cii ii. i form wirklich flau hatte, 

irovoci hernarL es. Denn dti die lab. aua 

den itf tu d«ro dipbih. au h<*Tv-fjrgieng, datf fie or- 
pr,:frK r.frhl einlrcien, fobaM jener diphlh. darcli 
I ader ou aiu^edniflst wud; ow und onm 
ci 'arcr rechlfertTgting ein tnpliibongirchea 

^i AiU Unf r\V€J4.lirh und nnaiiah^g ift, 

lQ£v%iUUtn daif njan die wirklich in den hfl. vor- 
iundfiie form ouw (wie Weße üch 00 im andera deu- 
ten?) nitUt bi'üreiten und eben (0 wenig das band* 
kbrihS. oiiii überall durch ow au^l^een, Xnndeni bei 
O.mvß r% Sif? fcyn, weil er es bau hg in der jicnnlt, 
refffit •••)♦ Beide formen ato und oiuo zugegeben 



*} FmniiidliA J. 54$* fr^QUol 555, iR in ßcli nicht zti vtr* 

iKtidii^to, aber dfm ouw uitd iaw vergleich bur, und di- 

ficiitt« i^b«i Neii^art eic/) zeigen wirkhcli die fchreibung 

#1.-. *B,.r tii ni*iichen würtorn. 

*) V rn»» da» ^oihlo vor j npyn in tdji. Aojt 11. tiojt, 

^■^ . 470 

'*) Q. oma ktfin loeli kein owri' teyp, ä% er die drei imii nlcUc 

♦*-"•-*''-! tiod Ott«« gefcUfieben ii4UBj ebirti (t* winißou-tr 

fpirkiit ft do4 breiten w), weil J^tteben die 

^ ontju (U iu i?uft') tiitbr^Teifl«ch [«yii würde. 

st»rr foUrint er bitweilen im inUute m dem reinen 

I. { u aukruiehteOt wenti es nitl den l>fti»rteii fcoud* 

jnV. 17.76 so, laö. «5*76.575' M. »^i* 

11^ ileUt, Die wien. bf. Ii<-It an einigen 

it«Uci> ausatricklicb fcouuon (^ulfo fuÄw*ui). D»» 0a 

^*m inttntenderi tu ft. iV enalog. — Freilieh wilrd« 

^r leUlen tnilogie du irü luf «in cw {niid nicht 

jcftcn br»>etit «Ueiii die vetfdtiedenheit beider 

Uilc itf^i dann, daTt aw oder lu ii\ 6 nbergeht» nie abet 

I« iDi f, folglich öwt nicht aber fu* (tüi iu cuifprungen) 

Witreiilich >vird. Dim ut> flehet fl;*^, er^j pralleli dfin 

anarganilcbta ükw, öw «bat mw* 



144 I' akhochdeutfche confonanten. labiales, 

blieb fedoch m wÖrtern , wo der übeT^ing d€| 
in ofi nicht dnrrhpriir, d, h, die felienhf il He« 
laut0 die anweiidun^ anf den inffiut untublbar niil 
die «he form ato und in noch mebrern da« ew ^ 
der nnilatU die analogie wicdernm verfteckte) 
teil, fo <Uß mundartiich gtAviffe w ort er, ja bei 
iiämlifhen fchriftfteUer gewiß"«* fülle eine« wurti 
einen oder andern form ünbängen. Benreikemwi 
\0T allen ift O. wt^^ife, welcher z. b, fravv^r (Ii 
fiawo (laeter I.2» im.) frcwen, frcwita (Uetnm 
dere) frewida (gaudinm) fih frowen (gaudlt 
givvi (jtagus) gowon (pagb); hewi (foen 
huuwe (cacdat, 1. 2ii nSj huwe wäre auch ricl 
aber nach Scherz not. 44. lefen beide hlT. hou 
und fo noch andere -Wörter fein uni^rfcheidet 
iBWoifilbig aber nur die formen öw^ otjw utid 
aiiliürung oji ^ niemablä aber erv^ aw reimt. Bf 
finde ich (in dfjn pf. wcnigQrni) regeltofes fehl 
ken zwlfcjien ew, ow und oüio ^ e« hei^^l jb, b. 
frewl (gaudium) baldfrowi; bewe« bowe und I 
\Te (foenuro), ievvo, lovvo, louwo (len) ; dad 
im felicnUen und wahrfcheinlich nicht in den G 
ren fchrirten N** Sein cid und om find beide 
ganifcb und die accentuatiüU fruuui, huiiue (n 
frouui) lehrti da/? bei ihm an kein ow %i\ den 
fey. Die form mv fuche man zumeifl in den 
ften gloilen; wörler wie fcawon, frawa (^tom 
Aavven (ca ufari) s&efgen im 9. jahrh. nie mehr 
fondeni ow, ow oder ouw* Die monf, u: doc, 
bcgünllieeii leiziere überall und fetzen vrowt, gß 
howi ; T. bil gleich O, noch manche cu (tbrew 
ilevven, ewii eic.) bei T* und ü befall wo reime 
debnzeicben nicht enifcheiden, bleibt die w 
zwifchen ow und Sw^ doch jenes ala das be/jera 
vermntben **), — 5) Selten ift der Übergang 
ütif in üw^ aber jenca Sw (und nicht ow) befti 
gend, indem hier (wie dort o dem au) ü dem 
len äj4 gleichfttht, folglich m unorganifcb 
wiacb^ fcbeint* Die wicbtlgßen beifp. lind 



ta, MO 



•J Vgh feine unittfeheidung iTfifchen »«, 
die atim. f. 11^. 

••J Dat feil wanken ^\vifcllcn iw, «uw. ow. oinv, €\v. 
und fclbft doli fibergtng in «ug og. zeigt Neu^ert^ ta 
in dea mii g«wi auf, g«r«Cilen vielfn ottiuamca db«! 



L idthochäeutfche eonfonanten. labiales. 145 



(m<?^!^nre) oitd gitrAwen (confidere) gotb* bäuan« 
^velche feht frühe da» i^ üii^enommrti ha- 
lt, indem ich nur einiiiiihl pawati (gl. jun. 

199.) on«i nie giirawan , «ach fpftter weder ein 

•llli. fwohl aber zuwt^ilen ein niiitelb.) pouwcn. 

oci^ getronwen wahrnehme. Huuilg die bt'ßere 

} wiederum ijlltn die formen iia und iuw znfam- 
jDcn I alt und organifch entwickelt (jch der i'nhut 
iw miii dt^tn ati>bi}t iu und ill ebenfo, nämlich 
lar» «üd»uf|irerhen; fpäter (doch frühe penut^) #nt- 
rprafiß« wie Mn§ dem on : nn\v. ein an üch fthler- 
kaftea iuw (liein iw, p^raiilel dem vw» weil auch 
Im autlaut Kein t parallel dem 6 üaii hnd). Die 
ktirxe dea iw erweiA ftrh tbcila aus dem freilich 
Idinen Übergänge in efi> (hretiun 1*3*4. ewih K^i?*- 
lirwe N. ji» 11. I O. K 27» 11 7* giknewc» gena 
BfCtam» kn^wnn« ^fimbu», knewe, gcnu^weun fo T. 
19# ^* aoo, «, »n Icfc« i(l? *; — iheils mus der Un- 
fähigkeit aller Wörter mit der penalt. iw zum reim 
h€% O, der In dtefem fall Hc^ts iw in den tirfpinngl. 
dlphib. iu tiüVö^t nm ea lattg zu bekommen. So 
6» i bei ihm häufig die reime: riuag (poeni* 

tri 11 (poeniierej bliuan fpercutere) riiioii (poe- 

nlientiia; drtuon (dat. pl. van driwa« Hdea) iuih 
(toj) ip^f (veftcr) niualS (novnm) etc. und ich ver- 
Bmfh« uhrriH« wo im gedruckten texte riwag« ni* 
Wi3 elC ßeht» wird iu zu lefcn feyn , wie auch 
tiele einzelne emendatiönen nach den hfl. brfläti. 
gen. kußtx dem reim hingegen oder in der antep, 
dreifilb. \v»3rter fcheint die form iw untadelhafi (vgl. 
iwtran dedic. \2. liwnn IV, 16, z6. riwetin IV. 50, 
78, rtweiut V, 20, 154. riwa I, 2?, 2t.) obfchon auch 
da febr häufig im und zuweilen iuw Äeht, (vgl. iu- 
wcm 1. tj» 9^- iuwemo IIL 22, 80.) ^velchea letz- 
mt aoch in) sweiLUb, reim angienge **). Die alle- 



' '41» (u Icn^vrani; d«t dort, hüttff vcrmmliHch 
II, fo wi» ti^o, tr6w«i, arbor; oder liefio lieh 
M.^ *Mt.M*. kn^, kivcwet »nnchmcn? ich zweifle, 
") I« iwn titkundtn fchwAnkt ein häufiger weibL et^eiinira« 
-awi/clt«'!! *rti'» t nd 'nht'it euch -mwa, i. b, hejidniu» 
n\him t liTiudniii, ■dalnirt , woldamiiu sei^inio eto, 
^ hdidnivri, wiildinüwi etc Jenei fcheint noro., die- 
igetf* <Ki«< diu MiriAi nci7& hat btudeni^ria. ibe<>. 



146 I. aJthochdcutJche confonnnten. lahiales. 

den hachd* que*llen seigen alfn im inlaut gext 
lieb iw* f<?llfier ittw ciHfr die aunäfiTii^ in; 
«och ^iiiitfP h^ifpirle: fiWÄii (fuere) bifpiwsn ( 
fpiitua) irliwan ( vacnefiirtus J niwiitig« (nov, 
iriwi (fidelia) ihUvi (virpiiiisj chliwa (»lobui) 
Bei O, ift 'M «^ie g'-wöhiiiirhe form. NT bat dl 

Sar oifbt Tu n dem fth wankt awifchtn irv und | 
och überwiegt letzierrs •) , und (chvint fpUu 
ganz zu herrfcben. Dicfes iun> dareh /wv am 
gen verbietet die olfenbare fchrelbung dr< 
(z, b. nmsunn N, *9,4. iiinuu^t ^S* 9. liuuu« 
108, ii.); «her 'könnte i«j (ptfch rieben iint) to 
tia iii-v fchein**»» verwerliich aber n^achl 
folche anriahrae der wichilijere grund dea mit 
ahh* m» und aw analogen gulh. iv und av, 

y) die inla 11 1 enden iw Gnd ftdieri aber iinbeden 
und znm tbeil vorhin uh erfätze dea iw angef 
merkwürdig ift das parL girewan O. 11. 12, 88. N. 
f. gifeban, aber an das gQth. gafaihvin mahnei 

i) zweifei macht der inlaut tnv* welcher nach 
or^aniCmn^ der canj. in dem pL praet. von hriu| 
bliuwanetc. erwartet werden fnllie. Das nähere 

§y die tnlaute div, e^tf^ iWt iho Cmd oben f. 89. 90, 9» 
angeführt wordm, 

4) Zweiter fall des inlantenden u\ nämlich in den ^ 
endnngen» die d^^ im aoslaut fchon weggefallene 
in einen voral übergegangene iv bewahrt haben, 
fpiele: palawea (m<«li) maraw^r (teuer) ^arawan 
rare) chalaw^r (cali^ae) fdUwcr (fulvus) falawer q 
araw^r (frnftraneuö) Tarawa (color) zefawer (di 
(ualawa (hirundo) helawa (palea) feJaw^a (falix) eil 
(flavuö) feraw^r (aitdua) horewea (lati) iretewet 



*) Di bei ilini d«r ttntliut det ü in lu beginnt, to » 
zuweilen aticli ein üus üw dtirch iimliui «ntilandeD^ 
%. b. gebiuwedi (aedifiGiiitti) inwlt (noctu«); J 
die in frülioreti attlu quelltfti uncthan wiren. 

**) Diefc» pdrt ferlitiwcn ( cnnoetTiim) beßättc;C mein» 
sttÜcbt. denn di« con}. fctrdett organircir; ferli 
W^ie im praei, pL livv»i) icoitiinodabitit) ; da ici*! 
«inm^iUl die am iü enifpriti^ondeii kv in mw urowal 
muAen fielt «ucb ]«tie ti/> \^6ie ans der form iw Ate 
fitCcLlich zum im«' bequemen; und £a Tagte man fp 
OpiAAl><^t) gifpitivrea (fputuixi}» 




t^h<hdeutßh€ confonanUn, labiales. 147 

bon) «Öcwei (brinae) miiiwa (tinei) wiiuwa (vidua) 
nnrirwi {lentriLudo) rcaiuwe« (aiiibrat'} etc. die unbe- 
hmtmwüc^le vor dem w fchsvntihA^u iMch cJ^^n f. j 17. m!?. 
Mckiiea crüncfungptit falltin joducb felicn durch 
mcupe iuf ; die alih. muttdart meid et den im guih. 
Mifbten sofammendo/j des w. mit andern conf. ninl 
iiiiitclb, kommen formen wie luelwei» gerwen» 

m£tn ptl^gt die aUh< fprache das inlautende vs\ 
izi^ifchen ihm und dem wurzelvocal noch an- 
—« efinronins^ii liegen« häufig auszuwerfen (obcti 
t<«.) ^f}' ab»» feban, Hhan, nahjan, ubu, Wdljta« 
*tt«Oi rparo« gaBi^if felida, engi« inkar, Onk^n« 
jfa mit dem goib. ab^a, raibvi^n. leih van, n^hvjin» 
Htö, rabtvo» viUan, fparva, gaivo, fali^va» aggvua« 
«ar» ßggqvao« ubizva. Nähere bekannt fchaft mit 
Dib. wlfd noch mehr bcifpiele darbieten *J, Zu-' 
hat Cieh in ahleitungen dai w erhalten, vgf. 
'.(oiraa). In dem vorhin angeführten part, 
^cbeint IV nicht bloßer erfatz des ausfallenden 
«oern fprir dci ahen w, — Verfchleden hiervon 
P gleichüllä f»>Tifchreitcnde elißon dea unmittelbar 
^m wurxel öu^^üden i£>, ala ea f, ewa (lex) ffome 
,in!es> f, fröwcnie etc, 
\der JDilaiit w^ wandelt ß ch überall in den vocal o 
p :, * . : I ^! ■ iig felbft apocopiert. Da- 

i adj. (bei abgelegtem ge- 

P^tf ketin^^eichen) die formen : gra (canni) pla (li- 
p«.i) fr, rÄfic. (oben T 88*90.) pli, pri; fr6 (laetas) 
t (cmda*) neben fron (O. H. 6,4^0 gil<»ii (rerfniue, gl. 
B54O ÖTOU (flramen)t hier und frühere: gruo, feo+ 
yJitMo, gUo, rirao eic. anzunebracn. Frdg^ 63B w 
vrn^ end 11 ng auf einen confonanten, fo dauert daa a 
oget. ala: p*Io (clades) fato (niger) chalo, falo, garo 
■rüDS) faro (coloraint) trefo, horo, melo , fcaio etc. 
* im mit telh, auch die apoco pe: kal , fal, hör» 
^MiST wird. Die fillefte gelTält^efer wörtcr mag 
J&en ftym prdvr, f^w, pH\v , fraw* ftrav^r, garaw, 
tw cbalaw eic in den praet. hraa« chau, plan. 



\ipmmihmMhe tdi «i« goib, fcihv. (coU^ allh, fih« aut 

., I- >* ^ _ £U«ii VßL riraho eigenoanien: iiAfu» (ein 
f Iliiii ^«^'^^^ ^ ^^^ , mJroboduui (f HC. f*»e.y3..J.« . Strabo) 
\mM/v iO'^*^^^"^ 75Ö. 110 c*tuiW.. io6uiam.Tü., 



i48 I" aUhochdeutfche confonanien. lahiates^ 

priu* fi^Jiter tou, rhoii, blon, hrnu ift begreifltcK fo 
nig apocope, lU vt-rlanfchving d«8 u mit o, xvvtl derj 
laut fith aus dem praef. iu (hriuan oder hriwan) blld" 
jy Übergang des in- tind auslatitendpu w tn df'ii kl 
baofh h ift feiten, findet aber doch ßati* ßeifplf 
fähen f* fawen (fererc) wiho (^miliut) mben wjj 
föhe (pauci; f fowe; ciiähen (notcere) pfah^n (f 
enirpi^t'f'ben den angelf, coSvan« blävan, wog'-gen^ 
lllL mnndart viele h ftsit der ahb. w zeigt. Das gi 
qviiii, qvivie lautet im ahh. i^uib, cjueh, qoebhea 
bald fngar qiitk. Mit dem gewöhnl. hivve (nu( 
vergL man hihiiii {fponfns et fptMifa) O. IL S. 17. wie^ 
die andt^re hf. btno lieft {g"ib. heivan«? hci^ " 
So gieng der finßn^me tiava ( Tac* und Anfon*) 
über. — Sonderbar der Übergang des i/>. in i7, » 
bei N. ardingnn (gratis) f» trwingun, arawingtio. 

gemiuation inlautender labiales* 

BB. PP, [nur bei voraufigehendem Itnrzem vocill 
wur%el *)j rch\vanKcn, weil die einfachen inftui 
und p fcbwaiiKen, und nach demfelbtn ma^flib] 
O. und T. fchreiben: libba (pax, cngnatio) fibbo (eol 
tui) ubbig (vacuua) galowebbi (byflfusj *^**J flubbi f puh 
K. übbe (parcat) neben lippanti (parcen«) und fo aiiif 
lippa« nppig, gotaweppi, lappa Jacinia) ftuppi. luppS (f 
ficium) wu|»pa aela) fippa (cofta) infuepp*^n (fopir 
hrab, 774'> ; pideppen (opprimere) gl. rnonr 582 ; frap 
(vellns) £l. jüii 2 12. etc. es gibt diefer formen überli 
nur wenige. Eie_£emina^tjon fcbeintiu Jhntfr tv'^^^^ 
fp rü fi g 1 i c k ^11 od du T ch e in _M mJJt Ij^ unttt 
vetanJa^t a.b. fippa aus fipja , fibja entftanden« Huf 
(pulveris) aus ftubjes etc. Dies fulgt mir r) aus 
suweilen einfachen conf. N. z. b, fchreibt fcapure (yt 
liben (pircere) und felbft K. Übinto (parceiido) 3)] 



*) Tidetniwenh ßebt T.aSi.ft* leibba (rtitqaiaa) %tk 
K. 57b. 

•*) Bei Niaugart zubbo. »iippo et«., bekaunt ift dat 
pippin, wnftlr nie pibbin Htbt. 

•••) ßfrdeuteie küiüicb gewebten und gerirbten Hoff und [ 
fÖr purp tt iinil fcidepgcwind j nord. gndvdffr» «ngeli 
dewtfbbe die prilo häift« der xtifommerifeizTug dirf I 
aui gut (;bnnii«) criliit werden, weil e» föiitl gutui ' 

Södf^fr h«irifu mau»; «bcr gottgeweb « wo«u dio 
inuneti» bedarf do^ olberac btSiiigiixig« 



L äUhochdeutjche cünfonanten, labiales* 149 

einbdiffi conf« der wurzeln ^Tebsn. Hinban, foeban 
r, ^ormtrr} von denen webbi , Rubbi, ntfuehjan 
rrr*-L: ;) auii detn einfachen der nord. AvöMer fif, 
pL tifjif viif* vefi4r, 4) aus der f« hrei- 
1«/ I Lti pb in andern Wörtern, wo der vaiAihehdo 
il den do|i|:irIlen eonf. alt tariclhaft er Tch einen 
f>Än IL sc* kelaiibpanjea K, 27^ iruabpe 
fiir Jaabjan, laiibjame«, trnabje. Und 
Ucb i^erade auch in jenen AvÖrtern ubpig gl« 
(Itpbea J, }7a. und crlauppc K. ^7^, — FF. das 
RiCtbe diefrr |ten)in4tion die eigentlich phph be- 
R habe Ich vorhin f, nj, nachg'^vviefen • auch er- 
%t, dmß snwrULn noch der alte faul p ftatt ph m 
► ine» i. b. crippea (praefepe) 
ron ctiphcn« cripfen, vellerc), 
t ujti dem %'Origen pp nicht vennrfcht 
ei T. welcher bb fchreibt, wohl davon 
IcDaml dem (Ire n^atih. pph(f. 1 i4,)entfprechcnd.^* 
'Uf V und tv Ititt durchaus nicht ein. — 

d^ inäansten. Unter den anlautenden beur- 

f/t\ Li* hr. ß, fr* vi, vr, nach dem, waa 
chcn labiale* i^efäigt worden 1(1, von felbH. 
\jA,wr l* 141. Im in- und lualaut beinahe keine 
tiiiirr vorflehenden lab. mit andern conTo. 
fer im fall oilctibarer conlraciion, z. b. zutfloii 
.tfQtvalon. Alleinige erwühnung verdienen 
fs f»nr! //. FS.(pha) aii/?er chaffa ^capfa) 
^\m l^fTa, T.84^ (labinm) weffa (vefpa) Teffjan 

•.ur'i irru! h' u\m) entCpricht dem fächf. fp. 

, man vcrwechfele nicht mit fs das 
piLiTi-ii. y^ inafxen* rolzen (l. naitzen, rofozen^ 

>nco! IL It'ffe ^«fcheht^n ifl. Ein anlautendes 

ipf. ili drf hr»clnl. fpracbe auwider, die fogar das 
ifAlmua in fatru verweichlicht, pfaherium in taltflrt 
t\ J, ift pfaltu bctbebaUen), pLiitarua in Uuih* — 
aficf, (graft fcniplura N. v6, 7 ) gifcaft (creatara) 
irafc. fcrtft, gift, ßift (machinatio) ofio« Inft» 
Ciia) wtioFi (iletus) etc- (die formen mft oben 
^Em fcb%vinKcn zwifchen t und ft beginnt fchon 
H, pcben wpaf (fletu^) wnaft zeigt. Spä- 
fcaf \kn^ faf (fuccns) in -fcaft, faft; nm- 
(aofi ÄO lanf. Das tlih. ft crftheint tibrigen» 
goeiurr. aU das güib. ft (für pt# bl? oben f. 0.) 
tüifprichl. 



150 I. alihochdeutjche confonanten, linguales. 

(T, D, TH, Z- S.) linguales. 

Drei alte nmen für die tenui«, afp. uni) Fpffl 
mit namfii gewifB noch aus hetdnifcber zeit» ilal 
werter lelbfl frühe untergegangen find. Die len. 
im iiord. t^r, gen. i^i, acc. \y und bedeutet den lii 
dt'iigott l^f (Mir») von welchem der drille woch 
tyiAz^r (die* martis) den namen tragt. Die muih 
Itchc goih, ffirm ^vürdc tius» gen, livU Jaulen« die 
Vi ti» geil, lives, der tags na me tiresdäg, engl, tw 
ttie<d2y. Dai neuh. und niederl, difnetag, dytii 
dingsdag berubt auf einer fpäteren entQcUung nm 
ableitiing von ding (canfa) ifl grundfalfcb. Die 
wird im fiord, bura (gigai) im fkchf. aber J^orn (fJ 
tind Co auch fefbft in dorn fpäteren nord, alphabeQ 
iianfit. Die fpirana hei^t fol t ohne zweJfel das 
fduil * welche« neben fuijn6 befiehl und im goih. bfl 
tind fächf. (nicht im nord,) alhiiäbüg von lelzteroi] 
drängt worden ift. — Hält man diefe drei runen m 
nen der labialordnnng, fo ergibt lieb die einftimv 
daj? hier, wie dort die aTp. f. (ph), die afp. |i (ih) bc 
gehoben» dafür ten. und med. unter einem zeiche 
griffen wird; hingegen Act unteiffbied, da^ für dei 
aipirierien laut dort runenzetchen und name (biÖrki 
atnge weife der media b., hier umgekehrt der lennisl 
gilt» Drr grund ift wohl in der fehenhcit der aula 
den hbialtcnuis zu fnchcn* Ein anderer unternd 
seigt Geh darin, Astß ilie tpiranfi f. (fo wi« bffm 
laut h) eignet zeichen hat, die fpiran? i; aber ke&lli 
dem für diefe dag voCtdz eichen n mitdient , wie 
überhaupt v in verrrhiedner binficht mehr dem j pl 
ücht t ala dem h und f. 

Die rj>äiern rnnen bleiben eioflimmig in bezeicL, 
nnd benennung der fpirins f. , denn daa angelf. ] 
(fol) ^) und tnarhninann. fugil, fuhil, fuigtl 6nd 
goth. fanil unverkennbar ähnlich; im ahf. Oeht i 
cniw, für fonne oder das wohl verwandte angelf, {% 
(coeluro)» Wichtiger wird uns hier die einführnng^ 
neuen rune für dt;n begriff der media d, welche fcL 
lich den angeU, tiamen däg(d]es) und ein eignet zei 
bekommt. Diefet Eeichfii wird nun in d^^vn faria 
(mit dem angelf. überhaupt aualogiu) alphabei l\ 



*D V^l* ßgel - hvearf (ronnenwirbe) * fnnnenwende, belii 
ijgelvai« (leiiiiopef , die im beifstn fgnueoUnd woliac 



IMödidiiafche con/ananten. linguales, 151 

1 beibehalten, letzteier tber der hochd. mund- 
Ug und tiirbt dag gefchrieben« während ti 
rt ^ehßen iü ; fo Aeben alfo den angelf. runen 
rtir} d (däg) t l^f^rn) die faiigaller t (ti) d (tag) 
) gegenüber tind die iiamen li und tag drücken 
f lücldbe tenuit aus. Diefer mitgriff ifl in den 
iHchd. ntederrchrt'ibungcn runifcher alphabete 
dfn und eine der bocbd, lautverfchiebung ange- 
■qfse vtfTruckung der nameii vurgenoram^n worden: 
, lut die aJte seicbevi bebalten, hei^t aber nicht 
I biidern fac (diet); die media ill anfgc^geben, 
id fich eine doppelte afp. nämlich th [mit dem 
i der ficbf. media d aiüi dem namen thorn *)2 
(mli dem durch zwei zugeUl^ie nebeiiftriche ver« 
lEcIcfaen der alten tenuiu nrtd dem richtigen na- 
id.],inaTi)» Kur«, die nariien ta^r. thorn (dorn), 
^cidprechen völlig den rächf« däg, i>.)rn, ti. wech« 
nnter ßch '^riehen nnd ancfpiache, und fo 
i fttot die rnDenfchrift auF den für die beßinimiing 
he alib. Hngnalea wlchtigßen fatz: da^ß hier^ 
ijtn Ubiafett die n rlprüiiglichc? Ordnung. der lauto 
Lilicbeint, Dort war, ftrenge genommen» die 
iu^tßi)^igt die ten. p zur afp« und die alte afp« 
iwriien afp. geworden, ^n die (leile der med. 
die kii. p« getreten. Diefer Einrichtung der labia- 
^ r, enlf|«recbrn die alth. llnpialea t, s nnd th« 
fitti der näheren darßelEimg deiiilich beßüiigen 
'(vrheT habe ich auch hifr zu aeigen, da^ das 
rieht der afpiraiion in den alth. aungenUuten* 
die Verdrängung des t durch z (wie dort de» 
als etwaa unoTganifcbee zu betrachten fey. 

|lr«f9fE«Itfa. mtifidirt« wflch« den laat th TöUig aaf- 
i^ «Ifo dorn rdireibi, iß «ucb das ▼•rfohwinden des 
indicm p^ und dafür du «rfeuend« zeichen der aiigtir. 
Atif la Mm gcrecktefiati, 
^ llu %UK IIB fillt mit dem nord. tyr zofamroen » der gen. 
irtiidfl siwi« lauten nnd liwiftaia cvder zittac diei martit 
11 , welche letztere form Geh in der oberd. volki- 
I« bU auf beute erhilten hat. Zugleinh bemerke ich. 
Im vord« und fiehf, neben dem namen dci ^ottea 
fyi; tit titei ein davon j>n Tcheidendes Tublt. t^r, 
; itr« tir«« (fama , ^((mib bellica) belleht, wiewohl 
t«weit«n in form und bcdeniiing vermiCcht worden 
^Di•(c• fubll. dauert in der hochd. fprache fort: zier» 
^ frflbar ziur, und aach f. lai, vermuthlicb ziui; 




159 I* altliocjideutfche confonanten* linguales^ 



l^l^IÜ'ÜL'^^'^^^'^ deatfrlier fpractie> unßet dcjL 
deutfchen . beliuej n_jd>e igjne-lfctiim ■ nhne zutttz 
zitchhuiB, m parailtlen ^vürteni. Terg1eichbar6| 
und gr, beherrlcht ilie media •) all: dec^m , d 
duo, dena* cordis, federe, dumare etc. , fo auch 
du (duo) daritia (den») derzimts (decero) eic, Nti 
einigen, wie es fcheiiit, entfehi^ten wöri^Fu enifpl 
da» lat* / dem alib. z, m\b : t<^gu)a, ziegal (nord. ti^i 
Ubula , zaveJ; tribiitnm, lribu5 1\9J-; bedcnkli 
frbeint die vergleichang des gr. rikoc mit ^il* 

2) ^1 n d*"n von de n üörn e r n _ a | i f b c w^h r±e n_ deutQ 
ii^men begeg net. majL kein eiB _z « fondern alle wÖ 
die ea fpätet führen, zeigen die tenuis '*)» vgl, 
gontiacum » borbetnmagua, lolbiacnm mit m^ 
wormiS-feld, ztitpib. Die meiilen beifpielc R^ 
freilich in verdunkelten und verlorenen namen: 
banled, tungri, tencieri '^*") bmcteri, cannittef 
iifipetes , nemetea» da aber dip drei letzten gen 
find und der lat. nom, caiininefas « ufipea » nemea 



*^ Nicht di« tennis; merkwilrdi^« «bweicljong fcbon de! 
iien dfiiitfchen bLacbltabtnrydami vom latetnifchcn, diTi 

1tri>, d«r ht. med., die «fp. der lat. Iph. i t^I. J>ii mit 
ttitTprichc, wahrend in der l«biiTreil)e die lit. arid f 
ton. fiheieinz.uftiniimcn fclicirt^n« Sollt« iu d«r'tiif^iiil 
Dung; fchoti ein« eilte liiiitvei^(cliicbi|ng jener zweiten 
lUH^fgArj^en Itytt? Manche etymohi^irohe eikbeinu 
•rklaren llcli durch eine fokUe «ni>ahnie, a. b, dU 
iVAndtrchift Kvrifcben lin^'ia und tu^o^nur d^ircih 
tsrei diiggu, (da zwiv die Anlaute ä und / w^chf^lni 
aber r und /^, wofilr «in ■liUt» dingua rprtchi (i 
p. S55 )> Noch andere fpriien einer ilceteu medU 
xch im ^oih. tlu (zu; und Jir- faer) Ter^Uchen «T»il 
l«i. tiiS' und dem Türhr fo VieUelcht gehurt auch 
hierher, w^s ein TiibA. didda oder daddo ^^^A^) 
[etit , womil dat «ngelf, til £U vergleichen. 

••) Ein bele^ ius noch älterer zeit ift der pr, und iat, 

der prite: fi6t;y*firifi , mirgfirtte, n«ch Plin, q, 55 
baibara und wo nicht au» der in^li^'n deiiifchen, 
ans einer jhr ii»h verwandten fprucho ßtrllurirn; 
mere^rot . alth* tiieTijgTic,'^ (d. i, meerlieiu , metrp 
früher alfo mafi^riot. 

•••) Zwei «ngclf, Wörter bietr^n ver^lfichan^ fAr i#i 
dar; gete(i|;a, gr^viip incnmbeiit (^Uth. ^izen^i) uni 
tiiige. lepldus , facundus» — tiin^ii macht den fiu^. N 
get (Gruter 55), 3 ) wie cirobri , cimber (ib. 41c», 7<! 
atfo ein detiiJchc-s «dj. tungar (^«hh. Eun|;ai^ rieileisl 
tait tuDgi tUi'gu»;) oder tUDgtl ^üduij verwindi» 



^hdeuifche eonfonanten* Imgumles, iS$ 

l;bnft «rplnaf« eres, gen, arpiitatii , cretii) Co 
m analogie jene^ borbes , borbetii^ (wurmig, 
IQ eioe orilte deutfebe endnng cannitiefitt 
pii« , uß|iit t nßpUis w«bTrch^tnüch , idie fteh 
-aü» a^U« 13 f ilSiv verwandfilt hib^n würde 
m den futmen hiru'St biruSU (cer^iit) slpilS, 
[ci^ntiaj verglichen werden darf, denn da^ 
fftiber hirut, hirntiSt alpit, alpiti» lauteienf - 
i idi ntcbt. Freilich Iß die btldtingfendtiiig 
15 in dea ont bekinnten qnellea deatrcber 
btchl fmr Votksnamen beßimmt, illetn ich 
I docb Keinen irrthum der Bömer, denen die 
^e endung dafür » nämlicb -ifct -ufc lü^bt 
toi war, -wie man auc cherufci , Turifci fiehr. 
^ bucinobsntea ßeben den übrigen compor. iiii| 
hbantt teißerbant eteO gleich und erweinicb 
jiefea Ita «itb. b&nz und bcn^n (vgL eJi * benpo 
L a8- «ktraneua). — Die nameti bataTi, go* 
Mren keiner hocbd. völkerfcbaft and dauer- 
I Ina monde des irolke» fort, fonft würden Lie 
iBari, go3ones geTadtet haben, wie pata* 
kflra bauva) %a pa^OAva wurde ^ lentii eu 
ifincnlei %u cobolens&ii taberna zu zabern, ne- 
fpltef einer romanirchen mnndari; abgeborg- 
liri (caupo). Von den geminationen cbttti« 
cbarletto et€* nnten. -- In einigen fäUen 
^ tc>fii. I nicht zn dem alib, z fondem eher 
let a. nainentlkb in tentonea und teutobnr- . 
^ni laiinui (Tsc ann, r, f6. 12, sS.) vgL mit 
feil- diin (col&U) weichet eher celtifcben, iw- 
[(«yn mag *)j 

I fcl'ff ffänkifche nnd -alero annifc he namcn^ ^i- 
Rubetbin noch t jatt dea fpyicTcn 2j_Greg, 
^Te, 19* firaubnfgam; 2*7. metenßs » aL 
I, S* dvitaa mlbiacenfii, (freilich in Klptia* 
^eihalb dat bekannte langano in der lex rip. 
Ibbitr wenig beweiA). DenUicber Tpricht der 
■M|^ (sw. Franken und Hellen) tnlingait ^ni- 

Ir di« biiiS^di Aädteitiiiieii: ].a^tt|isu]Li. «■«fAiöiIiiDum 

\ im SJmiUhiMnA nur b«i folGhen, di« Ton Röitierii 

U|lw«reMt *H; labodtim, Gimpidnnot »tduna» lin. 

**"' ifrviobet duna in deutfcber rpnebe bald 

^-wardo, aU: liatuna, iiutana fpitec 

ladM» kempten* saiUAt la n yt eft eu- 




1&4 ^* aUhochdeutfche confonanten* linguale^ 



4 



lificbaviii (b* Neugart 97» 877.) wofür tfider< 
zoUinrhoiren (icL zi'^*); jene* tiili effchciiu fcho 
Ftnlein. rot/^^^91/^^. Statt zurih zuweilen noch 
(der ulte l^i. inaiß %var nicbi turicam « rondeiii 
rum^ • ii4 b^fi uxifulu , tizinwilure: uianaha, ntl 
lire und fo %ny\cfe bei Neugan wechfelud; auch f 
nen eigertnaiiitifi wie tuata, tuto, toto Avohl dieG 
mit zna5o, zuo^p', zu5u* &ao3ü und derglei 
fornaen mehr, die in den diplumen fchwanken 
in fomjnUcfae fpracbe p > aumahi in di e franaöi 



find nia nrhe deutfche Wörter hiUJü'^ächlich mi 
frü! ' ' : ''' ^ibergetreteii^ iJie_JUit_dejl_4 

Ja^ri u wclcbea falglich in eine« 

gerchthen k^i* iiiuy/, wo noch daa t im deui 
galt. Frtiiirh lä ' r lieh einwenden, da^T die fränk^ 
gleich der fächf. muitdartt Tethfl keinen Kifcblau 
Itannt habe» alletii diea halte ich gerade fiir une| 
fen und nnwahrfrheiitüclj , weil unicr den Cai 
gern die Frankm nicht weniger als die ^lema 
£ für t gcbriincbtrn. Jene franzöT. wDrter m 
einig** jahrhnndt>rrc früher übergegangen feyn, 
rpielo: ta^ (cone;eriea) ahh, zati, vgK laflfel, et 
Tälh; targf, iiaU i»Tga (clyptuß) ahh. zarga (fepi 
tum, deknlio); ietoti« fpan. tetttla , »iza; t 
(nia(>pa) dtiahila, inittelh. iwehele; lifon, lo 
fp. tnfun» iuL tnfunü (vellus) fcheint mit s 
(carper« lanani) verwandt etc. , vgl. das in eincJ 
gendrn noie angeführte tambcr, tum her. 
IJ^daa, frühere t A .itt z bezeugen aug en fcbeinlich 



/ 



cnnTonj^nt ve rbind fingen ht, fl (\^t)^Jl un d /r ^ djo i 
OTganifchrn ht , f t , (1, tr, treu geblieben und kejr 
wegs in hz, fzf fz^ zr übergegangen lind; deren Icfl 
folglich mit driTi Itegrift' der gevv5hnlicht'n skh.* 
geradezu in wlderrprucb ßcht. L^^digUcb im itt^'t 
anslant hndet ht (mäht, naht, wahta, reht etc.) 1 
ft hzft, aftrr etc.) ftatt; die an- und inlanie /f i 
alfgeni^tn liJiufl^ (flclan« luft, gatb. ftUan. hift( 
tr *) ift blo^ anJaut (treo » trcian , goth. inu, irnd 
D<?r gnth, anlant tv Ferwandelt lieh hingegen fleU 
ein allh zn <tv6s ♦ zu6) ja fo^ar pv wird allm.11 
zum zifchlaul. Bemerkenswert b abrr ift auch, da/j 
)i3^.^.der ansl^rit rt , ftatt rz in kuit (O, IL j, ? ?.) und cb 
4/ naili (exhoTt.) erhielt. K. N. M. fcurz, churz. 

*) Diefff ir »Ifo tiieht mit dem tr in trinkiD, itibao, m 
«l«. idetitifeb, w^lcbei dem goth, dr par«ü«K 



L (dilmhdtutJcJte eonfananien* linguales, 155 

|l^fti3fidi habgp flin^lne t im an« Ufid Inlaute gehaf^ 
u ile dahin; tAmon (ralire, taltare) V'ovon 

t4iü.c*. .,M-;or) uiiJ dat iieuh. taumeln, (rgl. Sfaldcr 
sm^n) plaltd. lönicln» angelf. tumbjan (falure) 
fioff. lumhle •) — piiar (amaraa) golh. bailrs , an- 
ftit bitor, fiord. bilr. — oiar (iiura) atigelf, otor, 
iii)nr. mt ^ ▼jelleicht noch äbnlichii inlaut«? , die 
l^esch bJnrr, oucr , (päterhin geminieren, z. b. but* 
irr (hniyrnoi) f^tUtter, frhider, ^rttern tind deren te* 
«■* lieher gatis andern urfprung hat, als in Wörtern 
irfct dotier (alih. miiro, angelt, dydring* liitenm 
firfi), vetler, mottcr etc. Jone gemination irhl fchon 
im a!th. ti3UO (mtinma) g\, doc. » fpäler zirze, ang^if. 
iH, ffi^l. xr^t hervor. Anch in einigen frühe aufge- 
fiommttieii Ur. wuttern, z» b, titulti (tiriilu») capiiulo 
(eipUn^nm) fpäier titelt capitel, veränderte lieh der 
hat HJf hl. 

) s» wflcljcf seil, fra^i ea Hrh nnn, ift die tcn. im 
•If den ziTchlaut verdrängt worden? fleht 

ei n Tordtingen doa y^ifchiauta an^ die (lelle 

iki leiu im lat. nn<l rnroanifchen in Verbindung? 
\fp Kti.tr.,;f -K^^n ift rovörderß der fafi viel befchräuUier 
Isi L vor i mit daraaf folgendem zweiten 

von^ LiCiri n»e an^fprache der fennicf unverktimniert; 
fcti dmm ? M^rh, frhetnt der hiatiia lia , lic, lii, tio» 
ift * in >\ ur'ÄcIn , nur in endungen) wio 

«11 L »n haben, vgl, Schneider p. 247, 5>6. 

Die aJlh, Iprache ^eigt hingingen, \i\ue ß und tr abge- 
rechnet« » vor allen und jeden vocalen» fo wie vor 
Jem w (r, u); »q der ann ähme. da ^JVufen w eife auch 
kitr ^ *' ^1 * ' I ^ daiijijü._te«iL_tjL£LlCt 

4^ , ^ lu bere c htigt n ns^ 

»il €fl denkbar wäre. Ferner im lat» 
, lie eic. genau ^ufammen mit einer viel '' 
ruJeren afTtbitaiion der tenuia des gutturalJantff« 
i.*^ii*.h dca e vor jedem nachfolgcnd<*it * und e und 
tiä^ tie eie. fchetnt beinahe erll aua der fich vermi« 
fdi^ndeu fchretbung ita, cia etc. hervorzugehen; wo- 
gegen djJ alth. ^ Diii der ten. k (oder c% die vielmehr 



' * dicfer deuifcti^fi würzet (liinnat das fritix« tomber, 

mr. tiimef, wcicbei «hfrans. dicluetn niccnahli d«» 

r I te cheair (eddct*)* fotidrrn nur lifirzen » purzeln, au«- 

«ini kr; luU toniboUrc; provetiz. tumbadoti liuzer, 

i|rrittg«r. 



156 L aUhochdeutfche confonanUn. Unguah 

in ck iibergrhi« beinahe iti gar keiner berührmu 
An einen eintlti^ lie» romanifchen zirchlauü^dn 
EUmaht, weiii^rteiift in jener frühen »eit, »iclit.| 
dem forUvährcnfl tia, börbfleni cia gefrh rieben 1 
gUiibtf ich üifa nicht. Wohl aber wird der nrl 
des alih. z {l*n t eiwa in die nämliche zeit^ d. 
^tejiihib. fallen. Mir \\i Keine alemann, IfänM 
lombard. Urkunde vor dem 8ten bekannt^ in ^ 
enifchieden ein folchee z vorkäme } zwar enth^ 
proUig zu Rothars gcfetzen die namen tiazo, igi 
allein die hL woraua er gedruckt ift, Aammi 
aua weit fpaierer zeit, aua glficbem gründe bei 
andere ße)fen nichts« Inzwifcben konnte in e 
diplomen de« 7ten der zifchbnt durch c auege^ 
feyii ^*), wie ee in denkmäbleni des 8ten noclj 
gerchlcbti vgl. Marini no. 60. und Mabillon no« 7] 
jähr 6^) gaitciobertui« vermuthlicb das fpäter^ 
bert; gauciobertna auch in den fubfcriptionen d^ 
TcntaB clipiac. ^1 

Diea voraiisgerchickt la^e ich die nähere darl 
der alth* linguales folgen. 

(T tjnd D) die len. entfpricht (^nßex jenen 11 

unter 5 und 6. angegebenen fäHen und fpnren) nir 

der goth. und fäfhf, ten*, fondern der media, die 

|ined» hingegen bald der med, bald der afp. dea Qi 

[Der ftrengalth. mnndart fchf^int ea angeme^en ü 

lim an- in- und auelaut t Hatt dea frühern d %i 

P|)rauchen* folglich teil (par») pUnt (coecuro) plintfti 

cus) zu fchreiben; ja fogar für die goth, afp. fch! 

fich, zümahl im auslaut (vgl. mit, it~, got , Dens 

hin und ^vied' r im in laut (gotei), kaum im anlant (1 

bei N,) die alrh* ten. ein *^*)* Dazu kommt, da/J 

denkmähler häufig die alte med. beibehalten. Uiuel 



*) Und wie« wenn hier noch s in d*r goth, b«dfttiS8 
f Htlfide. n riafo, in^elfo? d«! wird durcli den Ion 
namflii ziban bei Greg» lur. 4i39» wtbrfcbeiiilicher. 
Lupi p.5S6. iti einer uik. von 740. itcliet inz.elmuf, 
*') In buciovildtii C^r<:g, tur. 4>^30 ^''^ ^' noch dto | 
(vel> oben r 6ß, rote^ worin die crklirung dmch ll 
Talidut nicht z^vTeifeln läfsi, 
••♦)SiB TPffTitt äUo nich den iiiii0äiideii dreierUi 1) 1 
regel die med. ä) itrwcilen die ifp. 5) in den vetb 
nen rpnrtn die i«n. des Gütheii: wai bestugt umI 
sarAöruDg der alten lautTertheita0| ? 



L Mltkc^hdeuifche ccmfünanten. Ihiguales. 157 

rf^^l ftfc^n ß^ fieh dLirehans nicht, fonrlem 

f ihre ci^^mi'* vveirf, wpf.hftlb 

kiuÄe l'i hiUK'rn mii^. Mari 

i fch%i'^uK«ii awifch«!! «Ir^ru ii3Chvvirkeii* 

-^fTJüt und ci^ni r>llcin der neuen lant- 

iicbmcn* In d^ii rirrng^ttli, detikmiih- 

^•/»bf'ii ♦ dÄfiir ab**r mehr coii- 

; Je neue tinrifhiung gebracht. 

Itfftt ten. niA im tutaut (aueg. das fremde tuiilo» 

._:• ... V ' i'^TT -tn iiiliut (t'ater, iniltnina. hant- 

im aiulaut fgoi, woit, heir, mit, 

Lijui>. Vit: r Uuietid (dc^dtfCi, dnoiiit duon, 

pri, flriban» t\ . , inlaiitciici worde, iniiiide« 

» eiiili, litidi ) ffUen aiiÄlaurend 

Ii^e ingd ifl üb<^f4(l die alle mp d^^ 

l ie %en, däiüf feigt. wo dann 

ri, >^u.ntJ» heil, hfcideci uinUutsverhäU- 

ict. nicht aber, wenn feine ten. für die 

uhcTgiH» gotea, nicbi gocjte) weichet 

^ Uichlt wcü er die ahe afp. meiden« 

(L unten). 

*- rtn antantendea t Mnßer in fremden Wörtern 

i , bleibt Mo gan:& der alten med. treu 

dtntt, dragan, drfitlt«Hi, druhtin und 

MicbfT**^]. Schwierig*T wird die ent- 

lung obcT den in- otid atjöbtit : rn dir regel enl- 

fcin I dem goth. d, fein d dem goth. f ; vgl. 

tttig -ita» -tti, -öti im fchw. praet. ^ -cnii 

7^**?!. , blint. bliOifr, liant, henri, hanton. 

1, boto, rät (confilinm)niiiater, bluai (floa) 

'snd andrerfeitB: die fubfl. anf - ida» 

Ml rad (roia) bttiadcr, ladön» %verdan, 

Jan, qnad, man&d eic. Daneben aber 

._. .._u, fo nimmt ihtot xvvar zu |>iuda, gi* 

ilX nicht XU titafM etc. Organifch itt fein t in ft« 
k; frio d i 11 den meißen anlauten; — unorganifch 



[^f«lilarii«rt ralitiat mit dw »luUut ^J in töKd 579* wilid 
M$* lA' ^ o^d in diff tegfl hai eraueb l^olue, druluin eto* 
BaiMrkffiiiweitbt iaioAtifne nmclii rJ<i (^morO l«at,9,5, 
L» - , ^ ?*» -^ '«-; V 1 o^ ; fem «bef unor^anifcU vor* 

f, fii, 14. Uf. 114 »ft«^. «34. «9^« 
... üti bsbcu nur «i dowe» (^moii) 
viigalih. abaraU t: lut {mot*) lol 




fein anlauien^et dr^ hm in- und anal, d (fiir 
fein in - und aufcl. l (für d)^ organifcb wieder um 
anlaut th. 
l) T. weicht fchon wifdet ab, pr hai anlauten 
(lat, liurit tongal, Ug, tuon , löba) und tr (li 
trübiln ♦ irinkan elc.) , doch ausnahmswcire k 
ati,2. diurifon a?, 5, diiival und duum neben in 
Im in- und anstaut wcchrdn f und d faft wie b^ 

A\ t^. richtet üch fiir den lingiialanlaut nach der 
(f, iio.) beim labialen angegebene weife; gehl im 
h()^<n(Jen aoslaut voc. in\et liq, vorher, fo folgl 
media d; geht lab, ling. giilt* vorher od^r beg 
der falz von neuem, fo folßt die ten, 1; alt 
dag, les lagca; hier ift R tiurfteg, turflegju ßng< 
(62, lO; ^-c demo, mit tcnio etc* wiewohl zumih 
den pll. ans nachla/?!gkeit ^et hf. oder dea abdri 
oft wider die re^el verftoy/en wird, Vermnthltcb 
auch jene organifchen tr (in trinwa, träwen« %t 
dea wechfeli in dr nnfiihig. Ein haiipiunterfc 
ift aber der, dayj N. fein anUuterdea t, d, fowohl 
die gath. med. aU afp. gelten lä^t, während* O. 
T, noch eine anlaoiende afp. anerkennen '^), — 
und au«]antend gebraucht N. nicht, wie beios lip 
laut, bloyr die media, fondern bald media (ch 
£nden» wenden, menden, leid» leideg, veld, 
ander« die parlikehi: aide, nnde, wanda , ntder, 
der etc.) bald ten. (verbaülexionen -et -eta •« 
-enle; not, note. zit, zite; guot, guotea; att, 
etc.) überhaupt alfo ziemlich wie O. und T. 1 
dem grundfatz« da^ t dem goth. d, aber d dem 1 
b etufpreche, doch mit ilchtbaren aufnahmen, 
N. fchreibl blinden fcoccnni) O. blintan, wa# 
goth. blindana niiher kommt (hierüber noch unten 

5) Strengalth. denkmähler (K. cxhort. hymn. gl, 
monf. ett.) haben im anlaut nur die ten. Ü« der 
med. (alfo teil, lak , tal etc) dagegen die me 



^J Oder «foHta Heb bei näherer bekanntfduft rnic N« 
ßicidig«n werken ergeben, daf» er för die goth. med^ 
Atil4UL imini'r t, ohne wechfel , fetza, für die goth« 
hingegen noch obiger regel bald d, bild t? dafs er t 
fchreibe; den dorn, de« lornei, mbev x\'xG\it den deil, 
teile« fandern unverrückt: den teil, des teilesi^ 
sweiRe, weil Tctn aiaeirchied zwifchen «njaut« b 
Hell gerade luf die goUi, med, btzlekt« 



ed. 



t alihüchdeuffche cönfonanten* linguales* 159 

der ftitli. ifp* fdoh« dorab« rlaB. drltto, etc) und 

fiolgfii{;leich 1*111 ^ruuil fitze aoch tiir den in- und au s- 

Uni •). WiÄ die ubn^een m*rlli'n nur fiir letztere 

linia, fcihfen He conrcqorni ühtfrall dnrfh, li«^ er- 

rhmmm mitUin die afp. nirg^^nd an, welche jenen 

ilebirsul^n deren quellen noch im an Um haftet. Die- 

iKei ftreti»alih. weife pKichtet im grunJi» auch N. bei» 

QiodJHciefi er feiiibÜrig die btßimaiuiigeti dea 

a«a. — 

D{« vQTgenomtncne munerung Uße ich In einen 
kk^ so rammen : fiir d^n goth. in- und anßlaiu iO dag 
liffl Iricbf. die ineiften altb. qtitUen zeigen t füf 
^; beim anlant narhUrheiide v^erfchi^*leiibeiicn! 
ih* d: O. d; T, t; K. t; N, 1, d; — goth. |»: O. th; 
ib; K* d; N. t* d. Der gfftörie organirrnua offen- 
ücb, denn O- wei^ kein I, T kein d, K. kein 
tulitit %u Terwendrn, gleichwohl half firh jede 
91 BJrh ihTem vemiügen; mit der altr-n afp. war 
noch die alte med« vergünnt und die alte ten. 
dnrch x, die reihe feiner anlaute kheint alfo nn- 
Refliifi, alter im in- und aut^latit weicht er ab und 
jigi d^^ä ßrome der übrigen atih. malfe. T. hat fcbon 
iaai tnUnt 1 mit diefer in« gkicbgewicht gebracht* 
ill fch«vef zn Tagen, ob in der ausfpracbe fein t dem 
fr^ d, oder fein ih dem keron. d. «ähf^r gekommen fey. 
K. Trr ' lie atie^gleichung der an- und intaute 

and dl ^il der afp, ih fcheint eigentlich durch 

mdere «ip. s voHkommen autfgefüllt. Im kleinen 
Itben ücK bet allen ananahmen und befonderheiten, 
hier nicht dargel^iflU werden könnetu aber die anC- 
Itfimkeit der beriosgeber einzelner denkmabler in 
[füch nehmen, — Frühe«, aber wohl einzige« bei- 
Micope de« t oder d bei vorausgehendem 
i\B) pl. aeni tl. zant, zrndi. welcher letztere 
noch lange hin und wieder vortritt. Die *en 
j\^ lert. pL entfp ringen alle au« - ent. 

.Der fiand des t oder d in den liquiden verbindtin« 
Mi, ri ; 14. nd, rd ; forden noch eine nähere be- 
lügt 9A% Ge oben f. 124. 12$. angcCleüt werden konnte. 



^ •} D«_?iro _bier| rrwlic\Bicjii fgjjtMi »^ «i n t f ü r d i • _goth . ■ Eg._ 
I fi^c. s* b. 1»et K, cot» cot^n, löit» keqhueuu imd ^ 

«tönf* pluot» pluoic» etc iTmJ[L _yigü#ifliit #11* frflb<fei 

«LbergA t» g iiL <ii«_ tn ed. ^wif^itnlicgen^ 



i6o I* althochdeutfche confonanten* 



Unguatei 



Folgeticbtig entTprechen die drei eißgenannicfi 
^o*h» Id* nd, rd; dk- dr<?i leizfgenannien aber dein 
i^. nf>. rf*; mitbin fulUe in ^_mid^afl lautend; alt 
iion (iliftVrrc) Hb^i - flalt. kalt* bahan, hialt. waliat 
walt fpaltan. ßch. gett^n« stell. Telt-, fteltan. fpeH 
bula) miltt. fcUt« Ic'iltrf. molta. giduU (paiiei 
rcaiit«, warn« wenti, hant« benii* lant, lantei 
.(liitn). rant, rantee. tantar6n (delirare). wamata (| 
tium) fant, fantps« abanU Itanian. t^&ntro (caleuln» pi 
eiui (KiMi) leutl {Tcneg) bliiil, htinies, wiiiu wintü«.{ 
tat. biiua (ccrva). rlnia. liiiia (titia) iint (funt; Iiniar (fl 
bintan« b^nt. TltnUnp winuii, hintar. untar. wi 
fiinrar (tcorfini) bunt, guni (virua) grunr. inunt 
tcctia) niunlüQ (tueri) wunta. fcrunta« fiiata (cti 
liarto* hf.ni, zarl. Avart» wartan. arlcin (colere) i\ 
(anbelare) ^VL^tifäl (corrupiio) birti. wirf, ort» 
buTL wort* in>ri (fcptciUrio) hurt, fürt, gibort tlC 
fchfieb^n werdj DHj jiiijgegcn (oft wiir den Jaiift ..cim 
yyörtcr zuL Jjlkn) : bald, baldee. hakl (proclivU), hi 
(^ergcrej wald, waldea. faldan. wildl. gold , goldea. 
dar. hold, buMi. fcnld. tuld (ro!e]i:inita&;; andar. 
zendt fandon (O. t. [i,86*) gjnendjtn. mendi, 
(frnni) ]iii<1 (leiiifl) Iigi-Iind (nom, pr.) find (iter), 
hrind . hiindir, Hndan » fand, hindan (capere) ondi 
gojiila. konda. kund (notut) innnd (ns), mnndet. 
(belliain), unda' Cai|ua) fundar (meridiee); erda. wÖ 
ward, wcrd (dignn«) fordaro. mord« p^urdi etc. 
werden f^hen. daj^ auch im nprd. und r^chCbeii 
tii r ni en _ [o Lfd^U.*g-^*Jrc nn t f i od inid im alth_, hß6 
ten die ä UeÜgn _ t^ielJeji ^ jelbft Ö. tind T, noch d eit; 
fernen uiuerfcbied '^ 1; fg^ter a ber fallen vermifchq 
vor, tbeila liidejn der auälaut Id. nd, rd. in It, 
(ein im mittelh. entfcbiedeneö gebrechen) tbeila i 
tende It, nt* rt in Id. iid. rd. übertraten. Ich 
d»ß dlj? ver \v ij; m ng z ii n ach 11 _b e i ^de n^o j it^c n_ uß^Ji g 
anhob, -wogegen Heb It , rt, Id , rd länger nitd tl 
bewahrien. Während N, noch richtig fkilt, Hviltei 
fchreibt er, wenignens in dtn pf. , monl (oa) 
(adeps) funda, bende, blinde, zandro, ende (bnkd)t 



•) Einz«lnc5 fchwAnkt ; fo fchreibt O. finton. Um. fn} 
fihan« fiAli utid * fAlc (. plfix) ß. dos riclitigeten and 
bei äh«ien Torhnidcn«n findan , Uldm (goih, finita 
^Aii> Auoh witrii, wurtun, wortau nebea vf^rdaui 
du. Wird, 



tdlhaehJeutfche conjonhnten* linguales. i6i 



Isod« etc. *) — h %«elcber auch für die befragten 

n«n die ctrginifche rchreibang d und dh (ß* 

itjhh, I iinti d) behilli, fchwaMla Äovrtilrn in 

itinroclongtt ricbtig iß f»*in hrniU» ondar, vvonle^ 

Wilden; ehindh ,\vardh, wenlhe; aber tinrfcU* 

rn: w^de, mmide (oie) iiudla« da auch dtcfe 

verlangen, 

mu TH*) diefet afp, ift fcbon im rorhergehen* 
nnng lEffcbeben, hier noch einiget nähere» 
rTt>iitnffi fcbrint nicbf dat der ifp. ph und r/r« 
t»e der guib. tett. gkichftehen , vielmehr eni- 
(hl riiefer dB^ allb. z ; th btngeger^ wo eg Heb er * 
h^\ ^ fftrijatigf^d der g^tbV afp. El find eigent- 
7tl afp. für den lit^gualUut anzancbmen , die 
Itre htWe gewecbfelt £u baben fcbeinen, nämlich 
,irii mh ph tiod ch; th mit v (bb) und ^/t auf einer || 
iti m jrtitdfl joTg lich die «ifte, t h die zweite af {K Jl 
^rn. Eine beftätigung dieTeranücbt finde ich darin» 
fA bei einigen dh gefcbrtebni wird und bei andern 
in «2 aafgebt, gerade wie bh für v und In h auf- 
(f, Mii i i*^».). Die «erwandtfchaft zwifcben /ä, 
(vorsugHcb S) ergibt (ich noch mehr aud der 
Ya uifpracb et indem bei jenen eine ziimifcbung 
• eine zumtfcbung von l erfolgt ift, und dk 
»loabe durch Jj^ 36 durch tf auagedrüclit werden 
nitre« IVIehrere» her nach nocli beim z. Einwen d^^n 
rii die vergieicbung des Ih, se. mit dem r. ph» X'lßl 
Heils da/f beide nirgend« mit einander vermtfchl 
(wie pb und V häußg)« iheil« den quellen, 
?febe w b^günftigen, gerade th widerfleht. Gründe für 
Keo verlange u diber genauere prüfung, wobei in 
«u bringen iß, A^ß beide labialafp. aua der 



^ Sehff r«li«h wird mui •nticbioeii « difi ßcb in dicr«m tlN* 
Mliaix«» inlaata nd J«r orgin. inUitt nd forterhalte» dft 
Msvde die soalogen Id und xA f«bUn » «iioh frab«r felbfi 
lobbt» die wi« T. , tumabl O. der Uten nted. trstt au* 
Jiangeo, iff otsd nicbi. n^ 2.eigeii* Ferner niüRe dann dem 
fli (wie bei I.) ein nth sut Teite IteUn» was nicht 6et 
fall iB. Jm rpiteien nd roifclien fleh alTo iwei ai^aoifch 
vitrciiiedene foimen, Üe mögen chu wie im goih, und 
bei i. nd. n|3, oder wie im gemeinalth. nt. itü ^eUntei 
lube». Aoi iinketintnirf rolcbea uhterrohifed£& L»t fiiaii 
freilich ». b. den begtiH munt aus mond hergeleitet ete* 
obfclion die blofie vergleicbUDg dti rachf Licc eto^ 
be^eitn bcUbten koiintr« 



iCt I. aUhochdeutfche confananten, linguali( 

irerbindung dei p oder b mit dem h entfpringeii 
\dtn lin^nalirp. aber h und t inf fpiel treten, 

dJi finde irh bei L anlauiend (dba, dhSh , 
dhJi» dher, dhiii, dKoh« dbuo, dburih, dbrl , d 
dbrito, dbati5, dheod » dbecbi, dbuingti etc.) inli 
(endnn^eii - idha -idhes; rtidhar, widhar, odhil • 
tdliiM, heidhiiit werdhati, jugundhi etcj auflii 
(wardb , chmdb, leididh); tiberiü dem gnth* ^ p| 
Glekbergfftah zeigt in den ^L pm, daa gUiJT. A. Ii 
laiTK dhfi- dhiJti, dbaniu« dhicbo« dharn , 
Idhitita, dhegan; inlautend: rddhe (edulio) ^} fiia^gl 
l^ldhin, wirlhjiron, tradhun (ßmbriam); iualai 
\HAh. (iraroei, pfad). 

M_ finde ich bei O. und T. beinahe nur im n\ 

[1)etege Hefen jede feile. Vorn inlaatenden ih einij 

'lene fptiren bei T. ßathin (Uitore) 2^6, (. bru 

l^intba (qiiia), doch neben bmoder und wandt. 

(Z) % und tS. Dtefen buch (lab nenne ich afp 

[er mit dem fpTranien T componiert ifl und gleicl 

rindern beiden afp. ph, ch an die (IcUe der urfp^ 

[len. tritt. Gehört alfo unter die dopp. confonantei 

|n ßcb "weiterer genitnation unfäbig find. Man me 

der ^tfchja ut hat_ gwei_jliifenj deren Terfchi^ 
auffprache freilich beinahe nur aus der analogi 
neuh. und den mittelb. reimen gefchlo/Jtn Vfi 
kaim, Ibrf>m urfprunge nach (beide ßammen atii 
allen ten,) foHle man üe für ein» halten und die 
fchreibnng zeichnet fic in der regel gar nicht von 
ander ana* Vermuthlkh ab*T hat rchon in frt 
Eeit ein härterer« dem nenh, sc gliicbender um 
^veichercr, dem neuh* ^ gleichender ztfchlaut ft| 
funden. Jenen fch reibe ich mit s, di* fen mit 1^ 

t) _b£wc ifea ^fnog ift aüein J.. der witKlich ä durcl 
einfache z, dagegen S durch die zofammenfetzung I 
tUidnicKt, Norb deutlicher wird der unterfchü 
der gemination, fiir zz fchrt ibt er tz^ für 55 ab« 
(alte übrigen alth. den)imäbJer für beide fälle 



^ Vfrmatbl. eduHuni hier :^ »diilita»« dat im mittaliat. 
••) Bei N. foU Heb einniAtil «lbi(ji« fi. mlbiSe (eygoo) I 



L ühhachdiutfche eonfonanien. linguales. 163 

!%• MbnUchlcell diefer ißdofiTchen orthngra- 

u, «f mli ilem ueoh. z* tz, ß; wjcwohl üch 

lielh. »wir kein itnttrfchttd icn g^fchricbenen 

abcT di0 ciiirfimmende f; nuchweifeii lä/?r. 

andern beweis k^nn man anfehen« d«^ tich 

fiif^^ (ukhl für 5^ btfi foJgcnJem e, e, ei, i, i *J, 

Jp^iu- Ditd iiiUqi (lüchi im aualaut) findet, 

Kt}^26*»27^ und in den gl. jun. cit 24?, 

cdni (raiiiflra) 17«, cett (papilio) 176. ci 

17S. etc. ceöuti (fervor) gl. monf. 546. lähicent 

d. ao^, 124^ leidicJt (deielUlur) 122*^ i2*» 

|efe) »24^; felbrt N. 54, 19. acife (dololi). 

_w»^ fchreibnng begegnet noin nicht fclif?n in 

[hin Sie tCl aui dem latein. (feit man ce, ci 

li ffirach) entlehnt und enibehrJich, lehrt abrr, 

^r nie foozi gelautet hat, weil doch fonft ir- 

'if>ci vorkommen nitiRe, wiewohl mir 

^c Ct^ct (ciux) J. 47?. ?8f. bedenken 

Tvcirhcs ich de« vorausflehenden ü halber fiir 

iid nkbt cr«;&i nehme (erft fpäter entfprang die 

be cretitz« wie weitsen fl. weiSi) nnd foUte 

► anlco^baren lacil— lu»il ein tch wankende« 

ifo haben, weil l^ei I. J74.40J. üü&ü. ^72. 373, 

^ Hebt? (aber nicht UtizGl; mehr iiber dies 

beim idj.) iTrk. d«:*8 8, 9. jahth. zv^gen 

^ftr % (Nrng. index %*. fociJönawia , pacinwei- 

pizinweidaetc.) doch in zoacinwiUre mochte 

der ein 3 v^mmthen. — Kigentlich beruht 

intrche vcrmirrhung drr auafprache tia mit cia 

tiefet en benihrung de§ lingual - und goltn. 

Bi. die fich auch fonft fpiiren Ußi^ %, b, nux» 

»tf|>Ticht ^^tr\ denifrhen nu?5. nuJI* alfo frü- 

nuii; %i«'I[eicht \{\ felbft Crux , crficia dem 

verwandt» Uod das neuh, kana (bubo) » 
im inittelh. ehouch (goth. kanka?) 

lll die unteTfchpidrjng zwifchen z und 3 
__Wcti im goih. r^ichf* nord. die reine letioia 
lebt uod kriuc aböufon^ diefer für in- und 
grfpurt Avird. Und da, nach dem vorhin 
aiu|;efübrten , auch im aith. eine anfängliche 
^ tHmühiiger Übergang dertelben in den Kifch* 



U r* fiir SB (ßtnpdkc Wig. €23.) iH tftdelnavrcrtli un4 



•li«i4 Cg^* *^6* ta^u cuge, dufliuO 



L a 




latil anzunehmen iß, fo fch^int es nicht« ä^ß b n\ 
zugleich» rnift*n<lcn feyn Mrer(i«;iu Älicr iber, nä 
der ten, nähet, war wohl z (fprirh if) ah dja niili 
S (Tprich zU (its z in dem Gune dea lar. oder go 
getiotnnif'n , nicht in dem dea hochd« z. weil 
%i die Calfihe aiisrprache td gähe, während die 
tige dir verlangr). Im grnnde mii^ 5 als ein tri| 
thr»ng nnd ctwaa härter als dal ßoih, % ^) r>der g| 
(dr, ^c) betrachtet wrrden, in dt^r verfcbmelxuo,^ 
harte er fieh aber diefem und fclbft dem nen^r. ^ 
mag (wie aus rpxwt^x d.h. r^xxiicx^ aUmähiig 
pf^za) aaa wa3ar d. i. wadÜAr aUmählig wi 
wa^ar, beinahe ivaffar geworden feyn '**). Ol 
niahlsi ein watfar (wasar), fo hart w^ie im 
laut, gegolten habe, ^\l\\ ich wider bebaopten 
leugnen; belegen läßt es ßch nicht, für die anni 
des milderen inlauta Tpricbt zwar die aru'ngie d^ 
tnlunt beliebten d, b und g flatt der tcnuia« wiei 
die^e auch da beibehalten wird; gegen den an^U 
fcheiiti fclbft die häufig auslautende ten. zu ftfi 

Ajif_jedf jCL_f al l_Ht_di ^_ahnIich kei t des verhSltniffi 

yjnit de m der len. znr mpr i nicht zu vei^ ynfn 



^y eine andere anficht wäre, z und 3 mit dero alt! 
und h zu vergleichen« nämlich k in dem ßnn« 
nommen, wie ea au§hutend für k fteht, rerfch 
vom reinen h (weichr-s fich zu jenem h 
z zum reinen f ]* Beide Qufen ch und h 
organ. k gegenüber, z und 5 dem org. 
ch entlpricht dem z » der inlaut hb dem 
(cch) dem zz .iz) vgl. zan , chalp; htm?« hiru$3 
ßorah, ßoFjihhes; i^d55ar, fahhai gründen, fu- t.li- 
fcazzes (rcaizea) fackts. Zu widerrprechen fch. m 
doch a) day? die inlaute hh und ch meinem gleich % 



, rerfcht 
verhielte 1^ 
I (Ittnden m 
i; der «ng 
«5. ab^i' 



•) Bemcrkeniwenlie fchreiboTig ft f Qr i in £odu t irkofl 
▼on 557 und 59t (^Murini uo. 140. 12a.) wo uUfttreniifl 
siun« und gmr fazittine; dcigL iMÜcoiii — itich filc i 
Lil Futni|rattt HO, 10 und 15 , von 769 777.) tzeno. 
iu der auifpnclie verhartei fich fowohl der «Ui f 
Aui t «nifpratioene zirdiUui. 

••) Eine bifl* tamerrnchiing dtr rom«D. zirchlmte wfird»^ 
tho «nttogte djrbieten ; leider hat Rtynouard di« 
flberli«tipt Dicht abgehandelt* Die oribogriphic J«i 
tie^n It^nM, itat. Tpatt, inundart ift in den zifcli 
fchwatilicud und oft feliterltaft, begreiriich auch d 
TprMhe viaUach Tom tltea orgtiufmua abg^wichea. 



t abhocJideutfche confoncmten, linguales. 165 



che«, iM doch 3S und s Geh keineswegB errctaen, 

\iiß im mitidh. alle folche h und hh zu ch werden» 

nit£rn z Qiid 3 gefchiedrii bleib' ti. c) daß der anlaut 

jerrfcfauch aber tbeib fcbou im alth., theüa 

.».^L ^;4. durchgüngig von dem alten anlaut k ver* 

.dfiagl wifd. Alfa qnglcicbe eoiwickeluiig beidef 

1^ ü mig ficb nun aofangUch mit dem zifcblaute ver« 
Wtiert hiben , wie ea wolle; für die uns verbliebe- 
not quellen pik fol^en^le rpgel : ^(imd nie 5) ift er 
IIP inlam , z im in* und auslauti wenn ligtiidae vor- 
toi^eben (hArx« harxes; bolz, hotxes, Umizo, alfo ei- 



^füliOdi nur in den formen U. nz, iz, weil ma nichl 
vorkommt) (_>dcr er r inrni friih^r^'n g cn^inicri' n tt ent- 
fpricbi fTc^jt. reaxe$J»Mdi7.oiu deit'flari), wodaiiull'-'i» ein- 
Ucber *} voral vorauf gehen iiiu/7; vcn letaterm fall nnd 
(aiivri fchr^tbiing unten bei den gefniiiationeii — 5 tÜ 
crutir in- ond anaJautend» Avenn er bei voransg^^ben- 
^r ' ^ öder dopp. vocal **j cineoi frühe reu e_m- 
hc i ifprichi; iha5, goot^S» inc5* roe5e$; fno3» 

fisu^; wa^ar; obaB • obaSei; alUS, alblSfa; birü5t 
lilmS^i). Von der fchreibung 55 unten bei den ge* 
maftiioiieii ; dafelbft auch von einigen xweifelhafion 

^bÜeit* — ßeide zifchlaule können in denfeibea 
^Hpn<m] nach nml^änden der tlexion vorkommen* 

^ b. Haan (federej fal5 (Cedit) fäSun (federunl); naS 
(madidtia) nexan (madefacere) etc. 

) obtctioii, vtfie vorhin gefagt worden, daa alth. ü dem 
foih. z in der anafpracbe einigermaßen nahe kommt 
mtd auch letateref« gleich erClerm, niemahls anlautet; 
fa (ind doch beide ihrem urfprungc nach von einan. 
lef entfernt, genau betrachtet auch gewifa ver- 
fehl edco Boesufp rechen. Der goth z'tfcblaut war eine 
Trrrftrknng de g reinen [ lauts, die Qch im alth, d^urch 
Q übe r gang in_f ciff enbart; de r go^h. 
.lA^i^^^i ;>uide »ifchend t__der alth, fchwirrend* Das 
|0I|l m w»r df, ein mit d vcrfctztea f Teio timUtn deg^ 



*) D«i iieuli. iwtUisn ete. ii tmorginirch 1 •Ich. huHJi, nicht 
bneimL Mm ni«rk«, dafi auch kfiD illti« s auf € folgt; 
Qii#r cr&it vorbtti (f i^S^y. 

••J Cofif-^tr^nt und uinaetiilich liq. kann ^em ilth. 3 nicht 
vor "et, ^t xuf*mm«n£i«buDg«n wie lnr5« ihir} 



i6fi I. althochdeutfche confonanlm. linguales. 
Dm «Uh, U war etwas härter« dlT, fin mii t 



itizte^ d , oder vielmehr z; es kann dnrchau« i| 
ab v<»rwandt mit [ iiHil H beiracht'»t werden- ^ 
weiter ab vom goth, z U^g^ da« ahh. z. 

CS) von unterrcheidijng des zifch - nnd fanfe] 
Wir fo eb^n die redt*. Diefer iß ein eiiif»ichcr» b 
r^ttzer; j^ner ein zufammengcfoizi^r , iriiber nrvd || 
Ter. Englifche je:r8mmariker pflegten den faufeUui 
fmg^ den zifchUot hftzzin^ foiind zu benennen i 
dem fcbneid^^ndcn pfeifen tfibilarc, fiiner, or/^fii» 
fchiare) der fchlange und dem dumpfen fummen (ti 
doniier) der bicne oder bummet. Der fanfelant win 
atten fprachen derlelbe, der zirrhlacit aber nubt'Qii 
und ftufei)mä/?iß: feyn, wir haben gofebn, dayj die i 
niundart zwei Aufen« die gnth. eine von beidtn «b 
ebenda kannte, Eigcnht-it deuitcher fprachc tibetbi 
fcheint es» *hß fie, gleich der laieinifchen* den U 
zlCchtant (ich meine da« goth. z nnd ahb. 5) nie a< 
len )äj?t *), was ina fldv. und (fjnzüL f<i hauÜg 
fchleht. Sollte dies nicht fchon frühe der reinen, 
fprachc des anljutenden f nachtbeil gebtacht haben 
Wenigftena pllcgen es hcutigeataga manche znngei 
breit und dick hervorzubringen« die Wörter; Tonnet 
gen z, b. fo zu fprcchen, als ab lie Sonne, oingen 
teten. Dazu kommt, dsi/? auch die fpiranten h um 
im atth. zuweilen breiter als das goth. h und v gi 
fen Teyn mögen uiul umgekehrt das goth. inlauier; 
fclbClin z verdiclu wurde. Letzteres ift inzwifchen ai| 
altb. mundart noanwendbar, deren inlautendem f all 
Ifg in r, nicht in "5 fibertritt. Und wider die vcrmull 
einer »ifehendi^n J+u^fprache des anlautenden t rnnj, 
aUgcmeincn eingewendet werden, da^ doch grapi 
gar keine verwechrelongen diefes f mit dem 8 
eher im inlaut einige, doch höchft felicTie» zu be 
ken find, von W'lrhcn unten bei den geminati 
Nie wird man 3a l L fal (aula) waB f. was (eraty 



*} Di« «rp. |>i tti » welche tnlAiitet • iß kein et<;«ntl 
TAtcUitnt , ftbwoht iich ihm »itbeinJ« Von dem nl 
s ililt r unten* 

*^) Viai leicht hitfc aucli in «ndern UUtn dlm vraliraehi 
HDtnchei erklircii . d\£t^ wo eine iniiBdart in der 1» 
theilimg eine liVkc hat» verwitidte laute in die h'ici 

. ^ xudriu^eo pflcgea. Sind alle lallte tollA^ti«ifg N 

^^*'^' ft} waiirt jeder Tciue grenze* 



t dihiKhdeutfche con/cnanim. linguales* iSj 

märmftiti nie ^vat f. wiS (^qnid) etc. grrehri^ben '^) ond 
'noch im niiteTb. nie Us: da5 ger^Fmt ftbdi. Th^nre* 

1ifc& kion iimtier rine eben fo ftreiigi? Tcbf'iclcwiufl 
|siAri/cl»efi der auifpricbr! H^a sith. f und 5 gezogen wei« 
Nitfl« iU ei tat ihren nrrpning gerchihen Tniiy?'*), 

Die überginge de« in - uod auslautenden f in r 
^DbeJ» t<2t. angezeigt, fie feheinen Heb früher am 
•fvpl* rtie pirt» imeran« irueran, giXoran; die pl, 
i^rta, wjtran. n^ntn, fronin) fpSier am aiuUnt (rgh wag, 
fp'* ^ . fiös) kund £u geben« Daa nnor^anirrbe der 
:i^ efhellt aber aus dem efoterirrbt^n frbwan* 
irn i:*"r r ' n fäHe, %. b* der pl, praei, von ivefan 
iw: m, nie wurnn, aber im zuf. gt^feta» 

viUn cshMi ficb firwrtfnn; nafon nnd nä'on gel* 
ide, Ikttin aUeiu, 1%ein larun. Nähere angaben 
bcf folgen in den conjugation. — 

jtion der inlaatenden lingualei. ' 

^11' verrebiedenanig i) wie der inlaut / dem goth. 
fo enifptichi »war a nicht dem gotb. dd (weichet 
ibh, // zn vergleichen , oben f. 66.) fondern tt 
II ßcii attt 4er einfachen, von einem / gefolgteu 
roved, mu entwickeln. Vorhergehen muß ßria ein 
Toral; die alie kurze wirkt und der Tch webelaut 
lorcli die gemination ein gercbärfter. Hiernach 
__ Ich aof dem eotb. badi das altb. bettt (lecina); 
itcbereefiaU Tetsen fpratta (norraa) matta (mappa) ketti 
ttimetiluiii) weiii (ptgnua) bittan (rogare) 
^ a) witta (ligamen) mutti (menfara) butta 
itm; iüitio (medin^) milluli (liciatorinraj dritte 
brcttian (coniMfbare) fcuttan (quatere) rettan 
\^*} ttc. ein früberea fpradja« Kadi (vgl. catena) 



l^l lggii Off«er#> O* tV, a$. iS. fiind« nach dtm nord. bot 
iilLuiifntttin) r bo^oo «od die gl. flor, 900,1 haben wirk- 
Ufk bo^a, Ufeio v^l. bo3o, Unt lUpuli« gl. «ug. i20a, 

fprftoben btfwähfen den überging zwifcUen f und 
Fffgl« r«^ ty, m^drtM, wfittv «tc ); iber im deuiCchen ßa« 
4tt v««lJeicht ^ertde detbalb keiner i^wirdteii i tind s 
Juti, w«.il fi« tlcU tti der luifpricbe oaUer liegen« «U f 
«sd I. 

4ßtb!tim Cf^i^) I- 54^ fcbeint di» goüi. ludi, wlewobl y. l^, 
' ^jtr. tetiteie« f«ni., auch d«a fif untbbcig wär# ' -^ 
iteln j6g* •iithuii und gl. ]on, 173, «ntliiuea\ 
Im eitii* tnügea inh dio £Uichbed«9Utigeii , sbcr verfcbt«* 
4«u«ci fifinaVii : ludi, vUti' und audavUixtift vermen^eo« 



iSS !• aUhochdeuifche co^ifonanUn. Unguaies 



Wi<)i» bidjan« tmiJi«« widjd, xnudt (fgl. modiu«), bi 
miHjo, tbtictja, bnidf»ii, fcndj«» vorgiit. Diefcn < 
nien wird fodatin ein: b^ti, keti , fmita elc* gef 
feyn, wie ficb wirklich neben rettan, bruttan, (cuK 
die farmen rctan , brtiUn. fctiLan linden*/ und TnaiiC 
Midere, die fpäter «ucb getcinierten . tm altb. noch l 
einfache ten. zeigf^n, s. b. taiiro, weitar ncuh. doli 
Wetter **). z) einige worter, in denen ßch aiisuabc: 
weife die alte len. erhalten bat, pflegen diefe frtjj 
fcbon zu gensinieren: biltar, ottar etc, (^ oben ij^" 
wievvtjbl die ciueltm Tcbwanken, Diffca tt bat 
bar einen gaus andern urfprung, als dia vorigi 
Dicht zu dulden id tt bei voraufigchendem dopp. 
E. b. rältet* ^vatfan. K. 2^' ft. rätes, watan ; blditra^ 
bh>tr6r, denn fchwerlrch dürfte ein rattefteher ein blo 
SU er weifen feyn. (vgl. oben f. iji« ^*« falfcbc fii 
etc.) Die bcifpiel© find ohnedem höchft feiten, 
delntwerlh find auch die tt im Hild, iictf-n« Ic 
heittu » belttin, leltnn • miiotti; thelU rrininat 

hochd. und der räcbf. ten. enlfprcchend » tbfcila 

den erQen abgerechnet) wegen dea voran sgi-hendcit* 
pelvocala anlcidlich ; oifenbar ^nrde daa fchetnbar 
üge hachd. s&s (fnzzil, li^zcn) und $S (mooSBif tiel 
nachgeahmt. — (t>D) feiten , gewohnHch dem tt 
gleichstehend« [gerade wie oben f* 148. das bb 
PP' ***)] ^* ^* chledda (lappa) gl. monl. 54}, (bei Sc 
ii\ chletta eingetragen) leddo largilU) gl. trev« 29* 
d&n (affercfl) ibid. 57^ wofür laiono (alTcrumJ monC 
laddnch (lactuca , latucai gl. monf, 414. rodda {cy{ 
mitielh. rotte. Die eigennamcn belegen den w^ 
j£wifcben tt «nd dd bäahg vgl, waddo (Greg. tur. 
watto (Netig^ no. itf.) — Gana andern urfprnni 
partikel eddif>, gewöhnlicher edo, odo p deren neb 
luen; er d6 , odhö» aide und in der vorpartikel 



*) Di« piiec. retittBi brutu, ritu Gnd von der fori 
' tan eic. « dio daneben gillu^eii foutiu« recit« eco* y« 

tan etc. stt leiten« O. rohrcibt bitten* bictu» b 

aber bitit (rogac), nicbt bitttt vbietvon bei der c« 
' ••) FÄf fauch (»la) N 35, 8 67, 14. wurde ick lieber! 

rehretbeu , obpieich tu t6^ara, fi^dera ^p«nDa)cL 

349» N 55* 7 SV. 14. kein t erfchtint iioii fo heul«; 

tiebeo reden J. 36$* bat fetbdbahba (j^Ut) T. 140. Ml 

"ttih^l gl. ao^fl.- iigb f«ddaL. 
**^) D*her auch t4 i»i 'bitdan 1,407, 405. de« donigen fh 

lAu äUiilicb C*i490' 



L MocIuUuifche confonarUen. linguales. 169 - 

^-t^*, ethef- die (hierher nicht gehörige) unter- 

«fldehtern und erfchweren, vgl. oben f. 74. 

tfMk. alTiiniliition rij^Jmu. — (ZZ) gemination 

1 itfcMautes muj? iheorelilch gelungner werdf«, da 

"^■«d düdiX fo wenig anäfprechen layjen, als 

|ttcilffh aber find, gleich dem ff, in beinahe 

iliDitilerr) zz und 33 anzutreffen, und J. drückt 

thn^ dieFea durch zff, beide Xorgfäliig vom 

)ea X nnd %£ nnterfchicden ans. Die übrigen 

B UojJ «m für ZZ und 55. Tch wanken aber oft 

i dturrlbrn Avörlrrn zwifrhrn t\cx gemination 

I ♦inf^cbt-n z, e» kann folglich in der auöf])rarhe 

rgm|?fT anr^f fcbied beftanden haben, wenn irgend 

rHAiDd« Von Wichtigkeit ift mir hierbei, dayj zn- 

[«r i^niue N. nnd in feinen correcteren werken 

1IJ itn einfache z dem doppelten vorzieht, auch 

tz häU Die urfAche dea doppelten Iä/7t lieh 

uhi n. Zur zeit da tlie ten. in den zifchlant über- 

^f»b es fthon verfchiedene geminierte tt (vgl. oben 

. Äf gfiih. ttra, (kaue*), in folchen Wörtern war« 

){iicttidte laut durch den nur grapbifch einfachen, 

liA ib«r ftibß componierten zifchlaut fo gut g«^- 

|«wefcfi« all durch die gemination der tenuii. 

idi iiitklTen dai einfache zeir.hen mit dem ein- 

km «Cfwechfehe; fo fchrieb man zz (nämlich 

J15) in demfelben gofühl **), welches mm, nn, 

so fthreiben lehrte, da doch in der ausfprache 

t, «a333r gänzlich eins Avar mit fcazes, waSar. 

ikht enibehrlichen fchreibung zz wurde die in 

iTprache felbA gegründrte unK.'rfcheidung des b 

terfiumt; des anlauts z Avar man zwar gevvifB, 

m den in- nnd auslauten: daz, wazzar, fcaz. 

Mehrte kein zeichen, daß jene da3« ^vaSar, 

11, fcazea auizufprechen feyen, bis endlich im 



IffM isi d«» «Tft«a jalirh. die ntmen chattir mattiam» c«- 
tftawa f Aianu Marc.) ctriauo ^oonc, maurcon. II* vom 

[in drm InUtii i miiße natürlich diti gefahl flärker wir- 
LIhi il» b«i Jam 3, da jenem, nicht tber diefem dat 
'i, ff «II fp rieht. Du fäcUf. fitten eotf prang «at einem 
bm Urin , abenfo du alth. fixen eut einem früheren 
% ltt«4» liticcte fchwebeiid , fmen g^fohärft, im «Uh. 
kMe rj^4fi und fiBAn gerdiarft. ohaa dafe man nöihig 
I i« aufatslicU au geminiacan. 



170 I* aHhochdeutfch$ confonanten* lingualßi 

mittelb* für letztere^) clie außörung des siFchlauts 
[(coiifeqnenier wäre tf gewefen) gebfaticblich wurdi 

lern übclOmd eiiiigf^nna/jen half. Wer die neui 
rjcblagetien zeichen z und $ billigt« kann de$ zi 
Tiimt i% gänzlich riitrathen, et fragt fich nur« wie be 
ob oiaii wirgenjliiifi% cruifch die allen h IT, au ^er 
Der granimaiik wt'tugneni, wenn fi« ohne neoe 
atcicb^'n nicht auärticht, niii/7 es auch die confo 
fchicKlicher und der hiftorifch crutiflichen r.u^fpi 
ingenie/jent:r zu fczeicbnen vergönni feyn. Und I 
wir daa fchwanlun der hC gehen la/fen , mit I 

ie5Bu, 5ft*nie3ti« i9^rizan, jo^* fizzan edieren?! 
g5an, be3iro, luzil« bald e53an, be55iro» lüzzij, i 
dem die texte beides untereinander zeigen? Die d| 
fübning deg lAdDrifcbcn und nailtelh. tz '**) wäre < 
wohl neucrnng, will man e» aber (im in- und aual 
und daneben 53 (im inlaui) bcibt halten, fo darf 
deflena letzteree nnr bei vorausgehendem einfachei 
cal und nie bei doppeliem gefchricben ^Verden. 
befolgen auch in der regel die guten alth. bll. obg 
ausnahmÄweife; T» ;»9. heiSS^nt; 7»4. hei5«^n; \ 



fuo?5Sa etc. 



15** mua556t; 25*ft655ön; 16* 



165?^on etc, ßehet, und J. V4i* }8^. heizdik, 568. fuü 
3S9. ftiuozdVra , ja 54^ die monürafe fcbr^ibung 
l&tbzflom (confortibusj ft* chila5om ''**). — (SS.) i 
organirchc genutiation cnlfpricht dem goth. und fach 
die Avichligden belege Und: hoaO'Ot fpater Av^aHi 



*) Sogar im itiilaN» ToiUi wofür alth. jedenfalls fct« 
bell Avrrdeii muf»* da j^de tjitiucende gemin, atuUi 
WCEfsllL Inzwlfclieu künnl« man U filr ein« compol 
una iiicdt g«miii. anfehen, 

►•) Wenn roiu dai fi dctn pph (pf) und ech »ergleieht 
folgUcti ia «t/aiiflöftv fa würo e» freilich eiwat ÜAl 
all diA blofie % dui^urprccbetr (Jnäbnlicb rchi^inm 
die dici fälle dann« data pf im an* in* and aiuUa 
nur im inLaiic, n bei J, auch titir im inUtit Tmkon 
M«n könnte flcfi tt iüt ^ewifle inlaute (wo entrclucJea 
ahet rr war) i^elaUen lartea, obgleich et N» auch in ia^V 
nicht fchreibc, 

**) Wie tra gr»cli, attinhin (at-tiiihan) iß natdrlich koin^ 
Inination d», wenn in der ruf. fetzung ein ausla^tia 
5» an ein anl^utendei » rührt, ahh. a^tiotian (^itlrab 
«5-3Lali (utenflle); TermiitliUcb liTimilieren ßcli hier ' 
sifchlautep •• fraßt ßch ob in a53iohau, f33a7i od 
«£i.iohin, axxaü? ich mtiihmaCic leuteret« Hier w4ct 
«xioiiau, «zaE falfah« fohreibung. 



tMoekdeutJche confonanten. linguales. 17 i 

^Uoifeii mii -fiafli* irfcaflen (? exiiianitua N. 74,9.) 

n) kiU (fitmarium) krelTo (goblus fliiv.^ kr^lTa 

\ hIFü (tcnipelU*) fcelFo (nip'es) fccffon rHolarc*) 

bra). bildurgeii mit -nilTa -nifli, niilTa-» 

m\] giwiif^r (c^rluf) gabiiLn (qniBqniliae) wiilan 

V*) K»g2'* gaftwilToil (diveiforiuiii) hrofles (cqui) 

l(^|moIJ«) bTuire-liir:i5 gl. juii. ryy. kuiles (ufculi) 

^(Ci]Uiuudert:) guITa (inniidalio) gl. jan. 210* 

M {1* trev. und vermutblich noch einige an«. 

listliebiing diefer gemination i{\ doch wiederunt 

n. Daa golh. viAa entfprang ans vitida , ver* 

Einvg aUer ein vifta vorher, \y\e mof^a aus mö- 

ij'i >' Lrwcichc ßch qviC^jan im fubÜ. qvjfl. Dia- 

vf/iie fchickt lieh für das alth. wilfa, 

^Äti einfachea f annimmt» gemination 

%i^ri(»itieb€nde doppelvocal nicht; die formen 

riftiif^t wirken rpäter nach; elia dürfte man dem 

iferglfjchüR. AnVieremahl fcheiiit IF nach dem 

rtocii gin£ wie miru nn (abcn f. 122.) oder pp. U 

* iii,) iu» dem einf. conf. zu entipringcn , z. b. 

'jiQ. rbnuHan ane chuuTan (nord. knofa) und 

kuiTc« machen den nom. hros, kus (wie mannest 

- liit(et iulaut S unterfcheidet üch nrCprung und 

^ nach genao von dem inlautenden 3. der be* 

I ificli fehr oft 35 gefcbrieben vorkommt, vgl. 

i|EcfrO |C<^^^iiSida (confcicntia) wi Ha (fei vi) giwiß^aS 

Mp Einii^e feüene verniirchnngcn wird man den- 

imflDin^fi; jenca ano tri enifprungene wida rechne 

d^biji • d^nn es haftete feß, unhcfkümmert um 

^ de» wUan in wiydn. Aber wiSago (pi'O- 

fr^uega, verwandelt (ich im i iten, iztenjahrh. 

::i (fij fteht N. 9, 16. doch b!o^ in der» hf. 

icuji N. felhCl fchrieb gowifd überall wilSego); 

Ol. hlT. haben die falfche form wiffage. Das 

rgij^a r4:beint mit gnS und gioSan verwandt*). 

Bif [cht n^be Hegendea anderes beifpiel gerecht- 

Hifden Kann? wider die ableitung det nament 

\wm§S O. n. $. 5a. wire, wenn die leiart richtie, nicht 

Mdmaiioo • Töi^dern «fliRiiUiion ft. lüWtS Tu (welches 11* 

. m4. atit beiden kiT. herecftellt ift.) Aehnliohe «llimi- 

tAm th 7* ft6. III. 9» ft. Tu fizzam Cnickt: tarn decenter, 

■l^ntw. füri fo fih zam, oder filr: föCu i5 z«in; 

ftSt tj. fö 13 aam. *- Bei K. 19^ 16 hua339 & 



178 I* althochdcutfche confonanten, lingual 



fler Hcfr<'n aus chatti Qräubt Geh |>raniinatirch der 
faia, daß ans dem t zwar z oder B, nbcr kein f 
auch Tprirbt dt^r INitderdeiurchc nie: hettt^ii, 
fprech*?ii iTiüQe» wenn die ftjriii b^^en, d* i. he SS 
WfiHiih wäre, fini'it^ni überall heff^-n, M'odarcl 
die hü*bd. fthreihniig und ani»rprÄCh?' heffeii b* 
>vird. Das cha'ji, ;^3tfroi •J , römifch*?r fchrifi 
>%viirde (wie da« piMh, Hv^tts, «riiJa ; allb. fcaa, 
^xniltelh. fcaU, etzr^le) fogar ha»i (wenn man ftarli 
xugibt) miticlh, heixe erfordern , ftaU welfhcs bei 
hellen (rrhw:?ch' ^-orkomnii (Nfb. 7»7. 'Wt» dl« 
der nainchn. hf. ein mtfaver^äiidiiirs vfiransrncl). 
in die nachh/^rfrliaft der chaiü feizt Tic, einen 
geriv t vielleicht jenen verwandten Oamm« die cb* 
bei Slrabo ;j(;KTfoyayci, bei Velkjus .ittiisrii ^tfchr 
Hier wäre alfo * wenn dr» Tue* Icfart r icbiig lO 
Seh glanbe» frühe verwechf'^lung Ae§ t mit deoi 
es kommt hin^u , i\dß noch im St^^n jührh. die 
ann»len d»-r terra hjmuarinrüm » hatnarioruro , hi 
Twin pedeiiken, wobei die Variante hassnartorni 
Nur fcbeint es frir ünerilircb diefe «haitnarri mi 
chaui und gar den fpateren ha(Ti für eins oder für 
verbunden zn hatten •♦*), Der name chatti ftcbi 
let'^t bei Sidnn. apcdl. 7, ^88 und Greg. tnr. 2, <^. 
;hier aus SulpitiDs AJex. fchöpft; cod. corbej. lieft 
die einige jihrh. nachher anftrrienden hafli, hriTi 
fonest überail fo f ) , nirgends h<i55ii he^Si gefehl 
fillen zwar geogtaphifch mit jenen beinahe sufn^ 



*^ MAitUcum i^ niich Picvl. iimurtmiyß angcnoxnnieR t 
foii hü. jaättmkc» ? hei Tac. hciCit der uri mAuiiia| 
«in rljatlifctirs Tolk maitiAci kccint er. Dicf« ni 
dt^n keitic llcljere «nwendnng aiii beutige Mit &t 
tiifiieti catumcr, riiuald« braucht chatti« cattl Hfl 
virindt sTi (Kjn. Der flbergang dei el in It iß M 
hfT tercD felbli cliacti f. cliatti. 

**) Ann» petaT. tiliati. fontanelL meirnf* fulel«oC« aila 

7»5 (Boiicjiut Jl. 64t, 6<\z, 659, 675, 68ft.) 
***) Entrchcidi'tid dA»«pen fpricht * dofi iti den tnnah 
•ut dArnfflb^n bliu die liA53<)aru Cid a. 715.) an« 
(ad ann- 71^^ vorkommen» 

f) Bie ßellen hüt Wenk 2, igi. igS. tgS* ^Oi. S95. 9 
£4* <«:* b«"!!! liL ein aUb. ^ii'gbarer niannfti«nie .- tu 
r'54i* 54s» Bieil 11*^29. luUüt. Neug, n^ 114. etc. ohn 
fpl von öern ebäiifalli lauftgen hetti. hetlOj Uattio a 
hetzt yerfchiedeii. 



li tiämitdmifche ccH/onaneen, linguaUs. 173 



tekwti» Ptner vdlJigen identiiHt bpf<f<^r bl^iht 
# iDM^inJinJergcreuieii fcbvvierigt^eit in den 
\ mtngclb^ft. — 

\i$S in eintfiett formen (iri^o^ tretan) der or- 

nd forlaiuert und nicht in zr iibcrgc*hri 

lit4^i ^^ indero (tragan, triul^an tftc.) enu 

fh <JffKi poih, «fr. TU dem goth. Jt^ gleicli 

»fiftj — l>R bei O. ft. der beiden tr (.Iretaii 

?■}. DU dt$g\. (l, m. (duala) bei .indi^rtt aber 

idcitiriti , .hto««j> — THÜ\ bei O, (ihuiDgait,. 

j : bei J. dbo , dhuin^Jin) — 

U lt. ilci gotb» iv (zuival« suic eic) 

\ Acs goih* ^v •;. Alle verfchiedeo» 

ilictirn tu tu, du. tha. zu, ergeben iicb stus der 

llmf drr üinficheii lingualee ; da/7 man nirhi dui 

verwechfelo dürfe, wurde oben f, ni. bemeikr. 

cbe fnlcbcfr lingualanlaule muß einigen tnund« 

^jefebienen baten« da Üc wohl einen vucal 

^chieben. vgl, oben T 141, über zaw ^ zaw, 

lieh die gL ker, lerawid (mtnitatur) thowa* 

Oder r^tir einea früheren unzn lammen* 

cnftande«? davon bei dar wortbllduivg. — 

fÄ. %V ; es fragt fich : ob der fai iCelaut rehi umllj 
j^(L? Vorbin f. 129. if4.%vurde gezeigt, da"^ 
Verbindung fp. ß. die organ. ten. erhallen 
io fpb. r«. gewandelt habe« ein gleichea moy? 
ileii vom afib. (k oder fc behauptet werden, 
den hier fr tibc fp oren dea fch^ ftatt » nümlicb bei 
— I «• Bt ei undT Tchreibt e» fchon J. (|8?, 
ii,iio,s6c, nndarfcheit 408. fcheinit; dcsgl, hu 
1(2« 170, J74. igi, fleifcbee, lleirche, 382. 
!90. JOS. hebfÄifebin ^87. irrabllifchin) nnd 
liefen teilen fc^ welche« dagegen, fobatd andere 
[oder confanjinien folgen, oder im aualaul, un» 
**> beAeht (vgl. fcailan, fcama, fcaft, fcoldi» 



^ 2fri«6«l ifk no^h tii^ht ulib. fondem fpAcer tui dem itaL 
HpoU tinef fdhrt; do deutfche wort iH Uuch; Turro 
{e«p«) |;C joji« iS4* C<b«iiii füDß unbekianl. 

isiltin^n; §73 fchmtriu und 391 LimiUrdiun , Wf>- 
lllbt b«ii«r« biffiihfcuu »uf dei leiben Toite und rc«m» 
eliltaai küum« num «ia fctiwuik«A sug«b«tu 



^// K:/ ^?^ 



^Hilii^s 



174 I- nhhöchäeuifche confofwnien. thiguü 

Eeuldrom, fcoof, rcribanp i6g. himillttM^ 40^ firtrc, t| 
ifilkircuinia« ^Hi. ilcircUh , Kli6, mBniiitcmÜä 
lifciui). Bei K. O. T, *) wnürJe man Her*;l. 
fliehen, ni»{;frf gehet fchwanUen die gl; 
aug. M9* fchirrii (fadii) iiy*' tchtfriD , tzi 
prrcatio) aber »24^* fceiia; 127'' fclieTdn (Itcrtetc, il 
g\, jun, iHi.j'*^'), es gibt leicht noch wetteia I 
doch machen die fc lange die regcl au$; miiatil 
feil (ehtne fcha^ gl. ang^ 120« (chshho (liiigiia 
doc, 253* Tchöpen (radant). Mehr kommt dir 
wj/Ten an, wie c« N. mit fc nnd Jch halL IfT- 
hfl. der ungedrockien werke fand f ii^lifLiller /«j 
ein einzJge^inabU iit&gcmein fce, fce, fcut tifHii 
fthe, fche, fchei eic. Die pfalmen aber zelgefi« 
fchie, fchei, fchi fehr häufig, daneben anch fct* , 
*»tc, gewöhnlich fca, fcu, einigeniahl fcha (rgl, 1^ 
Au& allen diefen, wenn gleich unlieberen fchreil 
iin|/?cn wir nnlcngbar folgern, dayj fich bereira In" 
aljoflen^ h ochd. dcnUm ählern ein übcrganc des fk 
in fek^ man k an n fage n, ei ne a fpir^; ^ 

fe tgt ha t te; he iien g mit~3 em fchc. 
fehle, fehl an, er g riff allmühlig da a 1 
I VfL i tele fich immer w eiter r\r , f^^ rl- j,^ 

I f^h jeden ktilL/^*J^Qlld€T r| 

Anch hiermit hatte e^ leui bcwencten nicht, die 
Jrh wnrde der hochdcnlfcben zunge fo geUnhg, dajj 
fpilterhtn das icine f in den anlauten JL fm. Jn, fm 
fteckte «od in f cbU fchm, fc bn> fchw. , her nach auC 
letzten ftufe» zw*r noch nichTlnTTer fchrifi« abei 
der aucfprache, die ans längiten widerßeheiukii 
///. y^r» y^. yZr in fchp, fchpr. fcht. fchtr wandelte«! 
Ji^nniHch nehmen volksmundarten , nanieninrh 
fchwahifche anch ein in - und auslantendea jchf* uj 
fehl an. Ich habe diefe hift, entwickelnn^^ ^ |^^ jai ' 
^ito gfte zeit dnrchgeii ihr r ,_a^ro^nn i^ der p ^r ^ 
fch feine frühc re_aufftcigencU;_Je[ienbei^3 
' Organifch war die reine und fcharfc auafprache 
feUnta in den fraglichen Verbindungen y/, yw eic 
J[i* h,ai der Deuifche nie gehabt» Sondern c)n.-/&£ 
' 51ave unterfcheidet beide« verwechrelt ße aber 



•^ Diefcr hat cinigentalil Jljjff^ 15, 4, 5, $, andtremthl 
?o, 2, 53. a* (LiiirA^ 

^*} Dtt wuri^lvoeil tiooli iipg«wJf«; i^clt«i«h[ fdi^^t 



^^... 



'JUA 



ihochdeuifehe confonantcn. 

dtff iiichl terniotlier werden, uufer fkr 

fitb auch «ttf ein älteres // , vielauhr icheint 

fprache <i€n fliv. formen fr einen v^ocal zwi 

ifcbieben *) ^ 'n ^"^-V f^ ' fkt etc. lifgt gl«-ich ' 

fei^iSrr ileoi l i^utig und die f ^i ^S» 

Rehen dem iias IKr. eiirrpnitjg^neji fcUt. 

fthl paTj!lcj_; ein ftir die ciymnlüoie nicht 

r U\%. AU reltne, aber fnilic. Innren 

/ tlaif ich jedu ch 'nicht veifchwtig en ; 

jn fciaht (occifio) gl. hrüb. g'i* 

T;ext*i^ »«^*i-M'j g** raonf. 558. (vgl, D^wen, ta 

N. io6, a6, flewi. bebeteargl. aug, 13^* } fclei 

(TelliciTe) gL iiionf. jn, wufiir 544, 47, flei^^n; 

[tfT04) T, cti* M^* "1^^ irgendwo erinnere ich 

jto (iraha), fcleht, gelefcn tu haben. — Z*?ugmf« 

Icbarfe iii»r^irache des f in diefen anlaute 11 den 

tilgen (cheint mir endlich das zuweilen eliiire. 

at&oj?en det k und w au» /A, /«r, v^K ^^L^ 

\\ h real ; fö, goib» fvö (hauli^»fre beirpieleTm 

_^ fc fuf ch odar k merK würdig bei K, ^ < »^ (currjti 

rt»i f* cbur^rn : f nnien beim an gel f, fc, — Übergang 

t/rt in ji nur in fniumo (rtpenie) I\. M. riinrno O. T. 

1 N* — ^on dem dea : ^ in qH_ unten beim qu. -^ 

fa* mi OMilatsiende UbwJ Verbindungen. 

£i ai hier b\oß der foroacn SK SP- ST. zu crwah- 

litB Miue Jp Würde fchon f. 129* befprochen , im- 

p*^ Uofigef errcbrinen^A (über deÜen auitfprache ror- 

I bei drtn anUut fk) nnd 2nmah1 /7. ßeifpiele \on Je 

ifct efidnnicen auf -ifc, - ifca) alca (cinis) afco (iby- 

j&i») afc (fraiiintia) mafca (macula) hnafc (mollia) 

Iq (tfcoiwi) fafca tfomentum) rafc (rivax) zafkon (ra- 

m fvaikan (tavare) irle(kan (exttngni) dr^fkan (trito- 

it)ifc (pirds) lifc (lüenfa) tifco (alumnne) frifcing 

;^aia) loifkelon (milcerc) frofc (rana) wanfc (defide- 

ijfkifc (caro) eilk^n. Einige pflegen im inlaut di« 

, e tn die med. g nmznlautrn: wafgan» lefgaot 

Uiyttofgan» mnif^uu etc, ßeifpiele %'on ft (au^^er 

MvQfen -it) aflt« gaß, laflar, ra()a, faflo (futniter) 

(■lalua) piH (cortex) ma(l6n (pinguefaccrej paflo 

Ir) n«?ft (nidna) neßiU (fafcia) foeüar. geftar. geift, 

.i], folleift* gneiClo (rciniilla) mxd^ iift» bid, 1% 

L frofi (g<:la) roß (aerogo) lud, binft, »cbud, gi- 



/ 



M. 



fSz*^, 



(b«rM) (nbio (filabar) ftb ((«tb«) «t«. 



'1'/$ I. althochdtutfchc confonanten, gull 

lußi (inßfiimentani) eidbiif^ (liirarnentum) 
barie«) tt^ft, oftar. loft (cralien)a) fiift (pugniit) | 
(racrificluiij), ^CTie foitnen w/Z, ///, r/l oben f. 



(K. G. GH, CH. Q. J. H) gytturaUs. 

Hier beflütiget wieder das runen ^Ipbabet eti 
tlge abweicbung von der labial • und lingntloi 
in welchen beiden die äff), pfi und th herautg 
%viiTde; wie aber dem Gofhen der afptrterte I 
mangelt, fo fehlt aupb den alten runen das seid 
für; «•» gab ihrer folglich nor zwei in dicfer reib 
für die fpirms (bagal, granJo) eine für ten. nfii 
ftufamtnen, narh der teu. kann*) benannt, Dil 
innen nnterfchfiden tcn. welche den alren nam 

I (Ift dtef^' tatitbi'zeichnung richrlg? die analogie vu 
Ie;ln erforderte cean) beibehält, von der med. 
nennen letztere gifu (donum , graiia). In den 
jn;inn. runen bleibt diefe med. gibn, Cie und hl 
den keinen zwnfel ; hingegen wird der name i 
afpfriert in rhen und daneben noch ein unierfeli 

F* chai» anfgefiihn. Befriedigenden aufrchln^T vem 
hieniber nicht zn g^^-ben und aus dem dnukelti I 
\vürt«*T nicht zu ratheOt welchos von beiden d 
lind waa diiin das andere bedeute? vielleicht eif 
fufern man etwas auf die äbnlichkeit dea zeichti 
mit dem goth. ^ (qv) geben wollte; das zeichd 

ift ein timgekehrtes rh6n, nämlicli h, wie d^ 
iend auch das nord. kaun ebenfo, daa füchf 

gedreht ^ bezeichnet wird. So viel erhellt« < 

zeichen H, 4» ^ graphifch» vermiithlich alfo it 
Itnt, wo nicht eina Und, doch einander febr tii 
gen* Die alih. fofin dea namens cb6ti (limmti 
%n kjun* äl 

Unabhängig von diefer noch nicht ganz fl 
tcn beßätigung durch das allroählig veränderte 
fyftem lautet der grundf^ilz für die ahh, guttun 
die organirche ten* iß zur afp. geworden, die otg 



•) Di« atitlegting darch tildat» eiter Tclieint bedaaifl 
wähl der dunkele ■üßctf. fpntoh von c^ti dei f« 
brAiidcft erwMÜiiC. Die gow(>htilichB btdeuttiti^ i 
(^•C0r, audax) pAll niobt Li«rli«E und überhati|»t 



l dAochdeukjchB eonförumten. gutturales. 177 

rian^p bfefbt iber noch fehr oft beflefaen (fo 
m^ä. bald ceii. iniit^elnd oder enrbebrhch er- 
lifo flrffigilLborhd. entTprech^n cÄ iintl k Htm 
tfAii g (gerade wie pb und p dt^m grub, p und 
i t dem goih. t und d), Dii T* Ürcug^kb eon- 
cbtiiii^ bedarf, wie ich tn' hrm^hltt i^riiitiart 
iiiediae b, d und g «tt« gleiehrn utfacheii ei- 
gir nichl mehr. Eine bedenteude abweichiiug 
labial * und lingnal Ordnung £Ttiüdet lirb aber 
£, dajff die goiti. rprarhe keinen gufit]iatl«iTC 
Xolglich eine dem ahb 11 ond th par^Uete 
^»tlh. atp. f^bJen muß. In der rpgei fehlt fie 
ifkUcli, fcbfint jedorh an sna hm« weite in f^h vor- 
und die« wire einer der fflipnen fälle, wo man 
Uutordnnng grüj7ere volliländigkett« aU di^r 
leo köniiie* 



unterfochnng bat atifh bter den Tortgen pang 
aen nni n^c^U^tiwt^iren t warum die verwamiluitg 
rA fär eiwas unorganirchei und fpäierea zu 

etnftimmttnj der übrigen roon Har ten » anj^^r 
[> ck A^% ^ fch c n , in der tenoig. Man vergL auch 
wfiffttr calvna, capere , cachinnari, caftus, 
Tt caieer, crux. Corona, capeEla , calix etc. mit 
iiv^rt ebouieii, cbacbaxen, chaii* chsif^ir, char- 
i» ebrosi, cbrona, chapella, cbeiih '^). D«sgloi- 
die inbitte tectum, caüx (calica), aice, pix (pic§) 
ili« rbriib, elab, pebt in welchen allen h für 
lt. 
ifeben von de n Röai ern aufbewahrten joimen 
jwtJich^jniiL£A-^^tcbiedcij_, bei gr, fchrifi-' 
jene« durch A, diefea du^rch % auK^gedrückt. 
Iuibe«<' eaiualdit catamerui^ caviavalda« canni* 
U hefCfniua m%wH} '^*) bncmobanieft c^rieiiOp 



kvteia iltiT« UotTtrfebiebung erweifl licL ati» wdr« 
' «ro dem ttt« c. ein cir^inircLef h. (In aU«n deiTt- 

« fpTAcb*n^ «0twort«tt V|;K ««nnabi«, tilamti«, r«iiit, 
^«m, eipol «to. mit hinuT, biUm, bunt, hincLprta 
«^it« (to der miii*^ ll^e liier dii iUfrlnk, <,A.) und Ta 

t|»| a«f d«r swvtian ifiiftf dem i«t» g- dii deutTche i^r* 

» 4 «1 b#£i^n«» f ^gWcgo» augere iDilt dem goili. ik, 

irf waldnAme; bei Ar^flotcki »«iQ^r. i, j^ ^mU 
F^lcA. iea^vwi. Mit tuift (eu der EDmer seit 



178 !• althoclideutfche cönfonanim. gutturaleSm 

cimbrl (HißßpOi)^ t\te[e$ c muß der goth* and 
baupt der OTgaiiifchen lennia (folglich dem «Itb, 
ciulprt'chcn; mit ücherheit vergleichen lä/n lieh 
das \eizle \ynni cimbcr ift kambar (ßremuift)» \v 
W, Chamber gprchriebcn haben würde. Welchen 
bedeuten aber nun die röm. ch in chatiit chetii 
chamavi, chauci? vgl. Ammiäua rhtmodom^iriuf. 
ren nicht die vier erften rucl^lichtlich ihrer vmi 
fo dunkel, da/( a>an üe küiim xn dtuien wagtJ 
\yürde die Tergleichun^ drr fp^tereii form den bejf 
iiia/7Elab dsirreichen. Es bleiben nur folgende at 
nien übrig >) ch ift in dir-fen flillcn mit c eins^ 
dt'nii vvirklirh hd. c^tti f, chaiii und Strabo xJi 
Dio Ca iL (fleim. 544« v^?.) itJtt/%e« neben 
fchreiben, leiztercr auch (1*04) ^Jep*^'^:; p oc • wa 
mit obigem caria In carlovalda, carietio £ufAmi 
IrilVt. Die Rö mer braucjiten das cA i n bar bai ifc 
iiaro en (Schn.^' v'"^ «c) ]ic fch^v:aUlltl^n felbll i«J 
(aui dem gr. entlehiiUn) w ö r t c r n 2 w i fch e 11 <? ut 
Daa ch in choiioduniariöd ifl gewifa ein organj 
k, denn chonöd bedeutet gt»th. kn^da (gt'titia|~ 
cbnuot. ß) wiU man den Kömern dae» fch« 
Ewifchen c und ch in diefen deutfchen namen n| 
2ur laß legen, foudern die afp« als frhnn damahll 
uiiferer fprache vorhanden gelten h/Fen; fo il|g 
dae freilich nicht wohl stu dem aufgeiicliien grr 
noch zu der annähme, da^ die ten, des UbiaM 
Iinguair>[lems in jener seit luigftrubt befanden 
Andererfeits niuyj erwogen werden, da^ der ml 
der gutt. afp. im goth. eine Arirkliche lücke büi 
die itt3 organ einer andern mundarc aoageftilU 
Ten feyn könnte. Nur nnifte dann jene afp. iiL 
lern vorkommen ♦ Av**lche im goth. oder (achf* 
len» zeigten. Dof feiienheii und fchwieriGUeit 
beifpiele dea ch verhindert aber hier weiter ' 
gen. y) noch eine andere mulbma^ung w l^ 



etwifs harc'\ kann hercyniut tinmdgHck vervfr«D^f fd 
V^L das noTil Utrk« ;duriire) LirJu ^afperii»« - c^uil 
berkja (id.) lieriiiia (durant). ^ 

^ Anch Lncm und CUudi^ti eauci tait der feinlu^u ca - 
(iVItnnett 5,506) vgl ang«lf oeic Cgen^. fnti^tlU) i 
check; wikre »hli, cL^ub, choith, du aber £,Arv£ etwaaj 
dcici, nlimllcU dai heutige kaua (Ctrix) bedeute«» 



L alihüchdeutfche conjonanten* guiturales. ^75 

ilif ht^TMp^ fA in bezifliung «nm h fltliff* Freilich 
\ . nmofUri rh tiir /t 4k, allein die Uö- 

r a r5 uie mit iltiii h in hornumdurj* 

lit «. hetcjfitiit «IC. m«ii miilU «U'ini Aminiaiia 

^4 "M>j.r.,t3 mit übtgrtci x^P*^^ '^''^^ cif IQ > verlrindtii 
woli'ii *), niid «Itr Her icJoiititat di« narnens chitti 
mJ luitt fuiifl eiitgeg<; II (lebende II fchwierigkciteif 
ttW^rcheii* 

I iltb. fiiliun' n ^vechfeln niU t (nHt*f T«) und rÄ ici 

if*"' ' ' ^ r .fiK ^f^i NfiJg* %'. cjidtloh und ch^da« 

b!!: ^ tfi ci»»c eabilaiit tife, chadbedo im cofi^. 

ldi;iui , 1.^21. (%'om J4ihr7>7) «eigt , dayl cbatnhi^ 

litt r4^np*t<tini wurde* llel Grrg» mr, [inde ich dia 

Cf- t^n. aiugedriicki in Ciriulfud (7i nO WO- 

. HCL gilUos 4, f t, charibcrtus 4, u chafimerg^ai ; 

|k aii4<Yii hAt er daa fränK. ch fiir /t (woiron untrn). 

I bei dem lippfn - und xungeffl^nr erhiolt (ich <lie alt<* 
^fm iD den v*frbindut>|£i'n fj»* 0, ht, h, tr; auf gleiehö 
\vfiit^ f^^ diich mit frubrn übergangen in frhy wovon 
ftethUiit 171*) hei deno fg^bandeli worden ift, — Aber in 
[in ßriiitciiüon eck (zr Uk) darf da» eifte ^ fiir einii 

SWtiidni i^oth^vrridigen übern fl der alten tcn. gelten^ 
!i fhrh fo onrno/jHch würe, wie phph und iftf; pph 
Upf) and lil (U) hingegen eintteten, 

, d(>erj!itaj>t h«t Heb dfe afp. r/: keinen fo durcbgrei- 
iideo einging zn verrchiiVen gewull , al« t nud ph^ 
im IQ« ntid au^UiK *jR da» Organ. A faß iiberall 
bringt worden, aber aua dem anlaut nqr in^ tien 
T^i^jtahh. tjutUon (namenr)ich K. und N.) w.cJcJxc ^ 
,dcr roed, g gebtauchen. Die nieiften iibrig^n^ be- 
ein def mrdia und dae» alte k Im aqlaiiti ja dies 
h im miuelb. tind uh reg<«l, feßgefetzt, welches 
conreqnenA der latitvertheilting beträcbtltrh, Fcha- 
tu D' ' '1 i! f and z llihi^x^ un 

nri l im i n- und ans* 

ij^ So lernt rpaii 
goih. kann, luiiu, 



I DU« ▼ef»ti1i*f»t* mich oben f. g7* diemfci mit lult sii tet» 
.^f„i.-™, ,.^K tu. hl- t'i*- --t^ tliif* Uif> Hiebt wi« fridbo 

770. :e*C**"^*^** ftl.'Jfe*"-*'*) 

^. ^,„_.: :^ -,.L,_ U-^ment) vretcbei mt-'Liie öf»ii- 

nioltii fitJlflfeilir CLioduuB» «orreption d«» oha* bt« 

M a 



igo h althochdeutjche conjonantai. gutturales, 

mik, vakati bald in iinf^^r kann, knie, hatd tn mti 
'warhen ubeTfetii ^v<*rf]en muß; wie gr*naiier im lh| 
gen allh. rhan» chniii, wachan! freilirh trith f. m 
Das nähere wird die einzelne unterlnchung der k 
laore ergeben, i — 

(K, C.) was vorerft diefe beiden buchdaben für tn 
und denfelben latU betrifft , fo fchoim hier ein cinb 
lieber ii* frtlo/? v^rliauden. W^lchea s' ichen deulfc! 
f«=v, läßt fich fchwei fagen, eigenilicb ift jedes siü 
difcb , denn mit der allen rnnc (kann, kon) 
keine?, DtT Gnthe wählte (lau ihrtr daa gr, m * 
gelTarhre gewifa tchnn im 6ten i'ahrh. daa lai. c, 
tnahts brachte diefe« keine nnlVcherhpit der inafp 
wtil ce» ci iinbcdeiikhrh für ke» ki galt; die etden i| 
denkmähler bedienen fich beider btich(taben. Ali 
vcrf<dg die autTprache ae» »i eindrang, Avnrde das r 
e und i zur bezt'ichnung der kehltcnuia untati- 
wie wir gef* hii feibft für den zifcblaut gebrac ■ 
lieh ke« ki nrtihwendig. Vor andern vocaleu ala c 
i galten nun k und c nebeneinander mit gleicher 
deutnng fort, aber eoibehr^n_J^ä ^t fich letzterea d 
nicht» weil es xur bi ldung der afp , ch und d _ 
ti jjn dient , VVill man ktin einfachea c, fo miij 
auch kh Fiir ch und kk für ek fchreiben. Leizt 
felbfl im nard. bräuchlich. Die hff. variiren ohne 
Der Gnthe konnte allerdinga mit feinem k ausr^i 
weil ihm die aJp. fehlte; ein eignes seichen für 
gb?ich dem f und |i, wäre daa vorziiglichfte, — Die 
dentung der altb* ten, ift nach den mundarten fehr 
fchit'dfn. 

ij ßrtMighochd, quellen namentlich K, verleugnen \ 
ßnn dea gnih günztich (die verbindnug A, auch 
nige fremde Wörter abgerechnet, wie capttuto, ' 
ttthim) und fetzen es fiir das goth. g, als: kepa 
tinm) cki (difciplina, terror) makan (\^alere) m; 
(multnm) keifk (fpiritup) cot(Deija) *) ciiat(bnniii) " 
Uhhi (gloria) kjro fn, pr gero) etc Dazwifcheu 
g gleichbedente^id noch gern im inlaut gebrauchl, 
Ug4, kangan, üunga etc. lieber ala taka, kankan» ila 



*y K, fefireibt nU kotp Reu eoi wnrittt teb k»inen fol 
filr die verreliiedene auifprache des k iiod o macht , 
fe*^''* • ^*!l_ ßi§ fchfcj b u n^ o jilte r^ f«y l- ^ » • 1 0*#a 
dem li€iii^9n oanam^t« ueuarung Jäa k nichl 

wagt«. 



^^ 



L aUhmhdiutJche cänfonmtltm gutturales* igi 

-wii roweilen auch Bebt. AnlaiH eod findet 6c h g für 

Ijjehrg» atitJaoieitd nie : man^ kjim[jl^]TmieH^^ 

dißi^rt iUBJäux JL(cXiiP,jiiljmi^of t in^ ümlauTei «• b. 

fc lo; tak, lages. . N. gebraucht, wie bei 

■ irijic*. In* and anßtautt^iid immer >die med* 

; lag. ttgea; üeng, fiengun« befolgt aber für den 

^Hi milche, mit der tcn. und med. 

_ (üben f. ijo. 158,) z. b. mit koie 

fcam Üeoy löitian gül (Dettm meum); Kähea wandern 

te. aiw WIPO pabca etc. (6^,4.) fo lie hohöft k**!!»«- 

ffflt dinen attjorfro ze gechipfeiltie (*oj<j.); hicraoa 

^.k.ifr rt'tTum ipin des verfa^era mnitn Notker (goth* 

• ?) fchteiben müße, IVlan vgl, eine menge 

bei N^ug. kebaHuda, kerhiU, kiralniär» 

r coSberi eic, 

die ncißeu übrigen, tiameniHcb O, und T. fahren 

lun die alte ten, im anlaute gehen za ta/?en , füJgticii 

mlts c (O. häiiftgr^f jenea, T. «lii-fe«) in tcbreiben, 

in ürt'ii^aUh. quellen immer dem ch begrg. 

t kind , kttnni , kneht, kod, kintni etc. In* 

»inUnieiid ti'^dMi he dicfea k (c) nur bei voran- 

'fi .leoQ couf. [4lf(i in den formen Ik, wA , rA, y"A, 

^ falkei, fcalc, fcalket; ihank, tliankea; mar- 

... «.n.4^ werk, werhea *); fkeidan« flcifk ; pflegen 

b^ tk in- und amtlautend unljcher in fg* zu wan- 

ron nachher] oder in der gemination ck (kk» 

Steht ein (langer oder kurzer) ¥Ocal vor- 

iir*(0arp]rieren ße gleich den ßrengalth. denkmählern. 

, hat folgende eigenthitnilichkeit: die (Hets c, nie k 
Vbfiebene) len, vertrUi ihm z%var» wie bei K. die 
li^ed, , aber bloy? im au.<^Iaut (drnoc, fenc, mac, 
foanac, einte, heilac etc.) fugar die goth. ten. 



O» rcbtetbc fo, T. w^rct «m diefe leit ift die fyncop« 
il^f iUtrtii (otm iv^rah ^uiich\*dti^ \ N," tut Ür«tig4lih. 
wHxk. Wie wtlrdaft O, «nd T. UMfor milch fclireiben? 
N. ^ewICi mikli, j'^ne entw. milcb. oder milk; docU 
' ' M>i wftbrtchfinlielL nicht, weil im railtilli« milch 
eilt nailk Itatt fitidti. Der Goiht bitte fo p\t jnilki 
i.^>«t tDtlk«ta {i) £41 rebrciben« al» «r fkalk» fetzt; atlein 
im «Uli %v«r fc«tk uralte eonfonaaii^eibitidunp niokt milk« 
för «ir«lohe« mtlub (entTprun^en .«iit miluk) Uti^e galt* 
fp iretkea • moUe muft die zuftfmnietifieliuiig früher er« 
%t gewpfeii ftyn Ana g)«icber tirfacbe fafioi» wir noch 
'iigr«%«^»i walchrr (fius welicher. bw^^Ühber) nicht 
* fl«s dtm goib. breleik» angezgielaeii n^Äie. 



iQft 1. alihochdeutfche confonanten, gidiurales^i 

(in fl>n vrrbindnngpti fc, Ic, iic» al«: firSfc, ffilc* «^ 

datic ; iH'hen werrli } ; jVir^'he Jü lind^iiJam** f€ji%vai 

er g\v 1 fc JvMi _g^ üiudLgh * Für_ die g oth* a i ^ 

(oHm Ö iinti T. h, r.) Xl Izi c jH e »fp- 

ti»bme deu frcmilfii erfiel, CrQx; der ttatne cbri{ 

wild bcfliiiidtg xpB effrhriib«?«) Vgl. thalp , cMfil 
chntidrn , chiiebl, chenncu etc* Von der gtminail 
cc uiiun. — 

(G) aticb dif^fe med. hat nach vcrfchiedenhcit 
gnelkti niiteTfchifdene bedeiiiimg 

j) 15 den flrcii^alih. entCprlcht fie a) der ilt^n 
aber, wie vorbiti gezeigi worden, f< hen oder fehl 
l^end, ihn \vccbf<;l mit k. — b) dem goih. j (woH 

z) bei O, und T, befiehl g völlig im finne der al 
nicd., an* in^ und auslautend (p6ba, cgf» ifiSjj 
manag, gm itc) ; ja fie steigt fich in und aus- (iif„^ 
an ) lauffid •) unnr^anifrh [\att der all*n teii. in dar 
form y^ (v^l. HTg, ilifg. tlvtfg, dafga « tafinifu, f- 

ihffgof, wafgan, mif^aii, ziiifgen etc.) Dirffa f^ 
in hu nein zuifchcn fc und fch (oben f. I7v) ^^ 

5) J. bedient fich dea g nur im an- und jnlaut" 
im auflüiit^ wo er c dafiir hat) ftbwanbt aber tn 
den fällen zwifchen g utid ßh^ von wckhein foglcl 
gehandelt 'werden fi»IL B^ifpielf der reinen tm 
iind: got : giirdtl, gomo * gcron ; dagtl, roriif:4go. a 
b^rge, tUigun , bringa, bringi.la, hcih^gan etc, **J. 

f%t2ff. (QU) ^*^*<''' ^^^ ^'^^ '^^^^ ^'"^ ^' ""*^ ^^' i^n. (gUJ 
anxntrellVn , rownhl ani^ntend [^beift , gheizlliuu, fM 
flar, gh^ban, ghibi?, ^hcrliJan nnd die vor partiket ghi - *i 
ala inlautend (blghin« meghin» tueghinesi wanegb' 

•| An8P*hmsvrtifr mdjiitPDd jn heTifguf fi»tt l]eri>fc«f'( 
12. 42. Yfo "SiMtt ilia ziiUtnffi«tiftsuuMg iiueo iuUui 
wirkt« 

I ••) Sonderbar J. g4i. «J^uc^il f. d«iigbl (reoretut). 

*inJuflii»; b«i J. in^r 347 |;LiUiibint Widilt $-<Ö* *=^*i 
bin tin«l r^nlt rib^r«H rAi - Üau ^/^i*« woloüe* chi- i^l 
bAi ^(ileilijfc itt • weil der «t»Uol th bei J. detti ^ 
k cnilpiidu iiiid ntettt iti^lejcli do» ^^mU. |i T-^fn i* 
Criiifcbo berautgeber LäLi«ti aUo iiutct>geiieiid6 in ^H* 
bcneUiigfo, j 




l tkktiiMeiUfchi €Onfönantin, gutturales^ igj 

righiii. beruhe p wegbe, f rächet, fagbeiip 
ip chimenghid I aughiiia, famnun^he, fangberi; 
r, faaghidba, abuJghigher, fpaugh^r, ^Lighi etc.); 
und. Die vorhin angeftibrteii belebe erge- 
deofelben fällen die raine med. t^i^htt bt^rge 
Dicbt aber ileht umgeh ebri ^h in allen 
l; nämlich g j fchf^jnt n ur d»t m gula/jjga . ^. 
^^ _ L u i folgen, kein cawi*^s vor a. ä» o, 6« t'i lit ' 
Ww iQi e« heißt nie: reghoni^dat forafagho, dagha. 
iiü «rgibc Iscb eine unahnlicbkeit des gh mit dem 
ttrckbea ille, vacale binier üch duldet und auch 
dh cntfpricht der guth. afp. ^^ ^h der güih^ 
— dh enlfprichl dem tk anderer alih. quellen, 
nicht dem foriHigen ch *}. Jjinge^en darf^^^ 
Ändern vor dfnft lt^n jiipiif>n vfir alen e> e j__i ^ ei in 
jA rcr «randeben /^ (obrn T 173.) gur f ei te fleU en und 
^ usrü. vor e^ i in die j.üil|iiach e__/r/i , ü b e r t r e l e n d e n 
tffggkichen^ Da daa fran^. ch vor- d, o, n (aus der 
ü. l'u, c cTwai^hD^nd; ebenfall« y^/i auegefprochen wird» 
r icb «wirchen f, ^/i und rZt (das auch die ältcro 
l^^iUixt) «fne analMgie der cntüehimg und ai^^f^f/acbe 
Hl i«rkenoen und felbft die in der uote berührte 
l^^eiujat ftlireibung chi- Aatt ghi - dadurch begreift^»* 
|p ciitiiiib. chennen wird ungeübten Organen in der 
'|i|iricbt fo fcbwer von ghiunan (incipere) gheban 
niCffclietdeii fe^n, als das franz. eher von gtirme, 
m itnen ahh> wärtern bei der afpiration kein 
mit unterlauft. — 

♦*) diefc «"fg entliehe afp, des kehllauii ver* 
^ genioere untcrruchuug 

mdmü. welcher fti^t« ch^ nie hh gcfchrieben wird, 
rill a) in ^tr fcgel die gnth^iea,^ doch nur bei 
,N. und in andern ftrengalth« denkmählem; 0,_T, 
Ji ge&t stcn ihn n i cht^ jo _yven ig a j f j^iaa . neub^ > d a- 
icb feine anifprache cur in mundarten des voiki 



iDic(rr noihnl ich Veit ungeicliiet fctiftlnt mir du indorirolia 
gh victJt Vflltd ic^e fpuc «in^v liulabfturufi'gf t(^u der difl 
ttN^iim itih. f}ti«neti nicliii Wifirii imcf felKü fjer GoLÜ^ 
»itlti, dtJfen iiian|*elnd« gutiuvahfp. ci wäre. 

) Iji« fclir^tbiittg itA wir« buciifUbHch rnn {»Iricher bedeu* 
^4tt«l£^ ift ab#r ur^ebiäiichLiLhp Ein bcwei« für d^t liü- 
«U^rihujn dc3 ztUiiCQ» g; alt Je aufkatfir düd«tte niiii 




'M 






184 I* aUhochdtutJche cönjonanten, gutiurala 



WCficrfindet. Die frage l^ann blo/7 feyn : ob ch 
und gurgf liiti. wie gt wöhaltch in dttr lietiligen Schi 
oder iia^urllr.h, luch dem bt?grity der arpiration, 
von Chur bis May^MifeM find im berncr oberUnd ( 
der diJiL p. 6z.) hervorsnbrifig<Mi i(l? Irh gl 
Jel'^teti^s, tb'rila \vi*il, fände der iJickere K^hltani 
die ihii bezeichnende fchtfibnng ceh vorknni 
wnrdi-, üe titvlct iirh tbcr nirgend im tnlatit, 
weil th dvm k andtri*r ahb« qiieJIi^n iiiihf'r lie^l 
ancrt;ihli«!h wieder in letzteres libergteng. Auf dei 
dern feile li*'^e fich frrilicb die analo^te von p^n 
fchliigon, welches in der auir^jriidie und Tchrei 
pft iiibrn pk, anlautend vorkimunt ; inzwifcbi 
in der lnbialordnutig ein etwas abweicheiidi s ve\ 
nifs, dd dir attb. anlaut ph zwtfchen drm goib- | 
f (>:i>w4nkt ; auch bat ßch pf im miiielh. uttd i 
erhalten* Behaupten will icb jedoch nicht, dij 
gurgelnde aiufprache eck im anhtite nirgend ein, 
len fey ; mundanen mögen fie gihahf hab^n ^]\ 
unfere qnellcn führen nicht iiüihw» iidig darauf hl 

hj^urhlani, gewif5 fchon feit dem 6. Jahrb.; Greg; 
di*? Ftäiik! «ionc. und andere mktinrlen jener sei 
währen eigeiinamen , wie fulgnide : cheiiliuiSt 
herlus* chtldericn», childf^runa , chilpericu». eiii 
vca«, chloderfcne, cbtothjirhif, chiotrulnda« ehrt 
chrdctJS , chroiildid» chrudegai ins, lighi cht 
chardarietta , chaleiricu^, cba^nt^iildfiSr chaduUun 
welche den aJemannircheH tonnen: hedin , hi| 
helfi-« hhii-t hr^imm-, hruod-, heim « halid . 
iifi, had-t begegnen. So fchreihi Greg, lur» 
für hniti . und dc^t alcni, König hniob ^?) nein 
chf6cui»; im fal. gefetÄ bedeutet r hnnnas ohne % 
hunderte **). Dicfes ch fiir h nimmt • welche; 



^} Ein hin atiiziirprecliendcr 1»uC bleibt itt Aren^»lili. i 
jed^m f«ll. daher auch die eitircli^Nuiig einet ^oc4 
die terbindtingeti el4. cUii. ehr« x, b. cü^uelii et. 
5^6 406, 410 fi. cliuiSflit um) Ichou Amniiar ft chou6S 
a, ohnödnaur. und iti den ciMrciL g«t6ri^^iit, vgl. 
ri4>*<75* db«r ähidiche ein ri;U« hangen zwifcbvit iw. 
fvr. ihr» 

*^J Und tbr^(^ tit. 74« br^ (oada^er); chteneciü.U tt 
firher uiolit: Erfiiiei krim. — 111,64. ^7* wecbtcln 
bfl. r«)bft £vviicbcii cbituena» haiowcm; cb«i?iübiii 
nad hocburgum* 



iMnUeuifche eonfonanten, gutturalesm 185 

^{clionolNa r* i77. bemerkte, mehr %u dem bt, r in 

>(vi^iaft>i wie cenlnm p cinnebis etc, alt daa durch 

iU# ii)-ri{rn df atrrh. mnndarten verbteEtet^ h^ weh 

(mdiUfii ein gleicbei aller ziif^^flandeti werden 

, weil Ci die goih und die fnihHen TpureTi dcfr 

iimndiTten zeigen. Auch pJleg'**« mifTänkifcbo 

da» rh fränkifchfr eigennanii'n in h aitf- 

ii. MiTCelJ, Cornea fchreibt: hlotarina, hil- 

I, hraiDiios^ SoyigJ ift MImt^ d^ß ditfca ah- 

'LPai L-dem (ans der^ Un> fnlf^nirtg i ndfii > ga- 

c/t keine g^rtieinr€ha fj_h a tj ve r m uth I i c b_ 

fchwachrr_ amgr^Cpiodiei) jyyg rdrn iß^. 

verUcrri? H\h bei detn mangcl fpäierer 

denlnähkr zu bcftimmen fr h wer; etn^eliiö 

iiPin haben ea b^baU^ii , andere in c vcrwan- 

Lb. doyiit wefcbea dje Fran^ofen von lo^iis 

In, a)« nb c« zweierlei w5rter wären, — 

i- a ) dem gi;>th. in^j^^ntendc» k enirp richt *pi' 

fm aUen alih . d^nkmahlfm ' die ^rp- T ^t Jlirht 

gj Kj ond^ Nj^fündtf m (wenn vpral vqriUFgehi} 

!gtJL"» d T^_v gl. faeha, br£fchan, wec^ba, michiU 

<ii pincban (mitui), fnichan, puoche eic. So 

["^"»1 lieh bft N. überalt und im fpätereti miltelb. 

Cf«lnrbni. Die früheren ahh. t|i3ellrfi kennen die- 
N* ff^Hbtifig, braDcbcn fie aber nicht auefchlie^- 
j W fuufffn daneben fad büntiger dae peminiene h, 
J^ *'«b, njphbo i cymba) hrehban« wbbha, mthhil etc. 
Mu?lnt_etwaj milder., als ch apimufprcchtüli 
liffpringl Aiia dt m aualatit h [flatt ch)* der 
(rrrml ^i^miinetE (wie man, mannea; fal, fallea ; 
pui^hbea) und wirklich fnitln fich zuweilen 
>lfi)|iil<rnd daa einfache h gefch rieben: mihll (Ct. 
^f' tumab! nach langen vficaltfii ala : seihan. pau- 
f'j.iiiLin (freg^runtj etc. HanHg aber mti^en c A 
I U völlig stif^mmengefallen feyn, weil iie in den- 
Koeilen binieTeiiiaoder wecbfeJn, z. b. bei H. 
rihba, macb6t und mabhot *). Von den 
j der fcbreibung hh unten bei den gemina- 
— bj geh e n ep nfonanten voianij Jftiat (ich 

fhtm fchwJttkt In «In« drille fcbretbutig heh^t, b, aliobuft* 
li^^*iMt>» w€*icbs fi^Alichtn eio, fljit ichüHT f"*cb«n <*il«c 
^•y«»o, Bhh*ti)fi, wrleb« rtiiieinindet «lU wecbf«!«. Von 
^iMi XU «fC^Fierndcii rch mufi man Jiefe* hcfi wfvhl 
MMra. T.829.3. Kleioli£alU bi^Ucban f. biColian 
l^a. filichar f, fiobcr. 



■11 ' 



iq6 L aUhockätutJcht confünanien. gultun^ 



prhtr /Inner /"J^ fnhi 



imi_ Jn -jii 
die lefli^_ c 

reh {nie i 
welcher i 

.^f/i nxchht^r tu i 

childeberchiu^ 

bfiö, wa« TchrMl liehe vertu'-n^un^ 



g^liiu, II. tu, VI, \yj^^ AtV/J 

nhh, rlih) (lalflit»df*o , ^ 

r> ic-ivUea (fffvi) Idiichii ^h 

uTftlii (ic*l*ur) werches (iiperisjj 

im gto) nur innen, — c\ da> mIiI 

h .. iirh iiiiaiUeiid , all : juecl 

(»eraht. 



mit 
ihaftPii anelaut /i zur jtolpe hat. Ob daa /», wi 
dem jgoth. au.^I^ui A pataU(*litft, ^ine andere* h 
aii^rjifacKe ^t*li)ihi b^lte, aU da« dem ^oih. aus 
ciilfprechcitflr? (t. b, in ioht^gtHh. j^h; innt jo 
juk) wage ich kaum iau «?tii(rheulrn. Nahciet 
beim Ä. Aiv" -'''*"'** f'* -^^ ''^^ biiT wr ' — 

tibejrhati2t il»^ '^^ ^^^' 

Apv in Ich noch J /i uücijjtfij'j tb^ 'ila Ijt^ 
die verbiniuiifien I k^ uk ^ rk_ (w« khe tu flu 1 h 
bcT^ommen. und nnfolgcrirhiig von dvu nbr»|; 
lauten ih, brali etc. abfE^chen). SMrng4l |h. irii 
dclleii lch^ch^rdi_Mu^h\Jh^i^ nh . rhi ei nT^alcbTl 
gidaticb • werch « rinch (prucer) i^tc. doch imd iBi 
hierher hörig«^ würtcr norli niizufammf ngezügen« 
werah, ftarah (forn») und dann flcbi h aiislatil 
(f, die vorhin gemischte aniueiKung f. i8i.) iaöcb ft 
lci2_jJl_die fcbreibiin^ ch im iu flli»al nach ? 
K. i6« werach (l, wcrah, 

(J) die hlT, zeichnen diefcn conf. gar nicht, ^ 
goth. , von dem voral i an«; ich fteile hideilen 
denhlich daa j wirdirr her, da an i-ineni jederael 
der lebendigen atifefpiarhe vorhanden gewcfV-npo u 
fchied fchon darum nicht 211 awerfehi iß» weil j (1 
aber i) aphürcfe imd iyncope trteidet. auch In g 
tritt, feiner weil ia, io^ iu (nicht aber ja, jo» jn) ( 
In itf, eti veräuden wird. Etwa» gams anilerca il>« 
I und j durch an^ifpr^che nnd überlange lieh felbft 
berühren; ein vnn einem vocat gefalgteD, nnbrt(tti( 
gcfprachenca i wird kaum von dem j zn Uhiidm 
ja man ki n nt e \ für tlnd ca tutii verhtftj^ grvv'ordef 
erklären, da g,^fade in drn diphih. ia, 10, in de? 
auf dem > rn!it und «Inrch die accentnierung ia , iu 



•) (hl N, //i? v^K fcilbea Slilder diil. p. 268, 



% MoMetufelii cwfonanun. gutturales, ig? 



tftffK'Td Ton ia, iü (<*. h. fa, jw) g«t autgcdiückt 
faLi&4.)' l * <ieg i in j l<i/fen üch 

I. /, b. ilai r)i , >unqitam) f*ntrpriiigi i(i9 
ii Kann aiig« «nmmcri w*nden, daß »Uo 
-n iJufkirt» j ffiiherc i g^rw^rcn, z, b, huri'ii 
vmhf^r hö'^jCi* d^'tJttl anf ein nrfp rundliches 
^ I iitch in dtfT itexir»ii «laa inltfutenrle 
t wlrtl/ AnJrrifeh^ find fchoii 
d<*ne beifjitde %'t»fg*'k<>ifimen , ifa^ 
i\(n nnd nMtirhnti enirprungeneii /i? 
ieri*m tUun wieder ein n<»rh iiiiCf<*Ä V- n 
In diefnr hinUcKt iH nitn j : i ,: v {>v); u 
^« f biilarrlining p. h* t. v. o. fcliLiiit die gntliir;ite 
i. plr^Ikl* die nlv-rpSiig<* d^p j in g glpichfn 
V m h. Nirhznwetfcn aber wäre i) WMTiin^ 
I \oral al« f'^tzfe bali» »tigc? 
c analogie der lingnalreibc t. d. 
't goitaratrn k. g. et), h. und frlbll der U- 
t ij, f. V, {enem farallelifmns wiilerfprtclic od«T 
iiutngleiiihcn fey? I^nrz, warum die gnUnrales 
ftf untffUge, niiQ^titli j und h beilueii? Hier* 
Ifh tin nnd da« andere anlvvi>rt<n, was mir 
); drc unterfiichnng ift al)genj«mcr 
ii:b hier au der befon deren beiracli« 
» I umch* 

' r In wenigen wörrern: ja. jamar. jslr. 

r\ J4'f*in (ftrmentt'fcere, fpäier ji^ren) 
jidi (et) }iA\ fJMgtnii) johhalmr» (lorum) 
'^ iil;E*ind, juch^lött {rral|jer*^^ jücbidü {priT- 
Ij vrrcDiitbUrh norh i-fffchiedene ortsnarrien , z. b* 
— fi*» lU-ai*«^) ^*) ja^aba (i[uß zw. HefTen 
♦ hente \i*ß ^;pnaiuii) etc. fremde eigen- 
I ii von felbft. Man merke nuni 
' b_lLJ3L-I^_yor^ und i da>,| ip 
y^ alü; iiwhiin, ^enftr, getan fchreiben, fo- 
r In dcnft'lben ^vürtcrn der ab laut a oder i 
Ifprin^t. d<* i znrui-kuehtnen, daher in der conju- 
lioo: gehani ib gihu, gibie. gihit; praet. jah» \d, 
kmi; vgK obenf. i7j. i8j*dieverwandlotigde« fcundg 



Kri 



fi/i^iit h fLlj^>nt allefdingi sUgemeiner ili f und ▼ 
iichdritij^tn. Aiikommen wird ci 
^ lutrg lieft verhäiiDille» zwifcbezi ib 
, ; |ilt uttti bii (v;; ch , ^U iird h{i. 
tticlit iU| tiosdi j#u (pfi«fepe) i 



igg 1. ahhochdeulfche confonmiten. guUm 



in Tch und gh vor denfelben diinnen TOCilen 
r€hreibt fogir giu f t^ju (jam) niid gl. irev. nnd wt\ 

' giechhalm f. jnbhihin. N. hat den urntau t 

«r fetzt jehcn , iihit» jah ele. dafür wirft er Jol 
imer daa j giii^lich ab. 

j) iulautand gebnliti ein j den älteren flexionse 
die es bald herniih aiiaßo^en« z. b, fru^iju ^prae 
gT55|ti *) • nenni-ii» honen, alle zweiiilbig 
%vie fruagu, groogUt n^nngen auszuTprecbei 
gro^iip nennen; von jeder diefer flexi onen am' 
figen ort das weiierc. Die wirlilLche fchr^ibi 
ftndu ich im pK c^^igir (ova) vom fg. ei» oliW 
ejjir. oder vielnuihr ejir, ajir, da man im golh, I 
die ganze form erweirticb wäre) ein ai , pl* ajfa 
im gen. Tg, ajis mnthniayjen dürfte. Andere bei 
Vigid6n'(at'niubri) gl, monf* ^49. 365. f, fiiidon;' — 
geiido (falvainr) gl. ktr* — frtger ( ingenuiia) J 
Nach ina raitirth. begegnet mau hin und wieJ 
fofnien ferge nanta) vigent (inimicus) meige (maju 
wofür ich docli iui alih. nur ferjo, mejo, ß - am 
fi-ant annehme. Zuweilen ficht ä Üatt des j 
feieo. crippea etc, 

(H) der anlnttt enlfpricht dem goth* h ; da/? ihl 
altfrat^k. mnmlart zu ch lUfgere » \vnrde vorhin t 
bemerkt; von den v^rbindnngen hL hr, hw unten' 
Der ittlaut kommt 1) mit dem gntb* h nbert'in undf 
den eine mitde nusfpracbe, ala : aha, Hahan, fahan, 
2ehan« ft^han. zihan, ziohan» fcuahi, hilban etc. Na^ 
dehnten vocülen pikgt dieft*» k zuweih.n auijetifalkfi 
fila (liroa) früher fihila. fihia; gl. hrab. 9^%*' fi ^ 
mat) gl. Bor. 983^ fogar figila {Hma}; bihil (" 



*) Vß.1. oben r. 103. 109; ob ibi«, fiu, drin C»*)^ 

drfti? oder tLijii , lijii, drijti xu fchretbcct rcy? u 
pronomeut ' 

**) Die tiei^un^, eitien img^lidrigen tnliut h lieriprittlic 
oder ein iiiUutard«»» h hcnusiiircliicben « wi*« wir' 
Fritizofaiii wenn fie deutklii» worier aiiifprccfiffo , 
nehmj^ji; fi'^det ücIj i^wtileti 111 fllk. lifT; ä, b, 
rteht Ji4ubi){!im T. aLchutiim; gL jiin, 174, halii^i»! 
• bronter; e^büta^üier f. gauu»öfer; igi^ 139* Ui\ 
•buhi; liiBucr f. ibtiMr; tg^. MUhun f. ««ahitti; 
be^Ui^er, Letflnd« f £]ialti|^er, cbiUida ete. ; bN^fte fr 
r«hlc( Hnd dat nicht, Toiid^rn iinwiUk&rlioU dnu! 
auifpiache «ntrpriiigtnd« usafftsyiigin* 



hdeui/che confonanun. ^uiiurales. ig) 



rdof. ^^?'; Hih?» (forfar) ibid» ^%\^ TpSter clia; fdl^m 

Ek; iii)d To fcheint mdlial (rermo, cüI* 

, ^ r-^^b ems mit am\ (lignum, temptii), 

|oifo. mel uitd nufd. mki ergibt, obgleich Trhan 

tk d«iu brgriif** rtäcli in^ba] iiu«! muJ unierfchie* 

len wtrdcij •). Nach knrzeii vucalen gemniieTi e< xn- 

rd ZQ cht vgl* gl moiir 404. )jbh;iii (ri- * 

, doch i(V dies feiten und tadelb^ft, — 

, Aebt fotglkh für dis a|ih. c/t; bei> 

) (failx) fteibau (ri^rmm) eihtlä (gUn- 

llle dtete Wörter fcb wanken abtr batrt in cht 

hh und htidc leuiere fchreibungen, w* Jche die 

tn Tind, verdienen den vor^ug, weif lie ficb 

i).^enannien h genauer fcheiden **), — 

V. cn Äi. Ar. L ontt^n. Der an flaut h zer* 

in xwei cbenwohl rerfrhicdene faiite 

Jl_jflllXgticht er_in: tah (Tahv) f-ilah (falh) 

fmi) Wibh (ilalui) duerah f[>vairbi) fljh (pi^rcufc) 

i4e) joh (jab) ihoh (baüb) noh (na üb) thuruh 

iiAh (n^bv) l^b (lathv) zeh (taib) th^h (|>ab) Uh 

(leih) fldh {|>l4Üh| z^ib (laüb) b6h (hauh») 

fliiih (tlinh) «iuh (liub) buoh fclamor) fcnoh 

tKk_tn:,brab (brak) rah (vrak) fprali 

l>ah (rivua) tah (lectam) flnrah (cico- 

Wcfib (opöi) fliiTah (forti«) potah (corpiuj eJah (aice) 

rli (<(nfeiii«) peh (ptxj pleb (laoiina) irh (Hcua tl.) 

<<»h. mifi, 6h. nnßh. iuwib. eSih (acetnin) Tprih 

bfib (brlk) plib (fnfgurl joh fjuk) loh (forafnen) 

^ ifj fcab (lalTocininm) füb (repe) ftr ih, wih (vicua) 

lelih. gilib. cih (quercus) auh (aiik) lanh (aUfnm) 

imas) chauh (bubo) gatih (cnculua) lauh (clauUt) 

[l^rucua) puoh (über) daah (pannoa). — 

di^fen belegen folgt, da/? eine mifchnng zweier 

^e^t•T h •« den in - und ausJaiiic^n flaltftndet. 

miucUi. hebt fie Qch ftwar gro/7etitbeila auf, d. 






1 Ef Niifrche^beo wird h in freiTide« eigennimen (oben f. T"»"^* 
nti« i«b K. 45« diiruriigubc (^i«tiige»i) ft, duTufti- 
s ie tneh fnnh etutndcn «ic Aotb bymti- noci. ij, 

fSoJhiJ t»wi n«h kuricii vocaUn ftÄ, fi*oU lingeti ft fclireT- 
Wn^ ifffe 35 ntcb jenen. 3 ft«ch diefcn? »IT» tfi.hmv «bei 
atiltbil f 5utlte mcti nberall den intaui /iA im Hf«i>4;»Ulu 
dnrelifAhr«!! ? vgL oben f. 164. dbcx «Ije tiiaWgie dr» 



ufoULiim« 



V 



igo I. alilwchdeuifche confonanten. guttural 



h iVte ai3f der trn. h abßammen'Jen h nehmen 
fchfi^ibutig rft ait Incvvitcben wage ich weder 
hiii^t«*n , *i*ß im »llti. ilerglcicben fclireibou^ ai 
t^i bpitlr* /t %'errcbietlene aosritracbe gt*btbt bitten* 
critif^be cinfiibiung dei r/i überall, wo b d«i fi 
k %^ftritt, aiixaratben 

jj w* il Ikb zwar intsnrend ch für das zweite h» 
aber jtrisl;:nt<5nrl g^-fcbrit beii Üiid<:t; gerade die 
tinide gt minatioii hk erltlärt ücb nor aut dem i 

* teni gf fch rieben eiJ A 

a) v^ giL'"^ tiij tttlh ^ viele, im nfflb- m 3 nebe h 
ÄLLJii-xk^Ci^li [fl ' b ftw eiier anJLjJ 
z. b. beben (ridere « wtlrbes auf luaiirt»« », 
reimt, wäbrnid tirrprütigtieb j<iiem b« diefeit 
buhlte. Ferner: facb (vidil) geftach (accidUj bo 
(]iilln) gäch (rnbiio) näcb (poft) dlecb (fiinnr) U 
(chicru») durcb (per) verch (vira twerrh, hOch ( 
uiid die verbalfoimea: lloch , zorb, leeh. ztrh, 
Dnd d\i* Partikeln nocb, docb. Inlautend p&^i 
nrganirche h vorzatrctea, als: Qhen , ^xbe (fif 
iKtbi^ti (appropinqnare) fciighi^s • verbcs . tw^fbei 
di^cb nicht überall, wie obigf^t lachen setgi 
nicht blti/? Im anslaiu des imperat. lach hat. 
\viudjg d ie ftn fe n w^i f e^ wiederbt? rj^eHniig iie$ h 
im neub. gellen auch iHe attslatne: lab, gi 
fcbubp Hob, üth etc., hingegen einige, n^meil 
durch, doch, ncich , nach und das aiulantende 
belutten bta aui heute ihr nnurgaiiircbea ehi d 
latb'^n liberal L Stil he bierdtircb die allrricib 
waitdinng des |»ai'jh , nauh in ibob, n^h » da] 
doch, in*ch aiirgekfärt werden? vgl. oben f. 
3 ^1^ weil ft;bori im goih. be ruhrynpen d^»f k titl 
j^reien , %gl, f^irh (per) f>jirk6 (faranien) *); 
thurah . ihiirih \ieT) tiiid %ermuiblich thnrtha 
men) davot» ich bl^^/T die ableitnng tbnrihil (perl] 
kenne, worauf bri aiiefaltendem i diirk^l w" 
Daa goth. äikan (aflirmare) wird im alih. zu 
(die nlihere entwickelung unten bei der con 
aus Taiifkjan entfpriugt vaurbta (ß. vaurkida). 






•) Wenn dis tw%t)t, irou tiiclit aus dem detitfcbeu fiami«i| 
mtif» dit ccluTclie wurzcl der deutr«U«ii varkkwiÜi 

wtfco lejt», 

**!) V^l« wi^cib lind wüik ; milob. jnilcb und iii«lk«a (C ( 



t^dihffAdrui/che cön/onanUn. gutturales, igi 

mäp$ mtijfi ((L nsi|rt»la) und mahr«, wovon nich- 
licf «ß 1 hl* lu_ * rmcn 

jt nraiten teih die nQc b_ >tt 

'^ ^, ~ 1. l-»77-) d4hcr jiicb vcr. 

Ut. <; zeigen » s. b. nahi« , nox 

'/ itifautcii<ler gutttualci. 

d^s k 04ler Ct im fiiine de» goih. kk^ 

. jIs di^ aiib. mnndart nach nbcii 

Ji ifülfachcfa k (für da« gnth, It) 

»♦ fuaikfn ts llcw in Wi wandelt« ein geminiertet 

übtf ilkr >" ' r-^rfic ividcrftcht. Dafnr begegnen 

|.w«fßj cii_! [ cn rchj^ ja bei Tülchen, die daa 

lifchf k iuj ^iiiiiiite dtildtf'n, ub^leich De ea jnlaii- 

\kch wandeln, im tall der gemiiiation. tiem_ülieii 

Ferner: ftren^alib. qiii?lJen» die inläiUtnd 

cir liii goib* g gebraucUen, können diele« al» 

icren, weiches Ak oder cc für gg fteht 

iL*, rem rrA j^hnzlich nnierfchieden ift, AUe 

riitfeformm milden befonder« betrachtet werden. 

1» ans der gurgel c-ch, wie wenn wir 
«v, -M.r 4ij*itirechen folUeu. beide kehUauie unterfchio- 
[Aii Utt(i ifiifh in einrr ülbe verbunden *), Diefe ftreng- 
^n enlfpricht dem ^otb, kk in fakkau 
icbe, wie llf (u) dem goth. tt enlfpricht 
pb dem gütb. [»p entfprecben würde, käme leiz* 
tminAiiüU übeThanpl vor. Vermniblich gab es 
if«f« golh. tr, pp, kk, ala wir jecut belegen können; 
n aber grnügte dem Gothi n in den meiften fäl* 
i lyo im alth, %*erJoppcll wird, der einfache laut* 
• n nnd vrranla^ffufigen zu dem cch Gni 
cbe ich bei allen andern gctninaüonen 
krt hmb^ nämlich vorausgehender kurzer vocal *^) 



■) Dfi Miimt der febreibong efbellt «at Grtg. »r»r. q, »3* b«c- 
daipon (paterii>. — Taiiel verdiene aber / '^ wio 

^U n*f't*( 415. tübcht (mimt}; ^c/* wir« ift i«- 

~* it foUcii, illein in ilcti ^l. k«r. habt igU nakcliiiC 

It rfundeu; fcytcbcer fcbeini ckh , g!, doc, üog» 

^) Fr^fcrhjift ßl. j^n, ftsi, ricebin (punircnt) th r*\hhia tind 
rehleroAÜei 2S2. rioccbi (piocere») tt- rineb^ OiUr 



«.^ ji^ l4 tt^ €4ihut^ 144^%/^m^^ ^f^^ ^/ 



//, 




igt L aUhochdeutfche confonanUn. giUlu 



i 



und n^chfolgemlet i d(?r fibleitung, daher c« 
derivatJs einfiinK I « deren dämme ein h\o/1 
%, h. räblian (rKp' llere) reccho (cxpnirnt, Iru 
fiebhaii (puiigcrc) fteccho (fude») fablia (caura), 
(rixa); dih (d. L djcb, tcctum) decchi (tegmei 
läßt bei attiieru anf dte form uiuergefcatigoner 
raib^n. Praclifcbe tfg^i zur aufnndnng d«r ^Itli 
teil ♦im) eck ift: alle vvo rier,. deren inlau t im ni 
jjichr * ck y cc*_ bj'kn minen cch^^ tlLe ^e do rt j 
k hab eii,^_ bi*k<ijiaiiien ch, Beifpiale; licchei 
nacrbnl (ntuiu») haccba (iinciisj ^riini -laccbd (l 
fitt) diXchi (tcgumep) teccbil (tarxulus) Cecch 
reccbjan (teudere) hrecchjo (cxful) fkcrbo < 
prccbc» (piftor) wecchjan (exciiare) lecehf^a (i 
irfcr<?crbiim (cüicnieTe) hewi - fcreccbjo (loruHa^ 
jati (fraiig;rrti) fiteccho (lionax) qtieccbaB (rivnmj 
(avaniia) fm^crhar (lentii») eccheri (tantmnfnodc 
(cr4l)uei) piiccbes (fulguris) Brlcche^ (laqnei) i 
(df'primer^j irqiiicchjan (vivifieare) üoücho * 
paccbea (caprij chlocch&n (polfire) (lucchi ( 
Cruccbinen (ficcare) druccbjan (prcmere) sncr.b 
pete) juccbjan (fcalpere). — HiiificblJIcb dicfci 
I £ch bemerkp ich noch i) er beftäiigr, gleich 
d i e_jiiKv rga I i \ T ch e b e f fb i flf ^ n h e > t dit^ ahh . chj in 
mtnatton cthi^U (leb die vorfcKTagendelörgaulrch« 
iibrig^'us ift die abwechfeliiog zwifchen hh (i 
rcÄ , gebÄlteo z« dem goth. k und hk^ olVcnl 
vonheil, foiiiU'rn ein n(Hbbehe1f, a) wo ati 
weife hh (ch) Halt crh gcfcb rieben Hebt, inti/J 
ler oder virileicht angenommen werden, tln/j k 
niination (wie fie im poth* häufig um* rbleibt) < 
ten fey. So lä/Jl^ fich J. 184, wrehhan (Im 
rerbifcriigen , 2uniah] bti aiisgcQo^neni i; wt«1 
fpricbt dt-ra goth. vr^kja, während daa üblichere v 
eigenilicb ein goih. vrahkja fordert. Mm rgl, 
400. arwehbn ff. arwerrhjn nnd 368, dhehbidon 
daneben dbecchiclon. In den älteflen denkmählei 
lifo der itjfani hh H. eck erträglicb , in fpätern, 
geminatiun durch gegarigen i(k , tadelti^werth. 
(auch gl. jnn. 180.) fttht ganz richtig achar« 
Tgoth, akrsj; die fpätere Mu^Fpracbe fordert ac€b4t 
fo hai K. kerebhit (porrecin«) dem goth, rak 
fprechendt und erwachen (exciure) *), Eiastci 

*) £. ii«reri UCi aber«U ungcaiiniirta afp.« doch 47b 



^ Mochdiuifehe cünfonanten. gutturales^ 193 



fffhijfiTiV*!! h'!li(? njch »ril ttAd tnundarl *). j) fyjgt 
ipi iJ<»m infini eck Äuftthe? Nach 
2, cIji/? die iitUutrihle gtiii. im aiid- 
iiifine», iniiii fjiUtt. fai> wiirH© ili-r 110 in, 
. .Uiibir f«K Uttlrii» cU über cch kerne ei- 
iiinaiti^u ftiiidem eine ße etfeizcndf compnii- 
1' «uch dtif iioni. faccb, pocch veriht-ifligt 
:ii feil dat analoge zoppb (cirrus^, oder 
(Icitti) El tcheini iiidriltn ein gfftibl des 
hen »nsUdU zuiücl^gebliebcii za fcyn , denn 
ibt im m>m. ukhi jj'irch, fcindeni plig (falgur), 
(fifCns) und rinmabl rogb (tunica), tlfo Vfr- 
luch bg. tücclK'a (cincintms} etc. Alan Tprecbe 
!«• €ch aus* 4) tuancbe Wörter fchwaiik#n 
ßfininntioneu cch (kk) und gg; tiaiiirlich 
4!^ einfachen inlautckiind g fchwankan und 
iro ftrrti^alLb, hSiifig k lautet. Vgl. bei Neti^, 
iBien cccho, e^go, cko, ccko; IV^ccho, frkk'o 
gntbr formtn wären davon: agja und ftjk,a) 
gleich bei cK und gg» 
C KL CK* K») bezeichnet verfchicdenea 

^^^'^rilib. quelle« die Verdoppelung des ^em poih. g 
I l^ tniihin enlfpfichl cc bei 1., kk b» i IS. und 
ii ö#fi O. und T. — B^i^pi« ler factari (rc»gu^, 
^cce) ekka (acle.-J flekko (bomicida) lec- 
Ukke (jaceat) awikki (a\juni, pra^nni) 
r:; hrukki (dorfum) brukka (pont) mnkka 
\M (faUan) flnkki (vnUtiirus) htukan (cogi* 
Dicfcft CC, kk, wird nie, oder npr feliJ<ir- 
***), cch gefchrieben und irc datin erkennbar, t\^ß 
1* gg* «in eneK dg tautet. In wörr^^r«, wo 
qneilen ni'Ch nicht ^enjinieren , tchr^ibeii 
i»4ii cititacb«^ k und fo timiet man bänüg bruhi 
bfom, goih. brugci$?) Inki (fiülax) etc. 
BO. und Tp aurh hin und wieder andern bei'enict 
t^, €k die geroinaiion des organirchen guih. k, 



V ^ 



)ti% lof beul* kihen tlnteltie oberil^otrcli« fwundirten: 

itiktr. I^che« becbe fpiHor) in Atr atvilpmcKf bchalicru 

fj5t Suldei dUL p.651 >n fich fo |:ftln^i wie uu(«r neiilu 

|jt!j*. rtiaeheci; ilie g[emin»Uött erhielt Oiicr cPM^ie tu 

11 W0tt«rn «l#n ck laoi, 

*fl ill aticVaH (oruiiJerO K ftO« fli^ llilt *«Un| 
»c^ivvifi fii«n nicht siililion (•ii^rre> mirobe. 
^ cL hlmL t«^ ilie«b«( i,itit«ffO#iiUe^ I. «iickct (tif«|igatib.) 
- N 



ig4- I* althochdeutjche confonanten. guttural^ 

mhhin entfpTcchend dem (Irengahh eck, %n bi 
dienen an«* vorhin angeführten: fakkes, fti*tku^ 
kut, qnekkes, tbikko (faepe) theckeiu anckel 
auch hier wird piiiigemahl ohne ß^^tninauori bt< 
gelehrieben; %, b. T, fcizi accar, O. aber ikar 
2if- V. 2u?^»i wii?wohl dl« eine bf. das ricl 
icktr dirbietet; ebenfo flehet JV. 7, m6»i6c. \ 
IV. ti»i7. bekifi (patera); T,2oj,4. thckii, ^8,4 
iiger thrkki. Di(*s einfache k fcheint ganz tadi 
weil O. und T. die einfachen inlauiendeu k im« 
eh wandeln; man lefe alfo ungeoiiniert : achai 
ehar oder gomjniert: ackar, wackar und diisfc i 
daiion betläiigen anderwärts die bC; %gL IV* 
wachar. L 19*51* ivtchar: eracbar (antelnctmu 
was vorhin f. *9r, über acbar etc. erinnert wot 
jyjLß die gemin. kk oder ck auaUuteiid xii k ^ 
(fak , bok , rok) verliebt ficb. 

(GG) konitöt nur bei folcben vor, di» inl 
die aUt med. behalten, alfo bei O. T. und sä 
N. (der daneben da» Ilrengaltb, kk gebraucht)., ' 
die vorhin gegebenen: egga« leggen, Üeggo, betn 
(pedirequae) eggo, awiggi, giwiggi (bi%inni) I 
(orare) ligge (jaceat) rugpi, brugga, mugga. luggi» 
huggen. *" Obgleich nun die einfache inlautendl 
bei O. und T, der gotb. völlig entfpricht (dagia, 
auga, ouga); fo hat doch enfere gem. gg nichts in 
gotb. gg, weichet daa nafale ng auädrückt (oben T 
gemein» wie das tUb. dd nichta mit dem gi^th* < 

(HH) hiervon ift fchon oben bei der afp. ch 1 
delt, Diefe gem. findet lieh nur bei J, K. T. 
Kleineren denkmählern, nicht aber bei O und B 
fier» nie im an- und auilaut, auch nicht inbuu 
vorauegehenden conf. (alfo nie Ihh ß. Ich etc.) 
blojj, wenn im itilaut vocale der gewöhnlichen i 
vorhergehen. Sie ift keine wahre, organifcbe | 
Cion, weil Cie fond nicht auf lange vocale (ruahhl 
han« fiuhhan, fprahha) folgen, und in andern 
nicht gänzlich entbehrt werden könnte; anch en 
Oe nicht aus dem reinen h (und ßeht fchon i 
mtxfiex vergleichung sn dem Jl ), fondero laa dem 
tenden h, welche« die ftellc der afp. ch vertrit 
man aber nicht diefeo h dem 5 und hh dem ' 
feite fttllen dürfe? habe ich oben f. 164, aufge 
niid dmch beifpiel« idäutert; auch iLLmmen 



I. akhcyiuifcht canfonanten. guUuraUs, 195 

b, •«• ft 10 leb. neb* rcb» wogegen beide I3. nS, rS; 
III« ok rL nn^uliig liot). Zur i^iiifertmng tier dortigfii 
AWC^ffJ (sutle mnu Jtitiebmeii , d^ß die uiit< rrcheidung 
S«vtfri>eA cb« ^* bb f|iaterbiti Jiiif£> geben Wnrdf^n und 
ilarna fchun früher fcbwatiketid geweftfi}, 6aß bingegiti 
die »iriciico X, Sand 55 itx der fpracbe furtgeblieben 

jr^ tmlMiitmde. Die Verbindung der Uq. I. n, r. mit den 

U benimmt iirh nach dem veihSU« 

I muridüri; K. ftbreibt krimmaS, 

iwm^'6 1 l^IeinaS — Die verbin- 

. ;<^; noch in di:n älteßtm denkruahlern 

j . feit dem «;>tenj»h»h. f aikn_die_ rpi ra m ctn j_b^ 

iK hltiifun* bl« iiar (fr^la) hliodar (fanitu«. 

hUileu ^andWe) hlnhunga (mngiiui) hlöt (pro- 

L rii>) hluiar (|mru»), HN. bnaph (crafer) 

i> > j hiugv^n. hncigjdii. bniafan (iUrnutare)" 

liaaiirmrxjbnnSCniiic) and vt-rrTiulhtich andere mehrt 

aJ«: bnifc (mollii, wovon nartbbaftj bni3 (lena, -dis). 

Bft. brai (rota) nuht-hram (nocticorax) hraban (cor* 

':^ho (gtnluf) hraw^r (crodut) href (ulerns) 

am) hreccho (^pwlfiif) breit jan (eript-re) 

tr) brehi (limpidua) hrcigiro (? ardea) hfind 

(t ^ hrido {?febrife), hrtwa (poeniieniM) hripa 

iwiü .'. btjf (frntex) hrinan (tangere) hriod (carox) 

lirioj ^-uliürus) briudi (fcabie«) broa (equus) hrnffe- 

biftiS (bippetipbof) gi-bru(\it (comptna) bruki (dor- 

^ ' ^ rrj (gVoria) bruod (,fama) bruoren (längere) 

x) bruofan (clamare) bruo55nn (fambnci*) 

Du«i[. i^ti. und lieber manche andere, ich bin 

blii/?igp welcher wnrzei die cigennömen bram- 

r» brxixiben zufalltn, — HU. buer, hua5. huan. 

feie, btiadaS (icidiim) btiarbön. buei5i (Uilicnm) 

(n fbtnntTe) hueU^r (procax) biul (tempna) hni5a5 

.^Die aphiArere diefe» anlautenden h hat der 

gefchidt-t und feine unterfcbiede verwifchr, 

[Vordrm «wifcben bteitar, leitan (dncere); hlahan. 

(?l^hin« vitiiperare); blofan , löfan (libi^rnm); 

Dftt (flemuut) ittuQt (expJorat) brad, hrades, bredir 



i_2uT llb«fSctK fm» teb 4it galttiral -* inimute 1) fiiob 

ih^üm U.>- ...... jtj «ba* dag«. micUil iH^Lgi. 

N 2 



ibickt* 




xoß I* ahhochdeutfche confonanien, gutturaU 

(rot», rciae), redja (ratio), rät (confilium) raio (lol 
hringä (annnlii, rinkä (proceres); brfi. ri» (fi 
huid-in (albnm) wi3an (inipiuare) etc, hörb«r b4 
den. — Ol «^pr ^cvi\ goth. qv parallele alth. hnt fc 
in ftrengalih« iTiiin«ltrten häriere ausTprache zu b 
natürtich weil auch «las einfache k in ck afpir 
alfo wie ckiiu rhu. Die fchrtibutig variiert; bei J. 
der rpiraiil d**m qu hinten zugefügt, 'X. b, qi 
qiibidit, qnbe^laii , qnhonian, qtihami; bei K. 
fcben eing^^fchaliet : qhiiat, qburdii; fnfgt in def 
zel der vucal u ; fo fetzt J, nicht quhu fondefw 
als: churnft. Aus K. sR mir \t^\n beifpiel diefet 
gegenwärtig« rchwerlich flehet qhnu und Avnhl 
cbu i denn fchon fchwankt er zwifcbcn kaqh 
und hachnetan (dictnm). Im gl. jun, C. iindett 
wechfelnd qhu und quh ; vgl. 2h* 24' , 2 M* 244. 249. 
Ändere ahb. quellen fchreiben überall cbn 2. b. 
ebuedan , chueman « chuimii chuiccho, chuirn ( 
N. [ogar tb Hau cbu, ganz die blq/?e afp. z, b, 
cbedan • chad, chiccben, chnmft. Die anlaut 
beibehalten, namentlich O. T. afpirieren auch qu 
fchreiben es aber vor allen vocalen: queman » q 
quami* quicken, quidu, qu^na (uxor) , an/Jer v 
WO es fich , gleich jen#tii quh h\ ch , in k wan 
S6. b. kunft, cum (veni ! ) etc. — ^e zeigt Geh 



moe) etCt doch daneben zuifah etc» ; fo ^inA^ Ich 
gL doc, 24^^ zuirnilein fl. de« üblichen quiri^ 
Sporen folcber Übergänge liefert uns die neuh, fp 
in quetfchen, zvvelfchen; t|uerj zwerch ; quil 
zwitfcbern; ähnliche zwifchen andern lingual- 
gutturaltauten find üben f. i6u angeführt, die atiefpr 
des franz. und engl, ch fällt in den lingualen 
(Cch, ifch) und das flav. fchiwete (krain. fli , böhw 
pohln* oben grh« ekelte z) vergleicht Geh in einz^ 
Wörtern, wie: fhiv (vivna. goth. qvius) oder l 
(uxor, g^>th. qvino) unverkennbar, fo wie dai )a 
' V119 an da» für w Hebende qu (oben f, 159, 
:, erinnert. "' 

2) i// - und auslauteude. 7jn erwähnen rmd hf?r all 
und ht; qv kommt nicht mehr vor, HS, wie im- 
fo, nicht mir dem lat. x gefcbrieben, eine fpur bat 
oxffojöö vYltxfaluiid 5 jö v^arfmofkohfo, webfal, " 






L ükhoddiuifche eonfonanten. gutturales. 197 

^tffkoJ fonA |69 föbt nnd night Texf ftehet; die 
BtbdoUtr rcbr^ibung gleicht feinem zf. und zfT. Dia 
■ iiapeüd)lichll«n beilpiele von hf find : ahfa (axis) 
r^ t^ik (feipuli) waha (ccra) dahs (laxus) laha (cfox) 
' tili (cclter) fiht (capilhis) flaha (linum) wahran 
^mt] wihiwthfo (nervua colli) habra (poplea) 
likkok (rubnervare) Tgha (Fex) ihGl (ftiria) ribfil- 
^ Jfiä^ (morta) wthfila (carafnofi duracinum) dihtila 
ahro (bos) faha (vulpes) lubs (lynx) nohfa 
I}. Die fäcbf. und nord. ausßo^ung dea h 
üch (doch ohne geniination des t) in zgraw&r 
/i rii tiihU») und miß (maibflna); auch ftehet M. 327. 
S ''Fl t bhfneta. Daa gotb. aba (fpica) lautet ahar 
ron vcihi (gen. veihßa) fcheii^t das C abgefchnit- 
ilth. wih (gen. wiches). In allen formen ha 
ai bemabe ein vocal dazwifchen ausgefallen« 
öi^h jhar früher ahas?) dürfte man ein älterea 
i«, in\\uu fuhes etc. muthma^en; ich finde: nihua 
kcdiks, d. h wa^ergeift, nix) nnd mit k, nicht h 
1: «li«i«ickes (fecuris) O. alfo ßrengahb. acbus oder 
'«i. ^ HT* 1) das goth. ht\ nur einige b^ifpiele: 
.ßibti. w«hta. 2wahta (0. 1. 3, s '•) ahtö. mäht. naht. 
lliahL i^frjibL fürahta. hlahtar. rebt. chn^ht. fehtan« 
1li.wilit»tohtt!r. holoht und ühnl. endungen. genubt. 
; mtkttn* Uhr. fiibti. lioht ete. zumabi die praet. 
Itobta. dOhta, worahta. Da/f auch diefes h (wie 
i. nnter gcmination des t) ausgeßq^en -werden 
|tM2weiBe ich« oder man müde ebnet N. 62, 4. 
fehfeibfebler halten. — 2) ht aus einer 
mtrprung<-ii und dem goth. -kid entfpre- 
dii b folglich dem auslautenden h (in ih, 
i«cj gif ich , welcbea aus goth. k (fprak) hcr- 
HL Hi^-thi-r geboren nur die beiden fälle ruahta 
rill niid fuahta (quaeGvit) ft. ruahbita« fnahbita 
. f^klda)» allein im mittelh. tnehren Ge fich. 
mifiche der unter i. angegebenen ht« obgleich 
liraiii tder Gotbe kennt, gründen fich auf ähn- 
tffiicopen« nämlich -worahta, dAhta, rght etc. 
€tn früheres worakita, dunkita« Tekit zu er- 
dergleichen freilich nicht mehr nachzuwei- 
(aben f. 190. 191.). 



»> 



igS I. ahhochdeutfche ccnfonanUn^ 

Sthlnßbemerkmigmi, <1| 

J^l) aiTimilafion der confontnlch, die am z^rei i 
durch fyncopc zuramm»'nfto^**n , nnieffcheidert 
von flir getninaiion. Beifpiele lind f. 122. %\v\ 
1 uml r* r. 171. zwtfchrii z find f erwShnl wd 
ebcnf«) aliimitieren fich ch und b in dem etgeoi 
ftbfurt ft. Tich^hart *)der rieh! - hart . und für i^ 
fchtieb man bald ttchart, welches nicht in rtd 
autlÖ»bar wlire* Au» lichhanio (corpo*) ^vard 
mo lind Ucbamo; wnlhc man auch die ansltn 
fchreibang lih ^für lieh) in der znfammenr^ 
foripelten la^en , fo bernbrcn (ich dennoch In lik 
%\\ei urfprünk^lich vetfchiedcne b, die mit d 
wbhnlklirn fchreibnng hh nrchi« gcmdn haben 
die alir. fpriche dartbut, worin fichtig licbamd 
Jic-hamo, iiif^bt llkamo gerchriibtni wird. Da 
tcl und netih, bretet dergleirhm alliiniUtiüneii 
fi^er dar^ nähr're nnterfachung wird ihrer m 
fchon in iinrerer älteflen Ipracbe entdecken, ic 
weife auf daa {^ in wilTa (aBS wiiida cnifprnn^ei 
Von der im goth. befnbrten atTimilaiinn bei 
rammengefetaten Wörtern (f, 74*) hat daa altb. 
fpnr, tvißet in der partikel edd6. 

^2) der Tegel, da^ gßmhiaiion der confonanten lii 
kurzen vocal flititinde, ifl f. ^4f 104, 12;. 14I 
dacht. Anfchcinende ausnähme find die flllo 
durch fyncope zwei conf, verfcbiedener ttlbel 
famtnen^ed rängt werden, ala: leilta (duxtt) ; 
(condnxit) H. leitita , mietita. Af pjraiae folge 
iinT2e_frnvt)blala larige vocaje^ (flafan, rnocheut 
Uen), im er(l.ai__ Fal! bewiiken Oo po fit top , ffj 
f ch ü r j t e n J jjit^ ( f c t fe fl > macbon, wa5ar); weil dl 
fachen zeichen f und 5 tänfchten, heng man 
an die nnpailende gern in all on JF, bh und 5^ 
nur hinter langem vocal daa einfache f ntid 
fchreiben •). Außer pb- if^ cb> Können narl^f^ j ^ 



CO n f Q n a n t ^"^ e r b i n d nnge n. (ebcnfallt fämmiHch mti 
fpiraiiten h und f gebildet; dQppyl ypqale vor B^ 



•) Wer dies beftreirct, niflße ADiaoUen, dt^h du t<kg 
•in fache f J. (fcif , dflj) in d«r »tiarprjiche beinah« 
und t geworden foyen , wovon der beweis für d| 
fiiricli« fcbwer weiden wfirde. Freilicli im iieiikl 
clitn und fchreiben wir fiiirclit&ch dis für da}, 
fpreohan wir richtig r^bi0, fcbr^ibcn nur du 



i düifkhieutjche canfonanten* 199 

» ' * *', Itobt) hs (dibfilit uobfa), wie* 

_ iilene vocjle Termnthlich und zu- 

erweinich und z, K in Hobt aus liohac, 

Ätdcnlilich^f fthiirU c!er lange vQcal vor conf. 

00^' r kommt.^ch möcbtg 

if»L chrn den vocäle n dgi 

df iiiderien XQ*?L_*n!l^k- 

' tt (>TiKUita (dTia dem rotn. provanda) 
: abUuie gbng, fi^ng, ßuont, deren 
Akt ii au ^Mh, und imrd. völlig erlifcht, Vitl- 
%*h* bit r^ie ilib. «QAfpracbr, die das n behielt, das 
iiüii in u verkürzt *), tbrigenö muß man 
*,,r* /? i^weiff ülbcn wiederum van der 
iiutverbinfJung unterfcbeidenp x, b. 
Hi, ruriuii it. iiioriia» tuontita* 

kt9 lind befchaffenheit der alth. confonanten 

gtficli dem vocalfjrftera (f. 113.) auf einen 

ileiD goth, weit ähnlicheren orgariirnius. Dem 

l^md ch, gi^ng ein p. t. und k. %'orauf. wcl- 

noch in eing&riuen Verbindungen ft*ft erhal- 

Weil aber in der rege! die teimia zur fcbär- 

ifp. woTdet mufte Geh von dieftr neuen afp. 

' llis <>rginirehe afp. unlerfcheiden und mildern» 

if ßcb mehr der med. näherte (v, bh} ih, 

«J; ^h . g}; ' ' dje med. ü berge* 

U* h^*je . V J ig^ durch_die alte 

ii en und dem gotb. p. b. f; 

t: ' '^® ^*" ^Uh* F, p. b ; 2, t- d ; 

K; sor feite ßrhn. Beides gefchah aber nur 

ilHiimroeii « ei blieb bei zwei Tich venuirebenden 

^Ond tftts demfelben gründe lüften Tirb ten. und 

nicht rein von einander ab. Diefes doppehe 

lokru und jene fpuren der alten ten. verur fachen 

[ ^^rwiming alth. conronan^en, die ßch zwar in 

Ibefanderen deuKn.Sblern eigenthümlich zu fetzen 

i> aber onvetkrnnbare anzeigen ein^»« unurfpning- 

nicht gch'^tL^ flTV"^":!i ebenen znflandea »n ftcb 

Drr cou i , ^ehalien ^egen den nie- 






^•f Iftiigen voetli bei fintretvnder g«nn< £t^^ 
^tia tmd licriro Tcrinutliec worJen, D«i 

O (chfinl im «Üb* relin«r bbifar ili 

iach gU jua. 191. hitar. 



100 I. alfhochdeutfche confonanten* 

AexA^txi!Lchsn^undj^f^4^ _dje_fcbwl 

feug der hocbdf ii<^hfri_f|Hra_^^<3L 4^\ 
4^ wdi anr fcheidung der einzelnen sith. clUleet 
tra^rii kann, wird man aus der «hhaiidfntig 
jeded lautrrihe li'irbi iinden. In errnan^elnng 
rcr gren%pi*iirt«> habe ich v*>rfrhiedcntlich äö d 
nenining ßt-mriii • oder auch Hrt^nguhhochd, gi 
mi\]J>iU Die f^reivgalth* niundtrt wurde fich 
deiikllrh nich Älemannien und Haleni fetten h 
tber wie weif in die anliegenden Undfirichef 
O. T. und den ihnen ähnliihtn eine atifrSiiN 
inundan »ii bild« n, ill dnch zu niilVtcb, obfrhun 
gewifs «wifrhen ji nen ftTtn|falth. un»1 den nt 
geg* nden g*^Itgen haben* Dai allfr^nkircbe« \V 
in »igonnanirn lus der Merovinger «Hi in diph 
des ^^ 7- jabfh. erfcheint, benihrt Üch eben 
mit Otfritdä ninndari. Nennt er (le fetbR: fränH 
;«nngf (1» I, (S7, 92, Z2<*. 244.) wofür die lat. vci 
jedoqh ih^i^lifce, throtifca gcbranr^ht; fn hat mai 
^er unter dt^n Carolingcrn weit aui^cbreiieleren 
fchaft de» fratik. iiainens zn t^rlnnprii ut»d nich 
rade nntnö^iich wäre, da^ der dichter, (»bfcho 
im cifayjif'lien Kjr.ft'r \Ve»y7enbnrg khie, ans Ai 
tiien hetß^mmte, Uv^^^^^ ^^^b. qn eilen fliegen 
allem nun Uhr verfcbiedr'nen iändern, ftniderri 
ana vvonigQena drei j^hth, zur«innirn; wer V4 
die ViTiindürMncrf'n und mifchnngcn anzuTchUgcn 
gt4i()rig 2U I rennen, die üch nach zeit und ort *J 
eignet' n? Ich begnüge mich daher mit der illgen 
nen bmennung und bezeichne die vortretenden 
rnnderfaeh^n der fprache nach den einzelnen dej 
Tuäblem felbft. O. nnd T. haben die meifle ähnll 
'keilt fallen aber durchana nirbt zufamnien; z. by 
hat mit H. libereln ia^ ua[ T. wit J. M, N. übM 
Jto; O* hat Fctf, worolt, T, fref, wtrült, (oben t 
^^,) u^id fo weil hm beide in manchen Wörtern q 
formen von irinander. Nur i(l freilich viel wichtig 
daß beide O, und T. anlautend die alte med. J 
behalten, (0> aurh; d» welches T,. mit t rrriag' 
wogegen ßrengahb. p. k und t gilt; N. aber 



^) Mohr xfiiliclt itf Art! ich eirMgl 1, b. di« verw»nj 
cid r in I ; die aphirefe d«» h; dtt ci/jdrin^eti der 
Iaiiic; 4tj« äniienin^ dei «i, au in «i« ou; dei a¥ 
•Wi« owit 6m eu. 



IL alihcchdeuifche confonanten. toi 

^It mwirrhan tni. ndcl nled, nacli feiner eigenen weife» 

iiid T. bf harren aiicb anlain^nil bei der 

' iwäh^-end iie p und t tut \\\\ und z in 

lirr trivi > ; llreiigaltb. gilt coiilfquenter ch 

luul djA gt^L . . „L «ncli N. Elndlirh beide behiUea 

MiUutfod baabg die alt« med. (wtb. dag. päd*)« wo* 

fcf r ^h* die t^^«- nnd mir iiilsutf'iid med. (wTp, 

«i N. frfJpl bifT Jbiff dem O. und T, , jü N. 

'Und, blinde«, vvübrend O. und T, in 

n? ricbtiger *) blint, bliiuef feuen. 

i.Uin Kann " dinitrhmen» da/^ N . g wirch<?n dem 

ifiL'-!f'i r ul/ilrtfim **ii»e niiue_b_tll€;_0* 

r ^ dorh bedepienji 

, v*ir /,. u> tftirifi uH iiiuut f#. i^att dei nie* 

xei*;t. Vcretfichen wir vorlau «ig die fpüiere 

ne äbnlicbkeit dea miitelh. 

'(Kr \v<»oepen vjele ibwßi- 

t ]^J>£rjii«_bci Q. und 

_ i -8 ift nicht von auö* 

<^m verhäUiii^ der bnchßabcn die 

iMt if '-'Tr^ der üexjon %erlanßt hierbei 

b^ivnilefe ' nwägung, wenn Iie gleich 

i" li '-n b<»griindrt * »I» durch 

ifl {ey%\ fnUte. YkUgW 

Ip j lUÄimi^Ia^bcr einllu^e ift der bocbd^ 

3[r_^^^ und_ba t ihr itwar gcuuiaij^ «bcx_«5Ch, 



AUfächfifche huchftaben, 

\T ^ rhnng wifd dadurch erleichtert, da^ 

[l j nnd \-je1iescht mehr der weftphälU 

«le d^r rigcntfich Pacbrifchcn niundart zufiUen* 

ikfnihl in *wci alten hff erhalten worden ift, 

Dill beide ibeili in iich fclbd« theila unter ein* 

Tcbwanken, fo bort doch für die meiften fälle 

Ibbrßiauniheili welche aus den mannigfaltigen 

"^ icctrn herrorgeht, auf. Dagegen hemmen und 

wieder iiwei andere nachlheile den erfolg 

njchfütrrhnngen i) die E, H, ift noch nicht 

i|egebcn nnd mir nor in bruch Quellen» höchftent 

Kcep mcjft aaa der einen oder der andern hf. be* 




I, altfächßfcht voeale* 

kannt peworden, a) keine der hfT. feUt'V 
€b<^n; ich muß folglich längen und kürseit r 
analogie zu beftijumen fachen *^), Die benenn 
nieHrrilcutfch im gegentats 211 lUbochdentrch 
fchtcHlichcr fcheinen, doch belade ich es bei d 
gebTachteti alt[<1chlUch « nicht nor Aveii die a]j 
heit d^;g iianien» S«' hfen früher Weßphalen mit 
inriiieriT lieh jene \'ermuihung näher bevveif« 
fondtrn auch, weil zum aUniederdeutfch eben« 
angt-lfächürrhe und frietitche gehören und wir 
iienuung aithochrli lufch gerne mit den beAii 
aUnjannifch» bairifch, fränkifch vertaufchcn 
wenn unfeie deukmähler folche feile bi 
]anbten. 



Ahfächßfche vocale* 



Degrau 



(A) wie im goth. n, ahk Beifpiele; habi 
gigado (par) fcado (nmbra) rador (coelum) fcailu 
graf (fepulcruiri) cr^ft (vis) dag (dies) naglea (eil 
(aequor) dragan (fetrc) thaguda (lacrbat) fagan^ 
dere) flahan. hahan. naht, bac (tergum) gimai 
racod (domut) w ac6n (vigüare) ihrac (molea) all 
plnm) galgo (patibnlum) famad (und) fano^ 
bano fmora) manag, band. land. givvaiid (muj^| 
waiig (Campus) giroing (negotiam) naru (pr<>f 
garu (paratui) warag (exfecraüo) hard (durui) wi 
So«) ardon (habilare) gafl (hofp^ej fat (vas) hat6n 
fratu (ornamentum) water (aijua; Ccatt (thefauriis 
(prudentes) fcawon [contemplari), 

(E) gleich dem alth. entw. e oder e* — Der 
des a in e gilt durcb^^ängig ^*)| betfpiele: hebbj 
bere) edili. Redi (loca) beddi (lecctia) egifo (hoi 
neglid (clivia hxus) megin (via) feggjan (nuntii 



*3 BinKclne fpiiren fcheint cail. monio. zu hibea, 
cen inifc, a, 19, ft^. dr« god«!« gaban , d. i, er, g« 

**} Pie durehfAhrune der rocilieiehen wtr unami 
wie bitte fonji: kitr gemAcbt werden lönneo, d 
das « der hfl, fünferlei aUIi. liuieu enifpricbt (d 
c» ei» ie)? 

^**) Mit iufnahiDe der auf -«Ai, £« b. »htjan (perfeqi 
tig (potetii); nicLt cbijtn . mehtig, Oder wAt« d 
•iti Älnja», oi^bt, naht etc. ftoiutiebiiiei) ? 



l aUjachßfche vocale. 



«03 



I (itSiliil €Cid (Äceium) wri'kKja (cxful) recitjan (nir- 
inos») hßlrd (hern«) beldjiii 
>» (finis) wendiaii (veriere) 
^fmfLtviu cMn JixiiiP} buen^l (mult^fti/s) benki 

itiiiu . -nk; ,4^ iierjjin. werjau, dernjan (oc- 

Ur«) (eiijan (ponere)* V^erht^cHt iß 
.>r3 öxniaHt* in Jeng (diutiu»^ trego (niui;ror) 
hui« vir) deren i ibge%vorfeii ift, 

rl^ de» r: gifbtn (dtrei gehan (nceanti6) hebin 

I t^^*H»»iii) fcbo (mens) fnebtri (romniuDi) 

lerr) |(«hau (faieri) lehtn (viderc) 

hirari) felia (riip^s) welo (opet) 

) feldlic (rarus) gdlp (arrogin- 

g (roand) hcfrii (gtadiua) heraiid 

: wetk (apuö) gifuerc (caligo) eil 

*) w^rih fdignus) enha (lerraj herte 

o^-aiis) hnet (compea) nielod (omnipotens) 

Knirpricbt alTo « wie im akb,, dem 

^^ »I (vor b und r) und Itehft im praef. Qarker 

/iUi in i zurück (belan, hilta; fprekan» 






fpoih. 1 entfprechend, nur wie dai aTth* häu- 

»e »fTwindt'lt, dorh nifh abweichendem gebrauch, 

' hier tto^b Itbb^aii (vtvere), alth. leben. Andera 

m'-l /prarp.) idor (iieram) Hdu (mos) inwid 

»)k 'din») biddean (orart*) wigandoa (heroea) 

;^an 4cre) wiht (aliquid) ik C^go) mikil 

*) hild (pogna) fcilil fclypeu*) himili(k (coeleftia) 

linnper} ihiinro (obfcurti«) kind (infans) find 

ikinjc (tattrt) ftnk (vir) fmk (thefaunia) fcip (nivia) 

pr.) mirk (obfeurai) wirkean (operari) frithu 

(membrou)) Gth (her) fniih (fortia) firwit (cal- 

Inetti (federe) bivön (iremere) triwi (lidelia). 

0) iA dem iltb* o gleich t d. h. aua dem golh. u 

[^•u (tor r und h) entfprungeni beifpiele; bobö» 

' -'; god(Druf) noh (adbuc) thoh (tarnen) 

anilncan (aperlue; thol6n (pati) folma 

. Hitna) ßold. wolda. fcolda. folgön 

; ^r nfoilüB) fulK (picfaa) confta (rcivit) 

(b^birare) nnpjan (evidere) toroht (lücidus) wo* 

(muiidui) Word (verbnm) Word (thefanrua) ihom 

fa^rc (Indibrinm) oiher (alitu). Manche im alth. 

ue u iltid hier zu o geworden (drobtin, atih. 

ki>ilagegeii lodef« leblieben « die üch im alib. vei- 




I. akfächßjche vocaU» 

wandeln (fogldVf thh. fogalä) *), In other, vermnti 
luch toth (^deu») tß aber oh dem ahh« and parallel. 

(U) au/?er den fällen dea ablanta {Trilhun, ^vnrmi 
ctubon. lucnn) relrbrn fnlgrnde b^ifpule hin: obil (ffll 
Itu) Intl (facic«) ciiddun fmintrabanr) bogt (aiiimus' I 
giiia (niendaciun ) jngmh fjnveniusj fugel (a*U) tnlj 
(valdc) fulljrn fimplrre» thruni (roncro) gi»mo ; vir) I 
mer (aeftas) riini;jn (venire; nimbal (figniim) ntider ^ 
xnimd (tiitela) dnufau (lonare) cunni (^«'niis) fuiidra 
catum) gifand (faiuie) hungar (fanietf) ]ijii»rar r 
€;iT (obfcuru«) ihrtrh (pfr) biirg (nrb^) ihuii . 
ciiITjin (ofcnlari) bruli|an (erunipere; hluitit (lim 
caib (noitJf) njuih (oa) ulh (unda)> 

(Ai) nehme ich im ablant und fi^ft parallel 
dtm ahh. ä au, alfo »n^^r gi^bun , namnu. lafii 
Ä, b. in folgenden: tUd (facinns) räd {roiilUium} 
(flatiin) gradag (vorax) giwddi veftiö) fnIgoHi (qna 
Tiugi (aet^iior) f^^ahi { fapi^ns) fahjan (cspere) tighor 
piua) mäbljen (loqui) (ilig (beatui) fan ((laiffriV 
(hina) ntpan (dormrre) wapan (arma) Mri (varanf) 
(verua) märi (iüiiftrii?) färnngo (dolfif^) hftr ^ Crinis> ti 
(nuntittS) fuäs (famUtaris) läun (iinefe) aiht>m (rpir 
Nur in einigen wöitern« wo die an^logie anderer mi 
arten ver1ä/7t odrr f^lbß noch luibtüimmt ifl» wa 
flicht zwifcheii a imd k zu rnirrbcideii , a.b. in gi 
(Icvamen) underbadon (tollere? metti perceHere). 
roefillich rechne m^n hierher die fchoii obrn (. $|, 
tiihne, im allf. ungleich häuTigere vorpariikel t-« 
gewohnlieh dem allh- ar - , ir - (ex-) enifpricht« 
a-rifan (furgeri^) a rnoinjan ( folvere) a -lorjun (Übt 
und viele folche. Auf ein ä- fcbeini zu drraen, 
cod. nsonac. einmahl ao-dr6bde (rtmiriftabaiur) 11, 
drobde ('allb. ar ltnt»pla?) und o-Jat ft. ä-lii {im 
coli.) * ) Ht'ft ; irifofern die an^fpracbe des ä Ikh d< 
und ao näherte. Wiederum iJI/Ti der ausbleibende 
laut dei abt - in eht - (f. oben die note zum e) dnf 
Ibt rchlip/7en (n7aht» näht, ambsibt etc.^ wostu noau ilft 
eBtfprtchende nord. form üit halte* 



i 



^) Auch der oben t 85. bacnerkt« wechfel des o und II 
tin. «. b. corn C|;r«tium) curni (fiumenmm). 
*^J Dict wort bcdeiiiet: dink (grAtei^ und ktiin tnic 

gf>tb. ■viliuiloa unmöglich vciwanitt reyii, wie RoiuWia 
gL K Ulf. P'B\* wahiuo; Al^ian (nr-ü^in) iß dtt 
%m^i^§siM» im Htm von donare» conJonire» retDiitcre, «rUIai 



t alifächß/che vacale. 



t05 



dis aUr. i iß rielileutiger, als das alth. und 

■^ dem ^, theib ileiia ei. theüa dem ie (ia) 

fu und auA dem felben gründe, wie 

ib das altf. 6 tl3#^if$ dem u, thi^ib dem ou, 

HO der alib. tunnJart- zur feite ftebt. 

llM dein altb. e, eiufprnngen ans ei, lo (lex) 
ina) Tiit^w^s (nivi») hico (fepulcnim) hrto 

»fi) r^<>U (anima) era (digniui) ^rön (hoiJO- 

Flfin (doclrina; fer (dolor) h^ran »(illaftremj mer 
ifJt; rr (priuO. 

rtith. ei$ man liann ea dem allt aJa eine con- 

recbneii, diß diefet e mit dem vorigen e 

a ^ dein golh. ai entfpricht» während dM^ 

Kl Um in ZNvei verFchiedcne ei und e aoilöft, 
: me (duo) p^da (tunica) arhddi (Jabor» bed 
rit) fcf ed (gradtebatur) a - hied (recludebat) 
urm) Itdjan« leddun (dncere) meihm (cfme- 
1^ b^^ihja (ariibo) l^tb (maluin) rneth (viiavitj wreib 
m (habere) f^gn (Fceluft) Mg (afcendebat) 
^cbai; fegjan (inclinate) bl^C (pallidus) r^- 
(ti^naro) ^el (Jibidiiiornd) del (pars) bei (fanus) 
eil (aniia> hren (purua) tn^n (fcelodj 
(luxit) den (lapia) a - r^a (ftirrexlt) 
IptriLLiiim) mefter (magifter) geft (rpiritiis) 
(eifei^ui) llefk (cara) fuet ifudorj bet (momor- 
tf I L^iari (jtiberc) eic. ; ft^a (ftaa) fled (flat) 

Ei h dem allh, Heia, fielt. Merkwürdig 

b rer^fiderang dea enan (uoum) in t:nna , ive- 
eoa glaube ich: daß bei der gemination S nicht 
eftebit fleh oben f*i24. über burro , berro. 

alib* ia» ie, su weiten ZZ ahh, io, infofern diefe« 

utio'gsiiircb und aus einer aiuf^ ziehung entfprijn- 
tfl (oben f. io6,), nicht fiir da« ächte io (z. b. nie 

lojc oder ihird , gens . Diefe dritte an de§ ahf. 
rtibl folglich aHgemein auf einer contrarimn frü* 

mebffilbigkeit. Ich gebe in den clammcrn die 
fermeil »isr vergleiehnng: h^r (biar, hier) mtda 
Ia, mieta) therna uhiarna) lel {lia5, lieS) leH 
inw^id (wiah) g^ng fgianc) f^ng (fianc) r^^dun 
^Bwifllün (wialoo, wirinn) w^p (wiaf, wiof) 
^^ßt) etc* So wSe fich fpnrcn dea e fdr ia 
ih. fandefi (oben f, 92.)« f^ fchwanken umgekehrt 
flT hOr. noch in ie und tio über, wovon nachher 

4i€fa» dipbib. Ob Qcb diea diitte ^ in der aus- 



io8 



I. ahfächßfche vocale. 



fpriche von den beiden vorigen iinterrcbi^deQ 
Datüber würden feime, wenn et ihfcr gHba, col 
den. Vertu inlien könnte roati für die beiden 
ee (fitl ee), für da» dritte; ee. 

(11) dem alih. i völlig gleich; bcifpiele: hÜda 
gere) glidan flabi) tid (lempui) ftdi (lams) wi£ (m 
li£ (vita) hnigan (inclinaTe) thihan (crefcere) wih 
plnm) liK (corpui) riki (regnnm) fcimo (fplrndor) 
(vincnlum; hrinan (längere) min (m^^ui) grtpan (t$ 
<T;ifi (c latus) Tihn (furgere) wifo (duK) IhriiH {it\ 
rins) httil (»Ibus) writan (fcrihere) lirh (potiu) niik 
ru0) niih (invidia) eic. in einzelnen Wörtern bll 
über die länge oder küfEe dee i zweifelhaft, aU ii 
(fomina) und fri (feminae ingenu^e), vermuihe 
Idit und fri, fo %vie bi (praep.) mi (mihi) tbi (tibi) 

(00) gleich dem e dreifach 

1) o :r alib. 0« cntfprungen auf ou: die pirtikel 
thu, hu 6; hoboi (anlac) in welchem das b ein 
dod (tnore) od (pofTefTio) fröho (herua) lön (pra^ 
frönifc ^bcrilis) drvjr (fanguis) horean (audire) 
(msgima) hloi (fnre) cic, 

l) 6:^ ahh. ou: höbid (capul) giläbjan (credere) 
(rpotium) Öga (ncnlus) tilg j an (oüendere) b6kaif 
nmu) ocan (aoctus) 6k (eiiatn) böm (arbor) 
(rononluni) ftr^ra (torrenaj goma (epulae) k6p6n 
cari) döpjao (baptizare) cic. 

fej) 6 ZI aUh. uo: ib6 (tnm) öbean (ex^rcere) dröbf 
fcuroi) obaft (feftinatio) blod (fangnis) mdd (anl 
dod (facit) odil (pairia) fodjan (parturire) fokean (( 
rere) bök (liber) Rul (ihronna) dorn (Judicium) 
(facio) fp5n (futfit) fcop (creavit) for (ivit) mM 
buf) föt (dnlcia) gnitan (falutare) folh (verui' 
Wie beim e in iep fchwanken auch hier die btL 
fchen 6 und uo. 

Zu welchen diefer drei langen 6 einzelne vi 
gehören t oder ob üc em kurze« o haben, enifcb 
die analogie. Zu beurtbeijen , ob die auafprach« 
dritte 6 von den beiden erften auezuzeicbnen g 
habe? gebricht una ein lichrer maj^ßab. Man mv) 
etwa in beiden erlteii 6 einen dem a« in letztem 
dem n näheren laut denken. 

(IJU) wiederum dem aWi. ü parallel; büen ( 
ure) tiuan (coaHdcreJ brikd (coniqx) crtlid (beibaj 



I. alifiUhßfche vocale. 



107 



iroDdfiu] däfi (colrnnbi) crfici (crux) cfimian (ploraie) 

jfiriihonor) bu» (ledcf) ül«ii («xtr«) roiiiuii (miitarC; ^). 

' iJCj dlefer dtphtb« ünrlet nur bdcbd Mien tinrl le- 
diglich tu den T 1 c«* 1 . ) be«eicbnt*ten eitilUb, wört^^ra 
ftj'f " Htan ich ^eluc beirpitl^ aU: glau (pru- 

dcL vrs; tbiD (moft) gen. ibavves; ebpnfo wiir- 

ieu ii-i (roi) brm (cruduÄ) etc. anKunebmen ft^yn. 
Vttfdiidtfn i(^ d<r iripbt, ia in blau **)» gen. blawea 
mii vffTOuihlicb gräti (canai), 

(El EO» EU) nämlich ea» eo, eii, find mit den 

AUii-herfn it, io » lu gleichbedeutend; am bänfigflen 

^-1, j - a , j -e in der endung« z, b» niinnea, 

idean fk. minnja« rikjea, biddjen. In der Avnr^ 

a«i iit t^i fignnlich nte vorbanden, da die beiden fälle 

f^i iVim) liica (ii) fich in ä-a, i-a anHöfen. Öfter 

CO dod «war wurzelbaTt in breodi I^ob* the<^b, 

(ufi, kneohon, neotan, gäotan etc., als cnn* 

I den ablauten: hreop (clamaviiy hrenpniu Man 

irle davon das tripbtboni^ircho lo, f^ola, hreo ecc. 

h (wie da* einfilb. au) bloyj in denn einfilb, treu- 

k in euUromenfeizung treu -16t (falinx) treu.logo 

(aifn4t%), das mebrülb. Tubil. lautet trewa (ßdea). 

fU) icb finde nur wenige fälle: tiagan rmenttri) 

aruiD) diapa (profundam) tbiadan (düminna) 

i-, Ummtlich ftalt dea goth. iu und jyemein» 

lik w, fo wie auch in diefen Wörtern TelbH im alif, 

rl"! Mhlicber ift, Die fpuren dea la gleichen »Ifo dem 

tfU. In fia (eain, ii) und ihia erblicke ich 

\hü cofKTActioa aui G-a« thi-a, wie voxhin beini ^a. 

£) diefef hünfigere dipbth, iß 

wachung dea vorigen ia « fteht aber» an/er in 

-, liehOt auch da, wo daa ältere ia nicht mehr 

niflioimxii« «4 b. in ihief (für) brief (epiftola) griet 

(•rvfij) hier (hie), namentUch in den ablauten: biet, 

B«, gieng, ßc»g. hield, wiep etc* nnd wfcbfelt 

1 fsUen. wo Geh ie ( ia ) auf ein ältere« 

i- ^ jndct, mir dem gedehnten 4, indem ea eben- 



^Wmm ich di« wört aas iHut-fpÄUi Ct«liii mutitioniO 
riahcig fohliefft«; mU muiU (otj ktnn et nichti gemoiri 
iubcn (Doccn mirö* a, ig.)» D« ptirallclitam» bat iuoli 

Siira&d ihiUio w6foldei (^üova ficiei nmodi) vom ]il«g- 
€11 Ug. 

5 Der i#afal wird bllu-wKo («lim ItvidvO g«Mn»t, 



«ag 



1. ahfächßfche vocale. 



^voh1 h^r» l^t, g^ng etc. hei/7eii Icann. Dit 
(che iü» weim ei mch fpkier iti ii- übergeht, 
fich nicht durch e %'enreteiit Mglirh iiudei 
tb^d-« lebo, ihef (latt. 
2) jenet %t\{* fallen des ie mit dem dritten e vetm 
tadelbitfte verDienginig mit dem 2\v teilen ^, i 
dem kurzen e utid e« Ich iinde ^nwiilrn bi 
(ranrtut) liiert (exercita^ hie (i«} thie (»tL) baie 
Sn dfn hff, ftatt: helago , hcri, he. Hie* hue 
gleicher art fcheirii mir die panikel gie — gie (4 
quam). 

(10) ftehet gewühnlich 

1) wie im alih. für das ^oib. iti^ z* b. in knio* 
Jiof, thiod« thiodan* Höht* fiük (af^grotnt) lioo 
juria) diop (|>rofuii(Ui«) briofl *) (peciQij drtoU 
dere) griatan (jjlorare) griot (arcna) etc. Iia 
der ft. conj\ gehl io (e«*), wie im alib , ü?ier i 
ürfpTungncbe in, vgl* gjotan, tieotan , gintid , n 

2) auf früherer auf. ziebiiiig bt-ruht in in? io ("«tJ 
nio (niiiit^iiam) hliop (cnciiTrii) thiundn (fer% ire) 
na (ancilla) iiond (ir^imicu^; fior (quaiuorj. Aucfa 
(umbram) fcbeinl contra biert. 

(lU) wiederum 
i) das organifche tu in: liud (populua) biudlt (n 
nJud (cupida) riitumo (cito) girinni (vifto) nrinnfi 
eriri) ^ur (igiiia) diuri (prelioruä) hiuri (plactdni) 
ßri /abfcuTua) niufjdn (vifitare.) — z) auf zuf. «iei 
bernheud in: in (v^bie) iuwea (%*eftri) biudii [hodi 
wie in den iiißr. tliin, bin, ihin?, — i) nnterfehf 
von dem noch zwcililh* i-u in; ihin, ßii (illaj [i - 
(inimiconitn) bi-nm (Tum) bi - ötan (praeter) — 4] 
lerff hiedpti von dem zwar einilfb. gio , deJTen gt 
Hehl, vgl* giii fjamj giudeo (jntlat'U&) ginngoro (diC 
lui) wovon unten beim j ein mebrerei* 

(UO) entfprirbt dem allb. uo (erfcheint anch 
ali ua, oder abgefch warbt ue, wie man nach dem fp 
weifen ia nnd ie neben io veramtbe^i könnte) fchwi 
aber häufig in p. Beifpiele: ihuo (tum) frnubnr 
tium) fuodan (parturirej nioodor ^^mater) bluod (fan| 



») Gnih. tnid «tili, bni^i» bnift ; niclit briiißs, bnoft , ^ 
ch« £u der nblettung von briftan, br*ll, briiffnii \m 
Pore» germiiianf) weniger fliniEDC. Aber- auott i« 



I. altfächfifche vocaU. üo^ 

yi^/fM) muod (mens) moda (crux) fluod ffietit) 
fattefliodire) buok (über) T^ok (praet. von Takan) 
iM^nüra) gruomo (mica) tuomi (über« folutua) 
^idom) Ihiop (praet. v. ftapan) cnuofl (genua) 
■ (tahiubant) bnota (emend«itio) fuoth (verua) 

Derknng: anj^er d«n einfachen finden Geh 

Dten voeale; von den übrigen diphthongen 

raigeDiltch in (io) und no« denn die überbleib* 

»SB find kaum ansufchlagen , co« eu blo^e mo- 

laan und ea , ia , ie nnorganifch. Hierzu rechne 

iidttfchwanken dea no in 6. Die goth. doppellauter 

,ifl eiCdieiuen folglich in Ä, i, 6; die alth. ei, an 

i «0 in i, 6« o verwandelt, welchea äla ein nach- 

Idv altf. mundart gelten muß. Daa goth. ei konnte 

ii werden (wie im ahh), weil kein weiteres 

m Ifi; allein das altf. i und 6 vermengen jedes 

mhalUcb von einander abweichende laute, die 

hl akf. früher gL-fchieden waren, wie die fpuren 

I ifri 00 beweifen. Stünde durchgifngig ie für das 

[[Af ood no für das dritte 6; (o würde tich gegen 

hailoDg wenig einwenden, vielmehr die ver- 

jder beiden erßen i und 6 (ßatt der alth. d» 

r 0i4 iA >I* ^>n vorzDg betrachten la^Ten. — Um- 

' llsdiglich der des a in e ftatt. Vocalwechfel, 

^Hion (f. 114 * ii8.) seigt fich in fpuren, z. b. 

i) warag (fupplicinm) warahta (operabatur) 

l^^eres) berrg (mons) huerebjan (volvere) hueri- 

'Wtobit) derebüun (crudia) gardiri (hortulanus) 

IfiKdpnlns) forogon (cnris) frobor (folatium) etc. 

IdiMDen anch tbiodan, foragon, jnngaro, gar» 

'knL formen, oft anaftoy^ong des vocals ftatt 

i nach bekanntniacbnng der beiden hfl*, wird 

ai «in beftimmtes urtheil ergeben, vorlSuHg 

doo fyftena des vocalwcchfels fchwankender. 



tplifächfifche confonanten. 
.'H. R') liqnidae. 

onlautenden 1. n. r. und hl. hn. br. noch 

— Das inlautende n fällt aus i) vor f 

!• vgl* hernach die Verbindung - nß) ala: 

p ^promptus}. 2) vor th. (nicht vor d und t. 



110 L akjächßfche confonanUn. liquidae* 

▼gl. lierntcii - tid,. - nr) aU: other (aller) firb (iier) 
(fortls) föib (verus) ftoth (fteiii) l«uih (iioini) mnih 
l) vor f, alö: fif (qninque). Weitere beJp^*? birt 
inaUTgte anderer mnndarten, Frage iQ hierbei nur 
durch den »nsFall der voraasCIehende kurxe vocal 
Word»*? Dafiif fpricht zwar die lange dea nord. fd^ 
nicht aber die l^iirse in ofa (nnbia) ödhruni (alicri) 
(venia) madhr (vir) eic. Freilich bat üther (goib« a 
alth* andar) vtmX foth, fuoih (?golb. fanp^B« iltb*. 
etwas aufftttlei.dee, man Tollte aiher, fatb rrwattttr 
fcnbar ift. hier eine ändernng, keine verlüng^rup, 
vocala (fünft wÜTile ather, fäth ftehen) ror^egai 
nämlich folh , fnoih fcheint dir ablaut Ton faiuli 
other ablaut von am her • ein goib. un|>ar vorai; 
Dicfe anficht gewinnt durch die i^ergh^chniig 
nehmenden alt f. toih (den^) mit dem goth. tun^i 
altb. xand. Wdhrfcheinlicb bleibt alfo der ¥ocal 
nach aaögeU4)^«*n€n) n kurz, wie vorher, ^- Daa 
|.tende r ift wie im alth. (oben f. ist.) sum thcri 
^airrpninglirhcm f h^r^ul^iten (vgl. nerjan, guih 
ja die neigang «um fcbwirrlaut ina^ im ahf. ngcli 
herrfchender ala im ahh, feyn. Wenigftens Hnd 
grikri (horror), welches alth, wohl nach gros oder 
lautete. -^ Die angelf. verfetsung des r bei folg 
f und nn tritt nicht ein, es hei^t z, b. graa, hroii 
nan, rinnan (ingelf, gära, hör«, birnan» irnan), 

gewittatioTt. Ich ßnde anzumerken, d»ß die m 
laut entTpriitgende gem. häuüg auch im auftaut ^üU 
ben wird , folglich auch gefprochen worden ift( 
fpeü (nuncius) feil (cutis) thimm (obfcnrns) g 
(bellum) mann (vir) brunn|o etc. doch daneben 
grim, warn, m^n, im gen. bedändig fpellce, grtfl 
wammea, mannes. Damit hängt nun ziifammen 
fogar im ablaut von faüan und wallan die gem. 
feil» feitun; w^tl. wellon (alth. fial, fialun w vi 
mit in e verwandeltem ^, wiewohl diefe aimahme 
nothwendig fcheint, da hier ^ Kein organifcher d 
ifl und in confonantverbindungen « s. b. weld» MH 
(alth. widk, wialinn) ebenfalls bleibt. — Weiter 
fpif'le von gc^minaiinnen find: alt (omnis) gaUl 
bellja (tartaruB) felTjan (iradt re> lelljaii (narrare) q 
(nerare) (lilla (qniete) hlljan (percutere) vvilljn (voll 
grimmes (aufteri) frummjiin (agcre) brinn^n (arder 
ntn (inim) minnja (dilecUo) cunui (genua) fumii 



t dtßthßfche ccfifonanUru liquidae* fil.i 

ätwirr feot«f<i»t/ii^e) herro» ßerm, rperrj^m (impe* 

HIB Altana o^ter ein<T um- 

K — hl viele wörlf^r ift die 

. BPCJi i^icni ^ II» », b, himll, baniiir (malltuB) 

imiiö-Ä Oi. V . .. ,.j iig habet! tiwtrUxe ablf!tiing«n 

kfibiiche Hi|. behalten, i&. b k«vning nnct kunü 

jnpgci}, nebeo dem Cchoo g€w5htilichen Kuniü 

fe^fT^m der Hqnidte. — LM. qualm* dtiatm, 
► fc . — LK gelp. helpa. LD. halb, delban. 

fkö» „ -weilt II H, went^flens ausliutf'iiH ge» 
m wiwL — LT# fmnlt (fereinie) fuehan (mori) 
f|i eie. LD. aJd.. kiild« bilden, f^ldlic. tneUU^n 
fpiUjirt (f^erdrre) htld (|mgna) /kild. LTH. 
ff! riengt EU wf^iden, indem ich 

_fDi ijiu, buldji i^ldt^ — LK. fok. 

'fifiii; c i4 aus «Ikijr, LG, galgo. btlg^n, 

"Ä. iöIfo , — MN. ftemna (%'nx) dem g^lfa. 

irr neu (frmper) wofür jedoch fimlen, fimU^ 
^uiivhtr, ffbcint zuf. zichurig (altb, fimbSun» 
btanK yiB* umbL cumbal (ßgnuni). — NT, ant-* 
ft. md-, abef fteia fo gef/hriebei») turniic 
^tmi f (blema)* ND. b.^niL laiid, kind, bindrii. 
lifond , arniidi eic. kein nih, auch kein 
1^ itidem fpanfja ^fj^mgu) fremdes iir- 
NST, atift fgraiia) canlU (novit) farmonfta (in- 
t). NK» tbank. benhi. fkcnkjo (pincema) patrn* 
llfiiis) wltnki (arrogaiilii) drinkau. rittk (procer) 
(obrcofui) onk. NG. Ung^ gtmang. hatigan« 
liifengi, bring, ihiftg. tbriilgaiu thuing^ti. hurigar, 
Sdna). — RL. erl Oi*^»»>o)- TtM. arm. farm (onui) 
aön (prodciFc)* HN, darno (clara) barii. ifarn, 
htlfcitej ihtorna. ihcvtu (fpiiiaj torn (ira) gnomuti, 
l(nio€TeTe)* — RP. fcarp. wi-rpan. RF. faarf (ler- 
'RT. fojirl fnigtrj herle (Ctit) vviirl (radix). KD, 
Vifd (diirt»!*} biird. wnrd (verbnni) wtifd 
.: wiinb (liebat) werih (di^nus) crlha (tena) 
Tth (iihra), — Hli, marca. ftark. 
T'-) inirk (ten» btafu»)^ Bü, berg, 
iirg«n. bürg- — Wie im alih. gründen fich ycr- 
r dtefer fomarn auf atuf. s&iebung» namentlich : 
r» indem ^t\^ artHt berg ein alleres f;ral, aiahi, 
r#ii#ratxen, ^reiche tb^nlweife wirklich noch 
CO, — 

Ol 



dit I. altfächßf<;he conjonanten. labiales* 

(P. B. F. V. \Y) labiaUs. 

(P) die ten. bi-haupt^t ganz dfn gotb. orgatitfcl; 
character, iß fofglirh anlauteiui bÖchQ feltm « \f}* 
gan (exercere) plna (crucbtus) p^da (tnnica) oder frr 
wörler u. nameti , wii* palencea « pafcbsi p^irui« pi 
4yfi. In, und ausltfiiteiid häußgür: fcapaii« fc^p; 
pan, ßdp; Ftarp. w^pan. Tcip. gelp. opan. blöpan, blti 
bifcöp. cöp6n, diop. flopjati etc. 

(B) inch die media macht als anlaat kein b< 

i ken und enifpricbt genau der giilhitchen. DeOo rchi 

riger fnid die in - und aualaule. Ein reinea b, lä/it 

niit ßcberheit nur fiir die einzige form mb arnirhc 

wofür leb »ujjer umbi (praep.) und cumbal (rignu 

nicbts belegen kann, ebendübin würden kiimb (pecid 

lamb (agnuB) domb (mulua) eic. gehören. In allen ot 

gen fällen glaube ich gili ein afpiricrtea bh , wuwc 

die müiichn. bt. eigeiuHch nicht tchreibt » aber d| 

ton. fcbeint ea häufig % 2U fchreiben und bride hl 

weilen v, Diefe befchränknng d^r med. ßhnmt %c 

SU der angelf. u. nord, einricbtuug, fand aber 

theilweife im galb. (oben T. ^^. s6,) ßatt and bal 

im fächf. nur mehr entwickelt. Für den auälaut 

man Qe leicht zugeben, wirKHch kommt meines wijf^ 

in der roiinrhn. hC kein einziges auslautendes b, 

fondern beßändtg wird graf (fepulcrum) gaf (d< 

wif (femina) etc* in der caiton. hingegen , neben dei 

(elben f einigemabi auch noch grab, gab • wtb 

vermuthlicb mit ^ grabh, gabb, wibh gefchriebm. 

lautend Tchreibt die müuchn* grabe«, gabnn. %vjbes; 

cotton. entw. ebenfo » bder vielleicht wechfelnd gf 

etc.; für diefen inlatil wage ich noch nicht« die ^ 

med. allerwärts zu verßo^en , fondern nehme Ik 

fchwanken zwifchen b und bh. an. 

(BH) |} . bh ^}« V ; diefe afp. tritt nur in * and aal? 
niemahla anlautend ein. 

l) der aoilant b oder bh. ßeht bto/7 in der cott, hf. 
weilen neben dem f, wenn ein vccal vorausgehr, % 
wibh. Hbh, gabb. hobh (aula) ruobh (inuRrta) 
nach confonanten ftehet immer f. Diefea fchwi 
zwtfchen b. bh. f. enifpricht dem goth. fcbwid 



*^ Ich bedtoDe mich der luflöfuiig bh > vrttt dar tjpui { ; 
raiheo ift. 



rl.> 



fwiff^ fi uml f In den nätnikben wörtem (f, f j,); 

reine ixied. nach 1, tn, r« ; hier 

! r ir nach L i, folgt. Im ihh. ha- 

cT «tiiUute ein p (b) ala: w!p , gap; 

«iU bof. Im angeir. u. nord. gilt durch- 

r difar. 

:1 weit hSnfiger und ßndet fich in 

3iif b» bh oder auf f (dem ein vo* 

uit vorausfteht) auslauten, a.b. wrbbe, 

o^ii, fcribhtin, gäbhun, hobfada (anlae) 

jbhet bnirbhit, felbho, fnerbban (tergere) 

-'lieh in folchen, \vo der enlfprechende 

iff iß, als: abharon (pofterij fiiebhan 

coelnm) gi>bh2in (oceantifi) übhun 

Mi) hdbbid (capui) obhaß (fejlina* 

itjtim) gilobho (ßdes) bibböt (Iremil) 

..^üm) etc. Diefes inlautende bh iß im 

nd TOfhanden, weni^ßens dnrch hein 

li auagrdniciit. hingegen dem nord, und 

r*» f gmz angemi^^en. Im ahh. cnifpricht 

die unilpirirria med. oder gar ten, 

ibiin« Ubun» houbit nnd in der bär- 

iiivn43^rt: wlp^a« fcripan * baupit. b) zuweilen 

■•^'ite iTp. T. ala in; avarcin, hovä ctc, (oben 

itd Termathlirb Uy/en lieh dort wie hier dem 

bb und V in die media keine fefte 

riben« nur diß im aUf. die afp. bh 

r Hufter ifTgriffcn hat* 

•■*- ahntichkrtt mit dem ahh. iß die wlrk- 

»I hfl, falfo m der cotton. ntbcn dem § 

* iiiiretende fchreibung u , daa het^t v, 

•* nur ffilaut^nd : grave (fepnicro) hU 

i) tivi (quinque) tuelivi (ducK 

rijuö) dtTt vjä (ignobiles) ruovft 

vnran (aniea) rovön (fpoliare) etc. Hier 

.. Alibi nt'hen: grabbe, tnelibbi« derebhja» 

Aoalautend m&chte u (v) bOchß Telten ßehen* 

iiJaut f,. Aalt bh, gefr brieben wird. Kann 

u ihm nnd dem inUut bh unilauuver« 

II, ft b. tuarf (terfti) furbbun (terfc' 

«» iiMöbhöa; bof« bobho^i gaf, gabhnn; 

' dem nmlaut ihinp » ihiobä; gap, gäbun, 

■ fiii bof, bnvä begegnend. Schreibt 

^ . bh ;tbiubh» gäbh) fo hört dierc an. 



fli4. I« nltfächßfcht confananten, talnäles. 

nähme auf», wie im angeir. und nord. von KdA 
11 nt laute rede iß» weil iii • und auslautend f idl 

({>6*6f, {>ö6fas). 

5) wenn in der siif. ziebnng ein conT. auf daa _^ 
tende bh folgend wird, fo pflegt ea lieh in f sqifi 
dein, was eine annähernng zum angclf. fjtkeiik- 
vgl. efno (parilcr) ömiico (celeriier) b6fdu («^ 
tuTilean (dubliere) (1. ebhano, öbbaßUco, h&lj 
tutt'halean ; dtjcb finde icb auch hobhdu oder 
und babhdun (babebani) nicbt bafdiin £a mögeii||| 
einzelne Wörter diefe oder jene formen gegolte^j 
ben. ^ , \^ 

(F) wie im goth. angelf. nord. nnr fo und ntojj 
geTöd ph gefcbrieben, obgleich ph. die urfpränglM 
bcHandtheiie dea f lauts find. £r Acht im altf. '^ 

j) anlautend häufig» parallel dem goth. angelf. uqd afl 
anlaut f. V 

s) inlautend feiten, nämlich a) in der verbindunfc 
«10: haft, fcaft, crafL , aftar, oft etc. b) suweileBll 
fyncopen Aalt des bh, als: offilic, £fno etc. wovon 
eben geredet wurde, c) vertritt er in andern etil 
ncn fallen das bh ; fo finde ich dufa (colnmba)»^ 
für diibha richiiger ftiinde. '^ 

5) auslautend häufig . fowohl ftir daf ahb. f all p I 
ef (op. oba) gaf (gap) fuarf (fuarp) wif (wlj^ 
(finf; hof (hof) etc. 

(W> der fpirant hat die alth. fchreibung nn, 
ich gleichförmig durch daa zeichen w wieder|| 
Ohne zweifei galt früher daa einfache v wie im ( 
angelf. nord. und felbß mit runifcher und goth. ▼€ 
gp^nng dea ßiola, wie die fpuren im hildebr. lied 
lieh zeigen. Seit man aber den alten bucbßab verl 
und daa einfache lat. n für die afp. bh zu fchrcj 
anbub» bekam» wie im alth.» der fpirant nothwa 
das geminierte un; nirgends finde ich dafür vu gerdfil 
ben nnd nur einmahl uv (in c^ove» &we« lege). Obl 
die ausfprachc dea altf. w anders als die dea goth. i 
jiord. V war? der (f. n«. 139.) vermutheten alth. i 
lieh? will ich unentfchieden la^en und benietke ^ 

1) das anlautende 11a vereinfacht fich bei folgende».! 
cal tt in U| ala : uurd ^fatum) uuufam (jucundn^ % 



^y 



l. idifächßjchi canfonanien. labiaUs. uig 

C&ebifit) uof di (fierei) ntinder (fe§ min) *). Ebenfo 

Eibt in den vrrbii;dungcn bu- fu - tu- ihn- (vgl. 

L 14«-) ^c>" buo - fua- eic- es mag ein vocal 

llgett, welcher wtU« x. b. fu^lun , fnalt, rnulrnns 

im^n. thoang, thimngun **J. In allen folchfn f^l» 

fdbeini der Tptrjnt lUerdiiige ehifaeher gelautet su 

.\U da» wö er iiu grfchrieben fiehi. 

.mutende w ftehl n»ch kaizem ond langem to* 

In jenem fall entwtc1«elt ea ßcb gewöhnlich aua 

Q, welche« nrfprünglieb odar noch aualaotend 

ienrm Kursen vocal einen diphth. bildete, vgl. 

f I) glawa <pfnd*^nrei) trewea (arbo- 

iiiiriwi (iidelii) niwi (novna) hriwig 

fttji telt^e mit voraiugt-hendem o, n find mir 

rikb: Aber auch von deoi unorganifchen auw 

Bfid iQW fiati iw« iw (Oben f, 144« 14$.} zeigen ßcb 

[^fporni, iiamenilich gfhauwan (caefus) und luwei, 

ivivin ftt'üri t Teßrno)) bHufig» niemahta hves» iwati. 

In ptf&wan (vifot> failiwÄn (concelluÄ) fpiwtm ffpoe»- 

h9t\i\ lbff>itit ^T nicht an« einem zum wnrzeJ haften 

n o, wit! diL* %'eTgleirhung dea gc^lb. 

jrii, fpiwun lehrt. Das gilt aoch von 

dtn bUen, wo dem w ein langer vocallant vorausgeht, 

rgf, bU^ta (liridt) fawnn (videbani) hrewea (fumriB) 

I jwef (Irgfi) iwig (telernoa; hiwiilQi tfamilia), Beifpiele 

fies w in endnogen lind : garawen (parartO uarawo 

i(pp9) balowea oder balmvet Tom nom. balo. Zu* 

^ r das w gänzlich aue • vgl. f&ola , büan, 

i\u rnirala, bäuan, giirjuan); ein gleichea 

kiehi, wie im altb, nach confonanzen ([«147). 

der beiührung dea inlautenden w mit b unten 

lüt iß w nicmahls; da« inlast. w wandelt ßcb 

iirnd in n oder o und verbindet fich e^iiw mit 

vtitRehenden litirzen vocal in einen diphtb« (treo» 

p; It^o-l&s, infidelta) oder, wenn er lang war, 

e# eine eigne iilbe {^o» lex; br^o, funua; bin 

Ja) \YofeTn man hier nicht einen tijphib. armeb- 

%voÜte, lene beiden adj, haben den auslaut 

Ifin« naro- — 



I A»itiihiYit weife odar felilerhift £etg«o die hff» auah einige 
^, b. vrii u h. wnti (^radii^. 

atnabl C*>g«i i^-fuDgAn (LeffcUwinigcn) f. tefuUDgiD. 



8i6 I. aUfächßfchtc onfonanten, lahiaUs. Ungu 

^cmination inliiitencler labiales ift So^erft 
VP. nur m d«r partikel uf^p* tippit uppan; upp eiitfp 
itixn aUh. uf» das mit gekürziem toc. auch in 
uAe übergebt, — Bß« nur in hebbjan (habere) Ul 
(vivere) libbei (cognacio), wiewohl fich noch ai 
vcrmiitUcn Ußtn. OieF bb gibt «njpli'ich efneti | 
für die inlauietide med. ab, da die afp, bb nichl 
liieren köuiite, — Eben Co weiirg triulet ein ahf, FF 

lahialverhwäimgen; unter den anlautenden kon 
fL pr. kanni vor» j^^ne* in plt^/;sin; bL hr, ß, fr, 
Sfter; beifpielc wären iibc'ftln/7ig. Aber die antaui 
t7r. inn/?en gefamiüeli wt-rden, ich finde in- R 
bruchrincken : Aviit (facies) wlitan fconfpicetf) \ 
[infokntia) wrckan (perfequi) wrekkfo (exfn!) 
^(fcribere; wr^th (irauu) wr6ht (criniinalio, lis) w 
ich atis dem vollftändigen tcxt und ans der analop 
l^iiib* und angcir noch andere werden zurilgen laJS 
Llnltiutend kommt die einzige Verbindung ft VOi 
Vieh vorhin beim f berührt habe. — -^ 

^^ (T. D. DH. TH. Z. S.) lütguaUf, 

(T) organiffh wie im golb. niid Geh ron ä^t 
f^lind afp. rein abfondernd (f^iaii ifl dulcem, t6tht 
^-rcronj); eine ansnahroe hiervon macht doch der a 
Svo ich zuweilen fehlerhaft t flatt der afp. find 
rgewifi nicht au» bloßem fchreibfehler. N^menlhi 
hhet immer ijuat (ajeb^^t) und nie qtiad oder i^ua 
rfchrieben ''), hingegen im pl quadun oder qu^tht) 
rqudtun. Das t^delhafte ant- für and- ifl vorhiu 

angemerkt worden. Ferner hat manchmahl die 

und p1* ein falfches t, aU: habft, fagit ; bl6jat ({ 
i^ dnjat (moriuntnr); endlich das pari, praet, ala: U 

(vendilu«)- Vielleicht find diefu und ähnliche ano 

itimÜvß der allh» fchreib weife. 

(D) i) der anlani frheidet fich genau von der te 
' afp.; beirplele: dag. darno (occultf) delban. 

(tünare) ddd. diop. diuri. dojan, duon. duom. dl 

' drör ctc, 

fl) der in- und auelaut hingegen iß entw. a) org 

d* h* dem anlautenden d cntfprechend. Hier 



•) Vielleicht weil fich dtefem qa»t flets pron. oder ^ 
|«hiii» c^uit-hie« -Ou, >tlul? denn tür loqttebi 
•in^ftng cinci C«Uffl, 0eLt nicht quit, löoderu fpi 
ikuo f^rik ito. 



L altföchßjche conjonantem linguales, mif 

«MiilUi dft eodnng dci fchw. praet* -da titid fol« 

Eindf bdqzct mufitr den vorhiti angefiihrien fornien 
p\ '^^ blad, bUdo (folium) fader, üda (ino6) god 
(1« giwsldt. räd tconlilium) bid (exfpecuvit) 

p^cK fijnica) idU (femii^a) gUdan (labt) blöd < faiiguis) 
pH fboniii) tnud (aounus) htftd. ibtod. liud, hiiidLl. 
\) adet uiiorgaiiifcb für die afp* gefetat , wiewohl 
fcji^ fT^t genaue einGebt der hlf. cifnrdrrlich wäre, 
li gtfdricbenif d leicbt überUebu So biido 
. Alle?) fattiad (ümtil) brüd (uxot) inid (prat*pj 
r die afp. richtiger fehiene, ti;«rb goih. ma^üab 
uinuiieiii. Nor mu/j ibfila das fcliwaukeii der polb, 
Biincfari felbH, ztimabl der umlaut dea auslauta ^ tri 
df d U*ben f. 62.)» ibrild erwogen werden, 

ib -.iuodafl einzelne vvortcr siuicra belli tiiiiU 

hl te, wie ». b, das alth, gm (Dcue) mit, mJli, 

btu. ... ^iS, god. niid. brüd bcUätigeii, im gegciiratx 
«a dem goth. ^t'f>« rtii^, bruf», VallUandige %'ergtet* 
diij-~ ^ ^cr hfl. wird aucb bier weiter fübreii« die 
m^ heißt mehf iifiorgaiiifcber d zu enthalten» 

mh irm. • Avo daher letztere in denfelben ivör- 

ti^T ff , ift ihre Jesart vorznzlehtn* 

] Oait 1, *), aber nur in dem einzigen 
_^- , : . _; gen. Tediea, gebraucht, welchea docb 
gQ litan (Gnj^n'' gehörig fcheint, wie denn toi gotb. 
itia and an£i«*lt. tetel. ft-tl Aeht. Inzwilcben laatet 
dJj wort »uch im hochd. ftidal, gtüdilt und nicht 
fe5«l, gifi^di, (CTfl im ntuh, findet fich Teufel) fo <3ä/? , 1 
fite tfiMmalie ihren guten grund haben und d über<» | 
d»rr nratten media fcyn Uöimte (vgL oben f. 1 ja.), j 
rH») vor allrm fragt es üch: ob eine doppelte 
lieh db nntcTfcbieden von th an'^unebmeti fey? 
•eti wird letztere nie mehr roit dem gotb* an* 
nord, !»• Tondern überall in th (wie im altb,) 
; dh hingegen nie Co aufgelötl. fondern durch 
i ebene ^ be^eicbnet« 'wie im labiallauL bb durcli 
tuend dort daa alte einfüche zeichen f für pb gc- 
ift* Aach darin bi^^währt lieh die analoete bei- 
itreihen, da^? im inlatit nie dh und bhp londera 
tb and f (ph) gelten **)« alCo dh und bh auf den 

• ' td (Acetnifi) foUte Teincm urfpuinß« nich coit lauten, 
. fcUflfi hucti- und iriedfrcl, «tiiUebondo bild. liod 
^m«.»^i*cUi r.w«f ^ (ii#bp!i d) iro «nlout , aber obenfo wie 
J. Jst dh {ühtjx r 162.) QAmlicb gKit£ füf dai diiieben 
oJebi votkofniupud« tli. 



mg I. aUfacltßfche conjonanten, Urtgualei. 

in- iiV)^ aaelatit befchrSnl^t bleiben. In- un<! snfls 

[liotiiwil ih in rf«r %'rrtiinHfinp rlh vor (wiederum fkk 

i4?m rf). w<'<1»T nth uvch nf freien ein {im beidri 

F^fn wird 11 f'hHiert) »md Jrh. If, \eyrocngeii ücki 

finit M. ib. Die tinletfeheidung dts ib und db ft 

Liuir jedoch für den fall, ^vo in- oder «luUnti^nd i^ 

irorherg ;ben , weni^ften« obife grnauere vergl 

>eider hO'. faft tmsu'-fnbTbar, da ficb thetli ib nni 

lheil«i dh nnd d nriiiereinaiKier t^eTmi'iigen imd < 

leinen brurhftiirkeu nbeibatipt fetten (Irbt. Zwar i 

len lieh in gleiebt-m fjille atich f. bh und b; allein 

rzujjeweii'e fiir drn aus , hh für den inl^nt. Äi 

nörbie man nun tb auslauiend fetzen inid dh inlai 

|n2-v\Mfchen liud*; ich ih viel häiibger auch inlauien^ 

fcbrieben , aU f. ^ Beb ge dea anlautenden ib : tll 

(tacere) tbau ihanan. thank. ibenkjan, ibegan. 

kbuingan. tbringan. th/d6n. thoh. iburh. tbuiiUit 

Ihiod. thiol\ thioiu'in. ihiup, ibno (tum) eic. In- 

lUblautend fordern ih a) die fiTnirn nh (votbin f. 

b) die fäll'-, wo n vor dem ih ausgefallen tfl (v 

r* 209,) . obfcbon bi<:r aurh db gebraucht wird. G- 

gültig fcbeinen tb und dh in den fubfl, endnngen 

-ilb, -uth, detgleichtf-n in einzelnen woriem» 

frithii, litbi (arlu&) itbnr (rurfus) fcarbo (lairn) 2l 

quäthiin, b^tbja f^nibo) wieth (iratuB) bliibi (1 

riibor fpofte«) orbi ^fjrilia'i 6thrl (paflelFio) eic. ntir 

db eher auf die fehierhafie verwechfiiing mii der 

d führte. 

{Z) habe ich nnr KAveimihI angetroffen » in 
xean (benedicere) tnid lazto (ultimuF); in beiden 
ßrht es gleich dem gntb. z ata inf mutende trubting 
faufelanta, ei.riprifht lifo keinmahl dem alib. »ifcb 
Daher auch, neben lazto, Isido (contr. aua Ulfif 
fchrieben wird und blidzean angilf. bledfjan«^ 
£■ la^^n fich iiocb andere beifpiele denken wie: \ 
(opiimna) ft. befto tcontr, aus bctiftoj. In frecndea ' 
tetn^ wie zaebartaa, nazaretb , hat 2 ebenfall» inebl 
flYife-« als dfltfc zifcblaut. 

(S) der reine, einfache faufelaut iß anlaaiencl 
häufig und anslaufend in mehrern endungen; f( 
(wegen de» libeigang» in r} in den würz« In , fol| 
auch Infant» ri. Delege der letzteren art lind: waa. 
grafes. ibius. thefei. fnds (doinefticns) frefön. rffaiiJ 
fÖA* n>6i, möfei». los, 16fjan. fos* fufjan. niufjan; 
auch felis, felifid; idia, idifi; egifot egifuD eic. 



fjdtfdchßfche cünfonanten, tingual. gidturah 119 

77 inlautffider lingualem. TT; beifpiele; 
tlitjan (tetleie) gt*witlj«fl (naenils) fiectea 
*,ponere) hetteaii (perfequi, hetzen) IeU(^an« 
nij; foiiaim ilie (*t^^, a/i gegebe ueti wartcr, 
i die ofganKcbe len« beibehAben , nainentliek 
mir <liu]i»hlns). In gr6i<un oder graollun» 
""Bniilantiu ti grotcfuru gTütiiiun. teiidun.*« 

m\nu iusvtd, in\V]dilji.>f* Ibrlddjo. iniddil» 

^Hncdili, (raliUdre) l^djan, ledda (ft, ledlda) " 

»oddi^ mild ins). Neben qncdda tindit fich quet* 

T<6 «ric ciiidi (iitincia) R, cuddt oder «lUbi; mait 

i4ii ilik (iL f, »69, — Die afp, gemlnicn fo wenig 

' -^ SS, bifdungen auf -fiefll; fodinu; cuiljao, 

r>/. i) anlautende, /r. irego (dolor) 

i}|i), tu, iiJiflt^an, tue, tueho, Jr. 

riänac«ü, t]rjg#f\. dtL dualm, ihr. ihrac. ibregjjiti 

j ihimgin. thritu (,n)uintiidu) ihn, ihrifti, tht4* 

Jlmjban, fc* Jcr. JL Jrn. Jn* (iniamo) fp. fpt* 

'.(fnuL roa«, fueAcr. ivihi, fuitbo. fuigoti. Tni- 

ft [ftrepere] eic.) <— s) inUiu«nde, /c. ilefc. 

/f* cofp ( campe») hofp (conturoeüa), ß, gaft. 

^{jifln. i'-Djtn. ]ä(br beßo. li[l, g^d, l^Ojan. ibtiOi. 

^fir t (Kntarr) luft etc, cufla, l&ftm 

; ^ . oben r^ii. angemeiKt. 

t 6. J. H, Q.) guUnrales. 

1e im goih. nüang^U <Hc afp. glinzticb, fcbembare 

^ — ' iichimo (corpua) und in Uc^bamo auf- 

tCO beidetlei fchreibiing der len wecbfelt glrich* 

[ab; ftreng gefcbieden lÜ die media. Bemerkens- 

Rfhr c auch tor e und i und rermuthlicb mit 

iche k# da wann nacb alth, weife der zifcb* 

^^-^hen worden ^väte, nian f gefcbrieben haben 

l^vle Peh fpongta in fpnnfja wamfelte. Die bei- 

iignd: j?tid (acetum) vgl, oben {,6%, cröci (crUK> 

I (palaiinm); ebenfo diirfte e^far« celic (et* 

wekbe ich kMar, kelik gefcbrieben finde. 

, vertnag icb kein krAki oder palenkea t»\i bele- 

In fcilclKm fremden Wörtern könnte das c eine 

laiiifprist^bei etwa die %'an f oder df gehabt haben? 

^iieii beim au^rlf. e); indeiltii hebt die feheue, 

l»cb i&nweilcu auch in kcUideatfcbeN , welche ge- 



üüO h altfächßfche eonfonanten. gu^urates. 

tvifd d<?ii k laot lidb<>n • ftatt find ende fchreibiing c re 
Und 1 [«. b. gleich eiiigango der colU >if, riccorrT 
«Den acweifel, 

(G) di«»re mf^d. bMtt fich Reu innerhalb ihrer 
nifchen grenze und bleibt an- in- und auaVauiend 

Selbe ♦;. ' 

(J) wird (o wcnrg hier, aU im itih. dmchj 
fchtiri lae^ezeichnet ♦ beruht aber auf gleichem vci^ 
nitfr I und weil ich das alt(. u in u und v fcheide, 
ich auch i in t und j fcbeiden. 

1) anlautend: pin^, jngoth. jar , jamar; vor e« e. Is 
i , i in g übeigt-hr^nd : gi (v05) gehan (faicri) 
und ger (annua, w^lchea einigemahl neben 
Kcanmi;; vor den ührigen vocaleu mit gi - w< 
afs : gro (unquam) giungaro, gtümar. Diefe« gio' 
jft mit dem zwcißlb. hiatua« e. b. gi - opaitöd 
%u verwechr«-ln, 

2) tnlantend bäuiif^ in Flexionen 2. b. wägfes« rl] 
grürjf*, eggjim; frjgujan, fcadajan« fajan, dojan, n4i 
Jen, Jiftjen eic. Vor a pHegt e« gerne in ^ übii 
gehn t a)0 riKeaa, leßcan und beiderlei form fei 
völlig gleich. 

(H) dem g«'th. h parallel und nicht, wie im 
daneben die gtith, fcn, venretend, daher Wörter wi^ 
(fed) ik, mik. ok, likc b6k genau gefchieden von: 
wih (templum) noh , thoh« fah etc.; ebenfo die U 
mikil* tekan, bik^r (cyathue) lacan , makön van Da^ 
fähan, teuhan* tluhan etc. Hier noch andere beifn 
des in- und ausl. b: ferah (vita) thurub (praep.) 
hnn (ornamentie) trähni (lacrimae) mähfjen (Ic 
fAikti merke 

I) feiten fällt der fpirant aua, doch fieht iboru f., 

fuh| fillju f. filhju. 
t) vorgcfchoben i(k der anlaul h im pron. iie« hie (l 

aber die übrigen fälle haben kein b« foudern i$fir 

it eic* (f. nnien beim pron.) 

3) vor t wandelt ßch ten. und med. in h; daher- 
fchw. praet. mahta, thabta, ^hta, fohta. 



•J Wirum mehrmihli wfhrög fthui) fl, wihrok , neb«» 
Ticliti»en rukfit (thuribuluin) fleliec, begreife ich nl 
•Ith, wiliroitl». %vir.oah T. 2» 5* 4^ 8* 7* O* I* »Ti ^^ 
moüL 3^2. 931« S58* 



I« üUjächßfclie confonanuiu gutturaUs» flai 

la.warahti elc* ft. roagida, d^ida • fökicfa, w^lti- 
IC Vur d bkibi abtr p jU: wrof tU , {»pU v\t^ 
t mdi in der cofi|* «leci nberj^in^ %iin flahnn^ b(a< 
»ümabanin 05^, hSög, tbuog; ihUiiii in giih ^«n« 

swifcheii \v und h ah fawiin (vidf-b^tu) üdA 
dat pari. h«t iinnvr gilewan» farliw««ii, wio 

"^ianoici fehan« farlihan *); kneo m^chi knen- 
kntwea; tti^bo (diibitaüo) rcbt*tfn dyi» alib« 

(txuiwo); fraba (bilarea) alth. frawc; frabö« 

^omiiifu) ilih. frö, g(>tb. frauja; fmtjih (oriia- 
atigrlf. frlito^^ Die länge (»der liü^Äe de« ei- 
tlen b voran •g<'hendrn vocates erfordprt wri« 
(acbung« vitUeicbt ift fralia, fiahu 9^11 fetzen; 

rHetu Clebi der num. fia lUetua [ii. frati?j, -« 

>u inlawiender gulL KK. reKk^an (K^ndcre) 

x{) und Tti gewif« noch and<*re, GG. fejjg- 

Iirgg{ikiinciti8) K^ggh^n (ponere / ep^i (acirs) 

rre) btjg^jun (meditari)« Di«'« gg mit di m 

lebt xa verwi'chfetn; der Gotbe grmiiiierl alle 

Wörter gar nicht. — ^xxavkt^iverbitultttt^eti 

itffide« kl, kn kr, ku. (welches aber bcIiiiiKlig 

tw wird); gL t^tt gi ; alle diefe wir<i iiai 

H. nacbweifeut v<in ^//. habe ich blo^ 

lil^ffDoerere) und dafiir mit elidiert' ai n hiii^bg 

gefo&cien* waa auch dem gotb. gÄurjan niilur 

kWicbiigCT iiili) die formen hl, hn. hr, hu; die be» 
iru Üeb an» den übrigen tuundarien leicht ver. 
dtecm hlaban. hl^o. hlidan (tegere) b1in6n (le. 
a) 1 ' > bi6l ifors) hlöpün. blud. hlutrar. hni- 

I* bn^^ u, hrJO. hriwig» brifan. hrinan. bring, 

^n. brorian (tängere)* hrori (ruina). hne» hui^e» 
pn. huila, hnit. — 2) inlautende, hr wird fn und 
gffücbrieben: fab§- ahfla. wabfan. wehflon. fcbs;' 
Ki« daa in keiner wabi hatten Verbindung vor- 
ht ablfill. mahl« naht. br»bt. flabta. inibaht. 
förabia. ferabt, lorabt. wiht. ribtjen. drobtin. 
r^bl* vgl. die vorhin angeführten fcbw, praei. 



W ver*leicbciti^ dei eotk. lehrt, dafi beide h and w ini 
li«Ei3i %^(bii . rnithin tiicbt unleveiiiAndrr wech*^i 

pitiid, (ondttr 1 IUI, balii das aiiJei« «^eblirbcn ßiid..l 

)aJuT bat lUikm» «to. im part nicht gitluw4it l'ond#rA. 
ü^o» W^ »Utk im goiu, k«iu w roituaterUult. '> 



181 I. angelJucJißjche pocale. 

Angelfächfijche buchfiabem 

Der anfebnliche vorraih vnn Heiiltmlihlern • dl 
bedeutenilUc auch im druck bckanni geojacl 
find , hit nocb keine cntifch«- und ücherc . 
des angeir. alpHabeta herbeigeführt, worauf lic 
nähere uiitcrftichung der fpielaricn des dJül^^ct* 
itiid ateit gegTiindet werden tnnjL Hiche« voi 
Ton einer dänircb - fachlirchen und norisliiinirct 
riode kann, wenigftcn» in der weife, wie er (ie dj 
führt« nicht gebilHgl AV/*r<lrn, Gründlicbt-rc #*ti " 
würden aber van genant^ni fludtiim der hflT. felbl 
nur in £nglaf>fl vi.rzonebnacn wäre, abhängen ; t| 
mich hanptf:ichtieh an die älicUt^n qii'^lien , nUnsl 
die poetifcheii gehalten nnd mitlelft der analopie' 
übrigt'n deiitfchen fprachen geCtrebt« die angelf. b« 
bcnlehre forgf^illigcr aofzufa^eii» als bisher gcfcbehco' 

Angclfächßfche vocah. 

Leider beseichneti die auigaben und vertmi 
die hiL felbft in der regel ^ar Hein« n ^edehnleu vi 
w^'lchcn die utUerftichnng ati^crordentlJch erlrbweTt. 
deUrn finden ftrh beachluitgswerthe fpiiren einer fol 
beBeicbntiM^ und zwar doppelter an: i) stnwpil*»!!' 
Aatt des gedehnten Jauta die ^eminaiton grCcF 
vgl. ßoeih. ii^i' vaa, i>7** i6y^ 17J* eic. gond; 
belege fchtage man b*»i Lye n«ch , unter aa « »ac, 
aar, faag, gaaft, gitid, laad, maaU tnaan, raa. v^a, ti 
briig, riip, liid; hotid » 00,, moor, roop • voo, 
tuun etc. 2) /.nweik'n das dcbnzeichen und 7.\vir tl 
der aci»uis (wie in nord. hfl. und drucken) theik 
clrriinülex. So lindtt [ich im Bneih. 195^ if, ~ 
bSuHger ift der gebranch in der Paraphr. , e« mögen 
bniidert wörtpr im g.inzen gedieht bezeichnet 
darunter für alle fünf vocate, doch häufig in de 
liehen Wörtern, fo dsß , einmahl die repcl der d 
feHgefetzt» nur in wenigen einzelnen fällrn flie 
von Wichtigkeit lind. Hier be'rfjii/^le: n, vi, mi, Ar, 
man; ed , ece, egor, rtTaf; tir, min^ tid; ör» god. a^ 
fon; fui, rc;ür* huati, bu etc. VeraiutbUch ißt lu'iiie i 
bf. gaii^Ä ohne folrbe vocalsteichen ; der beransgeber 
Beovulf fcbetnt Up nicht geachtet au haben « ich lr( 
im druck kein einztgee beifpiel an. Den cirrninl 
fcizt Lambard in dvr archäononi. aber ebenfaH« hhw 
kcod, 1. b. a, ü^, häi^ gin, tii| bin, lue; bec» gÄ«, S 



1 aagelfächßfche vocale. flaj 

,U, föt, b6t, ß6<i; vir, cü etc. ; ich möchte wi/?cn, 

fet «beiifjtU den circurxiiiex odor Ti^IlcIcht den 

iltet Übrigens ift w#-gen der rtltenheit der be- 

mtgemein zu erwarten, daß ^veder fchreiber 

igebfr ihre wahre bcdnitnng verdandon ha- 

r in einzehii-n Wörtern keine volle bewris- 

dle natur des vocals in ihnen liegen mag. 

godm Geh aber in England nntcr den älteften 

I iiiii rorgfamerer accenlnation . deren genauer 

kitdatin eine menge von zweifeln löfen würde. 

tiene mich überall des circornflexes A. dea acutus 

gedrfantrn lant« des acutus hingegen zu näherer 

unttg einiger diphthongen. Das übrige wird die 

itofig de« einzelnen darlegen. 

i} dii reine« kurze a ift befchränkter als in irgend 
era deutfchen fprache; da wo es im goth. altb. 
nord. ttkii findet, wcchf^ln im angelf. a, ä 
Tdi, dach nicht willkürlich, foudern jeder diefer 
hl eigner begrenzung; a tritt ein 

äexions- oder abteitungsendnngen, -a, - as« 
I «-i^, * al (wof<?rn nicht einige derfelben ä haben). 

iiil 4^$ wurzelhafte a die gemination mm nnd 

gt, %. b. fvamm (fungns) vamm (macula) mann 

S'J ritin (lividus); hierher auch die praet. vann» 

, canti etc. Gewöhnlich wird im auslaut die 

iitön nicht gefchrieben, fondern fvam, man, 

i; m der flexion wird Ge Achtbar: fvammes, man- 

li Fe vauna *). 

wann die verbiodnng mp. mb. nt. nd. nc. ng. 

beifpiele: camp (pugna) lamb (agnus) gigant 

i) filante (planta) dranc. fvanc. vlanco. lang, gan- 

f ing, (campas) etc. 

^ ein einfacher conf. fo ßeht a nar, wenn an die. 

»"»nt wieder ein a» o, u, ja, der flexions - oder 

lan^atllbe fiö^t; beifpicie: facan (caufari) fcacati 

aiflare) hJadan (onerare) fcafan (rädere) ftapan (gradi) 
m (ircl ilarjan (intueri) vafjan (mirari) nara (cymba) 
Ätca (dracn) macdde (fecit) maga (ftomachus) hama 
(cttii) oaina (nomen) tama (domitor) amuling (oriun* 



mm fozearri) für ran (d. h. rann) Aeht , fo wird auch 
% ni cht befremden, während fonft die Verbindung rn 
U vor fiftli lordect. 



904 



I« angelfäcJißfche vocale. 



dnt ab Aroilo) hca (ct^x^U) lagii (aequor) la{>a (i 
• taiio) niiigo -lutltiot (prupago) lia^ol (grando) 
(fiirica) UäolcreUa) gaitiol (veiiia) hatoc(acrjpuer) I 
(ßrxdu») aiol (delforiuii^) Itfiovii; (ater) hard (lepui] 
lUtipiräcbUcbe wichii^keit bekommt die rc^irl i 
«lerlinattoii, indem wörier. die auf eiof. conf. ^ndi 
ihr ^ in a umlauten, fobald eine tlexion auf a. 
hinzutritt, z. b. m^g (HUus) düg (diea) liväl (c 
im pl. magaa» dagae. hvalaa; ^eiK maga«. daga; 
magum, bvalum; desgl. bei iieulris: fät (vMg} 
(viiTura) pl. fatu. glafo; fata* ^Ufa; fatuin« giafl 
und in der adj. decl. wo );jt (piger) gläd (laetua) 
fem. lalUy gladu oder im dar. pl. latam. gladom 
kommen, noch in dicfen rälleu ift a >venigcr 
laut, als vielmehr rückumlaut. Aiunabma weife fci| 
ein fokher auch zu gellen, wenn die verbi 
und fc auf das ä folgt i z. b. gli(k (hofpeo) oi: 
lus) äfc (fraxinna) pl. gaflas , maßaa» afcas; niclrl 
bei andern conf. Verbindungen. 

Hit»rau9 ergibt ficb. daj7 kein a ßche ») weuo 
e:nf. conf. auslautet, d. b. ibm keine flexion a, a^ 
nachfolgt, z. b. ftaf (baculos) frät (voravit) ß) 
dem eint conf. die cndung e folgt« z. b. ßafea, 
¥ätei (aqua); hier fcheint die aclj, decl. eine atiinali 
Ka machen, wovon crft dort gehandelt werden^' 
y) Aveon andere, all die % orbin angegebenen 
confonanten auf den wurzellaut fotgen« uneract: 
a, Ot n der tlexion nachkommt; die wurzel hat aliJi 
ein ä oder ancb ea . z« b. cräft, gen. pl. crMfta; %i 
pl, iicva^; tarm (mifer) eald (velus) cic. In der 
bindnng fd fcheint jedoch noch a neben dem ü\ 
ea an gelten, wenigftena linde ich in den ähef 
fo\^'ohl valdan (imperare) aldor als vealdan, caldnr* 
gefchriebcn. — Endlich bemerke man, da^ zumahl 
terhin in den »fallen 2 und 3 nicht feiten o für a 
kommt, als mon , vom, long, gongan f. nian, yi 
gangan; auch im 4ifn fall bei folgendem m. «U b« 
noma , gomol« fe ronna, f. hama etc. nicht al ~ 
dai rnckumgelauiete a. Die ganze Zerlegung dt 
zen a-lants ii» drei verfcbiedene laute a« ä n% 
bat auf den erQcn blick er^vas auffallendei « erj^ 
Heb aber fehr durcl) die nicht bl«^^ im angelf. fn« 
auch in den andern inundarten gangbare völlig 
fpaltung dc^ kuT;:<.n i* und u- laut«. Namlil 



I. ängefßrhßfctie t>öcnte. 



ftd5 



Ilt in f , I* nfi^ ^Qt u in u ond o nnd ge* 

• iiiU rnji, nd ctf. den rei- 
» Lhi»u*'ii, fhun fie ee bei 

r tina u, (vgL diu bemerk ungeii zum tfl 
»jlicb der ruckomUui switrhen ä und a bat 
?m vDCilrn nicht anf dJefelbc w»!if* ft^u, 
[khebr dea alltn i in ^evideru (temp^flas) 
de% y in hytui-n otUn hörn, bietet ui 
fti fiche errcbelnuitg dar. Aua aUfm 

li t . da^ a dtr allere und anfiing- 

rfrhcr.le vocal gcwefcii > dem Geh illniäb- 
II d imd t:t ^ogtreUien. 

r vocal hat wie im aJib« <)ie swiefaebd be- 
d e« ' ich auf gleiche welle äu^cr 

pnder u .eide. 

1^ det 1 und durch ein in der endnng be* 
(£rclber i) erzeugt » wcicbea Knwiilen wcg- 
D kann. Kfftrge: veh, vehbea (tela) neb, 
liai) hcfcjban (terare) mece (enüi) rectid (do- 
1 (exciur»>} hnecca (collum) bed , beddea 
, TeJdee (pignua) ege (terror) trega (dolor) 
m} fec^au (nontiare) eltf (oleum) (al^ (anla) 
(tartarua) elteii (robar) TeUan (tr^tdere) idlau 
nie (Lmmaculatua) cetnpa (iniks^) meo 
t«*) lueonin (ft-rvi*) fenn (palual ben« 
i^e (gailiua) engel (angelus) ^nuß^tl 
idem) h^^ngc^ (ocjoua) bcteng*^ (g'^- 
^onvernui) Jeng (dintiu») banc« bence 
cc (artogantia) vrence (fran.«) ^euccaii 
cceo (ver) eud^ (finia) band, hend^ (ma- 
1 (o* pr«) fendan (mittete) ent (glgaa) tveiuig 
^ {mare) here (exeicUua) verjan (defendere) 
) bernan (wrt:rr)cfija»{mercenafü) not» iiellta 
Üettea (ar<;a) mete (cibpi>) fetUn (ponerej. 

iit diefci e genau ron dem folgenden l^ fo- 

n X und k zu fcheident obtchon in den 

vefNTCchfrlurtgcn dea c und ä cinlrcten, 

• 4fiß pcrchfieben wird. Den unttrrrhied 

, cf \in(\ e Kaitn man nicht aua den hlT. 1er- 

ntgen wciffem» die in alten und guten hlT* 

b. efol (aliniii) brrpo (dux) hilfr» weil die 

einen amlaut dea a in e bewirkt« nur die 

e« dajj eine frühere form efel» brrgi; Im 

Ändfctnahlc fleht e offenbar fehlerhaft, 



it« 



L angeljächßfche vacaU^ 



wie in hrefn (corvut) eCt (retro) II. Iiriffi«.ifi; 

und efter lie^f»ii ficb beide vertheidigrn* jene« 
die tnalogie de» alih. afur» diefaa durcb die dei 
eftir. 
g) e enifpricht dorn alth. ^i ift aber gleich dem 
fcbränkteren umfangit und swar verbiSlt ßch i 
ea ungefähr wie a sum tfa. Nämlich ala aniilaii 
Tor einfachen K ni. n. r. 1. 1* d. dh. c s. f. pilegt 
ftehen, ala: hü (ille) vä (nos) nie (mihf) |>«^lii 
latam) ftetan (furari) fveUn (iirere) leli (bene| 
(opea) brem (aeflul) cven (oxor) heran (ferre) 
(confonieTe) vtr (vir) vefan (cffe) feiel (fedile) 
(Den») metan (metiri) «tanirc (gigantetip) f^tel (( 
medo (mnltam) veder (tempefla«) credhan (dieat^ 
(me) fpr^can (loqui) f^gen (lienora) fegel (veloiö) 
(tninifter) ^fen (aequalia) fefa (mena)* Dnrh iri 
fcbnn in einigen diefer fälle io ein« wie hernj 
Beigt werden wird. Vor doppelconronani^n 
feltner Oatti und oft ift dann ein vocal zwifchen 
ausgefallen I vgl. heim (cairia) efne (pariter) 
Wie Im alth. (tSi. 82.) kehrt auch hier d« 
i'liüt «urücKf vgl. brecin, bricdh; ftelant 
^eder, gevtdern; |>en (minißer) ^tnen (ancil 
(pluvia) rinan (pluere). 

(I) enifpricht dem reinen goih. i mit Gcbetlii 
bei darauffolgendem mm. nn. mp, mb. nt. itd. 
ila grim. grimmet; vinnan, fpinnani geümpan, 
minte (meniha) grindan (molere) finc fope«) d 
bring» fvingan etc« In ilfen andern rillen fclHi 
i» e, doi doch haben viele angelf. wörier l b^ 
welche im ilth. fchon ^ seigen » z, b* die infifw 
ongitan« niman ; weitere belege allenthalben. — 
thiimlirh liebt der Angelfachfe i vor h ond hi^ 
ea oft ft. a* ä, o anderer fprachen in diefem fall; 
unten bei den gutturalen. — Von der mifchnn^ 
f&il f hernach bei letzterem* 
(O) von doppeltet ait 

i) erUtzi ea «uweilen, wie oben bemerkt, t tu 
bindungon mm. nn. mp. etc. s. b. rom« rommfl 
|jOnc (gratiae) fond (arena) vong (campus) etc. 
vor einfachen canf. namentlich vor d, m und n; 
Ich rct^dor (und nie rador) coelum, dem altf. ra 
f prechend ; gomel« nom«, homa, hron (balaena) on 
hochd. ao) und felbß nom (cepit}. [Par. 1 1 und 



h angelfächßfche vacaie. 



Sft7 



wmi Ich lufin mit nicht denken« diyf hier 

ime% 6 Ttchüß (ey\ weil ßrh dorh ]?«fin v6ng, 

liniiehmeii fi^; vtrmiiibfkb fotlie der icutu$ 

fchiedenbrit ron dem gewölinHchen o beaeicb- 

^'Hieib^ rrbeioen mir auch die bUdungsenduo- 

I «ol, -QT» (iltli« ilg «rj ftti hören. 

I 10 dfT regelt entTpHebt e@» wie im ihh. « dem 
I. lü ond a, Belege: die endong -o In mago, 
jn, die ftarken |iart. pnei. mit dem i blaut o» gad 
Ol) bodi (nuniiui) ofn (fornax) ofer (foper) 
(ciibÜe) tnga (dai) valcen (nabea) bold (man* 

SM (äuftini} holt (dlva) folm (maiins) bolm 
i) bolCier (ptilvinar) cnol , cnoUea (vertexj bord 
fo} vord (rerburo) ßorm (proceila) vorn (acervua) 
k (fpina) ior, torrci (luirti) cofp (vinculum) horc 
ibcio») büim (fundaa). -^ Einigemahl vertritt diea 
leh dai ^ Cohen f. Bz. 8)0 z. h« in voTan ft. retan; 
M ft. veorold, Ternld; umgekehrt e das Ot s.» b* 
Hl f ~-'gcn, 

jBir >.i « siveieriei 

. goth. u parallel und zwar jederzeit iror den 

• vWhfaidiiDgen mm« nn. mp. mb, nc etc. (wie bei 
id I) (•dann in andern tiWen^ welche (auyfer den 
iten und endtingen -u« -nm) folgende Wörter 
mi bueca (hirent) tuddor (progenieo) fnl (pocn- 
Hblt (plcniis) foltum (auxiiium) voldor (glorta) 
mStdam) fnmoT (aeßaa) irum (lirmus) bnp {coxa) 
lobii) hnR (Tacfitieiam) Infi (fappliciom) Inft (to* 
1} codb (noiui) modh (oe) tux (dem ma^tilL) etc. 

goih. i, vgl. Tiidnye (vidaa) vnco (feptiniana) 
(&Wa» aUh, witn) vuht f. wiht (aliquidj cvuc oder 

* qvic (virnd) tirura f. fvira (eoüiim)* In iufu 
r) ßehi « fogar tut da« alih. in« io (? läfu)* 

j « knrmer und einfacher irocal 

-^ngiieh jft er ala omlant dea u za betrachten 
rethilt ßfh sn ihm« wie e lu a. Merkwürdig, 
Üe ilteHen angelt, denkmlhleT diefen im alth. 
llcanten umlaui« der erft im mittelh. ü erfcheint« 
^1 auch die notd, mundiirt beQtxt Hm fo fnihe; 
Bqirache wir ohne s weifet die dea gr. v oder 
S« tj. Der gfund dea nmlanta Hegt in dem t 
I der endong, welchea aber, gleich dem e, häti- 
f gy ofmügn Itl. Belege: tyddTJae (propagare) hyg^' 



ftöB 



X. angelfäehfifcke pocaU. 



(anima«) fjlUn Cimplere} ymb« jputbi (drems) 
cyiiues (g^niii) cyning (re?i) dynfin (tonire) byr, 
(ütiiis) byrne (h>rfca) byrned (roritcitQ») wr*i //ai 
gemiKMlbyntiin (tuefi) lyrf (viIIä) ^yrt 
(brnr<:rtt) vyrt (radtxj fjfmi (fefthuire) t; • i 
tiare) und viel^ alinliche, deren ftsinimen uüeraü 
gebührt« v^l. urob, füll, fui ctr. Nicht feUcn 
fich der ncntaut iii vvönetn deren (lamme du n 
jntt dem fpSIterti o vertaufehl hiben, i. b, g>dl 
gylden (lureos) Vy'^en (r|»ii»orns) ftyrrom iUcvIr 
vyrdan (rerpcmdere) cyfpan (vincire) hytpin {U 
byrn^n (Cornea») etc. neben dco einfachen gatf 
{>ofn, ftorro, vord, cofp, hofp, hörn (f. oben S4 
worina sngleich bervorznsehen rcheiiit« daß dli^ 
formen haürn* f>aiirni vaurd früher huro, ^umt" 
lanteteo, 

2) fchan in den äheßen qoellt^n mireht lieb fenca 
dem vücal t* wodurch siweiertei fehler cDtTp "^ 
ndmlich a) r<!hreibung und aoafpracbe de« 
wird TerHerbt und man findet z. b* gyliaiii 
nymdb , cv^ydh etc. , jedoch nie vor den mehr« 
ten Verbindungen mm, nn eic. (alfo nie; gr| 
byndan) aber oft für da« bf?^erc eo, s. b. gyl 
foii, fylf, fvyrd, yrmen ctc* (tait g^ofon, (eofnfi 
fveord, formen, b) dai w;»hre y wird mit I rer 
m,b^ hige eintng etc, gefchrieben, wobpt freilil 
vorhin beim u gedachten ubergaiige swifchenj 
i an-i&ufchtagen Gnd. — Beide mifbrluehe, fo 
fie In allen hff* nnd büchern vorkommen, werde^ 
SU vermeiden ftichen. (^'gl- unten die sut 
ftichung dee anlaufa mit der ncgation). 

1^ diefe nntetrcheidung fo wie die det j vom geld 
ten ^ hat, well üe aot den hfl. nicht %ü lefne«'] 
im «^in^elnen, wo Keine inalogie «ndc*ref mundt 
«n&büft, rehwieTiglietl. Doch wird hier felbf 
fehler niit^lirh, denn wo dte fcbreibun^ s^ 

- jTi e« ^ü fch wankt, kann von keinem ^ die rede 

(AA) aa oder ^ fi«rbt nicht dem ihb« nnd cor 
fondem dem ei in diefen beiden mtindarten, foli 
dem g^Hh. at ptralJel nod ift ein neuer gtuK 
dafi jene ei fniher ai lauteten. Oie au^fprachi 
dem goth* ii niher ela ei* Beifpiele: i (Itm^ 
(vie) mi (rnaitia) tri (dun) bi (amho) ra {cäf 
(qoeiciiaj biic (pAiUdna) vtc (uollia) Uc (obUiio) 



I. angelfächfifche Wcate, 



di9 



^fi^cUf' frvSrt (rtiiu$ roiie) Kcen (fnm) iieen ßgimm 

rad (lituüj fH (ciifpl») rail (piritoa) hid 

ncino; vjft (ifjU«) blif {piuti} hläf^-ord (rintritorg 

hrcitbrrr ■) llfe (reJiqülte) ä^en (proptiua) fäh 

ftah (afcrnHii) läh (com* 

4iin«} m§l (nitenU) hkw (do- 

1 ^oi (ii«) üfu (fpDii)^) Sil (iiiiti») tian 

_^ lUn ilapia) min (fcelui) fväi» (bubulcu») 

^fip (prrbeucjit) ar (tet) 4f (nnntjtit) äre 

flf gkt (tehtm) lata (doetrina) ffir (vuU 

im) bat (nuttj») fiiü# (vcrii) ^k(i (fplri- 

uw) bt^exfpecUvU) hhi (ealiduf) hi- 

t (afpexit) ^fvit (ivii) bal(liittrr) iior 

I) ^ 'la; litt tJiith. fcfiS) ••} adh (jiira- 

!^ iTos) vriob (iiaiua) fvadbe (%e(li- 

fliucDj. kvM itvniper) vava (iDaitiro) 

r **i^» ^lijiaüFui) foÄV (^puit) favl (niiiniaj. — 

Plitfinen ( Ibi 'ftr, -av befVäügen meine inßcbt 

|lfb^ k (oben f. 90. 91). Ztiueikn lautet fi in :e 

^wO dftffh #«» Och dem *hb. und nord* 3, weU 

•fpTicbi» fJäbrn; bat (linlpr) ift 

Icbca letztere aber aiia dem tn- 

•^, wie oifenbar dai hocbd« bool» 

t, da das angebt, bdi flreti^alih« 

raan das notd, bAtr für acht ♦ fo 

i-f wio'e ;iii^pif, form bact und nithl bii feyn 

tet), Vtelleicbr r(l auAnabmsweire ein angrif. 

Itit« a anzutiebnien , au/7er b^t atirb in ntoon (ce* 

t>« ntcbt n^tnniK Ob die partikeln fva unH ^ 

icbl fvl und ^i Janten, wird lieb fchwcr cturrbetdt*n. 

'S * Üefer dipbth. cnffernt üch von den libii* 

:»ra^ iem er dem goth. 6 nnd aJth* ou gleich- 

kummt er lucb noch in anderm tninc vor, 

1. <i, alth. 110, ift eigcrilHrb um laut d»eicf 

iHi. folflkb genau dem mitt' Ib. ne nud ncird. cß 

fprecbrtt'^ : *^^r endun^ e fallt indefleD« wie auch 

lim u L 9 und x» und bei alkti übrigen lo 

dkf la^i jU , häuhg weg. Delege: UeC (pK von 

(ier) fecan (<^u44^rere) i^can (curare^ ^**) gl^d 



tr taII« form int foih. ufiii tiord« 
>iii hl(ii(i««4*» ibUiioiidri «Itb. bleib* 

in khli«fi€ii. 



•JO 



I* angdfächfifche vccaU, 



(ignis) fp^d (felicitaa) ß^de (turgidut, ieftts| 
dan (fovere) f^din (itere) hidart (cavere) 
fantre) nieder (vDatri) hr^fe (leprnfus) fr^frf 
foJari) ^feft (Feftinatio) egor (aequor) ge(kge{con^m 
Tr^gan (accutare) hei (caU) c^le (a'^nr) F^ljan (U 
d^man (judirare) hr^mig fcompoa ) b^ni ( rogaior 
(aiidjx) greue (viridis) gr^njan (vireie) vepan (pl 
gpi (anferas) b^ian (eaiendare) f^t (pL van 16t j | 
(falatare) fv^tt^ (dulcit) Sdhel (praediiim) fedbii 
lanH) hrSdber (pectus) m^dhe (felTua) bredt 
tedh (dentea). 

i) ftaweilen erfeut ^ den d^phth» ea, nameni 
in der Par* ec (eliam) rec, recas (fiimui) 
nnt) accifntotcrt» alfo hc^ rec, ^ce f, eaCt 
ehenfo anderwärid n^d (necelfitad) d^paii (t 
Mh (facilina) bdgaa (annuti) n^tcnu (pecora). 

3^ endlich enttpricbt i dem ahf. i und itrh. ^M 
mhd (mercei) vetand (n. pr«) nnd den abUnleniH 
hii (juflrit) lic (tofit) ]hi (tivii) Tp^ii (nexuit) thig i 

Nach allem diefem wird die ausTprarbe det 
engl« ee ader rinem fangen i i&ienilich gleicbi 
t^ja and wii'Klich iinde ich ßoeib. 19^^ 
wie 17^^ 176^ QebL Die mifchung de$ erfien] 
ten e begegnet der des im und ia im afib. (c 
note) und aut der verwandtfrhaft dea kuracn^ 
drs kursen ^ und o« erklären Geh die berühniDga 
Übergänge zwifcben e und b. 

(IT) dem goth. ei, alth. und alif. t vStlig gleti 
lege ergeben fich überalf, hier nur einige: tdel (, 
fide (latua) bidan (exfpeetare) f^fel (fatiioa) gi^^r (4 
niigan (mejere) fclmi (fplcndor) \$ (glacie«) {^iHA 
firaa (homines) Udh (poluO bivan (di)me(lici) «i« 
auefallendem n wandelt ficb i vielleicht in i» ^ 
(quinque) fvidb (fortia)? (vgl. die bemerkung 9un 

(00) doppelter art£ 

J 6 — goih. 6, allh* no; der gewöhnliche uM 
fall, deffeii umlant daa vorhin abgehandelt^ 
fpiele (au/er ablauten und endungen) 16 Cp»»^ 
(Jtber) n)6dor (mater) tii6d (animua) god (bann 
(fluctus) fföfer (folatinm) öfoft (feftin 
1) öga (teYrcir ) br6ga 



pne 







vröhi (Hf) Tobte (cjuaefivii) r<5hte (curavii) roll 
Tol (pedia) gel6me (Jfreqneoter) ddo (Cac* 



L tmgelfachfifetu tiOcaU. 



tji 



MMU) Ar (orifo) Mr (rcaVpmm) ai6r (palui) enAfl (pro* 
^P^] Mrm (ImiB) gn *röc (triAiB) bldian (immoUre) föt 
(M) brddhar (friter) etc. — In der Ftr. finde ich ü. dei 
ibliou 6 Öftcrft M (^efehrteben eö) a. b. teoc » Tcifdc« 
blM* fji^fditt fc4^6p für t6c, fcoc etc. welchei erft bei 
4n eoci). etörtert werden kaoii. 

t d IUI a darch aoaU/ung von con- 
.LurdiLirii , 1. u_ I . jch dea n; fo; fon, hon ft* fangaiip 
g69 (aiifer) altb, gana nnd vetmuiblicb auch 
ivla) fodb (▼ertia) i&db (dena) odher (alter) vgL 
mk drm alib. Unh (renfti) fand (?) indar. Oder wär# 
in diffrn fiUen blojf einfache« o afiiunebmenl Die 
. f«r, accetimiert f6n* aber auch« wie ich varbin f. 227. 
hrmerkce, ncim* Daa engl. rchwaiiKen swifcheD gootet 
lövib. fuölb, otber, foft emrcbeidet oicbu. 

cfijcbi gleieb dem 1 keine febwierlgkeii und 

Tii in ^n übrigen niundarien. Beleget 
c}bttkin (uti) \^c%n (diudere) clDd (ropea) 
f(¥^iittut} \ith (veiciUiiaa) biii^aij (Hectere) fiit (for* 
luiL ffpatiom) flin (aiyOeriom) ddn fcollis) ti^ii 
lep.) mfii (niunaa) fear (im her) fdr (acidua) 
(i...*.M*; .y* (pediculoa) mAa (mn 9) cri^vian (confidere)* 
«dl den axifliuten ^d, nö» butu (ambo) bd (<}uoinodo) 
tdii debn^eicbeti so gebühren; wegen dct knrmen 
I ä, falla ein n ati«geworfen ift* (lebe ich» 
ad a in zweif^l, bt^ifpiele und: fug (cupldua 
Jum) Cnfl (fuppliciuni) gudb (bellcrixi) cudh 
«}. lu der iPif. ßebt fiji. aber «och fübt (morbua), 
lieber kclu ^ zuhommu 

IfJ von doppelter bercbaffenbeii 

: goih. iu und nord, ^; etiifprecbend fowobl dem 

/in, ab dem fpiieren iifulatil dea A, im angelf* 

^bar aU fokber umlaiat dea Q anzuerkennen. Hei« 

• (an/er dem pitef. fg.dairker verba) ^ (inftr, 

iliii*l bfyd (C0n|nx) fciydan (ornare) byga (angu* 

etytuan (diUtare) geryne (njyfterium) ftrp- 

*> fyr (igoia) fjfan (capere; mya , lys (pf, 

i I ^^{iri^ (leitebrofua) ^dh (uoda). ^dh and 

Uuica vieilelcbt jdb und fyUn. 

ibJUelti.. ce« cei ond nord. 07» d. i. omlant dea 6 ond 

^aifo angelf. oniUtii dee ea. So leitet ßcb von 

•q» bei^Q], beai;, dreiim ete. ab: htyp (curfna) 

^~ (tnba einer«;' dr^nijaa (jubiiare) bynan (irrt* 



ftji 



L Gngeljdchßjche pccaU* 



dere). Andere bcifpieJe; nydtn (cogere) «0><;tii fj 
attbu^^n) gym an (rnrarej hr^m^n (rocare) 
fugiii) cic, D« fiJT ra* wie voThiii gesellt. .u„. ^ 
Isornrtit« fo brßebt iiebrn dt^n meiflen diefer Wörter i 
die form: n^dau, brentan etc.; diea wäre eincrj 
puiicte« woran man Künftige forrcbiuigen über orl 
verrcbiedenbcit d< r mundanen zu kiitipfen barie. 

3) rcbreibsrig des i üait y ift tadelhaft.aber liüii^g, fett 
wird y (ur 1 gereizt ; beidei Tuche icb %u ^ermtii 

(KE) einer der bnü Tieften und wicht rgfien ai 
vocillaate, den icb in awei ganz verfchiedene «Vif 
*eTl^gen wape, obfcbon hff. und gedvarXie deriJ 
l^ar }ieine anteitnng dasu ^eben *) ; ä idein kurter» 
cii^fäcben a zunäcbd Hegender* x hingegen ein enlfi 
den langer laut, beide vertanfrhen H^'h nie In ihre 
deutung und wollte man iie niigf^tretmt Uj?#n^ To 
eine reihe von analoßien« welche die iibrigeti fpr* 
an bind bieten, völlig verwifcht uierden^ 

Ij % cntfpricht dem golh. hocbd. ni^d'nord, a» 
in den fallen« wo im angclf, weder (elhft t, i%ü€ 
einirili» Jene find oben, diefe werden heroaeli^ 
geben iverden. In dl^r Wurzel (lebt mithtn i 

i) fobäld ci|i C3 ' I coiif. .darauf antlAuteu vgi#j 
fubH. bäc (l< ^rär (robm) fn^ci (lunbrta) 

Üg, mag, pif, tirtf (lenioTiuni) bvHl (H 
(Stf^j^t-a; gl$6, Jüt, padh (caliia); di# adj. 
(c^ler) final ^ lätt hvät (acer); die praet. bräc^ fi 
bäd. mag, lag, biir« gcnäfi » iräs « fräl • m&ui 
evüdh erc. die rron« nnd p^irtikeln: ^M, hvät« llt 
Anenahnie marnen a) die auslaute w, hier bidl 
oder wandelt ftcli gern in q, z.b, nam (cepit} 
(venir) fam (cUudfit) oder ^nc^^ nom. cvooi, 
nnd nicht näm» cväm, Um. bj die auslaute f.j 



*^ t in Hier blciVt dif ^emeitie fchrift liinUr den ftfiq 
tcti f)er Uiite zmncsk; £vrjr niornAn^ rmigfiiet, 
FD^hH^ mAnri'ff ruf. UUeti, fabalJ ficVi totfr Al 
fache «iiifpratho finc* lei^hens hlfiicicliende ^tü^ 
ben (fte hnd in» ^r «nafogie der iTiuiici4ri«ti.^ii M 
wird der gramm>r4tlci wolilthun, nnterrchflJi 
xeicIiDitrrEtn ein? ' ktnti hieriti rHe^»"^ 

alt lEiiTiA ilMiri » .il ite.vhmi dio fei 

iiuttiri^cbiiti{}a wetiit .*t««U iiu vctfolg 4e* ntiii 
Wit4«c itt%e^el#«4i wcidao ipOü^ , ^ 



L an^ilfdchßjclw vocate. 



i^i 



Bfli f, rc^T weUhen lieber ein ea ßebl (wovon utch- 

ji, h ä tiodet , wie ge- 

I j M ^ . gäpf lär, c) fcbein- 

ne lictd di« oben (. 225. angeführten aaf« ' 

t^ w.oii 11, welche fitr die gemitiiiioa gelten« 

nur ein vim » tiii (d. b* rirom » vanu) kern 

def einy^eJne conf. ifiUntend* rofi einem • 
gm fyticope eioes rocali») von einer ISq. det 
' -► wird« t. b. vkter {«qitsi) äled (ignts) 
icf <|iitct) :ifer inger) m'iß^^r (gtaci- 
«?! (giando) hrSgrl (veßii) bü- 
^e^, iibrrbagpt alle gen. und 
^Ätr Bi.iniiii. o. ncuir. fubfi.; — f.imne (fe- 
[fm^lne (p»rvQix3) fiziälra (parVoruin) h^glas 
pva) J*jfti (nvB) rjifn (<aqiicar, golh. r»2n) 
_ 1, |iTopf») ft*^i»'> (^^p»^if^)* ÄtTsnabmcn a) bei 
ij die ^en. fs« mite, und neuir. • die acc. Tg. fetn.a 
\tc. nnrl die noni. fg. fern, und neutr« 
^f (liiuz: bei ^dj. kehrt daa a auch 
ick) z. b. fmale (parvi, p;if* 
im) b) auch das von e gefu!|iie 
er a *U ü i^ur fjch äh leiden, vgL ga- 
1 ^«mel (venu)* c) bei der enthing tkt 
ifU ptl^l. ti«»dö ich fehvvanken und z. b. 
|fü iiJjdrn V ' ' * ' ^jn (onrirtm). d) vCrReht Geh 
_ ftlbß, rff' -<^w andern rocal der endnng 

le daa n der ^vor^'^l emuitt, natuenilich in dfn 
leii fallen, f^bafd iidch die älter« endun^ 
ßatt de hvirtichtcn e gilt. z. b. hagal^ 

d )Ppe?ctTnronin«en. fo gill |i (an/J«r den vor* 
nc , iigfü) nur vor fe, 
... ^.. , Tter» CTiift, äfier, bäf«, 

tifiter ^ jcdDch II und vielleicht fc in* 

1^ dit s xTjiiit i^i immtft vgi* g<^>»f afcat (?), nichl 
l^ ei bei/7t cruha* nicht cr^ktu. Sodann vor 
Bcnina'I -^ ti, cc. iL aU: äppel (po- 

£) hrppa ?pe (oenta) cräbba (Cancer) 

b^Jn (habere) i*i • i< gui«) gnäi» gniiii«* 

.1. VT itlr* ;3i ; vräcca .(exCül) läi^4 

n irn). Andere dopptUe 

^^^.iiL naut*» M^-k ' *■'• i".ij* entw, a (wie die ge^ 
^ituiUin mmt nn) oU^i tä (wovon unien). 



iS4 



i« angelfächfifehe vocaU* 



N«eh diefer iDtetnanclerfetfiting wird 
ficht in das wefen de§ ingeir. ä fnogUch fej 
den tibrigen druirchen Tp rieben kaum et 
hat, E« unlerrcheidei fich i) von dem e» 
des a, denn e« wird nicht durch die etidunj 
ge*brtcbt; die end ung e« bei der es ftuw< 
ift theiU Kein fotch« • e, fondern ein unbet 
fcbwfichtet« theils Hiidet es häufig bei a 
oder dopp, eont « folglich ohne ein enduni 
WirHIich Termifchen auch die hlT. ä and e 
einander, man wird weder ber, meg für 
mMg (valet) noch Täle, häre F. feie (aula) b 
finden, 2) von dem e« «, b. veg (via) regn» 
lautet anders als vägn » vän (ciirrus) mäg^ 
3) von dem langen e, umlaute des 6. 4) vi 
gen Xi denn Wörter, die letzteres haben, 
duTcbaus bei, weitn fcbon a, o» u in der er 
da es folglich macl (momenium) gen« n* da 
ii::z:Tüm hei^t, fo darf man nichi öxg (dies) | 
i'Aß fchrribent gen. und dal. pl daga* dagi 
sc verhalten Geh gfnatreueinandi-r, wie 6m§ 
Tgl. lag (iacebat) Iz^nn (iaeebant) alth, lag, h 
noch einige beifpiele von dergleichen« in gel 
1>nng wohl nnierfchled^nen lauten: fefer (fe 
(folatinm) figsn (jüngere) fäger (pnlcher) v^ 
gan (eludere) praet. väg , p). vxgon; vagen 
va:g (flnctus) vab, vyges (paries). — ^ Ohne 1 
mnß S als ein kurzer *)• quantitativ dem * 
laut, nicht als ein umlant, fondern als eine 1 
feinen a betrachtet vi^erden« die lieh am ftigli« 
trübung des 1 in ä« des n in o vergleichen i\ 
inüchi dadurch brflätignng empfängt, d»ß i 
1 ein ea, wie neben dem e ein eo aus ■ un^ 
fen. Dies wurde fchon vorhin f. 2:4. anged( 
bemerke ich weiter a) das verhallnirs twifche 
hat fich in mehrern deutfchen aiingen, das t 
und ü haupträchlieh in der angelf. hervorgelbi 
nea ift fchwankend« diefes dadurch geficheru 
mehr von endungsvocalen abhingt. Denn ai 
geir. behalt vcg (via) fein e überall bei unl 
nieht im pl. etwa vigas, viga. y) das verbal 
ä fpricht fich befondera im fg. and pl* pr^ 



*J £• duldet gemiiiaiion hinter ficli« 



h mngelfdchßfche VOCaU, 



«35 



it, wo k«ln Tolchar eitifltiy7 der enäung wahran- 
\ Ül and gerade flie rerba mit der wursel a sei- 
imen analogeo wecbfil tnit ä, eher da» ufngekehrte 
f bicniber t^i der conj.) i) Ji i(l die durch kein« 
faai«. volle voealendang lufgehalme^ entfteltung 
raliifii i^liDtf« der bleibt, fobald a* o» o folgen 
tinfaehe confonins a-wifchen liegt. •] man ver- 
bedat verhklunU dr-s uord. a und ö, wiewohl leu- 
du durch die endong a gezeugter um taut des a« 
n |e|roihelt daa angelf. a mit dar endung ii ver- 
kk it Außerdem wurde mogr^ gen. pl maga fchr 
iif(, mag« erinnern; im dat. pl. bekommt jenea 
in» diefci magnm. ~- üu^zufprechen hat man daa 
If, i wie dat engL in have (habere) Terfcbieden voo 
^tkliei dem engl» e in web (te(a) gleichlautct. 
t ift i) der dem alth. und nord. i parallele laat, 
^ wie d^ mu fprechen , und swifchen dem goth. e 
nd jenem h einftehend . wogegen dai ingelL ü dem 
\ ii enifpricht. Ein deutlicbea beirpiel der jeder 
iwidan etgenihümUchen» nn verwirrenden fügung der 
a, D%t9 angetr, x darf fo wenig ala das goih. i fiir 
n imlam des a erachtet werden« obgleich im mit- 
•IL u. nord. ein folcher umlant wirklich ftattfindet, 

■{wmßer den pl, praet* liegen, iion, facton etc.) 
ma) vTTCt (vindicta) dxd (facinaa) rxd (con- 
d (bioeii) fnxd (oBFa) ^xd (ülum) mxg (pa- 
I) grrg (caoiaa) Txg (flactua) bxl (pyra) njzl (tem- 
) irxl (Ugitta) ht\e (rir) fzl (felicltas) xtf (geninft) 
i/pan (dormire) vzpn (arma; fxringa Cimprovifo) hxr 
mJi) msre (ctirut) fvacrt (gravis) rxa (carfua , vi- 
; engi. nee) fvxi (familtaria) Ixian (Unere) (Irxt 
da)* t) aitsnahmaweife ift ea itideücn wirklich am« 
I dca 4 und dann ienem nord« oder roittelb. ar for- 
11, aber nicht materiell gleich* indem ei gar nicht 
odatileC Belege: brxdo (laticndo) hxlan (fanare) ge- 
m^ (cammtinia) Axn^n (laptdcuf) xnig (unicua) rx- 
iiloa) Ixran (docere) hxto (aeflus) hrxte 
xfjn (pcUeie) etc. von den (lammen btäd* 
li, maßt CUn, äfi« rdp« lire, hit; ferner getxfe (com« 
»«>do«. gerecht von tafo, goth. taibf^oa) fxgc* (nioribun* 
4n%) %xdhan(veoart); dxi (para) pl. dxUa wärde rieh* 
tiper diu dil^a hel/fen« wie ich zuweilen gedM finde *]» 



*) lU^idig« r^oiüina» ee^f. hdy) fobeinc wt*deruiii d«ft am* 
|LiUi»t«t« bUl (t tag« note} , wiewohl mtt Ui* b«d«utttii^ 
T€ti M^tt 4i$t ftoeh Sitklii iü. 



«36 



I, angelfächßjche vö€ale* 



IndeiTen ßchi auch durchg^hefids Tx (mare) i 
dit. fxm ft, Täv, fÄvf», rSvum. — !o der aoftl 
mdgen beide, tirr^iriingUrh verrchicdcn*» « a« 
fallen, feiii^enanitntn kannte man erßeres 
rea ie bezeichnen. 

(EA) öb^nfiiJU zvitx ditrchaiif verrchieden^ 
Ij) ea rr goib* alth. nord, a, und zwar in folgend 
i) wenn die gcitunaüoiten 11. rr und die v\ 
gen Im. \^. If. \u Id. Idb. Ic. lg. Ib. la; rU 
rp. rf. fl. rd. rdh. rc. rg. ih, ra* folgen. 
t^alle (omnes) g'aUa (ftl) hii4lie (luUe) v<i 
damenti) h^ arrd (dominua) piartac (claiifu^ 
Tum (navibwa) vi^arrea (eaUt). auaUnteiid 
cbcrweife cal, ht al • vtal, en ar grfchriet 
(culroua) cvealm (nex) fealm (pfalir 
tua) b»alp (iiJvit) cralf (vitrilua) hv 
bealf (dimidiiie) fiatte (ungtientuni) ht-aU 
int-all (bralium) T alt (fei) üne veali (rotoncf 
)an (noiarc) ciald (frigidua) iald (veiua) 
(praefectuf«) bcaldor (princepa) bäg-ßrald (o 
veatd (falius) frablan, hialdan. vcaldan* ii) 
pfaet. flald<; (tradidit) t< aide (narravit) cveaM 
ciavit) von den inf. fellan, tellan, cvelli 
(calx) gevtalc (volutatio) foalc (fervufj 
(tueri) g(-d1ga (paiibulum) lialb (pilalinfn) (H 
tnendavit) g^alh (t^ifti^) vt^alb (peregrintia) 
(coUam) prart (gemmuia) ^7« arl (validua) b< a 
nua) earm (niifer) b arm (dolor) |>iarm finia 
bearn (infaris) diarn (occultoa) ft arn (ioUr 
(fturnua) h> arpo (citbara) die praeu ci-Äf 
ßearf; cviariern (carcer) fv art (niger) tt- 
oard (folum; \ i ard (ciiiloa} br ard {daru») i 
pimentum) vt^ardh (^ebat) i aic (arca) mv%t 
ftc*aTC (foriis) gefv^arc (catiga) fm. arcjan (# 
titrg (pravuF) ipiVarh Inirdulia) vi>arh (neouai 
(padex) e(c. Zuweilen ünde^ Ttcb in diefen i 
oder ä gefchricben (z. b. fial^a^ äib, fväri) 
mir aber tadelhaf^ bio^ bei einer ncnrct«up{ 
Weße Och daa «ubbletben dea ea begreifen, % 
(^Cücurrt) giiri (granieo) f>. ran, gräa, wonebii 
unrichtig geara , vorkommt, 

t) Tor h, den verbindonofen 
a ferner in 



beleg 



(aqua) K^ (^ab. 



gcfcah (gaadebat) e^hla (octo) me 



t angelfächßfche vocaU. 



137 



frififi> ni^tKt (noic) fi^ȟt (pngnjivit) aftfetht 
^ilf) üäkI (humerui) fcax (cti- 
' (cultei) Tcax (ccra) vüaxan 
ffeiTff} etc* 

bwarikead finde i^h ca, a unJ ä vor dem ein- 
e* r. p. f. t. d. lili. c« f? . deigteichen vor der 
ifiulintg ft, ß. licifpiele de« ra: bealo (malum) 
fe^eriüa) fealo (hil^cii) bcara (hiCQ«) rttcar 
acnma) crar (curü) fearo (macbinae) 
gv^p (patulus) Tl. ap (ahu«) gefctapu 
»iimrae) e^af (palea) geaf (deda) eafora (eognatns) 
krif-c (acd^iu'r) ongüai (iiitelieait} geat (^oi laj« eat 
) fcrat (ttuinaa) iiaiof (dtrus) beado (pugua) 
i-^t idor (limulj ^ador (fepcs) fcaado (uinbra) 
ibo (cotmen) fceadfaa (latro) fceaccn (cjya/Tdius) 
Bgol (ruagnna), compoßta mit 
Jft Mehrere dicfer formen fin«l 

ftbca uuitir « ut«u » angefahrt worden* z. b. hsioc, 
w!uA^ fcaceo, gat', 4U ei ht^Ji iicli darüber kciue ail- 
^^pietüe regel atifftelSen, fordern man muß die vor- 
>*!».... 7.» fndividaelle fchfcrlbung an den einzelnen 
neu ••)• Nicht fekcn knigen feinere 
w : i.adlcr formen an folchem wecb 

*ft ^' »• b* ftiip (grcifua) pl. i^apas . 

ftj icap (fcanden^t exceUuf) '"'^); fcöft 

(L» . ^ii (egenua). 

^) 4k hioptrille nnd wo #ia enifchieden (leht^ Hud 

d£e tinier t'. uod 2. angegebenen , in welchen 1. r 

^lio d K v<!>n ^inem weiteren conf. gefolgt, eintreten. 

fe wibrnehmiiog etbmi durch die analoge nnter- 

^dang der goth. äi und ai ; äa und au (oben 

1^. 46.} indem ai und au gleichergeflalt dnrch c\n 

sdea r und h bedingt Gnd. mciis bedentfamkeit. 

werde beim ia bald darauf sturükkommen. 

rginge dea ea tu ia und iV (wovon einiges wei- 
let diefen) ^erratben einen abweichenden dialect 



cricai* oortä. Ettckir, Alth* kiUclti« miictlb. kttecbe; 
fpur tinet bochd, ia» ie. d«i mU dem ingeir. <■'• 

^w^erltftb gibt e« fubß. aof ir (wotiL aber praetO fond^rti 
^t mui l«f and fo utiterfölieidet Hob i€ir (UcriöiA) ^i>ti 
I Ur (Ucerivii). Hjupir«cbliob Tcbwanlen »weifilU. »blei« 
' tvo^^n iW%i6U9tk m and ^> a1« rarod und v^AtoU (^tiluit)* 
\ Wovon wie^arum ficip (poeulttoi) TöUig irtrfcUitdcii* 




I. mngeljachßfcht voeale^ 



und Gnd unbefremdlicht übrigeni recfaifetti 
naeiner näheren beftimmang de« ea m ei. Ot 
Ue|;t dinn gjinzlicber Übergang in t (oft gefclii 
1)en y) nahe genag« vgl. eald« fiiperi. ildeS; il 
(morart, alth* eltjan« praet, alta) etc. 

6) nvö ia einmah) fleht, bleibt es feft im wortc« Q 
rückncbt auf endangen; ea bei^t z, b. mear (t^i 
gen, meareß, p!, ruearas und die bewe^lichketi« 
der wechfel zwifchen ä nnd a berbeifnbrte, fto« 

7) €a iß xwar diphihongirch , aber beinahe knrm ( 
auch \et\et goth* ai * au Kürzer als ai • ^o) sa l\ 
eben « d, h. gleich einem kuraen a mit ääcbtig \ 
gefchlagenem e, 

H) ed ^ goth, au; alth. au« ö« ou; nord« an; diu 
lange dipbth, wirft den ton auft a und wird dii 
in der Par. eä« bei Larobard eä (p, 17. eiicnjimd) 
centuien. Daher feine auafprache Ton dem 4u 
übrigen mundarten, gleichfalla mit betontem i (1 
denn die oeRresch. volkAfprache i ft, au tn bia 
^eigt] nicht viel abweicht. Das irorfch lagen de t 
ich nicht für ein e (aui i enlfpringend) zu etlttlr 
es fcheint abfchwachung eines anderen vocals« A 
ge: fca (paucus) itei (dominus) ^rei (correptio) 
(eiiam) leac (porrum) breac (fruebatur) hreic (ßm 
reäc (fumns) fleac (piger) eican (augere) eacen (pf 

Snans) beacen (fignnm) bejd (obtulit) hiA {h 
eid (mortuuf) neäd (neceiTltaa) read (ruber) ei 
(dtires) e^dcn (genittjs) deaf (fordui) leäf (foltam) 
leafa (fidea) hegfod (caput) reif (veßia, fpolit»m) 
(Corona) eage (aculus) leah (mentitua e(l) Heab ^ 
Tit) deah (color) heah (altus) neab (vicinua) ^1 
men) beam (trabe) dream (jubilum) AHm (foffd 
hreim (clamof) Ih-eam (torrena) geame (cnra) 
(faba) lean (mercea) ceap fpecui) leap (cor bis) 
(acervua) Iledp (cyaihus) ceapan (emere) hleipan (< 
rere) eire (auris) veäs (forte, cafu) leaa (folutna) < 
(elegU) eafl (ofiens) neäi (pecus) geneat (focina) 
(fortittis ed) breat (Cregit) greät (magnua) beatan( 
entere) gejtaa (nom. gentis) eadhe (faeile) 
(mora) feädh (puteus) deair (ros) |>eav (mos) gl 
(prudens) hreiv (poenitoit) ceiv (mandueavit) dv 
(otbndere) feearian (oontemplari) heä van (caedere) % 



*) Wirtiiii heiftt ei tiloht meiTU CpucU«) goth« auviU* 
dsrn m€6?lt? 



I. migeljacfißfche vocate* 



J>39 



Ott Ift I ob^rgrliefiden ai worde L210. gedacht, mit 
iet iNL fchcitlting dn ta in 6 und oa hlingt dai nicht 
tariiRmen, d^ iich rnwabl ned 1 fiecefruis) n^t (pecui) 
all y«b ^ hft-m (clamor) findet, FoJgende <frf 

YrrUrrHii 1 ^Jichtigtiitg tu) ea 1\. dea golh. ah und 

, all; Icau (viiup'erarc) fledn (occidefe) ^vean 
i.i-r^ * Rafk p* 7a. nimmt auch ca in diefen wörlerfi 
tmi Tollte ihnen ^ snWommen. wie vorhin f. 2i6. deo 
pracL ^^ih« gefeah? Letsterea ftimmt zu dem goth. 
ah. nn«J efßrre« nicht su dem alih. ah, ß) geir (an^ 
BUf} fc«ap (OTia) widerrprtcbt gleichfalU dem gCMh« 
ulfi tlih. iir ond icK; nicht unwahrfcheinlich wSre 
le^p. eh«f wähl g^arf am Bcherßen» weil hier ge^f» 
[dr ß. gifxr. 

(EO) wicdemm mehrfach« 
^Xgüth. »i* nnrd, ii, illli. ift t:^v>d zwar 
l) TOT fT cnd den verbindnngcn mit r; rl. rm. rn. 
!, rf. rt. rd, rdb. JC, rg. rb, r» •). Belege: eorre 
r nrran (procal) heiirrai (cardinee) (leorrt 

«j.y < orl (%'if nobilisj c^'orl (rnfticui) formen 
(m* 1^.) f^ormt (vtctas) biforn (heroa) cveorn (mola) 
-^laiTi«' *" Lt*?r) teornjao (difcere) eornuft (dadlani) 
ff . Par. p. 67.) Tiforpan (jacere) hveorfan 

(rert'i) ß*sjrfjn (mon) h^'one (cor) ßeort (cauda) 
biCf^ Igr^t) Cveord (gladius) cneord (ftodium) rifoid 
(ftfim) ••) eordbc (lerfl) v^ordh (dignua) deorc (ob- 
f^r, ri^) ^enrc (opua) beorgan (tueri; beorh (arx> 
(viti) n^orxna-vang (paradyfa») b^orKt (clt- 
niij corfjan (irarci) f^orOan (elongare). Änfznnph- 
. iDrn, wie beim ^a, Gnd die amretznngen def 
' fftan (frangt) Berfcan rtritarare) ft breftadf 
tri und dämm nlw beorftao» ^eorCcao. 



Iklm ▼« U and teUnn vor ▼arbindüngtn mit U vgl. fc«- 

M («typ««) ffolf (IpfO reolfer (trgenmm) mfolc (U<i) 

' »tlUr (Utabfie). L«tuer«« vielkichE hdoiaer. di« b«i- 

voraMgaiieiid«Ei Knd contitciinoan »ui föolofcr, inÄo- 

^.^ tnsd i& 4i« b«id«o rrften adii gcwöbnlioher frfld. 

riaf* «b wit llbaraU f^ldan C"'o) 1»*^P" (J«*^*"^«)- «ich» 
faohbB, hAilpati; Tgl. daa gotb. i (m«bt ai) Tor i. 
[••jSö eberai. richti{;ef fehainc riard (tlth, nru)* »«hen 
' bf^rd (Mifpti) &nd« tob bteard; atiob d«oro intg nactt 
10 ahkr urob, dam nord* döckf» u, (atbÄ dam angl. 
rJk ^&«e difir« gaCobtifbcD wf fdan. 



d4^ 



L un gel fach fifthe vocaU. 



%) vor ht bi (x) und ht; die belege (ind reiten* 
(pcrunU) blöoh (color> fenhtdfi 'pagtiaT*- 
(jjtcit) It-ox (fex); gewÖhnHcher ift der i\l ^ 
i: Üx, riht (tUh. reht; eic, (f. oben beim i ami 
um beim b«) 

l) andprwärte Tchwanlit der laut awifchen *^ UöÄ 
tiafhßLhf'nde zeigen meifienfl er>; beo ' 
(ilLi) eoile (ivil) ^odor (tectum) geor (do* 
foii (raarc) heofon (coelum) b^ofan (iTcmcrc) cj 
(aper) cleofu (rupes) tloI (celox) geoln (ilaru^) 
loc (carex) mealoc (lac) reüloc (Concb») iforn (' 
bcion (efle) h^onon (binc) htoro (eiifie.) hcoi 
(ram) bearoi ( cervus) veorold (mundu») 
(forar) pTec»ft (prcebyter) eoieu (gigas) fveol (l 
fveolol (manJftßiis) eic, 

4) eo bat ^leicb dem ca (von welebem et liberall 
flau 2u fcbeiden i(l) zwar dipbthongifcbe, d( 
bHlbliwrze ausfprache, mit bloyicm ToifcJilag dea 
Die bauptiälte Ci^inea eintTitia (folgende« r ond 
Hellen ea dem golh. ai (oben f. 44*} nabe iifid 
dtt ein a dem 1 vorrcblügt, fo hat ücb hier n: 
dre^bl e (daa hnßx i) in den vor-, ond o in 
betonten nacbfcbtag gelegt. Denn daj? o überirl 
fcbenit mir aus dem parallelen nord. ia (beln 
ja) 2U ffttgen. welches in iö umlaatei und eio 
chea o fiir a (T oben bei o) mag aucb daa ang 
O in &o feyn, njinitich ein kurzes o. Es nioRe 1 
Tor dem au9 a Rammenden ea cigenthümHrh m« 
beUimnien. Den vorTchlag e beweifen die ubcrg^li 
in i. Der grund vvf?§halb h und r auf den rCf 
gebenden vocal Kunickwirken, kann zwar in 
fcbweren ausfpracbe beider cunfonanten liegfüi 
bort aber z« den fprachgebeimniHen , die fieh 
künftiger fotfchung näher entbüllen werden» 
oben f. 44. 48. 80, 84. 90. 91. '^), — - 

II) eo iz golb» und alth. in; der accent auf dem 6 ^ 
der£lreitet der f. ^o und 108 vorgetragnen bezeichn« 
in (nicbt in), zu dem c6 bewogen mich doch tb 
die bet^immte acccntuation nio-bedd und Uödbo-b 
dum (Par. 9, 1, z^.) theila die nord. «oceDiuaüon 



•) Aiifb dar wecEifel swirchen i u»d p&^Et fieb mit 
vor b. r (oder f) no «raignerit TgK ^ti hpabJ. lii 
trobiin; wt^rolc, warolt; w^lüii, wobba« 



L angelfächßfche vocale. 



141 



m itirli Rafk Hiere» «ngelf. c6 von Arm 
Tiur la/7t iVb ftir ju oder 
I rii in t^ i vgl. lucin, cUu- 
iipcli oUft in y ub<!itriti. wrlchea letztere 

FmeJ l^f CCiroa) |>tbf (fuO l^dgan (men- 

' . ohl (lux) h%e61 (to%%) leoma 

. (fijgere) flrt*uni>u (gigii**re) 

\n\xm) deop (proiundubj heop 

Ufi (cligrrt*) geatan (fundere) 

btua) leu'ib (carmeii) e<iv (vobinj cncor (getni) 

jf) ^t'ov (fcr^'u*'' npov (noviii) hreöiran (poe* 

Vvaii (mioiierc;. 

;eii tbbuten klemmt flau der iken redapIU 
iö Vor» welchem oftcnbar kein« der beidi^n 
»ndern dem alib. ia, ie enifprecbend und 
xwetülbie oder 4ocb VfiyhiUongitch jft. 
pti'-L bJe-ov, Mf-ov, Cf»e-or, crti-ov, 
or, fve-op, fe-oJ, %*ö-oI» he • old, 
Ol; ferner die bereiu oben beim 6 be« 
li-dtt. ife-6c, vt*-ftx, fpfe'-äv ffncceflii) 
welche alle man die abhandlung der 
In dSefelbe reihe find fe-over (qua- 
1. \vÖrier Äti rechnen, die atififprache 
h«!d von keinem iMUerfchied diefer e - o 
en #0 gowuft haben, 

10.) daefe doppeUaute >(önnten ^äiv^tich 
^irerilcii » da &c nur mundaTtitch für anr)rre 
\ Imte bin unA wieder g^feut und, und die 
ihne ile ioa Tpict sn bringen, voltHändig ab- 
|vlrd« IndeHen betätigen Oe tbeib meine 
bioiing dea e durch e, iheiU verdieuepL tia 
tmtng. weil lie fcbon in den ättcAen denk* 
^en der üblicheren form befnerklirh , wahr- 
Uli fptiren dea früheren a&ußandea lind. 

^A am felienften, fo ftehi Boct* 158** ßaro 

giilp f. fifaro, gt^alp. 

tiuil «war a) für g, als gleld (dcb(tnm) 
Mf€fc) Ibnc) giena (iternm) cicfle 

in a!i Li J 'in würiern wird grwöbnUrh 

oft loch y gcfch rieben. b> für eö «hUi 
mx y* al« ftTii*ivin (eignere) fei o« (pukher); 
« i« ftcceututerl- werden, e) für ea, ai. b. 



§4^ 



I. angelfächßfche vocaU* 



bierra (domioas) P«r. i6, und fo im Oror 
der geiu ie (aqnae) neben dem nom, ea. d) 
z. b, gieman (curare) levde (oflendit) niehi (nax) 
(pfoximua), wäre ebenfalla mit ie za bexeicbn 
enUprichi auch dem fondigen k oder y» gleich 
lU iimlaut des eä «u betrachten, woher ßch d 
ivechflang mit dem unter b angeführten ie 
e; für a. als gieft (hcifpe«), wofür auch gift vor 
(vgl. das nord. giftr;; da ä und ea fchwank 
wäre. diefpr fall fchon unter c) einbegriffen, ins 
habe ich niemahla geaft angetroffen, 
^) noch häufiger /o , nämlich a) für eo, % 
(coelum) giufon (mare) bin (apis) ßo (iüa) btonnn 
bi >m vir) etc. b für ed, folglich iö so fchn 
», b. iöv (voa) triövnm (arboribus) ßoc, }>]ofetc 
da» dritte eo, vgl. die praet. ü-ov, cni - or 
iu \h kein angelU dtphth. und daa biaweilen ge 
bene iu mu^ näher su ju beßimml werden. 



"% 



Sch1fi/7bemerkung zu den vocalen 
l) das fyl^em ift voUkommner ala das altfjithlircht^ 
reinen \ocale, a« i« u entwickeln fich in den li" 
gen e, e, o, y, ä und halbtängrn ^a» ^o auf eim 
eigenihüft) liehe« obtchon mancher verwechflnuj 
gfElelhe weife. Sämmilicbe dehnlaute ä, k. 
ßiid Torhanden, einige anders , als fonft beft 
Von weiteren diphth. gibt ea elg#'ntlich nur dr 
ae (d. i, ae) ea und eö , die vergleichung dea 
%, ö, ü« att au« ei, iu mit dem alth. i, no, ü^i 
i, iu und angeir z« o, i\ S, ej, i, e6 lebn, daj 
diefen lieben haiipiläng*'n unferer fprache nur dl 
mige II formell und materiell durch die drei mi 
ten ireht« bei den ubrigcrn aber form und ii 
-Wechfelo. Im f^oth. und alth. seilen ßcb dr« 
dehnte und vier andere dtphth. * im angelf. hk 
vier d^r erften und drei der ktzten art, w^elcb 
die grö^pre wcirbbc-it der mundan deutet. P 
laute lind im ang^vlf, h ntid y « wie im alth. h i 
jene umiaute* diefe fteilvenreter anderer vorbam 
laute. 



*^ Vocil1>eHlhning«n wie a.b. a-urciea remeatoi) a« 
(exintniiö «i«*- find begitiEiak ?9a oaft dipblb. 



h angelfdchßfcJie vocalei 



«43 



» welcher Im ^tb. völlig mangelt and im 
1 • tfi e Gcbtbar war, crrchelnt weit lus- 
indem auch tt In y, d in «, b in i^ ü in y, 
liutrn, Mao bemerke ab«r iheiJf die bau- 
ipe and {jntO}^t des den umlaut bedingen- 
i (b^C l^s, ben, ^nean, l^fan* Ü. bece. 
, ^nccan . lyf^an), iheiU dad dadurch wobl 
nmgreifen dea umlauts iti formen, denen 
kCi e «Dgefchrieben werden kann« s. b. br^d 
\ bfi^ti, benc ß. baue, eil (amor) ft. ad. Für 
Dn der endnng t, ^, abbtingisen) nmJaiit haiia 
techfcl i&wifchen a, ä» tia » le; i, e, eo« io| 
I 

L ßeht das angelt näber als das altb. in 6» 
i, in z für e; ^n au oder on i{l das alih. 
if » da ei, 

der endnngen fcbu Sehen Gcb nach ähnlichen 
B im ahh. und ßair der früheren a» ii dringen 
> ond e« endHcb Jetzteres allein vor; i ift 
I^T^ ^f bfien quellen aU endnng unerhört und 
, da<i ich nach feinem urf^rting und 
sitis umlauts leicht bedimmen konnte; 
_ der auafprache von dem das a und o 
t vu untf-rfcbeiden fey , la^e ich dabin* 
on einer allimnation der vocale (oben f. » |-y,) 
niebta gewllFes (vf^L z. b, öfoft mit ^fcß?), 
nntcrrnchangen der unbetonten Uuie for- 
Cfilirche beßimmung der zeiten und 
, deren die angetl. denkmHbler nach eut- 
le 5lten«?n darunter fchcincn von dtploniea 
;nd 1 hrb. in dicfet binßcht nicht be* 



Angelfächßfche confonanten* 

In der bauptrache enifchiedenÄ überetn* 
eni goth. org^nifuma und die ahh. lautver* 
bleiben der angeif. fp räche fremd. 

ime I. n, r. und von den anlauten hU hn. hn 
lenati vcrfchitidsn und noch lange ^eit, za« 
r, da wr. fogar im engl, fortdauert. — Der 
*it Geh nirgcnda 141 n und nur Cchein- 

Q2 



144 ' 1- angelfächßfche confonanten. tiquidae. 



bar in der prima p1. pra^'t. fchw. conf. « dt 1^^ 
nicht t.leofedom fleht, fondern die in die ite oj 
jif^tl, dringende ^tc ift. — Der inlaiit n füllt vor f.| 
j ) auB, vgl. tif lalth. finf, fuoQ fofte, ftfie («lih. J 

(^fuppliciuin) ed alth. auft) fvidb (goth. rvin|>«)| 
(pagna) mucih (goth. muufss) tndh (alrh. eand)| 
(alib. andar) fodb (veras. ahb. fand?l codb (noiua) 
(novit goib. knn{»a} udbe (favi« ahb. ondt) endlicl 
all dk ten. pl* praet, -adb f. aod. Auenahmenl 
(oovilli, nicht caft) . das fremde It-nfe, linfe (c< 
Ob darch den dua^all der vurbergehpnde vooi 
werde? iCl vorhin bei i« ö, ü und beim ahf. • 
gefragt worden; für die länge ftreitet «war daa 
ift, fög eic* für die bleibende knrze aber, ds^ 4 
Hiebt x(l« gns nnd nicht gx» gefrhrieben wird. « 
c nnd g mag n ganz alih. auafpfache gehabt habe 
nicht io frt^mJen Wörtern wie fpongea» wo ti 
dem engl, fpuiige lautet, (v^J. oben 1.211.) — Du 
«wie im alth. fowobl organifch als nnorganifcb; lei 
da« wo 60 an die llcüe des gaih. f tritt, nUmUl 

l^geiif und dat. fg, fem. und gen. pL dea adj. — im 
'parat.— in den pl. praet. vaernn, caroti, hruroi 
ron — in ftdgend«*n Wörtern; är, gar, fir. ni4f| 

l.b^'^n (audire) bara (tepns) deor (beftia) tren (fi 
fierjan ^fervare) gryte (horror). Aualaulen ' 
diefes r ztiweilen apocope und zwar befländl 
pronom. formen v4? (not) ge (vos) ine (tnihi) 
in der vorpartikel a- (altb. ar, ir, ur, goih. «•> 
verfcbiedeiien declinationaendnngen, Schwankt-n 
ich in.^r nnd m\ (magia) nebeneinander* Gehafli 
das atle f: im pf. mafc. dae^s etc. — im gen. fg. i 
neiitr, — in den iiifin, vefan, genefan , lefan , € 
leufan« hr^ofan — im fg. praet. väs, genas, )&9t 
leäa, breas — im pl. praet. geiiifon, Ixfon — in i 
Den Wörtern» ali: bafo (bacca) nafo (nafna) fvxi 
liaria) etc., neben iren beliebe ifen und ifera (Ca 
Auch in der Verbindung hs (x) dauert das f, v 

^(ariila, gotb. ahs, alth abir). — Nicht jenes tine 
fcbfl, fondern d^s organ. r, pÜegt vcrfet«| »a 



wenn ein vocal und diefem n (fty nn) und f (ß;j 
In der Verbindung fc, ft.) folgt; dana Uttl 



*^ Nieht vor t und A» 
&Qä von üiodiD. 



Bii aiiuigac aubiiahaie 



mJ rr< 



^i^^^f.^' 



I mgeljmchfifchä confonanten. liquidae, 945 

im m\\ und fcblie.^i Heh dem n und f aq, Belege 1 
WurtD.bim. bnrnon («rdere) irnan« «rn , urnao (cur« 
vn») vgl. mit drm gcub, bniinan, rinnaiit 
'^ (gramen) *) hnrs (equui) rerfe (nüdur* 
eger) berfcan (triturare) terfcvold (Urnen, 
1) b^ffun (dUnimpi) forft (a'gor) h^rnan 
I (ffjgere^ ßrft (dilaiio); vgl. mii dem alth, 
^ . Wfc* drefcan, drifravili *•) preHan, 
ll|an, ffift. Da^ bei dergleichen nm- 
r vocil 1 nicht nothweiidig in'ea, e nicht in 
t fünft ror ro* ra, nsußen) lib^rgehen , habe 
\ ä|y. bemerk t. Der wnhHant gewinnt 
- . iiocb wenig und die irermcngiing mii den 
Ti fonncii m, rf. beeinirlehtJgi fonft ***) Vcr- 
hii abtr eine folche r- Teifcbiebung hin und 
>h in anderen fällen Ratt« nar Tehr fchwan- 
"In, bei folgen dem no, d. pf. (ftilt fp), ala ; 
I blrd (paüuf) i") cirpfi^n (crifparej %gL 
'» tmai, lier nr benform brid, bridde:^ und dem horbd. 
iVu '" *W regel bleibt itacb daa r in folcber rieb- 
€04 ?t. b. aua biemel (iribtihia^ wird Kein 
.neb «eigl Geh das unorganirrbe der ver- 
' I dem rpäteren vatfchrcilcn einzelner bpifpiele« 
^ - :t. neben bird weiter ihird und 
^ > > I man im angelt, nur ^ridda nnd 
1^ ; aoirefVea wird« Äholicbe verfchiebungei» 
.:. g and X, 

\:ftmwathu d^r Ii<|tiidae wird In der regel «oalau* 
iiw>ht gtfchrleben (oben f. 225.) vgl. v{i (foas) vcl- 
iTJ«}« ramme«; man« manne»; tor. tonea; auch in- 
kid nicht* fobatd ein conC, anflogt, s. b« ealo^ 
im) n* eitlene» cidet durch verfcuung vornen jin- 
U 1. b. bora, botfea (l. broa» hroHes. — Wie beim 

teuideht die gemiaaiioo o(t in dem abgeleiteten 
fit ^Irv (t^dtr« alt in btid«ti folcendtp w6rterti^ wir d«t 
li; vUHrieht (iarum findet fieb iu«h dai tinTer« 
i;rAt* wiewohl fcfUn^r, «li jettei. 

I &1. äo^. 1^0* b«ben ^bcitfaltt diil^ucftti (ßc") TieUvichf 
Mtrf^iofilt? itotd^^t^fkuldr, 

|A*dcff<inabt bleibt luch dtt r in Teiner naTüiIicben ß«U 
legp £• b« rffÜC^uie») bi«:y& ^pfctuf)elc. nicht: evR* b^örft, 

i;;«ittlUh wobt', genierten, pfolei« bruc. jfin^rt lumabl 
f^gell allmklaig im eugl, angcmtiii lilf : rogeU 



AA 



ft^fi I. angelfdchfifehe conjonanten, liqi 

\fone ft« de« aoag^falleneni, b. b. frea3ii]«n, 
freinjan, fcljan; und wie im aliL datch zuC. rücl 
ännc! ^untim) niiniie (meum) grintie (viuttein) fl 
rotnenct gr^nene; ift hier lane, ännet minia«, 
anzunehmend 

Verbindungen ; die meiften belege Gnd obe 
e, i, o, 11 vor TO und n; bei ea und äo vor 
bereit« gegeben worden« Hier nur einige x,n 
Aellutigeii und bemerkongen: MB« atnbihr. cto 
hon (nord. gamban} amber, ocnber (caduf) tarn 
brember» brembet (rubus) timber. fimbcK dumb 
(fignum) ymbe (circa) tymbel (conviviam). Mt 
(feminaj femninga (fubito), (lemn (vox) wohl all 
liiert. LN. vyln (anctlla) mjln (mola) berubl 
Hon und richtiger flehet vjrlen, mylen. RN. 
jziu») fcheint gleichfaUs f* ären zu flehn, v 
^yahrhafte Verbindung earn (wie bearn eicj 
würde. — Gewöhntich ift auch da« au£ die Ijq. 
L urrprünglich durch einen au «fallenden yocs 
getrennt gewefen; alle fälle la^en ßcb doch 
erklären. LS. fslfjan (expiare, lußrare) wabrfi 
Ton einem mir noch dnnkelen adj. fäl oder fzM 
(luxos) von gäl (luxuriofu«) hxirjan (aDgurati) 
Txlßng oder välTing (noni. pr,) vgl. das tiord. i 
cynegii« (nom« pr.) itt umfetzung (i. c>ne-gi 
brarnfe (aUium nrlinum) brimfa (tabanaa) gewif 
nem verb. brimFjan, wie ^rirnfjan (faevire); ^rir 
nett quaedani , von tremifTi«?), NS. darnfjan 
b^nfj^n (ruppUcarc) von clacne (puru«) ben (fup 
bei Tvinfjan (modnlari) minfjan (minuere) pinf 
faVe) wei/? ich keine folche fächf, wurstel, di 
leticten find offenbar fremde« nrfprungs. datfl: 
Ihnen« ^yie in dem obenangeführtcn lenfe, da( 
nicht auagefailen und in clxnfjan elc. nicht« 
Tcrbindung n« keine wahre war. RS. eara (nai 
(lupu« pifc) teors (pcnia) |jyra fgiga«) fyr« (lall 
organifch verbundene r«, auch in vir« (peju 
(elongare) und irfjan (irafci) entfpricht rs dem 
n, und hat fich noch nicht in rr, verwandelt*) 
(celebrare) d^rrjau (aeßimare) iÜ aher, wie ctaei 



*} Hixi^e^en lieifAC c% memu (iiDpedixe) ^| 



L mgiljkhfifch^ confcmm^en. lahiaUs. 147' 



■i cad rfjr^ cniTproDgeo^) ; curfjan (devovere) weijl 
fUefct beMcdi|:en(i xu er1i}äretu — Die golh. zd lind 
b rJ ubi^r gegangen» vgl. breard« breord oder 
([mDisiMi, pnnclDiD) ord (ctifpU) hord (thefau- 
itldrit [mttttA) reord (loqDela) peord ^im fchaGb« 

Vkf \^ bHnihe gins di# goih. einrichlDOg « tdi 

"di&erdtete voTatiftfeUefi nnd xmcb auf wenige be« 

a^tii bffebrlnli€ii« 

(Piinliufend tvrar meiß in fremden« doch aticli 
rfcbfrdfiirn denifchen wöriern , als: pada (mtlrtia) 

i (Icmiu} pltigfin (latlere) pleoh f pericnitimj plihl 
'ao} piuccjan (vellere) pfSt (aftus) preiiig (afhK 
fte. lu • ond auslatite&d biofig, ai, b* fcapao 
r) Wp fpotu), 

^I^Bj tnlnitriid Ton p und f getrennt. bän£g vorbaiu 
|;ii-ODd auslautend aber nnr in der fekenen ge* 
Ib und der Verbindung mb» fonft überall 

r Hilant dem goiH. f enlfprechend« der in«- 

aotttot biDgegen thetU dein goth, b tbeits dem 

f\ f|lilretan« Teofon* jfel; nfor (nherina) vn\i 

Josä iffit gotb. dreiban, lübaii, nbila; ufar, vulfa* 

''^ Miith kein ^ (bb; wie im «Uf. anzutreffen. Ob 

RTprarhe aweierlei f, alTo eine zweifache aTp. ge-^ 

Isabe? wiU ich nicht en tfch ei den ; erft tn den 

dtnltii^äblefn pflegt ßch ein, im engU noeli 

I, tnUutendea v ßatt f su «eigen , das dem 

id ilil. V paratlel wäre. Die alten und äcbtan* 

"^n kennen ea aber kaum ^ fchon darum» weil 



QMaii halte au allen nttr feheiBbtren varbindtiDgeii die 
iJdu forrotfi; hcdUfoiit geilifon» tturifon» vermuihli^h 
asah kltioif&fi ate. 

^lliföihdtr€ »ttiti«hiiiaa über (fAoriiioioin) tirbti (oolor) 
^ I i97i* ftbti (robur) Far. 12« (jXtm «Itb. fAinra , ftvil 
Tciienii) b«Hirkeii di« regel ; fogar am dam ilceren 
TüdMi, vib^ (^altart) wurde nacU u. o»oh vdobed, v«o- 
|f7. raofodp und neben dem gewöhnlicben riber hat die 
INir, eucb («hon iin daC lÜre. 

^ 1>M im B^ATitlf d rei soll n mahl aber fonft nirgend t toi^ 
l^d^mcnd« Aai/#i« (elu ibeil der raftun^, welchen der 
^doi deckiS dia miuelii, lueiUnier, Tgl. Ben. t. Wigil.) 



^48 I* ongel/ächßfche eonfonanteru lahtatetm 

iet Tpirant V Sn ihnen einfacli und Dicht (wie im c 
doppelt gefchriebf-n wird. — Oiefet «oT FAlleii de 
und auolaute b und f i(l ein nachih^il gegenüber 
alth. und ufiürganifch, wie jene fiinren di s b, ii 
wh. und! da« gr^rthiedpiibUibrn der lingualen in- 
an?!auie brwälni^n; hizwifchen z^igt dai goih> Tcb 
krn in gUichen verhältninen , wie ftübe die nei, 
h\ ii'^r r^^rache kg, auch Uioimt darin die uürd. £i 
ahgeir. m lindert» 

(V) ill der rcint; fpirant» fein wie im goth, a 
fprrcheu und mit der allen tnne gefchrieben; i 
Wtii^iig find<>t fich einigemahl noch n daneben« 
ti)€'nrJrcH Boeih* i5o»> fvua r ; i> vuolde ft. fva, vold 
TgL bei hye unter: varättan. Turadb ft, vrätian» x\ 
Füfgt ^in wirk liehe» vocalifchca u» fo witd v 
w^ggeH'^ent z. b. hvurron« vurpon etc.« au«nai 
hiervon (vgl. Lye unter; übt, Mtn fl. ynht» viict 
h^r<^n fpälercT sseit und mundart, Dbereinflini 
wild auch in den Verbindungen hr. qv. fv. dv. ^ 
fo und nicht hu, qu , fu , du, {»n, tu gefchrTebeii« 

Wegen der In* und auilautenden ir» denen ? 
▼oVau0gehen, hcmeTke ich 

i) dem goth. au und avi (folglich dem altb* av^ 
ewi» oder ou» ouvvt) parallel entwickelt Och. die 
pelform ji) av ^ äve: tavjan parare) eaUtäie (im 
fjav (piger) clavu (ungulae) ^v jan (regeiari). 
ß) edv\ beav(oe(lrum) eav (ovis) deair(ro^) d 
refcerc) |»e;iv (nioa) gU*av (prudene^ hteav (cmd _^ 
fan (minarij feava (pauci) hnejiv (parcus) eavjan (i 
derr) fcea^an (conteniptari). Und da ea Tuwohl 
übergeht al» in ^ umlautet, ßnd daneben nocl 
geiide foTn»en gültig: ievjan (^oßendere) ^v\:kn L 
dcrc) bjran (?colere. Beovulf 169,) 

ä) dem golb. iu und ivi (alth. lu , iwf und iuwl) 

* fpricht wiederum ä) zuweilen noch ive\ nivea ( 

nivre (novae) nivjan (novare) nivel (pronus) trif| 



wird rerfebiedetitttch liiTelt iftid li^«\*el«, b^avoU £f I 
bei). Di«r«9 V tctJiß ein tltf. bh. fryti («Hb, hibalt^ 
P*lo? wofAr die aitaloi;ie ▼on itapaic«, umt^ilt«ut t| 
iiigelf. i:«rcL> ui»d näoU Lye »ttcli ü<9«U.) 

**} Sfi im hild. Ued ciiirotUl Tuai f. Tai, ttiinliali 

tutiifcli« 



MgeifäikßfcJit €onjonani€n. lahiaUs. «49 

r#g| (lijEnens) gewöhnlich iber ß} iSv* ab! 
nvm) hieöf (rcfugiuin) cn^ov (g^^nu) ifi?av 
riren (llgrteo») eov (vobfe) j>edv (fertros) 
|(dax) n^oTol (pronu«) ireö^e (lidns) ceövan 
hr^öfin (pocniter©) ferner in den part* 
jwm n (coiatu») vrcoven (?ßeov. p» *a8-) g«- 
lOi). Nebfinbet 16 , z, b. triavura (arbo- 
^rtiin* Sflirn wird auslautend dia v aaa^ 
*m, b, hle6 f* hleov, Verfchleden von diereni 
^'**""-*"norDm«n die abtaute: hä-or, cne-ov 
« 24 '0 ^^ß meövle (virgo) f. mearle 

ifüt t. 259. vermnihet. 

zh In dem einzigen part. praet« gefeven 



)t dem golh. ilv; beifpiele: takv (nix) 

aJai) cidv (cornix) fävel (anima) %äva (ma- 

pra<^t. Tpäv, f^v (colavlt) ^r»v (torUt) und 

^ rif-cn (lonua • goth. ^raibauj^} (nicht Tpa- 

}ern fpiveo oder fpedvcn, goth- fpivana); 

Ite inf. und purU cnavan , fjvau, btavan, cra* 

Utii, Tuvra eic. und daa abgeleitete havjan 

ein ßarkea hlvan, hivt hivoat hiven vor* 

dem golh* Ir antwortend* als: Ixvjaa 

ibrils iinrlnit des ä, z, b» blaevan (biicci- 

leb bin unüclit'r, wohin die adj, hacven (coe- 

und b)x%*cn rpcTfen«) gehöfcn, vielleicht 

r»ei von hivan, hlv und bedeatete eigenU 

ipidtta • rpeciöfufl. 

Umh. eiv parallel; hierher die verba Tplvan« 
tl%Mn und da» verlorene bivan« wovon noch 
biv (fpeci««, forma) hlvjan (formare) und 
Jieh hirifee (rea famitiari«) bivan (familia* 
pi (ier) iviva (bis)* 

rfan (florete) Tpövau (bcne fuccedere) flävjan 
^A^ (locn^) Br6vjan (patij ; feilen der um« 
al^vjan re), 

Jan (ctii.. 

darfiellunß lehrt» d»ß der kurze vocal 
O^nal Ifc foridaoert. gewöhnlich aber 

tg liJ za gcfei2t werden. Diefe un- 

ühfrUtini^g rührte daher, dnß man im am* 
flicht abwarf, s. b, de«v ft. dea, tieov ß. 




S5o. I« angelfächßfche cenfonanttnn lubiüUs* 

Ifeö (gc»ih. tritt) %o\ießt woiron lieh nun filfchHcb« 
natürlich die inJaitte degves» treovei A. darcs, l| 
bildeten. Die anaiagie der fäHe, welche den anlai 
orgauifch bctitzen, (vgl, fpäv, M^, gotb. fpätr« 
wirkte da^ii mit, vielteicht auch bei drm ä'6 dio 
3inderie accentuatioti (Q, io, gotb« io) , woranf ich 
kein gewicht lege, weil fich die anomalie eÖT geri 
in dem allh. luw (ß. iw) herrorthat« wie eav io 
alib. ouw, aow (ft. iw), obgleich im alth. auilaoC 
ftens mit richtig abgelegtem w iu und OQ &ehu — 
den endungen fältt der unbetonte Tocal vor d 
meid aus und et (\bßt dann zu dem vorhergehrl 
conf. z. b. beadvea (pugnae) fealrea (fnlvi) tilvtg 
du») mgalve (malva) meolvea (farinae) arvunga (gi 
bearves (arborts) (earvam (iufidiis) hjrvjan (blasphei 
bafve (coccineoB. Par, 90, if,) harve(arperae? Ptr, tf 
3?, la.) rzfva (poUena* princepa, nord. j'xiir) 
(pafcunm, gen. IzCve) Isfvjan (patcere). Die voUe I 
lautet: b^ftduves, beadevea« fealu^ea etc. «^ D»i 
und auslautende v tritt zuweilen in die gnttitral 
(cvic, cvices goih. qviua, qvivia) nnd noch Öfter g 
(wovon hernach beim g)« «^ 

geminaiion der labialinlante, 

(PF) feiten: äppel (pomum) cnäp, cnäppai (ciCui 
lippe (lablum) fcippend (creator) yppjan (apenre) e 
(n. pr,) hoppjm (fakare) Joppe (pulex). — (BB) hflu^ 
gabban (deridere) häbban (habere) bebban (tollere) 
nebbea fvultua) veb, vebbea (tela) cnebba (n. pr*) < 
(recelTud maria) fvebban (verrere) Hbban ^ vifere) ( 
cribbe (praefepe) fib, fibbe (cognatio) rib, libbe (ci 
vJbba (brucui) clibbor (?); die meillen fälle find 
ilD ahh, aus einem utiterdrtickten ableitunga - i zu 
ren. — FF. VV find unorganifch und eigentlich n 
Torhanden, nur ß finde ich theila in dem fremden « 
offrjan (oflferre), ^VQ ea afTimilation für obfrjan ift; tl 
Io einigen nom. pr* der angelf. genealogie alt; i 
TuAa, AiifFe, ^ffe, mithin tiberall au/ierhalb der eig 
liehen fprache. — 

UhiMlver6htdtirtg0n, Im anlant pL pr, feiten» 
£r; ß, fr. häufig; von vL vr, hier die wichtigfl 
yläc (tepidus) viacjan (tepere) vlcnce (faßui, fpletii 
irlanclice (arroganter) vJatjan (naufeare) vliian (afpie 
vHte (fp'^ciei, vulius) vrecan (ukifci) vixce (uhio) vii 
(exfnl) vrenna (regulua» engl, wren) vräne (lafci* 



mgifkh/ifchi conformnten* lab* Imguaks, 151 



fTtti^ ftiiiüj) ntdhJiii O'ffirO vrit, vrHite« (re« inira) 

LffvaiioJ vraxliiin (luturi) vrl-gjafi (accufare). 

rrfjtm) t^rrijc (doIus) vreoo (tcgcre) vrcab- 

HgcTC) ¥finde (fnga? vtitan (fcri-t 

flujin icrivct-ra) Tr6l (Toflrüin » jiißei} vr6i«a 

Zwifchen vr Tchiebt fich zuweilen u eiti, vü- 

Itdo, L vochin l.ZA^ und Tgl. eben f. 141.^ — 

Ji (belefic beim ü) und /jj welches gUich 

.fi (oben I« 149O füf //^ t>eht, doch finde ich 

hntlptlci form nntereinaiider rcbwauken, vgL 

i) hafte (fcra) hrepfang (r^a- 

li^* ^w«#«::iiiy t.T|^^5 (compea) cirpfjan (crirpare) 

fifp, Arpe, häfp«!^ vlifp, cotp tJtid bvtrprjin 

'" ■ * nie wahre verbinduiifi, fondern 

an (dolcre) treöi fjati (fidem dare) 

Fiftfs die (afiueii ma» na, and ähnliche. 

(T. D, j ^» Z. S ) Ungitaleu Wie im goth, snniihl 
^ttlffiMt rein g^chieden« daher auch in df^n gedichtao 
»A^^ keiücawege mtt einander alliterieren, 

* hier die liquidverbindnngen It ^ nt 
i (elaudue) mealt (brafaam) feah (fei) 
• adua) t^ahjan (loJutare) belt (balteam) 
'n fmori) roöltan {liqtieüeri) nillle (fplen) 
Krffire« 1 ^ (naeretriK) bih (capnlo») gilte (fucula) 

(6lra) boU (catapulia) gyh (deliciufo) 
; plant (planta) gigant (giga^ ^>^' i$^' 
1/ rac^enu (cileni) flint (iilex) minie (nienta) ßintan 
brlire^ vifiiPT (hieroa) hrunling (iioro. gladti) tuunt 
•) (lunt (bebet, faiüna) hunijan (venari) 
i, ...vnljan (difponere); fv^art (niger) teart 
iin (caada) fp^ort (fpona) poit (portua) pariia 
luftcl ftinniT) vyrt (radix) cyriel (inoica). — 
\ bei ^qT ziehntigen Äeht bisweilen t tlatt d^« 
Ti der UL praef. fg* bei den wurzeln au( 
. all: brit, li, fUt, lyft, bint, fvilt, (lau: 
, itdb, nitdb. lyftib» binddb. tTiUdb. Zu tadeln 
die vorkommende rchreihnng ßnt f. Qnd (funt); 
ßebt aber gerynia (faiiitaa) f. gefyndo (vom adj. 
lojid, finoi)^ 

(D) diete med« iß Im anlaot nberall und forgram 
I dcv teil, und afp« ati nnterrcheiden« daher Wörter 

; *v (foa) [»avjan (regelari) lavjan (parare) |>eav 
., , -ii (cjperj gld (mtiCroJ; ad C^ogus) ddh (juia- 



fi5d X* artgelfächßfche cünfonanten. linguaUi.' 

mtmxiim' etc. nlrhr* mit elittn^eir *itt f^htlFeff ttat 
felii> re ont^rfcheidniT^^n« « b swltchc^n de^dh (i 
und deitd (mortuot) (^^1. nbeii Tf^?. iioii?) werden' 
darch niö^hch. In und miUntend tritt abr-r rerfc 
dentltcb fchwanken zwlfchcn niiid, o. afp. ein, 

i) in der regcl nicht bei den v<*''bindnngen nd 
welrhe von dh [ti.tu w\h) und rdh frharf abweic| 
beirpiele: gatidra (»iiUt mii) findjan (rcrntari) ba 
land. rand. fand. nanH^n. ende blind, bindan. bind 
vind. bnnd (canL«) mnnd iiite1a>; heard. ear^^jinil 
biiare) fact^rd (faccrdos) hirde 'paftor^ bi»rd (mirj 
fit^dtd (entife) \*ard ;verbura), «u«2nn^bmen: vnf 
(bi*bint) vor (Jeu (f;tctus) n*»ben veordban tfieri yi 
(fiehäi w^^kbc anomalie i-Öilig d^n f. ^c, in deri 
beiührieu ward, wurtnn wortan entfpricHt. 

b) in Act varbifidun|E Id tcbeinl das urfprüi^gUcIlii 
niid Idk zur^fflo/Fen, da icb nicbt nur: ^ald» 
bägfl^ald , bealdaii, ^eld, milde, bitd (pn| 
fnnd« rn anch : bald ( «udax) bald tardivif ) VUil^ 
gold vnldor b>ld fdVDr) etc* dlfo tiberhanpl Ka 
oder 1^ w^ifr anirrflrV, 

c) nacb vocatrn pflegt lieb dh glpichfaits oft in 
'med. d zu ändern, wie die vr'rgl^icbnng d^r ü% 
gen mnndanen ergibt; eine feftr tegel darüber 
fich nicbt auffl**Tkn. Rafk bemerkt p, f»'. 68, 71. 
ev^dhan« cvlidb; fnidbou, fnädb; midban, iril 
feodban, feadb ; im p1. praet. nnd part d aniiebf 
Cv^don, ßt^cii>den; Tnidon , fniden; fudon , fndi 
welcbe» Geh d«'r nnier a) bemt-rktm aiiomdUe %*iird 
vorden anFcMit/?«. Der Gotbe bleibt Ratt ta 
WPchfeU d*?nn p in dit fen Wörtern dijrr! ^ 
Beirpiele nicht diefe», rondern des orgami^M.,. .1 
hiadan (ftni''Te) fäder fpaier) vede? (trmpeft«:») 
(Dens) id (pyra) Jäd Mter) dacd (racintis) facd (feni| 
in4d (merce^ fped (roccffn^) hrdaiu (carere) 
(parere) vid (^nnplus) ttd (tempus) bl6d (fanguJal 
dor (mal er) ^eod (geiia) read (ruber) etc, 

(^* S'^« da fiir die afp. zwei verfcbiedene tele 
nämlich ^ (th) und $ (db) gelten, fo moj? aneh 



*) Di^ neuh. innn<JiTt Tcrnifliigl yii«b«n : «• tili«! fr 

mu i 01 ihvut ' re^«Uiiir)i «ngl* dfv^ und tljAvr »« 
terfcliieden, chpnto i^ord. dögg und ^\ ; rdiwcd* 
1^, dün. dag und 10; holllad* dittw on4 dooi* 



-iC conjoiunueru linguales. 953 



^niViöt »n!<*»^fc*'»^****l* gewefen feyn, obgleich die 
r, (kt*iii %) und di^ g«tturat« 
.ji*t. Die bIT, und drucke vei- 
r icb ii3irh ongeni der atiilofiing 
1 « Tiiiuj |ciTi; d^äo kocimen Übergänge 
:medii Ort' nbar Jaatc:c p härirr (beinahe 
(«1^4 ds , dz) und dtin d zieni- 
h r aas der analagie de0 alif. «nt* 
4uch von 11^ iV p. 9. Ängenorameneii 
je im atilint ^^ ini in- and atiglaut 
tl ^ darf nicht mit der med, verw'^chfc'lt 
1 « uftd aoslatii dh bitigegen i(l, nacb dem 

ingen äh fßatt ndh) und rtih nichl 
1 atiiZLidrücken ; beifpielc; fvtdh^ cudh 

(terra) veordhan (fi^ri) veordb 
. .^»liiuin) fnrdhor (Dllerins) clc. 

iH g^nstich ab^#']%ommen and in 

-it; die uifpninßUche «fp. Latte wohl biet 

II Iiiii , dibi^r im nor*!. die völltpe v€fr- 

i. 1^. in die gemination //, und 

Dil ici in^rii. Uic Uitm v\h\^Qt (fera) ft, vild deor. 

R»rti r^5n!>n gebt JA »uvvcileii in d über; au» den 
tcn dtc faile» wo dh. feß ft* hr oiid 
L^rfjaimcli f^'yn, hier von vielen nur 
Ken ein orgauifche« db gebührt: 
*^-^ (Ttibito) ßadbol (^Grnnuf») büdb 
li (Utina) fc^aiiba (lairo) ledhet 
jMtlh (pax) nidh (Homo) nidher 
ibtb^i (ccinpos) tidbran (prae- 
iHb jwrametiMin») X^Ah 'in- 
i_: ^ - jjin (venari) etlh ifa(:itiiti) 
. fu) f^dlia (cohors) m^db^ (feflus) hlidbe 
- 'TT^-^itii) lif^h pttculain) lidh (artui) 
Mb (earmen) feÄdh (puteut). 

t Isetn ingetr^cbfircher bucbftab noch Uut; fei« 

1 ihn etnaeliie blT. ; m^n febe L^e unur 

ra (baptifu, ßatt badhrre« alFo die lUfifpra. 

\lu besctcbnend , welche gleich einem mil* 

fSl ille antCprache war vennnihlicb rein nnd von 
^ jpfrbJaot «-•nlf'^rnt; arft tpater feit der noriziänni* 
[cTüberurif wufd«a mit iremden wöneia riUe m 



«54 I' angelfächfifche confonaiUin. lingualäj. 

das englifche eingeführL Von den übergingf 
m f^'orbin f. 214. Beirpiele dea wahren f: bald 
in um) nafu (nafiif) vafe (^cocnuni) hlifa (fama) 
J[terra) häfel (cotyloi) blxf« (fair) ttyfe (velloa) 
(cxcmplam) yfcla (iavitla) etc. 

geminatiaN der inlaaie. (TT) hüuüg* beifpiele 
_ .2J|. hier noch andere: fät 1 füue« (cralTaa) hri 
(acaere) meilen (parca) llrte (canttlena) mjtta (mcx 
fcottaa (fcoti) etc. iiiAgeniein wird nach Kurzem 
(wie im ahh, aber ungefiiger ^5 für 5 ßcbt> oft 
niert^ z. b. meuaa (cibi) vom fg. meie, rnoiiar (pro 
hliittor Cpurus) bitier (amanis) nnd lo in den abl 

-etta, -etian« aU: amelta (foronicd) bücetian ( 
^ Ire) bltcettan (corufcare) eic, wo häufig rirhiigw 
faches t gefchriebeii wird: iiietas» fnolor, bUcetan 
Verfchieden von der g^minaiion it iß bei zwifcbci 
fallendem vocal die aJTimitation tt Ratt 'tia loa 
praet. z. b» hatte (vocabatur) ni^lte foccorrlt) £{(] 
tede, rait<^de (goth. mötida), deagU ^ßaii -ritid 
onctte (ferLina%Mt) fette (poruit) f. onetcede *) (e| 
vgL liber ähnliche akh. tr* oben L 168. 198. — ( 
dt-m alih. tt* parailel und im ganzen fehner aU llf 
fpirle ; bed « beddea. Ted » veddes, ahredüjaa (ari| 
geddjan, gitfdjan (canere). midda (medius) |>riddi 
tiuö) biddjan ( rogare) invidda (dolofua) luddor (fi 
niea). Im fchw, praei. entfpringt dd wiederum 
znf, Ziehung und i(l Keine eif^entllcbe geminatton 
hedde (cavii) fedd'i . parturiv il) genedde (coigil) I; 
(duxit) gebrxdde (dllatavitj ÜaU hidede« fedede» 
dede, Ja;dede. — (f^t^*) fö wenig als fF. wahre gel 
liout doch als ainniilatton nicht unhäufig « zumab 
den Partikeln o|>^e (ant) und fi^^an (poftea) rgU 
f. 74; vveiter in den fchw. praet. cy^^ (nnntiavit 
nc{»^e (audebat) H, cyjbde (c^'^ede) gene^ide (gene| 
wie man daneben gefcbrteben tindet, von den inf. 
Jan, gene|>jan (atth. gtnenden) man vgl daa alU 
(ßart thd) oben r2i9» Scheinbare gentinatton der 
indeflfen kommt verfchiedencroahle nach anafogie 
dd* in fällen vor» \ya die einfache afp, valiig hinreii 
namemHch in der Par. beim pl. von nidh (b< 
nidbdha«, ni^|>aa » ni^^a, ni|>^um; ebenfo m^ 
(Beov. p. 78- tio. 99. i6j? dat. pL von mädh). Dtn 



^) Mihi anaata* von anitea» anizen (fiimuk^ 



fäehßfchc canfünänien, linguales* 15 j 

likhtirrre nffist, nifi. nif>yiii; ma^nm finde leb 
i,kpf.tn nebm pudb. padhaf dit ladelbaftt* pe|>^ 
^4« »r:«VTO fic€rr), \itßcf ^Mi\%i\ i ferner vi^e (lo. 
»illijc. Dich nnorganifchr ^|>, j4j bat rait dem 
JJl tjoerJei quelli?, — (SS) *nfl>-*r der häubgiia 
imS% fiod fiif^endefl wabre geniinaeionen : iäi£^ 
(Promontorium) bi(T&s (juvene«) roifTjifi 
19 (ofciib) Cfijriljän fpremere) etc* In aa- 
»n fcheini IL durcb adimilaiion entTprungen, 
cratli, mantnrtudo) aus lidbfe, das ücb da- 
lit, von lidbfjtn (mttereere, von lidh, altb. 
blilTe (gaadJDm) au« blidbfe, blidhr«» von 
|lf|aii (laeuri, von btidhe, Uetuaj ; bltHjan 
it bincn) neben bl^dtjan, bl^tfjan (vernsuih- 
iM;rniaa0, obeiias, fingen) {»ilTe (huhu f.) 
Ilfla (minor) comp* von \yu\\ ville ino%ir» 
er doch viß«) aus vitef^e ; milTere a^mp. fe- 
mtui weij? ich noch nicht befriedigend 2u er- 
iS dai iiard* milllri. 

ii^hindun^^n. t) anlautende, die dai gloITar 

wD; /r; r- exatio) irrndcl (orbif) iredao 

ff»M»^'v (irb. ive (ider trive ffida^) trog (lifi* 

mof j trjm|in (firmare) trudb (libican) — 

IAl±i . ivlg (raoius) ivnicljan (fcintillarc) — dt: 

, dreim (jubUtim) dri-ogan (lolerarc' drih* 

io: dräj bebe«) d^eljati (^decipere) dvtforg 

nan (tabefcere) — ^r: {>räc (robnr) Jirag 

m) |>rfit (tiirma) ^r*f6 (iria) {jri trea) 

.igan (prcmere) ^rofm (VtporJ |» övjaii 

hh (j<K:uiui) |>fjm (coborn) — j^: fjvang icor-. 

■fin (cogerc/ l^vfrin (lavare) dveorb (cnrvua) — 

■e: /p» /?, yr; belege: Üfpe. bäfp. vlifp» 

f^fp. bjfpian « f. üben br im pö*) ^~ braftfjan (crc- 

^' '11 (lürquere) eeaft (lis) c^aft^'r tcaftrum) efk 

iidiu) reftjin (quiefcere) mift (tiebul») lift 

Ha« (ßbilare) mlftel (vifctis) f.iftel cardinia) 

ülago) oft (fquama) fäftor nuirilio; muft 

i) fireoÖar foror , hiiöAet (obTruru») etc* — aTce 

'-rr^-tio (ßrepeie) dvifcjan (extingoere) äfc (fraxi- 

caro) bncfc (lener) difc. fifc. vifcjan (optare) 

ere) c&Cc (riaaa) bufc (coneomelia) merfc 

seilen fetaen ficb diefe fc. in x (et) iim, 

bueijan tiooli • [an, aJte , frox frani), flaxe» 

a^ii. ; . .f knefclaiii ^Ccjau, afc«» fcofc» 



ftfifi I' angeljächßjciie confonanten, guHui 

lUtce, ßfcaf, tu(c. — Uneigentllcbe verbiniluu, 
oben 1«. me. ns. vs) find ts, dt, dbi^ «> b. 
milHfjafi, bledrjan, wofiir man auch blUfjan. 
bletfjin Hndet, s&uweilen die alT»nQifjiliim IT (w^ 
hin), vielleicht mit Terkürt&nng des voriut 
^ lanp^n vocals.. Hier noch weitere belego: gitfjj 
cujHfcere) metfian (cibare) brytTan (fra^menta) 
(contrifliri); die vergletchiing det alib, le 
fall eine« vocals zwifcben dem t der warst' 
wciterbildniig, naildfjan, metfjin würden at 
maSiTon (oder me^ifon) lauten. Ebenfo l 
byr<m (mant^atun)) räfn (laquear) die tjucopm 
zu (üben f, 67,) — 

(C. G. J, H. X,). guttutaUs. 

(C) ea wird c, nicht k gefthrleben (diefü' 

ler oder einzeln in freoiden vvönefH, z. b. Kifi 

far) aber k gef|jTocheii. V^or a, o. ti, ä, öp ü 

conronaiiicn 1« n, r» v, bat da« kein bedettke; 

c, e, it y« ea» ca» eo, ^ö, £« i« ^ köunttj m, 

fehii da 

jj da» romanifche € vor e. i% f fpSter den 
empfi^ng (vßL oben f. 6S* iSo.) und zwar 11 
wie s (nämlicb alib. Z) im ital. wie tfch gel 
wurde. 

1) die aiigeir Wörter mit c^, ei, ey etc. gew^bn 
engl, die rcbreibung cb und au^fpracbe ifcb. 
men» vgl. reaf, ctid, cidan, cicen , c^ac, cyi 
mit chait, cbild , <^hirie, cbicken, eb^ek , chuij 

»3) das fricf. in gleichem falle tz, Tä , ftb , ä^i 
tzjjjka (engK cbeekjf tzurke, ra^iirke, Ilberk< 
, , cburcb etc*) 
4) daa fcbwed. ke, ki, ky, kS • kÖ, wie tje« 
Ijä, tjö« nach andern felbß wie tfcbe , tfcbi 
ircbä. tr^bö lautet^ &. b. känna (norceie) 
oder ttchänna. 
j) die nordifche (wenigflena beutig -faländifc* 
nifcbe mundan dem e, e, i, y, ö, fohaM k 
ftebt» ein \, jene in der atififpracbey diere 
der (cbreibnng vOirchiebt , z. b« kenna wiiA 
kjenna gefprocben, dan. kjende gefcbTieben, 
auch ialänd« drucko deswegen kenna 
(etzen* 

Welche diefer entflelhmgen des reinen 
mm «uf den analogen angelf, fiU anwendba 



l ugtlfächßfche confananUfL gutiurales. 957 



^bfit wohl keine. AU d>« Sacbren flau der frü- 

<Ui Ut. c zu rchrciben begannen, gatt 

^ der aa*rprache noch lücbt, fond wür* 

1 c, daa in cirm 1 fragor) gcxitcbi biitte» tu 

r den uobez weifet leti k. laut ang^^noiDnien 

ts fa rmher seit itod noch lan^e tucbber iÜk 

&uß der friQx^r auifpracbe aof die angrir* 

Die nord. fpracbeti» uad in ihrrm heuti- 

lefUnen keine unmttielbare beziehun^ auf 

liedcutender fcheint dn grund, weJcben 

L aasfpracbe an band gibt. Doch Von- 

eiiigcixeteue abwejciiun^en fryn. snmabi 

eben dmcb eine TCriiiidette fcbreibung auezu- 

fur iiöLki|E acbtele, denn h«iuc Jcluin das angelf. 

iriiTcD rällm dem en^l. ch gleicbgelautet ^ ^o 

i'rt ältere fcbreibiifjg behauptet fachen. 

iiiigemacbt* diß das beuitge ettgL ch 

e iii#[|na«ht? tfcb^ibefTi/i ; vermuiblich läutete 

Idrr. riv.i wie feil i unien f. 262. 2<'6.) Hat üch 

\iC und fchretbnng des alth. fc. fl etc, 

b. M i.L verwandelt (oben f. ij$, 174.) wer 

mit dein niMjh. gebrauch den «lib. fiiiheren bewei- 

clf. quellen gletcbzeitigedenk- 

1 ifchen) rpracbe bedient Hch 

: €iiii^en3abt auch vor e und 

^ r-n, öitß in dergleichen fallen 

1 beide von dem reinen gutuuallaiit abgewirhen 

fowtfde an» der alliteration die hefte Widerlegung 

^iuitm alknthalben »• b. gicoran, Kuning, kefer; 

CBOdrie, Kefore^^ hU\^, krift ; kind, kunneaa eic, 

;efögt Tieiden* Nun alliterieren aber aurh in 

Gedichten «. b. ; c^me (advenins): crafla : 

ej^niiig: Caiuci,- eyfi: cvealn); cynn«;€viee; CmU 

ne: cv^ralm; cneo: cenntd; ceiipas: ciioHe; 

inn (fTigidiore»); cen-bec: oiifle: cnjhtnm; 

: esmp *) etc. Diefer gnina entfcbeidet mir wider 

^lifpracbe d' ■ t r ff c vor äf i etc. kein 

*= ceap »u C! isnden, w«nn j^tiem der 

igl, cheap (öUei ^ II» anderer zifrhfaul, da 

.*n*, t) , dtefrm der tvIac h lani eigen gewe- 

Wä^f, Freil. 1e der aUijeration die nord. oder 

anffprache l.ji eic. nicht gefchadct haben 



fth Afi. 24« 57* 39* Blor. lo. 13, 5^9, 96, 




J158 L angclfächßfche conjonanun, guliwrt 

und diefe ift es auch, welche Ra(T< p.8. für tmf< 
behauptet *). TheiU aber rcheiiu iie mir ftir die 
quellen ftlbC^ noch nicht genug erwiefen. the 
ficht warum die nord, analogle mehr alt die ge 
alih. gelten Tolle» Vorläufig lege ich alfo detn i 
iibtrall und vor jedem Toeal die aitaPprache bei» 
das altb., vermutblich auch das goth. k gehabt t 
fer reine k laut trübte und wandelte lieh fpltei 
reget (doch mit vielen, ohne jenen urrpriinglte 
ßand luch nicht wohl begreiÜichen ausnahmen] 
engl. eh. Hätte Geh früher das c in aiwet p 
fchicdene laute zerlegt* fo dürfte man wenigfti 
eelne fpuren einea beflrebene, drefe verfchied^ 
bezeichnen» in den hfl. erwarten; nameniltc 

den zlfchUut das nicht völlig nnbekannte 

geHanden. Ich fehe aber felbd in fremdeit^^ 
durchgängig c gefcbricben , vgl. celendre (cnrii 
cellas (cellae) cerlUle ^^cerefolinm) cedetbeim 
circol (circulus) eitere (ctlhara); für creua dieni 
gene wort rod , dagegen wird crflce in der l>| 
von hydrla gefunrlen. -^ Übrigens lind die ^QH 
austaute dtefer tenuts c fo Läulig, da/7 es keH 
bedarf. Vom Übergang des c in h unten bev* 
bindung ht. 

(GO hier ift der fall, wo es der goih. med. er 
von dem zvl fcheiden p wo et ßcb aus iiem 
entwickelt, 

I) eigentliche meäia; hier will Rafk wiederum 
logie des nord. anwenden und g vor e, i, y,, 
als vor a, o, u» nämlich wie gj gefpiochen ia 
Dies wird nicht einmahl rliirch die engl, ü; 
untcrflüizt* welche das g in give* begtn, 
dem in garden , god , good , gulf gleichhal 
Wühnttche laut der deutfchcn med. 



*^ S«hi j^rtniil, daCi di« tuitprache kj stii d«m 
<iMlf fotue» paa iii«ht, d« fich S«. «ui dem m •« 
fiolu aiu vorileUencipft c eniwji^k^lt» rntio eb^n 
^il«l eio. DjiT« d«! ^1, ur.U lit. v^vrfav, centi 
kcntrnn, k^nttiiixi, roodetn kjencium nu fprtehi 
zweifle leb» findfl luch bei gr. und Ut. grai 
nicbis «Itvo^. - 

•<») Jn der jiHitfirittoa fügen Ech lü« g* fdlbA dis. 
Xpriit^enden leu eioindtr, oiias rOokisbi tuf 
tolgonden vocsl, .»• .«^ 



1, tu%gßlfä€hßfcfie canf Onanien, gutturales. 059 

n^hrim tn/jrfr ;t^li<m^ i^n g oft ror die djphlh* ea, 
< ' hai kommt; Ich gUube nicht, clgß 

^»recbeii füll. Aorh in * und 

'ti veW>iHdungen ig. fig. rg 

he» z. b. lang, [aii^jaTi. 

Und ciiiige trcrudi* wÖrtcr, tiartjcniUch 
'1 . m^fj) d«t il« ciD^^ftihiip autl^ndifche waare 
4i«i4iOi<Lio#rprftehe fpor dcfm engl, fpunge 

mnj ilif. Tpantia (oben f. ^ 1 i. .4^ ; - .habt haben mag, 

• HiUotenifc E wird bei ▼oriii^gebendem kurzen 

r endung - en •) in einigen wör- 

, ren (ploHaJ f i'n (minlAer) von 

p!tmn (fin^to amUre) l^-um in den Ulie* 

Ihlern« wekhe die volle form regen, j^egcn, 

^'7|ftin feisen; doch f^eht auch im Beov, ge« 

^frj^ hrrall j^ini^n (%uci\U) ft. de» weit feit- 

Jfhet Von f 'g»i» wie meimen von 

ligdti ' ' jüngeren quellen 

10 J. J. niaidcnj» Hin* 

wo ^o »11 -n fühuachi Cich daa au£lan- 

zhh, tnhüi langer vücal unmittelbar vor- 

f. hernach beim h^, wird Jedoch inlautend 

^' so g. Vgl. bea|3'. '•"'"' :o!i etc. ZuwcHen 

«* nm . wie cm Frignin, gefrägn^ 

ifD In tring;in (?) frang (üticr träng) gefrungen, 

mHgmttlUk riebet g 

1) iiü dff j und zwar »} anUntend vot e, !, ei«' eo« 
* (voi) gkrt ftdhiic) p:te (immo) gii (voi 

'rrwenuxin) gif (Ii} gicel (Uiria) gea (ha) A 

ölim) gi^6gJi3fir^inventn«j geoc 

<- /. itellut ovi) ge6la (nord. juli) gLO- 

(moellQa) je£i onnng (ofciiafioj geong (juv^enin) 

öd (per, nlirm) gef>nre (illnc). Dierea g fleht 

ootnittelbar vor a^ o, u und deren dnpprliing 

obi-'^ ' n.h^ g »Uf^rding«, vgl. onginnati« 

m, nni: 1, giid, g6:l eic) Sondern ein ü wird 

Ich -beil. daher die alih. Wörter jir, jun;;: 

g^Li^ uuicn; vielleiebt füllte gtär, g'^ung gc- 

^ben werden? Ubrigend vgl. man f. t&j. 188* 



a>^zi/ 



fttetifo1|Ctn(!«f •nJnn^ ««1. 
^h«iff( nicht fJi , ril . 
«IC.I «»gl. Ulft ttii 



Hn'^e teil k«tfi beitpUK 

luiii fita« ^111, main* 
R 3 




^. 



s6o L angelfächßfche ccnfonanietu gutturaliü 



dt» tU5 i^m ilth. \ ebenfitls rot ^ ond i eniwidl 
g, — ß) inlautend ktnn g da» j veriretfn , m 
die liq. r, vorandehl (s. b* hergin« fi<?rgan« v< 
ß. herjan» nerjan« veijan)*) oder fonß wetm 
ein i daxwifch^n gafchoben wird. Daa gefidi 
iiaiDentltcb g«'rn in dem praeL fcbwachrr coii|. 
eirdige (habito) J^övige (tervio) ftatt eardje 
eardie. Und da eardige für eardije Aehi » (a 
fpringt bier genau befebo das j unorgamfrb, in 
feina bali« i daneben bleibte vergleichbar dem L 
beigebrachten alch. etgir (eijirj (l egir (citr)/ 
ntcbt unüHilctg dem unorganifch^n ahb. iuw« i 
angeir, eov, ftatl iw^ aw, iv, Dicfe verwandlfi 
swircben j und v wird ficb bernach noch 
bewähren. Organirch ^Yären (wie gavi« niv 
nur (iie formen nerge (ferro) eardje, wogegei 
eardjge (wie gauwi. niuwis • eigia) üb^Iad^ 
neu. Seltner geht aua dem praef. di« fi 
auch in den inf, über ^ardigan ^ovigart. rt^^ 
eardigean, ^ovigean (0. dea bf^eren c. 
letzt^rm fall wird das ableitungd i dretmaiil 
druckt. Man mu/ übrigen» diefc» g :r j 
— ij von der wahren med, g in b^orgaii, be 
namenltich in den von ad], auf -ig geleil«! 
bis unterfcbeiden, z. b. fjngjan (peccare) 
(lalTefcerei färgjan (dolerc) byfgjan (occti_ 
den adj. fynnig (cnlpabitta, altf, fündig) v 
fa», ah(. wuorig) Tarig dolororus, ahh, Fli 
im verb, ferag^n) etc. um fo mehr ala bier strw 
die onilung -ig bervortauchi, z. b. verlgcao (^ 
Jan) (lebt » welches mit jenem eardigejin snfl 
äbniicbkeit erhilt; wulUc man den unterfchted 
(eben ig und ig bier nicbt mehr anwenden; fo 
den ßch ducb di«i conin^attonaendung in beidn' 
lern ganz abweichend: v^rig-je* v^rig - e (tal 
eard - ige (habito) ^^ y) in* und au»laat#nd 
fpnngt g ans dem vocat i m folgenden 
(ovum 



äg (ovum) gen. 



*; big (praep.) drig 



•) lUrJAn (v»lbf«1 unrerrohitdet) von lidrjtii. blrgjaii 
wobl hxr^jtn? Iiadire') miuelb. jenet ti^io, di 
ren;^ verjin (defenderq) unterrchicden von vis 
}in (laifcfcfre^ Uth. )«nei werjtn , diafet wi»or 

••) Nicbi xg, 3Cga*. denn dit goth, ii rovum) ^ib imi 
aa« «i, »]• ■£• woran» C^Äa an» dag« dig) ag wiurdB»! 



lilfächßfchg €onJonanUn, guiiurates* ftfit 

.^tgei. frlg (HlM) hlg (!11a. iUi) gUg (Iiiduf, 
Bf) ig(iiiroU} ig*dlge« (eodem die) Gg (fit) tvig, 
49» to. in der bemerkensweriheii ßelle: inid 
trtg (ft. tvlrn oder tiregen) irig-bed (altare)*' 
: da« letzte wort kommen auch die übrigen mei- 
il9 »nf, fdxongcn , «U: big-rp^ll, big-cvid, 
l»liodt frig-min etc. ror, im eigentlicben am- 
b&sgegen entw. ein langet i (bi, fri, hi, fi) 
))deT diphtb. eö (fr^ö, heo. Ted, gleo) und Telbft 
irr »ff, fetsung ed - land, vifcfod ft, igUnd, rig» 
nach rebeinen mir beide formen am einem 
ipruniiiicfaen kursen i zufliegen (vgl, oben f, 95.) 
l4cb mit der zBh enivv* in t verlängerte (und 
I ^ il wurde dinn ig :^ ij) oder in iw^W 
'||ie, iu iber bekannlJich Im angelt, in eOm 
eff€il tlfo wieder auf die parallele zwifchen 
niid It. ftt fig rechtfertigt fi^ durch dai 
. big durch das goih. ija. Neben glig- 
rwü in der compoGtion gliv-, gleö-,gli<* und 
pt lnoTn$) ebenfalls ntv- and nig - (a. b. nig* 
K ad Vena)* 
|t^ i*,; p— ; ürh mit dem v berühre« wurde fo eben 
^ 1 nodi einige fälle» wo g das v 

ririii, oTine ^sß j ins fpicl kommt, d. b, fälle, in 
khmt g auf ein urfprüngiichei u belogen wer« 
mttß. So entfpricht grzg (canus) gen. grxgea 
dem altb. grao, grawea; analog fchiene clxg (lutum)» 
jjb auch im engl, beide zu gray und clay werden. 
|irn> (ferum IgctJO ^^g (ciavis) engl, key, wbey, 
] kursei i haben; inroferl) t^eben fchlü^el 
jnca fcbon die bedeutung von verfchluj?, feptum« 
Jt. ficht das frans, cage und Jat. cavea (käfig) za 
" fleichcn ^), cipii^ (yocare) iCV da» feltne alib. ge- :(^t/^^iW 
mi (T* 141.) *). Ob fich da« g in nigon (no» %^jfif O 



i) aui dem u in iu (goth* niun) deuten läyTc? ea 
^itr ftir neöu« nevon, nivon« wie vorhin nig^ 
Vi nd mit nir-« Auch noch in andern w5r* 

v^c^iircln g tind Tt wie in hveogol ond bveo« 



efieb folgt tat diarttn worte» daft dai angclC i «oa fra» 
ir«ffi AS antfp ringt. 

I*> Dt« «bBlichkfit Jet ital. aliiave ifl zofllUg, da im aogalf, 
' «rii ttichc fallen iv^rde. 

;6. aiit«T >« anxulübrea war« 



ftCi L angilßiclifßhe conJonanUn* 



vnl (roti); vgh eat^an mit dem gaib, 
den ijb'*rtntt der aii^tlf. furoieiu foti 

fow, leilow, barraw, marroiv. Stein 
dad tUb. crujit harir (^1. [un. 1^8.) dem 
ftiialog fiir ^lavvii« man miiTto deiiu -jn 
flexion (cia-ju (V. crßw - ju) iicbmen, — 

(CH) AXtie afp. ^«iu ab. Wie im gotb* Q 
ma, fltifchoma (beiik: corpn»} wird man nach t, 
BU beuTilieilen \y\ßtn. 

Hier eine at^gr^meincre bemerKung: ea ifl t 
da^ der «lern hr»ihd* nrgan fo geläulij^e %\i 
»rpirierte l^ebtlatit im nied«rd. und faU au^ 
fiord. mnndartrn beitulie gebrechen. SolH 
'iii'-l;^ in dtm btttveniiü^»*]i. au welcheoi jcdd? 
gebtfdete dialeci bcrerhtjgt und gen*^!^! fcbel 
lei< hl dadur€b hergeftelh haben, ^^ß lÜe fäcbf, 
KchJbnte c und g unter gewiflen uaiRlinde» 
bei folgendem e, e, i) in den zifchlaui F'-hvvauI 
rPHfl lie (bei folgen Hera a, o,u) ungilnilt bteil 
dicfi'r fpattung ^e% k und g in den reinen ntl 
|€n laut Wi'\ß numlich die buchd. miindai^ 
nicht$; die fnndige berührung des banch- nilfl 
Vkeßt Geh aber dabei inrchlagen (vgL f. 164^ 
die leränderung des lat« c und g in den z\\ 
wenigftena Zungenlaut roinanifcher fprachen n 
lehn. In der engUrr.faeii , frienrchen und feh^ 
bat ilch die erfcbeinong am (liirkßen eniwicke 

Ohne Äweifel aber erß fpäter und fehr \ 
im üheflen angcIC. gdit nach dem vorhin bei 
gezeigten überall noch die reine ausfprache de 
med., nm wie vielmehr im gothifchen; daa üi 
der<L und iitedcrhind, hat fie Geh bis auf heute 
Daa angelf. hingegen mag fchon im icten o 
1 tlen jahrh gleteh n^ich der normänn, erobernng 
laut und vielleicht anfinglieh flatt feiner die kehl 
begonnen habeiK Lyea Wörterbuch titfert die 
chfce oder auch cbiekc (mata^ chtdan (increpai 
(mentnm) chorl (rufljcus) 0. ccac, cidan, cini 



•) WäLiend •Tfo *li*fe Ttiundarun dt« gotb* k 01 
liefen. «Jlibiliari die hocLd. d«t ^ntK. t cnd « 
|2nrh. p nnd k dpU fcliWächt die t-rp«rition ib , 



L vigtljachßfche confonanten, gutturales. 163 



H 



» 



ftb< «Ibcrf logabe der quellen und hfT, ans weleben 

ntnen ßod; auf genaue ztittbefitniinung käme 

IT all ein an^ fchwerlich reichen diete formen 

»ote jihrb, «urtich , ße Und Vorläufer der im 

rliiedfnen engt cheek « chule, chiiie, ehin, 

!i die amfprathe eh in tb , tfh übergieng* 

ilte fcbrejbufig beibehalten. So hätte Geh 

Irr iltb, aTp. eh. vergleichbare angelf. afp, in 

r diefer tnandart hervorgcthan, vcrmrith- 

: chinn^ dem aUh. chinnl nicht nngicich 

\\% verfcbteden immer in beiden fpracben 

L.U'-^ afpiraiioo geweferi lyäre. Das alih, ch 

nfln tu die ßellc 6t9 It (wie f und 2 an di# 

: t); hier im angelf* hän^t die elnfübtnng des 

'H] auf c falgendrn e oder i ab, wotieben p 

mälerl fortbcftehn, fo da^ ch dem f on- 

titebl vorbanden ift. In der ansfprache 

b aber Al^ rchre»bnn«r cb bald die(cm 2 und 

UtnsajJen beide aJib, laute dar, 

(Jim tfrffbfeden von diefem eh ift ^h$ Fchon in 
EL voihaudue hk (m'ovoii ontea bei 

""i in den hff* durch dae Toealifche I atiife» 

:\ |ebt h^u% in g über« welches letztere ttn 

/ ' iJen offen und dem goih, j ahnlicher ift, ala 

p' '' I J Bndct c« fich nnr anweilen neben der ge* 
i Tfu fcbreibung g, vgl. }e (immo) jeo (nn- 

idbi»e) Joe ) jogudh (javentaa) 

'. y ßalt gea , t ^ giidh, gäong. 

ifi^er nehme ith daa inTantende } an, a.b« in her- 
io, belgjin. ffn^fan ete. iheile nach analo- 
>\\y, tbcils jenes tibcrlrilta in die noch hÄr- 
^^en. Doch mag mitunter der ur- 
A £ vocalifch, alCo hetiati dreiGlbig 
I) worden feyn, zumahi wenn c oder g vor- 
n , well (ich dann gewöhn lieb die Conßige 
I* jnng dei I in g einfindet, als: ^ncean « bei- 

Liti '^ ^'iea in den übrigen fällen nicht fo leicht 

Mcbi eben ein gruud für daa coufonantifche 

r » .. . 

m\,i} U \v(\h\ organifcV alä «liOrgwiifch, nämlich daa 
UMTimJv »mti^v kfoner Tefmtngung mit der atislao- 



fi64 I* angdfächßfeh^ confonaAUru gh 

teoden ten. ansg^^fetz^t (rondern k, €ic, lle. \ 
rchteden von tah (variu») beab , fe^ih tic.) ^ 
die auslauteiule med. crTt^uend, fobald i, tim 
mgebi. Eeifpicle : hn;^h. üh. (^ah f«raei. ^ 
Hgan« fligati; bc^b (coroni) dt ab (liitctura]fl| 
drcah« vreah • praeL von leugan , äeögaof ]^ 
ktoh praet. von {svean. fjean, (wiewohl mä 
diefes £. ^v^a^an ^tteizi ift) hicsban: gt*fiübfl 
Ob es noch voi andern langen und klirren w^ 
(chi<^br, z, b. tvih (ramus) f. tvfg (lebet, 
nicbt; ich finde {jrah (cnrfui) neben ^arag. £i 
fchhiß über diffee b Hau g gibt da« um (h 
dei auilauti g Clalt j oder v» doch keinen i 
den, da ft» viele organtfcbe g, sutmabt i 
sem vDCal bleiben« s. b. dfig, nii*g «tc, 
Tcbeint et, diefea b nicht als eine Oeigerdni 
ata eine jnindernng des kebllauta zu beirachta 
nord. apocope deflTclben in demfelben t«!! gteü 
(hn^, ft^, fe, fJö, drö frir bneig. (kelg. f 
drög). Übfigens ereignet fich die verwJiidl 
In b vcrfcbiedenllich aocb bei voraneflchend 
r, afa: fealh (occa) beorh (mona) hnrh (ai 
(roednlla) bearh (deliibrnna) etc.; inlaiiten 
beorge. In binßcbi des organifcben U ift 

i) es fällt in - nnd an«1autend »nweiten a 
(temo) feo (peciinta) bleo (Cf)lor) ft. 
bleoh. ferner: fltian . J^vfean, ga (aqua; I 
|iveahan, eah* indeuan (faterij mag mit vo< 
aoa and-baetian abdämmen. 

s) vor t wandeln firb ten* u. med. in b, i 
meahte» röbte, föblc ft. vecidc, magide, rcci 

}) awifchen b und v kein folcher wcchfe^ \iri 
(f* 2 2u) fondern die endung v bleibt in 
frätuv« fiätvea (tipea). — 

gemifwtion inlautender gnttarales. 

(CC) die Verdoppelung der org, tenof 
face, faccea. hracca (oecipul) hnecca fccrvix) i 
poncre) ftreccan (exlcndere) dreccan (vexare) f 
ducere) veccan feiccirare) vreccan (expeller^) i 
fuL mifcr) f>icce (f^eqoenter) viccü (v? 
(fafclnare) cviccjan (vivificare) tviccfan . 

(hoedna) Aicca (baculiia) docce (fapathmn) plu 
lere) fcncca (daemon) läccan (prehendere) vi 
hväcce (^arca) vaccer (aiacxis). — (GQ ^ O 



ifdchßfche tonfonanten. guHüraüü 165 

dtf med. wird ia Aen iliellM bGT. mli €^^, sn. 

' itrr mit |rg a niged rücke ; belege: ecg 

.r) •> fecg (niiniioa) fecg (carex) ♦"*) vecg 

ii;ilflC|t (miUeos) hicgc (ftptwra) Jecgan (pontre) 

ti^B lücfre) v«Cf«n (agitafe) licgiii (jacere) vicgi 

r^viega (blaiU forfictiUria) fricgean (jnterro- 

tijf m:m* '*Tr Tff) bivcg (pona) hycgan (moJiri) hrycg 

(M<oi len) «tc — Beide, gemimtionen ec 

u?chi vcrwechfelt wcfdea. wiewohl es 

bff. lEefcbiebt; cg fgg) entfpnngi überall 

wftbolicb wegfallenden ableiitingi^i , daa 

»bei für fi'gl, lergan f. It'gjan, hrycg f. 

\% m^hiJb das a und u der wnr^el auch jederzeit 

ijf Qfihgelaalet »ft. cc mxifl meiÜ ebenfo erklärt 

Vdöch nicht immer« wie die wiirier face und 

nlfiu Nach oiid nach nimmt der gebrauch 

|iniii<iiieii 2(], 2. b< findet lieh viggend oder 

Dlli4anl«a) f. da» ähere und htßete vjgend; 

Viit die gcttiv wenn kein xotäi vorauigeht, 

(H. bring (doch vgL anlen das friet na üattng). 

mfprkhi »«atericll cc dem flrengaUh. cch 

N ; r^ aber dem ftrengahh. kk und otfr* 

i die bildnng cg jenem cch in fofern« 

icn geininaüon eine Verbindung der 

ffi^r der itied* oder afp» %*orgegangen ifl; nsan halle 

'*- -H dem f, 14^. 168. angegeben*»n id , pb^ 

j. Da unter zwei geminierten lauten der 

^ r ift und der aweiie nnr nachbaut, fa 

ifs^ fobaM eine media gf:'miniert, leicht 

Jie crße derfelben diuch die flärkere ten» 

,, bei pp. cc. tt, gien^ etwaa ähnliches 

KfQ, Znglekb ffhrt et uns, da^ in dem angelf« 

Cg. feine kehllaufc iaagefprochen worden und ' 

Dt|r tU bei dem einfachen c nwA g an atpiration 

^sifrhlant gedacht werden darf. Die hiftorifche 

]D|C diefer lante bis 2ur heutig • englifchen aoa* 

\p. daa vollkommen, nümlich im altengU 

.\L cc entw. EU AA, ck (inrofern ea auslau* 



!««• «mtKcbeido m^cg, mtegii C^^O) n^^g* m^gii (Httas) 

'"i^Uei «ttigOt mtf^itj wx^, fDft|ii (iniiiii). 

litffvt umd i$% «mht rächende wörc rchein«« in TclncU 

ifi|» fiod tittrprach« euiit Und ib«r fa Tetfübiedncr be* 

(^ lUCt m%n v«rfcht#deo« yrurteia tnnebmao ipufl« 

ibfia iiD ^Qti.. (cc^ri. 



n&6 L angelfächßfche epnfonanten. gl 



teit Mh necX« Tack« rack» thiek« quick« el 

cch (wenn ein e , i folgte, weil Tich vor dieHi 
conf* jedet c in ch windelt, m,h, fecche» 
caccbe« wicche, kycrhen) — dsd eg hingeg« 
aa gg. vgl. legge. li^ge, heggff, egge, rygge, brj^i 
minhiitb haben hic^r noch che und ge, gteicfa 
lAtiteii, anfänglich ^nrtnrjl^ aiiafprache und lat 
fchrcibung gcmä/J; tec-che, b^yg-ge. Altml 
ninmil ch« und gc efiie beimifcbiing de» lingnj 
und das vorfcblagende c verkehrt lieh dann in 
Isch t\d$ g in d ; fo enifpringt aus e^th da« 
(fprich ifcb, z. b. fi-trh, wrelrb. catch, vvalcb, 
tna gg daa engl, dg (fprich dfch: eSge^ hedge, 
Die ganze eniwick^long gehört «rft folgenden 
an, niaflc aber vorlÄufen, um die aogelf, auefp 
gemlnierten kehltante zu beilimmcn und felblt 
vorgetragene der einfarbcn zu beAlitlgrn. Sie 
auch zum erwei» , di/J de^r veränderten anafpra 
lind nach» doch Ungfam , veTäudenc rchreibun, 
pe« pHegt •)< — (HH) iindet nur in wenigen 
J^cblicb folgenden Wörtern (latt: itohbjan oder 
(Qatueret reputare) htihUan (ridcre) ceahhetai^ 
nari) geneahhc (fufTicieiiter), Neben 1 i ni 
auch geneabe un^i lUit hlibhan ^rv, 
hleahan. hlean gffdi iebeu. Vergleicht mac 
gtTtbt hUbau und ginah (TüOicit), fo ergit 
(tiefes hb keine afpiraiton de« c, folglich k< 
iierti eine unnöthigc geraination dea h fey, 
^bh, bh (verfcbirden von ch oben f. iSs- t9< 
fern diefea zuweilen aurb daa inUutcnde h. 
(oben L189*) gU leben anlay? bat. Dsts bäußge 
iit nichts anddra als daa tniiulb. ziehen , wdcl 
^uf rächen, brechen reimt, allein kein aqe 
gendes ch boru&t, folglich altb. 3;ebbjaii. 
sehjan lauten wiirde. — 
guituralv ft'biudtuigen 
1) anieutende. cL cn, er. cv, für letzteres an 
aber cift fpäter, beim Übergang ins altengU ^fn f, 
ben; ßjti cvu und csy wird cu und cy gef 

•J Hier die flberfieht dar b«id«ii reilicn 1) iliT. Ik, 1 
«og^ir cc. ftbeiigb coli, neiien^b tch, fi) «Itf. 



kk* «n||,«ir. Cß, aiicn^l* ggv nf ucrgl. dg* 

**} Aii«lo«r t^te aii»rirhiiiii: lie» V tn fv (r^l 

(ilUr und oben f j75*) 0ad bti vorl 



fr#ofioT 
vorA^Ucadflc 



(f. utit«ti fobiuf6b«ai*a.^ 



L«£^ 



'le iOfiJonanten* guUnrales. t$7 



tgl oraeii (part- toä CTimaD) cuma (bofpef) cyme 
(^if^m) iiti4 bjltl teibü im in f. cum an itnd im 
tfftii com ft* cvom; tingewühulichef iU cac oder 
\ sxvc (vivm) ub^rb^upt vor dem ftaii i g«* 
•"• V ^^^ibi er brftebn, »* b, Gvvdaiii cvyrn, 
<^, C^^tm, cvilrn. gL gti. gr, zu gn 
>:u-^e: : röderc) gnät fculcx) giiedhcn 

I) jjniiUfi , rerfchieden von Cnedaii» 

tt Vutj jr/, hn, hr, hu, tubre 

t n beifpicic an: htaJan (hiu- 

itt ((ciü; hi^U (ontia^) hliv (agpcr) hlif (pa« 
ni (U>titiit)) hlCapHn (ralire) bleabtor (rifus) 
ij biiföv rtimbracnlum) hU^ütan (foriiri) 
^•'1 (tegmcn) hlifjan (cminere; 
äma)lilot (fors) blgilb (praeda) 
iBii^ijcj i»l*-J ((ownnif) hlöior (limpidp») hly- 
BW) *— br;tp ^calix) bti^jtpptn (dortnire) bn«- 
Dfi) bnesr (tettax) hi*<?cc» (ccrvix) h%\tXc 
ftxilpiti /"Iticliiiare) hiiiun (corna p€H;re) bull 
(VC? lex) bnnt (mix) bn>gt»Ie (lomen- 
•ruj bracca (occipui) br^il (relax) 
[t liier hreg^l (atutcirlutiO btarv (ca* 

htj^a (4r4ea) bradlie fuUro) breec (ftrueij 
Äft) hrcddan (eiipere) breman (damare) 
\{ Hn?6p (cbmavit) bTt^ufan (cailere) 

nt . itd'kifn^ lirt'tivan (pof*i?ii<jre) bi^ran 
hrt*dtier brrcg (dotfnm) briddel (cri. 

krif (iKetH7 ..Win (pruinj») brinau (längere) 
alat) i»rtot'nl ftepva) hftfel (radiuft textoriui) 
(febrieitarc) brnc (roriil^) br6f (cubnen) 
bcr (bot) bfTifa (t<?frii) hryre (riiiiia) in a. m. — 
(baliena) hvj^Ti. hijtfjmeg (angtiloa) bväftrjÄTi 
rT»*' hviii ff^iinnoa) hvat (qaid) hvxie (iritlcuo)) 
rffaii (vettere) brelan (pulrcfceri:) 
iM.».r; ^*^ iiha, bvidba (anra lenis; bver (Ic- 
lliil (tctnpn») bvirpniiig und hvißlung (furuTma) 
|)iua) bvitel (euUellua) hvöfti (tuUla) bvräül 
I. ». m, 

X ßebot a1 organirch für hfl 

(coma) leax (fahno) feax (catier) 

\1m ^ (ciefcere) vfcaK (cera) fcx (rex) 

...;.,-> ni'xt (proxiiDUf) lox (Ijux) oxa 

(boKciis) b) onofganifcb fowobl h\f Jci 

|iii£t»i iöX ' * ryxa (iiifcuB) etc. (v;:b oben 

^) ftU da» V ac cj iiu<l felbft gs^ s* b. eax 



?*i 



flSg I. angelfächffche confonanten. gueetir 

(fcctiTU) Tixjtfi (regnarf) axe (cinii) lixan ( 
für acea, rtcrjan, afge . Ivgrati. Gewöhntich 
0ch die form es nnd ga itif efite fyftcape, w 
(timor) ft. e^efa. Wie das x in neoncena-^ 
radirus) und eolnx - Tecg (pipiluutn? papjrio 
zu deoien fey, hSngt von der aiifklärung did 
kein Wörter ab *) — ht, f^ht (reconciliatao^ 
filir) Tihlljan (pacare) ehtjan (perfeqni) leoht 
cnibt. riht. pliht. ambibt. nifat. Ilibt (volati 
dibtan (conßittiere) ßibtjan (difponere) tlhtal 
tare) tibiJjan ^aecurare) dribten. genibt (abai 
trohte, dohtor. — 

Schlußhtmerkmt^efu i) affimilationen Gnd t ^ 
S<^. erwähnt, 2) die negation n^ w ird mii dem d 
bar folgenden gangbaren pronomen oder der parlil 
dem bülfivcrbtim V iiirofern diefe auf einen voea 
' len, sofammengeKOgen , aU: nie« nis « nun, ojeti 
fre (1. n^ ic« ne ia, ne In • ne äfre« Das glel 
fch'teht bei den mit den fpiranten h* und v. b^ 
drn bülfavei bi» : habban , vefan, %illan, viian; 
demnach: oabbjin , näa, n^ron, nillan. iiolde, 
nät, niton fi. ne habban, ne v^a, rie vzron etc« 
contraction ift ^cm Wohllaut förderlich und erin 
das völlig analoge laL nolle und nemo f. ne-vel 
neqneo, nefcia) und ne-humo. Vor andern y 
geht fie aber nicht an» z, b» ne veaid» oe vurdi 



*y Man htt in jefiem dio nord« noinen ÜRdtn wolle» 
unirefTeoci und iingraTumiiifcli ift di« dcuiung 1 
«U9 titf-v^ore* indem d?« par4di«t ein ort der U 
keic ^•vveftti fcy. Neben der ^wölinlichrtr fch 
kommt aucli ueixen«*, ncirxetijt * nficrn«- ii 
van^ voi , iiifif r der stif. fetiung »ber dai wort i 
Der gen. pL weilt ittf etnetr fokiWAolieti n^m. t^, 
dtefer mcb der rGbrcibiing n^orcfa luf dio voll 
nltorcdr«, dar icK in dtn reiw.indreii fiirirben nie 
lo^e« weiHi; dett buchfttben r«eli lautete fie ahfi 
(wie lingJo. egifn). Ich tnöchte wifien, Avodiirchl 
Xmc %\i 45 oder 1t* Cor. ta. 4. wrc^furK Obrtuii|; 
er nicht pafideirns beibehielt, wie die ilif. B. 

•Ith. (^netlen p«ridifi : bekaiiiitlieh wird d«t btbi; 
wonne^«ri«*n gedeutet und To ßebt aucii im »hb. 

tirto, lafi'kftrto ;,N. 95» *o.) wunoifam*3 f^id 
, da }. Ut r^ld und n;irto ofFeubtr dem venc 
«heti I tn»g iv«^^rxi fo viel et» ^atidtiim , amottili 
dnlcien. — tobt, k<^uate ees, Ton ^olbt tfoliut 
(•)a, ^ 



L tdtfrießfcJie vacah» 



fl69 



liiihc ficb ^einf^wegi mnU in fi4?ard, nurdon, 
$mi ntiUn, nhiD wird meiAetit tiylUn, nyt^u 
1, i^QCi fchtiui mir doch richtiger. 



AUfrieflfche tuchßäben. 

ng der ilifrleüfchen mundart muß ge* 

ivi^« Aiifio^eii ond nicbdem ahh. sUr an- 

d«i Sifu, 9teti dnd i&trnjjihrh, abgehandelt 

f, ji w&hrt^nd w«'itcf unten erß miudh. nnd 

Jfl iitetip ijten vorKümoieiit hier fchon ^nge- 

«öd auf denkm^hlet geddut werden, weffhe 

lt#iiiiftd i4teii ft»g« hören, L^rlder mangeln üliere; 

iber dnd daso rptrfam vorbanden, uncri* 

-::eb€o, und die anierrarbung der frief. 

iiit mehr aU eSner bedenk h'chkeit auage« 

>efwiegt diefe die dopp<*lte erwil^nng, 

UirL f>leicb der nurd* fjj fache laitgfümer 

U wufde und f^ahahener bliebe aU jene anderen 

folglich fpüiere Urkunden i^iefer beiden dem 

tatande jener faetlfcb nahe ftehen, theila da^ 

* k« nitindart gerade den tibergang ^wifchen der 

aordtfchen auawelQ. Zur leichteren verfländ- 

fftiii u moß dansui das ffteiirche überall diefe 

ipfu Die beifiabe einatigen, saganglicben 

^^m bedcuioDg fiAd 4i^ brocmer Willküren und 

AUfrieftJche tocale^ 

f^ Ücftn «wifchen den alt- ond angeirftchGfchen 
' iiKh der anafogie dirfer Itnd die gänstich man- 
kte focilacichcn anch hier ao:&iirei£Cn. 

(I) Wie im angeir. befcbrlnkt, doch etwa« weniger, 

* ivrar dem i ein e» dem ea meiftena daa gewöhn« 

)t Cfiifprichl* Wfigegen aber o (btt a weiter nm« 

*- Da« reine a tiehl i) in den dexionen • a, - ar etc. 

Nv ^m feminatiunen and Verbindungen mm. nn. pp« 

ii ild. kk* ag. mp, mb. nt. nd* nk. ng. ala: lappa. 

4t. kamp. biniL teful. and« fang« (wang. branga; 

^ <i ea ledoeh isi dirfen fiMen tLu 0, wiewohl 

U j.'iji>gHcliA m *n dem umUnt e (k<^mpa. benfsa) 

mamen lA« i) vnr lt. Ip. 1r. lt. Id. Ik. Ig* li^. i( 

fr' , überall ein angelh ea gilt), »U: «11. balp* 

I- . aiLilaa) lkAU(detm} halda. (kalk, galga. bila* 




17'^ 



I« altfriefifchß n^caJe, 



fax. fix. ichu eic, Hti?r b>bet ml feft an 
liichl in o über. 4) ¥or eHifdicber coiiCotiani 
luf folgen il4im vocjil nur wenn die %vars«l ni 
und da^iurch des e fübig gcvvorH<»n » denn 
das e, obtchon ein Aexioiuvocil wieder iij 
fcbÖne aii^elf. abwecbfeJung sswifchen ä ui 
r 224.) lindei nicht mehr R^it, Beifplele 6t:^ 
tretenden a find : claga, maga (Rnmacbut) Sail 
makja. gadur (itmni) wapol (fcatebfa) vvitu (bi 
bec walubma» ftabtiäger» pilgram) fara etc. 

(£) rieldeutiger« als in irgend rtner a 
fchen miindart *} , fowobl c «U ^ bezeichoci 

l) e nämlich 1) den gewobuljcben nmUui 
weidecb (potena) fenne (piiiude) brenfsa. 
(dioiitia) botera» ende» lemiihc (debtlttail 
meidja, roentlar* efne (tervü$) befma clc. 2) 
S und zwar ohne rdcklvrhr des urrpriinglicti 
dem canf. ein vocal folgt* es hei/ft z- b 
bek (dorftim) und im pL dcgar« degiim, bei 
dagar, daguni, bakiini. Weitere beifpicle: 
jef (dedit) flef (baciilus) et (praep,) tbet« \% 
wci (ndus) bcd (pctiit) feder (pater) reih 
(gufttt«) fieU (iciue) bifel (julTu) pel, pclar ( 
(villi) etc. Außerdem tritt dailelbe e ra 
bindungen rJ, rtia. rii. rp. iir. rt. id. rk. rg.'i 
im angeJf* ea gilt, uUt keil (n, pr*) enn 
erma (paupere«) bern (infuns) bcrd (barba) 
ca) erg (piger) gera (grarpcn) **J. VcrmuJ 
wenigftcns fiiiher, diefeo e von dem unt 
führten iti der vu^fprache nnterfehteden, [ 
geir. ä von e; fu lange üch aber ein befl 
wei» dafiir nicht fühien Isßtf wage ich h«| 
liehe unterfcheidung beider e vorsa[cbta£e| 



«) In den ^neÜcn http w«nti tniD die Ungfii 4 
äM% uubffzeicUneie « zeluierlei Urne «uiaudi 
bei den UutiKcln werter a die bcAimmting erf 
vrelcbei e flebc tfem iuidruck fket (pecu») nl 
von iknt, (kutifi (pecunij) oiigelf, Mu [tä 
iemit, ßnui, friet Ikätj weicht «• «b » fo fc 
• tnato^ie von vich(pfcua« pcctini^^ .daim ri 

**) All 111« bin« weife Hobt w«i (^luit) tiii«i vdtfki 
leiobt aiiQli (;lai f, glet? 

•••) UmfowBni£;er» uli di« luirprtelif felbH ^ 
mengt hnben m^g , denn wie Löiinir i 
binrtjii («oii^edtfc«) «IC, for Im/h A%»ßUj . 







L äUfrießfche vdcaU. 



«yi 



«r wltdcrnm «i) dtt alir ä» fblgUch <)ai an- 

OTid eo, nimaiitüeb vor 6e.n Verbindungen 

itff, »liS hM^tk^ deka, fehl* fteld, ftiJover 

a)m4^1oc «l«cj ^rvj, b^rte, ft^ri (cauda) eriho 

\\ thtf auch lonfl und snm ibtil da, wa die 

iffracbea das alte i erhaUeii: (eod (fani) jeva 

t Ibui). 2) das aUr. oder ahh, 

gölh. bald au« bald u« z* b. 

Hu I (cingufum) hcrne (angulua) 

, Dl», i ; le fifld die pL praet. und part. . 

Ifpeii (ip€r(u#) b^rcn (natua) fweren (iuratoa) 

ec^i-' ' ^-It^ren (perdims) bedon (obtulerunt. 

fon pciiverunO b^'deu (juITus^ bÜeken 

t ' I lit) n^^ften (percuflTus) etc. 

rt die iiabe benibiung dar 

U| ii^^f- aiigiir. ^t ^Of o fo wie die fon- 

Sng« xwifchen e imd o (f. 82. 8|* 227.) *J* ■*" 

^vennii 4! daa angelC. y tindJft umUm des 

^ .v^nr^nm^ liUru (lex) fpera (inveOigare) 

re (monetan'u«) bregge (pont) 

iritntLflthr; hierfür wird aber auch i g«- 

brig^c ipvKn«) kining (rex) etc worüber 

scrUaag atun augeiC y Tt^he. 

linn larxen 1 der tihrigen fprachen gleich und 

<rrfaw«uXend; ff^hlefhift jitiweilen ftait des om- 

ichneben« Zuweilen noch daa alte i flau des 

\\ tg\, ha (edcTc) ivin (planus) iriha (terra) 

f(l»rbd<?ttjia}. — U^ß i auch daa angelf. y vcririttt 

eben angecnerki, ' 

» Ton doppeUer an I) den reinen a*lanl in d^n* 
[ttfiter z) angegebenen fällen vertretend, z, b. bond, 
1 lond. floiM^^ K '^»ga* long, thniik. fponne. monua 
9) ponne bonnar (InierdictaJ elc. zuwet-r 

icn fall dea a, z, b. lam (elaudua) 
r (malieue) bomeija (debilitare) (ona 
|) Lsana (üccifor) bona (ganui) fovne (femina, 
16) nofe (nafus) onKcl (tjlua). II) daa ge- 
o mi god (Deut) boda (uantius) top (cirrua) 



lifa (r#rfe> coii}tt|^<n %m h\»L £bt bin, ber» bIroQ» bi^ 
ffo , irelebvi ob»« vocAl&«ich«n noch mehr «utfitU: »o* 

tJtlelt #in triftiafT fimnit fttr die iiDtb\%fli)tligkeic dtefe^» 
I TiicJ^t ^u eUobart Tfi . «laCi fotcLe (oi^maa obui Yerfebit* 
^fs« «uafpraeb« biAamdan babea jTollttUi, 



^JM 



L altjrießfche vöcale. 



bold (domui) gold. folk, form« fprtmn#) nsorth« 
Man beachte boda neben jenem bedon und bedeuj 
dem fubd. hat lieh dit ältere form geliehen nc 
bar Uiiteien jene früher bodon^ boden; nel 
beri kommt wala - bora Tor. 

(U) in der regel daa organlfcbe konte u , 
vor liquiden geminattonen und Verbindungen, ata: 
btwHen (macuUfus) pnnd. grnnd, efundeti. 
lunge, btunen (uRu«); einigemabl vertritt u fogat 
diefeu veTbindungeOt vgl* gunga« und-, ftitt 
and -. 

(kh) bedeutet zweierlei; gewohnHcb 

j) das goth. äu« angelf. ea und dient der betont 
ieiatern &um erweis; begegnet alfo dem altb*, al 
angeir. a durchaus nicht. Belege: däd (mc 
(acuhift) hagera (allior) bäm (arbor) ßiliu (I 
l^m (robüiea» angelf. tearo) lan (racrcea) hgu- 
miCer) fräna (pracco, judex) k^p (emtio) hM| 
rere) häp (acervua) &re (auris) kia (elegit) II« 
|ui) äfter (in Oriente) blat (nudus, pauper) 
DIU») erat (magnut) fUt (Huxit) r^va (rapere) 
(furdeicere) h^ved (caput)» 

2) feltner enifpricht ea dem angeU. A und goth. 
für fonft nieiftene e gilt* Belege: md (raagii) i 
(habeant) Idra (döctrina) mÄra (major) frafa (perl 
fliJk (caro) Äthoro (gencr) cUibar (vefte») twii 
bos) lava (reliquiae). 

Dlefe Vereinigung det goth. au nnd ai in dei 
i paralleTiQert lieh der dea goth. au und ai U 
frief. e. 

, (££} bezeichnet fünf doppellaute 

$i rr angeir x, goth. i, alth. i. dM (facinna) ml 
i«i») rid fconfilium) Hepa (donnire) v^pen (ar 
'(crinJa) jer (annua) wÄr (verue) fvea (proprit 
(ßnere), 

t) = angelf. £ (umlaut dea lä) gled (ignU^ f^ka 
rere) fela (fentire) kela (refrigerare) d^ma ({m 
k^ma (qucri) fena (reconciliare) grine (vii^id 
(factum) d^th (facit) b^ta (erocndare) meta (0< 

j) n angelf. e (für ei), gewiflerma/en umtaut dei 
fricf, Ai die belege find feltner: ned (ueceflTtUf) 
(audire) Ufa (foivcie) AitA (tandeve). 



C idifritßfche^itacale. 



«73 

iiy^rihC « fi. det itth. 0if bdf^e bSiifig; Mfl. IMt 
'^)b^l^. 4iL ^n^g. bin/ in^rt. flea, ^ih. bfihe. 

i ati^'*ir. i ft. le; Mtuer: br^v bAr feere« 
, j r. wütde fmuiius). ft^'^g* b^ii . b^Dnon , ab* 

rao gjiuga, btjioa; ft. dlcTe« e Gnttet iich attch 

\) ftrbrl i) üfid meiftcni für dia alth. «liT augein 
ti*i. hwU ctc* 2) zuweilen, neben dem t, für 

11, ie, «!•: niide (munus) hir (hicl hiton (vo- 
Dr) vi ^'e''0>"»*»»'ch aucb für da« angciL y. 4) end- 

"un fxir da< au9 eg enif|nihgende el , ali: di 

(l»ote(l) vgl, fehJij^h<*m<*fhtitigfn. 

ib. und aagelf. 6 t^nifprechend; bind. 
L.^.i.r, lEÖder* hrof (leciuin) flog, »h".' /\n\t 
&I. böte etc. 

bjflcifhc ' m org,in»fthpii (h In den uUi- 

ru^ l^-i iül. thuaria. bi^^^. füll etc. , 

ii tu d^t 80tb« IM, attffeir. ^49« v|^l. klafa (t^Hg^re) 

)ii (ftiü^re) ihiad (geaa) 

hal (roia, nord, hiöl) 

^(Ititiiiu^ ivi»e) ftiapfeder (privigruif) *), 

^>i tilig Oifriedö zweiietn ia (oben 

rl :i) evltrii« nainemtich in dr*n ablauten 

• «rang cic rnndetii g^n^ findet.' Än- 

rb ein Tolcbr« mn(, g^rcbobenea la« 

r^; lian (decem^ iha nia (novi) tla (pe- 

ifOF) l^iage (lih«ret) fwUring (^ener) 

r«fda« ii lariiig, niwa oder iim^ 

Hfl bia, I i . uk) 

10) betdt febr fdtefi; h fcheint einigetiiabl daa 
r» vgl. ierd (Br, fj t?» i72,) field (eamptis); an- 

H?. vgL j6ra. ji^ltl. i^ftha. 1^ finde icb in liod 
ilfid, 6ur (fgnU; rioßriiig» woneben abtrr auch 
fritind. 

AW) in wenigen^ dlein gangbaren Wörtern» aU: 
Ha (dtmieare) rtiicbt (r<?ciui>t juk) tiucbt (ft'nigl) niu- 
Hivem) fhugon ((epierny '»tigge (fcropb^t) tiuwcr 
f) irtnwa (fidea); entwickeli ßch alfo vor ch 



)Snnt«* Br, } ti*. vcttteli« leb ntcbt und xw^ifio ko dit 
r«««rJ • himtm %%ji, Wild ia iUl« Ct. ag. ^o. 51. 4S< ^4ii> 

s 



«74 



I, aUfrieJifche vocali. 



(dif ift h") g (die ift f) und w. Naeh meir 
Toog des angelf. in - und austautenden f;. 
der bemerkung (T 240O über den einÜu^ dei] 
voraudgebeudcn vocal wird man dtefei onori 
leicht deutfn; ea cnifpringt ane i b^i folgi'tidi 
Wie im ilib. triovva au» triwa wurde« fo hl 
iiwer tgoth. fidv6r) iitiwer ; niugon vcrglek 
angeir, nigen; fiiigon (lammt aus ribnn, live 
i^co, ßugeii *), fiuchta* riucht entfpncht dem! 
tan, raiht, angetf, fiblan, ribt , neben tihtl 
f^ohun wie peohtas (picti) neben pihtai, frübl 
auch Tfeoht. dreohten H. rihl, drihten (goth« 
tina oder wahrrcbcinlichcr drauhtina, vgl, alifa 
mittelh. trecKtJn) wonach auch ein aUfrier, drii 
ftonebmen Mnde« ßatt wclchea fpäier drocj 
kommt. — 

Sehlußhtmerkungen, 1) alle kuratcn und^ 
vocale find vorhanden , von fonfligen diphtl 
ein einsiger fa« da Och in aaa dem kurzen i 
ei nnd au fehlen und können nur fcheint 
tracttonen und coufonant- Verwandlungen (1 
ius havedltng* dei, wei, mei aua deg, dej,j 
hervorgehen **) , wodurch geringe härte 
weiche mundait kommt. Die mirchang mt 
tbongcn in den gedehnten lauten, %'ornlmlil 
der Xlarheit der wurzeln nachthetlig. Dem 

Sewährt fein <>ä den voribeil. da/7 er I vi 
en halten kann; der Friefe, weil er t 
mo/? jenen taut unter e bringen. 2) diefea 
atlfr* der altt. mundart , wogegen da» v< 
übrigen vocale iicb entfcbicden ^um angell 
mentlich a rr ei, abweichend vom altf. ö« 
mit dem wahren 6 (uo) zuf. fällt. Aach dl 
dea 4 in 1 nnd e iß eine bedeutende ähnJichke 
angelt, a und ä, wovon im alth. und aliLj 
Analog mit dem e* ä fteht dao gedehnte 
3) nmlaut gilt; des a in e, des u in e oder] 
auch des ä in 6, dea ß in ^ oder i« welche 



•> Bf. j. 5. 89 «ej. bibifi fü^m , wflcbat 
dt64 r fluiden ß«lixi mag. 

•*) OIFtnbir nieht daa attK. ei (=rgotb. ai, tn^l 
fotid«m in dei, mei ^ angolt *- •" — ^--5 



vgl. anian balm g und j. 



ig» in wHj 



Itkfntffcht confananien. Uquiäae. labiales, üjs 

finteffütbünefii wo möglich erbringen müßcn, Eben- 
ich jüUC aber locaTweebrel und aUioii* 



Altfrießfchs confananieu. 

yjl. N. IL) Uqiuda^, Die anlaute L n. r. unter- 

_iich von hl. bn. hr. ft«tc deren zuweilen Ib. 

^ifc. gcfchrirbifn fteht. — ti» fillt inLutend \a^(*g, 

|llj£/), ihrr iiiich •ntliotend bei vorhergehen- 

BO in allen inün. und flexionen fchvv/ dccl. 

IL ^dan. th« bllca (pauperes) thene hona 

d}1 btiun« faonan. Folgt dem nafalen n ein 

am, fo wird ee wieder merklich, vgl, i% 

a bleibt es auslautend, fobald e tiud o 

lebfii, tumenllirh in den (iL prÄet. und part. ah : 

FivnHen. Differ gebrauch Hellt da^ allfrief, deiit 

lü x^rifrben da« ajtf, angelf, auf dereiir/n* 

U*»iii"'iij, aof der andern feile. — Denfeiben ge- 

bewähtr die Zeigende Verwandlung de^ in- 

Qtmden f in r welche (i^h namentlich auf den 

|l. dio [ubß. erftfcclti; ea heS/t degar (dieaj tamar 

IL dfi alif. dagoa, angelf. dagas, teämaa, wie 

i dt|;ir. Bald aber fallt, wie im altb. , der 

Xifh voD diefer endung ab, dega, alib« tagt; 

folglich leite anafpracbe gehabt. Lägen mehr 

\nm vror, fo würde ßch auch in andern flUen r 

I orgaii^ r ergeben • man vgl. lereßa (minlmua, 

Ji09w) fl. IcfU, — Umfetaiing det r gilt , wie im 

^VjL bemi (ardere) gere (gramen) hors (equtTt) ; 

^^'n ausfiU de« r fcbetnt aber fpüteren denkmkh- 

leb&reo (get, bos oder oi, ben für gera, ort. 

Die geminationen ond Verbindungen geben 

liMbnderet so erinnern; der übertritt dea nA, n^ 

flimi erft unten beim kthltaut erledigt werdeu* 

arhanpt» B und F im Anlaut find völlig orga- 
^\n- and auilauteod ßeht b (aoÄer der Teltnen 
Jong mb) niemahla, fondern >vird durch den in- 
iiid deo iuiljiut f erfeiKt. Dtefe beiden drücken 



wm) bedarf •b«r «rft dti bcfiltigung, dann in aad«rii 
lllve fitht ng iai4»«r« 

S 2 



076 I. afiffl^ßfclie coujonanten tabiaUs, 

r>]gricb zweierlef auf^. iheiU riaa alth. p nnf) b» 

jef (dediO lief (bacHfus) räf (rapiiid) wif, wt^tf (locq 

dien) half nnd iuliutead jevnn, fkevcs « firea^ 

wcrve«, hall es» Idv* (reliqaiac) fxivja (ccriare) 

(rcrihLTe) eic*, theil«, obgleich felmert da« aUb. 

V, alt: fif, hof^'brÄf uijd inlaut«^fid: bores. bihtt 

►yer (fpiipia) ovea eic. In fovnc ' ^ !1 ^ 

IJR ein v erflercr art . wie die 

Itärune» ftefbn (golh, ftibna, fol^-iich tabiiö; . 

|(limnia« futglich faama« famma?) lehrt; 

tfti^vii hejJ?<*fJ , ift mir aber nicht vorgekommm. - 

wütend ßcht f und tiichl v« r>,>bafd rin t oder rh i 

f W* der rpiuni wird in deu qaelleii häutig«, 

Lfihterhaft mit dem vorigen v vcrwcchWl» fn bi 

fwni Br )4^* thijiwea iii thbv^es und iinzjhlfg^ 

dergK mehr. Hier ift bloß vou dem w^hr^n w d>« 

ß au find#?t Tirh glcichfalla (f. ij8. i^g. 2*40 w (ii 

Jilteßtn hlL wohl on gefchnebcn), aU wILe (hna) -j 

nvubiua) bewUen^t^ix^P^AtUb; etc. Der entwicktlaq 

litilautendeu w au^^jf// warde Torbin ginlAcbi; icli 

Miag nicUt 3mj rmfcheideti, ob d^t* auafprache oai^ 

Ittirches hÄvy^a (cavdtrej Br. (J. ii. ^) lawa (pirarcj 

[(ieflruin) odrr un*>rg. ^awa . tawa. Int w (dem altb. 

Kvan gcnia^J vtjtiangt, für letxttr^a rcbeint 4 

M?fr6>vc) ar. ^» yC>. 97. zu fprcchün. Ubrigcufl fiiill 

fiftiid intaoteud di^fe^ w Ttfrers aus« vgt T^b ^ oi^ 

Mte (integer, angeir^altäv) etc. 

■ gemi|iat|onei^. pp, bb, feilen; oppa ^tupcr) § 

^^f. 5. i^z.) bübbe, 41bbe; feblahaft ücbct K Ixi 

Rkiffa, Htiftcr " M, 19- u^O ^^Jr ik» pp " 

l^qn den vci führe iih blo^ die au 

lir)^> an; \vtit (ücien) wlemelfa (Ae. p* 196, rin 

ufidruck) wrt^k-a, {ukircij wtegja (accufarej u^m] 

riocb a* m, Mit dem wr* daii a)an die bai 

^afte rchreibaiig wT* I^. r^f nicht vermengen ^^ n^ick 

lliiger wrald (feculum) d. h. ^verajd. — 

(T, D. TH* Z. S.) liußnaUs, 
T überall *♦), D und TH im anlant orpanifeli 
In- und aualau^ fcbwanltt zwlfcbcn d iiud tb 

' ^ ^ ' .r I. 

*} Riolittg« fchreibarfg unteirdieiilfft liaw« C^edei«^ 

(ui domum recipiußi) Lefa (opei) hÄ7ed (,c«put}^ 

(Uruere) divji C^rdcfcer*} eic. 
*•), I''l«itioii#n, uiaUt wunelii Eeigen wobl luvrcil, 

Xciiei i Aict tb im «usiaut« Di« frühere Tpra 




\ 



difriißjche confonanien, lingual. giüiumL 177 

. AU eiutelnen Ksilc, nieiCl die liSmllchen wSrter, 
ii^itpchder aiiifogie de« «It- und angelT. Lieurtbel* 
Un, — l kommt flicht fclieij , aber fall nnr verbunden 
mit (bilef t (fs. ia) vor; Ton diffctn zungenUut kann 
trB b«i (Im Kehllauten gebandHi werden, an deren ftelle 
€t mm, mit dem alth. z bat er tiichia za fchaffeu. — 
Bei 4cm S bler nlcbu xu erinnern. 

— - Tieii tt* dd* S. wie im all(* fcita fponere) 

?f^) thredda (tenjos) lelTa (minor) zuwci* 

lilt der cinfacb^n cjnC gelrhriiiben, st. b. 

U 4*.) f. ht%c«irr (jt.) leiiera (%c) U 

j tbih iß b^fllindig aufaulöfcn; x. b, wilhiha« 

iXcthlber (ßr. 7, 5?. 42,) lu whh tba , ntth 

ti iher. faetbiba (vicinia Bf, 167.) ku ändern 

CH. L H. Q. X.) ^utturnUr. 

ni, fitifTiahl in den verbiiidunpen el, c». er, fc, 

b gerne dorch c auagedriickt, des- 

ror at ä, o, u, \yiü\vobl in allfcn 

n aoch )i gilt- Vor e» e« i» ia« ie« ^t )• 

^u c, foiidern immer k^ vgl. Kempa (pagH) 

Main) It^ina (queri) kiara, \AeIcbea anlautende 

; il arpirati<»n auage rproch<*n wurde, wie 

m den Zungenlaut fz, ßb, tz (fta fcbrei- 

lireibt Aa. , tz oder aucb binjj » noch 

j erbelll, doch nicht libcran. nur in ge- 

:iil. Ich finde: fzetel fcacabus) Tzetke Tec- 

' (cafeui) HtXk (calix) fzin (mentum) fkiva 

i't auch ir«rk eingercbahetem i fzieik, tzierke 

j andere Wörter, z,b. kining« hyning, kem- 

rt<-, die Tcbreihnng and viellricht anöfprache 

e dnihniähler fetzen wohl ^ziefe» äl- 

^enlaul hat fich, wie im engl* erft 

kr unti allmähiig ein^efcblichen , da^ würden ältere 

ftfuireheideo* Der inUut k leidet von diefer allibi- 

■s nur in der gemination kh and Verbindung nk» 

P • Vi r gezeigt werden folK Der auslaut k (lebt 

l*" r g, z. b. Üec (ictua) wa» an daa mittelh. 

I Üige# efinneit« 



Mi«d (ditta zwfifel licb«r* vm Xa Cpara titi^ tniTerlärsig« 
ttfl. 0«er<-rii, djhi»r «h^' «nfüellting dir attlfTitr. fidk dir- 
Bfli oulit beiüjvmrrn dttT 



A78 l' aUfricßfche confonantin* ^tfuram^ 

G* t) der anlaut geht feilen In j über, nam 
aber in }elria (folvcrc) jeva (dtre) und jerja (ci 

Sewöhnlfch bleibt g, auch vor e, e, i, ^. b* gef 
eJ etc, doch jameie ea ßcher fehr gelinde, wie m 
ner gänzlichen ahwerfang gefchloyTen werden ilarl 
in der vorpartiKel e- ßali g^ und in der compi 
nndunga ß. undgonga (entgehen). 2) der Inlaut | 
bald e» € voraaaßeht und ein conf« folgt, wände 
In, T« a)$! neil (nngnis) deid (diei) brein (ce?f 
%vein ^cnrrus) fleith fferit) vergU die angctf. {{ 
iiSgel« däge«, brägen« wHgen. Dagfelbe gefchteht« 
der vocal e oder i folgt, ala; geie (einen Ji eigen 
dimonium) gela (emendet) aien (contra) tojena, vg 
. dem engl- gage und again . angelf* togi'gnea. Fol| 
an^irer voeal , fo tritt die med, wieder hervort il 
g^r, degum; hitrwider Ccheinen die inf. geia, lei 
jj. 4^* i6r.] za ftreiten; man wird ein ausgefatU 
huixuden1«en mii^en , gcia für gegja und rieltei< 
bti folgendem Tocal lieber \ ßati i zu fpreehen 
geja. leja. ajen. Gehen andere voeale ala e, ^ f 
«idt^r conlonanten« fo bleibt g, vgl. mnge, lögtni 
gnüp) wergja etc. }) der auilaut g wird bei vot 
hendem e, ^ ßeta zu i, ala: dei , mei, hei« w^i« l 
däg, mägt bäg, veg; bei vorauegebendcm ged« 
l'vocat hingegen %\x ch, welches dem an^rlf. h entfi 
' vgt Ach (pofTidei) wach (pariea), angelf* ah* vib; 
auch bei den altfrief. adj. auf - ech (alth. ig, gotb. 
»Aatt findet, Fo iß vielleicht weld^ch (potent) moi 
i^multns) her^ch (obedtena) fceldech etc. anzunel 
[obfchon im angelf, hier kein h eintritt (menig, fq 
»Die Inlaute nehmen wieder g zurück: ^gon, Vfi 
t^eldegum; unorganifch fcbeinc dtefc? g in bägera ( 
[von häch (altua), weil hier dat ch kein nrlprüfig 
[|E war. — Von der Verbindung n^ unten bei den 
[nationen ^€% kehllauta. 

CM. iß keine ergenUfche afp. dea kehtlauta» fa 
[verßarkung des auatautenden h, wetchea theita orgi 
Mehf, vgl. hach (altua) thacfa (quamvis), theita ui 
Kaitfch fnr die med. g^ wie eben gei&etgt wurde« 
[ich, wich. Die» letztere ch (früher wohl b) ß, 
lifantichkeit mit dem ahh. h (mittelh, ch) ß. dea g 
fpben r i890t daa crllere ch ft. h findet auch inta 
l^or I ßait, vgl. nacht, achta , liacht, rtucht • ti< 
(accofsilo) etc. in der lerila praeC pÄegt dann d« 



L abfmfifchi cön/onanim. guttundci. 179 

ii \ abxüfiilleiit Tgl liaeb* fkech f. ttaebt, flcechl» 
tfefelbA wieder für tiabth, fkektb. 

1) or^mnifeb in jong« ja etc. 1) iinor- 

g iu jeva, jetd ertc. ibeils für i in der 

jicili: jef (in; jefihj (aut) vielleicht kann 

DCb ief « tefiba gefcbrteben werden, da in- 

itend hlafig i an» ) (ftatt g) cnttpringt, wie 

i pgebeneo betfpi^le dei, mei , neu, brdn 

Nach einem conf. and vor einem a nebme ich 

befi dfn inUui j ond nicbt i an, alfo namenitich 

|fchwicheii rerb. baija« ikenfiji etc. 

nur anUotead, dai auslautende wird dnreh 
Kit h% iiiliutende bluAg wegg'^worfcn. 
)fmtm dringt Reh hier » wie in den übrigen 
flitt der allen einfach''n ronTonan« hau* 
cfa meiflena ein fulgendea ableitnnga- i« im 
Dflrgt lieb nach dem, waa ich vorhin bei 
llf, auch der Ungnallant geltend au naaeben. 
^ficli in den una vorlkgenden denkroäbl^rn 
\ fz \\l ) für gg aber da» etwas mildere dz 
öent folli« man Co unterfcbeiden , wiewohl 
da gefcbrieben wurde« Beifpiele: refza 
(tractns) lifza (aeqnare) wifaing (pirau) 
ife roiae) etfil (ealcar) cletfja (contua Aa. zj?«) 
das aagelf/ reccan , fpaca, daa nord. vikingr 
ilte; in allen den fällen» wo ein langer to- 
ittiE^el^f, war die gemin. kk. fehlerhaft eingc- 
bf^licb auch an ihrer Helle die verbindnng i% 
Tptifxc, witUng würde richtiger fpeke, wiking 
rie icb neben refza, brefzen das ungeminierte 
an vorfinde (rgK oben f, 192. über wrchbo 
1; rehhan nnd reccbjan). Beifpiele von dzi 
rt) Udsa (jacere) vidzja (lectica) ft. ^^ggj*» 
Da^ diefe fz und ds, fo wenig als die 
auslauten, bedarf keiner erinnerung; Tie 
ii auf die frief, eigennamen rUfar^,, edzardt 
alth. rihhari« eggihari, ecchart« wihhart und 1 
die h%n%, provenxal. und ital. fchreibung 
che rjehard t rkard, ricciardo etc. ^ Hier 
aach envihnt werden, da^ die verbindun- 
t und n§ einen ähnlichen hang xu dem HnguaU 
^6och ebenfaila nur in- nicht anelautend verra* 
Sobei^^trst thenfaa (cogitare) hlenfzene (catena« 
»UjA ^luftindere} ß. tbeokja. blcnkene (ge- 




üga I* ahfrießfche cünjonanten* guttui 



trat 

M 

i 



hftiK) fken1i{*; cbpiito! brf*nr«a (aftVrre) thi»^f 
hai)f»ocb fpt'tTiJefift) ft« fgt*tifiea (bucnlnii* gtÜJinjJ 
(cajHus) rne^ir/ja (mHcf^te) honraja (tciiiCtf«)<| 
brcugJÄ» thiiigja, gi'i^gja» fi'*iß»»n «Hc. ^lei 
unH sium»hl fj»äicr wirJ riii hUßes^ f gcrchriel 
gfufa, fcnfen. Mir fchvlni auch drt^frii rt 

Iießru. ihrth weil frühiT und rirhiig«!' nK , nj 
noch rpäter in vielen ivorteru gi'fch lieben wi 
faii^* k>T^« jiiiger, prnnijig, ptfnnitigar eic. tli 
fich im alih. und angelf. f^iaren ati4io^er gemi 
barrn, v^L linccha t bcn f. 191. note und bniic 
(.Z^%; tleni en^L ljet»ch (fpr, benttch) angel^i 
bvf)K) dü)fio ^iii buicg %'Dvbergegaagen feyn^fl 
g»>tb. g'uiinaüonen ggk und gg für nk, ng im 
crJiltiieni das gefjigle, obfrhoii bei ihn^ kein 
lani in der ausfprache merklich und ilie Ttq, n 
teidfücht %vurdc, — piitnr^lverltinätttt^et/, 1) an 
Avii\ im alef, , aocb fteht <7/< f\ir kw; die aiititii 
luv. werden zuweilen Ih. rh, wb» g^rrhriehm 1 
A(, p 91. Thaf Bf. 26, LHC, leb finde fnfgcnij 
(ciurerr) hJadder (fcila) htenfzene (articttliiO 
hfl ffumulu«) hliU Jon) blolh (lurma) hJfti, 
fiim) brcne (olfaciufl) hr^ra (längere) brtng 
hropa (claroarc' hwerva, hwila. hvvit n. a. m. * 
lautende; ft.ni bs, \vie im angelT die rdifetbuit 
ht, wie Torhin bemerkt , cht. " - 

Schluß bemer kling. Viele confoniifitin fall* 
suf. feuung nnd tlexion ans, vgl. neib *(non 
(nolit) n6t (nrifcil) wie im angclf, (oben f. a 
ela (irt dem) f^f (Try es) fit (fo es) für et 
fä hii; fl^nia (fcbhigi man) f. Heitma ; ^k (qnlfq 
(omniHCünqtie) buk (c|iia(ifirunque) für elk, 
hwelk (f. beim pronumen) halne (ver^ent^fm 
ütid felbft im ausbaut wal f. wald (violcniia 
den lieb bie#iiber nähr^re regeln ergeben, Wi 
len ticberer uiiti älter wären. 



P 

1. * 
uu 

lalU 
e nH 



AltnonUfche buch/laben* 

Die alle nordirch*^ oder, wie C\e geM^dlfl 
ial^ddifche fprache ift in ^lahlrcicben , vm^ 
d€^lkm^illertl gefichcTi, aticb f^^it nun lieh beäi^ 
im dructL befantftDgtbcii, graiuuiatircbi^r und 



I. aUnordifclit vacalel 



sai 



wßt.lfn^ all Irgend' ei^e äet übrigen SemTckt'n 

ricHwohl hat crft nenerdtngs Riflt durch 

u*ti arbeiten manrhen niiabr^^ncbc'i) und 

• er übtitben fchreibweifc ein ende ge- 

'neJßcntheilfl, nur in den pnnciett 

-eder die ^ntlo^ie drr voraiisab* 

«I f ine andere aulVi^ung an band 

ti Mihn febr an die beuiige islünd. 

2n htben rrheirii. Zwar Und keine 

-' M.M^. die an alter den aUh. und augelL 

, difur aber viele din^e» die wir aua diefen 

mußen ^ Im nord, an lieh felbft klar 

r|j<!nbrifen lehri^ die pottifche form 

chie) tiener; il$ eine dtplo- 



Ahnordijche vocale^ 

?!] mtftjrifht forroell und njateriell dem gotb. «t 
tibi^rali ergebin; daa nord« a iß immer 
, - - ,. , .^n wuratrin) ancb ein goib. a* umg* kt;brt 
r|^ tbcr kfin lieberer ichluß von dem goib. a auf ein 
Ht»4. 1» iujfm difjfefi folgende befcbränKungcn erfährt 
I) c# iiüi*! hl #? nui, fohaid ein i» 2) in ö, ri>bald ein 
int oder vnraupgerci/.t werden mii/7. 
in 1^ lubald ea (d, b. d.ia wurzcJ* 
«^»t i) auiUafei oder Im» If» Ik, Ig, 1|. «k , ng, tt 
^ (mit a^efaUendeni n.) f. folgen. Alle diefe fälle 
l*«» in ibrcm ort nibcr t^rörtert werden; hier nur 
^ i^afjan) fen (gnib, fani) hund 
u fa) yl (goth. jäii halmr (culrnua) 
u) laiigr (goib. ^agg«) maUf (goib* mabta) ia 

(E) wie im ahb. cntw* e oder e, 

i:r omgelautetef a, dnrch ein uücbfolgendcs i €r- 

«, b. dagr» dat. degi ; %öllr (ft. vallur) dat, 

tlß; ^k (tecium) f>ekja (tegerc) eic. Man merke «) 

fhd das d#n um laut wirkende i ryncopicrl, fo tritt 

Inet ■ xitriicK als: velfa« valdi ((l. veJidi) fetill (bal- 

fis) dat. faili (ft. fofili) pK fatlar (ft. fetilar) ^) aus- 

norrtmeu, i^*enn gituinaiton de«t conf. daawifchen 

IT ) befiehl der umUnt* ». b. brenna ft. bTenn- 

_ .. \nja. munnfkr ft. mennifkr. y) in den ver- 

ichnnpfUufcn bleibt c. ungesebtet dea ausgefallmeu 

aJ#t bctra, ddi«, be&ta» elzta Ü. beüra» eldira «tc. 



lufigeren in die Feltnere endunf 
Mgr (foUii) el (gtgno) mag J 
(gigtiit) entfprnogen feyn, indq 
die f. fg, il oder ala zu vermal 
bei den äexioDan felbß. ^) folgli 
die woTZcl behält dennoch a» ti 
diefei i unorganiTch an die Helle 
TOcal« getreten fey» rgh die pari. 
ve)iinii, Telinn); die pK dalir (va 
die dat. landi, grati (nicht delir 
lauter anselchen , daß die endf 
angenommen worden, wie ancfa 
derer mundtrten beüätigt« z, b, i 
entfchiedene partic. endong - aa 
lautende valdi und fatli müfte ^ 
dnng i von neuem in veldi • fetfl 
organirch wären, beide aber (^ 
valda (velida) und £aiU (fetila)| 
alth* welita« fe3ila oder fe^ile. 
flexionilehre felbft — 
II) S = goth. i und ai« alth. e; U 
nen et von dem vorigen e nicli 
logie dea hochd* führe ich auchl 
ein. Ohne zwetfel war doch db 
Terfcbieden, brenna (ardere) kl 
(comburere) gelautet haben. Wi 
muß diea gelten« wenn fich g\4 
heutigen iiländ. auifprache man« 
neuhochd.) vermirchen; Bafk 
rerk (opua) und her (exercitm 
^an nEmlichen laut an, für dkj 



L äknaräljche vücüU^ 



B$i 



Oüifa wi« im neobocbil. du arrprüngUeb kürze t 
Inniiigibi mit dem dipbtb. io Ikbi, fiel auf. fällt, 
iil^ man mier rchreib«n Kannte, wla man giebt 
IchfiilL Die ahiiord. ^ find ricbti^er iiacb dt-m waß- 
lik ihm urtprung« und der iiialo|ri9 verwandter 
I. «U n»cii dem der neoitt. aiiifpTacbe xq be 
""^r - ßflfpifle de« c t) ror rlnfacben cnn(. 
ibitÄre) Jjegn (homo llbcr) tr<f1ir (niaiiiu) 
n (tum) enn : iܫ) drepa (ferirc) bera 
: '; «*r (eft; mer (mibij eia (cdere) 
üt :! vor düppelien: bregda (vericre) drecka (bi- 
^ff^i kVi fflon) ^Jgr (alce) felmr (mein») brenna (ar- 
UiQio] d%ergr (nanni) verpa (conjicere) 
"*,' drU« (cadcrc) etc. *). CKe vcrwandt- 
ibilei c mit dero i xetgt ßcb theila In den fchAvan- 
wikhtn bciilen, z» b, neben r^nna, brenna, 
vinni . hnna; für enn fmdft (ich inn und 
lilcibeili »11 iUm gewiffe fälle dea goih, i und 
^f^mtndtn ia (wovon unten), in deren flextonen 
onJ tlilriiDfigen wicdemm zuweilen das reine i vou 
in dirfaa (audere) von diarfr, birnt furfo) 
1, h* biarttu); endlich in dem neben dem 
len und abteitungen geltenden a1- 
/ vidra ßk (aisra fe rrücere) « v^rd 
«trda (lenimare) verk (opoa) mannvirki 
u) Hier (mihi) natk (me) ete* Ein hauptf»l| 
I hier analogon aUh. fprache nümlicb daa vor* 
t im fg. pficf. (oben r«SiO bndet yedoeh 
ifiiit, e« hei/it verpa, vCrp, verpr, g^fa, g^f, 
nichi virpr, gifr. — 

vrcb genine beachtung des e tmd e wird man 

fonft iüf» fallende Wörter unlcrfcheiden lernen, 

re» (defendil) dreckja (mcrgere) ber (bacea) ek 

Hm Tifr (virtim) drecka (bibere) ber (feto) ^k 

Ipic, Beide weicben wiederum von dem gedebn^ 

iib, z, b. ber (exercitua) el (gigno) feil (cado) vi?r 

1 hir (bic) el (nimbus) feil (cecidit) vSr 

«>, wiewohl fich e und e näher (leben, ala e und 

e und If« daher auch jene öfter» verwechreli 



w-:?«! h^ doppelter cenfoomns i vcrkdfit wird« fo tnt«- 
i^ci «t nicht t; tU; r^ll * ^^ck ß. Cell, g^^i; mark-.' 
j^oic btili^Tt reiküixt beflgr, 
I alte« Titt»tt» U»b«o bAktnnilich ^ar keio e* fondern 
en 9fl. tur beLuü^u»g »eiiiei: aiu«rkh«i<iung > bild 



A84 




1. ültnördijche voeäU* 



(tV gleicht «l«ni goth. karten i, win 
fchrSnki theils durch die übergSitige in c» 
die %erwin<ihitig in i bei föl^etidtm «k, 
id ((ia9 war£6lhafte) i Co wentg nh a iai 
goih. nrgaiion ni lantct hier *e (ft. nfe), 

(O) eTfctzt, wie da* ahb. und angelt 
golh* u, bald &a$ goih. au« z. b, gud (Deos 
lins) holt, fonr; niürgun* ormr (vermiB> 
eic. t doch hat ßch in manchen Wl^n dat i 
len, in welch*^n ep j*nie mundanen bereil 
namentlich b'H folgt-tidem 11, aU goll, fnllr 
futle^ , gülb. gul^« rullä. Auch zeigt iid^ 
(gleich dem &Uen i (ii^ii e) in ableitangea 
neni wo y (das heSylt der utulatit dea u) gl 
(fil a) hyruingr (eonuUua) jrmlingr (vermici 
Auy7fTUalb der wuriiei in den endungtn ff 
und a In den hü.. 

(U) das goib. knrxe u, aber befchränkl 
g.likge ») in a (wie i in e) 2) in ü, fobatd 
und die Verbindung nk. ng. darauf folgt. 
TiTulaut in j, al^: gull , gylling (deanratio 
(plenitiidii) lakii ^cUudebani; lykj(clauderet) 
heulige an^rpracbe de» n dem nenh. ii gleicht 
fo Kann Ge fruheir nicht diefelbe geweten fejrt 
voch der taut n zuftand; vermuthlich lautete 
das u rein, wie im hochd. , und erÜ feti y 
iieng daa « an ~ ü gef prochen 2u werden. 

(Y) y, umiant des u (wie e dea a) and 
bar des o (nämlich wo diefefl ein altes u vet 
frhe das eben beim o und q gefagie. Die 
fprAche vermifcht diefes y mit i {wie y mit 
untcrfchied beide beyier und gab dem y di 
miltelh. n (Rafk 0. 2>.67.) Ähnliche vermifj 
»eigt daa angelf. (oben f. 228.). Die ninen 
y, erfetzen es aber richlig durch u (wie e d 
nicht durch i; die zeit, wo def umlaot 
Ußt ßch fchwer aosmittela. 



dmüh », b«IJ inrch i, ah; tftir (eftir) vir j 
obfch 11 biufig beide rnireininder vei^Ftelifi 
UiT « fleht« Auf rpitereti urfprung d«i umli 
ttif fticht fo g«i«Ue wie beim tlth. zu fo 
oben r 10.)» ^^<(i iti er oline iwcifel in 
teil noch uttyorbxndefi g«wefen. 



l ülinorUfche vocdle. 



085 



(Alj r» ich bratifhe für diefen. ond alle übritfeii 
' im atcumil^x « ß. de« in den .iiord. ausguben 
ICH acQtiis, wie, auch fchon Kaik $. 13. vor- 
Dil ticrd. 3 entTpricht dem alth., ä in den ^ör* 
I VL^hl juch in di;r ausTpracbe, Avelche urrpTÜDg* 
Ip/cwrren Uyn im^ß. allm^hlig aber nach seit und 
hw* liu. ar» a und felbft o *) vergierte. Halk 
l iw ^mf^Thche av aU regel, bei voransftebendem 
limiwdfe o an, weil ürh s. b» tvä« vära nicht 
ifii'» vtvTo fprccUen lie^ti, foodern fvo, vora» 
ro dirucD fcbTeibin viele: vo« vogr» vopn , voi» 
^, vl|r, vag, vad etc. Da indelTen im hatta« 
(ü- a ihabet) reioit und letzteres wort damahit 
irlicii vni ein blq^'^a o lautete« fo mag man we- 
'' noch o, vielmehr aa» vielleicht ae». mit hin« 
; um arrge!f. ie qnd goth. & gefprochen haben. 
£iiH nicht alle iiord. a organifcb» fonderli rini^a 
ilmcnirfiniiigeiu wo ihnen kein goth. k und alth. 
iN hhit wie fuh Cogleich ergeben wird. Die 
i fjille dm nard. ä iind n^niiich: 1) die ablaute 
ntL gafu , lafii • bara etc. 2) bei folgendem 
l.fl^. «ohne daj? andere wcgeefallen fcheinen» 
Ibfldr (cittifi) dad (virtutf) Qdr (ornaina) gra- 
U] h^d (Judibriam) bidr (^commiiTua) kiftdir 
iüliir (ituuf) nad (graiia) rid (conälium) f^d 
luAil (ctbii«) ^^df (iiinm) g&fa (donum) bfig)r 
rv^ni) migi (»Siui&)- lugr (breviö) tag (vimen) ^ vage' 
. ^t) Mki (cornU) rak (ditcrimen) ikik (iudna latruiic.> 
l^lliefio ievis} äl (Imum) &1I (anguilla) b&L (rogna) 
^Kiooliii mal (tesiptiä) m^la (pingere) flcäl (patera) 
M ctibile) lal (dotuf) kJSro.(obrcp€snitiia) näm (praeda) 
\{Hf cgeUdn«) fran {niteoa} mani (Inna) ran (rapina)- 
icfttd«-») fnipr (dultus) täp (vigor) kr (annua) ac' 
bi&T (lividus) däri (ßnliiib) fiir (pericnlnm) Air 
14? (pernijc) grilr (canns) har (crinis) hl&r (laxu8> 
ii) bfar:(crMdu6) kLir ^claittt) n&x (funus) 
ir«) didft (caodela tennis) kräa (piilpamentum) 
t) lii (fera) mia (anhelitnb) gdt (cnra) grata (flere) 
tra)lita (linqa^re) mati (modiia) etc. •— )) durch' 
all eine» orgatufchen h. fcheint die Verlängerung dcta. 
angeQ In: a (aqua) Idu (mutuum) idr (lacrima) 



f dteffti o lierqtoli bei dem 5tenUll des nord. ä; aber 
£d«& U^ben ihe ..hlT. o fAr k und umgekehrt & für q 
^} ^ b, hifiam (illi} L bönuin (Ji* uateo beim 0> 



»«< 



altnordifchi vocale. 



lut^a, lehan« sahar, Qahat« hUhiar, rUhtar (7) tj 
inrerden lieh noch andere jder vorhin angefnhrtei] 
lautirn. — 4) merkwürdig fchetnen etiizchie uord. 
«ngeir. i, folglich dem altb. W« dae auch g^wflJ 
im nord. »i lautet » ku enlfprechen, vgl. ü (1 
eiga , alfo fiir ei oder eig ßehend (goth. aüi« 
b^dhir (anibo) TAI (anima) angelT. fslvT; ür (viiinui) 
far, jRu h. fai«((?} batr (cymba) angelf. bic (oben f, at9 
iDiefes a emrprang ßcbtlieh aus ai^ welchei aiic 
nord* vor 6em fpätern ei gegolten haben wird, it 
^dir, wandelten fich allmiihlig in ae« baedir« i» 
^während die meifteti ai au ei wurden; (vgh untei 
^iimlaat x für ai , ei)— 5) vor dtn Verbindungen 
Ip, IK. lg, la. nk, ng. tt. (ft. ht) und f (ß. na) *) 
Ldeh lieh a in i; bcifpiele: gälm (Onus) hilmr (d^ 
IttULlmr (metallum) fälmr (p(almus) /katm (framet! 
[(geiiiua) haU'r (dimidiue) kiilfr (vitulua) fkülpr (vagil 
- dit) balkr(trabs) falki (falco) l"kälkr(nequamj hilf (cc 
! krankr (aegrottis) ^inki (mena) anki (vitiam) hähki 
ciitua) äitgr (dolor) banga (pulfare) fang(eaptura) gftnj 
ceflu») hanga (pendere) fpränga (tranarcendcre) 
(longos) rangr (obliquua) fvängr (famee) Ihingr (ftr* 
[T^ngT (catnpna) ^ng (fucns) ^tt (geniia) BHi (Im 
fitti (octaviia)i dr,4tlr (rractua) brÄtt (cUo) bUtr 
[tnatir (vis) fiit (reeonciltatio) flftilr (idos) ^ ittr (f 
l^ratta (certare) as (numen eihnicutn, pL xlir, 
fvnbedenklicb ana, anzeis , alth. ans, eiiH. >y^^ 
luigennamen mit ans- begütigen, und die halbf 
lanfea bei Jornandea) ds (trabt» gotb. an«) Iß f 
jgotb. anßa) bäa (ßabnlum. ^oth. banß) gda (i 
Mlh. kans) etc. In allen diesen fällen oimml 
l-laländ. auafpracbe ein ä an, fogar ßatfc ta eio Ik (W 
iten)« auch iß dem gebrauch ein gewiflfea aher t 
fgeben , da fcht n frühe hü. z. b. die der nord. m 
bolkr (Tchwerlich bMkr) für bälkr, releen, und Si 
"wohnliche utniaut dea a in o ausbleibt» et heißt 
itn dat. pl. Enättum t äßum, räluium, nicht fodi 
dßunit fölmum» wie ßehen müß%» virenii der onü 



*) Vor te, du näcUc aoiH vor i« dia ni^bt iut it# fti 
v«rlingerr fioli « koinefweet und fo uiuerfcheide n 
(eoDciuvis^ bfccr (pileut) brattr (tcelivit) von ( 
ätü, b4tu, briitt; fift^U bart (inttriiotre) von 
(ßabultit). 



1 altnordißht vataU. 



«87 



^■üli bll dn rriiici • hätte. Ferner mii^ erwogen 
m^M tbeili, Jj/? tu clci» filt'tt mid « for ht und ns. 
IMii ifs iDfwutf iiea b und n eine vetänder eng des 
^(ilf berbdgefübft warden Uyn kano (vgl. oben f. 210« 
bu} üiiilt die iogelf. mondän vor den vet bindangen 
L Hj. dti i mit o verUnrcbt (oben f. 223. 22^-) vor 
B. tp. A/. Yc. Ig. b hingegen mii ea (C 2s6.) obgleicb 
die tntlogie betdev fprachen nicht übertÜ %n* 
iotb vor mm* nn. mp. mb^ nt. nd. JL ?n 
vcrimdfrt Geh die fäehf« « nicht aber die nord« 
€• bei,7t: lind« kambr« fik etc. Diefei 
kWn UjJi mich vermmhen, da^. wo nichi 
s*docb die melÜeo der unter ^) angegebenen 
£^ dei a in i unorganifch und der älteren 
w aningeme^en Ovaren , wie fie ea der gotb^ 
r»' ' und daa betätigen die vorhandenen 

vollkommen •), Neben Ung. (;anga, 
ii iiila etc. findet nämlich lengi . g< ngiun» 
,^ ^ig/i» heiß (calJare) etc. dait« da Tonil daa 
ti 81 X umlauten müne; gleicberweife bekommt 
"" im gen» j^önga« krünpr (tendia) im fem. 
^Qga) €ic* wo daa organ. il unverändert er- 
6ide, EndJich wird zuweilen Ö. der vet- 
|mit weggcworfnem n diet k geminicrt tind 
ibenfalU drr vorhergehende vocal rein« z, b. 
li.i T-jif kj (gfailaa agere) hleckr (catena) beckr 
\t :nergcre) gletchfam Halt: frtnkr, ^n- 

Ibtit, tt. nntt^n biäm n.) ^ 6) dieauilaatenden^ 
|f|inde: a (inj ;Uilumen) A(agna) bral (cilium; tk 
of)fl- (paulö) U (ftraium) frä (de) gl (larcivia) 
imitt) ha (pelU«) h^ (focnum) hk* (alte*) ja 
\ti oder ri (angulos) la (aequor) la (coma) mä 
ni (cada^er) ni (propc) pfi (pavo) rä (caprea) 
fki (obliquitaa) tfkrä (libellui) Tla (fubfus) fml 
— a) Tpa (vtlicinluiuj Dra (flramen) fvi (ßc) t« 
ßi) vi (pericolum) f*5 (tunc) fri (dcfideriura) 
nom. fem* fg und pl. neutr. der vorhin an« 
ad], blir, ffiif, lUr, grar, hUr, hrär etc. end-' 
praci- ft (habet) kni (novit) ma (valet) li (ja- 
(imerrogavtt) vi (dimicavit) |-a (obtiuull), Ea 
^n aonlautendes kurvet a (in der Wurzel) , obige 
|id %htf fehr veirdiiednen urtprung», einige emßan* 



\T^T dim v^ibiodojig dng gibt auch Rift |.7S' «*« Ül«« 



t6t 



I, aUnordifcht vocaU* 



di>n ant og^ wie die zuletzt genannten firaj^U 
frä.^l^. ml, vermothl. auch \k ae^iaor) v^LMoftl 
«itdere aod av, wie k (ovi?) fa- (paulo) Jii (f 
Ära; sridere aus eiJu ^vle a (bibf?r) i^ (ca|ir#fi) Hi^ 
dOT) t^ (^^'* aben t.^oO; andrere ans ah, wiä 
nieni rinä ♦ fpj3 j andere aus «w/i, wie hTi-; an^ 4i;j, 
i (im) aiuicra h^beD ein orgaii. ft, wie tik 
bJiK • gra etc. , einige biribrn tmgewir«, rn^ 
nen einige Inf d«ui blq/7cn Kurzen a atbriAlili£ 
g#*rt w<»T«1en za feyn, wie ykk Wt I*Ä; fi;ä TeriT 
de*« di«» goih, -fva und ff<\ •-*• ' 

^- (tR) e; fi» filnfig die altrt. tßnndart ä btauehtj 
feftett ^, wficb»56 vredct dem '^<Hb, nofli ahli 
fp?irhi, wobi^tbcr ni^fleni d«p3 f^tblHcb 
ierf^hetde folgende fälle: 

*i) h ift mior^an, znfararaenalebiifig und d#n1 'I 
** ahh. ia u\iA^\\* H'efher geboren vonr 
'*'iaiite gjki , MiU h\h . hki, bicc., iJk . fV 
; beck, bJli; ft'lbft die ausriirarbe läjjt 
' ' fcblag eluee leiT^n i hürcu, 'grt^i , ÜeX, ...i. 
chiM auf e*, alfo griet, we&balb ancb Rafli 
vr>t eiiifacber, ja vor doppi^ller Ctinfoiiaijz zn fp 
Irbrt» ttt'm altb, ta , ie gt^Tacte enlge^eng^fe(tl| 
' chee «In ' a\ heiouii la , i^ (oben,'" 

noie. r i (e ablaute ßnd noch 

vipwobl wt'tnge falle atu buuftheilen » alaibl)^ 
br^f (epiftob»), 
jl^ austamei^d fieht e theil$ für daa orgat 
' tr^ (arbor) \%\h ^genii) — iheild für «7 
(gotb. faibu) r<* (golh. faihva) hnc^ 
gl Mb bn^ig« angeir bnilb) fe (neben fei;. 
theilö fiir t, a!fi : fe (fini) und gar d?i> 
i»^ (non). Zweifelhaft find mir t^ (ac^j 
dibrium) und ve (facra , für vih ?) vv 
<ibne dt hiiäeirhfn bei üiörn und B*» 
Die auerprarhc aMer diefcr an^laute rn*»^ 
feyn, wie fich ancb fpie nt»ben tpe gi*frbricbi'n1 
j) vor tu welfbea ans bt eiufprjngt, wandelt lißU 
^ kurxe e in e, als: tieti (rolponfaiu) It'ttr i^bvj»! 
. (juii) feit (ftiiiia) fl^uf (piaiiiia) ♦) nicbi 
derm it* i£. b. ft^tir (com|»oriiua) breiir ^curvu^ 



tocnl 



•5 B(%\yi% itiekr «u^^h viitr ftlth, wibc» gotk Taibtt} 
£iiii:ii liüt TffUiigi und t«tlt. 



I. altnordifche vocdle. 889 

iref|J, lia» frfef. iu vpr cht und die Verlängerung 
1% i^ lt. Die andern fälle des 2 vor Im» If etc. 
jedoch \tin analoges k nach (ich. es bei^t 
ikfigmn, ^^(igill etc. 

\wk dnficlieiia gnttnralanlant« alfo nach k und g« 
. Imr nieli ^ nehmen die lalünd. grammatikcr eine 
.üiiidlimg d^« e fowobi aU des e in e an und fchrei* 
^Ib:|II (ann) gell (refono) gdid (oxpeiido) g£ng (eo) 
^r(bofpe8) VH (algeo) kem (vcnici) kenna (nofcere) 
|fei?po)fk^mm3(cariarc) ftgr (fcindo) und fo überall 
^li|eU»gt:If!, gürig,geAr«kel,krn), kenna. (keF, H^em« 
l%it\ ji fogar cfen diphth. ei la^n ße in den triphth* 
|fibfr|rhiit tif ^^it (capra) fkeid (curricuhini) etc.*) 
"ivfichellr^t hU\fl in dem kehilant, der vor den diin- 
iffi^Itii e« e, «1 und i ein gelindes i oder j nach 
i^nfebatier, fo daj? gel wie gj-el, k^'m wie kj em 
und fiiglich ein k gefcbrieben -werden kann, 
fvsfflllfllcb wfire« wenn man nur auf den vocdl- 
I Ml Da fich unten bei den gntr. ergeben wird» 
' We auirpraehe erft fpSter eindringt » fo mn^ 
für dl» altnord. ein gel» g^Id» geng etc. behauptet 

[b^ifM andern ffillen fcheint mir e nnorganifch 

IrricbilgeT, z, b. In mär» f>^r» f^r» ver; in mgl 

be|tf tniuU farina) vel (aftntia* angelf. vile« 

mU) etc. obgleich die heutige auafpracbe ein 

flOig. Man fchrieb wohl e (mein e)« um dio 

\ t aa verhüten » weil man kein ü hatte» 

leicht dem alth. und angelf. 1» zu bemerken 
dte fp^t^re ausfprache es vor ng. nk, ft. des 
reten \'iß\ , vgl. hringr (annulus) ringl (confufio) 
f|iikr<ii:tiax) etc. ; tt (llatt ht) vor denen i sn t 
icii nicht« andere Verbindungen» wid Im etc. 
kurze i« als: hilmir (rex) etc. Die anslau- 
liid binptfächiich folgende: bi (apis) fri (über) 
ij iai (lanugo) t (in) qvi (cohors) fl (femper) ftrl 
}lrj- (tri*) wohin auch die am ende einer ülb# 
Mtr iweiicn tilba berührenden i gehören: di-ar 
irt-^a (folgere) kll-a (naufea) nl-a (enneas) fi-a 
hj ii*i (eiuTa) fvi-ar (fueci) fvl- a (remtttere) 
|bi) tI^i (vagari). Alle find gleich den auslau- 

kei« aiokt Uu wis at %A nnd tkA fscst. 

T 



sgo 



I* alinordifchc voiaU, 



ten ä und k verfchied«!! sn erklären, i xinA ti 
für in, ün; Cid für fibi; fiii f. fii^t; einige bleibe 
noch dunKeh 

(00) 6. i) in der regel das goth. 6 »nd aIiIiJ 
belege (auy?er den sblauteiij: glofi (cbiroih*cj/ pl 
tu na) bof (modus) bofr (ungtUa eq,) k6f (nii»|2<»r irl 
16fi (vola manu«) J>Öf (falloiiira) bogr (irn]»?*) 
(ftifHcienB) bögfanar (naanfucmii) ItlfirÄ (altenarr 
plögr (aratrnm) nigr (caliimnia) lliögr (üka :..-.. 
brök (femorale) flaki (floccii») hröKr (vir fuuU; 
prüden») krökr (unciis) loka fprnricre) n^ök (fomntu 1 
riokr (iurco) fndkr (anguia) Tdlui (curia ^ böl (pra^diim 
(fluhuf) g6l (Utratu«) bol (jacCaiiti8)61 (funie) r6l 
tui) fkäli (rcbola) doli (rc<lee) bhnni (üas) damrj 
cjum) dr6mi (viaculum) lonnr (coluinba) 6mi 
confufua) ronir (voxj tomr (vacnui) bon (rogil 
(ocnlorum ituentto) kroiia (corona) tön (conua) 
(fatütif) gTopa (fiilcare) höpr (lurma) hröp (cUiDrtrf 
(idem) flor (pavimetitum) fror (quielut) gM^^i («r 
bör (adulter) jor (equui) klor (fricalio) K6r {cht 
(aiiimui) rör (quietus) /kor (calct:a») flor i}p%i 
(magnui) l6f« (iiitela) ^for (ccrvws) dr6a (Umxfü^ 
foftr (educa!io) hröa (lauaj 6« »o«) rds (rofü) bl^ \ 
nia) b6t (emenda) fotr (pca) bot (minae^ kl6i (ca( 
m&t (occurrua) not (fagina) r6t (radix' fnot (froil 
prens) fot (fuligo) blödb (fanguifl) iludb (turba) f6(thj 
bulum) ffötlhr (prudena) glödh (ißnii) gudbr (t 
grddbr (feraciiaa) j6dh (proles) ono'lhir f maier) 
(fefTus) 6(lha (avia magna) ödhinn («leni eibn.J *" 
rens) flödbi (callis) brodhir ^(frater) brodhr 4 laC 
(praedium) rodhr (remigatio). In einigen diefer 
namentlich in den fremd fcb^^nienden: dd* fO«i 
krdiia entfpricbt wohl 5 deni abh. ä, vielleicht «i 
hroa und brofa (laudare) miu<Hh. roefen, — a) 
ausgeladene conf. wird 6 b^grinnlet in t61 (fol* 
fduil) ön (fornax« R« ofn) r<5p pnrgamen» fl* fv< 
l) wie ä erfordert die IpMier^ aiiktfprarbe ^in 6 vd 
Verbindungen Ina. Ip. If. Ik. \z^ iiK. n^. it (Ran ht)J 
h6Jmr (tnfula) ölmr (furiofus) (toFpi cfilunn«'»^ ?^*^t 
vimentum) broUV ^n. pr.) k6lfr bulbus) loü 
föik (populua) bftlkr (lubus) ilölgr (h4«(lt#) kui^a 
t61g (fevura) böJftr (cervicat) k6t»gr (rex, ft k<i 
ddtiir (ülia) drott (pttih«) Hro^ifiti (linminiif) tl6lti 
nöil (nox , ricbtiger fchi^-iie naH, f. die derfinauf' 
(tnitutina) dtta (icrrere^ fott (morbua) ^dtti (c« 



I. ahnordifche vocqU, 



«9» 



'-^cor), in utu (Älh. nohia) 6tti fgorh. 6bta) war 
i:«ht dis 6 fchon organifch vorhüUileii; in cj^m 
' ^iebi Ölt dem ahh. cht und uht Vor Is 
' I o, rpl doU (hae(jtafio) vols (rplendor)* 

IS^Kich in gm Her organ. Atfifprache f hl kur- 

injemt^^i ■, ^0%^ [wit^ bei dem ä aus d'^in 
it e tmd Hiebt «] iiu dem umlant y nnd nicht 

rtkhea doeh dam wabren 6 znr fciie flebr, 
fllil (eap''a) von b^lhr; fjlkir (dux) von folh; 
ihcr 8Dcb htJkr, fuJk» — 4\) instanre; flö (pul«x) 
itom) h6 lif^TerfO kf6 (nn^tiiü) kri5 icaTuIa) 16 
im) \h fcoiyJui fcni,) 6 (interj,) ö (pan. tieg^m^) 
S*»*! flfi (oa fub cornibti5) l6 c^fpes) t6 ()ana) {»ö 
(%"«» eavnm); ebcuG) find %n benrthpiten: 
a^.i:) gi-i fnomen nietifia) gm-a (vernare) 
*a (ctamare) brd - 1 (beroi) J^ - a (alludere) m6 - m 
gilla lifiirc) d-i (tirner**) ö * ir liinet) cic. Die praer« 
ftj 06, hiü Rrhen für diiig, Hög, hlög, — 

Ar ^em ?i^ib* und atih. iü gleich; beifpiele: 

*«) rnftdhr(foftriim) IknUh (nrnatna) 

»^ ^^ — i.... .. höfa (piletia) niugi (multitndo) brük 

1 (pacrii) WJa (colnnina) füm* ftin. dun. brfin. 

- rTomifi^titta) fllpa (fc»rbrre) itt. mör, für, lür 

. bu5. lü«. oit^s. f^tiföntl. btufa (aijllujire) tit^ 

ft#utUi4>, etc* ikwßexicm eniTpringt ü 3U9 u vor ]f. 

and a (futt m) ala: Cilfr (Ittpus) di^nka (refonare) 

rCcfoeitaa) münKr (monacbua) i^ngr (jnvenia) ktungr 

^^n\ bAngr. butiga (tnmor) drCmgt (onuil tönga. 

tfäf etc. Ohne zweifcl g^\l auch hitr Trüber cia 

j ts« wrfhalb mir die dehnung der umlaute j/lfa (lapa) 

1 (iarcntut) ^>»^gja (gravar«) und der weiter uiiten 
~^hrend«n nbiiHrben bei Biurn zwetfelbaft fcheint.— 

It€: bii (aediHcium) brü (pona) grCi (lunltitntio) 
lor) l{i (Lalfitudo) nt^ (jtni) rd (temuleiuta) trft 
ff>a (tu) foü-a (venere). 

^, fowobl utnYaut ^^b 6, folglich dem mltielb« 
I. ilf den» Ofganirchen coih. und lUh, m, wie- 
^dicCer dtptith. in ^cwilfen fällen nocb daneben be- 
bt. Da nun let2t<-rcr im Island, nicht ni (wie ini ahb.) 
•m iu lautet, (ü nnd J» aber kaum verwecüfMt wer- 
fe» rrbeint dem y die auafprache m,, iij , boin^ba 
ibsnß^brn, wie lie fiiifk $- ^7. bcflimmt. Viellricht 
^mao fUefoi sweiie $ in den kuelüen falten ah um. 

T a 



«9« 



L aUnoräifthe pocate. 



laur dea '^d o^tr h'j betrtcbien *)* Healzntȣc wuij 
doch beiiletlri ^ gewöhnlich mit i ?eriiiengi (Hj^ i 
ßete^^G riet y n uioUm des li lin^ : bjrdb« (cutcn 
nere) ptydha (ornare) fkrydha (veöire) f^U (put 
tyma (vtcnaTC) tjna (Uteraa fcrntiri) gn^pi (prnmo 
riym) pynpi* (cmmcu») Uynjsi (poruniura) d^ugf« (■ 
VDi) fyli (dcnderiuui) hyfa (in dorn* rccipcrc) niyfl 
(morcului) yla (tnidcrc, von tit, foras) etc. — y — 
laut de0 lu oder lu fch einen rou (abgefebn von den p^ 
fin^, byJ» pyt elf.) Hl- J>^^rü (coetuf pravo/tim, ^ 
^iod) ^;Jda (apiarf) J^fi (furium, v. Jjtofr) fOtl' 
V. ßdn) tTyni ("roftruin« r, triöna) d^pi (prcifmiditaij 
diiipt) dj'^r (aiiimal) dyf (carwa) f^r (ignia) hyf (la«l^ 
6hyr, aafVeroif altf, unhiuri) yr (arcna) n>r (novna) 
(reo) t^r (««men deaftri) ^yr (fomis, ^oib* ^itif) ^ 
(lapidare v. grföi) eie. — Die atisUute wird man lll 
nach bcnrtheilen: br> (plimibiim, vielleirbl f, blit), 
(habitü) dy (Umi) luy (tabanu«) ny (nco) ny (»0% 
nium) <Vy (luibra) f!y (conferra) fuT^ (veno) fjr (ff 
ty (iiiftfnmeninm) f^y (ancilla); def;g)eicb<?ri rt^-a(fu 
gny-j (fricare) ly- a (comiindrrp) n>^-a (rtio1«flar#) 
(renovare) fky - a (iinbUare) Tp^ a (vomerc) r^*a(€ 
bf/er H-a) tj-a (parare. goih. tütijaii). 

(ÄE) «• ift iimla«! dea organirchei) ä ond nicht 
in^elt foudcrn dem nihtelh. x zu vergleicben; Bj 
ihm $.14. die aiifirpracbe aj (alfa äi>« fo da^ (11 
bcriihfung der djphih. poth. ai 3: aiigelf. jl; gnib. 
anE^elf. a:, nord. und hnchd* u mh dem umlaute ie 
der atistprache ai mehrfach entwickelt, fo verrcfaJl 
auch beiderlei laute in der bedeuUing und» Ei 
daher nicht befremden , wenn auduahmaweire dn9 nc 
X dem goih. at, angelf, ä^ ahb. ^ ((1. ei) parallel 

I) ^t lamlaut dea ä, — mittelb. x — goib. 4, ao| 
ahb. a. Belege: die fg* praef. von fä» Uta, 
bhifa etc f:£. Ixt, gract, blx[ eic« die eon}. gsfif 



ftek 



•) Womit ieb ddob ktinen unltrrchf«tl iwifchei« dnn aoi 
im in bind« (notd, by<l> aml diups (riord, dtiipr imd i 
limUiuoiid dypi) fOmchcu will; ini aUfi, unter folitid«« | 
froiticU pfaiLi t^tid tiof, iimUtueüd ciuß; «her »b«! 1 
■Uh* und noid* terfpattun^ ^de» ßoib. biudan, bii»d# 
ptotin , piMtit uod biodi, b^*d Hk d«« utiorgimreb«* 
**^ lin. und' drucU, z* b. der der Nialtfiga, beaetobatft 



h atinürdffchc vocafe. 



Ä9S 



axtnl ete. die flntlonen: dr^rtti« bxtti, nstti, 
{srflfr, bxitir, mT^itlr etc. vod drätireie, gxt 
ooci eine menge «bieUungcn, al«: arf« (dea 
(firnTi#) hjtf (praognan«) bxfii (ad praefepe 
cdi (fuileficiuni, unthaO t^a^^a (pilare) fxgja 
m«r (flaroi) itixli (toqtielt) nxdi (quiet) 
S) ^«11 (fcrvii*) hjtü (Ueticia) rxn« (fpolisre) 
Die i vor tt und • Ijuten in x am, nicht 
^ ^-r vor loa. If €ic. welche in c umliuieu (obeu 

B^ '*. altli. £• angeir. £, ^^-otür aueb im 

1 ^ noch ä RHhi (f. üben ^ 4.} als defTeii 

>i9t e* bcfir»chlcft 'iverdeti kömite. Hierher hörf^n: 
fn,t>rr. eoih. aiv) htx (caüaver, goih, hraiv) txt 
jivi) Ivra (docere. lAifjan) fxrdbr (vuU 
•tjcedo) I:ffing (fiMn) h^tdhi (tam-qüam) 
niom) rfi (aenitn} ric- In einigen pi- 
ll gafix richtig ei emTpruiigen, natDent- 
^' ■ .la* weder rii Ar, wie far, vuUiua» noch 

Isra) f. unten beim «/. 

Il^abrn und wdrr^rbücher mengen b^iderVei at 
ms veffehiednen diphih, ce (wovon Dnlen}, 
alue andere auafprache baue« — 

I, tn den hlT, av gefchrteben nnd an ^) aoa* 

ift das gütb. au» allb. au (011) und o, angelf. 

jtt/ier den ablauten gaut, UanaetcO* andhiigr 

rfncceflitaB) fatidbr (vervcx) da d fr (fnrdü«) 

Im] Mn^M* baugr. haugr. (coHii) laoe (lairarrum) 

I) g4Ulir (cuculüi) baiikr (ttccipiter) lanl^r (al- 
(lliilliif> banU (Unruf) (lault (fervnlu^J anmr 
imr (ftrcpiius) naumr (tenax) ramnr (fannra) 
imn dUtiif (odorl ht^tun (arpreium) kaun (uU 
tatin (tetitaiiü) btjup* k^npa. laupr (copbi- 
»n (jufcutitm) [taup (pocuhttij) aur (lutom) kaür 
»aur (fonntca) hut (dercue) auFa (haurire) fauß 



el^iJT. C!dJ. txw. l (über »lebt tl «md fo^(l nirgen^i') 
IM üb s-tiWtiUii aü ace^TTtriiert I v^L «t^^i • ATika; du 
htiac iDtr Yffrvi'crfiich, littk 1*63. weift ^vT»t di« «n«- 
eielM einei DenliAchd. 0» äh $ weicUe fieilich felbÜ buld 
Md au tu I jene» d. lu dje dts ^01 b. au n 6cbie doch 
■linofd. 0H ituher LommeHi aU Hark» ^üf|i«rctiUgenea 
•b f. aS- <^i (»der bieitt» ö. Die Tpteren oord» 
it«ii i^bvitfii Iifilich dt« ittc mu «lli 



iltnäblig dein 



«94 



I. altnöräifche vocaU* 



(Rultut) hiuf (criiitam) boAue (globa) btnia (pelt( 
t;raut (via) gault (ii. (>r,) graulr (jirenaj naut (bop) ni 
(focinf) fkjitit (gremitim) Haut (haeriiaüo leetiouift) 
(tniirmur {>raul (lab.ir) ii. a. ro. Drucke und hfl» 
wirren dielVii diphtb. arj ongratnmaiircb mit dem 
dtpbthangrreben 5» dem durcb u eTzetigten omUutt 
a, indem fie nicht to'wohi erftern ö, «Ii vielmehr 
lern aw (av) fchrcib^n. Nach dem f«c limile (himet 
edda (nm. t) Ufh 6ab fragm. niembr. uitiv. Grimn^J 
44. 46. rjchttg bavca« ölitim. hötverkr. alfödr und 
tni^qv. i. önii (goib* aiina, Ubor) welche 4 letzte ö 
herauf gebir luuichiig in avilom. baviverkr« alfaij 
avnn abändern. Der cod« reg. Hell bingegi^ii felbd fc 
Skirn. jo. 3$, gavr|»om. ivH H. gör^m. ult. Die 
gäbe der Nialsfaga drücltt au und o durch av 
dlligen fällen Jcuteres durch o. In Diürni wonetl 
fuid au und ö m^^iCientheila richtig untetfchiedeii , 
durchgängig, indem %. b. hofud ß. haufud (gnlh. 
bijs, angcir. hcnfud » hingegen vor wA , rtg bertj&nd^ 
n. b geteilt wird, 2. b. haunk, ßaung« tauttg Ii 
Höng* long. Die kopenh. ausg. der edila fchwankl i 
fchc^n an (av) und Ö und hat s&. b. b^td fBvdüll, 
(das richtigere) födulL Anjere* welche die irerfcl] 
heit beider latiie einfebcn. wollen au durch au» 
aber durch av ausdrürken, ai(o gaui (fuilti) Uug (I 
Crnni) aber güvtu (fernttar} hvgr (Huitlum) larg (lex)] 
gefchrieben wi^m. Ihnen pflichtet Ilafk g, av. bei 
Tcrfnhrt danach in feint n ßochholmer ausgg« 09«" 
theib, doch nicht allcntbalbtn, obgleich t*r in der rOtrJ 
Snorraedda [>. 14. «'alinarlhar '* (ubicjue) fagt« denn 
all finden üch ö neben av« 2. b. p. 46. mörg. miij 
tun. göngu etc. Mir misi'HÜt dicfe bczeichnung^ 
iunerft:hieda« ih^^ib well av in den hIT. in^^emein 
fiir daa wahre au ft^hr, tbeild da* wo e» den ölaoi | 
drtickcn foll, «nr cimranannfchen ausr|K4che dta 
av verfuhrt, welcho, wie wir oben gcfehn, gerade 1 
gitnz abwetcluiidtn li gebührt. Ich werde forgfam 
dipht, art von dem tnnlaut ö trennen und weder 
nur« fauk, hiunum , roch avnnur, favk, biTnoin, 
dern überall onnnr» tuk , bönom fchreiben« will 
zugeben» d.«^ lieh in der auäfprathe an \ind 5 
länge ufiä kiifate) begfgncten und verwirren konj 
Sonß würden »Ite hfl. nicht beide durch av aasdiiic 
auch daa au tilcht IpHttr« z. b. im fchwed. sn ce 
gern Q) werden, ab: loeg« (Uvare) hcrfved (ca^ut)» 



aUnordlfche vocate. 



^95 



nJ iiM aVtn. & wieder zum reinen i wird» tlf: hg 

T MC. Für die ihn. fprache ift die fcheidung 

d d fehr wichtig « weil man ohne fie wöner 

#iflU «nka, bng. hinkam (accipiiribuft) baugom 

lauf (palpiuüo) kaur (mutmuf) etc. vermen- 

nait t(yJ (malum) aka , gen. okti (Cdiriia) lögr 

ym (roentt«} bögum (jictofia) göfugr ^nabiJia) 

BTSf (leciua). 

Ü) ei, wie ei, d. b. der tinilant des a, mit nach- 
idrm it aKü gleich djem ahh ei und nicht wie 
ah. tai latitrnd*') ci aiiszutprcchen. Nach Rafk 
ripahe* wie e)« aVfo gewifs n>tt belonung dea vor- 
^TOCati. was &ng1eich die bctonnng dea nord. iu 
jki»y bcR&itgt; §,£2. nimmt er die conronaniifche 
je ej ««ifiick und ein rein diphihongifchea fi 
] leihen Tci R. W, vgl. di^n Anfang der 

j I j-Jii. mcmbr, tifiir. rridbar, txina. tacitr, 
welcbea zwar nicht naehanabnien iR, aber deo 
ava einem älteren ai und den accent auf et be. 
ibar fch wankte ea felbd in x nnd gerade in 
I tva da* alth. ^ ans ei enlfpraivg (f. oben daa 
Wrd, «), obgleich ßrb neb*?!! fiixr (? fnxir, 
einzeln daa ei in meir (niagif) geir 
a) k iiere) behauptete *). Ja auweilen ift 

4 (ja) aus ai iwje im angelT) geworden 
1. .« , Betege ergeben ßcb alleiuhaJben in den* 
wOttern« wo das goth. ii, alth. ei, angelf, ä wal- 
fai ^ wandelu eig die praei, hni, ft^, le, 

(ET; CT, Ton dem vorigen ei dorchaua verfcbie- 

ifl Umlaut des an nnd dem miUelb. öt parallel, 

.u«x *...»..ir zweiten y. AusÄufprechen faft wie je- 

K (mehr 6y aU öi) und wie im heuti- 

JiUnn tini3 andern norweg. gegenden das au felbft 

ü mit narbfcblagendem i, beinahe oe, (Uafk 

|liiir darf man dtefe ausTpracbe nicht auf daa alt* 

fit anwenden "**). Die heutige mundart weij? ey 



k D#T (»ruad der Ttfrchi eilen btit beider flUe liegt rielletchi 
dltria, dife bei fxr, fnXr ete* ein gutli. ei vi; in meir« 
getr (vt^e- tlicli meif r ä §;etfr^ eiti goth. ti$ ^cgeni^ber 
i^bi, wiew»bl dei V iueb in den nord. flejüontn Czvar» 
Sej tia* 'vertriic« 

flftfli «rlt.tÄriaiig des »u au« itt> , de» ey aui aj ^iTenn seh 
üia |. 65* 69^ iccUi verlitehe} reheim diram Uüiiabug, 



tgG 



I. aUnordifehe voeale* 



von el nieht su untertcheiden (Rark 0.2^0 no' 
fälfchlich z. b, l^eyri f, keira. Bel^-Bo: cy (inj 
avi?) hey (fotinim* golh, havi) Hey (liburna) m 
goih, mavi?) gtj (lanaiui) grey (eani» f.} fre 
aiib* frouwa) dt»yfa (h^betare) loyfa (laudare) fl 
Jücrii) icykr (fumue) geyma (cuftodire) gieymu 
Ceyma (foere) teynia (fuae ducere) fe%na (fcrni 
(curro) cyr (aes) freyr (n. pr. goth. fräuja) reyr 
C^eyr) (veniiia egelidusj eyra (auris) beyra (aiid 
(lolvere) fVeyta (lundere) bleydbi (tiinidita^} ey 
todo etc. Bisweilen ßeigt der umlant iit formt 
die endung i gebriebt, fo flebt neydb fl« namij 
wie im angelf. n^d ß. nead. -* Dci libcfM 
Hegt nahe, mccr (virgn) neben iney; weitcP 
dciuj dd« oben f. 287» angefübrt« h^ (neben he; 
aus der apücope dea v von ba^^ zu erwacbfei 

(lA) ia, auasufprecben iä« deiwegen hei 
ja anftgedrückt, voo) altb. ia formell nnd mate 
Tcrfchieden. Ea ift da« angelf. eo und ent^vi( 
auf zwar nicbt gleicbe aber doch ÜbnUche 1 
dum ö ^«^* nachfolgendem IL id, lu Ia, ri 
nu rf, n, rdh* rk, r^. aU: fiall (mona) biall 
TniaHr (velo^) fpiall (colloquium) giald (peeunt 
(raro) fpiald (tabula) tiald (tenioTiuin} bialt 
mialta (mutctum ire) rmtalTa (forbillare) ll^iar 
iiafFi (remote) iail (vir nob,) biarmi (lucobrnn 
(urfi) gtarn (capidus) hiarni (cerebrum) fitam 
diarfr (andax) biarta (cotj btartr (lucidut) lard 
rae) f>iark (qua0atio) blarg (faxum) tiarga 
iVlulbma/^lich auch frtiber vor Im. Ip. If. )k« ■ 
ter ein ia gilt (f. unten); vor rp und rr (RatM 
ä beftehn, als) %^erpa, värri (pejor) |jv^rra (de 
nirgt^nd viarpa , riarri, |»iarra; vor II. lt. Ig. rf 
fcb wankt ea, denn neben den angeführten fii 
mit ^ die flarken inf. velU, fvetla. fkella« fv^ 
fvel^ja. hverf^. fnerta. v^rdha, and nie in di< 
tern ia. — 2) fchwankend vor L r. f. t, db, f. 
lar (aICerig. tabnlae) hiala (fabulari) tiara (piK) 
qualia) ktaflr (roArum) fiaila (frufira agere)hatr« 
mialla (parum deuahere) itadUradr (pennaiua 



•vTcil fjcb heiiU diphib. nicht CO» fondern f« 
find, räinlicU ey aui uti borrorgeht. Die fcb] 
Öy wi^ide fin ahn, ou ft« au ¥0iau»rets«O| 
fiad«t. 



L^idinorälfche votaU. 997 

cenDpidj) natsdbar (medi) fmiaclhra (aduUri) iKtaa 

fuiluf) ^itin (ti. pr.) biaga (Inxare) biak 

. (mmu» Icnrti«) kiak (fecaris) ßiak (m. 

M« m« voneben, VQt denfelben confonanzen 

riotb cf flaitfiodet» z. b. fela (occulure) fiela 

^ I (forre) (Icifra (rcißdere) bcra (arfa) gf (#n) 

Hl) g^fa (dare) lefa (legere) brek (vitium) reka 

it)«^ •), Jede« ia lautet bei folgendem oder var- 

afctxflidem n in /Vi tun**); U itk kein voller diphtb«' 

i?wiri^d3i ttigeir* eo und goth. ai •**), wegea 

mit i oder e, faß einfacher laut 

L ^ : m t, Diefee i m^g ich dennoch 

verwandeln • thella um der analogie mit dem 

vtfiefi« üieifi weif das j wirklich davon unter- 

v4r« im angeir. lautet daa j confonaniirch und 

. im nord. gilt aphäreTe des eigentlichen j. 

-.1 jang laotet angelf. geong, nord« ttng; daa 

'^t angeir eordh*?, nord* wie mir fcheint be^er 

„^tjrdh; eben fo iöionn (angelT eoton, eton, 

dT) be^er ala jörnnn, da wir auch im hochd, 

iieode U, ie von ja, je unterrchetden f). Noch 



((ibtfi ttnrfTriichting wird benkiigffn, tlifi die flirk«ii 

illoiKe j^tn dAi € {itn fin^. pr^eK übefalt obtie «iisnaLme]) 

l#ktlicsi» ableiitinj^en tber ^ern dtt fa tnnfihnien, Mbu 

9fL itt im tescr tDeefäbrten inf« vifrptp v€lU» i€U tto« 

(umscWa nar ■uAnftTitoKvreir« giald«, fkiälfA« biirga, tm 

pratC iber g<ld, (keif, b^re u«d liülpa, weil diefaa 

filiwich «on)iigtert^ und «ndterrciti die daher /lunmeii* 

dra odff iftriltcbe ^«tba vor^tisrctsenJen fubi}, giöf» biürg, 

t c. nier«ut fcUUcfse i«b , dafi € älux, im 

.% ii,eii (ey. Wia im parken fing, praer. im» 

tLti t' (^niv 11) bttrreUt» cbeaTo seiet dio »Ttb. »undtit 

d«rt ii*4 iUer« i« im infin« gewübulioh dai jflnger« ^ 

sod bergan, btrgii; g^hnn, gthti ift dem biirga, bfrg; 

gUlda» g^ld r«hr ^ Im lieh. Auch im angelf, ndbc g<^of 

r^ rrni) Btbrn giUn (don^re) doch iii daf ^o hier in 

tarkets Tevba und (elbä dai pracf, fg« gedrungen. 

.♦m (^ft- em, im), 

'^ »ber, wfti ku verwundern ifi , bei folgetidciii i in 

. i«' A h#ide«. fowohi in ö ala •") fondern ftlidinii tritt 

i h« i heivor, £* b. fkiüldr« gen. fkialdar« 

; ^ ;cbi (kieldi) ht6rtrt biartar, pl, birtir (^ni^C 

•; fbf umeefetite ^otb. 4x1 (oben f. 44*) wi« d«l «ngtU» 




«9S 



L alinordifche vocaU^ 



weniger ktfin inlautend iie fehretbang gjim 
auf beifiil rechnen (mehr «och nnten beim j). 

(FE) ie. Kein alln. dipbth, fondefn Tpäiere onb 
jWiie Ö* I in vtrfcbiedcnen vvöri^rn, z. b. Knie, Fpie, 
hie; bit^omw ÜifUa , fti<?lia , fiellr, hiert, id» (t 
fgf«nn) fpc (Itidibrium) tr^ farboi'> hi (troij b^ ^ 
(vaiiitaft) tUita (necitre, büchd. flechten) ßetla {?fnl 
f^hxr (denfnf» dtcbl) h^ri (lepns) el (nimbna); cinl^ 
»lieh friT e gefetzt, «• b. ^ier (vos) ft. |ier (f. zS^.J, 
kein ^f ala umlaui der ia g<oUe« wurde vorbin ingemi 

(10) io, mit der bi.tonung io mangelt, io 
in, allh. icj; ein OT^anifcher dipbib. , den B«fli 
i>hne ^lilligen grund in ja verwandelt; von ia , 
cmlaut /o« Tu wie von ia* Aebet lö gänstlicb ih 
%vird nur unofgjntfch mit ihnen verwecbfell. 
folche verwechfl^ing liegt der gewöhnlichen fchrei 
miülk. gen. miütkr (Uc, lacüi^) iinier; dai angelf. 
Ifu: (nicht roeobir) und alifa. miluh lehren, die 
form miolk« mialkar; entw. to oder auf neuere 
(lA vor Ik) muEle n^iaik , roialkar ßebn, daa man in. 
auffpracbe für n^iolk nahm. Der Schwede leut i 
lichtig raiölk, wi« miöd (alin. miödhr) und nicht mi 
wie er fpiul, iJuf eic. dem alt», fpidt . ^iöfr g^ 
fchrelbt« Hiernach find ühnliche mbbtäncbe xu 
tbeilen; daa org, io belegen folgende beifpide: 
men) \>i6 (chinea) fririfr (fo^:cundui) fliofr (heb 
(für) drtoli (tanrw») bti>l (loia) hiom (ruperHttea) 
{refonare) liomi (fplendor) riömi (cremor) n^iomi (fol 
brion (fcabreium) mi<ini (graciJia) pri6na (texere) 
(vifiid) lion (damnuro) J'ion (fervüs) bior (cere^ilia) 
(lencr) •) niorunn (terrae ftiöm (Imperium) ftk>ri 
gere) gidfa (rructare) hniöfa ({lernutsrei kidf ' ''. 
Bo» (bovilc) lioa (lumen) |>f6s (Frunum catnli 
perimenium) brttjfkr (cariiUgo) liofla (ferite) brio 
tQa> briüta (frangcre) gidla (p,irere) blidta (ot. 
hniolt (labare) hflüia (flerierc) iiiöta (ulij fl^intt (ja< 
fsriota (deticere) flidt (iinvitis) griot (lapis) liötr (tu 
fkidti (equn«) fpiöt (hafla) f>ri6tr (ohfVinax) biödhr(dir< 
^iödh (gena) biodha (oäerte) hniddha (tundere) hr 



•) Snidr (nix) ßor C***''^) g^'ten neben dea oben 
ärtgtifültnen itiier* htr, und erktaraii Hob uri« 4*« alli 
(iniqif4rti} »US Hflis gotb. air; Cciilechier fabettit di« Mij 
hup* fniii, üif. 



^tffll 



l aUnordifche vocütt. 



«99 



Bi) lio^b (»rm^fi\ Den dt fpntng diefes io lUi 

min in Wörtern derfelben cou- 

> n und namenüich var p. K und g. 

paMtotfu U\\n\ entlUbt 16« wie im iHli. , in« zur. 

»v|l. huiir i quatuor) oben f* 10.$ ; iidn (odHim) 

bf Man (conjuge«) aus hl-* von? Jiön (leo) 

i (nirtit iii) die SUerc, in gewiJIen fällen ver- 
fuim des vorau«g<^benden ir^, und zwar bei 
mp. f/MH. g» aU; diupr (profnndui) driupa 
|f iiluf) hiupr (vetimen) kriüpa (repere) 

^i Cprivignn«) glmfr (locut praernptua) 
ui) kliufa (fmdere) liufr (carns) riüfa (rum« 
• ""'^ > /i.^ fdaudere) miakr(lenia) riüka 
^(^labj/ biugr (curvn«) bliiigr 
iiuf) fliüga (volare) liuga (man- 
repere). Warum die Itppen* 
e be iide iri bewahren* die Jingua- 
i. r n 10 übergeben latent i^erdient 
^smWmkvhl n»»" v^(, oben f. 94. loo. daa vor n.r. 
MiiH r^M i.-.Rics entwickelte alib. ö, während m die 
riaa alte au (ou) vor Heb bebalten; bloyT 
aei m ift vcrfchit>den, 1 aber dort gar nicbl 
iJ« fCinc andere anatogia bieten die verbin- 
nk. iig. an band, welche den vorfte- 
L dl verlängern (oben T 28'^. 289- 290, 291») 
^mi er vor It. Id, n», nd. kur» bleibt \ offenbar ftebt 
"^^^"^die Itnguafdrdnun^ gegenüber der labialen nnd 
Noch ein parallirflifaiu« der beiden letzten 
•»arge j 187, bemerkt. An» dergleichen jetzt noch nn* 
ifthrn«*bmtiri^en können derehift wichtige anf- 
— State Ui haben ein bl(»/7e« langet ö ; 
'^ (danderc) , letztere» bereits im goth« 
L<i.) ^ Das fellne in in niu Tnovem) tiu (de- 
lictis dgemliclier diphth. * vielmehr i>n, und 
U üt sa rrhreibenT So encfpringt auch in dem he- 
nttffi e^. len giuki (oder giuki?) der diphtb. ans 

mairtici vtki) wia die altf. form givlko nnA 

ahh« kibicbn (Nen^arl n^jiB*) lehren. 
(OE) gleich dem angelf* AE von doppeller « völlig 
fchiedcner tUt enlw. d oder ce. 



^ kytmf,. d«i vofhln aii|;«rftbrt« {»iofr und friofr (nicht Bimtit 
uy dft 4 'dl fniiit livb und dieb laf «iner rtiha ftaha* 



30i> 



I, aUnordifche vocaU. 




;i 111 

m. E 

nd in 
bemer 
ütt; fl 



I) ö ^ vaUtlt des korzen a (nicht dei A)« 

duiig u g^seogt, wie Ha« e von der endang i; 

der ultüörd. fpracbe ei^enthamficher vor:&n^« der 

jen^-ni e in den warzt^ln a eine fcböuc abxrechfd 

liicrvorbringi, vgl. börkr (conex) gen. barkir, 

tt>t:r)^i; lögT (d, i, lügur, a^quor) gen, l*gir, dai, I 

wogegen dies wort im alib. lagu, läget« lagt lai 

wurdtf* AUe hir. (f. die Ttbrifip/obe aug dem 

nienabr. univ.) pflegen et mit einem gefchwd^ 

HZ) «ö fchreiben (vgl. Idttim - ßafroht p. 276^ 

i#ine andere deutiTug ßebt), Diefet unbequeme 

Ichf'n ill zwrar alt folcHes dem gefcbwänsien ( ana 

^tiicht ab^'r delTcn bedeutung, indem nirgends» 

(umtaut dea a) fondern nur für x gefeut wird 

1»ediene mich daher det neueren gangbaren zei€' 

Mine jedorh ö mit § auf eine Hnie zn Dellen. 

lini^e aufgaben es durch 0, und viele hff. und in 

iurch ao auedrücken # wurde oben f. 294. bemer 

Beirge wie amma, ömiiiu ; gladdi, glöddu ; illr, 6{\ \ W 

lakdr; armr« örmum ; völlrt vallar ; möir (tlneai 

U6) etc. finden lieh überall. Der einzige 

>ch zu bedenken, m^o t vor nk, it^ nach det 

jafpriche zu i wird; hier nimmt Kalk 0.78.79« | 

kinzuiretender endung u und i eine verätidenifig i 

in au (nicht av n ö) und ei an, z. b. gingt, j^ 

gaungu; fang pl. ftung; llngr , fem. laung; ^n 

^zi, pl. btnukiim. Uer alten andfpracbe war gew 

göngu, föng, {>önkum^ und tut gleicher urracbe gei 

Jeng etc* gemäßer alt geing« lelng; wird doeh iO 

engill (tngelut) und nicht eingill gefchrleben. Fob 

rechter fchiene, wie halfr« hilf etc. anch kr^nhr, krftl 

(ft, krannk) anzunehmen oder den alten nmlant kröJ 

neben krankr zu la^en , da man lieber krenkja l 

kreinkja Tagt. Die entwickhing eines au und ei |{ 

wurzelhaftem a i(^ geAVtft nnorganifch zu nennen.« 

Ausnahmt weife und feiten finde ich d (Vatt o ^efen 

%, b. in dem worte troll (gigtt) wie iheilt diraui i 

bellt t da^ fchon der nom* %. troll (nicht tralt) d« 

der gen. pl troUa (nicht tralla) lautet« theilt aut dti 

uinlaut in tryllt (fardnare), theilt aut dem fciiwe 

und dän« o in troll, trold. Vielleicht würde auch ti 

ahn. be^er gefchrieben : trolU 

II J cen Umlaut des 6, n angetf. Ä, niittelh« iie. Dl 

fen diphtb. drücken die bellen hlT. und druck« dun 

r aut» womit er gar nichtt zu fchaßen bat; 




I. altnordijche vocaU» 



301 



iffiiDcr; Bifk, wclebet ataerft wieder auf die irerrchie- 

..r'nil beider Uuie gemerkt (5*7i.)« ^»J*^'^* '»« wi^dcx 

, rri M,w»^ noch in der jüTifniitg durch; f« fero 

fd wclrier vorliegeo, werde ich ubet- 

at oes d «mit Xi den Uea 6 mit cc ht*£rieh* 

ie^f de« letzteren und: die conjunciive der 

^ cell, ^oeli etc* die pL boeKr (libri) 

eir (raflices) boeir (mulctae) fceir ^p«- 

li fg. b6k, n6l, TÖt, bot, föir; roc (rc- 

.-ij(piferc) frcedhi (prudeniia) hcBfa (decert) 

ifftffma metifurare) dagr (tempua diei) na^rja (tqf* 

* i'eetieTe) argir (mire) ragja (calumtiurl) 

^ere) ball (calx) Ucila (laüdarc) kctla (refri- 

|(»i«; Jumi (jadtcare) fcmia (honorare) iccma (eva- 

f} ^lttl (precatio) grcciin (virtdia) hana (gAllißi) 

I (ciiraijc) Jbcrr (iUac) Ivai (duae) fcera (ferre) fceir 

mj ecc Ohne beachtung de« uiuerrchleda wiivde 

fitki (obrervo) wie ntki (peUerem) oder fatir 

i) wl§ (xiit (federci) auarehetu — 

U) al« ein triphtbong, wiewohl daa i nur grlinde 

'^gtf ferfaalt lieh xnm ia • wie i zu i und ent- 

l) wenn die Verbindung Im. Ip* If« Ik. Ig. Is« auf 

fii»i1i; biilmr (galea) hiälpa (opem ferre) bijiltl 

*r (Ürepitue) fiälfT (ipfe) fkiäifa (ire- 

^ bialki (traba) kialki (maxilla) fpialk 

»Vi innhjJgr (incaf%atua) fkiulgr (obliquu») friaU 

h) noch in andern Titlen, wenigflena nach Biörnt 

hücht prUt. rtri^ta. diafn. biaÜr, piatr. riitl. fpiitr^ 

Mtoe nnd nicht leicht eii benrtheilende Wörter« 

|b dni jotlanten hat lu gleichen grtind mit dem atia* 

k Hatt a nnd fik (odiCTe) giä (lafcivia) glia 

n) htl (apitd) ki3 (coapiare) kliä (expedire) kria 

are) lia (gramen demetjfnni) rid (attreciart») fii 

(j4 (ia) tia (pracöare) J^iä (in fcrvlt. redigere) 

iiac) Jtir ffak) etc. lind meidentheila aus i-a 

rn» atfo nicht organifcher doppcUaut. 

t) Ia, trtphthongifch» wenn man ö für einen 
I. nliniiit» fonß nur gleich dem ia diphthongifchp 



In der /ftui^rmi •aifprAoha morien fich beide wohl genfl* 

licri Ljhtfi« Tfed ihr »uf, f*Ucn im Erichen anbcgreif- 

lieh wir«. Socia widerUgtti fclbft di« fchwed. und däo» 

^^uDg faka. (6g« titid att dtn r«lÄxidac, das Ork)a ffit 



soft 



I. aUnoräifche vocale. 



iPCrhSlt tich %n i* wie ö zu a. Mit dem 16 
-verwechreln* ßrifpielet giöf (donum) fkiogr {\ 
fiöl (ader) f>iöl (liiiia) Cliölr taniii) kiülr (iijitij)j 
(nix) ikiÖldf (clypens, biörr (gUcÜus) fpiör telttf 
(oifud) biöric (bt-Cnla) biörg (auxilium) tti&rdbr 
iördh (teira) hiörtu (cordaj biörtr (cervnp) tnicSHl 
fum) etc* £]n endunga-u i(V alieTiih^ilbeti su fid 
rent wie noch aus der vergleicbiing anderer mnni 
erhallt, «. b, hior (gladiimi * goth haini , alif, bem}] 
(alih. kipu) fibl- (iiiulti-, ahb. filu); lio (reptem) j 
für imfu («Üb. ftbrni, angclf. feofon) fiör (vita) 
daa ahh. ter«th odf^r feruh (?) vielleicht auf di 
fiirbvua, wenn lieh die brgfilTe jcoVöoc. well 
ben begegnen (vgl. den altf. aii^druck Griho - hl 
dtr der weit, menfchen\ — Zweideutig fcheini 
einig^er wÖrter, ala: mibl (faftna) rmiör (bntyrum } jjj 
iiach^afk JJ. 7?. nirgends ia bekommen. Icli d€ 
indeffen ihr iö organtfch (d, h* aus 1« enifpronj 
die TtickUehr des ia darum aiimuglich« weit 
fächern 1 nnd r daa tirrprüngttcbe u gern in v 
delt zwifchen tiq, und endung a tritt, folglich 
Knttg letzterer benamt. So hat der gen. pl. ml 
fniiörva (?) von liur, hiör , fiörva, hiörva ß. 
fmiara , hiara, tiara , wie ßch kiala und fpiar« van 
fpiür findet. Auch zeigen die entfprechenden alib. 
ter e in mel , fmer*), \vie in erda und niedo (mulfd 
Die von Rafk angeführte ableiiung mjlja (conttio 
kann nicht von nnöl « fondern nur von mola bei^ 
men; rmyrja (unsere > nicht von fmiör, fondero 
ein fnn/ra vorio6, freiiich find Ijch ttiiol 'i*^! 
fmiör und fmoTa miitelft des ablaatäverbi 
wandt und auf ein verlorenes nit^la, mal, nKOmuj 
fmar, frnorinn (narh ftela und her*) aü gründe 
itiiöl, rniiür neben ek mel, ek (mer biJieheti , 
hin L297. in der nute gewiefen. 



SchUi^bemerkungeti su den vocalen 
2) lua den drei urlautcn a, t, u entfpinnen Och dti 
bangen e, e, o, ü, y famuiC den halbl;iugcu- 
denen vieüeicht auch dia 5 beizuztihleu iß, ^ 



^ Wtram »her orüel (eelox) ß, oh€l? weil e» eiu 
won? rgU 1*337, ^^^ oot« ftber kri«che« 



I. altttordi/che vocate. 



So$ 



i, ; . ., ü, (k ftimmi^a zu der slifächr anorti* 

iifie(;iber die im ahf. mangdiiileii eigt'ftttich' ndipbih. 

iii,ti(allf* mit 6 aaA k sur*talkiid/ iiiid vorhandrti« 

•nlcfdcm ia (iu)« ßl^^e amlaut«; Und it, ce, ^; 

H, (i^ft) >^ (10«^) wenn a dir dtphihttu- 

^ . [GdiiK nnirlphlbufiüirclt find die tiif ge< 

6-»t 6-t f, oben beim 6, vefmuthlich ifl 

^r Au^£efsli4tii; ebeofn deute niiik die eild, namen: 

II» mdinfi und ihnL fäilc] Die f. 142, genannhm 

tibco biaplUiigen lauten hier a » i^, ü, «!i « au , 1, in. 

Ifn wie im ahb« mit «n»oabme de« ö für no, tnitbia 

Ute uud drei andere diphtb* (o dsiß die 

vir cinbarier alt die goth, uiirl alib.« xu* 

iu weicher» aU die aUT reibe (ik, 6, ü, ^, 0* 

Mn uod eine gttickliehe mitte hält; (auch das 

"b], it: e«6.&*e<a^i, iu)* Die aec '1111116* 

mr«^ • 'j weicht von der alib. tu ab nmi rtiinmc 

MI ifige^r. £6, biiig<-ßen iin, ei zum alih. an. (nicht 

8Q« iitgcir f j) unü ei, Wähf^end r/' ans ilem ttitrren 

p^ (iloTfh nmlaut) entfteht« %(k au wtu\;itit;i\% in der 

icbcn» in der nuifpracbe vielleicht zu üu 



fi undaiit bdcb regfamer and feiner, ala im angelT, nüm- 

lir' vandek a in e* u fn) in y, X in r, ö in 

^, tri ^« an in ey [ntebi e in ij iÖ aber in i, 

I flafk jjj. 76. 77* weil das b»i?T voriancb^nde i dt-r alle, 

jicbtJ !itU iß]« Allein aii/7erdem wirlif die endong a 

lieii nmUat dei a in 6 (folglich dea ia in iö) , ohne 

] auf andere voeale einflti^ zi% ^u/Jem, man müde denn 

daa neoereanng. innk ^T 194* 3<?^*} ftt^ umUnt de$ h\g^ 

[ink durch n • nnd einp fvir nmlatu desfelben durch 1 

[babtn. — Die den o miaut setict'nde endung i und u 

(wi# im angelt.) hau(ig weggefallen. 

'M<*bte der endongevocale würde durch denk* 
II vi h(L, die den zu^huA der fpracbe mehrere 

j« vor der zeit, bis wobin die erhahencn reicbfn, 
eigien» fehr aufgeklärt w^^rden. denn vieles* ll/jt auf 
bedeotende ▼eiäiidcrungcn ichUcßen, Anfallend wei- 
-r-^^ die Älteöen hfl", o dalt u, ala: ango (acnli) 
ibant) minom (mf^is) vitrom (tuimue) fö^or' 
ciiri) ni-ondi (nonna) da doch hiff das a für rir- 
„frii€T^ gehalten werden mii/T. Uiii»rjj»nifch ift liehet 
crtdung * •» vielen füllen, namlWh in alUn, wo 
den voranagebenden umUutaCäbigen wuraekocal 



SH 



I, alcnordifche vö€ale. 



nicht ijmlaiuct; von diefem wichtigen Tiiäc wW 
den f)^>cioncn oft gebrauch gemacht werden, beH 
Und die pL fem* gUHr etc, die nocn« fg. de» I 
mafc. api etc. die yrget, corijnnct. ftri etc« die 
farinn etc« die fcbwachen praet. taldt etc. wi» 
wahrhaftes i gUir (ft. giefir) epi, feri » fettnn« 
hervorgebracht hätte. Nähere vetmuihnngen i 
flexionilebre felbß, GleiGbergcdall Teirath die U 
bung faguTt vakur (piilcher, vigil) ein uneig€ni[ 
n» weil daa eigentliche (wie Im fem.) vöktir« 
bewirken würde; oß^'enbar Oeht ea hipr für ein 
rea a« wie anch daa alth. wakar« fagar beftatigi i 
richtiger wird im ahn. niafc^ vakr, fagr gerchrtehai 
Häutig erfährt der vocal der ableiiong und ütii 
{yn *- und afiocope; der gcbliebeiiü iimlaut be^ 
fein fniberei dafe^n, %* b. giuf^giöfa» nierHr^fl 
kir; eine menge anderer falle lehrt die vergletdl 
dca alih, z, b. dufi üngr« üng, ^ngt (junger, jungtti 
ga3) fnr i^ng'r« (i^g'i t^"g^t (^V'o * den ungew 
laut auadrücken roll) Aehe. Wenn die liq. L i 
r. tcwifcben zwei vocaleu, dem der ableiiiiag 
flexion oder auch zwei flexiongvocalen Oeht, fo 
der vordere vc^ca] fyncopiert und daa dreifdbi^e 
AweiGlbig. vgl, gam*lan (veierem) fagVan (pulchi 
flar'ri (major) {\, ftariri (alth, (toortro) daa vietßt 
dreifilbig 2. b, iagarVa (pulchrorum) ft* fagarera» 
auch die alih. a(pmUaiion (f, ii7* 118*) «eJgl 
iheila wirklich, iheila in der vorauafetzung. Wf' 
». b. im pl. di'r fchw. praci. lanimdhum (rem 
vimufl) ft. jautiadhum (oder irgend einen andern 
cal (latt dea a) und durch diefe vorrückung dea 
milierten vocala wLid imn felbfl umlaut drr \\ 
berbcigefithrt, als: kölludhum (voCavimut) Ft. 
dbum* Ebeii diefer undaut beweift fodann eine 

gegangene, durch die fpäter apocopierte endnng 
eilte alTrmilalion in formen, die ohne folche atilial 
isnerklärbar wären, Nämtirh das n in fögur (ven 
gömul (veiufta) \\^n^ von dem weggeworfenen o 
tlexion ab, delTen aHim« ea war, die volle ächte, (i 
lautete föguru (ft, fagaru) gömulu (gamaki), eben < 
um mu^ aber auch biiur (amara) fiir btturu, Ai% 
iut bitam ftehen. Ra(k» fchema der adj* luf) 
(0.1840 f^gQir, fögtir« fagurt, ift ohne zwei fei tif 
ganifch, obgleich fpi&teTe fprachverderbtiifa ratth« l 
mtn darbtereo mag» ca mti^ hei/cn fagar, Vm 



t atinordi/che cünjonanien. liquidae. 305 

bfßn (oder 4^gf, tugar, fagrl) und eben fo bitar* bltirr» 
fMUst (bitf. bhur« btirt); cJiefc furmevi falzen ein ül* 
(il^ar'r. tö^ura (ohne all. fagatu) f4gar*t; biur>, 
Q ^obcifi iiC bitara) bitar't voraus. Der dat. pU 
bfniin« blirum (f, fögiiram« biiarum) der gen» 
(pL htcarra (f. faitarVa)* Ein btifpiel de« affimllterten 
.1»* f..H*r>-r f--T^ (puJchrhif) Hefern, e% ftcht 
^Uira, feg'rira fgOLb. fag'rizö) 
asD aurti muteJii ii comparirrt werden daff; fa* 
fft. fa^^rara) biirara (bitarara) nicht bitra, weil 
ng, keines uaifauta fiibig, mit dem 
li f acc, pL mifc. de» poüiivs bitri ver- 

1dl werden würde. 



Altnördifche confonanten, 

cbf« in allen hauptzügea beibebahung def 

; (L* M. N* R.^ lijfuiJae, Die antanre L n. r. find 
?tia hl. bi). hr. gerchieden« nicht mehr aber die 
i&d goth. vL vr. vorhanden« foiidern zu L und 
im. — Der aualaut ro, fteht feil und geht nie 
irr. DiHo mehr wankt das in* und auatainendc n« 
ihm ein vocal vorausgeht • iß ea iiafal (Hafk 
'^ fosHch Wf^gfallt es 1) in tlcxionen a) vor 
D) I; dde pari, neutr. tamit (damit um) f(ir 
[Umtn*i); hie, eitt f. hint eint (f. niuen tt) 
et fcbw* declinaiion und in allen Infinitiven, 
wiifftelf] a) bei folgendem f. dh. k* (hiervon un- 
[btl den Verbindungen na* ndh. nh.) b) jn dnze!- 
pattikein, deren vocat alsdann lang wird; 1, £ und 
liiih« in, ana, un» — Das r aufl f. ift weiter vor^e- 
jiJa in irgend einer andern deotTchen fprache, 
h nicht riar in den f* 121. 244* gegebt'ncn afih. 
If. Oexfonerit fondern in dem fall de« tiam, 
ßiigcnieiij und zuweilen felbfl dci gen, Tg, inare« 
[f., obfcbfifi metllena hier nocb ein L wnliet. 
wriftcT mit folchrm r. tmd den hochd» oder 
iVog; die gnth. bafit vifarii und hafa lanteii 
w€rm nnd hieri , h^rt (ft. hart« den grnnd der 
rufig begreife ich noch ntf^bt» denn die endung 
tinrtrganlfch und kttnea nmlaut des a in c zeu- 
rrermuLhiich gehurtn auch hter (aurcultatio) und 

U 



^rdifche ecnfonanten» liqmdaS* 

gxr (hc^rl) *) hierhar; of» (iiobii, golh. iiiif^ 
ue) b^kamml im poIteOC orr für ofr, (angelt, 
grgen befti*>hen no» (rurt^s) aic (ahn* fpicj) f^it (pi 
und di> inL kibra. friofa • praet. kada, fraiia 
friiro; leri und rifa behalten daa f. cinrcbana« (i 
Uli Tf. if, und rf; dusgl. die anTimiUiionrii H, 
dd ftatt il. rn. i^. rd.) Der atislaut n föllt In ve 
neu nonu fg. fem. weg, in tnafc. nar bei ^(jraii 
dem r und t, (dor t (ldr*r{ laui f« lAoCr, andere«] 
ben aber latifi). — 

gemwatiorftn. Di« hocbd. und fUchf. fiue. lol 
ft. der ableitndg i za geminieren, bedeht » 
felja« nicht fella; feo nicht fenn; kyn, gen.Vvi.i 
Kynnaetc.) ; ebenfowcnig die andere, ürgamfcha gm 
im aualaoie su vereinFachen (ea hei/?t fall» falls ^*)i 
unno; fvall, fuUo; nicht: fal, van» fvaJ), 
fchreiben viele // und un %^or d und t (Rafkl 
ala: viltdi, gialtda, lannd, vanndi ü* vildi, giallti' 
▼andi; letztere fchieibung hat den voTang, *— T 
iltn. geminationen enifpringen durch «n^miljulAl 
irnentlicb: U aus dem organ. IJh, vgl. ballt 
ba]|>s) villr (fetua) hylli (gratia) hailr (prociuisj 
ium);s diefea IK entfpricht uem alth. Id (nie! 
oben f- 160, Sehner und tadeinswerih aai dt 
tla: ititlli t midll (mtdhli) frilTa f. fridU (fridb 
fridtia« amaila) bralliga (cito) f. bradliga; — tm 
W, ala liall (fenex) valla (vix) ft. dca rirKifpf 
varlfl» welchca beinahe kaid!. vardia aufgr 
Umgell ehrt alTitiQilieri iich df-r luflant /r 
il, fallf ein diphth. vnrauftßeht, ab: heill . (tältl 
ßölr; bitivvcilen auch nach einfach*?ni voeal, aui 
mcbrrjlbigen würtern, aU gamall f. gamalr ; iuluiT! f| 
L iükulr (Rafk JJ.91O — i^ aus jil^ rg!. iflr ; 
iilr? (oben r*42 ) — w«i, aus wf\ in Hmm (qL. 
Hfl (wie U aua Idh) aus ndh (dem alih« nd , oba 
parallelj vgU annai, (alius) fanur (verus) matini (1 



*) Obon (. »aii das m wird diireb äikg teliwadL lU 
|;«tr beliatigr« 

•tj H«nt (.4a. I«lin hjin« «u»rprieha de» // ^ dlt 
MU rr üdUi nur oicht bei d*^r f' f »- 
L all: felldi, alk. lUi ([iiiebt fed). 

Wif ier>ö aLiifpfAclie dl. U, tU Uud *-..^ 

iebr. Jit Ji io dit fcbiaibiuig (f^ 



L dinoräifche confonanUn* liquiäae. 307 

ii**n»umt nifc) kimi (mäxilla) 

Mita. k- V ) munar (o») puiiu 

iJiBitt iju(li?f) iinn (iiiicnu) hltinnftr (pb.tlan* 
, iUe dUfr form'^ JBi'ig«« im fcbwed. seuwci- 
_il4fi. it>t\vühHticli tid* H«efbri iß zu mer« 
irf de« tj d»0 dh Aeht'fi hlcibt« 
i maclhr. fatlhr. adbrir, \'u\ht (in- 
if). Awar nicht ohne rcgel, ioiidern 
»tu ^erne die form <7ä , fonft die füfia 
Iniidlift $i,^i\* niaiiiid , acc« luann; «iitiar, pl. 
,9 *.r,.. »..,,ti^ Jt^r-r dopprlform bat für du« 

I rüi*- i< iivv.jrt^tnde erklüi'uiig d^r beiderlei 
in, fn d4.i ibm galinn büJd rr gdliclhr. bald 
|«tii ^ ' nemr. ?on |:alidhr. bald :zi ßa* 

Ol, Ir i.e, gilina (die fui.he ftitm) €«!• 

attf iraKübr (d«f fthwache«) weil es fuidl 
i^»a ^nirdc, da nach obigem nicht nr ^ fon* 
IT mn ^Ar wird; btngegen Kann gallt aut 
t^t wcrdrn, oder auch aus i^jlidbt, h\6tm 
r galitt luiiule. Man bat alCo eine Rarhe 
,r ~ inn, g»lin» galint und galicihr, 

. aniunebmeii, deren falle fich 
QrchKfcnz^n, Ol'igvT bur.hftabcnvvecbfcl nn: 
iiki hier gar nicht niii m.d überhangt wirUt 
iier wiiT^l nicht an llcxionen, deügl. die 

-^ Die rpitero ^uäfprache vermircht (wie r 

rt Ir) nn mii ihi. tu* i/r; feinn (tatdua) 

fcna) wird gcicfen fcidn, feiddn, brüdn ) 

, |6.}t dach gerchieht ed nur nach dopptl* 

einn» flt^inii fch'Ciben einige eirni fleirn» 

m io barn beinahe hodn, hordn; jurn 

0, jidii kfingt; aus nr wird nn in tninti 

ilk) l4;Cinn (lectuö) Ittlinua (Icctnrum» f. 

«nCTO) — rr. die »«§ rii.,rf «tnirtandeii 

ri («ber fliartia. hiarni); verri (pejnr) 

gen andrrc rs in fl nbertfclen ^f. hcr- 

Andero rr >%jTd «rft fttrtgefrtaie unier- 

^;n*ii lehren, vgU harti (rex^ iiarfi (fcurTa) 

,rr^ knarrar (navigitiro) liorra (rcfpU 

„rif.urare) rtc. 

,/. Im. Ip* If' H. Id. U. Ik. lg. belegen lind 
. hl. In Iceine Organ* vcrbin<1uf^^» 
' ' tii i^ü , Vt §l9t holr (ra\uO talr 

• Da 



510 I* alttwräifche eonfonanien. lahiiäes. 

(B) wie im angflf. d h. («nfl'^T bb. und inbj 
len in- und aufklümen durch die afp. vcnrctcn, 

(F) anlautend wie im goih. und nnpeif. ; 
der in- und anstaut vcifchiedi-n»» tirf|jruiig^, 
gm. f. bald f;!chr, bh. und alih. v •) \ey . khft 
länd. auefprarbc (R«<k (J, \b), Nüudirb i) 
oder vor unvverenilicbem r Xlinja;i ef wie ein 
aU haf (nitre) hafr (caper) biUV (diinidju*), tl 
lautend vor alten vocaU'u, ale; haf^i (hub^re)^ 
(h*frr»*. Um hi*»r in einigen wöricrn den L 
vor2nbring*?n » fchreibt rnjn ein nnorg. ff (wo^ 
den g'^min/) i) vor L n. dbi t. >vie ein harteml 
nah** bb, aU: laflt (labnla) ntfii Tnomen} hafdht | 
bat (nodna ; neuere (wia Biörn) fcbreibfftt fq 
lanirnd b\ ftait fl, doch nicht bn. bl fiir fn. ft,: 
I. laut bebäU f» in drr %*erbinduug fi^ btn| 
Jilingt wie nm (beifpiele tinien), 

(V) i) der anlautende rpiraut leidet spbSr 
deir^n nmlaut j **) , vor ^em dal n f^tteii 
(vgl, oben f. mS, n^.) Vor ö und rfelTen umfiill 
niaebt vella den pl. praei. nllo, cönj. jllt; val 
praet. 6dh » conj. cedhi; vinna das prael, %*aitn,' 
jnni • iinninn; fo ßehen 6()hinn (angelL vAdeoti 
wnotan) ornir (vermiä) nrdb (vcrbnni) n. *. «uj 
aber und dtm fo oft mit ce vermcngien x bleil 
ßchf^n, vgl. völlr tca^^^r<>^> ^*Ö'*» (§^"- ^on fi 
(mbala) vxri (effet) viegr (mitia) \aciia (fpenr^)* 
die entwickelung diefer laute beRjltigt und dfi 
bung rr>ro, %^opn f. värn, vapn als verwerflieb 
(von einigen nborg?in7j;en gleich nachher)» OU 
refe fchon von frijhftpr aeii an gr galten bat* 
bezweifeln, weil die alten Jjeder oft njch ein 
und a confonaniircb gebrauchen und %, b, {a 
vitir: nrdbi; ulfd: vidharr alliterieren» gt<^i>^u 
viilfs, i'ordbi gt'fch riehen Onnde, wie vermitll' 
f' ' ' n werden wttß ; dabei er- 
ii ^>g V für u, roiarl. a6« verU 



•) I>i^ffs ▼, (v«trclrtO()eji VAm gewAhiil, »Iff», v ^ ' 
rc^heiftt stwur fetfisii drcU in thrn hfl* ein«oetti»ti| 
l^efeltriehnu *^1- folufpi 3^ * 
lihri» lifcf, «ItU« r^par , flir 



-•fc 



•^Vaft C<ip-»i. nicJti fAf viikii, wl« tta&l 



L iUinctäifche cmfonmüen* labiales, 311 

imc. wo die herausgeber die hil. leaart vn- 
Wtjntitf geanilfirt haben; landnlmaf. p. 17. 
ufiibu. Ebetifo oft «llttericren aber auch 
o voealircb» z.Jb. cxgisd. 4t. üU: 6ß; ü- 
[Alfi als etc. ^- t) au6n«hm« weife Talle der an* 
Ich in einigen Wörtern vor «^ abt welches fich 
wandelt • ifs on (fpea) oro (eraiu) ondr (pra- 
^Tia, Tarn, vlndr^ bej9er erkJäri nian fo: vA 
^oben Lzj6.) nnd dann erfolgt aphärefe, 
andern o (nicht ö>; fo alliterieren ulf 
»{FiCD. s^.) on : engm (atlam* 70») iura: ordha; 
k): '-"^-f^r, j6. fcheini ono : verr lieber vano 
[i nttfcb vinir: vig. godr. barmr, 29). 

kanii iith vielltiicbt vd aus o entwickeln, 
TOfT >'n öfter) aua orr (früher ofs n angclf. 
Jl mir vefall (mitcr) das %^ocalifch 
ni. tj. vgl» 70 ) wie es im dän. und 
»(d, «f*:li lautet; entw. Itehl e« für öfacll, oder 
T04 (miferia) naüde aber dann väfaU, to- 
— jj In de» golh, ^%r^ä fächf. Verbindungen 
""rfi« aUn. f|iracbe daa v. ab. aU lit tvliig) 
jailgeir. Trcminl reckr fangelf, vreccaj; um* 
' Li Schweden und D^nen zwar 
aber cl , behaupten, als reidhr (iratni) 

•) fchw. n, däo. vrfed, vrong etc. Spuren 
irr. Kreiß aber wieder die alliieration , in der 
Trga fo oft mit reidhr gebunden (ce^adr, 15. 
I* 7. 17* 50* ri|stdrif. aßO, da^ an der allen an- 
atitfprache vreidhr nicht zu zweifeln 
iL hn, hr. h%\ mit ha. bi. hei etc. gl. gn« 
pti eic, alliterieren *). Alfo gait ein älte- 
vl Itait des fp^Hcrei) r und I, wie im alt- 
^i jfii den irerbindungen <jv. iv, dv*. ^v. Iw* 
t weg« wodurch das darauf folgt'nde e 
-itde 1 in y **>, i in y vcrwandtlt wird, 
mire) Xoma (venire) inr fvefn, «jvema; 
5ilf. kykr (vivut) ^J für tvifrar, tvolif. 
Seltner i(l Kodho f. qv:^dbo, kona (mulier) 
»qrofi, qreu. -— $) das auslauiendc oder 
iefchlechti^keniixeichen gcfi»}gce goth. nnd 
jec ntrgcndf Dalt» fondern ift apocopiertp 



^ülrt^Tiif* bcmi'tl« rji itis dtr E. II. <Ii« aUf. allilt 



ji« I. attnordifche confonanien. labiales* 



Tgl. trd fangeir. tr(fo%') Tfixr Cgolh^ fnaivf « ipfctlC d 
tryg^r (gulh. tTiggvfl) de. — 6) inlintetid brichl 
rpruu^licbc« (alfo koniesw^gs epenthetirrbet) ▼, 
flt^xion bei folgen dem vo^al bbsveilen vnr» ofl 
w^ilü Idii^er vooal in Her ivtirscel ift, iliJ t^\ 
fnxr, fnxvar; «vi (a«*vum) tivi, pK tivir (rtiiaii 
sunuhl ia den «üf, feizüiigen fig - ilvar, val-T 
(altus) ncc. hävan; miör [leaer) acc« tnicU'aii, 
ftatt f,icr. fiixr: iior. üöiar, fuior, rtiiuvar g« 
wiffi Dietea v mnjT in fpüu*rer auafprachc 
erwiihnien v ~ f , gleirhfci^romeiit <ia ßcb tue 
flait V. Hniiei; f«far, {n»tir, «fi, lifar. hlfan,^ 
ea% (IlatTi ^9. 18^ >; häuHg bleibt der lippmlinij 
wep* »\p: fnioar» häail min an, und viele wutt 
g^wulttilich Tu (ohne einfchitbung de« w,) ab: 
bliMi ; friir, acc. fräan , ktip , tie, daL pi* knil 
Tii«lu biävan. frivau« lfne%um* tf^rnm. Bei 
ftoUauten 6,0* y. rinde ich niemahls da» ¥« 
tri^an; nyr, n^n; Klo (nngula) J6 (afauda) 
frü (riomina) gen. kl6»r, loar, bruar, frür, Sil 
dere lafa, vgl. angill bverc, laferc (lerchr), «» 
Ewir<!hen der Wurzel und dem r (oder o) der 
ein vocal au^geFaUen i(l ; dann seigt Geh jene 
tutig^but atfi conronantifthea v, Tobald ein rnc 
vgl. böl (nialrim) miul (farina) fol (ol^a) fölf 
ör (f^gitfa) fior (irila) hiorr (etiüs) fpürr (ptlT 
(ptjgna^ Rtidb (locu«) <*^eg ('***) g'^gg^ (prurf 
(pllca veftii) dyg^r (liduftj tfTggr (idcm' 
rui) fUrÖrk f/istuentum^ töckr (crcpofcul 
fns) tyii^ (erica) my^kr (obfcurns) rölkr (Urcua 
«Ile diefc ftdicn fiir böln, öm. bödbn, gtuggctr, rH 
die einen rncal hinsnbringeitdcn ttexioneu oder 
ableitunsen haben nun bolvi. midki; friUlr: »wvarj 
rporti; bödhrar; ßötlhvar; dö^grar; 
df^ckvai«; rdekvt (v^l. daa goih. viqvi/;j ly 
Tan; lOllvran etc. hierher gehören auch ilt 
(parare) höggva 1 ' föckra (mer 

rarcete) gött'a (ii *) von gata 

iblehnngf II, ab oivi (r^briui) oder diu ei 
(fl \.ili, vftln) n;lr%ir, virvir, yngvi» \^ .^.^^ 1 u,.. 
\ 4« die analogrn aUh. faysien (oben (, 146«)^ 

y paUwe; iii#lo» melewea, cneit-woi fatoü 

^ eic. mit hin» böti. bulrii itiuil, midi 

iUt, i; vi; '/ ' e (T 141.) klawcr« 



ba^Tiii eic 



^vao; bL>ggri| die 



I. §Unordi feite canfonanlen. lahiales* $i$ 

.^^."^ eri^f^) iri^gvAba; glaggvf« claggvabt ete. ; di% 
ti?i deav etc. Keine niundart fhmizia 
itg, die eine begt norh dag v^ wo ea 
_te tmilüßi und im eiji2'>)isen herrfcht fchwan- 
^ b Sek im nord. meißens göra f, i^örva. zuweilen 
toditinJaut dag^ar f. düggyar* und mey , hey» 
, lifjr (l, iir^ Tuavi, alih* houwi. douweot 

inch die vtrv. iiaft des v and b (t. 148. £zi.) 

liaobjgrio bu^dti i^altum) bAan, goth. baubana* 

an.— 7} in der cumpoßtion gebt äo weile» v 

ir<Di iti iiDregr,, bv^meg, öndugiö (apprime) du« 
her II. norvigr , b%'er«veg, aiitlvl^gi«, dagrt^rdbr etC. 
Il6f befe^uet dem b. 

len, (VP) bapp (fortiina^ bfppinn (forlnfia- 
j ctus) Xapp (coniemio) l^appi (beroa) lapp 
jip (pUfita pedb) greppr (vir) (lej^pa (efFugere) 
inknlnft) hreppr (pagua) Krepps (contrabere) 
Odmfl} lippa ()ana diduct^d) Kippa (raptare) vippa 
, Tfioppa (roflfunv) loppr (villiis) boppa (rakare) 
;(eörpua) upp (rnrfnm) yppa ^clevare; etc. Spa- 
rtiiifäbinng verTaih papp^lr (cbarta) wie bernacb ff 
W In riddsrL (ßß) babba (balbutire) drabb (ift- 
Mjilbba (delndere) l«rabb5 (cancerj nabbi (verruca) 
'* pTi) ftrabba (laborare) ebbi (n, pr) ribba (o%'ift 
Hubbi (truncua) Inbbi (iiirfiitns) ubbi (idem) 
r. (FF) nor febr feilt n nnarganircb in 
n Wörtern, ata offr tracrihrJum) (Iraßa 
ilial (furra") ans dem dün* offer» ßrafte, gallel? 
imeniuin) tll af • fall. 

Uhh^.rerhirr.'!ufi^e/t ; anlaniende pl. pr, bl. br, fl. fr, 

mebr vi. vt. (f. oben beim v.) — in- 

. ; ps feiten und venuulbiicb durch fyo* 

e tnirprtipgen» vgl. apCi (procax) glcps (plagae) gtepfa 

'Sni» altb- klipfi, niae; gl. doc, 207^) keplV (fervua 

%ti v^L dai illb. cbebifa pellex) upa (ima pars tecti» 

, äkb. opafa) — * p£ häufiger: aptan (vefper) 

j,*ptr (vinciod) kraptr (robur) fkapt (badile) 

a (ftragTilam) ripta (fcindere) flvript (pictura) 

, rtieie) gipta (in mair, dure) opt (faepe) lopt 

^plr (o. pf.) brcipir (n* pr.) dupl (pulvia) lypia (Ic- 
fldplr (fulgtir) ktaptr (maxiUa) tdipti (diiodtcimua) 
(undcciniua) eic* Diefe» pt »eigen die ^heften 
||f ' tere verwandeln ca hin und wieder in 
li. 4Ü. dfiu. glfia, (kifca etc. doch kaum in 



S>4 '• ahnordijche conjcfnanten. labiaUi. Hn 

Wörtern wJe opt • Krapir u- i. wogegen die fchwed 
iHin, immdan U aUetJthalben und auch in oft, Xr 
düKChfiiUren. Er^va^t man den urTprung «liefer nr 
\4o crfrbfiiU ft. coiifeqtM'iitcr a!« pr , indem die lU 
Igc^f«» kfefja, fifa, fk^ifa, fktfa , tölf ein f und h 
fauch die gath. und fächf fprache iu gleichem fall 
iCtKen (f. 56. 214. 2n*'). IndeJlen das derrt gr. gi 
l^ktr, pu enlfprechende pt Itt^nnte anrb merkwürdig 
'einer älteren ten. feyn (vgl, obpn t 127, noie., dl 
afpi, welche ich in den deuifch*'n fprachcn organfH 
tlirhmp, vorauigieng. In der H.Tg, dea AatK. praei 
^|r»en fchon in den fnihßen quellen die wurzeln 
Fjtein pt an, fontlefu behalten ft, ali: gafi (dedtHi; 
(trennnfti) fvaft (dorrüivafti) etc. wofür die wnr^refu i 
latiirJich pt zeigen, alt: grcipt (preUrndtdi) varpt (j< 
Irapt (occiilifti) etc, diefes kr/ttre pt hat fichtbar Q 
iirit übi|iem pt gemein, welchem Rafk ($»4t^) «H* 
fpracbe betnahe einta ft anlogt, — bi kon 
eiuzrgen UrabTa (di^f|jerj;ere) vor und iß cor 
lirgtnds. — y*;; hat gkichfaJIa einen zwifcli 
£>ren , z. b. «afn (nomen) höfn ^ b^fnar (p 
J^recnfare) iafn (aoqualis) hrafil (corvns) ( 
^afnir (?f4fnjr, n. prj fvefn (fomnus) ftefna t€*iiigf( 
befna (ulcifci) rifna (runopi) elc. wie da« ahh. ofid 
eban, hraban, fueban lehrt. Die auefprache ifi 
lU i^ ^. \f>. bn. bbn, zoweilen ww , In wekhca ffli 
illö fn übertreten i wozu daa laL mn in fomnui {frh 
4mn), namen (allh. früher naman 5* oamo?) nnd hh 
fämne neben ftibna, fovne (oben f, 176*) ilimmen. - 
leiten: tafs (praecipitaniia) r€ffa(canigare) nfs (nimit 
da neben kepß auch kefür gih, fc> fcheinen auch 
andern fa auf ein früheres pö &u zielen *- Jt (flw 
pt; beifpiele \*orhin bei Ictziern). — 

r T. D. ^. ^. Z. S.) Ungtiales 

(T) wie im gaib. und fächT. ; ein nnnrgan. t fli 
finde ich anmahmawcire in dem auslautenden praet bell 
halda (oddr. gr. 20} »eben dem pricL held, aucb h 
inlautend d: heldum » heidi; libcr andere erfchcinnj 
des t unten fchla/bein. bei den anmiilationea^ 

(D) anlautend Areng von t und ^ nnierTeUc! 
in und analautend »rfolgen aber fpäterhin bei « 
liiyj üer ausfprache un ♦ fchreibnng häutige mtfchis 
der med. mit der afp. daa hei/?t ; die med» wird 1 
gauilch (latt der afp. gebraucht; fo ill nameotli« 



t dimSfchc ctmfananten* linguaUs* 3^5 

ururterb. kein« einsige in- irnd atisliUtende lifi- 
intoucften, vidmehr blmdn kalrlr. bfeiU> v^'ib. 
^ ' r ^raid#) fowübl aU ei«ir. lÖTiU iard*r. mord 
h** inaurl^r) ^effbrtr.ben. Beide In- und 
ÜlboU ]cbt;iien daium fchwcr zn untcrfcheid«^!]. Liu 
fc^tfHrtvl ^.finiitc awar Jie anai<»gi*i der übrigen fpra- 
näirJicb d, häUfi dem guth. (acbC. d. und 
II IH. liettj goth. |a> fuchf. dh. allb» d, 
tach wäre unbedenklich eidbr. 
uii, lu iLMfeiben. Abgefrhen davon, da^ 
1 tticht für alle einzelnen falle ausreicbt, da 
'^ fjorJ» niundari oft kein parallclei wort in 
n ht^H^l, ferner davon« daß jene fprarbea 
n med, nnd afp, fchwJnken; lehren 
j ! . . eilten abweicbf'nden potitiven grund- 

llpit tfer Hör zuweilen obigrr anatogte begegneL Näm- 
rfcv rli. ^g^j ßj^hfi i,j _ und ausL nur nach l. m, n» 
nun wirkliche TeTbindangcn Id. nd. oder 
' i II Vd. n)'d. tid,) def^gl. in der gc- 
.. aber nach allen vocalen und den 
^il r. i g. (Rafk J). i \. J4,) •) Hiernach müfte folg- 
Veli} l;timlr. kaldr» aber breidhr wie eidhr» lürdh* 
Sntndli. jttrchricbeii werden, weiter: odhinn, vadha, 
J^it^f Ko^fibi etc. fo fahr das allh. wuotan, ^vatan, 
l^f ÄBfica nnd da» angelf. roden, vadan« god »u 
^'' V» hogdi rieiben. Indellen vergleiche 

fchen fchrifiprob^n (hym 3.) hogJhi. 
» odhinn (49.) nrdhinn (44.) fkallda {49.) 
Ral>>* ansgabf n "*) , atich den vtdal. cod. der 
fpi; die copenbag. edda fchwankt reeielloj zwUchen, 
' Js. Vielleicht ließe fich, wenn ältere hlT. vor- 
wdren, der gebranch widerlegen und die der 
:,?e regel retten. Die goch. Verbindungen 
;ien namentlich Kufammen, weil nicht al- 
tdh. iordb. fondern auch hardhr, ordh (verbum) 
beo wird (ft. des orgafuTchen hardr, ord?l. Der 
ifchang won nd nnd n^; Id und i|> ift vorgebeugt, 
nd. Id* bleiben , n^* 1^ aber ^ll nn. U. werden. 
aber vocale voraus» fo ift alte vtrgleichang der 



lach p. V Ig. flehet wieäettm di« teo* I. (^utitan fohlufi* 
brtiteriiungcn), 

' 'ii ■uiiiÄhmcn, r, b. bim^ir fi, hamdir; laos- 
^f aindiiii well ntcb J. 54. C'*» «"J«) l«il^- ®dh, 

alioi 1 UU1U tif^ii nind« 



Si6 I. aUncrdifche, canfonanten. Ungi 



goth. fächf. nnd «tth. mundart 

id mehr med. Toiidefn 



nard, ni 



rgenc 



iptffend, WC 
inagemein 



(J>- ^) »iiljiulpnd wifd nur I», (ih), in 
tieidea ^ und ^ gefchrteben, ft^tt Jotzierea, 
behüüiichkcit rte« rypiii, brauche ich dh, 
für die afp» zu fchreiben, wäre golh. w^ife anj 
-Wie aber dad goth. {:. inlautend zu d wird« 
luch dh. eine milderang der afp. aas und 
di^r med, d» ivelcbe» ^vie \*orhin bemerkt, 
bung dafür gefetzt und gewtfs in der autf 
dh. lermifcht wird. Kafk J, ?r, gibt dem 
de« neugr. d, und eng], th; dfm dh. $.14 
weichen engl, ih. Seuien fchhi^J. jj. von K 
^ auf d Itann ich j*'dorh nicht gelten la^en 
gotb p beide afp. ^ und dh, zuT fallen un 
beide durch d (nicht durch t und d) ausged 
den, OlVcnbar liegen fich ih und dh naher a 
Da/? dh. mit dem aus ud/t. eutCpring^nden n^ 
feie, wurde oben f, 507. bemerkt, beifpiele f$i 
fidhr» rijidhr (minus) kudhr etc, neben fai 
luinnr . kunnr; nicht bei auderm nn, fo düi 
lieh für runnr (virg;uUum) brunnr (fon») I 
brudhr Dehen, ausnab ms weife und unorganifc 
es dennoch, (vgl. brudhr, fnorraedd« p*4.} 

(Z) iß nie anlaut; in* und auslautend 
tbcr vor t) für f « im gen* mafc. u, neuir, au 
d* t, und 11, als: landz, heHs. allz, (Vau Ui 
alla — im fuperl, als: hagaztr. hoguzt, ha^ 
gaflr« hüguß, hagaß, 2I für da und t$ , aU: I 
beztr, veizia, vizlta, ft« landa, eldUr, betQ 
Tittka. j) für rs, ala: nx«tr, vezlr, fyztr 
nxrßr, verßr» fyrßr, ftocrftr* 4) für ff* vgl, 
zur, özur etc. ß, {Dtafli, giilur etc. nach Uafk , 
Kürzung alter fchreibung, ^) für ß. fehr hii 
paJUven fle)cion: bindaz, takaz ßatt dea beul 
daßp lakaß; deiigt. im fuperl, optaz ßatt o 
TgL t^as frief. aber anlautende z neben ß,) j 
auelautend, indem nicht optazr f, opiaßr gilt 
bemerkt Ö-49. die gerade entgegcnfetzung 6t 
und ß im 2ten und ^ten fall und man miiüi 
ßatt beiß bald bezt , bald betz fchreiben. < 
findet üch fchwerltch letztere«, fo wenig ala 
dcrti nur bezi oder beß, weil aui der vcdlea 
nicht beide t liate zugleich nuterdrückt w« 



t üUntriifche eonfonanten. linguales, $ij 



\ üef dritte ftll (9t för r«) fchernt irlchl tehr tff» 

"^ m (T vvunle oht*n erwlihnt und 

r ans vbHir R, verdr eiKlärf», i tö 

iwricffi ;ten fill hegrvueie) mtht zher alte fu- 

lof-irftr xuftickfubffn. wie ila^k 5.4«, 201. 

(i; wenn ft. für rft ftehi , mfi^ dis r in der vnir* 

Vhrl^et^s fTijfvrl Äoch das akf. z gtrii für t 

ein t an-^^cfanen ifl; dergleichen jc Könnie 

e if gehabt haben und iich dem ahh, ft 

A tiir das blf«y?«? f dem »hb. 5 ver- 

Hirif. Em gütb. % (nämltch f <)ie in r übertritt) 

ki ibi nord. nicmibli, 

tffl fo tDincbe org. f. auch in r übergetreten Unrf, 

• (iuris) beyra (aadire) reyr (arundo) 

(f, oben beim r) bietet doch der 

e »ahl von Wörtern an, $n 

fnxwvsUet: die meiüen fiiiÄ 

pi lel; bf^lege: aufi 

aij \^*MLt . unere) bifa (roolfrl) 

n) briffc^^llup) briflnga - men* 

< buO (cultef^ 

draßll (eqtma) 

sj t-^ld (ciiiis) faa fgeftii») 

j 1. ^ n§ (plamula veßiam) frei 

jelfil iradiua) gifi (cavUlatio) gifl (obfea) gli| 

(fj)ifare) g?aa (gramen) gri« (porcelliit) güf4 

tli (raocni) hafa (naufeam mo%rere} batt ( co^ 

' ro) bee (palear) hif*i (funlbnl attoHere) 

11. . bnoa (nifua) hofa (caliga) hreifi (vir- 

-f (ffuiex) hfüfi (hne) hila (doraus) ia (turba) 

XüÄ. kafar Ccuroulua) keifa (gallina) kUt 

Sie) kifa (FetU) Kfaa (cento) knota (comundere) 

:(ilnm} Xufi (vitiiliu) Ue (tera) lacRngr (nlvSbai 

Heft daa miitelh. leife) Iilt (pediculoa) mafa (nuA 

lafi (rnfpirare) meis (corbii) mia (contra viam) 

ffnm lactti) moCi (mufcu?) miia (miis) nos» nafat 

ij neifa (conlumelia) nee (tingua terrae) ös (oßiiitn 

h$ (eoDuTlea) pias (nirni) pif* (fpangia) po» (invo- 

mm) |f6fa (rponfa) qiräGr (anhelitus) qveiCa (colica) 

I (minor) qvifl (ramua) qvoa (cuniraYliaj räa (curfutj 



^D^altb^btft fdr b^Slft ifl ztifillig in rebreibiing und 
«tiirtirscba ibnbeU und b«vr«iti eben iiie «uiHoriuA^ dem 
fo t (3); im »lib. dOifw fa wenig b«3t gefcbrtebai^ 

i ic*ti. ftlft im tin,r<) K#t%. 



ictt, all im tiofd* bctx. 



318 I- aUnordifche confonanten. linguale^, 

raiifa ('nugari) teitn (cicUare) ris (forniic) riß (^ 

/fora) roll (teiupeDas) ruU fqaidqniltie) r»tir (pi 

üf« (teilte maiiri; fJafa (laederej Üh (iiifnrtaaiiy 

(ramu5, fiixillue) fifafatlhr (dcliratuiui) fpfla f| 

^^tos (baf^firaLio/ vai (motus) vcifa ( paJusj vef^ 

Lvii .fapi«-n»> vifir rinrltrif, rex) vifundr uni$|^ 

a* udor; JiauCo (ftrcpituf) Jjr.is (lis> Jjr ' 

^^.0 (tiimuhui). — AtiffalJcnd lü da» tu 

[(chwtd. Hu»« diln. Jys) blys (taeda, fchwed. bi 

^as) \'g1. mtt dem goib. Imba^, färbf. l^c 

u liohat« Itobt; Aiinde Unt für lluba» fo wür^ 

;wo liox {wie ax, fnx fiir aha, fuhj) vnrkamin€ 

^fi'lblt da» hu luK (ItiCi)) gr. ^Ao^ brlUrkt den aii^fil 

Ldie vtTwandlung eine« Kehlltma, wog#>geii tin »ugH 

fu-dcr blyfa?^ nnd kein blyht, bleubt. Auch niu' 

ir^tio; fchiene »arh dem gOth, niiihreiiu 
liübfn zu verraihen und biu« (fniftnm exoß} dt 
Laium aUh. diob (feinur, früber dif^hat, diohtf i 1 
^och finde icb : kioa (cunvallia) tiüfnur (cUfi Hgn 
gcwinütiöTun^ (TT) mehr ala eine art. i) 
r^Oth* tt, en»fprechend in (kaiir (tribntum) nnd \n 
l^ch gehtiren einige andere tt. bierher, die icb nie 
lier die folgenden arten bringen kann: hattr (j 
li>ratcr (arilnna) hilta (tnventra, qnaerere) kiutrr 'i 
Pyiltinn (niacilentna) fpr'^tta (crefcere) detta (c 
Igladina) glotta (fubridere) etc. Ein dem ait^cu. 

sUelea (f* 2^4.) entwickelt fich nirht , Tondern 
Fache tcn. veibleibt in breija, bitr, fnotr, o[ 
für //f , diefea vetlinigert den vorftKhendfn kur; 
Delege fucbe man oben bei ä, &, i, 6; dabi 
Iwch die adj. blldungcn -6ttr# der eig^nna 
j[an^eir. obtere) etc. 3) 'i fiir «^» ala: bitt [l 
laietim) T iit. rut, eitt (unurn) mutrnl (pallJt 
[viginii) (Vatt hint, mint, eint, mönttil, tvin 
>cilen ftebt einfarbea t gefchTiebcn: hit, v^\ 
ix vettr, viiur, yin^ iri ^eta neutr. part. b^fl 
lii (domitntn) galit ^f^Jtiofum) f, tamitt« d, h. 
He gewühn! Sehen adj. die nicht fo gangbar fui 
jene polTcn', und arÜkrl, beh^hen jedoch nt, ata, 
(pnmm) brünt (fnTvnm) lint (lene^ nicht eiv 
brotl, lilt 4) tK aflimiritirw für dht^ in den all 

Stau (hilare) gutt {honumj rautt ^rubrum) 
inm) ft. gladbt, gudht, midhl etc. s) aÜimilani 
/7t, fetten mid nichr %tän% atT-gfmacht, vgl« ott (e 
ettif (poftea) Ilritii' (interdiciuflO f. dpt, ejp 



L iJimFdiJche confonanUn* linguales» 319 

»trutioD litt -tiflh in fcbw* praet. deren wiirzel 
bt, flu; fettt« hvatti^ thilü von retja* hveijj, 
f|i und »;bf»fa im p»rt, hvattr («xpiutui) Terfchin- 
'[ hvatr. 7j tinorganifch tut t » in» neutr^ 
rcn Wurzel auf einen vorjil endigt« a)#: hau 
iblitt (iiiidain) iiytl (novnm) tf(c. ß. bat etc. wia 
troifc* bir, blär und tiicbi birr etc. ttehi. %) 
m fmj, 6ü(ti (rextui). . 9) f. titf tili in litt (par- 
IJU lldi und dieÄ ftail UiilL — (DD) vviedcmm 
* J) IT deni golh. X£2, al«b, rt» an^elf. rJ» i»tt- 
aJEmilaiion einet fnib^ren rd o^^:r , \%*til 
dem r. afp, folgt , rdii<; belege : 1 od4 , rad«- 
i^ii« g^ilu razda) oddr (aciei, alih« nrl) wovon 
«) bodd (gaza • goib. \iu%6) broddr (aculeua» 
rt) wovon brydda (cnfpldejn fornsare) baddr 
*ji (unda cuarii) grad^li Ctaurna) gaddr (da* 
ftm) e^d-la (/igera) verrautbf. da« alih* gart 
aJda (ffitnuere, neben fkarda) ver- 
baite» ruptura « detrimeniuns. g^dd^ 
Oi (gotb, isda, aizda? ahh. erta?) p^dd 
Kiirn bat ped, vgl. oben T r2>S*) Htfdda (falx) 
fim) liddj (fer¥i]4) mtodd ({j(riciliU9» von mior« 
^fnadd (murrunr) fuddi (pluvia tenuis) rnddt 
manche diefer wurter iind mir noch Zryvei- 
BÄli^en bet fernerer unterfachung ein sMide* 
Eilen, in riddari (equca) liegt die fpäier 
ide form vor äugen. -^ z) dd enifpringt 
fchw,. praet. , deren wiirsel db. bat, alte 
[taddi; rtedbja, (laddt; fedbja, taddi; qvedbfa, 
Tdhja» mddt; ftj'dhja, (Vuddi; pr^ba, pryddi £ 
Joddi etc« und ebcnfo in den pari, praet. gUddr, 
-— > (SS) in-* und atislautend ziemlich bänBgi 
hlaST (onns) bvail' facer) fkalT (feniina gigaa) 
riü) ba(n (ajicr) hlcfTa (lalfus) btefT (vivax) 
müh (amiltere) yiil (cerius) haoff (cimdium) 
3a) koflf (ofculum) krofT (crux) brnlT (eqnas) 
•} fyiani (a. pr«) n. a. ni.« einige berubeo auf 
iion alt: vifla» bläHa aua vliidha, bledhU. 

Üv^rbindungen. 1) anlanteode, wie im goth, 

iv, dr. dv.^r. "pv. (kein ll. «IL \>l} /L ßr, 

%» Jp- fpr* /K ßr, Jv ; belege Ijefert ßiörn, da^ 

Iv. pv. fir. zuweilen v atitfäUr. Wurde bei die* 



/ 



f 



edan gardbr (domtia) goih. g^rdi* 




{; 



gt0 I. aUnordifche conjonanten. l'mgm 

fem aDgemerkt. — t) in- und auslautend 
beifpiclc: ^aTpri (gtirire) cfpl (popiilui) 
geifpa (ofcitare) rifpa (fralperG) hifpra (afll 
(eortex) laß (c^alnnrinia) faßr (iirmiis) fred ( 
(Tiimpt) bidr (iratud) qriflr (ramuit lift (an 
mnliuat froll <^i*la) dnft (pulvis) bu(l ( pinna 
gnllr Catt'^*) bliflf (tklnij gneiftt (rcintilla) 
dere) bTiotl (pecio«) Hütta (veTberare) faftr (* 
(flura) «ftc. ; nafkr (giiarus) a/k« (ciriia) d 
afkf (fraKinua) lUtl^a <la^cua) rafk /tumuh« 
dum (r^ikt (glaiieua) äiH^r (patina) firttr ( 
(fufiirrns) frofka (rana) löfki" (ignavua) r5( 
bltifk frtii|JOr) briull^ (cartilago) biifkr (virgoi 
(cont lindere) irt'yfkr (difficUis) crc, Zo q 
IJt^l die f> utj^ fk vor welchen ti ausgefillei 
ßatt anft. nnfk fvoium). Uneig*nUiche vi 

w, vgl. afni (aünua) rifn (largitas) bifn . 

ofna (faU't) n, a. m. ; desgl. ti, miatl (patl 
fiati (vagaiio) qvoil (£requeniauo?) kiü (tili 

(K, G. }, H. X.) guauraUr. \ 

(K) gleichbedeutend mit k wird in jIN 

noch c gefchrieben, felmcr an-, biiuligeit 

(^Cv miöc etc.) in der Verbindung fc und s&l 

nier#nd (ecrr, beccfom : wo man doch üebd 

dinjvfl' auch kk zo fetzen pflegt« Ich gebrai 

einf. len, k, für die gem. ek. Dte auafpra^ 

und inlautenden) k i(l %'or den (von Hafk % 

eben genannten) vocal^n e, e, e, i, i« y« y* i 

ia« iö » iö (wie Im angolf. t 2^6.) badenklii 

übrigen (harten) unzweifelhaft rein. Hafl 

für jenen fall (zwar nicht die TchAved* Ha 

dern) die dAn. auarprache kfe« kjiic, kjei, < 

ilail kc, kjc, kei» Key, fke; ßiörn accentui^ 

Ike (nicht kei , key, wohl aber inconfeqnenr 

Ich leugne nicht» d^ß man hentzutag in I 

trermtilhMch lange fchoit, kenna, fkemma au^ 

kjenna, fkjemma; nur fürs altnord« iß ea mi 

fen, weil ich auch im filchf. eine analoge 

nicht urrprüngl»ch vorhanden fondern allmtf 

m^nd finde. Ferner, wenn kern (%enioJ fk^ 

gefcbrieben wir<l* weicht anrh dios von mi 

bung kern , fkell in der auäfprarhe nicht vil 

beinahe wie i laiilei ; kjem, fkjeJl» und bei ^ 

ftn Tocal ip i ift, jt, ji^ alfa kfüin (malij fc 



uUneriiJche canjannnun, gutturales, 391 



D«n> ikflrti (fplcitarre) wird nirgends gerclirie» 

f hfyn, h\xi), kfiapu, hjitifr fiir \ijn 

kiifitr (fdux) kitilr (Cafiria) wie doch 

lim «»«rdrii miül«?, wenn dem k vor %Vfichfti 

\Aa iif]f Kj xafuindo« lUfk ßelle die hchef 111 

weiuj er da« to (öder wie er fr.hrelbr jö) 

' T- ^ '^" fichm wurtern wh deiidiphth. 

11 kchllaiit erkÜHt« <li «liefe 

lil IfincF ^üsrjiracbe unabliHDgig 

u nnd <»b<"it fo gm nach andi^rn 

»n v^i l« kidlar bxt die voralc 

r kchKaut ni»ch befnnd^si 

;talar behaupfrl werden und kinii 

• i:} üMHi* (meua) nämlich kjinn, wofiir 

ib<w«ii im tUn. antreÜV, wo man ^war kjcnde, 

glr ki<)n >,gfnaa) bitigegen kind (mala) frhreibt 

(kL Nach all<»in dh-fem, j^Iaube i'^h, k.Tiin dorn 



die 1 



tut 



he kj für die jciaige 
üe uncrwiefeii und 
liebet ein altn* lie, kci eic* alt k^, Hei oder 
igrwilTer rchernt k vor i . i» 7. y. u , ifi, 
mti dem i oder y dep wurzelroc^la eu^ 
^gibl Riit'k, wie aus JJ. J9. erhellt, dtm ge- 
drncKtnM« rrki. baki dio anafpraclic druck* 
;JI, bakji, folt^^rich K^titit auch kinn» kiüll dem 
(alSodcT kj»nn. kjioM *}. Eine noie gpriauet 
IweUe die (andfcbaftlicbe aDafpracbe ecki ((h 
wahrfcheiulich iß diea gerade der älteren 

kit Organ, na^dia ; wegen ihrer heutigen am* 
v-r-'! vn irocalen gilt ganz daa fo eben 
: gemlir (fenex) geit (tapri) gey- 
102 (allicerc) etc. lamen wie gjfmlir, gjcir, 
p^ — Mit j (wie im angelf.) vermengt lieh 
fo wenig mit b» wird aber tualanteiid an* 
fken praot* apncopicrt, aJa hn§ (biieig) ße 
i) dr6 <dr*.^ nd (flog) nnd mit verliihger- 
^Kli* ff»^» **<^- ^^*' H* ^'^ *^"^ %*ag— /ragj 
^utenä v:la cic f. vign; hierher auch bri f* 
•et von brirgd« (vgl. oben f. 264 nnd joi) 

^a crovt«! far liiis Cchreibutig dei dipUib. i^v» i«« 

M Itttrorceliiii. 




gfttt l* altnordifchs confonanien. guUuraUt* 



(CH) die tfp. fehlt völlig. H Ibd die Tehrelbv 

Iq fremciea wortem oder s-uT. fchif bung dea Ic i 

verfchiedner filben wird gCmifdcn und dii einf . <{ 

für gebr;iuchr» ala : kriftr, likauii 1^* likhixni. i 

(J) angeachtet lieh diefcr ccnC aus dem roc, I 

V au8 dem u erzeugt, habe ich dach vei i 

aoF den abweichenden gang beider confon^: i\ 

wicfen, vgK oben f. ^8 und 187; und folche abwti 

gen lehrt auch dai nord. j verglichen mit v, Lot 

0and wenigQens ehmahls vor 1 und r; daa j fleht dj 

«US nur vor vocalen; eine andere vetfchiedenheit 1 

fich bei der aUiteraiion. Die alten hfl"* un'.#»rfchfl| 

nirgenda von dem vocal i, beweifeo folgli e 

noch wider die annähme dediilben in ein^ fl 

Meiner anßcht nach deht j 

%y anlautend fohr Feiten und zwar i 

wozu man noch das fremde jud 

fpat ana dem dän. aufgenommenen jagt (venattoi 

frü (virgo) rechne, OevvöhiUich wird ea rornl 

geworfen und nicht blojj vor o, u, 7 (wie dMA vj 

dern vor allen vocalen, vgl* amr, ambl (qnefda 

neben doch jamla, queri) Ir (Annus) ef (fi) än% 

ok (jiignni) ungr (juvenis). Die ialänd, gramn 

nehmen jedoch j in allen fallen dia anlautenden dl 

ia, iö, ig an und fchreiben jarl, jördh, yöu j 

j6r eic*» man vgL Biorn. Zugegeben, i; ( 

diphlh. dae vorfcblagende i beinahe ccinlotiai 

alfo wie j lautet, lautet es inamer nicht völlig fO| 

inehr wie ein unbetonter vocal und ich siehe i 



sn in ein^ fl 

in: ja (iti) jol (U 
udi (jodaeua) iiii 



ealifche fchreibung vor, theila weil i keine apH 
erfährt (nie hei^t ea arl, ötaun etc.) ihcila dieu 
iö, 16 ^^^ angelf. eo, eö bf^cgnet, nicht ' 
aphärefe entfprechende ang( iL ge [ea helyi 
nicht georK g^oten *J, gleicher weife im ahh. uiu 
erl, erda, erman oder irman, nicht jerJ* jerdaL 
einen andern grund gegen daa ja* jo, )6 btel 
die alUteraiiont in welcher ia , tö » lö beRfindig 
lifche geltung haben; wäre der anlaut eournoi 
fo würden Ge untereinander, vielleicht mit 



*) Zweifel macht etcßL (gUoi») nord, NlkuU (mi 
r«n, «ddft ai7a ifj; jgltbi aduü); ich vermttth* 1 
ic««. WOKU dä§ «ngL icU unJ »hL ibül ftiftiint; gl 
nord. jökuli. fo wüid« tt^gdf. g<!doel ttehn, wia 
ek; MaroAch gahort r.a59, gietl niobc irnttt II, 1«^ 



ä 



l alimr£fc1it confonanttn. guUuraUs, 
imUtkLühtn L sf8- note) lüitcrjcreii 



8H 



ler wenn mm 

an l mrtimter vociHfche atlireniton de§ j fände (vgl, 

" M^. til>cr u und y) fo niüfie doch al» r^göl 

i nfchc vöfwaJten. Sir iß aber in der gan- 

□üi, nieinc« wi^^n^, nicht ein einzigesmahl an- 

'IB, vi^'lrochr ubcraÜ ftcljen alliteratinnen wie 

h 1 : iafn; dnn : iötni ; innan : iötna etc.'»- 

in Dar tieuvdläud. flt'ht der conf. j in 

tönern ft, dea wegfallenden anlauta v^ aU: 

) für an* %*urt; jarteikn (Ggüunit dän. jer* 

wed* jertlkn» vermmhlich aas dem hochd, 

o;. 

i enirprlngt f am iem i der ableittin^^ und 
li Of t weherer rocal folgi, ala: fitja » (federe) 
n?) berja (vetbrrarc) iljar (plantae prdJi) 
|eii. rilja (%'r.hinfa») hit v^ii , nndhja (novum« 
m) clc. Folgt felber i , fo tli*;^t dat enifprin- 
le {] in dein ^ücallanc i znfjimm«!!, alfu vilt (vo- 
^ fiij (ftdram) ft. vilji, litfi, obwohl Hafk J 59, 
ao^fprache fortdioernden joC-lant gnnirnmi und 
fen bczeicbnung vili, Citi fchreiben Jehrl. Dt 
der neueren mimdari k und g iror i wie kj, gj 
, fo bik.ime fcrlga (^naerere) feisja (dlcere) dio 
rjificbe fceXjU. frgjia oder etwa fockrja , fegija ? 
tfiltf ferfchmilxt das j aus der gutturalit mit dem j 
iU -^f*itüng? — ' Nicht Biörn eic* aber Raflv 5*21. 
lil aach tnlaatend die diphih. ia, iö, io , iu 
» jOt ju ««d fchreibt bjarga» mjölnir, fjon, 
; mir fcheinl nach den vorhin beim tnlant 
'^ gründen biarga, niiölnir, Gon be/Ter und 
.-r; in der inafprache wird faß kein un- 
rkbar ff^n, da in jenen dipbtb. dig i nur 
<^...4gi. Daß der Gothe liona, fioks and ge- 
rib oidii fjtini, fjuks fchreibt, gibt freitich keinen 
* I dta isllind. fjon , fjukr , indem der goilu 

'er nord. aber iu» i« ^u betonen ift. Alleia 
4Ccente drücken diofe betonong aua und e# 
lu'. i«, iu 2« fchreiben, oder bei ju, jo der 
iw»^ 'i.tn* wie bei ja, jö; da (ich iö ohne 
OL'UCJi iXt^ti$ nicht accentulcren li^A fchTieb ich 
,_ ^neh U fUu iL 

\) Termircbi (ich weder mit ten. *) noch med,, 
r b^ofig weg und «tvar 1) aaUuicnd ihclla fpS- 

Imi ff f. Xn'dv^ kiM^ut r. Jinaur, li»ötr f. knörr, liiil 1 
I wtel 6ä<l''äCttiiorg. fpitare «atßaUttng xu tiiiibiUigta. | 

X a 



3t4 I« ültnordijche confönanteru gutturales. 

terhm vor L n. r , (nicbc vor v); gDte ilte hlT. b 
ten noch gelreu die Verbindungen bl, hxi. hr. am 
alliterieren mit ht^im * hair eic* nicht nnit ilen m 
1, n. T. *) — theils in zuC fctating, 2. b. likaipt» v 
nordhrälfa f Jikhami, vilhialmr (engl. William 1 nord 
(Kalk $. 400.) wievvuhl e« in vielen äbnU fälies 
rer gefchrieben wird. 2) in - und «at laut(*nd ij 
belege oben bei den auslautenden gedehnten voeaJ( 
den tt und f. für ht, ba. Ein hauptunterrcbll 
nord, von der goth. und bocbd. mundart, — 
fcbeint h. verwandt in fli^m anlaiitriiden hinn, hit 
R, der älteren form inn, in, it oder enn , cii» ii 
jaina» aUh. jenfer» euer), vieDeicbt ift b, dcro *oca 
rücliricbt auf ein fruber abgrlegtea j. vorgefcbob 
die berührpng dea inlautenden v mit b (bavani 
hiban) wurde oben beim v erwähnt* — 

genihtationen. (KK) ck, von gg. bedSndig at 
dcTt, 1) dera fachf* cc nur Teltefi enifprechent^ 
hnacKi (occip"0 racKr (fortis) reckr (heros) brecll 
vü») bicHja (caiiicula, angelf. hicce, engl, bitch 
jneiftcns gilt der alte» einfache canfnnant, al»! 
(evolvere) ^ekja (tegere) nahinn (nudus) bak (n 
ikur (ager) qvikr (vivue) etc, ck mit nmgelauteiee 
»el-a und auebrechendem v haben röckr, ikröck : 
röckva» fkrockva; nockvi (linter), 2) bäutig awsj 
ßanden (vgl. oben f. 508.) wie die vergleicht! ng i 
mundarten lehrt: macki (jt:iba dän. manke) blecl^ 
dor, blanke) hleckr (catena , dän. läiike* hocbd. 
frier, blenfzene) eckja (vidua , dän. enke) ocki 
(alif, unk, ink) föck (mergor* hochd. Gnke) eic, 
drei letztgenannten flehen die gath. ttgqria , tgQ¥ 
qva, mit nafaltaut, in auifpracbe und fchreibonj 
(vgl* die bemerkung zum 2len gg)* j) ecki (non} 
iflTimiliert aus eitki ft, eitgi, (Ra(k ß. 224.) wie 1 
meine ausfprache vldbka (ampliare) blidbka (m 
ttu vicka, blkka macht (Raik $.92), — (GG) ml 
t} tr tngcir. cg» ila: agg (rixae) baggi (onua) bfij 

'") Blofs die kanßliGlie rk«1d«iipo^ne geßittet ßcb w% 
oder »uch zttfuertng dei h. um dadurch •lltterfttl 
L t«. r oder aui U* sh erswiii£en und fo 6ehl i. I 
' LIU (^rcutum) oder lilif L lil (viu) ei«* 

**) Vgl» dfti aith« birmin , h^raiia nebaxi irmiiit §tm 
lörmao» angeU. formen. ^ 



I. aUmriifche eonfananieru gutturales. 305 



luffi froorfT«) v«ggi , vöggn (cunie) leggja (po- 
"^ 'egg (bdrba . angelf. ffreacg, caefariea» 

(ccinrud) «^^ggr (parie«) le^gi (crua) 
') igg (aciej) eggja (aeuere) liggja (jicere) 
nie) tfggi (rex) ügg (calluf) tngg (fulicula) 
ienum EnDciduin) fnagga (macc Teere) fknggi (um- 
' (fentfftra) bmgga (braxare) fnugga (increpare) 
^ifc4!i>Tia) ugga (fufpiciTi) hryggr (dorfuin) 
eja fcogitir«) bryggja ("^jont) bygg (hor- 
ÜTuere) ir}ggr (fideJi») tyggja (mandere) 
lii). t) :z: angeir. eav, alih. au^r und zwar 
dto nOfd. wnrzd iirmer ein ö, alfo ein durch 
J^tea •• welche« d noch in 6er flcxion vor vo- 
^.k.uL. füJ^itcb fetKl jedes nord. ögg ein fni« 
t^a voraus* v^l. dö^g (top) gt'n. düggvar 
i ■ verber) hüggva (cae- 

,0 vallfe) glüggr (calU- 
roi^j twggT (ru^ditiuf; ^»«'ggr (repenlinna, glaber). 
iAi;ytT . d. h. i^lüggur ft. g^^^gg^^'« g^^ggv (f*'ff»* 
-gvti) daa goib. giaggvus völlig 
•iti, i,, ^4.*ttit -1*1 ein analoge^ daggvüt» (rot) oder 
^Cfberatc) getchlo^en werden, wogegen eine 
j «nlich von bänan und bavi, auf daiis 
ueiden miifleti pracirfcb die nna noch 
guih. lormen; 6^ß auch im nord, der hehU 
, xelgt uns hey (d. h, hau! t focnuro) Avel- 
iim begritie nach van einem verbum hauen, fe* 
'imp*,.^., V !'h andere Wörter «eigen ea, nämlich 
•) bft {in^n agricüttura) bäa , h\i h% 
f»f, Tatucire; ujr (nrbs) berühren fi ch ganz nahe 
iin tfniet 1. angcfnhrlen bryggja, try^gr, byggja, 
ein V- hervorbricht, z* b* b>ggi (habilo) byg- 
tTVÄgja (concillare liden}) wonebcn jedoch 
a cipr 151* pag, 204.) und im adj. häofig 
...tJOD) ir^ggvir (fidelca) vgl. das bekannte 
:vi^ und da» eniTprecbcndc goth, trlggvi. 
liinn folgere ich aber, a) das angelf. eav, eöv in 
tn (caederc) ireAve (ßdue) bleuvan (caedcre) da« 
aw, ivv, oder «uw, J»w in hawan, bauwan; Iriwi, 
i; pliwan, plinwan; fo wie in allen ähnlichen wör* 
*hn dfim goih, aggv, iggv und nord. üf^gv » yggf 
, nie dem bfoTJen goih, agg, igg^ nie dem nord, 
ig» ym* *^** nicht ein v, »bgcworfen baue, b) 
J5 iauicta durch die nafc, rauthmayFlith wie 
ggv wie ngv; meiHwüsdig d»/f im hochd. 




Sö6 I, aUnordlfche confonanten, guil 

ng die gg geblieben finti i die ggv aicKt (Im 
dus noch klang, roferg, noch bliiigan, iUg 
nsil iu*njihmi? von »ggvne tin(1 iiggvnn « a 
angwii« uiigawu?) Gngan (11. (iiigwiiu. liiig^ 
dit altnord, tig erfrtzt gg , nicht aber ilg« 
chtt blieb; üb dictfcs ggv (oder dafür g^ 
fpäterbin wohl nicbi, feit tticb gg die bio/7 
auedrücht, \vo der Garhc einfachr mod, hs\ 
gotb, Ugian) höggva lautete nicht höngva, Co 
va; immer aber bleibl die fchreibiiri^ hog^;« 
deshalb »u beachieii, weil Tic bcwtUi, dMjJ 
nicht gerade aa« dem gr. yy enihhiu £u 
(oben II72.) c) fiir den früheren altii. 
i~ Tigv) (Ireiiet auch die geaiiii, ck und 
fern« wo andere munclarten nk. seigea, 
alth (krank; ockr ahh* onk; goih.fkragqi* 
Abckva (afpergcre, dan. Qäiikc. fchwed, ft 
(mergere^ dän. Cänke, fchw fenkja) beide vi 
ßarkon formen ßigqran « H^qvan (alih. (tin 
verglichen. Das huchH. triukan, tr^uk v 
drecUa, drack wie fainkan, hank zu eine 
hecka, hack, davon noch hökta (ctandic 
d) jene parallelen edv, euv« aw« iw» au 
gleichwohl nicht aua ag^i% iggv zu erkläre 
iien vielmehr einfachere fn rm rn , aua dti\e 
Talen entwickeilen •), finil auch im goib. ui 
weilen noch neben diefen felbft vorhanden 
tröa neben triggvs, irv^gr; bauan, bi^a i 
(? früher b)^ggva3 und ebonfo mii^ ein blivj 
fiebeo bliggvan, wie fniggvan neben fntva 
nurd. fni^a, ibeorelifch behauptet werden, 
pclform erläutert den wechTtl stwifchen *w< 
nen n^trhen conjng. niimlich fntvan, fiian % 
ran, bliu ; bliggvan» blaggv, alfo auch fuie, 
(%v<»her vielleicht fneggo, animal r^pcjfs v*i 
rbenfo verhält lieh da^ bochd. tiukaTu fj^nk; 
sum nord. (öckva (früher fiucka^j fanck; t 
(früher 0tinga fanng? noch früher Tu a, fau f 
jeder mondaf t zeigt einzelne unvoUüaudige 



*y Vielleicht fo: ▼ und g bertlbreii Ach (vg 
btiiTBti könnte bli;:4ti und daraus itiit getfi. 
Till wcrtten ; oder dr«ng d»t nAfif« n vrie 
ein? (oben f. «5 ) ; vgl. niugo. ningno 
fjiiwin uud DIU, RiTii* 



L alUtordifche conjonanten. gutiuraileS. Jty 



Timl» we!ehef dit goih. trium und ulggwB ge- 

in keiner der beiden Harken conju|;., 

irfie ein iriirtn , trau und ulg^v^a, 

rermüthen, vcm jenem liaranit das alih, triwi» 

ff)» dfefem da« goth. Iriggra, von jenem di« 

owtfchir, form trauan, trauatda. Mehr von allem 

1- tind bildungilehre, hier war blo^ die 

: dtr verbindongen aggv, igg^ von au, 

lid iu, Iv , m\v djrziitbun. — i) bievveilea 

dem aas i cnifpringcndcn j verwandt und 

,«gg dem ci, ej, angelf, äg; vgl, egg (ovum;**) 

tji mit dem aJlh. ei, ejiro nnd [elbß egiro, 

L) ingelL ^g, igta; bnegg (hinnitoa) bneggji 

Bit dem augelf. bnägan , alth. hveig&n **); 

^^l^i** ^^^g&i' ^^^^ ^^^"^ angeif. begra» tvegr« 

tntiefi»» Koetgero (nicht aber peigero) nnd 

A verßatidi^en Geh fo nocb andere vvörier, 

wV vergleichiing abgebt, al» negg (cot) dregg 

. %\^Ufirh* auch einige der unter i. anfgeführtea 

im ^nggja aus |>rjja, ^rtja und frigg 

jar •") diiB fri (uobiH^) alih. Irigör 

ir iß aber in allen dit^feti fällen die 

ii{)(ga.Ufcb und aus einf* g (fUtc j) wie jene« gg 

ImbJIs (iiggja, ieggj») aas cinf. (organ.) g hervor* 

iL ^ Von der atiifprache des ck und gg vof 

rocaJen gilt dj« bei dem etnf« K and g erör- 

*-—^!^.^- -^en* t) anlauitnde. kL kn» kr; füi 
Uriebcn« fällt aber da« v xuweileil 

Li^u.) wicdei k; übrigeni ftehl qv noch 
_ goth«) in fällen, wo im alth, der anlaui w 

tht, Ä- b. qrein« (qiieri) goth. qv älnon , alth, wei- 

(oben f» ii9i «9^ ) — §^* $"/ g/»' ^^» ^f*- ^^* ^^^ 

lebe belege dlcft^r aller bei Biörn. Das navifche 

^ f^nt die nord. mnndart fo wenig ala eina 

rt dtfutfeben; da^ die fpätern dichter sq weilen 

h vur i« n^ 7. •bwerfen oder filfcblich sufügen« 



^ Oia mmttt, »gi; (ontni) und Um, egg ^aete«) Itllm Ini 
SOI»» zuU-mtotni j««e4 lUh. ei, dUfet akli. «ck« oder eggt* 

*y M^rkwArdigfr wfobfel des hv uad An; beidci tbet riobti^ 
wii^ dts fpiiere miuetli^ weigoct . wejflii . wiebtrn «inmr-to 
4m% f.:^Iiweil, g<>«ggn • dia. gi^^gg» indrerfeiu biwcifen« 

hied«fi ron fi^fja (»Uh. Iroiiwa} woa« d«i »«£•» 



5^8 X. altnotdifclu confonanten* gut\ 

wurj^ oben beim h andern «-rkt (Olifren p. 

^piid auslautende z hlofl h Tmu de« org. /m: 

^(fa(mo) faK (.culter) vax (cera) vaxa (crffc^ 

rfox (vulpe»; ÜKn (bos) uxi (laiirus) axU ( 

(fex) visfb (permutare). SeUner ßatt de« 

^r: öx , axar (alth. aku», akuli) nicht OatI 

I kiigfa (cogiiare, nirlit huxa;. Aiiilcie 

fcbeinen de^U (btandiiiae, von drkr« I 

(üijguUua) brixl (pTubrum, aus breg'ill? i 

fiy\ (calUdus, alth. fizus?) — Für ht gilt 

für /^^ iii fotii, ^tti von foekja, ^ykja» w 

s. b. Biürn 2. 36$« iokli rcbreibeti (rgU q\ 

«weite alib. ht), 

Sehlnßhemerkungen. 1) afJimHatiotten 
^ÄiTntlich angegeben worden, vgl. nn ^ U 
beim fcbwacben praer. ift ''eg*'!, da^ p, l, 
ftel das atifro^^nde db der flexion in t ve 
gapa . ^apti; vcnta ^ vxnit; vaka. vakti; 
(tt gap'dhi, vtcnt'dbi» vaVdbi, leyrdhi). 
ea Dl und b« auch banBg 11 und 1, aU: ^oh 
ina. drffynndi ; ft ef na, flefndi; liemba, krmt 
i^^eyra^^hi» Qeffi'dhi, k' mb*dhi. Die wura 
Kalten db, ah: {»ora, |>r>rdhi; dnga, dugdbi 
Nach dh und I. tt» welchen vocale vot|] 
I' WickHt ficb dil (fl. dhdh) und tt (datl ti 
gtcdhja, gladdi; reiia , reiili; hitta, hitti. 
neu foilte man, wie nach p. t. k, die len, t 
d»m med. b. d. g. die med. d und nach 4 
dh die afp* dh erwarten, allein diefa coni 
fchon der oben f. 515. beim d und |> entvj 
praxif), welche kein rd fondern nnr rdhi n 
der auf, Tchiebung nur (»ordbi, gerdhi leid 
liach g die afp. verlangt. Schwankend ifl c 
nach wurzelhaftem 1, Ik n* nn, Id, nd. ?<! 
mtcta (loqni) raxH»; m^la (meliri) maeldl 
Jßilla.Rilti; r^na.f^ndi; rxna, raenti; kenntj 
jnenii etc. gehen, fmc'hr von altem bei dl 
Nach diefen grundfäuen ift nun auch d 
dea dem imp. inclinierenden pron. ^ü, *} i 
fiarh p, t, k, f* wird ea »u t, ala: grlprn 
riAu; nach 1. m, n aa d, ala: (l«flda, koc 



•^ No kcft rpgül (f. 158,) arbrin^.! ßilda, 
f«iiiti; i^ibiu» loiifn», liiiyi I^Jtu^üfttti 




I. aknoräifch£ Cönfonanten* 



3^9 



l_J ood n wirrer rebwaiiken nnd e$ ntmetitliefa 
DtJt ii«i^'t; lucb r. f« ^. bleibt die afp. aUr 
lifilbiit fligdbii. — ä) ^eminierie confpnant *) 
im der bioffen eiDfacben erwäcbfV, feist 
wtirsflvocat vono» (lig^ja, (eggr , hnacki; 
! deotlicbrr dac nodlphthon^ifche naiur des ö, 
m oder die ähnlichen fälle öniior, 
hmiUtton gegrüiideie geminatiou 
d^o voraatßrbrnden ^cdebnten vocal ati ver- 
minni (tun« ^inn ((V. miiir, Hnr, j^iiir) im 
|>ln, ßil *•); %ot% (botium) rooit (faiigaiani) 
dAAi. Dditebeti nimmt Ri/k §.184. bLUt, 
rtit. ^ivo aber ricbtSger bUt, trüt » D^t Qtbn 
;' tu geniination gar kein gnind, 
gte« vorhanden i(l. Diphth« 
urie vocale find) bleiben bt^i der 
M^ heill, ein«, rautt» breitt, eilt cic, 

fl^r« riniSbl, breldht, «int ***). Entgegen* 
Lj^lfoxiiQg ilci 1 und 6 vor li fcbe'mi gerade 
^^ ^ det a, Lv O in a« ^, 6 vor dem au» AI 
II ; offenbar gebnbrl diefer eUitiuß dem 
|Q« 274 )t wie die fälle bcßdiig<;n, wo das 
~|lrb. ab (f. 288,) glricbliegt. Ob ander- 
hfiatSnn Kurze oder nicht, vt^rdient erd nii* 
^f\a(k oimnii 0,(27- freilich boenn, brynn, 
*hryf^', ''^^r, aber auch vifla, fulTi f, vifri» 
.^l. fi. n f. ftolr, fklnr an; vielleicht 

fiiin • ii^>^^ lind n^inn sn bi^hanpten ? Die 
g^ckt f^ck, h^ck^ (ft. geitgt f^ng. b^tig) 
lehfilli vcrkiir»ung in fäll, ^ecM, feck, h^ck, 
ibfn f. 1*^5» noie) und Rafk felbft fcheint 
jr^oinen, wiewohl er hier wieder 
■f.: ftp vor c mit dem e vermengt,— 

.1 ftch nicht fo ans veibam. wi4l 
üRu inci. ^(. £6g, 280*) üb«fbaupt wird cigeut* 



fka<itvr«n1i ill dt« tekreibiing dir «onr, genainitio« 
ererMn bvehjüb^ alis kraPalZ kfippa (Latitia> 

' • f^^' '»-. ntriU mire. (ftti, an, bmii» 

, j u»(i d4t r»ir« {§m* (fin*, utit« 

nihri «ui dem ftU«ti uni«rdrackifii 

:uig braiii) Ufr. 

tm*U wird «i 141 e i«i hdtjr (oben f. ^$5) *^'*^ 



530 I* tniuelhochdcutfcht huchftaberu 

lieh g»n2 ander« durch ein fufligicrtes at ytt 
Welchem Dach den nroftänrlen m oder t ibgev 
den Kaim (C* unten bei der conjug.). Noch 
eliiiiHoncn des pron. ana verbum iä febon 
erwähnt. 



Mittelhochdeutjche huchfiahetu 

Die mittclh. fprache ift fortfetzang der 
Tchen; es bleiben alle hanptgrundzüge tnid 
Her neuen entvvickvjnng derfelben. Nur vf\ 
allgetneinen vcrwt^icIUicht oder im einzelnen i 
aber auch wit Tich ilnrch die zahlfeichereii und 
^cren quellen kl^.r^r beftatigt * wird daher ab| 
Vverden, Die quellen gewahren, abgefehn von 
jfehnHchcn men^e, den unrchäts^baren doppelten 
IhfiU daj? Üc lebendige poelie embaken und d 
zwungene nalur der Tprache feben UßtUf theila 

f'enantgkeit der rcimliüiift *) über die wirkU 
prstche aufklärt, weit nuhr^ als ea die %{oß 
anlautende» dazu alle vocalc ^tt ich fetzende noi 
yatlon zu thnn verniag. Diefo vielen unter de 
nnng mittelbochdcuirth zuF. begrilFenen denkm 
ben von der mitte dea izien jshrh. au und rd 
zum aitfgange de^ i^ten, in dellen erßea dri 
doch ihre eigentliche kraft und blute drängt 
iwar nicht alle eine und diefdbe mnndart^ i 
aber lange keine fo abftechende verfchtedenheit 
ander, ala die ahh^ichd. quellen. Ir.b werde 
rchhij(ibein erklingen hierauf zurückkommen, 
ßcn mittelh. dirhuiiigi u iuid in Schwaben, in der 
In üaiern und OftrcicW enifprungen, verfchiedei 
gegenden dea Oberrheins und in Franken btt tu 
ringen hinein* Was über diefe begrenzung' 
tillt, ßreift ijcher fchon ina uiederdeutrche od^ 
fächQfche. b 



i 



•) FreUicli hti ßc ftuftn; volkimirfif-A diokier i 
aber «tioh andere ofFedbaren eigen ihÜmlteUe ibifV 
von der reitnkunß einet Hsrtvtiaon, Gotfiied , I 
Jio frcilieren, weit diefe kunfi noch ntobi fo 
die (paiern, nrnW die fprtche fehon etwu vetgr 
Coitrai mufi ni^cb ftir einen der ücheräeti, remi 
RehiUen wcrdeti, Woifr*nii •oomili«« veti 



f 



ytacli^ekeimtiiile, wcrigfieD« faioei tnaa 



L muelhächieutfche vocale. 



33i 






utmn nf Luii 



Miiulhochdeutjche voeale, 

klll|Miir{nd ff geln r) die wortbildangslehre wird %ji' 
11^ i.,A.a^ A.n jede dcinfcbe würze) aiiif ^'men 
e aoflnahme hiervon nr'ächni ver» 
/ ^al atiölaat«fnde würic* » duieii 
1 iibrt^ll conf. aj)ocop*'ti aum 
■e gehört nicht hicrhr-r; die 
1 mit der i!ih. weift aber vUle 
cb vor, z. b. k4 ft. [n, m ft* 
"5 ift Klar, day? fle auf den wur- 
ir, d« h, ihn debucn *), indera ün 
ir ufiioJzen werden; Hicrmil im ein« 
fldiTtffis mhielH. vorlMuHg folgende prartirrhe re- 
^ l^ond betont bl^ibende^ kurz^ 
fobald er auslautet; et giebl 
N>i du, (oudcrn nur dfi, b*, do, d(\i be- 
fizclnen dehnlaut<?n^ b) gleiche« gercbiebr« 
tlndirii betonten voral eine Hexjotitcndnng Ao/7t* 
iMth To ansdrüeKtn kann: wenn er eine 
; wohlvrrH^nd^'n nai h wahrhafter iUben- 
M naeh nenhachd. (die faKrhlich ge - ben« 
*^i?n fcbreibt, Halt nani - e, bind - eii) ; der faH 
It dpn nänilirben grund, da auch hier conf, 
fl bei!j>jrle; bic (a^iia^ vi cm iniinicii3)€EC« 
i^Ale beiden iiibeii in eint- ziifamniGn und dann 
' nnorg. diphtb. ie, %* b. bar (hic) au« hl er« 
riphihotigtrcki* c) iniufamm^nreizungcndierelbe 
Dfig % b. tl-lanc, fl-ffit, offnibar aus lage- 
[fi|c frtt erwacbfeii. — z) aufgenommene fremde 
omin. und fla%^*) wortcr pfl« |;f*n ifir'i auslantenden 
(dii verfteht üt\\ fcban nach i. a.) aber auch ihre 
den, fubald einfache canToriant folgt, zu dehnen; 
iißti dlirit« partf, magdatena etc. .In folcbcn wör* 
iteblte der Dentfclie weder die nalnrUche würzet 
ibetonong fondern gab alle ihre laute mechanifch 
J wie ße der buehflab überlieferte, wieder; auf je- 
ittm wurde verweilt und ihr vucal» wenn er ein 



j«i«K noch kCdin fdif ioendc fji«, daCi alU eedehnt^n nnd 
^Qt «infftcbe mcnl^ und uiiierd rückt« 
^nintcti grün4c(?» mid fleh WoUl bei 
" cn mebr beHatigen, vsl. oben 
nf, dl« btiti. über den «dUuL 



I Ins: ui.'^' 

brarla. 



^L^.: ,om hXn hutui: iroc. 



33« 



L tmUelhochdetUfche vocalt* 



karger \irar, dadtirrh in die länge gesogen, Anj 
igedrückt: für tolche namen vnd Wörter beobachte i 
^jene heatige (falfche) iitbenlhenung pi-ru. * 
jdehnta alfo, der regel i, b. pema/5, die vo 4 

ilenauslatne. Den bcwera liefern die reime ut 
[Gleichwohl hat auch diefes gefets für fremde id 
'l^annigfaehe nlihere beOimmiingen und auanibmrtrJ 
^nderawo erörlert werden müßen *) naracntl'-'l'« ^*^ 
In lieh einaeloc eigeunanicn dadurch ^ 1 

licutfche, da^ ße deiilfche flexion und in iarer v" 
fi^cutrchen diphih. juinehmen; während s. h. Hti 

Uui« bekannten fenefcbal kai auf fi, hl reir 
kcr bei W'ülfram kt^ie» g»n. kei<;n und reiml 
'ßieetc. (vgl. unten die fchlU|?anmerkung über bc 

(A) wie fm alih. . nur ttitt der nmlaut in e nStä 
längR entTrhieden ein; ausnähme macht s&nwcilm 
ßarke conj in 11. HI. fg. praet. ind. vornämUdt 1 
dem a die vetbindung ng ^ U fofgt, ala hanget, £ 
fpslict ete. nicht hrngj^t. hellet, Tpeltet (f. die oon 
\V<-'nn fich aber magede, nsagedin (1. megedaa 
fo nmß man die aUh. forni magadi » magit 
gen, wobei zwt-iftlhaft bJeibt, ob der fpäter« 
aus det driMcn filbe gewirkt wnrde oder in» d< 
Im, infofern das a deifelhen aÜmählig in i ü 
gm feyn Itonnte (vgl. oben f. 76, 77, über naegl 
feeniil, gegin ft. magan« anval , gagan) oder wä 
Ittiau im fpicl? Nur den zweiten diefcr drei 
n<iHeu die häufigen mittclh. plnrale vveg^ne, f<?r«J«, 
vene, fchemete (ahh. \vagauä, falalä, havana^ t 

(E) fowohl c als e; da^ der unterfchied L-- 
während in der anefprache merklich wir» I 
reime, da t\c c und e nicht Terbimlen, M 
fchiede alfo z. b. regen (movere) legen fpone 
{occare) flegen (iciibua) megen (ralcant) w 
wegen (movere) g'gtii (contra) ron fegt 
gen (vir foni«) wegen (vii») wiegen (pendeie) 
(Fnlere) gelegen (jaceue) leg^n (benedictio) etc» oder: 
(feriai) ber (bacca) her (ictug) her (exerCitos) mer (m 
er (aret) wer (defenfio) fwcr (inrei) von: her {tet^x} 
(nrfui) ger (dcftderium 



(ille) 



(ht 



•) nofr»r»t!ich wild Lachmatin vorlänfig mir mugefht 
JefiniiTgen Iiiptnb«?? \n einer mituih. iDeftik ti&iiijiij 
moiMtnuig mtcbeti. 



l HutUlhochdtutfche vöcaU, 333 

mir frfiifceo) froer fbmyniml wi?r (prÄcftet) und 

i^Hfl^ iHfcbtiuciid gleicblinli^e trjinüttva und in- 

InntSfTTi Gti(J IUI ^ o„d e au nUenneii* vgl. fietben 

ifi (petlre) mit fUrben (occidere) veidtr- 

,1 Ifiie im resm auf werben, dieCe auf ver- 

^ *)• üogriijftt reimende gcRatteD fich zuwei* 

fui c luf e, «U tdde: leide (IVlaria 187.) v€ige: 

(^(Emfi iS* ) rctcr: weier (VVüh, 1, J20*) leg^n: 

k«^' >, 859, !2H- 59«^9. 8474.) Hegen: we* 

; flegen; d^geii (Wig, %% r, 277- 549*) 

Jffl iVVig. 2^6.) de Pen ; Hegen (klage 129^' ^ 

Wib^icbiinthl) ••) Jebcn: ßcben (M. S, 2. 124« ) 

b):|^rtie(M, 5. 2* i9i' ^* 196*) 5 gclernet ; ger- 

Yt*;. Inftwifchen darf naan nicht alle fäll^ fiir 

eime ^fltlirent in denen ein e oder e der ab« 

\m\d fruh4.^rem fprachgebrauchc zuwider ftebt, 

~ ter Können aiftndhiig» wenigAena nacb land- 

ausfpvathü ein e futt e angenomnien haben 

1 1} diu e; war die« unorganilch, fo reimte doch 

r, wenn fein ohr der gangbaren anafpracbe 

\Mit nnreclii ; Hege, Hegen lautete, nach jenen 

ifiiliieii sn uribeileni wohl wirklich wie Hegc^ 

lni«ra Hßtn fich anomalien» di»^ wir felbft bei 

|h^m rrimem wahrnehmen, kaum erklären; hier 

*i 1) e ßaii des org, e zeigen fräheli 

lli*2, ii4^J frevel rwerel (Keinfr. 88* ) 

llf il. ',v> jvil; iffen i treflen (troj. 17« ige) da 

LiLie «i/initung von ahe efien fordert; wildem wäl* 

Mc. välden (troj* 77*= 171*^); melde^ melden* 

fildeo (ilt. Tit. 97. fchwanr. 583,895. troj. 29^ 

1.5. I, i|6^ r^^g^i* melden: fcbelten; hier könnte 

ahh, ein meldan, meldön (prodere) ft. meldan, 

gegolten haben, da lieh daa urfprüngl. niald 

seigt "^^J nnd felbd das angelL meld^ meldjan 



|*)IUftriM<h wir« verJ^rheti: erben (i, TiLl. Wilh- a, ß^b) 
hiUh, hingegen 7«r<iaiben (^Wtlh. 2» 100«) r«c}it gereifoc. 

\H dra Nib. wo Uuter Aumpre reime gehen (oben T 16) 
lo«iill«a aitüTlick wenige tnit dem iimUntenden ^vitrxef* 
Vecal A und e vt)t (viele auf € und ^} 9^ b. wem : hein 
4fio^ ]»ef:wef 7gi3; fehlerhaft lieht bei Hagen 640^ 
»--r -T-'- fdeun der fstfclie reim «er : b€r 1697. ifl erweg- 
a leCe fAr her mit den hU* (er, wii aaoh dar 

\ tklaldtna ein atti Idatlu» liekinnter fyt?iroh<r eigeiisiafiif. 



334 



I. miuelhöchdiuijche vocale. 



wie tM Ell nehmen würc, vgl. Etrift 50* beide:] 
»wr/rn tanH ^r/r/i reimen allen mitt^lb. dii'hfrfi: 
obwohl (l3i älth. (auch mt*teth.) galcn Q- 
auf e deuten, eine vrilorcne QjiTic fürm > -i,"! 

gt'lman, g^^in könnte beuiertei ahleitnng recbtfc 
£)^r wirbt i^lte fall ift aber d!d ^vabrnebtnung« * 
unti tede e/1/0 im miuelb. die auifpracbe r/r/^ btlj 
ci^nn ich HncJe f;cflt?bte (H. grnebte, von Oabl 
len): ki»ehic» rebi*^ (Parr. <Si* Wilh* z# Mz* • 
tbto (mcu», von abta;: rehte, geftebte, (farc. 
ii-b iÄiv Wilh. 2, 151» iS6* 187^ troj, iiibj 
kii^hie, fehle /'Parc. 102* '^f. S. j, 202**) ehteni: 
{M.S. 2* 2f8^) n-i;bie (poffei): geflt^hic (FLvre A* 
f\« Trift. IH) und die idj, auf - ebte : gerjebMFj 
(%l. S, 1, r27^ ttoj. 23* 7ii> «16^) reimen, wuhf 
die n. pr. auf brebt (altb peraht) gehören (r^hlt: 
brehtc, M. S, i, 152*)- Diefe Wandlung dea e io 
ficht bare Avirknng dea fn>fgendeu ht und verglct chtj 
dem aiigtif. iht üalt abt in mibt«% niht etc. (obei 
a^H,) dem fritff. iubi ft, ebt (T 374.) dem nofi 
att etc. V^ieUeiebi wäre ein - zhto (welcbed dl 
aus Par€, merkwürdig aeigen, wäbrend daf 
buiidne won mit tü'nfacbem vot gefcbrieben ift)l 
ibtii der Übergang in ä 2Q behaupten, in fofernl 
ahie zu crwei(en Aünde, deden natürlicber tuntil 
ift (niehr da%iin hernach bei a, x und bl) •). «) Sj 
de« org. c zeigen tvelUit^ welle: (teilen t vellen, 
beltc (Iw. IC» 16a troj. 25^ 95«' 119» t)7* klag« »i 
weit: helt, gezclt, verfell (Ntb, foSt, 9055, 
Flore i8*= l*arc, ^2^) JedeU: edele (fcbmiede iM 
org. e folgl aus gclidelc; jene, jener, f'enen , bei 
zcne, ene, wene, tcneri zencn« denen; fweßtf 
(Parc. 91» Trift, 31* 52* Georg <c* Klage %z%^ r 
Flore 2^ ji*) gejiev: fwcfter (Flore 44*^ Iw. i& 
wellen: beftc , gefte (Trift, j6* 59* Karl 6<« Iw. 1 
Heinr. 11 33.) hreften : wefteo, veftpn (troj, If2* 
noc i4j»> Wig. ö^ ißö, 194.) w^tf; belle (opiU 
(Wilh, 2, 8^1») gebreft ftroj, r76« fcbmiede 1007) te£ 
(M. S. 2« tH*) ♦oreft: lieft (fcbmiede 413.} (ar^pai 
reft (Parc. 12<-) vejie (fefto): gebrefte Ciroj, ii^ iif 



*) Gut« mittdh. Ulf. haben pli3&rit^ ift et du uv^eltaMta 
tit, fn verliert Hie f« ia6. Tof^f^iiagcnemeitiung; toi 
Wäre dcDit ^h^rt {i wert) gawordasi üexui ; mJC^M« fff ?trci 



I# miUilhochäeutfche vocate. 



SS» 



^i_ncfte (M. S. i* StM gteften ; gcften (M. S. j, S8-V 
L ^ folgt aua »iiMi nblfiinngen gcniße, ^cfwi- 
[die tivr^cbc, \vt».bilb et vor il zn e wird, koimtfl 
tnlidiXcic dör fpiranlen h und l gefucht vvi*r(lri>, 
ch ft hUr iAiler* rhi wirkt» als hi; doch darf 
Ecwirbt dtr r^tme vefl<>f » t?UL% j5i*fte, bcde erc. 
•g kommen tttid eben darum lii^t (ich nicht 
ein ^ behaupten und in jenen beibcfhal- 
llinpr rcbenit mir dai klar, d»/J %n den 
^ ji ader e diö folgenden conf verblndnn- 
Arltkcn; to in d^n an?ernbrien beifpielen bt. Ä, 
[min denk«5 an den eU\Üoß df« nord |ni. f, 2^rt); 
icken conf. («nmabl JiqO bewahren fjch beide 
pmer nnd felbd vor gemioaiicmen, da fchwer- 
l^iiler dichter [encr zeit den einen oder den 
J *tarü«i) nnd belle fclare) eilen (vis) 

li^) eic. v*f kennen Avird, Nitbtrt aber 
„ tinyitede 5,^?** wagt c» fuelle ; belle zu rei- 
-Von den bef ubrnngen dv9 t mU i imd o bei dicfen. 
Iftibllt ßch beinahe TC^Itig wie im alth,» iriu In 
,tiinntj :ibkilmi^rn an« dem e hervor (^eben, gip; 
fcwUi tt^bal, ^ciubel*-; dt?gfn, gedi^^me; fedtr, gefi» 
[\kit\, prüdcJe; ger, gir, girde; fcberbe, fchirblii 
ili,|und fcb wankt mürtdattt(rh in einzelnen wÜrtern, 
'iTtBBneh ih« hiT. neben (cbif« im reim ßnde Ich 
Jttcret (: grif, lif); allgemGiu gi|l noch biben [tre- 
iebenfd allgecnein aber gebel (cactimen) wie Tw^bel« 
tfotiikh dem neob. gibel und beben gerade entge- 
kmd. — V^on dem i genau zn fcheidcn; reime 
lbel:bibct f5laria i77) ß*^»^ ini ij. jabrh. nneTbört. 
)) dai altb. o. allein befcbrünki durch den finge': 
S omlaul in ö (vgl. diefes); ^^i alte u ^uweilca 
iden (,$4. ft*. angegebenen fällen liervorbrpchenü 
^nn m ü timlsotcnd, aU: hnrn» etnhüme, bünim; 
liediüme» dürnin; zoni« »lirnen; morl, mürden 
srt) vieUcicht auch bort, bürden (opca colltg<fe); 
(caTrre) bürge (fidejulTor) wnrgen, würgen; fpor, 
, vogel« gcfügele; holz, hdl/Jn; golt, gtildin ; 
iwuUia; dorren, dürre; vol , füllen; hol (cavni 
If rma . latibnlum) hüllen (tegere)nnd fo bezieben 
ch andere feltnerc vetba beinillen (fATcinare) niu- 
ji (cingere, marginare) kmillen tpu^n*» caedere)' 
[(decipcre) eic mt die fubft* irol (pfatjÜigimu) *) 

iganA aLe norl tfoU St. tioU (obea f, 500.}^ 



3S6 



I. mUtelhochdiutfche vocale. 



fftrni 



tol (?) Hnol (nodus) nol (vertex). Aiitnabroiweiffi 
o ßatt ü, mh xobel, avobim (Parc. 6HE.) II. 
Das verhäkiiirs dei attb« o 2ti dem ggtli. aü und 
(nach f. y*,) fJa«, da/f <■• eiWeicm vor h und r« 
rem in den übfigen falten (alfo auch vor dem aui 
xd enifpringend^a f t. j antwortete. Folglich koi 
alte it eigentlich blo/f in leii&trm« nicht in rr 
gelten und turrnn (atidebant) borgan (tueb^ 
nin, thurri eic, würden confcijnentcr ciii o hautu 
behalten. Diefe u vor r entwickeln fich ntin audi 
wühnlifh im mlttelh. « doch finde ich fpu- 
richtigere o, nämlich neb».»n dem üblichen tu 
iriu«) Wilh. 2, 175^ torrcn (: geworren); [mci 
bei der conj.] — on haben folgende: von (|ir. 
(aegrimonia troj. jc<= 45*^ 48** ;t* iiQ**) w 
cewon folim«) rone (truncnü) kanc (nxor) ti 
doner (toniirn); bonec bezieht lieh auf ein m'i 
gewon auf ein alte» a (vgl, oben f. 8> «n^l Tf. J 
holon« n^ittelb. holnj vielleichL auch das iiorh 4 
gedon (an Hcnen, tendere? %gU w<:ncn und ' 
rone (bairifch rann). Mit e verbinden da# o 
(nord. qven} die adj. büdungen -eht, ala: duri 
tel* eht etc. für woroit, trubtln flehet immer w i 
tr^btni (Iw. 5st 11^ trehten : vifhten). IJingi 
Woche, op und wol , (vgl, f. 82»). Bemerke 
noch dert (ibi, Flore la» ; erwert) fi. des üLi; 
(•Ufa, iborut, duret). 

(U) wie Im alth. durch o« daneben aber oüh 
änrch den umlant 11 ^betchränkt. Doch d 
»ige Wörter, die ea nicht fcbon im alih. h^i 
weilen nur in einzelnen denkniählern • 3t. b. \m. 
reimt kopher (aeej : opfer» M. S. ?, 150^ Üa3 ^ 
'Seil) : verdro^en» dergleichen ift feUen und ta«: 
neben dem hcrrffhcnden o zeigt lieh das ahe u 
lytlTen ableitnngeu , nach umßandeu umlautend 
bin beim 0). Andere beifpiele« wo kein uinl 
halt find: doln, gednit ; helt (faveni) huldc (f^v 
fult etc. Die neuh. analogie entfcheidei fo v 
fehen o und u, ala 2vvirchen ^ und i; fpnr 
lautet auch atih. Tpar. neuh. fpur. Das 
fchwiertgfte bei unterfuchung dieTcf voc^ 
aber, 6nß der um lieh greifende umlaut ü i 

"" n formell 



Jriiigt O ioi 
hjill« n ott£ 

u iA| 

i 



iga 



ge> 



fchtu/ien ift« in welchen ti fortb€flr*ht< Dies 2U 
mn hcbo weder autgibea noch bIL Coodoni all 



H fnitulhtKhdeuifche vacale* 



339 



iniT^ft« m^fllingi aarichalcum), fogar mönfche (f. 

jft mör etc. 
.^j u, GttitAut dea kurzen u, (wio ue der de» iio 
IQ 4er de» li) diiTco fclion bei d^w u gedacht wor* 
Sein wirklich f* vorhanden feyii be weifen theili 
IL \v«l«*h«! e« bin und wieder durch ein ü berge- 
Kchen, bitd dem i^'bald dem acurns ähn- 
jn, oft tticb^mit dem iu verwechfeln, — 
I14J fokbe be*^ichnniig lirherer die reime, indem 
wQrtcr xii verbinden |)Hrg<'n« denen dia dem 
XU gniod liegrode * ndniigs - 15,(^ i , i) zuftehi» 
». K nicht brünne (föne): Kimne (gennis) ri-imt, 
handfi (citirt): unde (lluctuf)« hingegen könne (ge^' 
is) brnnne: funne (fuJ) hande: munde 
Je etc. waj i£l anderi 2a Cchlif^ant 
tß nnnmrbr kuuue, ünde« dtinntf, nrluinde uiii'^r- 
«n Ton bmitno. funne, hande» munde gcfpFdrUr^n 
n fej? nie fpracbe bedurfte dieCei nmlaatö znr 
einer mef ge von formen; die alih. beducfie 
hu Im alth. hi«f^ ea z* b. btmdun, 2ugun* 
ndn ir»; mitielb. wtirde btinJen« engen im 

aud L hrti , wu nicht letzterer den umlaac 

• «ügen bekommen hätte. Wiederum wäre dat 
Im nnd inmLl im miitelh. tumbe ohne den um- 
wetchtT d^i weibl* JublV. in tümbe (MS. 
*kT#udellc, VuBwirck^en hat diefer grund dei 
iffest der aaeh för die übrigen umlauia ö« t, ue 
Stellt albtivief gewicht, da der omtaut dea • in e 
\tnrn volleren nntcrfcheidenden Üexiornrn fchon 
r aber fcheint mir das fjȊiere 
n dea ü mit dem (\'orhin bei u) 
Ufbenen f«^ n stwitchrn ii nnd a bewiefen sttl 

raen* Ein *»..,. «;,<,€$ fchwanken trat im alth. zwi- 
rn ä nnd eiii» im uiictelh, herrfcht der nmiatit e 
lasf wenige fpuren (hanget, haltet). Ebenfo hon im 
k da« tniitclh* fchwjnken zwifchen n nnd li auf, 
u der amfant henfrht allenthalben. Di/? im mitielb. 
ailc o voraogsweife iti den ߻rken conjnnciiven, 

K?f Ina pK der fobft, und in abfeitun^en beharrt» 
t Üch rermnthlicb auf die höhere bcdtniung nocl 
reinere erhaltung dea lautierhäliniffea in den ab- 
; diefelbe tirfache fehützie in den pi, banalen« 
daa org, o länger vor dem übertritt in o. — Nocb 
ich. d»/? die möglichkeit des undauU ü auwei» 
vcrrwaudlung det alten enduug a in i voiaua* 

y 2 



ft4^ 



L mktelhochdgutfche vocaU, 



fetzt t die man art und für ßck dem miturb. lonk 

oicbt abmarken kann: x. b« di» ocii ^4 

ear uicbi las dem altb. opar (go4|i. 
heb aus eioem xwirrbeniiegetideo ybif (^iriitfii 
mUi«ne apam in obirl?]. ikiialni; und naegeHt' 
nuigin fvnrbin Ctta.) nnd l^ke {vorhin L |j9J)i 
loccbt 0. locchi ToraiiifefE€Dd. Im sweiM aber 
ein mitidb, nber neben über nirbl unricbiiger fejd 
ein alib» gag^n nebeti g<-gui (oben f*??.); reii 
icb weder auf ab*;r, noch ub*»r. Ebenfit benrilirj 
durch *vdcr diirrh (ahh. dijrib, darib); *lrr 
furcb [fulcnsp Parc, 54* *) Wilh. 2. 58»» Georg i^*» n^j 
60^ Lobcngr. l)|] la^t unrcblu^ig (alrh. fniab, 
und der neiib. tinnmtjDt fiircbe bc weift wenig Aeni 
wider den mitielb. nmlaat. 

(hh) d: die fälle diefc# d^hnlaou Ond im 
die altb. doch bemerke ich i> wo die bedingnn 
nmlania eintriil, wandrfc lieb Ü in ae (f. unten), 
seine woner Und veraltet, b. b. libbi « fui«; 
andere ans d^n reicheren mitirlh. qoelten sosot 
ftls: dder (vena^ im reim auF daa frv'mde qu|de»| 
(: g^bentFlaresHbj fl?^fen(ptinire; Brb sifen (or 
verfcbieden von Äonwen, ihb. sawan« »aiiwaim 
välint (daemoo) gagen (gingrire, Parc 6S») ir 
M, S. 2, 17»^) lichiiame (Karl 4^^ 11 8* fonft rU 
iichame) kram (merM» pK krxmc irof, 141**, BirJ. n 
191.22^' MS. t^zg^t Wolfram gebn nebt e« mit ka« 
1, Parc. ifQ«, Witb. s, 126^) krame (taberna M. 5. t/i 
klage m6*») kramen fmercari, Bari. 279.) äme (mt 
G«org 3b) Janen (M. S. j, i66**) fin (daiim) die 
hungen: Ltn, vän, gin, ft^n, fhin » twän . hin 
hin (pendere) clän (on^nibus) trän ((iuentnm) k)|f j 
ms) pir (par, bini) Aar (Rurntie) dar (ibi, M. S. 2t 
:jär, eewöbnitcb mit kurzem a. dar) geboren 
un-ddre (aegre« mnrofe, inbamane? \w* 22%f% 
5f0. Maria ic$. Wrltcfaron. end. call. 20ib Hafocai{ 
164; diefea adv, fet«t wie fwÄre ein adj. f\rsre»| 
nirgend vorbandenea nndsre voraus t folglich ein 
facilit, bonef^ua? "*) i§ (cadiver) mafe (cicairix) ßat | 



•5 ▼,4170.7t» aine fonft dutikcle ftelle. 
••) Könnte dai apgglf. ^acfUc .digoai, «ptiiO unlaxHIaJ 
grau»^ ■affchTofs g«bcn? ßünd« undiro Idr an^ÄI 
genären, gcuafen) vgl. gl, monL 5fi^. 387- ö«-^ 



I* mittelhochdeut/che voeale* 



84t 



Georp «o») Mt ffornbiif) fprät (forreni M. 

U (bdbct) ♦) rwat^fi (foetor M, S. 2, 219^) 

kum tn#»lllergr4?«) dr4te f rehementer) irra5 

die conjo fsS?« (polTc(rfo) grä5«fn (c»»mafö 
r> f%ri5«n r?M, S. a. 2 8*), — 5) die h»upt* 
HJanteoden 4 find; ji iioiiiio^ du fibi) wl 
irunqne) f;i ff^aiim) diefe vier h^b^tl r. 
t; Im (ft. Jil5t wie Un f. IdSen) ebi^nfo ^nd die 
gt, flfi, hä, HA zu bnttthrilefii si imerj. 
*) rermnihlich f. xlhi tzahi M. S. a. 161b r^I. 
15^^ IVt.S- 1, 116^ 1, 2?!*») n^ie iiä (prope) f. näba 
(cornix) t cbrähe: fld (vedigium) t riaß«-(altb. 
a, 12,); «^»ö adj. grä (cami») bll (eoeroteDt; U 
) enix^'ifkeln lieh ane gnlw, bläw, law und die 
t m) tri (n* Aitv.) au« bravve, tratwe, End- 

-itrher die bilnfigen ifiierj. mit angehäng* 
elßeni itcipeMtivet feilen im reim (doch Ben. 57. 
;) ficinii, hci.^-hei« Tnii - fnl etc. — 4) Bei- 
i in fremden Wörtern f wohin eigeiilHch auch 
klar, par xii rechnen; terr^ 1 Georg 20») 
WIg» 27<.) creüfil. aT:ibt4, aüd, Mche (bac- 
« caHlge, grll. räJe (faille) p^reivS! , cnrne. 
1, pf^%*en?5aL gälea» äiöer fambra) »men («VifV) 
'lajot. äbrabnm, plan, gäwjn, Indiana pelUcIn^ 
• ar^äc. tritnt.if* fallt, gtänäl , niu(kai, tavelp 
l^ra, iriiflS ete^ ^* ;) befondere nickQcht verlangen 
h. ch und hl; nnßreilig kann vor allen dielen 
1^ Knrae« m einiretrn, ala: Haben (ferire) traben 
ivNr;»hen (lavarr) r^hen («ntennae, "perticae) aheri 
i fciita) naht (nnx) tnaht (via) braht (claroor) 
ilnij eic» deren »af. Ziehung flän» twün erft der 
.1 «,.i,,^|^yj^ Steffi langes ii haben vor ßch fol- 
il, prope) guch (praeceps) fchäch (praeda) 
n^uelüj rächt* (tileio) brache (ager incnttas) hlcha 
ie ficb von fflbft veiftcht die |>I. praet, brachen, 
tirbrn, rjrh^'Ti; gihen (praecipitare) genaben 
\f*) tlihen (caperc; haben (fnfpendere) fitiahen 
len(vidmins) jähen (afferucrunt) bäht(?l*arc. 
-.-»^) iräblen (diroicaverunt) flehten (nexoerunt) 
(attnleront) gedahltn (cogiiarunt}gabten. nahten. 



r*i,^it- *^f*r, 



"O rondern tclirbterßite (o^caIio «Ith. 
• J; wethilb «uob dts aUÜ. i in die- 
lueicben ; aiinord* Ikriiti. 



Ä/^t 



T. miuelhochdeutfche vocate. 



BedenKIich rcheinen: flÄhoI (cha!ybö) gemähel (i 
die \iellt;iclu kurzes a (und dann auch im «Ithj 
r 87. 69.) folglich im umlaut cntw, ftxbelin oder 
lin haben; fiir keins von beiden entfcbridei Nti 
(wo der klingende veracinrchniu meheleu oder n 
fordert) wie Üch aber aiii» dem organ. fahan, b^b 
tmleiigbares üban, hlban eiitwlrkeUe, fo kin 
gleiebe fall bei ft^hal, mabal eintreten, (^^ß ä 
ftiehung ItAl tautet, verftchi ßth, vgl. ÜMr: qn 
Ferner brahten, gedÄhten fcheinen der vr^ 
Analogie vdbten, vJähten zu folgen, da der pl 
cooj* d'tB a nicbt verlängert, auch mahteti (poterai 
trabten reimt (Wig, 77O. Aber neben m^te (nicht 
begiindiet Htö mtttelb. fprache felbft den fg. b ' 
pait braht, gedäht, beide von braht (fragor) '^ 
unterfcheidend , vgl, brabie, gedabte: nable, g.uue 
2, 7i* Georgs^'' J7^ ^^^§^ 4^* Ernfl lo» \n^ 47'*) 
erdnbt ; verrmabt (Ben. la«.) wogegen «abt :.brabt: 
(Nib. 274^. S9U' 6^47, 6979, 6g89, 9iyv) h^ähU 
(irnj. I7Q*) getrabte: gedahte (a. Heinr. 206*^ cidi^ci 
gediihte? %gL knlnc5. s8J. In der wehchn^ii, 
dolf labt (ellychnintii): ruht, aber tahirn ; bi 
Weniger reinitingenjnfgkeit, als wniichere antf 
dea ktuzen a vor ht, vgl, das nord, ^ vor 11 :ö 
und vorhin (f, )|4.) eht Aatt ebl. Die bitdmfgl 
-ach (ftüdach, albernach. troj. 4« %Vilh. 2, n* 27^) b 
^^^ inen znwtilen tan^ea .1, vgl. dornäch : gach (PaM 
über Wiriua reim fach : jßacb ; n^cb (^9. ^70) vi 
bemerk nng zur conjug, des alih. fehan. «^ 6) ii 
andern fallen binden zuweilen genaue, häufiger un, 
reiiner (wie Wirni nnd Friberg) a anf i und b 
die altmabh'ge Vernichtung dea unteTrchiede ^vi 
beiden vor. Zumabl gefehicht ca vor liquiden 1 
nibigen Wörtern, al«^ krdm : nam (Wilb. a, j%^ 
man; man : gt tan : kapellan (Wüb. z, zz^ 41« 4 



klage itg^ 



rtla« : ftan (M. S. a» «di«») 



gar 4pirc. 14«^) jar» bwr, wkr i gar, war, Xchar» vi 
gal, 47*. 48. %i, 96, ic7. iaS. i6i etc.) fcb^r ; klar 
2, 17C1) patcivfll: wat (l*arc, 44^) här : dar; gmr 
lÄi*^ IM*') die Wörter fan , tan (ftlva) pliio , ma 
han , reimt Friberg, gt;rän. han , kan« man^c. 
bäulig anf-inander; iier|^I<>ichen wäre bei Gntfrie 
dolf, Conrad nnrrbori; faft wunden mich, daß U 
(troj. 6^) wac ft, \\H (wie ?i* ßeht) ^'»braucbi ; za 
dieren wofte ich nicht und auch Wolfram reimt 



X. tnkteUxQchdtutfche vocale. 



34: 



^ mic (VViUt. 2» 184* fQ«S\ Seltner find dcrgl. in 

iem retm, vgl, windan ; baniien (Parc. f4^) bi5- 

l5cn (Faic- 105«) lwaUe:Blte« gcwah<f (Karl i6* 

•^i* — 7) diiyj die aaafjtrache de^ ä lieh mit 6 

p. Ichreu eiuseJne reime« e, b. zvvare :6re (Flore 

A«n:riten (ib. 19^) bäteo : verfcbroten * laSeo s 

lÄKb : gi :b t xoch : nach, fa S^n : großen , läSen : 

ßf"* ^^3«: osdS«« ß65e : niäSe (Lohc^ngr. 76. 77. 

jiij. ii9* 127. 1J9.} febäfh : doch ('**•)' Derglei* 

Icb^i^ofifi;«n r^fvieifältigtn Ach fpäterhiti» lind 

"1« ^en gerade» da/T dte reine mit* 

-^ .; iliOtc wohl unierfchied. 

Sl^ ein wie \m altb* ff'ttner doppellant, die 
ebenen b^jlege dauern ^fort und la^en ßcU 
Iin£hr4»n; wobt aberbt^konimen viele fremde 
* meb d«fr atl^^tD^tiirn regel* ^«»dehoies ^; überall» 
h krw arrpturtgtirbe» w. b i»nd r ( f ) voraua- 
\vm man fremde wÖrter vermmh^Mi* Hinzuza- 
;in«i *> b*r •) (naiTa Georg. \^^ M. S. i, 83»') rer 
Icadocos) rereii (fundere, dejicerr) "**) bl^ren (ba- 
Tbr«). $|ij gere (^acinia veAls) die notn. pr. gife, 
Te (Ben. 168. 164.) inlofern lie deuifcben 11 r* 
t) £uf* skbungen ; ft^n (fto» llare} gen (ire) 
ven (odide) vlen (adnlari) ger (i|) ßet (Oal) 
Ml) die pari- geirrt, g*?Av^l (f. getretcfti, geweten» 
^* gel&cu); bald enifpringi biir e durcb die 
, bald ift et fcboii ohns l}e vorhanden p wie 
rn, \eheii* Etenfo btnrtbeile man die aualau- 
cotijiirtatire gfj, rtö, gcfeb^i w ift apocopitrt 
^ mar e) U\e, h\h. jk (fonuB) le. we und 

e, rp^; r bingegen in e (priu») me; h in 
deat) ge%e (initnirua) z^ (<)ig. pt'd.) re (caprea), 
mit beibebaltner gutt. auch noch gevccb » r^cb 
DiDmt (übfr bede umm b«im ei). O beifpiole des 
"* idcn Wörtern:, die buchll, nsmeii e. le (Eneit 
104**) galede (Wilb. 1, 86).) gr^dc (gradu») atder 



M^o Vcrtit dnrcb rcclire bezeiclmung »nterfcbeiilexi : ber 

— - t) roei (^fii>r«i m€r (mifceo); Lcr (cUius} lier 
i*^f (hüc) «IC, 

Vt/n r*is.« • f aia , lirn (e»der«, AilUrO ft* Tolfon, reircn 
tr?altl^ brir«tt» bfeil. luirtin udiI hretTjau, Lreiran. hrcrtn). 
\U »Itll* <*iplaii»«« Ifltleji ixe; Goldafl und Sclin»n«t bibtil 
pj^:«"^** kAiüfic*; ftg^cft ^ttlleicht #g*nl#» cginet? 



34» 



!• mUulhocMeutfche voeale. 



B«den1iUch fcbeinen: ßÄhol (chal^rba) gemahd 
die vielteicht kurzes k (und dann auch im all 
f. 87. 89.) fo1j>)icli im iimldnt entw. (lührjin od 
lin.baben; Für keitis von beicUrn entTcbfidet 
(wo der klingende -verÄcinlcbnitt nKiieleu oder] 
fordert' wie iicb aber ans dern orgau. fahan* 
tinleiigbares faban, bubati entwickelte, (o 
gleicbc fall bei Hähtl, mabal eiiureieu, fdatfj 
siebung CiX\ laulet, vt^fftcbl iifch. vgl, Ü-^lvt qual^P 
Fcj^ner brahUn , gedjibten fcbeinen der %'rifül 
inalngte \abU>n, vl^been zu fol/gcn, da det fV 
conj. d*t$ a nicht verlüngerit ancb tnahini (poter^ 
trabten reimt (Wig* 77,). Aber neben mffiiie (ntcl 
begiindißt Hi<? raiittetb. fpracbe felbß den fg« br^ki 
pait br^hr, ^edabt, beide von brabt (rragfir>geda| 
unterfcheidtfiid , vgL bräbfre, gehabte: nuble. g^ll 
2, 7^* GßOfgz^^ n^ Wfg. 46, Ernft 10* t«*» 47^ 
erdabt : verfinabt (Ben, tat-} wogegen naht :.brat 
(Nib. 3749* s^M. 6647. 69-9, 6g89* 959^) b^ 
(irnj. 179^) getrabte: ^edabie (a, Heinr. 206^ ndc 
godtUite? *gl, koloc^. 58). In ilet wellchrnn. 
doif labt (elt^cbninm): nabt» aber lAbien « ^^^ 
Weniger rettnungen«inigkeii» als unUrhrre 4| 
dea knrzen a vor hl« vgl. das nord. i vor ll'i 
und vorbiit (f. )H*) ^bt (lall ebt. Die bildil 
-ach (ßi^dacb« albernacb. trnj. 4« Wilh. 2, 2<* 17* 
^^2^ men znweikh langes n, vgi. dornacb : gäcb (1 
— über Wirnta reim färb : ^iltb : nacb (^9. «70) 

bemerk nng znr conjug. des altb* feban. «^ 6) 
andern fallen hindeii zt» weilen gcnaae» häiifigerj 
reimer (wie Wirnt und Friberg) a »nf i intiT 
die allmäblige vernicbtnng des unt^ffcbieda 
beiden vor. ZnmabI gefcliichl et var üqiiidf 
filbigcn wörternt ale krvtm : nam (WUb. 2« Jl 
man; man : gt^ian : kapellän (Wilh. z, a2^ 41« 
klage 119!* i27»J r^\,i^n s ft^n (M, S, i. idiV)^ 
gar (Parc, 14«) jtir, bur, wir: gar, war, Tchar. 
gal. 47. 4«, (I. 9ö, M7. ia9. 16t elc ) febt? r klar < 
3» 17»«) parcivar! wal Cl*arc. 44*; V 
iti*^ IM*") die Wörter ftin , tan (fii. ^ 
bin, reimt Tribcrg« g^ftdiu Han« kan. man «eic 
biaHg anf'-iiiander; f^-^' ■ »rhe« %värc bei Guifi,'' 
doli, Conrad imrrb wundert mich« dtjl 

(trof. i^) wac Ö» w:, ** ftchtl ' ' t 

dJereti u^Uo l^b t;: i auch W 



T. miitelhöchdeutfche vocale* 



345 



(? mnL I, 70,) Wide (hiUtUet) fivel (Ue- 

399N) fite (pars fapcrior pcdis) wie geben 

t^^r h][ (act08 <jao fera rapttur vt*\ occiiJitur] 

iitnahU im Tilorclj fchii (Ugn. fcctam) 

iTi' imoda») etc. *— Die aufUntanden i find 5 

bJi (filombtim) bri fpols) vri (Über) fi flit) 

nnten beim h; du (ircs j trörli (cor- 

^ 1^*); dem leiiien ift I1. apocopicrt, den 

j baJd w, bafd d. vgl. die interj\ fi, abL — 

i in ftemden Wörtern: kii, geori , libt 

ceiitauTi» gufzgtit fpicinardu copide, ivido 

vtt ulfUt, rabbin, irlant» pife (pirnm) parte, 

il (fepimenium) runzitp korritt enlte, quit 

S. bar^lJS, i!i3e etc* — Im praef, Harher 

ie coiitraction i in git. kit, pHit, lit aiia 

et, pilfget, liget; dagegen verliert in den biU 

gen — ic, -in, -lieb, -i5, da« i mit dem 

icb die i*^n^e und wird %u i oder inrh d. 

C tr^cKim : fln, andern irebten ; vebten ; einigen 

ic: WiC, andern gefeilic : fchelljc; melden« noch 

suweilen heiilenin : gcnvin (beides Parc. 79»' ^-) 

n reim pfert : wert und den felicncn pfetit: 

46^). r unten die fechfte fchlu/?bemer- 

nng: dea langen nnd Kursen 1 im reim ift 

die rrbeinbare ansntbme drin neben drin 

rlitiübe diileettfche verfchtcdenLcit (f. unten 

blworier). Und dem nngenanen reim in: 

9187.) wird dorcb eine ältere leeart der bci- 

abgcholtcn dem gf*Vti : ^]t (Nib. 6229.) durcb 

nngerechte gebit; ecftoide (compea WiJb. 2, 

germide (opiia aftabre troj. y« 30^) fcbeinen 

9 Wörter, 

d t(l d»5 gemeinaltb. 6, nicht das mundartifcbe 

Untet aber jcizo in oc (nicbt Ö) um. £s fin* 

deoifchen Wörtern nur auslautend, fodann 

Üen ling. t. d. 3* f nnd der fpirana h welche 

cb ivifd (nicbt vor dem ch zT goth. k» wel- 

inliniend cb. bleibij *)- Belege ergeben Geh 

altb., hier ibeüa suf^tzc» nähere angaben: 

Ift ätM 6 and <i iiDttTrobeid«n Geh s. b, rofl (iceen« 
i\ t^d (tertigo^ locb (^iKinm) loch (^foranicii) ]or«n 
tiiti^ loUn ^afculuTC) tüte ^fttihut") tor fponi) i6c 
{ y toi<» (fiifotpior bapU£«ii} Cut (pttUui]) foi* C'*" 



346 



L mittelhochdeutfchi vacaU. 



Badolf in der welichT. (köo. bf. «9*) rcl 
dunlilp*» 6n:t6np vitlkicbt da» gt. ftjy (ens)? 
deutfcb ift bor (fuperbia) Wilh. 2, *J9** dem n 



üDiIautende eiDceren (inlurgerc) eiiboeren (cHerre 
^rallel ßeht, aber die ablcilun^ von bern, biir, 
wurde ein küraes o r^cliifenigc'n und witkti^h ß<l 
adr. euhor und tubfl. urbor im reim: vor. bor 
• (Trift, ^ji» kH* uoj. v*' j>b ctc); i6r (ftultna;; JAfen{ 
dnlent^r agfre); läl (neutr, ferrum* caiena Wilh, f 
vgl. 57h und troj. 159«. grrceiet» gefchmit-detj f6t 
402. puteos« köiinte aber auch arClu0, «^ualm feyn« daf 
fauda , ätj<7Ut wobei ülphilaa wobl an brrnnen« 
dachte; anf a^len faU A^mmt Tot von ßeden, 
ebnUire, und foti pnteus, angelf. feailb, rcbeint 
lieb da« viarnie Wa/jer. virortn man foit) Jöt (pln 
jiondiu) fchale (Georg 47»? recrrmentam , rca 1 
Tgl. das nurd. ikand und ggth. fkauda -rj4ip, ' ri 
arifme, da im gr, l^cii bbi/f raip, Jorum Jr 
•»El, K^* vielleicht kljoitr zo lefen?); die fn 
i(inri)6} 165 (fora) g* t»o5 (comt^a) flö5 fcuifoa 
[fthoS {gri-miuni) gtfchdt^ (teJuua) d6S (faniiui) 
[(globiis) ko$ ^ganiiua avium Ben. 152.) Üdh 
7g6S (TriA* 122^ I2^ll jnnctura colümnartim) irunk«! 
k(obriu»); die adj. pi63. bl65; köfen (blaiidirtj 
[^craticuia) Hoch, pt. iluben; z6ch, pL zugen; hoch, 
^h(3he»; lorh dat. lohe (pritum, negiutj M. S, 2, 10^ 
f'i^Jgende anstaote: ho» 16 mit apoctfpiertf^oi h. für 
lücb; ÜU) (ftfamcn) dro (tninae) vr6 (laetus) rä 
Bltiii ^pocopieTiem \v oder u für ftron oder ßn 
^wie iich aus den nmlauttndcn ablekiingen dt öuivi 
iven, dibiiwen folgert. Jn f 6 , »If^,^. da» ev 
jrhnlant, wie oben f. 96, %, zu erläntt'/n* au ^ 
jfb ein Utlchvs 6 noch in der endung öt, 
löt (Georg \i^) : not (Wig. i ^*) vcrfefOl; ntil (BU 
ieagl. -6fl» tiÄfl : vorderuft (Bit. 113^). In i 
leinr. 20?*)! nt^t; gediot : brdt (frig. %^) ficht Al^ 
je^r<»nt. und die« f gedrönwcij. Sehr feilen rrioi 
neUnttindc ö auf no, vgL dd (tum): ftuo (Nib, 
?Arc. 40*^) : zvio (Nib. 73 «i. klage 157**) und 
^«no (Parc. ^6* Wilh. 2, 15^^) fö : zuo (uoj. 2j*) E 
a!» ob ra duOt zwuc» fuo gclantet haue (ger;ide wi 
ahh. au«n»bmen, oben f. 96.) denn die annähme 
iihürgangir d*»r gegt^nreirn»^ in frö. z6 wäre nid 
dcutrch. — ßeifp, des* 6 in fremden Avörtern r dflii 
nufi) itön (ihronus) kröne, föne (n. ft.) perföne. pati 



L mitelhochäeutfche vocale. 



U7 



mtf (maiiru*) töft. Tffdfe. glftfc. [Öno, plitd. 

umijüL f6me, fch'ron. räloroön. njtfibön. 

, eaflür. ifui- gülidröt etc. — MUcbwti^cn 

n, nlmlich reim beider auf cinandrr geft^u 

iriiiirlfie stimabl ^or h (ch) und r (f. unieii i« 

ilfibcxi cont; vgL enocb : noch (Wilb. 2, ]y8^) 

itfoj. 84") geborte: borte (Pure, 9^ ;;<i) por- 

jWilb* 2, 44*') <^'^ Wort : gehört (Parc, 2» 166**) 

fttn : trat len^: (lÄrten (Parc* »9^^«^ Brn, 261.) vgU 

[1*4*^*7* ^' 40^ e^c. Hier fcheini überall lieber 

|itiun*U ctet ft ansttinehtneii, da fchon das gotb, 

^1> und I zu tu (allh, o) wurd« und tiellfichl 

lifdiefe mt^ite da$ vorhin angeführte , bor, eobneren 
, fi?hurrn zn ^nAeni^ indem man die darauf rei* 
I fcOf , hczren ftir kor» boren (bürii) gelten lle/7e. 
tfler iA Wirnts luieii (tubruni) : gi?boten» (402*) 
M »ber die felbft durch gute reimer beHätigte 
Äiirg Äwifcbcn ro/^Tt (rubere liarl 1 16* Wilb, 
lid ri'ftf« ^ernbcfct^fc, tfüj,79** iai**ParC. 49*^sro^)» 
I i| den ftcH ana Arn itth. bele^^'^n er^r brnden 
rte|ir man hinasu : hübe (caldniica) ftrithen (bor- 
am eile) kltibcn (ctrpere) nuben (Til* 1878? 
blögri (timidus) räch (hirfttTu^) nücb (otcr) 
l) k'*irh (? M. S. 2, 21^1.) flCiche (manica. 
liMtheu (litübarc) ufcn (furg^re) nrgfil (aper, 
f) grule (horror, greiicl) fümen (tardare) 
temperamentum , laiinc) fliine (ccleritas) 
reliireo (durarc) wilr (?Wilh* 2, ictM E^ilt 
I {flrid<?rc) lüfcbcn (cnmnnuare) bnlchen 
n (exllrirere) getrüwcn (confidere) diu 5 
; ru5 (ar^iia) Iu3cn (htere) xnl^ün (?moe- 
j>i6 aualaute fmd: hi^ (Bcdiiiclnm) tCi (fcrnpha) 
r»i.>t Mfig des w; fÄ (hirrntne) dri^ (vinculum) 
(rnpe<) mit aporopnüiem b. und zwar 
iir#'i tüizien für uob (%vovon hernach mehr) 
^j,) und klü (M.S, 1« M7^2, 1^2*) find mir dun* 
ind fi6, ^ Beifp, des u in freintlen Wörtern : 
rlA. pÜMm (tlumen) Ivalun, bin^ne (baronei) 
Inc. HgAnr, giUlnet. imtlr, punCüir, figiire, 
__ klflre, ariflf, jefcöte, pofiiB etc. — Man merke 
Iß omlaru des u« es nehm«'n aber aach organifche 
di<? febon brflanden , cbtj der nmlaut 1« galt, 
^fircH rtirAumbut, der hier fehlerhaft fcbeini, 
■- i'jfie aiia dem altb. Iiuni (forte, 

jij II 1 t*d (daa crtt im Tit. vorkom» 



S48 



I» mUtelhochdeutfche vocale* 



m^nde) nöne (woher unter tiPtih. fchleanig) itii 
lUb- fliumo; in di^'^Mi wuratln wird man kein 
<1 tTellVii. Gleich iinoTginifch m^icbt liuhten (lacert 
praei. lichte (nUh. linhtn fl, liuhtita); bei duhte (vi 
tur) «wtMH(> ifb. ob im allb. «luhia (wie f. 197 
öder dubia ftatifindÄ? Denn da^ €*in nrrpfiinßlichei 
%t% 11 g^it» wein das ahn. f>ötti (und nicht ^ü(ü) 
her gtfwifi ^olti. Aber wie des nord. tt. zeigt fich 
hier wieder die ein Wirkung dea ht auf den vorausg« 
den vocaf und d<i9 übt (!. inht oder übt vergleicht 
dem f. M4. beobachtcienebt, aht fl. eht» ahr. Die verw 
\n%\% drf in in i^ ereignet ücb ohne dazwifcbenKunft d 
In den praet, röte, döte von riutcn (exßirp^re) d 
(explflnare) vielfercht warb analogie von triaten (ü 
Iiuien (läatf'n), praet. tföie, lüie*), wo der rück ui 
gerecht fcbrint, weil die wurzeln trftt, lät hibeD« 
a) ü entfpringt aua uü in den auelauten hu» vidi 
vgl, obfn f. 98. Für fchuocb (calceun) iinde ich v 
fcbuo noch fchö, hingegen Kiio (vacra) nicht kü 
](iiQch. Neben wh komnu (>v>e im althO bei eitt 
cHchtcrn mw vor, im reim: *ao;fnio (Parc. ai» 
Wilh. 2t 14* 20^ Georg 22* 4t*» Trift, i* 39^ g^^i eic 
ner du auf ein 00 feimcnd, vgl. »uo : du (Pate, ßv> 
Wilh 2, 67b Trift, 47*); bei andern, a. b. Conrai« I 
mann etc. lieins von beiden, fondern nu Aetd »1 
gereimt (Uv. 2ge troj. 40c 4 t») wohl aber do'n ! 
(ttoj. 5<Sc 49*) ^vie bei Wolfr häufig fun:inon; vtL 
tfn die reime homk Bei dicfem fchwanken wird 
reime ^v»e uf ; rnof; fchnof (Einll 8^ 17« 44'J wenn n 
rein, doch erträglich finden. 

(AE) ar, ntniaut des ä, wonach fich die belege 
fefbfl ergeben; htet einige beifpicle: wxge (atilts} li 
(tardüa) warhe (pnlcher) zxhe (tenax) Tp^he (fapi 
»achc (propinqnna) hacle (lubrictis) xnic (orbalufi^ 
fxne (ruTiis) vglmxne (plenüunium) gevxrc (dolfl 
fcbscre (forfex) jxric (annofua) facte, nitie, wxie 
von näf , fat, livai, truhfxSe» rifenmxSc, r«5c (acii 
niaj u. a. m. Fremde wörter l^önncn begreiflich d 
at nicht zeigen, außer folche« die fo in deinfcbe 
umgego^en find» ^da^? ihr i umian'ta fähig keil ah 



*) Lute (increpwitl von Muten, »ber luote (xneiTii} 
luejen; brtiio tod briiitCJt (czilir. inkej «ter bittOK 
bni«teii (ovii inoubjir«). * 



l miiUlhccJtdeutJche vbcale. 



349 



[UklieQ; Ich find« cTifl*n# (Flore ipehm^ilit 
tJirzne; lUb. cbfinaiii* Uocen mifc. i« 7,} und 
(bei Go»fri?fd; Viiberc j * 4V*^ bat aber pvan« 
[;iifi Piic, iiOTwac^c (16* q^^ *6o^ i'».«) brid« leta* 
ibeoretifch eio brangjn* norwac V'^rtu»« dia 
Midi oichwdferi i*/?» n. Ohne umtAnt br»n- 
aiixonehmen , würdt; entw. di»* g^^nanig- 
IBi od'^r das frübe daTyri de» nirijiiu x 
a, inraferii nämtrrb wiur, fehfane, 
1 miiße. Ob hacrfciiier, pfxrit aut 
pttfit eiitii<?heti, Mßt lieh erfl nach «»utlxfdung 
hdfn urrpiting« eotfcbeiden (\ gl. oben f. i 14, )4(. 
und pftrt). Ina Tu. lieft man haoilg %^lo 
A#b«D dem anumgetautcUti etilen (rciinaii. UU 
litju fiillir) neuk. fehlfTi ; bei vinrger : unwacjS^cr 
I wit^cr kfiii urnljiit dea i nafhgewie« 
Ue ioa rocKian. ai (in faitle, viD.igre« 
.üran^^ii»?) ein miitclh, x, alfo obn» unilAltt, 
r? vgL tioteu iiber tu m frrmdcti Wörtern. ^ 
lifdieii wörieni stiiweiicn ac (lall e vor b und 
jef entrcheidel üch «ach drm I nder a vor 
ien (t.5420 vgl. xhlc . gedxhie : brachte (Farc. 

j^AU) 01. 4ri ßfideil fo wenig atg im gemein* altb. 
derti lautcü ei und ort. Da/? cinaelrje hH'. ai 
^f diere, folgUcb auch ei für i rchreiben (vgK 
fe* I« <i *64. und Sirickcrfi Harl: ift nirhia alt 
' capiAeD eingefchwärzte oC^reJchifch • bairifcha 
^fiche. Niemand wird diefe ai, au, ei der wah- 
Canradi beime^en » in delfen ein^r erzäh- 
Ifieben flehen. Die reime beweiffn nichts 
tu, ei; ße würden ea. wenn irgend ein fremdca 
jk beftimmtem ai, an, ei einem deuifchen mit ei^ 
Hunden ftiinde, allem ich linde pä^ei (pavia) 
HTaneejnin) : zwei, fcbrci reimend (WiJhp 2. 16^ 
kbt auf ein bei ßatt bi hingegen bia^i : bi (Wilh* 
K ebenfowentg kai» ^fan anf ein zwai, rau ToD' 
■ efU auf fl» n<i. Bloß das gebe icb zu, daj? 
H|»ii auf ä reimen (T unten beim ou) wai Qch 
PSiih. an: au aufzulöfen fcbeiut; doch an für ft 
er gathifcb« noch allh. (mit feltencn aut^nahmen, 
96, lanba f, tAbi)t Wtevvi»hi in jenen hlT. zu fin*^ 
;i Doc«n mife« 1, 57* ^o5. auf ß. u3. öf)*^ 
) W, machl keinen anlland und kommt häußg 
fß leltfieTa belege und: geweide (viCcera) vraida 



35a 



h mHielhocJidiiufchi vocale. 



(reccffuf) vrcidic (trantfogi) fweime f motiintta) 
pe (vix, aegrc) leinen f indinma) reine (iirrle) h 
fvcftigium) «ifc (hurrar) hcife (raacüf) w«rit (liviili 



-ifeii 



im et weiieii ^ninahl die von Itark^n \V' 

_|bgcleitoten fchwüchen verba , vgl, rchfnet* 

rcheifi^'n foftendüic) Cwlnen (Ubetc€rc, 

nen (coiitiiiiiere) nigen (tl<!Cii) neigen 

wovon vielleicht zeigen '^) cfc. Mm tnetke i) 

Jaut ei f(i feiten, vgl ei (oviim) zwei (düo) h«i (IJ 

"Vühet {Vardor) Tchrtii (clam«irj rci (M, S 2, -«gO (• 

lie praet, fchrei, fpel, j^lei (garrlvit) und ähnliche. 1 

Hefe praet. auf ei haben nur einige dichter (Woll 

leinbüt, ConTad)^ die übrigen gcbvanchm. mit v<r 

leltem ei in e, fchre und fp^, w)0 nach t,*to, eiy 

L»picrt^9 h oder w voraußfeizt, daher auch (lirawii 

ei (ovuin) nie ein mitielh. z.m6, e ilattßiK'*-* 

ind Budulf id beide», fchre und fchrei g' 

[iSf. 185* BicK 86. 118. izc 204.) am felteolf 

l^leichfaUs. noch woUramifche ^rich f. 7,i^ch ; 

\ft\ die ändcrun^ von verzcich in pefvcci^^ 

l) dan fchwanlien de« inlautenden b^de nnd h 

lalectifch , theilf mit der Uexiuii saC. hangend 

A der flexion diefes worta); leider (M* S« 1» 

ifder (Goriuni) iik zu tadeln. |) wie fKSh aus ci 

h^ickeU , umgekehrt aber ag vor lingualen zu «i 

inten beim g. 4) beifpicle ^g9 ei in fremd«^ wr 

ntvei, nanzei, turn ei, It'ic, lete, feie (bei W 

iarttnan; Conrad nnd Gotfrled Tagen feit;' 

aeltapeire, tanipenteire, beriencia, waleia, 

peleife, foreifl, tlcböfrcit, pCmelilS etc.; e# iü .^ 

lU wie ein deutfchea ei anaKufprecben (vgl. uoH 

franzeife : reife; knrleife ; weife (WiJh. z, 15** 

iteit: inue3tcheit (Trift, 58*)- 

(£U) e»» g'tr/' entbehrlich, aber in einzcloei 
fownhl für iu als öu gebraucht; jenes wäre djnn 
in cfi^ diefea in eu (u miaut des au ftatt ou) za h 
jTien. vgl. oben f. 103, loj, 

(IE) iV entfprirht Aem allb/U tifid 10, folglich 
»Icbon notkerifchen ie und ift ganz danach zu bea 



•) Z^igfn, erzeigen, nionilrire («Itli. s^eigönyi eigeo» 
reimend; verrcUiedea toii sdii|tfif, «riLÖugen , tef 
(«Nf. logJAli): (yt^tn^ föttoen (Ben, 147. eiioii^en H 
de*gl. von ertw^^tn (teitibui probare}; t^eida Utattri 
von dicken Lei&aUitea? 



I. miiUlhöcttdeutfche vocale^ 



S5i 



Nd*ff 4ai (\^ i^m pfjtmen votKommende) tadd- 

"^Ült l inj unrerblribt. wi^wnhJ ch Ctch 

*)» l> geboren die snmahl \vn)^rami« 

ifr (anirlt) Uiar, lief, fchier, hj^rfcnter eic. 

r. if # gir. difo der ausrprache nach em niier. 

J^tf vuritiff^uciid (M, S. I» 184*' Harc. 1 ic 

j^4i* loiii 116^ IM* «47^ Wigal. iif). 401. 

M. S. I, 148» »*' friged. j* 20^ ji«) niht, 

bt Willi, atl^, J4** 7S** 145* Parc. 20« 22«? 

\Vls:?t. J41, |8i. 586, 400, vgl. Einft 2«» 

» j />, 7*58. 7«* ^«c, eneii 24* 2^^) i«t 

iti , c uaenid, wie denn ancb hcht : riet 

N) tttid iiSht ;riet :rci«t (M, S. a, ♦4» iS?» tel- 

fßp (Farc. 144^)- Lauier dumpfe reinae 

ll li und r {L oben 6 vor h. r); kaum i : ie 

r, doch M. S. t, 84\> triege : wige, — Ana- 

^ find ; ic ^ttnquim) nie tnuitqtum) tiie (htc) 

ti<i^ Km« (^i*nn) die prier. lie, gie , vie, hie; 

kproi». ilte inkd l3e, welche» leUlere einige ia 

^tAthi (u;«here aogiben beim |irait.) fehner hie 

|«**^tbi); **fiii hl.T >Tt y, von He S. von den 

rpiaet. ae »bgcftn^en; vie (peciu} im reim 

iüM ritoif nü«r vi»fg»i»ichi fich dem obigeti 

^-— Nfteli i»inipr« b* ifplele dea diphtb. in 

fern: griebe cremitim) fräedcl (arnihni) **) 

im> fdiioch nnd fchirh*^ tfngax) Tiech 

l«l' (Atiltua) hicfe (Lacca cyna^bait) gfiefe 

giege (fattins) giel (ftnx) iriel (M. S. 2, 

fitax) *"*) gHtn (arena, liilna) fiene (M, S» 

Li) rteuen {dolofe agere) verwieien (ob- 

_ Ihr I« 100*») hier (ccievifu) ujir« (mua* 

rt ((abularo). -— In fremdrn wüncrrf enifpricbt 

foftian, i>. ift aber nkhc mit dem accent anf e 

henitge fransof. tÄ (pied, biere) fondern wie 



^n luiniilirnvri tiücc mati ilcli in dar re- 

iuifpr^fiUft iict M» vrttch« A«cc dtt 

iTti i fiiht, fo dnfi K. b. kiel (mttttfIK* 

'iiclh. k^ilj Uiiiet und tliier hein«U« den 

f^,. uu hat. Im itiitlrUi, (ünt da« o dem i tiOfiU 

kmlloli nacli (obfohoii in einer Ulb«, nicht i-a}* 

^B, 7g!i «liJF Ueder C? liedet) gereimt; fotdarc ein alib. 

4. frtödtl» gotb. frii^fiU/ Wü«a da» aord. fridliil 

ßimmt, 

Ül (ciuUj) kil (oiinaoi)* 



35» 



I. miUeÜiOchäeiufche vocale^ 



in (len übrigen mjttelh* wörtefn atusarprechei 

\\\\ehi iJHoieU fier (fuperbitft) folilier, b^^^fchclier, 
furniere tiiid fo in allen inhn. luriüeren« vi 
(rcnegtre) ctc» galievie?^, icittt'^ *). AutUcit 
dai fremde (nicmjfthYs das deuirche) ie OtfN 211 
jiwciütbig und hlingreimend , TgL obie« mrl 
fiinrirte, Idrte, parmenie etc. Aber anrh in d< 
Wörtern fcheidet lieh ein zwcißlbJgr« ic «bcFAll 
ferm dtphtb. rV, beide reimen nicht auf i 
ble Cap»*) drie (Irias j fnle (uin^or Geor- 
3ft?. Wilh, 1, 2i*^; hiernach WiÄaL 10^7^»^^ 
Gadr, 1444- f«t^ »« J'^ic tu b« riebt igen • ril^ij 
swle (ramo) l^lle (ftirfiir) gljcn (garrice) l^f 
fchficni (clamant) vient (iniitiictiai 11. a. tu. 

. (lU), iu. reinem nrfprongQ nach mehrfach t) 
or^diK iu^ ^oßet dem praef. fg. ind. nnd itnp* eia 
Ken cuni* (biute, liiufe, fchiuBe, tliobet« flhijj 
nur in wenigen, ungerubr f 
(apparitui) beaingen (probat 
»♦ 7i*) riinne (novenr») üur (igni«; linr*. 
hilire (tnitia) fiare fararns« stonins) (thl-^i^ 
ßiuren (adminiÜrate) tiul (populoa) dinien, llti 

f»lanare) biu3 (talitium troj. 116^) endUch die' 
priQ (palca) und bei fpütern dichtem s&utveUan'. 
getriti l\* getrinwe. Von dem tntautendcn ^\n 

{[etriuwe, niiivve, bliiiwcn» riuwcn, kl* 
etc.) unten beim w* In allen iibtigeii r*iiieu de 
in gilt I« (wie im ilth. fchan ia • lo, ie) iitul %% 
grfUtv. indem einscine formen, denen im alih« 
\rentg(lena io, verblieb, ea auch in /# verdiiniii 
Knie, lier, üiege« Hep, liebe, diep, lieht» ahl 
linr, fliogit liopt Üubl, liobt (neben fr * 

auch im aJth. beßandig in sceigen) fogar i^ _ 
(f. die conjug«). Hat Heb noch in einx^lni^n 
gen das ahe in forterhalten, namenilich in liisl 
cere) neben lieht, fchiuhet (veretnr) riehen fdlil 
erfcbeinen auch diefe fälle vermindert« luid dta. 
Hoben (placere) lirihitiben (dam aolerte) 
geliehen, verdieben. 2) daa unorrprÜngUehe, ib| 
Jm ahh* voih;«adene durch suL siehung eis« 
dauert fort tu hlu (caecidJ) iu (vohia) iacb (voi^ 



^ fihtlg^ tajine Jelirvn ttieh eia titbiittiiil#« fr»» daa 
HstoUitlt litt bei Wnirraiii t}.la£ge vii • eud« : h*0ilr 



I. miitelhochdeutfche voeale. 



353 



Uof« (boc anno) friunt fiiinica«) inmalil in den 

det nuin. fg. fem, und pL ncatr« diu. ßa^ 

Kchm rlr. vgL oben f. 108, 109. Der inUat ju 

iu Hiebt vrrtnrii^t werden, in- und anjUinend 

iir Dan. fon^lern ifl in /« verwandelt. 

m daä Dajgelaoteto il ^) vgl. hiufeo 

}ti»en (rfigetü) riuhc^n (afp^rare) fiuhte (ma- 

^h 1) üatc |}l, von ful icolunjna) giiile (Georg 

»ctUAJ gfinl« (tiorror) luale (cl»va) blule (ul- 

j (Ifidalej) von IQne; luunö CgigasJ ziunen 

[liiTe (aror) Kemiure (miiru^) Itiurclie (caßui > ge* 

* * ' Mofche* miüfe inniTet») riufe (nallas 
(herbula) iriiitel (arnaüa) biutel 

t^riute pl. von hut, brCtt; kria5a (crax) 

aaf) •*). — Sa verfehl ednen urfprung dlefe 

i m haben, reimen Ge gleichwohl untereinander, 
in einer aoiifprache zufammen. Mit dem ü, 

• iiun&cn ti« werden üe oft in rchreibnng, 
r in t> 1 I auifprache vermifcht; zöge (tra- 
ge ' kiire (eligerct) reimen nie auf 

riure (ignij; ausnähme macht 

u nde reim friunde. frinnden: 

I« kundeo (M, S. i, .f 2* Ernft 37^ 39« met- 

rL chro», il<^') während Tonil friunde: niun^ 

146** und Tit.). Die Verkürzung früude 

jii3|E zur niederd. mnndart. — In fremden 

lia !•/ (nUmlich der. um laut des u) fo wenig 

all v^e%i bei dkfcm); indeffen fchwan- 

ls!«r nij itr zwifchtn ü oder in vor der liq. 

.r«> creaiftre findet lieh äventiure, crea- 

r, alt )(önntff hii^j' die endung e umlaut 

hiitsadriu (tioj. 251^) fcheint dem roniaii, 

ttbmlmmn Ulla« ifi tnth hier ä ot)or tu zwetfcUnifr, z. b« 

> bu^v^ti • |t«tru«rrti, fu^en » erblMgen oder biuvren» g^ 

11. en. trhliugeti? ffilbH tm altnürd. (eluvAa- 

mittel b« bhic (v«r««iuii<lap} Itu- 

aileh uB«l wedfT aut n dtircb nmUuc* noeh auf 

^ jti *u ttclitf»nipeti i^t artiugf (beUurn) Mirta 161. 

i4t^ d« «!»• ilib. rt>rfn urUc {g\. jun. »gi*.) Uutet, 

»iui. Milu' alte diefe lind nom pL ncutr. 

^1 mm) verdiiiikeUe. ferdaib alU 

c litrit üoh nur be^trifoii, WÄim 

^«B " uiitu-o, urluig«« urUug« utUu« 

2 



354 



I, mUtelhochdeutfche t^ocale* 



camaheii nachgebildet, (In einer (leite bei Oberl 
gamabö : pu ?). — 

(OB) ce, umlaul dci 6, wird in den hlT fificl 
im nard. mit ac, wohl aber) mit 6 verweithrdt» 
much gleich diefem gar nicht bcseichn«?!. Di'* M^ 
..geben Dch au« dem 6« hier einige: tiia^c, bfoB<i« 
ben, cnpfloehen, fchorne» hcene , lau«? (^mercedet) 
neot frcenen» beeren, taren, ftccrcn, raren, irarefif 
loeTen« gel^afe, Tocren (laudibcia extollere) m^^n («] 
jrire) taten, nocte, T«le, laien, gcdoeS«»» gicc5e atc 
fremden Wörtern nirgends, die deutfcbgeworcteoeo 
men kroenen . kccre (chori) abgerechnet. 

(Ol) Ol (oy) ein undeutfcher diphth.« weicheren 
f omaniCchen wurtern beibehalten , znweiten aucli i 
ei ansgedrücki wird, vgl. Parc. 79" wäleis ; k urteil 
. vväleirtf : herieneire, 92^ kutteis < 110«^ pantufieis* \i 
gen 1%^ kurloia : bcrtenoi», id* franSoia • 6?* poU: 
69*'^ roiftpoi» nnÄ foiifl wigalois (dreilitbig) avoi ( 
£lb ) etc* Ändere haulig im reim vorkommeodl 
fpiele: troie, fcoic, monSoie, Joie (?lroi, 164^) 
(bhimenname) buie (catena). Wenn das letzte «wort 
Ichen urfprungd i(l, fo haben es, wie tUein de? au^ 
fche diphih. darthut« die mittelb. dichter (ohne 
wandtlchaft mit bouc, biingea, armilla, annuUia 
aua dem rom. bcna überkommen (vgl. Do Can^ 
M.S ^^^%K^ ftehi bt-ie Nib. 1089. peye, poye gel 
Man lefe ntcbi etwa b6 - jn trö - ]>, fondern dipf 
troi-c, boi-e *), gerade» wie in den eifi(jlbigf*n 
aber mit deutfcher betoniing des vordem vncali, d 
(wie ^i« ie) nicht nach franz. Litte oi« ci, ie. Aoin 
'weire finde Ich Wilh. 2, 47* iöla : pni; Wiih. |, %% 
löife : fpife und Trift %^ lochnois : gewis. 

(00) gan£ daa aUb. ana ftuherm au ftammen 
ßehet anslautend« dann vor m, den lab. p. b, F. l 
den guit, k, g. ch, nicht vor n, t, den Itngualei 
der Tpirana h ^ welche aoalaotend efaenfalla zu eb 
In allen letztern fällen gilt o lUtt ou. Bei diefer 
fcheidong zwifcben ou und 6 muß ^ was den am 
betrifft, dellen doppelte natur erwogen werde« 
ganz der zweidentigkeit des ahh, aualanta b (oben 
J89O cnifpricht; flammt nämlich ch aua goib. \^ 
ea ou vor Ech» ftammt ea ans goih« h, lo gilt t\ 



*) L^cdinann lUfw. ^57. mmmt boi-]t» Iroi- 
uuiea beiiQ j\ 




L miUethochdeutfche vocaU* 



S55 



linlinieml ch« diefei wir«) wieder zu b* Folglirli 
iroocH, roQcbet (fumu-) L*uch, lourhca (allium) 
'l; %vohl aber Ü6cb, llnt^cii (anhigii) bdrb, 
nJ nicht tlnncb, boucb. Srbeinbarc aus- 
i4e* gruudratzef» da^ vor i> and t kein ^u Aehe, 
[di© reinir iiMaii : tlrmin (M. S, j, 69*') drout ; ge- 
l^c J7* Kjrl 65^) gevroiit : beftfoui (Iw. «b); der 
'^^iie Umtipfe reJm veranlx^tc die cpiitraction der 
ivi^rter diüow^fi und iruwen; ebenfo beur- 
bin die andern reim^* — HJer die wichtigden 
idesmttttib. ri;/, die praet bU>n, broii, ron ; lou 
irniiium) fanm (farrina) tonm 
i Num; J>ri um (fliienluro» nitif. 
^uiue (curaj nnmei tgramt n breviif) die praet* 
i>op» (Inop; totip (folium) roup (rapina) fcbonp 
lliam.) ßonp (puU*ii) nrlonp (licentia) toup 
Hfiil) gelonben (crcdere) ho übet (capnt anuber 
aj klouber (irinculam) t die praet. trouf, fljnf; 
* Un (emere> finufcn (uiduere) ronfcn 
"Um manibui) knoiif (capitntirni} hnnf 
^11^ (bjptirma) fli>tifjer4' (nom. geneil.); belege 
Dien beiir ^v; die prael, ilouc (volavii, verleb. 
1, fiigii) four, bonc* ttouc» lonc; bouc (armilfa) 
$) teuren (myftcfium) longen (inKeiari); die 
cJl, kronch; oiieh fe(iam) gotich (cuctitus« mo- 
\ <alli|}m) fonch ffiimiiF) cbnuch (hnbo). — 
Iß ea bei diefem dipbih. ou ff^ine fchnn im 
tu r<3R) bcTvorbnchende » jetzt aber häufiger 
nd« berubviing mit zn beobachten , die encilich 
völlige (u'Cfiigftens äu/?erlicbe) Vereinigung 
|te tiith fich «og. Organifch nntcrfcheiden üch 
tfi ou durchaus» fourn hei /7t onuB, tonp {hebe«) 
mit t6be (eohin»ba) verrümcn (negtigere, alth. 
,.40^) aicbta gemein; die auafprache mnfle aber 
^r nrtgting ded ti in den o hnt einzelnes niifchen, 
anürlf, 11 find eii äußerlich noch b'-üimmter 
i uniUt]i ^ znfamtnen. Die goth. biiuan, 
»^.lictj im affh, aU pflan, giträtan (ebenfo 
»t trfia}« nirgende fijide ich paowan. pou- 
luwtvit ^itronwan; im mittclh. hingegen ne- 
I, gtfirdw'^n (? hin wen, getTiuwen, L unten 
!iC finrm houwen p getrouwen im reim: fron. 

Gnilr, baufig, Wilh. 1, lo-j^ Georg t6« 26* 
rclbfl im part. pra<;t. gekouwtn* $cblouuen^ 

Z z 



356 



I. mitulhochdeutfche vocate* 



gerouwen (Ben. 292* Gadr. 26^) vgl, unien die con 
Weiter» da« organ. lüm (locu«) wandelt lieb au«n«| 
^yeifd in roum indem ea auf troum, boam, guuiti fi 
(Parc. 1* 8t*» *) Enift 2?^ i2* 49*) veifümen in V4 
inen: goamen (Ernll 29^) roumcti« foumen : in»i 
(Wilh, 2* Ö7*j ; kuiiie in koume : s&ouine (Lohengr. 1 j 
ptljüm in pjloum: goum (welichn Cüfl". 261*). öetgU 
labialen, itube in trouhe : glonbe (Georg 28^) lufc 
tonhen : glooben (Georg 29^); buben in houben : ga 
(kolocx 17?) ♦*) üf in ouj i louf, koof, toof (Gi 
38* 42* 4i** 5^^ Wilh. l, 46* 71^ 7«^ 78* 880? 
kehrt aber da? organ. honf {acer^u«, angeU. he 
hufe •**), houf haben noch Krnft 22^ meiftc 
Endlich auch lor heb Hauten wird orgau« drilcb (4 
fta ßronek : ouch (Lohengr. 8B.) infofern die abßa 
von ftrücben (oftcndeic iroj, 82«^) Ucher rchcLni» 
freilich würde von firüch (frutex) be^et abß« 
Da^ man alle angeführten reime oit : ü fo nehme 
in ein vermeinilichea bairifcbes ais^ anilören muij 
ich oben f. $49* behauptet« und wenn Wolfram, 0i 
ctwin auf Baiern vermuthen lie/fen, weiten die 
von Lohengr, Wilh, i. oder Heinr. v. Mor» 



•) Rum g«:beB in diefen beiden IteUen WoLframir 
ben, eiiiueten Ufsen? oder wäre roum hier gtr aiil 
Die «Üb. rprftclit; kennt kein rauoi * raani ua^ d 
hreim (^cUmor) robickt fioh nicht« 

^*) Zwifehen fticben, lioop und dem goih, fltlbjai 
cliet weciiret. denn ohne /.weifal mufa oben f. 4t 
mit kurzem u gelefen werden, alth. Üuppi, 
lilappe FeTfcliiedeii Tou Eoup. 

•••) Gemelnaltlu Liifo und im verb. hufJn N; W O. 

foher homj, 

Y) Nicht hierher gehört der wediftsl swifohen tl tta 
(oder in and 6n?) in fn^en (^Uotere) tmd Tougen {h 
f. oben f. 98, wo antorichteLlnG begriffe yorliegen* 
zähle man zn obigen betfpielen bluc (lifniduf, Btriti 
feiuc) blucUelt (umidius trof. 65^) bliu^licb Oc^oj,! 
erbliigen (miceTcore. timere: fii^en» troj, 45O "«ben b 
Trec, blouweclioh , blouclich (Iw- i7^, wo aber e#d. { 
bJiuotichen» kii|;e t46t> Paro. gc* S9C iio«^ and bli 
(Ptrc. 99c wo fälfohlioti bluogen'). Schon ino »lih. Cd 
»wifcben bhig und bloug zu fchwtnken. O. H, 4, 7^! 
die wiener hf. blueo , die pflUer foll blao^o I 
C?btDugo, denn do für ui iü ancitfriedircb) in irJeinJ 
ftreiohe man oben f. 112, blaag und TgU rotiua 
<4boc bltjg, bliug. 



tnittethochdeuifehe voeaU* 



357 



In fTeiTiflen Wörtern liann oh anbefebränkt 
rf. llcHn^ »Ifo anch vor lingualen, iß jedoch 
Teilen, vgl, S3agouc, richoude, herSeloude 
VaTC* Vit?r3clDicle?) bifcbof (äu» plfcoiif rouße 
.94« ein danobeii eiUiigea pifcdi folgern) hat 
U o und reimt atifbof ((^lage 14$^ Nib. 264^. 
krg )4^). Selbll da» detitfche ouch l^ßt ücb 
tte «Hr/f kuTsen (:dorb, noch» Parc. i^ 159^) 
^lec, der Nib. 1$,-.] 

^EI*) ^11 1 ölt timlaut de« vorhergehenden ou 

tripbthongifcht genau genommen foUte man 

Biit >irie im nord. ey (cü) den umlant des au 

xxisiicbe hfl*, gebrauchen öi* waa an da§ 

lU o«L (oben f. 109. note) und die vielen ver* 

jcn de» Q mir dem i niAhnt. Noch andere» 

cü ßcht , Tuen ein au ft. ou voraus nnd foU- 

ftiUtf tra haben, um ca von da (zu iu) siu un* 

Der gemeinen au^fpraebe und diefe Tpil- 

mo Cetn; ich werde laich überall der rchret- 

leaieji. BeirpieJc: gon (pagiii) hou (foenum) 

lOnwe (^oih gavi, havi) fuugen (laclare) 

D>ßcrium. für t^ugeue^ allh. touganI)'^j, toup» 

^up« pK löuber« erzöugen« ütigen (demon- 

reo (giodere) Aüuwen (obfifterej ßTÖuwen 

drÖnwen (niinaii} tbnwen (mori) etc« '^'^). Za 

I) dmß Euwealen der omlaut ausbleibt« vgl. er- 

Jxloogea. üugen» tougen. Ben. 147.) 2) daß 

ad ou Qch «tich zuweilen die umlaute /;/ und 

agtta» TgL erftiugeu und erzöugen (beide von 



':-*r^r imt (itcSchbe^ettttfndo neiiir« tOiigeti ; am nm* 
,t ttita mehtcro Uvb, %, b, Uiufe (Aitü. toufi) 

in eij)&elu«n wOiterii der ftlte OTganifebo inUat 
L t4$^) «r(;if)t, kounie die boacntung (Itimpfer 
IrgtOtlcr fcime Uhren. Tw» 40c 444 46* 4t^a. b ^ob, 
154fr y\»i€u üi« k)in|;endefi fürmeu l<>uv7«t dröuwc« 
Pd, I« LI, Tr6aw«u etc. TerweiÜtch. Der 

rrii L it aICo entw. irwe , l«weti (dumpf wi« 

Uli nicht leuwei leuwen, Uvve* Icvveii) oder 
k l .1 lew, Uun I dfc«, droun (Jo in jenen fiel» 

t^^* i;tO'* utui iUti. 100,7 und glcicligut reimend luu« 
1^ «iftitJft* Ffir dtLiti, frJ^ti unbedenklich r C^gl^* Willi. 
»> eher ' 'Jet Uch in eUon bflf. Reu teu» lew« 
' j^h «V fl form tor. diifftlb« gilt von kew# 

1} «»-«Iriiri ;m, $ 2t ih$lt olfetibir liuwpf leimr« ob- 



Z56 



L mUielhochdeutJche vocale* 



erzaigen verfchicden « vothtn f« ho.) und tirliui 

Drlüuge« Urlaube cnifpr»no«;nd f. 5$^*), ßeiderl 

^^aote iu und öu (nord^ ^ und ey) laufen aach ii 

(UA) na fehlt« daher e» auch in fremden 
nie diphlhotigifch , fondern zwpililblg zn n^bi 
f Wl : hurnewiil i nUJejmile (Trift. j7^ sSi>). 

(UO) f/a, in den hff. gf^wöhnüch (mit üb 
nem o) u, dem ich doch die aUh. rchreibnng 
avciJ man den räum liber den buchfiaben beß^ 
dem zwecken verwendet; au» £lrich»*tti gtn 
ich iCt i«t Cß, ue, ou , wo die hü, mctft< 
[<iberfchreiben; « billigt ein jeder. Du libe 
1(1 dem no zumahl fchädltch geworden • da ea alle' 
hir mit dem übergefchriebnen ou verwcchteln (t\ 
ihen TU. mouter, moufe etc. f* mnotcr, rauofe) ein 
Irä^Heher miabrauch . denn iff> und ou benibreii & 
hochd. nirgends, nicht einmahl in remidn^nahmen (| 
wen, aerbluow^en Nib. jsS«?* fallche le»an ft. geroi 
aerbtoiiwen, dcegl. trnowen Nib, aj2. 640. f, trt>iivrei 
r>f r diphtb, UQ entfp rieht dem allh, auyjt'r da^ er In n 
lautet, BeiTpiete ergibt ^ntnahl der ablütit, hier gendgi 
gende wenige : iluoch (maledictto) tnoch (pannui) C 
(inquiGtto) brnoder (friitcr) niodcr freirius) loodisr 
pifcator) fooder (vebe*} mnoder (veftfs) ruofen (da 
^vuüfen (ejulare) k'iofo (dolinm) gefuoge (apl^^) \\ 
(afpicere) laoc (fpf^hinca) kriioc (urcctig) ethe-i 
(? Trift» 122») pfluüc (aralrtim) pfuol (palus) kneU 
gide) mnome (amita) h,tian (gallina) uop (mos) 
(pahis) ruor (FriTch 2, t%^h) fnuor (nnruaj buofttb 
(larum) hnofte (lutH^) baofen (Cinui) grijofe, 
aniioter (mater) fuater fpibnltm)) fruol (fapi 
'{?Pirc. i6i«= Georg 1«;*) gru*>3 (fahitatici) rutilj 
eic. Die atielaiite Vmd: zao (praep) ftua (mn 
/faciat); zuwciJen aurb : liwo (vaccaj nuo (jam) d\ 
dun (mm) drna (?fructni« folliculi froguiu 
nio (qnlea Wigam» %*), — Bemerkungeti i) vi 
rung de« uo mit d nnrl ü oben bei letxtem. 
ram reimt ftuont, ftn(^nden:Kunt, ftint, wnnt, fil 
gebunden (l^atc. 44* 57* 8s^ 95» toi» io8< iii< 
145« Wilh. 2» 40^ 8«« 94'^ tuonciknui (VVi)h. t« 
nie dergleichen bei Martmünn, Gotfried« ConiA 
felb(l andere, fonft minder ftreng gereimte gedieliN 
djBii ea > namentlich Nibel. Georg nud Wigal ; alfa 



1, mäieihochdeutfche vocale. 



359 



mir mii room (Wilh. i« 129*) odffr taont 
aahii* Georg 14*^ Wigal. 17. 54.) jenes kunt» 
gn richtig mit fliint (monaenium) alth. ftunia. 
'4uchi Wolfr. den reim tuon: Um (Pirc, 
etc.) drr auch bei einigen indem vor- 
S. a» ia9* Wigam* 4* Ntb. 421. tia^. J99J 
3 1, 109. t IC. 170. eic, [übertU aber fleht fuii 
petbindim^ nar Jm r^om, oder «cc. nirgends 
'^Ferner fuoB:gu5 (P«rc, 158^) g**waoh« : fnh» 
^2$*) wuoft :lnft (Lohengr* 1 lo.) flungen : zogen 
^)u. dgLm* Was ilt nnn ans dicfcn betfpi'**eii 
lent daß in der VcRirainten manfUn hiiiit, tunt. 
"^den^ fon, fuh» cic, zu ??uoiu, fnoni, fiiondeo» 
ictc. vetlaingefi? oder umgekehrt ßnoni, IViian- 
1, cewnoba zu ßunt, Rnndeii , tun« gewuhs 
rardcn ßnd? Für lel^teree fpricht. d»^ funt, 
Jati nicht auf tuont, faotrt (reconctliat) hoon» 
pnciliatJo) gereimt varkommrii , ;)uch die ver- 
itl von (lunt (motnentum) gennht (abondantia) 
^ genuoc »nf folchem Av^ge gerechtfertigt 
ITcti hei /Ten diefe fchon im allh. (wo Keine 
^lirtsiing bemerkt wird) durrhgehenda ftunta« 
iriegeade gründe ftreiten für die annähme 
mg In uOt nämlich 1) die analoge ver- 
i hl ie, b) dsß befiändig tuont und nie 
löchl wird, c) day/ dai ö der fremden wör- 
, kahfin e^^ichfalla aaf Tun fowohl ala 
*c. ij3^ Wilh- 2, 17g* 192* 197^) und 
birnon etc. (bei den Übergängen awifchen 
nicht aber ein bärun gebilligt werden kann 
r. |4i* die (ibcrg^inge des u in uo). Übrigens 
^fii>y/ der Verbindungen nf. hs, ft auf die ver- 
[drs ti nicht xu verkennen, 3) berührung zwi- 
d ie xcigte fchon daa alth* (f. tot. note); 
Si^ lautet das nenb. mieder im mittelh. muo« 
^4) in fremden Wörtern eigenlUcb kein uo ; fchein- 

Ilhnicn wie almnüfen(: budCeti Maria 39. troj. 16 f<^) 
lue (caTdaroo«inm):bluome (truj. 70«) pfraonde 
Tdenien anf längft Vor der miitelh. periode eio- 
1% öfter, deren fremdes 6 Geh. fobald man es 
ifch KU halten anfieng, in uo verwandelte. 
j. hat nach £lin)6ima *) und cbenfo hätte r6(a. 



\flu yv^rds ailii^mturfna Cßbraiben« bitte «r niohi dto 
Mtfeb« «tmiiö (wofür lUti, tuiica duikb^r vflr«^ 



$6o 



L miuelhachdeuifcht wocale. 






htbnw etc. im rolUelh, «« ruofe, Itröono werden 
nen; d^r fprarh^rift fcbwatikie ond bi»ir«cbtet^ 

{Ijlfld. würt bald al» detufcbea ßüff. bald lU otideiit! 

^t)is pntp befläfi^nhg nRioer ififtdUt dtß alle 1 
vo fruberbifi a laoteteti, 

(UE) Kl«, umlatit de« oo; beiTpiclc: neben (exi 

^taeve (ungoUe) bticit© (im^O fuegen (a^iure} i 

I (moleßiam ailVüie) bliiejcn f tlarere) iufjrn v^^cil 

Ittiele (frigor) gniene (v^lrtdis) hoet«n (rofliNltre) 

Seil (faliuare) etc* ßci contraciioncu und ofi ijn 

cbf^n praet. riickuroUurt vg^ miKin: eibtium {mh 

176*^) — ue wctit?r mit iu noch n äo verwecbfc 

''ItäaHg beidea in fcblechten fall, gefcbiebt ; ü benll 

flur in den feltnen fallen ^ wo qq auf ti retml 

fluende: künde (Wiih, 2* 58^ 62^ 103» rji*'), -» 

Schlußbemerkutigen SO dea totalen 

I l) fecbi ein facbc (kurze) a, e« e. i, o, u (7 
fremden wönernt auch heßer durch i gcf' 
B. b, boje, trüys drx^h beie, trffi« lauten und lor 
fche ei reimen ; fünf gedirhnle (lan^rj d« e, i» 6 
liocb fünf andere dipbth. ei, ie« tu* ou . ao ti 
mit betontem vordtrm rocal. Die ticben läii 
242- h^l) fnid hier: a. uo» 6. ei« ou* i, in, illl 
gedehnte zu vier andern« woraua f)ch die im 
Xcheinlichkeit der anficht ergibt , da^ ein miitefl 
lect ai für ei , ei ftir i brauche, indem daim oor 
gedehnte vocale (ä und d in jener reihe blifbei] 
die mnndart überhart fejn würde; man raufte 
tao in 6 verwandeln d, h. b^'inahe die iroil. ti 
&• Q» ai, au, ei, in herf^rlten, aber eben ^ifi I 
6 i^ unerwetflich , auch bereita ala nebeEiiing« 
dei goib. iv} erfurderiicb. 
fl) ob ein vocal LitJg^ fey, Xann falls er ein blo/f p 
ter ifl (die länge der übrigen diphth. li'gt am 
jerhellen a) ans der analogie älterer und 1 
' diaJecte. b) daraos, daj7 auf langen voc. nie gern 
, COnConanz folgt, rechtveritanden auch nie colli 
hindnng in dorfelben filbe. %ußtf bei coniracl 
C) am licherßen au» der Verwendung mehriilbtgei 
ter in der remi)>iinO. Nämlirh wrnn auf roc 
einlachen conf. der wnrsel etne zweite fiibe fol 
lieide filben Klingend reimen, iß der voc, erfti 
Ungl reimen fie ftuoipft fo ift er knrs, Del 



I* mhtelhochdeutfche vocate* 



$Sg 



Ifmlor^n Toeal sweiter ßlbe, der kurze einen 
hinter ß^b, er %crfchmiUt datnii gleicbfam 
fiöcr GUr. Die arten (Vumpfi-r ond klingender 
Im ßch oben ^ 17* iß» bezeich« 

" * M,...«ipLi, iu,.-.^treiniende« Wortern tna^ der 
1 oder kanc, Ton einem oder mehrern conf. 
In «welßlbigen klingenden fordert iber 
enlMT- iaogen voc. ohne aile oder mit 
i^i cunfon«fi7. oder kurzen mit doppelter (po- 
Welche reime Uht^en , welche Jinmpf lind» 
in rrzaU'entffn ^cdichien die (überiÄäblung, 
m ßrc«phifchcn IheiU die anerchlie/?ende einer 
idrn mm* Iheil» die Terfcbrlinknng klingender 
ipfer reime ^ ivelcbe ßeta im verhällnifa bei- 
and ginxer tlropbcn wiederkehrt. Diea ge- 
Ton den mellten dichtem unverbrücblich 
piinjl n«r von einigen zu weifen vcrlflzt» Kai- 
einrlrh im erften liede der tammlung fcbeint et 
(ftflUrn; ein bewcia , da/? er /ich keiner frem- 
Mtfe bedtenip* Bei den fnihtlen meiltern (z*b, 
d. •-) h«h«?ii dJe ftnmpfen reime großes über- 
aof feiten oft kein klingender; der ganze 
^V 1 " ' ■. : ,e einen einzigen. Als ge- 
mengc klingender reime 
sn und Conrada liedern. 

l&ndig entfaUete um(aui veranlagt nähere be- 

|eii. Die «cngcnfche endung i, i ift (mit aus- 

ler t rn -ine, -in -ic, -ifch) in ein 

lAiea « Ij wacht, in deflen anifpracbe lieh 

ih a van e ntifeTfcheidcn lüjji *)» Gleichwohl 

^die atCpnni^lich a» o, u» kurs ein andrer 

\ l gtwetene endang e durchaus keinen 

-**^-rnfiibrcn ••); an Jich fcheinen beiderlei 

II uiiHfüfitg und wirken doch fo ver- 

Irlicraua folgere ich ; die ein - und durch» 

ng der omiame moß in etwas früherer zeit ge- 

fe^n. wo noch die endung i« !» e lebendige 



, ^f# Avmioii -1» sttweilen amUut Tenirfaftba? ontan bei 
rr d«eiiA* 

7 fjll, wo ein wirklich ▼orbiinln«t t Itei* 
•. y^eil t$ tinr>n;toifch för e (frfthqrc« m) 

a«toi*c* - r ;^TgU oben 76. 77.) 



S6ft 



I, mittclhochdeutfche vocale^ 



rr4 

1 



bi^deutung hatte *). Wir in*j^eh, di/T der nmlii 

t iti e bereit« im ^ten, der dea (i In in im tolen 

begann; die übrigen werden ina ri. i^ten ecU.^ 

ft^yn. Die oiittelh. fpfache beobachtete die ei^B 

teil umlaute und rücküUjUuie mehr mdittaneH 

als 6^fl üe ihren gnmd gefühlt hätte; da wo de 

laut noch im li. j^hrh. tusdehnnn^ erhielt, w 

äußere analogien, wie der gegtnrats des pfttl^ 

sum ind» oder der dea pl. fobß, zoiD^fg« )h^ 

irrte die fprache, weil Ticb die org, nmltocej 

geplagt hatten, wenig, doch bisweilen (manj 

decl. übergängep auch die grundloi umgelautel 

den Wörter, oben f. |49* 353.)» rpäterhin nefani« 

iTrihümlicben pmbute zu. Die ganse fiir di 

fcbichte des timbutt wichtige anßchl wird dorr 

angeir und aUn. wegwerfung der endong* i*on 

eher die um 1 ante ab bangen (f. ^4^. 50}.), ger«d 

tigt. Dergleichen (>n - und apocopen Cnd ao^ 

mittelh. gana gewnbnlich. TheoreiiTcb angefelm I 

man alidann rückiimlaut erwarten,, fo gut er inj 

(ß. nennete, nennitaj vorbricht, dürfte er ii 

here» heri excrcitiu) ht^r vor brechen. Allein j 

ea nicht, weil der mittelh. fprache her oii 

beides überlieferte formen fmd» in denen 0e da 

fei zwifchen a und e nicht begreift; Cie verh« 

in her, wie vile in vH; das natürliche a in' 

wort hat durch den zu langen druck der #n 

gltf^ichfam feine fchwingkraft verloren und wird \ 

wieder frei. Solche Verhärtung des umlauu zefgi 

allerdinga fchon im alth, wenn bei gewiHei] fync 

(kaum apocopen) dea 1 dennoch c in der wurzel bl 

«. b. der dat. von heri here (ft, herje) macht« 

kennen f. kennjen fleht, da ea conCequent hare 

kannen hei.^'en follte* Ich denke mir, daa verfch 

s&en des i mit dem folgenden vocale lie^ fein ilb 

liges aufhören überfchn, - e vertrat gewiflrerma7?eÄ 

alte -ja, --je, wogegen in nanta der folgende < 

die entfernn ng det i merkbar machte. Für mit 

fyncopen gilt jedoch diefer grund wieder ntehia; 

Umlaut bleibt, wenn auch dem auageßo^enen i 

conf. folgt, ai. b. getregde (ftumentam) fxlde« fri 



•) Ün3 doch eben dtt v«rflieff«n der en<iuiiA^voe»U 
laut der wutxelTooaU täthlioh lOichte (U559.J 



^ imuethoehäeutfche vocaU, 



36$ 



i^poe » friede« fröoivcdej niemabla getragdc, 

^ Ireutle. ^ Wie kDtuMen aber in fällen latige 

trDjahrb* bcücbciiiitfr tjucopen natnent- 

'^ Wichen Inf., neue miltefb. umlaute eiiu 

%• b. bewxren« bGerett« niemen , trauen« 

f <)> doch dsi r|>ätere atih. mit bereils auige- 

w ^* ptwären, b6ren, rDcmen » triften, kuCTen 

iwärtln, hörj^u« ruotujai^ iriltjdii, KuHjan) überlie- 

Um diet SU b«*greiren wird m^n annebmea 

iiß die vom icf^n — * 3l€n jabrb. neu einge- 

"mliüle «war zuerft in Wörtern rntflandt^n* 

i^ungs-t noch tbätig war« dijj lie aber narh- 

je äit/ferer analogie auf alle fälk dea alten 

'^ Cfihe^ht wordtn, namentiicb auf den des 

Ciw« i. Ebcnfo beftiiiimte mnn die facku?ii- 

te* rnomte, trdie« liufle nach der analn^ie 

\t. Sifhere, f^enaia gefchricbeue denkmähler 

^lenxeit würden uns wohl über das 

r dnrrh Juln witklichis i der llexion 

Meten umlaute den zwei fei brnehmen« Ala die 

idM 4en waKreii gruntl dea umtanta verlernte, Heng 

•n, ilui ffhwankend zu bandhaben und fehterbaft 

jliteD. Ziirn deudicben brirpiel gr reichen die 

'Wehr in iin gen ilea n^uh. nmlants und rürkum- 

tbiiUnU de» adj. und adr. ; die miftelh. 

I harte (diiriief) fefle (lirnaua) fafle (Hrnii- 

*rij:hart ladj. und adv.) feß (adj. und adv^. 

^».. i4» gebliebene faß gilt für Ferme); in ban wurde 

der rücfionilant dea adv. auch (ün adj., in feß der 

"" ' iice adj, auch für» adv» %"erw''ndet. 

ifMwlfliende i nni^ immitteibar an die w^ahre 
• n oder atifjjt wt>rifen daran gerührt habea 
I werten: die filbe nach der wnizel bcgin- 
my Fötgen erß andere buchßabcn und hinterdrein 
ifal folcbea u fo kann es dem wiirselvocal an ßch 
ikfcij anbaben« der aw!rcbengetretene conf. hindert 
Ml auf die wtsrzel einsufliejjen; daher namentlich 
Iftdtfr nilTe« *!tn, - lich , -lieh, -rieh nmlaut der 
fru, nuch drcirilbigc wortcr» deren e awei* 
MX urrprünglicbea t war, wenn fchon in 
drtiien ein e =r i erfolgt, umlauten vgl. vaneniHe» 
S, 2, %t9^y niatiUch (Farc, 4^ 4i*^) wancliche (a- 
\l*^K} guniUchc (Farc. 2C' löierhVh (a. Tit. 41. 85.) 
free (Wigal. 4s.) magcilkh (a. Tit. 51.^0.) rater- 
burgxiei pfaudxre (Parc, 144*} fuocbxre (jo«) 




miHert nnd nun 
der Wurzel , welc 
wiederum du» i 
filbe felbfV a«»'iih_ 
€Onf< divon abgefi 
Aiind dai Ahh. ed 
fübald die (willkii 
iuch kein iimUut 
cundue) welches 
ficb , ob und auf 
im mittclh. gelte? 
der um bot« iti de 
e ftatt c) fort, es 
adele und fo Id 
meoigi (mnitimdo, 
der zweiten filbe 
wo kein i driller 
(alh. managt luanj 
imt den neuen u 
bendige alFimilatiQ 
den falten de» dur 
vielleicht ü) hervorj 
doppelter urfache 
ten die miiteüi» 
äußere analagte g< 
der vocaländemng; 
fleigende auidehn 
falle erklärt. Dief^ 
eroriert M'erdcn, 
^ielf^ch dunkelen 



^_.«ii 



I, mUulhochdeutfche vocale» 



365 



ans dem alth* p«>nr)irn, lemblnn ^}; bxbrfn 
Pirc- 65<-', hcßct wohl hebrin) j:emeric (do- 
orgftiiifch» uunrgsntfch aber jjcmerlFcli 
slich etc. wo auch alte hff, lieber JAmer- 
^«briticheii. Allem im tanfe dea i iten jahrh» 
hie? beinahe überaiU timUute einfuhren« 
rormei^ rcclkh (per annum« ahh. järo- 

b) frccKcb c» ft, tegecitch, akh. lagogilfU 

la^jiih, u^iiili •*), menrieclich (qui(»qne« ahh, 
'Hj, minnilib; ganz verfcbieden von manirch, 
1, Tirtlis) eic. Unta^lclhaft ift menfchitcfa, 
4jvht wo der umlaut von dem nach der wah- 
et m^gcfiillenen i fnaenrche, meiufcbe) ab- 
UmUate wie im netib* bürger, oiörder, eng- 
rchciucn etil feit der kürzung dea - xre m - er 
airiogeii, rgt Nib. 6)48«' 8276. 

ßloen umlaute Gnd nan: a in e; o in '6; a 

m x; 6 iit oe; 1I in in; ou in öu; no in ue. 

bfi^inbiiung lind audfpracbe dcTfeibeii halte maa 

»n .!«*n eingeführten gebrauch; erklärende thea- 

I nicht aua. Da d, d« & =r aa, 00 , Ba 

"-n auch den umlaut ^ ee, öö, üü feisen. 

abet nicht fo, vielmehr weicht x von 

^fkliclicii i (da 9 gar kein um laut i(l) und iu 

der atuTprache iiii völlig ab» danim %vird auch os 

lö Uftu In % ^ ae aus aa fcheint der umlaut 

ptJich deti itweMcn, unbetonten vocal dea dipbtb. 

fgß^n^ hiernaeh wisreu cet nß* ui iu työ* üö , uü 

Die auifprache dei iu war aber gewifa 

; otgiD. (nichiumlauti) iu , da beiderlei iu auf 

retnien. Weniger geßchert iß die alte aas* 



}■ ---^^T cinj|;«i fprichr, luftfübreii* difi €i keine 
liti« fonöetn blufs auf - il - in gäbe, Co 
f. W*3-»r-tl in, vira^-Ar- il - in li«. 
MOti il«f ~$l «iro doch nichc die worzel 
, i,L.iiie IIa »her weiter vor, Wii3- ir-> il - in, 
ir« dwt timUut we3*ir-tl-ln cnOgltch (noch nicht 
lieht wcpn ffttflope dei i vor l kennt ihn die atth« 
»eh Bteht)* Auc^enrciieinltcber wären bei Talchcr 
)m* afFinitlitioti und iinilaiic in dreHüb, forrncn wi« 
, liBib-ftl-in« gcnf-il-ln, Umb-il-in. 
• ng iseeUcii tviie ollenfaUi ti irertbeidi^eo, 
in m*f* fi€ ' SMiUh lo^e und wi« Iti lAUnc eoi4Cr«oÜ9ti 
le uc« «BaihiBii ti Umet« d«iiii in t* um. 



366 



L mUtelhoehieutfche voeaU, 



Ipriche äfB x» oe* ne« vrekl hier die r^ime nur 
mit gleichartig« tn verbinden, doch nie z tnil h 
Dem fcbfint narh würde auch ue br/frr «ii« ua 
ab aus uo, doch ]evMet*B bttrtfcht im njiiielh. 
fehieden. Von den aIu». nmKtutun Üinmit 
h<»chd. x; 7t und ce mifch^'n Iteh in drr fpäiefen 
rprachi* (f. i|oi.); y fcheint wirl^lich v^erUn^eitea y 
ey uiiilänt der beiden eina#Tlnrn voeile an, — » 
naiurlifhe fcgel, da/7 kein timUut auslaute; auenit 
machen göu . hön ft. hönwe, göiiwe» wo ni<hl 
da 9 e der endnn^ fundern auch der vorat)$<n«-b«i; 
cofiC ibg«?WHrf€n ift. In den conj\ ge, fte wird 
lianm da» nmgeUutete a der wurxel gjmgen« 
erkennen dürfen, da ihnen vielnaehr die Coc 
gen» Heu su gründe liegt, 

6) Any7cr dem i der flcxion üben tuweilen anth dti 
Wurzel iroral ft)Ig<«nclen confouanten gewiflcn 
über ihn ans. Sie rciir^iuen ihn bald zu verll 
bald in einen andern zu verwandeln. Diefe 
nungen lind bereits bei d^n cin^Inen %*oraIen 
wnrden; hier ftelle ich He nar zufammon. 
fach heb in betracbt komnaen h und r« deren 
)iung beim goth. dl, ai, au« aü; altb. i, <^; u, 0*^ 
8o.^ und beim alth* e (I. tri (f. 90.) hervortrat; 
vergleiche man daa mittelh. dbt ß« ahc (f. S4i 
ft, eht (f, H40 ieht ft. iht (f. ?S«0 ö>it ß- iuht (fj 
Ir ft, ar (f. H2O er ft, er (T. 344.) ort i». ort (f 
ier ft, ir (f. 551»)» Von den Verbindungen no 
wd. ift vermuthtlch daa a ft. ü iU\^i.)^ «ü^ 
(f. 3^8,) und ne lt. ix (t ^6t ,) abhängig, tveletif 
^tn nord. einllij/7 de» nafaUaota auf den rorftcbe« ^ 
vocal eriimert. Im initielh. lind jedoch faft nur fg 
ren dea f^fterns, bei einzelnen dichterut ohne 
bewufte durchführnng, die fpuren ftehtn daher 
anomalien da; und diefe ntbCt andern anomalienj 
gen ßch wieder zuweilen vor andern coufoii 
beinahe ala nacbla^igkcii, reimawang (fo vief 
die eß ß. eß f. ^j4*) oder falfche analogie. Mai 
wird erft weitere forfchi^ng im mittelb. und vc 
tere bekaniiifchaft mit den alth. mundarten an den 
bringen, (Jeminierte cotifonanz fordert korken 
vor lieh kürzet daher biavveilen den langen« &«| 
Immer« nimmer ß, iemer, nieiner (f. nnien bei 
geminat.) 



L müielhochdeuifche voeale. 



367 



Inj? dra laut tnf ^ie LatUverhätinifTe) der votal* 
\i tn den ttcftutiißrrt cnler toulorf^ii oitwurzelh^f. 
imliheilm d^ wötler luarht geringer** fchwie- 
ili ttti ahh. • weil tiameütlich mWr niib/iriiiien 
I die früher'- \:;faltigKeil Her Ijiite in ♦, v.u» 

nüch i. ' hen* Tiefton erhält fleii «1- 

Btt Wi itj(zt vt ihn langer; btifpiclo 

öf* ttu „ : rbaiipt, ciatin die bih^un^f'ii 

Q|f. -fjim» -iiiiTc» -i«c. - iiiae eic. Nicht we- 
lle rthwinkrn aber zwiCchcn tief ton und tiube- 
poil (ijnn beginnt auch ihr liut 211 frliwan- 
Hß der lange rocal in den kurzen oder der 
Ejie », o, 11 ict den dünnen e und i übenriiL 
TJefem wegc der fprüchgeiLl einmahJ irre ^«2* 
lio an dem wahien lant, fo begegnet es ihm 
( i$ß er im lieftnn knrze nnd dünne vocale ver- 
I« wo ihm iioeh hnge und breite verOattet ge- 
Lviren. Die vrichtigftrn fälle werden daa ge- 
tero 1) die part. praef, haben bei langer 
noch oft den tieftr^n, wobei das alte aiit« 
gebHebcn, theiU in eni , ende, daa alle 
in üfit, linde g<*fcb\v.'icht -worden jft, end- 
^let verwitmiig auch nut, nnde ft. ant, «nde, 
gelten* In den Nib, (Uhon 193. 94S* 202 (. 
fsll9% 7991. ere. im (klingenden) i^ereeinfchnitt: 
I* t , fotgönde, chüCrende, dient^nde 
' di#nüri lendi? ( be^er videlLinde) ; im reim 

liedg rlich nicht fteh^n, wubl 

rimen 4ti ' u :riid^ -nnde» - ande fnicbt 

-ende) fuochiinde: iinnde (klage 136^) ' fnidun- 
lüden (Bit* ^1*) nnde : wue^liinde (Ernft 6^} 
DJra;Uinden« luden (Gudr* 44* 7«^) viande: lande 
•). Alfo meift in volkamS/figen gedichten. 
In andenr uogen zum rtnmpfcn reim dio 
^Tfil» vhntHant (Bit, ??**) wigant: lant , vant 
rare a<«^) vjilnnt, wfgant :hant (Wig. 1^0) 
eJnrcUnitt vÜänt (Nib. <^H^,). Bfi knr- 
icUocil lA heidea nmxi\hßig^ Tgl. die etn^ 
labende, chomende» (Nib. 9 t ;. f»2K6. 9386.) 
ide etc, — b) glcicheigeftalt brnnheüe maa 
tllt Tan part. herznleiienden fubf^. olbenden: 
(Karl 11*) lb<indfln:fnnden (Gudr. 90») tiUunl : 
rEne^il lö*) weilchr. Scbütae 8.) wunt : äbunt 
|l» 94«) nnd ibcnt im einrchtiiit (Nib. 4?o4 
Hiiijj<?fcu bei kurzer wurÄelldbe: jugeni. lu 



$68 



L mUtelhochdeuifclie vccaU. 



gent. fugende t die swe!t«n Clben obi^e iU 

c) die atth* «dj. eiidun^«n *ag« -ig (goib. 
tiiid im miuelb. -iV oder -er vcriUi/Ten » das 
weileu - ic (gcvolgic : wie ErtiA 4r«; meilleni 
bingfgen bt?i langer wurs&el und folgender t^-ft?^ 
lifo zwifcben hocbton und unbetonuu^ 
des lieftone fähig ^vird (oben f. 24.) li • 
gcligcn: naiigeii (Maria »a^J veifvvigcn 
gen (Iw. 4i* ^8*); cbenfo in vierfilbv;^ 
die beiden erden kurzen einer Langen u ^ 
alt lebentigcn : geligen (M^iria 24.) VgL obenj 

d) die endung - i// der ad), und tiibü. (uufc. iiti 
behält gewöhnlich tieftou unil dadurch ihr« abal 
wenn eine lauge oder zwei kurste blbeii rot 
Daher die ßumpfen reime mcntgln .- fin» nic^i 
(M, S. i, ^8i> 59*J magedrn : fin (Nib* $• Zi6^ 
würoatn : fin (Trift, izi* Wilh, a, 90* 19:^. 
hierin (Bari. i\g.) trehtin ; min (Trift, 19* < 
Flore 16« Maria 1S6.) guUÜii : Hu (M. S. t, |t 
lebeiin (Flore is*^ oder feiin : lebf'un?) 
fWigal, 152O tu* rin:irehiin:rindeTTn:'' ' 
ic i^t gjc 7,« 78*^) ; hürnjn, iCnln (W 1, 
fehner die klingeitden feinen : IfeTfncn (l^arc 
tien : letirunen (Georg 55«) gitUÜne : wlue (t 
Subft. fem, fch wanken zwifcben -itt^ in ai 
iuä welchem leutern beide erftere abgrkür&i 
drei formen reimen | TileniTu (Wigioa. 5^) 
wirtin, heidenji : fiU , min, fcbin (H»tc. äff 
J90C Wig. 384. 586. etc.) woneben mit kur^eii 
nber noch ticfiiungem i« hoideniu. V 
win eic, (l^arc. 79'^ Georg i«- ^'> 20** 46^' 
vorHommt; bele^^e für den reim -1 
hier nichts an» Die meiften dichter \.^,. 
lieben unter den dreierlei formen« namcntitch 
liarim«; einige gebrünehen nur «-tn und 
-in) wie CS tchcini Goifr. und gewJf« C^H 
tonlofigkeit verfklU aber diefe enrlnng wet 
(wie aUerdings die der niafc. nnd adj. jftuwe 
mahl«» Man vgl. das Ichwanken fdbft deri 
drin» drin (tfiliii») tn, in (praep.) nitliall 
^eei. der zahtw. und den praepof, -* b) dit ti 
dnng'licM fchwankt swifcben i und i; ^ Udil 
eher« •ilchea, »liehe überall habe« Wolff. tu\ 
bot; •liebt -lirh« -lieber, -liehe libfrAÜ b^i { 
f«d« Meilt *Jicb» fcitea --Ucb Gaiuicd nnd. 



L miitelhnchdtutjchc v&caU, 



369 



»» Cftlten • lidi Htrim., Strirker und Rndnlf« dorb 

iaU übctalt lithe - lieben '} Da# adv. tu j/?t 

lirhf*! »iich bei C^nraif ; ati^erdrm gih bei 

i ftnch ein a(1v« de» dat* pf, aut en und diefea 

rid auf - lt'"h'*n, b» i Hailni. auf .JTclieti 

D>« ttjeiAro andern j^pürau' hrn es ^ar 

aixiiirh iro rrtn>), Daa einfache adj. g* lieh 

ri allrn fpi aie gelich; aber frihft drn lictum 

drti vticjt lf*lzter ülbo biii^^n di€ gangbaren 

Mich, roiicb» welch, lokh ein, — f) die arij. bil- 

c/i, -f*'di?r, -tfrhen hebiill bei allen lange« ?, wo- 

eti Ol*'! * "^** fnblV. endnng - rfr/r und nicht 

J4, fg! :ch« dieleTirJi, «fleiicb, wueie- 

int auch hier den langtn voral 

ein. 1 imd Mafia Z17. wuotrifhe : ^[rira- 

p^ «— «] feilen erfeheini die ruperlativendung 

' 'TTv- Tin reim« vgl- nünnift Mid (^lilage i jo*» 

«rnfderiße. frillen ; iitngideii (Maria ^7* 

(Bari* Z94f) Jclaterea ftumpfer reim» 

lAthi fcbunift : lönift (M. S. i. SJ* ^); 

IM -^O/?« Tgh vordeiod : U6tl (Nib. 6117* 8169. 
^y. — li) daa TubA. munot (rnenßfi) reimt noch 
irU 119W Georg 57* Wilh. 3, 351* call, Wi- 
tte. -^ t) die fiibß. endnng - are ptlegC 
nnd tili rei«! dürrh^ängig klingend zu 
den Nib. hf;bt die Verkürzung in ein tonlo- 
danebrn an, vgl. Kocher 5 9 '6* ^92-« karoerer 
tiier6ti$. tenicnder 827Ö* ß< kochacre — ten- 
— k) daa ^man in nie -man, ie-nian brau- 
fchtedne dichter ticftonig» andern wird es 
ibetooieo -meti, hU Anmpfer reim dient es 
vgl. niemän: dan (Iw. giff ja 18.) : gewan 
ii) Hin : (Nib. 4« ? i*)- — biaweilen hängt noch 
dem ttefton die errrbeinung alter vocale in 6tn 
IgoiM« wonibef eiQ die abhandlung di# fer felbft das 
Silicb« licht geben wird. Das häub^fie beirpiel 
Ihn dk endting -611» -61 ia der fch wachen conj. 



^kDnuing dtf i in i bei fölch«n , denen mn ein b«K 
A» #i fftr 1 autraiten möchte» ii»in«iulicb beim Sinoker, 
rwtedcruii« die ^tiindloß^kcit der f. 349- rerworfiien 
^- Denn krtuung det ei in i wäre im hochd. bei» 
■ ; d*fe Aftf i wiiktifilt flatifind bewcifen rciroe wie 

• CTiich; ie^iflicb: fich (Kirl 32^ S»*^ «^« )• ^** 

* bei Situiier •U^Ui O»^^^^* ^*^^^^0* 

Aa 



37ft 



L uiUtdhochdeutfche vöcale. 



i 



nune ^) üxtt dt ne, }ft nei di ne (Ate ne)] 

n«.> nie ne, wie ne, fö ne» dö ne, »ö ne; 
hingeg« n A^itt drs iif die omdrehung en t 
geiide verbum, fo verbleibt jenen wönerti dfc 
nanirlicb wt il lie dann auelaTiten» s. b. jl 
enweij, nie enkan. Aua diefer »uerft von.| 
cm wickelten reget ergibt lieh iheili beHär? 
oben L 88, 97. vermulhetrn Uffpfünglichen 
nn pic. •*)» denn ein von naiiir langer (" 
ein nicht ala bloßer atisUiU verlän|^frter) 
auch inlaniend lang bleiben« z< b. liioS (T*ij 
S. u 6i*> 100* 140*') geS f. luo e5i g^ t'l 
(limiiit de zu dem lür die nnittelb. ccmf. j 
grnndrau« d*ß eine nnorgauirrbe wiederon 
eine organiCche) ten. des aiialaiita hilautend ti 
med. ^nnirUKehre, folglich auch, wenn li^ di 
clination inbutmd ward, z. b. gaber * meider, t 
ft. gap ir, nteit er« truoc ith. ßefundere at 
(amkelt verdient die verkürzung^ dea /« in nin 
Gne; die aufilaule nie, die, lie (leben freilich o 
ni« di , fi« wie ja« dik für ja, du* aber ütK*i 
waren lie enifprnngen aua i-e (oben f. 104 ) 11 
um geht wt>hl bei der anli^hnntig daa der 
£exion, nicht der wurzel ang* hörige m au^; <1 
diu hingegendarf auf dlefe weife nicht ansgeßoj 
dine nicht f, diu en gefetzt werden. -<- Ob un 
ähnliche kürxungen auch »ußrr der eigentlic 
lehnung (lüttlhiden, Avenn im veife auf Ca' " 
fprüngliche Toca Illingen ein zu elidierender 
ein conf» mit kurzem roc. folgt ^z- b. da*fl 
]ac, igenoie f. d^ erbot. d6 gelac» le genöli 
in die miitelh. metrik ♦**)« 



•5 Widerfprichr nicht der f* 531- b, c vor£arr»giii 
we-il dM anlelinendo n. »u der ▼origen filbr iiiti 
dun - e, wie in d«n, duj) » lt*in« ritnc beginal 
kano tuch d«i ctif. gereizt« (^nioht ingciefantr) ( 
itf-naan keine küisung in i men « iii*»m«ii ettai 

••) Ob auch jizen (ainiierc) It dei f. cj?. firhe»d 
«benrn duzen (tuiffare) und nicht iluxen g#t«g 
marie? iw^iHe ich» weil ein i f^nc' piett felie 
dcnr» der Un^e voc, heftatd |ird iii»cb di-fTen 8ti>flil 
trbielt, frQber alfo: jatzen . durECD Q^f^* nntd jl 

•••) Lach mann (^rec. d. NiW. «M. »15 ") nimmt felbft 
dei iiiliurciidrn (fr«i irli iinor^«<njrolien »> in hu 
bald au, ioiit Iblgt ^hirituiti lar an hora} ; Eoloi 




vocalcp 



37S 



r fif Idliri ?0B dem tonloswerden und endlichen weg- 
td«rTacilet a'fo im nüiielh. nar de« e und i* 
^i ftigendicb nicht in die abbandtong der laute; 
linswifcbcn dei ti<!fton«, ab eine« evbah^rs der 
iinre gedarbt habe, und die mittelb. mundarl 
)ttt m der ilexionslehrp niitztiche beßimman- 
I» fof^en auch hi^r die allgemeinen gruad* 
eil* fyo - lind apocope jener ro- 
jr if^nloß^ktU titid oben f. 21. bo- 
JtKtMl worden. Tonlos (uiibeiont) im Aren gern 
.h \r^.^^ ^ I, daf auf eine Tange (übe foTgt (mid «• 
r-e* rxiiC, ait-^^el, rund er, ät - 
•eü, iium-in) et fchwankE noch in den aU 
öo, fobald eine weiier^^ TUbe zutriit (fiJ-ig' 
n-in*eii). Stumm ^ wenn ea anf eine knrze 
liuraena voc, ond einfachem '^) conT] folgt 
nitn^ic); €t ftehet noch da nnd tnnß ge- 
iverdeii« ea wird gleich eiueni ftummen an- 
flicht mehr gebiert, aber noch gefehn und 
' ,7. Die Glbe, worin fich der tonfofe laut 
iii (Icfia für eine ütbe; die mit dfixi dum- 
r, fondern fäüt mit der vorauedehtn- 
iiia zufamnien« lefen, nianic gilt me- 
ine (aber Un^e) Hlbe, eben af« ob lefn» 
Die näcbfke Filbe auf ein Hiimmea i» 
wieder totilo« (manig-en, edel-en, igel- 
itr u.iruite auf ein tonlofea (dadurch wieder tief- 
wetdetide^) hingegen (lumm (fxl-ig-en) feyn* 
rie t^ivlufe vocale in den tieftnn, gehen (luTnme 
rfchwindrn uberj beide, tnnlofe und flunnne, 
rin aber nierivahle untereinander. Verfchwinden, 
LwegfaUen i.; innen nicht allein (lumme, fondern 
iJofe %u€a1e; die fülle, wo letzteres gefchiehr, 
kciiie aü^emeine angäbe (rgl. fxide, dieiiH, 
I, hlrt. aUh. f^ltda, hirli, lonota. thionoß), viele 
ans der (leictonfllehre erfichtlich Ceyn, Über 
nnd apocope d€§ Humcn^n i« e wurde oben 
7, jQ* aufgeQeillc daj? (ie nach liqotdia eintreten. 



I IdA&i* •b#f atich mier, wier (nach oben f. 551.}: hier 
•u:»!! ss^fdnmt gtwotinUeh Hebe im miiielh. Lie (Qr dai 

li ^. weil diefe dopp. Gnd, hier iiiUut«fid fo- 
icfen; auch iiicbt p und k. -^^'alctie 
iien kurzem tipd ducomen too. Üehn« 
•4a* aiiii«fU| iiam#DtU«U l und wobt auch f und w. 




j 



874 



I* tnUtelhochäeutfchi taceUm 



In beiracht dei L r. leidet dat inch keine 

l«iiiip, rrlme wie garti , dorn, Ki'>rn , w 

fchUt , aU, wen (infiila) ziK tr: vim ♦ gebl 

biTi , feilt, pezah , nort, qtiil, b^r und % ia 

ihnti dar, d»^ dief«^ farmeri jrraa fpracbg 

uird iiiciir mt-hr grbof^fi , blfetV bilci , i 

h^rP g**rrhri* befi wf?f den dürfe, der eigeni 

(ahh. Wiraiit) relriit auf zwirnt, nicht V 

fem. EbeiiTo fällt in ge'zimber ' tabulatun 

löorg^Ti, tpieg-^b, fpirgcl , wandelt elc» di 

der vol Irren form pt^alnibcrc, n)0r^en<^8 

fpicgflep , fpiegele, wan^^elct, iwthwefiäig 

fein ausfallen ^Tiirden kiafi obigtr regel 

e nach der ivuraelfirbf^ wieder iteftontg 

zimbt^re« xieiiele) •); Vor gult. fcbeint ea 

%M haften« giric: wific (rehmiede 64;, koloi 

g»rc;wirCt vgL knrc bei der verbind, tc) h 

milch etc. Beim ni und n gibt ea der aiieut 

»war apocopegilt gewöhnlirh auch, rgl. 

han (gallua): kam (veni) mat», zan reim 

aber findet Höh da*i flomroe e, nanie* ha 

fo nime (fnira) irtie (ri) theilö bei iliei 

theil» gern (nicht noih wendig) tn goWiQ"( 

tiamentlich im conjnnCtiv, dat. Tg, fi( 

fchine:wine, jene:f#ne Parc, 54«= 14,0^-^ 

1. Heinr, 2o8*>, Nacli eiin?r lonlofen \ 

wird immer apocopi^rt, als acem , Ketch« 

seicbi'ne). Syncope leidet da» ftnmme e 

n lediglich tot Hngnalen, als dein (: 

ftins (:unci) nim?$, ninit, wäpent (f* 

chena etc. nicht vor-liq. und gutl. Welcll 

wurde, es hei^t bimel, hamer, teuer (voll 

inen, nianie« inanigen fnicbt himl, hajür« 

nDanc. tnangen) doch pHrgt nach tonlofei^ 

ganze filbe en wr^^ufaUen» wapon^ %V(tlk< 

WÄpcfien, wollieiien, iaußei^n (nicht ni 

ibweiter, alfa deg^nen etc.). Noch md 

ftwifcht ti ßcitnnibeit und verfchAviuden 

den tibfigen cnnf, ; insgemein wird hier 

Aattbafl; einige werfen nach t das e w^ 

tot (f. gotc, tote) Tu: mit (f. fite, mite}« 



♦) HiernAth jlt im allh. »Uß^U, geziropkti 
iiefbeiMüc, iticlit «bar g^«Haih eto. ini dcj 
ätiiue, zeibka« etc. nicht aber kadime* 



Ir ndnelhechdeittfch» tocalt. 



375 





anri r 

MUT, 




i^. 


trifrn (kfiii 



(immer) nach b und g (hanfig) 

•wenn litig. folgf^n z, h, iiht 

lift (; heimwift Irift, 64«») lebi *), 

nicht vQf andern conf. f<Og- 

;, rife!, Jiifel, fnabel.aHer^ 

f*Jhn, febn, Ic-fn etc.). — Dief« 

wniM^i^u\M>w dit wr<:fitlcnd« und btribendt* (Inmme 

ierh^'tt nttr ana den reimen so frhoplen; 

it*ii ücli abweirhungf n. s. b. drr r gal- 

ibt abr. odrt vatv« fa fogar mii apoenpe 

r» Uchtr etc.; dc*r ahe Tit. minncb- 

Itdie, huilrhticJje etc. ft, mimiiclirhe» 

thf; der ^ii-'Ü. Iw. f^hn, l#lin weTn « bew^gn« 

ptiu unietfcheidiing «^%irehfetvllumt)en nnd weg- 

' la e könnt« »da f^hen imd^f^hn, wefen und 

mPit'iffh gleichviel wären» d« b. tiitr langr biU 

lorh beid<^ {lunifif reimen ' ii*ürd«n« (piv^findig 

^ r *: ' n; ich will ffaher in fo>^« nden 

, it riiLwiciieln : a) graniirjüiirche 

habf n d#s flnnsme und wc^gewoTfiie e» 

den liefton der vorau^Clcbendeti tonlrifen 

it» wovon bei we^ftllendem e k^int rede 

▼gl. die obigen betfpiele: heiligen, leimlri. 

itia, fpii^gel, iseiehena , Si if heil und dasa 

«weiter dummer Jilbe manigen # gademet» 

i^etei« igele, kartee, karJe (alih. charelest 

Hat ftumme e kann noch auf die vorher- 

• nins einwirken, z b, lobelicb, hoverch 

durdh fyiico|># in topltcb « haffch übergehn; 

löie ^datt ron hof) tobe, abc, habe, rebe, rede 

h ipncope in fic, hof« top» ap, rep, ret. 

' -11 wobl rpiiere dichter« s. b. Conrad lic (vi* 

rctiD auf ftric (troj. 166c M, S. 2, 87*) eben» 

, nirgend« hingegen kommt ein fic (vinco) top» 

Tep, rci ß. feijer formen mit ftiimmen e vor, 

der vor dem Gammen e Reh ende coiif. bleibt 

U c) metrifcb wirkt der unterfcbiedt intofern 

e (manegen) nie znm reim mf banc, danC (Jan* 

^iiabe« 9he ete. nie auf grap, 0ap taugen» wel« 

gefchehen müde, wenn manec» abe gleichviei 



loa^ü, Upt ate. fleht sffir oft gefchraa* 
wiimm ein fcheidct« ßr kein« 



pfilget. 



hwni v€imc ein (cheidctt rar kfin«rUi lormi in fololt«ii 
vr4^tt#fii tratflü g|ei«d« kiltfig ■oll^frttigen de» eonf. in ?«• 
ffti« ciai fflit* luciii Uit eta. nifg#tidi darchgreifand 



376 



1. miU€lbP(^€Utfchc mo£ale^ 



mit manc. ay> wate, geride wie gfbofii, 
bcr»i denen kein ftumo^ee # mehr gebuhn) li 
Ih« auf honi ♦ liorii* gern (libemer) reimen f)* i 
rrhr*'ibiii>g gr boren und maiic Ift ilfu ffbkd 
ßtini|)freiinig wären freilich bride fo gnt at» djf < 
tige isebarti und niMiic -f- Dl wo die gegck; 
g**hi nirhl anarelcben, mu^ iiaaii au» dV? 
der Ücxion^n und für «inx Uir dirh»trr beUmi 
n*^n* in w> leben fällen niimmer laut oder wr 
oder rrhw^nken swifcbcn beiden gthe. Enoie« 
«bw ichuii^i'ii wird c« üherall gfben nncl uire _ 
itiMtolh. ^tree, wirec noch suta^ig^ fo daif dj 
beri: (und nimm^ berec) nicbi irreti, weH die < 
tracücin der jllfa. form perag« per«*g Unge verjik 
Scbiie/iHfh die^ bemerk ung, da^ tl^i» e oder I ii 
Yrniif^r hlben gJ^fi« a<i^ gl* i'-be weife bettf theilt* 
den muß, d/b^ bald wefifülli (erB t ei «5) bil 
TeiilumiDt (lifeS ^» Uf c3). 



JVlittelhfrehdeutfche confonnfiien* 
Auch bi^T läyji Geh verrcbiednea aUgtmeiiii 
l) da« alth. verhältnirs der len. mtü, und afi» 
ter der nähern beftirtimiiiig, da^ fiir den Itpuea-« 
Xehnatit (jibweirbfiid vom Clreiigaltb,« einriii 
O*) an^ und inlautend die goth. med. b ui 



>/ ?3 ^T"°^*P*^^^* Wörter rnmcn äbctbtupt iiiibfd«giU 
«nJer«, z, b feinde (itiitto) : fend« (df&Jctium); 
(^VAhabfttt) : halten iltiiufii>; mii snJoru wnrtfn: 
mannt fchwebettut ßnd<t niiv bei ßiiniiii«m r iL-.n, 
bei wegoevr^rfaem. Ob ^otXv trgtnd ein %nu 
fcken «iibülbifieii reimen und |ctl«K«n » deti'- .< 

n»chfoigt. iöMbar war? fch witfl« nur djn tusidi 
d4f die (voi» der ü.eilun^ io ilollen tMid ahgel*i»p 
dem ei^entlicheu aii^reim u^tbLängigeit] an* iitid U 
dergtcfcLpd fich attionalii bei Walihtr, Nifen, JLicl»l«l 
TViidi. Burkan, ßrunwari« WitUu , Singul, IJm 
wer et«. itipiMt^ faft immer eiiifilbi|; -fiunipf ftoi il 
^YOidi^ ba3 «Ol : fc^o i. i^ftb uod wip-lich : 11p BH 
Tehr Tehen mit hiitnrtien e« Jobe;tobe ^ i, iiJ'J 
iJ get (rarifier^. 6c ieiciu in frurJt»eJi sia ind«a 
(welches %u creättneti i(l),; wider (Singof •«&!>) j 

teod (culde : hulde, halde.'klde. VV izbu s^« beweifc-m 
ieder wie •, 66« tg^b %^ ,^, 505 ^^p^ retüii« i«lt 
ÜB dicfem fyJlsoL* 



it^chi €onJönanten insgemein. 377 

itiNdllir#tifl'ii>ii. «fid ifp. Ttm der gotb. wdf« 
3 c überatt Herr tri 
ngatlh» grunrlfAtz ' ^ 
i(p* aljgemelu, biti|:egen für 
:J j;,U.;tefK!« tnrlerD eacb tif«r ten. 
'4ai luiUuf u» dl) stilvollen den anUut (4« /$) 
D'tef e mitrh ruehrerer nickilclitcu Jö/Jt 
rbtn ftttirn t< n Toraii«r«beri» weichet 

lief w I dartUlluiig und «aniahi in coiif. 

8'»«»2fiJ ^ ^ '^'iw bcftäiigen wird. 

'. I 
fi AUilaut lA: er dulclel. nqr l^n. iibd 
L^Kco^a med. foiidern wandelt di-'le überall ia 
e» ro#e voc. oder ein Verbund ner Cüiit. vpr* 
i; ftlbu frcrmde Wörter beqyeiiien Geb.* es 
h. fifat (pidaa) falar. ruiisii, davit* In dcut- 
die tuslauiei>de tfti. doppell « bald 
- ten. dta an- und inUnu cnifpre* 
icb(*K h. in wider(p»ucb mit der 
! ^» Jai€8 ». br in bat (logivit) 
iF«) reit (cquiuvii) sie (tempna) 
•ij diel (^cn«) (öt (roorrpu») goi (D<?u») Um (pa- 
101 (bonrnti); nie (collom) TpiH^ (Jardum) blic 
(Initiea) Arne (iroprejrio) fchate (ferviis) 
Heia) ftare (fortte) etc ü^of^afiifch in hn 
p) fit (rota) fcbiec (fejnnxtt) eU ((nsj.) 
U (erirpna) !tl (merr»br ) tot (müfd) 
ftc (factiii) wftc (aqua) wec (vU) 
%n) v/ lij) lic (vJcioria) bonc (tltfxii) 

Idoe) b*ji' : , r) riiic {tirCulo») berc (nioüi) 
iie «ufU lib. trn« i(l mtMlletift nnorganifch, nacb 
•-'r ^ap (dedh) ßap (btcnlus) fwidp 
it)Hp (corpn») r»p (cfibrnin) diep 
|lijp ii!!% Jotip (foliiim) trifnop (intelkxit} etc. 
r^lif, verbindnngr gewöhnlich» z, b. falp (nng*) 
^Itit} veriiarp (inierül) organUcb nur in de? 
Itiirn foim fp« ^, b* criTp (crirpus). Mia 
•) diefer iib^g^ng der isned. in tcn. berührt 
«nfchein nach toll jenem QrengiHb. dorch* 



(»i dtf (rtb*. wimn 1, b* die Üb, mad. in bÄtMn, 

u ftntvrortiit» die gutt. oieJ, eben* 

l*n* [^ eifcbciwi «Ji« »"•1. t«"- in 

"b^rc (^ ih, (. ) tinfuj^iitircb, Fft* d«n lUft* 



gyf L mUielhüchdeutfche ccmfonanUn insgam 

greifenden gebtftuch der teil* ttn4 wäre dAim 
. »Id theUweire moriilication ^CttCttben* i^llrin bi 
JUiuml fiicbc« dtj7 die miltelb* fpiicbe aorb ioi 

Seiilapt» wo (ie den ßrengjilb. gruridfit» felbH 
ie auslaoiende med. wieder »nr len. werden \kß% 
Wlßi ioviohX guAir^i, guoi all etdea, eit (ßfen|( 
eides» eid) io rbjff der miicelb. aualavr t, hald| 
gotb. d, bald |> er (etat. — ^) die mitielb. weifei 
grgu«it aacb nicht den meißen iibri|rp|i allb. diiUd 
wobi aber aifmttcb Aeua dea J. (oben f. ii|o. 1(7.18 
y) ra ßel^n ibr andere analogit'n sur feite; tbti 
rerbirtutiir ^^* «^ ond b in ehi ati*L f ttnd'cli' 
f** bot, bifcb t; facb (f^idit) vÄcb (cap«) b 

ina) «6tb (fravitj nc, tbeiU die (fcbon alib.) to 
der gem. 11/ him. nn, rr IT ck im aniUnt, \ 
(cataaj klavn (afcendit) bran (arßt) ^ 
M gevtHa ^ceriue) Brie (liqueui) eic. tb^'^^ • 

^veiligc vcrwaTTdtniijg dea anslauts m in n (T 
liq. ) — ^) fcbeinbiire atienabitie macbi die fudin 
wodtircb der cooT wieder inlauteiid wird (bä 
Togleicb naber). 

) der inlaut unterfcheidei ten. med. afp.; die 
auslaute p. t. c. werden wieder »a b, d. g.« laiii 
die QTganircbcn« welcbe ten» bleiben, igl. bat* 
fchiei, fcbiedeti; lac, la^en; bouc, bugen ; itp» Ql 
diep, dtebes und ebenfo buf, bovea« facb« rafacitt 
vallee; bran, brutinen ctc» dagegen aber bat, Ul 
hxit, 2ite; fcbalc, [cbatkes; trifp, crifpen etc. e}t 
[.clinatiunen *} verfeizen den aaaK conf. in die i^ 
daher die Wirkung dea inlatiiat vgl. gabicb« gl 
ftarber^ werbet« leider (pallua e^) magirb, pSl 
\ienger, twaiigen, faben (vidii cum) ^iSbeS KU 
127* 129*) bevalber (153*) etc. felbft wenn eine 
iniübrl, z. b. gruobfe (Parc. i2«c) ond aiidervi 
grabfe, babfe, li^bfe. fabfe (f. hc\iü). Da «bei die 
lehnimg nicht zu effotgcn braucht (wie aus dris 
tauß za erfeben ifl) fo kann ebenwohl gap ich, gipiril 
richtig fejn. Im etilen fijll würde mager, leider, f 
der 2um reim auf mager (macer) beider, ander taQj 



•} Zweierlei t/tan ») wo ein ^o\^tnim dem ▼© 
wort anfliegt (diel« ßnd hier geiueibt') fi) WD 
bfnde» dem fotceniieti ** b. semiir, irit<liii etc.; 
felhaCiea f^llfu Itlirt der ion, welcbea wori int 



tifchi Cünfonanten insgemein, 979 

mte §f^ UH irrt vatti tNr^tntttirlicb ntchu 

li «fleh rcf^infar.bie gem. dorrh in- 

ik %v»ti»rr, WfttT t UM« er, wir er 

\wniic ich oichtt, wi»W aber ^58or; wa3^5er 

ft, M'h t»T. — 3) Wo »khl eigcnüiöho 

Ünilei, abirrim metroin. den nnar^, Gmif. ' 

ibloTcr rn«:tUn)4ui b<ntihffr, ^jiHtgt itichr 

' md, txitkzi»kfhren, z. b, I.Mb an, fitlog 

Ir» Ug* ' ' i clc. c^i^^** »ni Fafc. aU 

^'ßöd di* i> bü. »tt etforfcbcTit ob- 

•T^rÄcn SU fcbwiitken fcb'iiieii. — 7} Riif, 
' tticht drn ttiabut ded voidern worU iiii^hc 
b»t . folglich btcibi die unorg. ten. rftU Avip« 
Ifcb» iuir.p-beU» Uep-Jieb, vJiSec-Uiob, 
r«« ipa|^€l-litb, Unt'grave. lant-^bäcre» 
•h, borb - vart , wolf- barl etc. ja lle würde 
ti eiufprinir'^n. ». b» to{i-Uch, kiiit-Uii» 
Tk. <* rri lnb«-Hch» kiiido-Jtny 

l^to ffi ii, bejn^ricb ft. beime- 

ch hier das it) , wie im at}3- 
..L-iuu-; ,,K eri-ßift (Marc. 97*^ f- ©rd- 
lirfff grundfat^, fa bieten üob uiiaühUge 
uoferer texte dar, ss, b. Parc* 46*^ Irfe 
■w. bade»tacben oder hai - lachr'ii (40^ ricblig 
> aiÄC-tnora odrr iiiii^e->liiom (Wio 
Mjfi tn\€t cblage-baft ovic 128^) 118« 
(vrii» ii7^ (Irht) M. S. t, 126^^ muc'fcbaft 
vvjbr«n (fl. tti^grchaft, fölbwabfen Tgl. f^lp- 
' . f6* felbtiider icis^) nntl fpradigeinn/? 
<• ttit ap »gut (dtaß^'f} ap ' trunuic* ap-giünde, 
^tocb cuie bH. Irfeiu £a tbut nichts, duß einige 
I) itn wirklichen aualanl miapocoptcrtt mh 
r flummen e votkummen, *— 6) eine hier- 
%ctrctiied( ne, wieder aber in der praxia nicfal 
hrn^iH nsFiihtte regcl ift diu nur ncjcb fpur* 
ng zu den verblndungeti pt 
.... ;.» t^.» --intern awifchen b und I» g utii 
rocAi ausfAllt« Btifpiele: l^pie» bapte Q. lebetet 
r(t»t 0. wibet (M. S. 2.20^ : gibt) ampi (Parc. 
tob«! ttT*^a. Til. 8; verklambet; fiuher wohl 
Ttlb. ambaht) hoirpt ft. boubct, boopte : roupie 
apiie ft, nbc!iie (vgl. iibcL : embabet GcMirg 
irfi : laptcn (lUiiifr, 44» tai^ *94*) ^- erOa* 
^ubffixfirrunl)* Ubcteii; opt . gclopt (troj* 157^) 
teierlUfpie (WiJli* i, m^ call/ liciofr. is^^) 



St^ 1* fniuethochdeuifche confananten insgi 



A. d«rbetet ftethetev Zwar überzeugt Iteinrr^ 
teime, d h. fiirhis hmdert jfdi*5ir)«bl bt. fnti 
Tchreihen niid dji r» itilitrteodr ötg4n, p bc^inil 
gibt, mvtfkv pl* in freuiden uurUm eniTrh^ 
fich wifklirh im Tit. enihi-pler ; »eptcr tiscl 
rchwrrlich eia bebtet «u verih#»idjgni ßtili^cJ 
beftt n mir belmnnteii bfl. fdiwfttikpn« z, b. I'ii 
houpiman i4i^ bntibte und gewöhnlich lobte« 
nn/^edabt eic. ci für ßti teigi fich fuß nur H 
• Xcbvi^achen praet. banct^« fprancte Pic ^ U«ng<'ie, f 
. gf'ie und »war in den heWfifeRdoii reimtfi: 

li^in bangte, fprar^i^ an die (leUe fr^zen lit'/fi 

,\dcin wird an weilen gtr'nocte, g«*niii>cte eic,/ 

lieber gefuogte, g^nuoglo gefcbri**b»'n , nh\_ 

f. ügete, Avte tB dann wr^bt im leim auf bfl^ 

. liönnte, ferner mir tnagi. g* Higi , kl?pr, greogfi 

, €!<:, Irb wage nicJu ir> allen djefen füilfti eiil«f* 

- g^l odt r pt, et vorziirchbg**n ♦ vielmehr balte 

praet. fUrpte, warpte, banne, fpfflncie (d> ' 

* aiidung -bat, gct liin^f^ vrraltat Ut) für nSridij^l 

^:/nrnii?n I deren pt Otfrit^d noch lebendig erl^ 

; morbte, wi'lcbrr, tibgtf»irh er inlautend ftett äl^ 

»b. hegt, bei der b^nibrung mit t die t«n« i 

(warpta, zarpta, naptit, kunipta, gifofipta, nbrn t 

dagegen d»« inaloge kt nicht b^ f^d^end hangta, tpr 

fetzie. Die fpuren beider lantverbitidung n im 

töJh. find daher \i^eder an verwerten, noch 

wohnlichen bt» gt danarh %t\ lindern. Elm 

hat fogar dit neuh. namentlich haiipt (ft. ha 

^gl* oben f«)t)- 314* das nnrd. pt. nnd nnten M' 

glitt, über hL — a) gefühlter und allgemti 

Xcheint der wiewohl r*;Une inlaut -is ftait ^ 

'.Parc, wird dnrchgrhend^ äbenta f. abend rt 

ben fz. b. 67^ ii9i>.c^ «M*') vgl. nnt5 (v^** f nin 

unde da3) ielfweder , etflich, itfwenne (f, nnicii b 

tpron.). Anricrwäris freilich laiid§ (67*') wo lieber 

%des £u lefen. Der fall eines anatopen * /jj, *eM 

Itctimahl bei anlehniTngen vorbanden feyn» gewöhn 

' Indei fich obfe, liibfe. magfe (obc» f» 178.) Id 

opfe» macfe gefchr leben. 

4) Auch im anlaut find ten. med. afp gefcbieden 
wiedfri7m macht hier die med. anfland. iiidrni 
von gewliTcn auilauten des vorhergehendeD worl« 



kiKhdeuiJche cQnfonanten imgefnein. 331 

loberf^ng« In die len. erieidei *) Diei iß notke- 
if jrl. der iüb.uben f mu su vor«*iJig ilk* »n- 
auff miltclh. ab^erprochfti bitte. Sorgfälü« 
lang dr« r. gftller Parc* und cles ixiitiit bnet 
(D.»^cen g. IM. 112.) i«jhrt da| g»*^^jifheü. 
totiidideii beim lippfiilant^ auf vncnl niirl liq. 
die mtii. rgl. *Ja bat (40*) äne hart (loh^ i2**J 
blll (^*^4 dtlae bori (4^*) ftne brüft (v«) dti bift 
Wlirj^en ({8^) morS^-'n buwcn ^8^ ban - boum 
Ue (46*) et bai (19«^) der burgaere <4&*)eic. 
igcti ccmf. aber ten. ^igl. zweJf pröt (4'5^) 
(147*^) nihi pa?5 (40») niht puwen (i9i>) 
I (8H*) wiifftei piirge i47*) §•"« uJtVnbtr »ie- 
lioie f and ch (v gi. f. < ij. ) im. nacb üch : 
oS*) foa pant (107^') pfadea pan (67^) hal- 
$i«ij««) e5 prach (46^) da5 pin ich (isa**) 
(4c*)icb pin (6c j6«6j«78* 16« «26«» m«^ 161*) 
iScn (67C) noch pa5 («8*) noch pröt(44C) mich 
IC Und in» mänrhn. l*arc. üch paj (wo f, 
baS) nfih«*f baS» ^m bl65» wiere breii. — 
^eniaiu^r tigere nnßcherhcit.der f galL Parc. 
I gar kein^t Übergänge« der müncbn. in dttn 
Ä Blick nacbftehtnde: vcricii ten^ erB t6, e5 
iU^ um i4i5t ilf teft wo r gall. 49* ^ jedes- 
fteigt; oaU leo, mit lin f. mit den, mit 
Mja suweilen in andern blT. mit ter hant. mix. 
leo, (Iw. hetdetb. 4446* mit ti^n) wo man auch 
on miiter hani etc, «nnehnaen könnte (vorhin 
I nur dayj fie dann keine inlautende med. fon- 
rielmcbr alTimiriettc ten. hervorbringt. Ein an* 
boifpiel M* S i,toi» mit trjunge < ft. driunpe). 
ch Umi man die fälle des fich der «weiten ytiU 
den du (biflu, häfto • raahtu« Taliu etc. wor- 
ifhr bei der conj,) hierher rechnen. — r) noch 
tcbeint die guit. med, timzolauten, felbft jenes 
brocbriiick fchfcibi paizivälea ger» keine« 
turnt gnpfen, nicht ker, kartend« knpfen 
i Ajk iich unicn beim k<^hlLiU zeigen wird, da/T 
leo. Jro miuelh, gewöhnlich die ftellc der ßrengaltb. 
.annimmt (waa ßch beim lippen und zung<^ntauC 
HMbe t'erhilt) fo kann auch nicht wohl k fdr g 



]>r alnintb det titilautt ■uf de« »nltot Bellt dem det ao* 
\ha\% «af deo »uiUui (wovon eben 5, /3. die rede Wir) gc< 
Miab«f : dacb fD6|<;ii btid« grundUiA« sut. gelten« 



33« !• mhtelhochäiutfche confonanien insgäpu 

ßatifinden. McfKxvüHige fpnr 9e§ nnikerifcb^n 
brauch» seigt ti<^H jedticb tn der trhreihnnir enk«! 
etiKalt (Part. 8t>»> 1 18» i js«^ und ßcber öher, d 
«urh Nib, hff. n92. SSS-t ['<*^'>7 cn'kelrlrn] n* wl! 
iiiwl das lUe miinchn. fr. Wilh. 2* '54^ eokulici ir 
f. eng^lten, engalt, wekhe« l^digHrh «it« Hnria 
beMi ent-k^U^fi, eni • Ytalt aiiunktären ift (O: 
geltarit N. aht^r in -gelten; nitht unanalop feh 
enpfähen. enplliphen • enpHndeu f. enißnden. ep' 
hrn, cnifahen; daa nähere beider fchwanKendeti 
filbe im-, in-) cbf?D fo wenig verwundern darf 
crÄvo (Nib %\nA* EM) oder burg-crlre * Firc 
0. dea gevvöbnl. burc graie; das leiebtl ff. def 
lieft 1042, 1074* 1079> ■0'^8. tind diircbgefaendi h 
Itesit» wiihrend es übrigena itnmer ge fetst (1 
bocbgemuot ti^o. iiSu) — Ans den belegen fr! 
a) da^ nur vom timlaut der anlaatendrn med. Iil 
ten, die rede ift, die icn. felbflt aber nnverün) 
fteht. Da p bla/? in fremden Wörtern anlatft 
paliBf portc ^)* H aber, -wie ich eben brn^erlita^ 
die afp. fchwaiiki; wird dlefer fatz befondera 
Zungenlaut wichtig. Ntsben tobter, lomp« 
kann nie ein dohter, dump, dac gelten» W9\ 
%-ocalifche oder liq. au«}aute vorhergeben: mit 
Worten« mitielb. t, das dem goth. d entfpricht, tJ 
nie in d um, wohl aber dae dem goth. {> «■nirprerh 
d in t **). b) eingang«* der faiae bnd «eilen gili iilj 
all noed., nicht wie bfi'N., ten. ; ft-Il^n vcrilfi 
f. ßn\l Varc, hiergegen und prdr» pillirrher (| 
fch-^inen fehlerhaft, c) überhaupt mag deo fet 
dai bcwu^treyn der regnl fehlen, da net 
bcifpielen, wo die ansfprarhe auf dat richtige 
genug andere widerftrebcnde vorkommeu« tbell 



•J Wo »usöthnifweife b ß*tl p atihatfit vgl, btfofc 
bilecrin (R*il. ig, 114) ibcr M S. 1. ^b pilgeti 
üiic] boye, d« gilt med. o4er ten, feft, nhn« w««lij 
ni|tl%ctii ttirnitit *, Tic 9. 16. ir briit Herr« btt 
•itderrn prifc i^erade »ichi zur r«geL. und dat gedic 
ihr tonß. niohc. 

•') Bei N. luden, d«r ilta «tiUure b. p< d t. ii*ca ^oij 
liut ordnet, Mi klbft in fremden Worten^ bald bina 

fin« eebrifioht. Ibro fcbcint lei', der w 'ai (4i 

tSo. ) it»«d. der umUut; im inifielh, tu 
sweifeL f* i58 (unte) w«r ancüihig » d^ wom^tienij 
pUliDtfi zwilchcu d«g utultig etc. uaob der r«g«l weck 



lUlhochdtiUfche confonantin insgemein* 33 j 



IT daH bette (46*:) iles bettci (tu') ich bin (^^ 
||b^) mich batS ('O^«^) und fonderbar im münchn. 
(Pb^wcn ß. üe» i, g«ii. niht puwrn ") ete. thril» 
bn alA: ein ptuolitr (127*) «iueo pla^ren f 146«) 
Ibie (92*) nirnQcfi pier (*&*») der proft (t«) etc. 
Ib im n^unrbru fra-ui. d für C, Üe5 durrh. ÜuonC 
ipracb ' r i iler ä1t<^ften mit- 

hSL vv 1 ^« ft*lli-n dee f, 

pjrc brrichtipi»' j^rfurie da» munchn- bruchfliick; 
I^nrcXe» v*ftich«?rang ift iiu ^irlT. Jw. der ^und- 
«Idil wa fpür» 11« Gleich wobi witd matt ihn in 
Khi io9g. drr Frübflm mtitelh, werke %n berüek. 
^K, wo iiirbt diirrhznfuhren haben, ZuT fetziin- 
^B br(etüiidcte fcbreibuM^en oft rrhakfud« sei- 
^^uien b(I witrin fouft durrhias die med, ^ilt, 
Ire fchuarz^n überafl p Oatt b im an taut em^^ 
94- tai,; ttiÄn vgL hatt-perCp will praete, qiiec* 
h6ch- brzil etc., in hiT. die wabifcheintich 
tot« born- böge etc. leftn. Einzelne zeugtiilTe 
gel (Nib. kicbti* iiiy. nnt pouge* Tri(), 96c 
IC. Maria ^61. merea pinge« 172 davidia 
12 daSlerctc) beweifen bei dem Übergewicht 
fälle weniger; wider Gnuigf-r wecbfel, wie 
äs. ganiolei^ (Tit. 40. 41.) gar nicbte» die rich- 
tfisrt iß Kaniuieia (Farc. t4<^> 

kiij ' rconf. finde Ich zu erinnern ä) ße 

iit imi , n«r inhntetid e\r\ (wie Tchon 
, ein im allgemeinen nnorganircher grundrats, 
Ri \Te1cbe« fich Wün (acquiüvit) und wan (va* 
mü (earof) nnd va) pallidas) rwam (natavit) 
am »fungü») war (impedivit) nnd war (obfer- 
>)eic nachtheilig vermirchen. Gleiche aa^rprache 
fm aber die vereinfachten auf>1aute mit den an Hch 
lehen gehabt haben » da bttde nnbedenklirb und 
'VrlrU aufeinander reimen, Tgl. oben f. 122. 
fg. gemtnaiinn des inlants febeint gf*rade auf 
rf. irereinfachnng des auslautt gewirkt zn haben; 
Tprache gewöhnte fich beide fälle nach gleichem 
€ au meßen nnd indem ihr der geminietende in- 
geJäuh^cT wurde, wurde ee der einfache »uslaut. 
ft r^on vorhin f. 178. angemerkt, da/T die regel 

igeailich Aeht bei Doccn nib buvttn; «1 fohaint ein Itk- 
sa lA der hL od«t iot afc^drack. 





i67. 193- gegebenen gi 

den einzelnen lau r reib 

der gem. (d. de« älter 

kennen aber ifl (le mit 

fie klingenilf^ ftatt' der 

genau niit dem vorfchi 

'Mi^t. hingt. I Zwar hei 

.i(lielde ßnmpf) nicht' 

fdmtk (fragmen) drum 

. Ichwtakt'erv^vircben 

. ifinide ((choii«'d6 ' « n ) : 

' 9«**) dagegen fchimmel 

Immes Qimne (M. S. 

«ftnoapfeii ime : nime (ti 

kdnnt« iiki'inini); bwII 

jt«ra daaa rrim auf kam 

(Mit* SU geFatlen (a. 

lo)^); daa ' bej!7ere Tun 

reitncn. Mit immer % 

Xltem lemer, niemer.*^) i; 

i, 6,7* 7 r» 1891» 2' 4* troj. 

ein ftubspfea imer, ni 

;io7- Parc. iificctc.) diri 

mef (Parc. 79« M. S. 2, 

timmer 'ft. simber^, timl 

%n entwickeln. Ähnlic 

den guten, älteren dich 

mite ■(praep.> rit^ « lite 

teimig; bei fpätern zu\ 

fniftciii, erlitten, kling 



hothäitufche confonanten ins gemein* 335 

T**)< Diefc bcifpicle brlegen biritangltrh Me 

jtdergtLtn*; meiftens aber luwß Ge ala mmge- 

iKnabme» die eiiif. conr«>fiaii2 htng^grn aU 

lletnfhlei werden. — y/ jeder gem. luii^ ein 

Eil vofhrrgchrii (obfn f. 1990» Bei diefer ge- 

^we wnric über fi^üiid 5^j die itb f. 15J. 

|ii erklürt hiibt', im mitielb. aber, 

^ ircib;ing aller bir. halber, beibe- 

Kt ttnfacbttn zeichen f» 5 für den afpirierten 

" suügrfilAQt vctfübften zur gern* narh am- 

bbftgeii wifKHcb einf, conf. » unfolgf^recht 

1 man ch niebi g«:mntberlc. f. S. cb bilden 

kitte drei Aeben n-ch lacgeai Towohi afa 

F^e. nnJ in leiiierm fall wirken ße fhta po- 

dera aiugcdrücKt« auf f^^- <^b, kann nie ein 

^ fjlgen **). Durch die alth. cinrubrnng der 

iJe der gnib. len. gteng der Tpracbe eine 

jt ansah I aller kürzen rerloren, wie znmabl 

M€ conf. bewiihrt, Im gnth. grip-nn, it^an, 

itbrik-an waren die erft**n lilben kurz» im 

f*on, e5-»n, biB-un« hr€:hh-an wurden lie 

*). Man darf vielletcht ein nacbgefnhl der 

[ungfhemmti-'n küri&e auf die anwendnug der 

i|nlf.rn« e5S-en, bi55*en einwirkpnd an- 

daa princip der gern, mahnte an beflimmt 

[?onl« die poütion war aut» der ßlbe nicht za 

d, b. bi35en : wi35en, w*a33er : laB^er, 

(f* i5 er) reimen nfcbi klingender ala biSen : 

wal&er : a3er nnd die incHnation fordert nicht 

iojfef lache gem. (oben f. 371.) da bater (bat 



-> 



[Silttinbtrer $jnn^ wii}er Jen Tttx. Jaft der Teim «m fichtr- 

dte lUitprAche letiro. Freilich der regelfpfte, hiiiißge 

-* iti€lii Jer feltene» amn«hm&weire , der «iif fcliret- 

nnd ttiitpr«che dt% wona iniierhilb der seile niellt 

il« «fif.li wen Jen iß« Wenn etti dioliter irpniQr i ximmer 

bl, I#in, t ' rr», fct wird er turter dem feien feiic 

[wiiil ifp<r it I gebraurheti, \% gewif» heim, leim, 

^p, hc:<ci|p ii^iidr^ in rinJ «ufscr reim, es milfie 

riä iinbeionter ToctUnbiit fülgeiu 

lidi Aiicti niclir auf p. iL. (wohl aufi pafalleU t) a.bax 

lüg« weil lie im niittelh* nicht mehr inUuten. 

Ir Mich kein lunieichender erfatt» da die goth, ifpt- 

\n\M9 (vrelche nun von alih. mediii vertreten werdesO •& 

rt AatL coBl for toc wvii fAiner lufireteni V gir ficht, 

ir f> tu qut^n* rt{>ui» ^DCJ^ «t«, Di« wahcnchmung 

rauic jiibreA« 

B h 



866 L mittelhocMeutJcht confonattun. Ufuh 

«r):vtter ßtimpf tmmt. Der (t j^Ä,) ifigi»fah 
reim haB - eiu : ba5 fprichi fogir für dW (dkg 



(L. M. N. h,) liquidae. 

Beim l xa merHcii, ^Hß es In Tehr fefr 
venritt und darch ti vcrircieii wird (oben f 
in kilche bei Waliher, Niih. (i, iO|* 105^ !• 7i ; All 
«lle hff. der Nib. ond Miria 84- 101. xio, hab^n " 
\V»*chfel awifrhen l und n findet Hch in 
(BarLa^fO '^^^' «^hlobiloucb und enelende f. « < 
pal. }6i* 6^^ 6v« etc.) alih. elilendt* Nebrn odCi 
Tehr bäufig aide (oben f, 125O swtfcben 1 und r nor 
nlgfm ableiiuiig«enduiigcn abwechfctuiig. a, b^ 
pfeller, vgL friedel : Jieder (M, S* a* 75"';. -*- Dcf 
m hil ßcb nicht nur längd in alJen flexionrn 
fg. au«gf nommen) ^a n Eefcbwäcbt. rr thut et | 
oh in w'ir»cli» bt-i WiliherTHnäTStrick. Conrad] 
Äem, öhtini bein, ein, ffhein etc. 1 M. S. 



14^ ig» troj. i n 



Frig. 21^» Nib. nur 4oa^ 



W^ 



tnon(ßiL62b)/«f>j:aeinCBarl. ii8.) lani kan. nr 
II (Reinfr* i6»t^^ etc.) Aa«, na/i:ban« an (l^^r 
^ntchti dergl bei Veld. Herb. Wolfr. lUttm. VV 
Pete« Docb gilt auch j^uen n nur ali auinab< 
d- h. ih**!!» reimen die achten m dati*Wn. 1 
diete tiT^rf dem rciiHt ea fey dt 
menfetsnngen (die nach f-ii79- 
ein folcbea n «eigen, vgl. heinlicb, betntJtb 
beinmaeie (die ganze form misgebrifi* ßact b«.,ü^ 
heinnddi« vgl. T (fv* über 6 und no)* InUutend 
unorg, n wieder zn m« lein, ieioied fnie leine 
cur die (p^teren lUuifr* Boner. ff c^ geRatten es | 
Tgl. funt, kuni : &nt • floot;^ den allb*»r^ebr ^ 
Ikdnlc i ff üaic tWilb. 2»zi*» VVigaU 16. V\ igiroj 
ich nicht dabin, vgl. Maria 1S6. Bother 0^ 
Beo.t. Wi|r. p*4)B. übrigen» auch Ntb. fot. fr« 
man fchreibe alfo frümic, wie Bii.94* 150t« ^^ii 
jBcn, heime:elne. £« tß unleugbar, i* "* 
laocendeil n der anaL len, ß. med« und 
A. 6ef gem. parallc;] ßehen, d. h. the< ' , mi 

prictifch, weil beide letztere fiilje als .uic 

*^i£iiiMlji« ^11 rcb greifend« ftb^rgittge d«i m 1^ m 
Aci, wi« ßiuii« (accalecAiio) fliu&U C^tl 
(liumL 



iilhochdeutfcht! cünfonanUn, liquidae, $$y 

f lieber tli blo,9tOinalimff>veiXer verfiich daHehr, 

|ruiiv1et er gtwtUii ift, in der fpruchc nicht 

Im neub. bit ßcb der org. auaUnt alJi^r^ 

^'trilerhcrgeHellt p es tiei^t ans g)i ich*'fn | 

r' rj. beim, nimmer gap, fcbw4m» 

lr ^ u und nngteicliheit «i^r drei jällo ' 

ihre nitüTganifcbc* natur. Außf*Tdtm ioU - 

'm ;R i-io lebeadigerer » frincrer Um, ilä n, 

iver Tind als die teniH's; die vrrwand- 

kiinn man «war fcbwifchnng xugtt-irti 

}betüiig iicüinen. --» IrtUmcnd fättt ri /''ken, 

biten fori, «aOT^ntllch wird au3 fint (j^oflra) 

ai mit vt)TUngeTi< ra i f *C , permit; euifge 

ind iit» ai^dere nar ein« von beiden, biinh^ 

Uage« HiL Gudr, etc. illgeoieia fsetten 

Xüdtc. künight, Kiini^inne ß. der ahb. cbu- 

einna; dagegen pfciti tue (ntrbt pfonnlc). 

|i^0 apgcfiyj« des n vom Inf* ifl thiirinßifcb 

iftiicrd.) tiidu rein mncelb. • wohl aber dia 

de# n bo^i IncHn. wir. Davon, fo wie 

TTong de« n in die II. pL (nenaent t nemel) 

conjug* — Vom fchwankendf^n verhaltnif» 

und r in der ßark. conj. vß], üben )4| 

brun f. Kinȣe Partikeln apocopiercn r; all- 

* (bic) H (.illico) ahb. dar, buar» 

iräti u».u**^o^'»ie dar, illuc» war, qiiorfnm, her^ 

ara, buara, hera]; mk (magis) nur gewöbuiich« 

andere ältere g<-brancben nocb mkr. In der 

iß das r oft erhalten, vgl. dar-umbc« dar. 

Inne etc. bei dar- find noch nnlerfuchnngen 

«t tu einzelnen faUen da oder dar bedeutet, 

iO ift offenbar daa akh. thara * sua • dar^an 

at fUb. ihar.an*';. — Die ßlbo er wird (im 

iwC-\ fcliner in apdörn blT.) biaweilen su r# 

fenü itn annibrenden unbetonten attilaitt vo< 

tnnd r vorheiClch^n, an welche Bch die fot« 

lel anbahnt» vgl. dorebeiSie (ia««i|t**) aU 

tya) lirrciiaiuen (187*) direbciSten (r88«) 

ö«) wrreftagen (f i9M erreh^rte ( 14s*) der- 

^rreTacb (?9*> errechant (ia6*) errebei3te 

1I6 erfieiStei ü erchanden, alhie ereborn. 



•IJen ai»tg, wird «ucb did utificbeihait fib«T N. dira 
^^^«bse» ?^l» dial. |».g8* d^ia fuie imd dar- ah« 

Bb 2 



188 I* mittelhochdeutfche conjonanten. liqumai 

nnerchant, wir erflagcn etc, Aiulof i(l c!ie nnokfhri 
de9 tn in tie^ vgl. donewas R. da rnwat und 
«aog der ie, i, ö in i, o (oben f-j-tzj, G-'hl 
lehiiiing nicht in» %. b. lehnt lieh du vor()«-heiTj 
relbft fchon an ein frühere«, To itV die Dmkchrnii|] 
«ulä^ig, vgK dener erwarp; dö reiter, er n«wjll<? (F 
loB*). In decL flpxioncn wird eine ähnlirhe nrofril 
des er und en nachgewicfcn werden, anderre f. tod 
vamie f. vanen ctc, ^* Anjgeworfen wird r 
well (: g^U HirL 96. 130. M. S. 1, iw'^tcO tittere ^ 
Wirnt eie.) gebrauchen noch durchgängig wi 
birlt M. S. 2* 2)^^ Lohengr. 84- tgi.J; über irent 
lent uni^n bei der anomileti conj. Noch härtett 
des wtl»a^f"lhafien m erlaubt ßch der dichter Rel 
welcher oft nen : gen (nemtn » geben); 11 

Icon (Körnend : von reimt; dergL dmÜ ha* / M 
Torhin aut den Nib. iiigeführte fron (fruisen ; fdi 
gerechnet, ^^ Auf einen gegenfitz des m und n 
und r (infofetn dlefe liq. geminicren odrr norh 
conf. auf fie fofgen) hätte ich fchon beim afib«i 
Tollen; näcnHch alsdann erhalt Geh vor m und n\ 
n und i, nicht fo vor 1 und r, das he>/7t es gibt 
fcben •) Wörtern k< tnc »otnm, -onn, -omp« 
*emm» - enn » -emp, -enietc. fondern nur 
-ünn, - utnp, - unt, - imm, - inn, -imp, -inietc; 
aber gibt ee -orr, -orn, -4?rr, - erri etc» neben 
-irr etc. Vor einfachen m und n drängt fich äui 
U gleichfalls ein. 

liquide geniinotionert, (LL) organtfch, wenS| 
litt «um theil noch dunkel fcheinen : all roomcl 
(bilii) Valien fcadere) wallen (fervere) *•) liallcn 
prallen (vibrari) fchallen (intnnare) baV« balira (| 
(mutculua polUcis) flal, lUllea (ftabulum) 
aemnla) bewellen rmacaTate) fchellen (lonarr) 
(fonarc) geUcn (claroare) fwellcn (tumere) bellen (1a^ 
drellen u. a. dergl* ftarke verba ; tnel, fncllea, t^I, 
(cutia) viUen (cutem caederej üillcn (pacare) 



*^ Seibit rremJ« Terwindeln ilir i und o in folcbem . 
(uicbt aberiU oder b«t «llen^ in i und a , vgL 
fundämtnt. p^cmint. f€tmiint (fiebengebilrg« Tfti. 
h«rr«d« igo^ r^ptimunt]) royniuoi C^^'g* >4>*) b^^ 
neu) 0te. 

^^ Über die noihwendige vereinfAchuiig det 1« km j^rBiM 
witl» ¥i<Uo bei der coojug. 



hochdeul^fche confonanten, liquidae. 389 



n) •) f rflie fgrUlüf) koolle (globofl) wolle (Uni) toI, 

*f ' li II -' iroJl (€lacinon)Q. äbnl. 

i) iui U enifprungen: 

e (confor«) fitllen (po- 

i , %. I; . m) hiilleii (trgeie) etc* 

irb fi6t*g€(tilte (arnicu«« necefTariua) 

• «i i^-UfH, aHfOi Valien reimt ( Parc. iist*» 

ff. btiti u*^ hti Ckynrad aber (fcbwanr* 6g(*) 

'' baMen faulet (wof«<l das golb. ftaldin* 

h itn tiiiiK^lb, r.orerf^alien). Rrchl rueik* 

1 im alih. Autr^iAällo. notdaflo (O. IV, 

iitt^) pih* Für nalde, noidc (acu«) 

rmwir oatJe einireien, wenn nicht (latt jeties felbft 

..UT*| ••) ^cfnfiinmittrlb* form wäre, 3) 2ti Aval, 

< |inib« Yaddftu und lat. vatlum. -^ (MM) 

ffcandere) linim*»!!» brimmen (ru- 

;* rapctr) fwimmen (naiare) ilamt 

tipct) hiau nie (füilVigo). Nachaüweiftfii der 

I) aua mif (mp) In A/^%imine (veiU'/r) laai, lara- 

^ llanif karomea (pcrteri) Krum* hnmimea, 

iru») ÄiiiimeT (lunctnra) Kletiimen (prtmerc) 

lor) immi* (examcn apium); «iit&eln^ fcbwao* 

^flterti dicbterix (lebt gewöbnlirb lanip*bei, 

»be«4 Knifnp*be0, knttiber » tiniber, «uiibcr und 

ri 11, tnmp-bf«, Ounnp-bea, iimbe 

• me, kaum wambe. Für ambec 

«»bibt, : vrrebUriibet (a. Tit, 8*) gilt fpäter ibeila 

n, »Krili jint <: ff hiroi, faml, Zimt. M. S* 2, 148^ 176* 

Ai [r*itl 99<.)84.] etc.)* I^ür fumber 

irb nie fommer g«ftmden- 2> aui m^i 

rtifiie (VAX ) goib, ftibna. ahh«f flinja* 

oa (vgl, daa färbT hebban mit bimil 

in m\i fjicbf. brämn N, ram, ramni^s 

jm« Äcbnltrb fammcn (im TU,) aus 

.. aien aut damnen , im 12* jabrb. noch 

iacDpDoti ***). 5) iuaeinf. m:grim, grimmea 



^jrtt» -»r^*»! 



ffillicr tinfiob«« 1« wie d»i «bgaleliec« bilde, 

U (feiilpiurj^ t«i|iit; da ibes irti »ord. 

.»e «ine notb altere utrorni piU» * peH, 

dcti?} möglidu ^i* sugletcli, bil («ciut QitJtiidi) 

i MO. »ttit»ffl|>en t oUtJ , tldel (penuru) i&dtl 
) I^Mter Tiit<t#jit«iive. 

1 .*jcinpw«yil» t)ic uh«t, tuA am ii-iPi lU mnttitioti um* 




L ininelhochiieutfche confonmilen. liqmi 



(fcbon «Ith. tibcrtll mri mm) nofd. gtimi ; vgl 
gramtDcfn: enpHimmen (tToj. gi«} aber erft im ijii 
entwioHein iicb die vnthin t 584. aogefübitefi I 
fiiminel etc. 4) ifemde worier: amme, Hamme« { 
fomme ftc, *— {E*y^3j*''ijU und or^aiiifch find: -die 
%erba briDiien» fpinnen, ^ewio^irn etc. Pptrin 
(doch mit cinf. werdendem d dea praet.» wia 
t'illen» \v3lJen) tanne (ablei) Uii, tannc« ( 
manne« (vir) kinne (mcntum} »intie (pinnt) itnn 
füB cap.) miiine (aiuor) *iniie, branne (fönt) fani 
dünne (tenuii) tetme (arra) trümie (Mgvr^n) 
(iibtff) eic, einige darnnicr dunkel; ivan ' 

fremde vanntis , auch pfanne (patclla) obgl 
deuifcb? Unorganifch 1] aua niihcnne f^- < 

(lorka^ kiinue (g^uui); vi«slleicbc auch n^:^. ' 
triinne. 2) aim mn (m -ri) nennen (gotb. na nin 
ii«'rnn[en« nennjen« nennen, aber noch chinamnc 
niiitelh. genaone und genenne; ebeinvuhl wif. 
mnu aas mn» hätte die form iiemmcn erwa 
neu und ifl wirklich in eintgfn ahh, quellen 
3) aiii nt , ndl nämlich pfenntnc, da? tm alt 
pfeniinc fgl. hrab) pbendmg (T. is6.) phi 
mon{, und T. ijS.) und pending, pi*ntbtiig 
182«) fchwankt; virUt-icbt Hanne aua caniban 
org^nifch in den (Vürken verbis %veffen (iai| 
fen igrunnire) etc. in den ableitui' ' rren 
serren (diatrabcre) kir« n (vexarcj «rc (fu 

auch Wühl m narre (Rullus) fnarrt^it (ttrepcfa^) 
(Vtibcrg \^^y barrc (rep^gulum) fimrren t^foitiiB 
luiti edere) dorre (trnnctia. Georg n** VVig. jtifwj ^ 
aufklärnngen vorbehaltlich. Unorganirch a) tot 1 
irre (erronmis) dtirre (lOfridtu). 2) aus rn ^ 'wlSn\ 
cnI) wonebrn fchr feiten rerne (: gerne M. S, j,, 
hui^egen alleemein Herne (OelU). die fcbreibting 
ift nicht rein miiteZK. fondoin der mnndart O. 1 
enifprcchend I wclcbo Aerro Tagt» ßrtngalth. Aiifi 



vlireih^rie, wene ilftf. 4<> ^7^ 5<^<^ eic^ r^ortihcy 
«nf)0 pTieteiitOt gr|i«fiUi£ Yoti liitirc und (l#bt I 
rene «lih. f^rrioi; fault •tieh verneiit » «£iti«t (| 
5pb 1, c3ob) und v^rt (TiiU. 85c M- S. i. 1 

oigflDifrnns dieft-r aUmiihli^ vc!idttnkf.^li€ii 1 
der •t»hAnrllun|; von den coTrclflii\"peitikolirr »mt j 
Wte (ich dAiYtkU4i xti dort (^ibarot) verliiill, fu ^€m 
Tun; tefi irt dfls gotb. faitri^rd. v^iie aber fnrn| 




uuifche €üftfonünieh.'Jitfüiiae* 39t 

lunt, eic) iUf. RenOt ingelf. ßeorra; nord. tjod 

Ibiini, (birnd. Aof alle Tolcbe gegenfütze ver- 

tl]|r dlo gercbiebte der dialecte fehr geachtet zti 

Verwandt möcbie aber vimc (rfmoliwo? vefns) 

Tejn, nb\Tobt gnib. bereit« fairni von fairra 

äctt wrird^ 5} ans einf; r. barrt^'n (atcendere) 

nlo« figere) fcbarren (rädere) M*^uy daa nord. 

k, ncara dafür h^^tllet^ g^ntig i(l» für tiirreo 

Ldaurin* 4) dtircb fvncope berre aua b^riro, 

miHro (Trift, loc Flore «^» <»), r) fremde 

a« tnirre» karre, pforre (porram} etc. *— 

fftrhiri Jungen t hier anders geordnet all f« J24» 
|i# cltr litj. init liq. lind unbedenklirb; CM. 
nu«) fiatm und gelm (firnitu«) qualm (nex) 
Dr) ht^lm (caUia • melni ^pulvis) fchelme (pelkii} 
«oliD» -uJm. LN biubg aber ftets unorgt« 
th fvTicope des (Inmmen e Tefurfacht, vgl, 
k, wetn, hetn «-ic* von RL. gilt daifelbe^ et 
I itfir in den eigennamen arl, karl und in p^rle» 
irJiU auf Aerle (itelliila) reimt. — WM, arm (br«. 
aptr) barm (Gnua) warm (calidua) barm (do- 
ntsaieU) dirm (vifen») fwarm (examen) varm 
ch (fopor iroj* 79*) fcberm (tntela) fchirmea 
^u (quiefcere) tirmen (im Tit delermintre) 
») wnrm (vermii) murm, murmer (mur- 
tica -orm. RN. barn (infana) garn (fi- 
nerari) ui-arnen fadvertere) gerne (li- 
[Clclii) k^rne (niicteii0) lernen (difcere) 
re) hirne (cerebrom) ftirne (frons) virne 
aUmm (entictrare) dorn (fpina) hörn (cornii> 
II liorn (grannoi); außerdem viele, gleich dem 
Ifyaeope entfprnngene, ala virn. fparn, bern, 
bom eic. Vom Übergang dea ni in rr bei die«. 
Ib) fleht liq, vor lab. ling. giut. ; fo niacht da«t 
iifi der ten* und ined, bedenken. Natnlicb nach 
gel f. 3 77. ifi aualauttnd nur tcn. zulä^7ig, die dop« 
•rt« bald organUcb» d* h. auch im inlaut blei- 
bald nnorganifch, d. h. inlautend in die med. 
ehrend fejn wird. Hiernach gibt et alfa lualau- 
aar Ip. Il* Ic* rp. rt. rc. 01p, (kein nit. mc) (kein np) 
und nie ein Ib. Id. Ig etc., daa f>eht feft, die be* 
Rrbrit üch atia den Inlauten , min verwandle nur 
init med. in au.^^laTitcnde liq mit ten. Die in* 
ifiir de» lab. ond gutt. laut bcßitnmea lieh leicht, 



.ij*r 



39 2 ^ nüuelhöchdeutfche confonanun. Uquidi 

m (ind folgende: Ib. rb* mh [kein Ip. rp. np ^« 
p, nicht inlantet] Jg. ig. ng. Ik* ik. nk (k und I 

von gleicher bedeotiin^, hiziercs Schreibe \eh abef 
CrUer«!« inUulcnd), Bi»lege. LB. falben (»ngereV^l: 

'(d'iinttltnm) albeii (aljiibu«) kalbe» vitulii elbe ( 

^tJb**5 (cigiiiii) ge treibe ^eamera) felben (ipfttiB^ 
-ilb 'ulb - nib. KB* dafben (egere) garbe (mani] 
erbe (hcret) biderbe (inirgrr) fcbefbe (^fragmrn) im 
vcfd4»rbcn- fterben. sirbt^n (voloure) korbe (cc*rbt 
ben (11. gcntia) MB. %'orbm f. ^89. bei mm. iag< 

[LG* bälge (falle) waJg^n (volutari) betgen (irjfei) I 

I (inquinare) volg.Mi (feqiii). HÜ. ärgern iigna 1 
(avAnimizarge^^fcTpimenuitn) bergen (tueri)i\vi . 

, m^trgei) (mane) forge (cura) worgch (pri»mi) bor^^i 
fnbete) btirgen (nrbibuf); Wolfraini nur im ao^ 
fcnntmenile« kiirc (manifefttia ft. ktiric irc. kof 
fi&bi auf fyncope; dunkel ifl mir frinuirc (Willi 
Iure (M* ö» «t 199**) könnte aber wie kurc f. Jaric 
•der gebörts zn lerC (linifter)? Über verge, ^ ' 
ten beim j. NG* angc (an;ziifte) fange {U 
(fortiier) gange (eai) bange (pendeat ) battg^» 
fUngtf (ferp^ns) ange icar<io) angel (bamua) &i 
cep$/ wange (maxi IIa) fange (niJAnipalua) mi 
chtna bell.) roangel (penurta) fpangc (tibakl 
(mircere) pfrengcn (arctare) drtn^m. Gng< 
gen. tingen. twing<?n. bringen, ringen, diAgl 
(deliderium) vinßerlingen fadv.) vinger (dij 
ger (le%'ior) jungen (fuvetiem) zunge (Iin£ 
(tnciltmentura) lunger (celer) bnnger (famea) 
vtter); kein ^ng, ong. LIt. balke firabsf kalke 
falke (faico) fchalke (miniflro) walken (verbermri 
hen (ranlgerc) folke (genti) tolke (intefprea) < 
(nnbeal molken (fernro). RK. arke (cifta) rarkc 
cophagt) barke (cymba) flarkcn (fortem) vm 
(nKfcurareJ merken (obfervare) werke fciperc) leil 
üiftTum). NR* danken (gr, agere) wanken (tlltib^ 

— - i 

•) Gimpiliifi fParc, q^c 1^9» Koqoef. ▼, gimbtiroo^ 
(P»rc, ^^* 126c') gimpel, gempel. wettip«} QM, S* 
cumpanie ete. find fremde Wörter. Noch eCvrit t* 
da* p. Yvelehe» Hob zuweilen iülatiiend tiwch. m sti 
d«r fI«;xioRiendung entwickttlt » s. b. gniinnpi«ri fl 
icn ;Gudr. a^ao. 545^. 609.1. gtuinbten gcfc**-*** 
«Ith. fnundan gemifi (oben f. ia6, iioie)tb«x 
»iilelb« 



tVtöcliäiufJchi confonanten. Uquiäae* 39? 

IBU) ttrsiiTieft (legfo(um) franken f frind) btfit* 
ifika (htuij «til^er (inchora) eitkel (tatu») 
lct> briikc ((camna) frbcnken (donirrj ge* 
ttiaKeiu hinken, tinketh winken, piri- 
riicifncs Z78O rink« (fibuU) vinKe (frin- 

(r<|ttamDU aorl« rplend^titia) zinke (dend. 

iok« (HbjfTo) unke (lerpeatt) dünKcii (vid^ri) 
Mc*) KAffutilieL kunkel (eolaf). — Schwierig* 
Hgt bei dcn< itlaut; nach der ibeorie 

lü-l»ut L fi ir das gotb. d aU fiir ^ 

in jriicin füU dm miurlh. inlatn t bleiben» 
.*ür n»rd. d werden, ea folglfcb hei/Jen ahef 
) ente (andeia) und balder (aiidax) 
.luirn (iin}>an). Allein die mittelh. 
aag nicht . waa frbon die alih. nicht mehr 
|%gl. f, töD,); den j& weiten iheil der regel be- 
euao niid frhrcibt niemahU baher, werter» 
^ej^en r- lieh hüiifig inlautende unor^, 

ch 1. ein. I Mtibnng und reime fchwanketi 
Id. )c; td und rt tiiitrTfcbfidi.'n ftrh in der re* 
rnd; nach n bat Heb d entrrhiedeu feDge- 
fiU iti dentfchcr Jabjalverbitidting fall keia 
t')» Daa n:ihere werden die belebe geben; iibrt- 
min das angelT. M für Id nnd 1^ (tz^a.) fo 
IftOfd. id Ulf rd und r|j (^T ttj.)* ^^* L.T. ») or» 
id, wofür nie Ui nÄlrle, (acus). nälden : 
44** 0, Itin. 29r*, gewöhnlich nädel, ftreng* 
, bei T. 10^. niijda) balde (mnx) walde 
(procllvita*) v^lde fcampn) geviide. mtflden 
<iilireIlriÄ) ^cdde (auro) r(dde (cacumen 
irnra) UAdc (I>ij>cndiü) dulde (feftivitatia) 
fc !ebila) dulden (paii); keine wahre 

, jü (iinagü) beide (beroea) bcvilde 
'üc* aber auch in ihnen Id. uüthwendig. ß) 
■'^frlnd luit Tinorg. Id: alten (feiiefcerc) 
ri?) halten, frhalicn. walten, valten, 
fpt itc ciabtiU) riien (d«|dicare) galten, 

fflitfn. fehilte : miltc (largoa) tnöUe 

ininabtiisweü«; Id belegen folgende rcinoe 



TMlilTtfA^od«!» 1^ in ^emfcbeci w6ruriii framde ^^^nne« 

^r 9% b?^ " *' i ' - I«, rutidttrt^nu. ft) in wiikli* 

Bfi m it durch fvncop« ein t dni n, 

f,T ««Hcnta 11t uod «d Ihiatvaa «och ttultn 

eilt. ^«^> 



394 L mUtelhocMeutfche confcnantenii 



aide: bilde, wild€(Wilh, 2,72^ \%th) gewtld«: 

S. 2, 47^) n6iße(^ilden:balden (fchwanr 68^) wa 

(Ben, 86.) fcheldrn : melden (M. S. i, J56*) fehl 

(Herb. 9cd) tcbilde: wilde iM. S. t, 19^ ii^) m 

etc. ja gdie h0. felz' 11 zufltt dem reim überall Cd|| 

de« (l^arc, ^0« %z* a* Tit. 79.) iiD reim fchiJte:fl 

$i«Wilh. St 4<*Wrg. J09,) anyier reirahänfigalq? 

neben chfrond alter (aetas) Harc. 2* l> mildechell 

etc Den weiht* rigennamen auf - hiU gebül 

tend ein \\ * lie pH^gen aber Id %n haben. (V 

nie rt : werdea (iufulae) erde (terra) werde ( 

^en (dignunn) wirde fdi^^nitaa) orden (ordo) in^ 

ciderc) nprden (a fcptentr.) hordea (ibefau 

(onus). {VkT) arten (indolem affiimere) gart« 

hatte (duriter) foartet (barbae) warten (rarar 

(demulcere) nianer (üruciatut ) verie (itinert§) gt 

fcherten (incirnram fac.) fwertc (gladto) hiriea 

wiriet (cauponb) orte (cufpide) worie (rttX 

(pOTta) hurte (iciu) fiute (vado) gebarte fgenei 

(cingere). In rd. fchwanki srt» aitea (indoli 

die bellen hJT. art , ardea, arde; im reim ko: 

rd. nicht vor, weil kein gegenTcim da iß, (1 

(inimicus) bände (ntannum) lande» (terrae) pfa: 

norid) rande (maiglne) fände (arenl) fcbande 

sanden (dentibui) enblanden» ander, glander 

gefunden (andere) menden (gandere) eode (Ani 

(tnittere) ^venden (vertere) olbenden (camelii 

(foriiter) gelinde (famuliiium) kinde (Infam 

(cerva) linde (moltiter) linde (tili*) winde (tcj 

(cortex) vinden. winden, binden, flinden» h|^ 

Undcr (fcoria M. S. i, 184^* angelf. findor, cd^ 

hunde (cani) gründe (fnndamento) Hunde (bot 

(peccatum) urkunde (teftis) unde (infri) undi 

wunde (vulnna) rounde (ore) munder (alacer) 

(miracnlnni) befander (feoTfiin) fchünden (tncit 

den (not. facere] zünden (incendere) etc. wei 

noch onde. AHe diefe nd. Gnd tbeiU org, ihl 

ganifcb. Um einige nd Hebt ea gans befood 

habe oben f. 194. unter den fpuren dea verbliebe 

t. die Wörter ^vintar (hiema) und mantil (palliti 

fehen, daa goth. vintms« fücbf. vinter« menti 

▼etnr, mötiul lehren, da/ im ahh. die formen 

manzal eonfequcni (onc 

k'ären , 



ilog) gcwefer 



irchgangig 



tar. Auch im miuelh, iß nun an Keio wi 



'hd^ulfi'he confonanien. liquidae^ 395 

to« il0 beflen biT. Tf^hreibfn nt und den älto<- 

blira Uagc:: bcti r »u Keinem reim (au# 

Im |?€g«iiTriin) tu aber ätjdert man auch 

tte nl in iid aad renm wtuder : hiiidcr, linder^ 

UöfOTg M^ li^ ?4^ ÜPH. löi. M, S. I, Hi^ 192^ 

j^^) sHjndel: wandet, gemtiideltMvandelt (jVK S. 

r ftim Höht Nib. sorö. a. Tit. 82. 

kh — c) veibindongen mit fpiramen 

j\V, ii\\\ Iteine w^hre Verbindung »^fo 11 der« 

kommt nur inlautend vor, z, b. fwalwe« 

ir^wis rtc, LS. hiJs (Collum) gelfe (meifierg, iib 

Ji (rtipeä, aii5 felis) bilfe (hYolcjainni ati* 

binii, (poiKi4*x, alfo biinie) iVina fpramiticij« 

"^H* Diirnfn 6^*^, Ni, gjane (anfer) vUna 

irmns (prord) i^tnfen« janteu (VVllh* 2* ^o*) 

Ulli (cenfn») Hnfe (]e%\9) diufcn (trabcre) 

IUP (cnrfnf). HS, f«rft-ii (cjtU) kirfe (cecft- 

■neilU? fragm. 42^) wim (p<^jit«) ora (equui) 

\H* KH. nur inlautend« wird ausl* ^u leb« rcb; 

|ir (|?eTa) walb« (itili) btsfL*!heii (cnmmendare) 

•) »wiJbfii. drilliun (^du - trjpltoire) bedoU 

r^/^.); v^rbea (vitae) tw^rben (tranavetrum) 

l^orhte ■ t) füfben (fulci»); iimu 

ihen au »e (attb. müUba — fori- 

'JV, zweieriei, tbeilfi in- und au<»Jautend IF, 

I») ^elf (ftiperbia) ui^lf« (cätull); thells aniL 

ir« xwctf. kwi^ive« einlcf« «inleTCi woIf 1 vvolvea 

[eaUr (eUra) poh^ir (pul riß). T V! PF. ft, dea 

nji»b: Kamp! fpugni) lampf (v«poV) Renipfefn 

' > (oonerabcr«) geUmplon (cön\^e»)ire) 

. iipfen (ringi) ftninipf (libiaie) Üornpf 

NF* NV. cbeiifa tbeil« in - and aml. 

binfc^t (cannibiaj tbetU inU n^, als fünve 

II F. (k«¥in ff) in - und auaL warfen, warf. 

n) liarf« (bar[Ni) dorf (villa) bediirfon » bedarf, 

^ (eitcnilcre) ; einige fetalen pf in fcbarpf et<i. 

^libiika). LZ. tat« (fal) fmais (butyrum) hal'A 

i%#1ft (lamina) wallen (vo)atari) hetse (capulua) 

♦*? M. S. 2. 5B'*) milae (fplen) vilz (pan- 

[Loiz (fuperbiu) holA (ligniim) bolz (Ca- 

nn (caligae, alib. kftUsjun K. ^i^). NZ. gan« 

iiMm (chorei) ktana (coroiu) glana (fplendens) 

[lillirrji} fwana (cauda) pflanse (plaiita) fchan^&a 

llinse (Itnci») kauÄ- wagen rgenus vchi<!uU, 

f4 mlnze (menlba) fprinze, glinzcn (Georg 5 ^^J 



ggS I- mittelhcchdeutfche confonanten. Üqim 

linzel (M. S. 2t %^*) tnünxe ^moneti^ uns (mque) 
fleaena) tfiifiisün (fruftum). HZ. fwar« ntger)h4r«4 
fnara (emiinctOfinm» weiftcff* 2^) merze (mirtiu»] 
(cs»ncieU) heize ^cr^r) fnierae (dc^lor) ^rz (bp%) ler»e(l 
ßerzen (faltere) hirz (cervus) wirz (amma) kufi 
würz (berba) ftarz<^n (praecipitaM fchtirzt^fi 
)ur26n (aciulari), LCH, ROH. ^k<;tn iich) dft 
vorhlnstngpführten inl Ui. rh • aKu walch (ii 
fchetch (Nib, i-iÖsO beHlch (commendaj intrc 
Horch (ciconi») vercb , furch, durch Cp»'*<'P- 
"vvahre aTp» fteht tiicht hinter 1 und r, ansn 
aber (latt der ten* z, b. Icbalch« Oirch f. fc| 
felbfl in reimeii (f. onif n gtiiL) ^- d) %e^ 
dreier confananzon. NFP. ft, des Jilieren 
^fnaviicr) ranft (Ubrum) zunt't /congfegaii«»)- 
veiitu») ßgeniinfi (vlctoria) iünfi*? («|ntniiis). 
fler (vciiebciumj ^gelfter (pica), NS1\ gsriifletlji 
■vinftcr. gelinHer (Lohrngr. f*.^ KniilV hntnfV. 
nunft. gefpanft. vcrbiiiift, KST. erll, h^rft ft. f^ 
vifft (ciiimen) vorft (lilva) borft (feta \ worft (Ifif 
getrirfte (audebat) diirß 0**'*) httrft (nemis«) 
ceps) wurft (fiTcimeii) bürde (pecten retac^uijj 



(P. B. F. V. W*) labiales. 

Für ten, und med. reichen die allgena^ 
>«na (über auewerfatig de« b unten in der ic 
bei darftellung der afp. zeigen fich dierelbenj 
J^eiten« wie im atth., die ginse lauireibe iß ^ 
-Kämlich unerachut da» golh, oder t'äcbr p toofi 
in die afp. tibertriti (wie l in z) U% wird r***^ 
«licht überall zu p (wie doch d zu i) . fonrf 
fafl nur im iustaut flau und b bleibt tn - psid, 
.Folgiicb kann nun b nicht » vvie es fällte (undj 
gofh. ^ %'ertritl) die golh, afp. vertreirn und hil 
wieder die afp. ftehen. £• mu/? daher zw< 
igeben. 

j) die erfte, d<*r poih, ten. begegnende afp, 

bald f und ph fcheint gänzlich in das triphi 
" P^ (pph) übergegangen. Zwar fchreibett allf 
i der f. galJer Parc, ph verniifchl mit pf» uhl 
» aber gf>bübrt auch jenem die ausfprache i 
t kern f für pb mehr gefchrieben wird, Mi 
nan a) anlautend Hebt immer pf» alfg (nach Lj 



hochdeutfch£ confonanten. labiales. 397 



tft nrfprünglicb f rem d<*n län^ß über* 
^iiiii Wörtern, aI« pftitiV (papa) pfa lenze {pallan* 
re (p«vo) plellc (palliiim) pfeierzre petraiii) 
'^Unia^ pRlxre (pilatioi) piirigef^cii (pentecode) 
»tiduf) 11. 3. m« l^a gibt einige, deren fremd- 
rtifell werden kann, weni^dcns onaoBgroiacht 
iimmer %bet erringt aucb ihre deütfcbbtit be- 
\ pf^eite bifj? frtrilicb fcban dem Gotben p;Iida, 
"ijen peda, aber wo wäre die dcuifche wur- 
daa fcbw. ^erbora enpfetten (fl, enpfeiien) 
ritet ticb daher; dat wort ift finiiifcb, Inflo- 
14, hat paiu tobucala Jinea , paidoian fub. ^ 
t* pfo^_j pfade« (tramea) bei 0< päd, p«- . 
phdöTcbeint mir dat gr, tätcc und nicht 
ifcbeT verwandter \vur«el» weil diefe der ana- 
lüjge Im (lichL mit f, im bocbd, mit v «nlau- 
(vgl. irovf mit f6tt vuotS ; pfil (lelum) 
pitum feyn, wiewob) es Tagitia bed^uirt« 
iTird hier, da^ es weder die altb. noch 
che kennen, denen dafür Driifa« firael gilt; 
rerwechfelten firh die begritFc wurffpiej? 
lerK würdig wenn pjitfgeji undeutfch wäre» 
ßarke am]* hai; ich werde nuten dar- 
llife zwar fürs mittelh. nnbedenklicbt fürt 
zweifelhaft \ty tind weder im nord, noch 
goih. fehlt da5 gan^e woit, fo wie pjiihjt 
Ichi mit ptlegen gar nicht vcrwa'ndt id. Auf 
kdheit wofi pßjtpc (aralram) angcU, plog, nard, 
iohrt« d»yr itu goih. nicht die» \%*ortt fondern bohl 
Ipjber pfa^e (eqinii) beim mittelfiiederd. Ich 
Hwiti mit pf anlautendes wort« an dem nicht 
K iriprdachifgiunde hafreten oder daa nicht of- 
jKremd wäre, In einigen fremden hat die 
itn. fortgedauert («. h. pin, dolor) in einigen 
bgar in med. gewandelt; bifchof, bir (pinim) 
In etc. Neu übergebende fremde worter behal- 

I fremde ten. bei, 2. b. palaa, permint« plan, 
i, pdneiS. pone und viel äbnltche; erft fpäter 
en noch einige dirnnter afpiration» vgL daa 
forte, ein beweia» daj? üe der fpracbe immer 
«r werden. — b) in * und auetautend (lebt pf 
grwKren fällen, nämlieh ») darcbaus nach m, 
rorhin L J95. aber auch aujffer der eigentlichen 
rerhindung. %, b. im fremden fchumpfentiure 
khampfanaua t ampfiife* ß) nach n biü^'7 




39& I* mktelhochdeutfche confonanUn. lahiaku\ 

in der suf* feiznng des cn* (fii^r ent-*) In enpülj 

enptitidf;ii* €ii(jflifhtüii, cnjiniehen, rnpfunfcn n^ 

liciieiu !>• den einfach* ti Mürt^^tn di« Eweii« 

^cbuhrl (väbPH, tiiulent vlebfn, vvicfrn) fn 

die roorkvjurdipe fpiir einri wcchfeit Art »nlj 

und f (woraus pf wurde) dem noikerifeben s« 

beid'-n (f ^6*) völlig gtinii/I und dat t ?Sj 

fnbite enlielten biftätigcfnd. Die fcbfeibfftng 

(BarL v. empbie) fcbeint 3n fich tsdclhAfc tuid 

mifcbun^ njii dem vorhcTgrbenden mpf » rim fb 

al« telbft in der Verbindung nf, nft (voihin L|4 

liein pf. für f clnUitt, obwohl nft gerade in» eil 

älteren mft herO^mait« fo *ivie nf in fnnf «it« . 

Hiervon mag da0 funipfcecb, finnpf hundert (Ni| 

28 if* G.) eine fpnr bieten, y) nücb r nur bei 1 

»imentlich Woltrtm in fcbarpf, dad ft1«<Unii 

bedarf reimt. 6) häutiger nach Uurzeri vocaleo/ 

aufilatiiend, ab: £opf (etrruB) lifiopf (nodus) 

(flrnina) fchnpf (crifta) kupf (fcypbiia) tbeil* inUutc 

»pfel (ponintn) Krapfc (nnctnuß) zipfe (obltiramci 

liapfcn (4lpjct're) ftapfen (gradi) fcbepf^n (l 

fnepfe (gallinagu) rchepf.cre (creatorj beKIrpf« 

k'te^ l^ripfen (raperc) l^lapfen (pulfare) tropfe») 

Itopfer (aes) knüpfen (nodarc) überkrnpfe {\%%^ 

kupfe (cacunicnj lupfen (forbere) Cchupfen (irodi 

Daneben ündet in d^nfefben Wörtern aneh wd 

flalt, ala kaiVt*n, fcbnileu und In den narin^'n 

fcbeint der zufaU einen oder den andern diefer b| 

eingeführt %n hah«n; iheorrtifcb wurde eben fa 

bii|»f, hüpf« (fetrni) oder apfe ß, dea brluel] 

Huf, büiTe, a/fe Heben können; felbft eonfe 

mangelt , da x« b, iropfe vom pl. praei. Imff«! 

verbi triefen ßanimt und für irnfa, trulVe, troJ£fl' 

oder neben jenem flapfen ßslVel (gradtia, ni« 

gilt, Weiierea nnten beim Ü", — c) nac" 

calen ßeht in- und an«tautend nur f (\vt 

ff) aU flaf» flufei; ^nfc«. g''<?*f» I riefen, ironf 

überaU ohne auinahme. Nach 1 immer (helfen»' 

nach n und r niei(leii8» nach m niemahU. N^h 

sen voG. wecbfelt das au^k f und inlauu ß wl\ 

r vorhin und unten beim ff. ^ d) da^s in- und 

lautende p fremder Wörter wird feh wankend afl 

drückt, bald durch iV wie. in pfail^. bald durch b 

in pabea, bald bleib I et» . vgl» wiiUp» kAlgpeiSi 

pel, ünopel etc* 



ieutfche confananien, lahiales. 399 

reite ifp* begegiKPi der gnth. afp. und könnte 

I die «ffle afp. aulautend liberall ilntch 

ird, i gt'fchfiebrii w/rdtn, wej<h«'ni 

iae (anflLte itiefprACbe afa dem in - ond atisL 

afp. lerhiihrte. In dir Ter abßchc frlileiie et 

liclierrr« gjinalich die« fchfribiing { aiifiu* 

lond im an- fuic inri in-) laut v djfiir äu 

Bei drra fclnvankcn der hff. zvvifchf 11 f 

haben die heiaw*gfber miittlb. gedirhie ver- 

ifl isB^fef^eJn danach grnotDnieii* Z\tar alle 

ff vor u, ü, A, oOf ue; einige aber auch vor 

ad r« wo andere v fchrciben. Vor den iibri- 

alle ir. Ich ßebe «icht an für denfelben laut 

»eichen v vor »ufchlagen . da tins die ver> 

^fig mit dem voeal n« drrcniivegen in blT. frei* 

!• ffi, landen deallicher feyn nnag afi vlins» 

itu, indem man v auch für ti %u frhreiben 

i:Ce, nicht tuehr bindet* Denn wir 

v.^.:^l tii den ausgaben beftändig durch 

ond e^ gewinnt fondcrbarea anrebc-n, w^iiri in 

ffirmen daa nümlicbe wnn bald ein v 

seigt, %^ h. vant» vindon, fanden oder vo- 

rte; tretliefcii. ÜÖI, D^^ f in funden anders 

ibe» ala v in vinden i^ß\ lieh nirht bfwei- 

alfvebr atif unleugbaren allb. fchrethtin^en, 

lora rr futl, fnora widerlegen. Anrh vruo, 

atde |£«rfcbrieben und vr. vi. zeigen ebenf^iltd 

Ib. bff; der f» gall Farc. hat in der repel 

allen daneben vr. vJ. wie %, h, n ;* vidi 

etc.; vor u« ü etc. finde ich allerdingt in 

kiefien miltelb. hfT. immer f, nie v, in Jüngern 

irb Jelaieres, 2, h. M. S. r» ij6» ^ vQl, vange» 

Jet; vor in fch weben die älteren und jüngeren 

f and v (bald ünre, bald vinre). Am (el* 

erfebeint f vor andern vr»c. ala u ^— iu; doch 

cj nncb voft ¥g1, a. Tit. 4. ferderben nnd an* 

l^cnc f. rienc* Wirhtige»r wäre, einem durch 

Irenden auflaot bewirkten wechfel swifchen 

'fr nacbi&urpnren, (oben f. r j60 doch keine alte 
tbn^ nur in dem T(»rbin f. i^S* bemerkten 
«nYf indcbte ein cntf, (lecken. — b) inlaa- 



I «palogia kumaia maa das j^docli im mitcalh. ui 
' ' wioaaMt vanoua haltaa (obci» (. 1I9) 



4oa !• rniiUlhochdiuiJche confananietu lahiü 

tcnd mti^ dieCc t weite «rp. darchans v und 
fchrieben werden, da giami liichi auf nÄf<jii" 
Alt^ hff, gewähren auch haven , frevel, gtive^j 
huav«a, iiatTvcl (? infeftni Wilh. i, ^vv** ctff*)! 
dieser, fcbäier, wolveft, colve (Wilh* 2, f7?*J| 
xwdve und wohl nuch einige; et ßnd ibror<! 
iiig dcttilchf ♦;, Spätere hll fetzen f in welc * 
alltnählig die anafprachc neigte, hcven ( Irvai dl 
■uBnihiTi^wcife voThandr n (M, S* a< 72** Loh 
174,) die rcfjel hat heben und enfcben; rbr» 
in itier (iiernm) mir die media, Dei folgende 
wird aber v su f« als neve«.niftel ; tweUo« 
fiuive, ftmfte, fnufaic; hofp ft. bovei»» bi 
huvrfcheii; huoMlac ctc< ubt*tftdti^ In die mc 
auch Wiilframa fitbrl i\ frevr) {'»ben f* i^}*>* 
lig fcbeint iirh ^i^n^licb dif^ etile «fp» r- 
c) auelanfend ^ill U^io v, fonftern ¥,ei',r 
die erfte afp. f, völlig v*»rg^ir.hbar dem xvct 
tchnn ni«^d. nnd icn. der in* und iiu«Unt#i 
Da» aiuL f 1(1 folglich doppeit. eniw* dto 
afp. (wie in fchifi fchtif) orler die zw 1 
^ (hof , hnof, Wulf). Jene bleibt inUnt< ^ 
iV und pf; dicfe wird fteld v, — d) fre. 
f hab^'n anlautend ntemablfl v, überal 
"^vclche voc. und conf* folgen, vgl. her ( 
fier) fran«oii, fiili«>rcn (faillif) etc.; d^,, „^ . 
f bewahren, verftcht Och, vgl. jäfitc, j^rafin; 
fremde ph. wird beibefaaltfn, nicht in pf, 
fihArid* jnfaphlr etc. t*her in f, citmaHl §nA 
]Afif. Da« Vom r. hing»^gen wirrl »v 
brief (breve>; anfantcnd b^ld zu f« L 
ventaille fkrhet l'arc, ti» 61*^ ^2« t|0* nninl 
iß vcrfeben) VVilh. ?, 185* iinl.'ile; für %«..I^ 
lüchi vollief im 12. lahrh. venige rmcni: 
dncU k<*in fenic (i*gl. Pair. ti6* l?"^ . h 
wird ca ft^ta zm v, vgL flrcnrinre, glii^ie, Aij 
vi)(^0, räviiic, fangive, arnive etC. Mtini 



*j UrvarnAtttlU^U jA mir (lartn j r«hrKr«n CVT.S. 
der lti4Cfi|ifo teim iMaclittfiiiweriii» wto 
Teti ^loichrtUt (Icimpr reimt; v kaonii? • 1 

vor tich tmbeu tiud galt ititjlutnnii ntnlit iur «(i 
swifoliea mfd, tind rptrint rchwvbftid* Oilttf 
pin^ d<*t «* II« b und rrloc dem b £ill gfaiebaf 
uXiaiida «mCpra^b«» 



fUwchdeutJche cM/<mnnteru labiales. 40 l 



fonuD. laaodancA felbft cwirchfn y und b» 
ler» probar« pfuevt'ff|( dUvoIr«, düble, tiuvel, 
Oibula, tarol«, tivfi. Zu bifchof« - vea . b^Ue 
^■11 d«« liU eptfcopot, viefm<br d«i iuU vef- 
^Kei ftew^a fWith. <• 4^^ loa'^j nicht dag lat. 
^p« Kmdt^m d«t rom. efteve» eAevenon (Ao* 

1^ fite febtriber die vocale n, iti , oa» no, ne 
greb V« iv^« UV, vo« ve bezeichneten, wir ihntn 
■■ illh- rchreibnng det fpSrar.ten uq_ ein nriTer* u^^ 
^B rr grtlitihg, üf^rr ntiteifcheitJen gr«nimatik ^CT 
H^€n dofchpehefidi vocil von der confnnana *^ 
|ni jene w in w zurammen. Ferner fpartu 
^iber gerne vor w nnd nach w ein a, indem 

niMPc fruen, \?o offenbar (im kltn^einay niuwe 
m^ßm oder Ifrn^se, fwnge f. wonne. fwnnge. 

' .^'^ - I.Ö, eniwlckelie aoGcfat grund, fo mn^ 

h\ im miileth* aufgrben und für lil« 

k w dkcfelbe aosCprache^ folglich fcbreihong an- 

l^tie denn auch nach f. I. z die bewährtedea 

■ kehl u fetseiK 

HLif w iß unhcdenHHch« daher überall von 
^Vsweitcrn afp. za fcheiden; war (cura) win* 
^m, wunt^eii von var ('*at) rinden, vant. vnn- 

iogletch wohl ein giiind für die fehreibung vun- 
L rcmdrn. 

mUMi0nd€ w ßehet a) in der re^el awircbeii 
^l)€%leiit »• b. fron WC, rluwe, fenewe, dpch 
m^ rordere voc* den umbänden nsrh wegTall^ny 
|L mel^e, %'arwe, nie «her der hintere» ohne 
Eck w cniw. gtfiia verlöre oder in den vof;^ u 
c, «^ b} in der wnrsel macht w nach lar^gca 
n keinen anfto^, vgl. griwen (canefcere) fri- 
lipvrctliii) claweu (angulia) pfiwe (pairo) gkwin 
\ iwen (feculis) fnJwea (niviaj klewes (frifoliij 
n (milia) f^wen (undtre) [stweifejhaft low«?, leo 
faye. fatii, eigf milch oa bialcimi ; in jenem. 
■kesi wori füllte man ein i verruuihpn und 
pL gl. \%9. iiy. Ml- haben gSwön , ofciure» 
hUI^ iennealoj, wo wieder ein '•"g*'«- *f'ft 
weil diefe gh f ür ew - , wenn ich iiicH» irre, 
adet oow gebrauchen] geiröwen, böwcni 
liff kt'ia w, hcUaf^n^, ei nintle In frenidcii 
i in d^m hcoidca iw*^in, iw4m 







fniUelhachdtütfchc confananignß 

für fchmh^n (vcreri) aber bhwcilrii (ch 
fchitibet : tLiuhet , ziuhet MjrU 1S7* 22^^ ^' 
2$ 198** Äoo^ und fcbiuwei: tiuwct meiftrrg, |i*^-| 
WC : gcifiuwen M, S. a» axt** Momlf ;c** f 4* 
wen noch Ha wen f, lihen (^commodaiuot) 
Weil (ich h und j begegnen, könnte bcrubl 
(eben j «nd ^v vcriDittelt werden; doch 
mittelh. ift lie beirpielloa, weder cto mnewi 
Jen (vexare) noch weniger rueje f, ruowe»j 
neuh. in beiden ein b» Genau getchteden if 
vom Inlaut v« daher s. b. fuowc uie auf 
HeAve auf brieve reimend. — f) «.wifch«*!! 
fcb Winken allerdings fremde \r5rier, doch nk 
aeitig. Friihe nnd fchon im aUh. aufgtnoi! 
gen \y$ pfäiwe (pavo)^ aU man Ge einfuhij 
wohl noch die dentfche fpirauB gleich der Ui 
ben und gefprochen. Die mitteib. niunda 
inagemetn in roman, Wörtern die freoade ff 
bei» beobachtete aber dafiir dentfche auifp 
(cbrieb man ftventiure (nichl awentiare) 
daa V wie ein deutrchca (in ^i^e) folglich 
lautende«. Darum fpütorhin in dergl. wdrll 
wirkliche med. eintritt (abentbeuer) *^ gl 
tonter filben (L 146* 147.) p^egt fich nail 
des vorausgehenden tonlofen oder ßur 
Wurzel zu lehnen» welche roeift auf lii}. %u 
ling. ausgeht t aU (walwe, m^lwe» milwij 
(congeriea nubitxm) güwe (flavedo) varwei 
(penitua) fenwe, witwe, zilfwe. Doch 
wohl daa trennende e, all fcneAve (Parc. ifi*| 
Oft wird w unterdrückt, all fehlte (0" 
tchatwe). —* h) von r>ncQpcn dea loL 
beim aualaui, 
auslauieridts w. Nich golh. (f. S9. übetfeh« 
beharrt die fpirana v Im auslant iiar nmck laii| 
oder nach conroniin«« atv« fpatv^* (fciv (fpoe) 
fahv« valv; nach korsem toc* löft ue Geh Isk^ 
fnau, kniu (nicht fnav, kniv). Im tlth. niri 
w im aualaui» fandera tmw. autldfung In 
irdUige wegwerfunf. let&t im mitielh. \vird>j 
Icifer^ ttnwuratelhatier filbe w fteta ipaonpl 
als ein voe. über t&o bleiben • vgt gel, tnHj 
(alth. m^lo» g«fO)* $} in betonter wurmrl 
i» &• U »(!• ie gleichfalli rein weg« vgL g^ 
rpi, tfi (fpnt) nio (qniefee) hii (iiicctdit> 



Klhoehäeutfche cönfonanien. tabialei, 40J 
ibmfw^if« ein kufzei cwcn, iwen Etigcben* 
^Ch dlti fptrtnion f unrl h , wrnn ihnen kureec 
¥iirä(iig«jht. lU« folgende flniiifn<? e nicht weg- 
*n (f.! 7s-) Stark für iuto fprcclien aber «He f(»r- 
j(«fir« welche lieh wie Ha» fpatr raie Kuin dltefen m 
laitpl (t v<i») Terhi»Iit»n; j^l icb dem ^oth, !>*••• 
9 ^in bat Kdin ahh. din, liiwis (fcrvui;) gr^oJten» 
•rt^ p?n dio, dioU'it» das im verfolg zu dio» duiWCa 
LU dSe, diewc'i (vgl. hie, hic\vt*it) erbleirhie. 

KrUcn wrfJ man im miifi-Ih, eiiuv. «*n\T, on\vv 
tlimrn o.ler (mit auftweifiing dt?» w) <?a, 011, itt 
Tif, tu*hrn. Durch la*» milt'Oh. imv «fl 
t ' tidv» ibUmfvt'rh.^litiifTri» -welches für 

n»ic Od und ei im pr<irt. fg, kurzen roc. 
iL ntid part. fordert, beeinirjichiigt und durch 
_ der t ond u eine teTmifchoog «weier 
rifcjgefühft , ttimitch fchften, fchrei bekomiüt 
rlen. ^«^f^hrlen «der fchrtti wen, gtfchrinwen 
^ *0 wie hlnnveo, hlon entw. 

3 wen» gebUnwen (IV, bluwrn, 
I); fi^btiv« ^t der eonj, — 6) fn allen die* 
balle ich ^y nirgr-nd* fiir ein blo/?ea zwi- 
vmntel tind Hexion euigerefoalteiee trennungn-w; 
-r r^9 ein or^an, u al^ feinen gnmd vor- 
-t an* bouwon (f, den ^v♦•ch^el ewi- 
tou U jS*0 ond fttht für ein iheoreiifchei 
lebeii tr^we^n kann auch nach der analogte 
imtantr ) criuwm , zolä//ig werden» 

.retm er I ! I ^ t yeri rin wt M. S. z, a 5 i^* g«- 
Hriawet 1,21*»; felbft binw^n : riuwen 1, 17^^ 
lleliaii büiven : geträwen ('rnft. 69« Fiore ^8* 
f. 71^ V8^ »7i*) da doch binwen fa hänfig 
ttt< briuwen • nlusven etc. reimen könnte. 
11 «ur btn/7<^n aa«fuHting dea hinln» dienet 
{fcritser ibwefenh^it in andcrrn fitlen, s* b. in 
i], ^Yo ketn btvve od<.tr binwe eingeiretea 
liltelh- fprachi? tilgt alle org, w nach 1 und 
biama vor« s. b. fpien, fp^ (g^t^* fpeivan« 
teoi fchrg, pl. fchrlV^n (ft febrien. dat nach 
jtJ» unxuläj7tg) i\6er fchrim oder fchriu* 

jfebfiwen), — c) Hegt folglteh w öberall dem 

ifMbe. fo ift fi anch darum -iv«hr« fpiraiw Mid 
ffp. Dat wird diitrh frtiif vetwandtIcbÄft und 
f fpir, h beCV^rigt (v/^L f. 14«. 
_ -;»j noch I^em muhe. (lieuh. rbb^, 




-"" '-//^ 






^06 I*, mittdhochdeuifchi ccnfonanUti. Inl 

wiippe et Q» -würde aller (Üngi bb folgcrechiei le 

Ccbcini ticb 4ie ArMigihh« leii. btbiiiutc« mu U« 

cbc^tifo werHeii wir beim Kt'bIMut cK [Uti 

a) in dfii ffeiijcteit k»|)L»et kappel. pippcl , ri| 

gem. fUit <l^T cijif. cnnl. oaU %er! 

käpf, viper^ gnAve ilrn ift <^l e 

fchapcl t Corona) d<ich iti fch i\tl. 

tigor ift firi fchwanKcn a\v; . ^ .> - uüd b- 

geti *1cuirch':ii wöfUrü. Ottcnb^r i^ii^^^i ripjK.' 

r«pf>eii blojjc nebyifurm xu rafaen , gen. rabcitcij 

drillt? tacn» rsnimci^ vorhin f. 3^0*)- Die L t4S. 

führrc^i puit^pppii , jrjfiicppf^n fcJ. * T * ' 

bcn ftU tautvki (N. 79« 6* pittepcl:, 

vern)u«blich pltepeft pitrboH?) icK 

bf^up: fnpprimit): e|:h -pi und im Ri^i < f 

[ i eiu gteicbfalb dunkele« ept^ (^ifc 

\^»,^,L*.t, obct^ brid<!(n4Ul ma? f^» ^■»« ^-n 

^ulwebt^, cnfwcbet^j (fopivti) ^ b. 

verwanfllfcluft de« aUf. fwi-l * ^ 

bar, ^eteper (frau«?) iroj. .: 

i' in geteppcr ; tclifpp*u t lij 

) , nachdem iw4u «;in alib 

(Muri» 114, fchipxre, gl. h^rr. 

Ä116 fifnn noch nngnlru^luen t! 

Oborlm r,.^ lapen Vitien reim aw 

V ;-^ rmn wappr-^ ' '-^pen oder 

^ arruamf t he«ni fch 

icn arma) verlchudcu, [%'gl. b^ iiJc t 

%Vilh, «♦7!i'** Hefl das miinchn. fragro» 

pctil utf (Hid lie dat-felhc wr 

m4in aticr , / » fcbpppcr noch . auf : 

ifci«h.t?ii. wt«wphl ücb nie fchafiri, fcbrfxro ÜAi 

ftCitnca br>d«vr alCa noch be^orer aarkljtaaft; 

^Ur t d>j(? In deatfchni würce/n da^ miueih. pj 

fi»rhr bb fiihff. dat fücbf ! : 

(lUi) an krlncno dcntf^. 

X. b. tabbine (rom, ravinp) tnio Im 

f. vtpcr ui\(\ ein neu' r bcle^ der j' 

b und ▼» tU irii 

den wlrc^, — ^ ! 

vnd {n ijeii 

' f inlatiii t tmd kurzen %*r*c. v 



|l* J^Vtttf^!« -wdflef haben es h, p o<ler pb. 



fpiprr 



R 



(ft. plf«?r) d. i. caphorj. cam- 
. cic— V nnd w geminieren nicht, 

^; anliiiiGiifie: //^. pr (oar 111 frem* 
/i//. /i/r, yu/jß '*) nur pfnaft 
|. u.4.^a (Wilh. I» ^4^0 pfnaß (ün« 
ilin h.v.)ß>fr ißder vi, vr) kein 
•j^judex uikier i! . ^'illA lo f. vernn- 
lUfbtiU'iidn (IT , rcjfcn (BarL) 

stich s* ü* ond vvttfe, welche f«?Uen 

lifretltti Jj. ?♦ 14?^ cißO — (ftl af- 

I) haiL fcbait (bafla) g^frhaft, krarif; fri- 
brgrift (compl^ixii« Farc. 97*^) iu wift 
%9^*) §^^^* iHH^i* (lf>- louft (curTti«) 
krtift {l'iiTC* IH^. IroK 44*) guft 
lufi. wtK^t (cUiDory üutten (ingcuiit- 
^ '11 1) fn efilfpiingt tbeiU ai3a 
;:rifc» lütift « wtKüt» ruoft «ti# 
fiftuw wuofeii, fuofen) tbctla aus b. 

\ H^nfi 1110 fchrtbeiii weben, 
ibcü« auf, V (vgl. niftal mit 
cUe)« In beiden leutern ßlllea 
lifciif gendt wie,daaiiord, pu un. 
[r. iiiiii4). Einsetne werter JayJen 
en, <vb lbf«r wurt^l f oder b gebtihre, 
löfl, It zelne fcb wanken der zeit 

imct li i^^'u ^ und ft* Alib. galt 

i(« loilÄ ond fo noch im u. jahrb, -fcaf, 
il« jaliflu reinmiuelb, allgemein - rcbtfu 
li# am iiivdvid. grfinxendt'u, wie Herbortt 
I M ' V ^ »iQ; hingegen gilt 
ßiit. Reinbol etc, 
irc^ 17«*** *7r \ViIii*i» 19^* Georg 46 J) 
>ch Jouf (Uoj, 8qc i6i<^, Tchwanr. 9{f); 
rlft« 1^^ wnofie VVilb* if 19^ ruft» wuft: 
jio, pacen mirc, it lai; Wolfr. braucht 
}lfb. »•9^ 3***) ebtnfo Conrad, Nib. Klage 
, lof • Toof. Für gnft »rtgt Geh Nib. 
jof ond wtf (M* S* a. 7«** tHa, fodann 
iceptio> fcbcioi eitMsHe^ mit wiCt. $} 

fit ilteliitttt^ftii. ttlmUtti fnerf&Q (»fthaUr«) 



4^18 T. mUnlhochdeyifchg gonfommiem^ 

;»ft, fniher inft, find rmWn f. 1^6. »nnaftitirt^ « 

bertihruiig n»il fvft (veniimh trr i m. r, 

ufMi der fi f»»i bi in iter worii, . ^ .t 
gehört norh lUe wah n^hiimng wie<l^r rtner 
(eben %*ff(chii"di*nheii. Statt Ar% grwdbtinchen 
-ntinFie (auf kiinft reimetid M.S. a, i5\' BirK f| 
veritultet (leh Conrad ligmofl« -nüfie und 
luft (troj. 29*^ ebi*nf<» LohpngF. qi. fco,\ fclian 
be(Vf b<?n fartmrnFt « fartiuft (und firmmfl) letlna 
leUntift nebeneinander. 

(T, D. Z. S) UngvßUf. 

(T. D) die vefhäUiiiffa flii»^i»ii tiif d«Q 
fchirkt^^n aV'g« reg<*ln, Fnlgi*iidri nSbete id »« 
j) dii* ftjirkrn (lämitie /il nnd M dem ff^tliv 
enifpr^cberidi verändern d in l nictol hU\ft 
f nindfaie »oittutrnd (im praet^ fnf^it und irop 
dem aiicb intaotmd « r^ibsltj fir« im »bUnt Ic 
cal bekommen. Mfo eine »n«riabme rler T 57S; 
ni'n regel, d^ß unnrf^ anitante t inlanf^ad m 
ifvnrdrn. Büiffflele futden, fnidet; riieil, fnii 
gefniirn; ebenfo lidrii» nndrn; Jirdeit* ßqd^; 
luten « gefnff n und nlrbt fnlde» Oud^n , fii 

f^efad^n» da doch im gc>tb. p» unirerriirlii bleibt, 
neiB.ij>» fnäi^i fnif^iin. Diefe meikr- 
Sro ahb. allgemein gftiteiidc) tn^imiil 
dem r t%z, angeieigten weebfei de# angelL 
in rnidban, fnidon, fe'odbait. tndon; bei 
den« worden intehi worten » warten) bat fic 
wiTcbt, vgl. oben f. 160. nnd nnten bei der 1 
die f^rwJignng, ob der wecbfel nneb fiir andere 
sunebmen f«*?*. Andere verbt« \vi9 laden« ttial « lo 
fcHetden , ff biet « fchi^^dcn etc. find ihm niT^'-rf!» 
I'eui. ^ 2) bei indMMitAnen pflegt d* {zum. 
an einen aiiflani f, fto^i » ob^n j8ij in i, uuz 
aJa wUto» mnollti« biftn. US^n (Ifge) daStti^ 
fiir daS dft. djfftn ffir d^a d^ (Ballig» m-> » 
de* diu mSi falgrndvm €omf»ar. Im loien 
Docb de^-de (W* c, 9.). daa in oiittelh. WC- 
mendf! defte? f d^Ae verdirni udel l) d/ 
daa nrg. d im aoifante rerdr fingt, pn«*gt ea 
aar h I m und Jinri^^bl n von d, frrdr^ti^t 111 
wie frbon vorkUti (f. 19)*) bei djtii ^ 

?;emtigt wurde* Diefe neigong zm u.;^ 
cnb^it fjcb aUgeiQcaii auch Büßet cig* t 



thdeuijehi canfonnnten, UnguaUg^ 4^9 



\kf Hnf^. mit drill vorUch^nil^ii 1. n fdtm m Ter- 
iie ßfb nicht) fobild dnrcb ffiicope erneu vacalg ' 
Irrfirvion di« I. 10* nu der würzet brrtifart; biupt- ' 
'ilerdff feh Wirfarn praet, Mii dem nnierfchi^rte, 
ffr r; -T>4j^f v«Mrbindun^ der iolitit nt noihweri* 
\t y\^ Mtiffet etgrtalirb'^r vetbindtitig hinge- 

Süd tu) ^}eirlhg<>Uirn, m, b. kante« kanie feogno- 
^kichergenik römte» römde (eitr^tHt) w^Wte, 
brrihe, hf?vilde. Unter die f er beOimmtin^ fteüa ^ 
Licbmann (rec der Ntb. ^is.) die r*^^e\t dii^^ 
D. n» fe^es (inlitJlende) t gegen d vert«ti(ebl^ 
diirfe« aber ntcbt nmgf^k'hTt (keiti d gegen 1^^ 
df| ander kann ee nie hc-i^en wilte, inter). •«-*>; 
ätm woftr «au (deni) iß aer Jing*ial.iiitlatit A^n«'^ 
jiicft {I. M9)» inljtitend aber dialerrircbe»'" 
nkm. Dtc metOen (VVolfr. Ooifn Crnr.) a3;irbeii^ 
t^öc» dat. arn^n; einige satie» dat. &anen (H^rb,-^ 
?» dat* «enden (M* -ft. a. ftr^ tift'^' 
lai i?c.) eiiifge init rtiekumlant' 
i^'i^ hiaga iS94*) v^L nnten dl#* 
ftij %A\nn (ptiniilnm) l'are, 6v* Wirb. %, 61* BtC»' 
b*i^ fets'^n andere \ ifanr, i^fandea 1 Georg 22* Or J ♦ 
■ Hill. W. S. f. 192* 144* Fribtfg 9« a;**) vgl* , 
«faifan nrfd faifand; H>mbi<Tber kann nia0 • 
flribiidef. irtftran, ui(lrand«g»''irl(lant (: haut Frib, 
dl« L iriftrain, wie pr\*n% {tröf. i8o^' igetant) ' 
flo ßHien feheinl. doch biiCnnr, neben prtabt 
kpria« nrich prtam , iber die rolle form f»r]amnt *' 
In dtLiifchen erörtern ntil iuinabme jene« %»n^ 
iQDS 4^ 1^*11 rs^elbaften siingenlants nacli 
»Li - «) hü^ebfl fflten wird v^n ft daß t apö- -v; 

doch finde Ich Wilh. 5* 160b «alt g ebraa (f* ge.-' 
wiM, Ml F. biß (Herb. :i«» dneit) [ti f. Itft ()a*^ 
Herb. : ptU} welebe« ao da# niederd. iaf. ift (Mjo-r 
^** tpewi«) erinnert, vgl, beV^det tnon; coilf^^ 
ülN^nde praeti monfe und. mtioße, wiffe und '^ 
In dm sof. fettisngen IjAffarp, mafbon m nnd 
Idiebit tf, durch afTtmilailan ana InAram« 
im. IjftReio hef%'Of«iigehen (f. indeffen f. 416. 
Iii\ In rnlchem fall mnß «her wie bei eigentli- 
r vl^. Torftehen « d« h* am gmoBfal * 
gftitiiiAL -^ ^) inUmefid© t ond d pHefen ' 
itnfalkn, Wim ein i der llestion nicbfe&i|i 
Td fodann jcdennahl dar dwlfehenli^^iAU ^ 
U ' .-upiaft* vgL tchat f, (€liid«i.(M, S. 1, 106^} « 



4^0 L tmtuUi&chiUutfche ^onfaritinUfu 

g:J"init : gewit t g>e(flilder4 finrtdet {Wilb. ^ii?S*»> I 
^^itejt (Frig, i2<:;lJt)'geftDil t. g<rinidet (: Ut Lohenp. 
311 f. biret (iroj. l6^^ : gcßt oder ift geGle tind drr< 
bjte» roget st« fetzei)? vgl. ^. iHcior. t ' - I 

(: fehlt fragrn, 2gb)mh Mit ß..Tntdtl*'nt«L 
gekleit f. gekleidet, triticirt f. ormordet, gefcbant i 
rcUeniiet etc. IlaupttUU ift Hier dM ichwachen pni 
dicj conjng.). Dem reim nütxfDt rokht ryncapen, U 
fiö die verfchiedeDkeit zwifchen d und i iti0gle&( 
ly^ß der vorausgehende Knrae voeul didnrch aidU 
l^Mgerl wird, seigei> die belege« eB ht\ßi nicht \ 
tili, ,l>it und da* ift merkwürdig ,Tr«il Tyncopen dt! 
pcu- und kehnaiils in »nitogem fall itine rnlche-Ti 
gecutig nach licfc^ «irlt<^n (git f. g^ibt« lit L \igi}* Gl 
IWühl naacbt eine.crfchiin f.i4s> «ngeftibne) putni 
kjt f, c|uid6t« we\fhm M. S. i, 4?b auf ISl retmi; 
Icbeiiil die »tiT. siebimg aU OK)d not h wendig. J 
jioibweodtg i8 Jie fonft tiicbi übefall* «• darf }( 
^Yobi icbadet, Toiidi^» roidet, rttet etc. beijfeni 
ht\ßt fclbft lieber fa; nur im fchwicben praeL 
fip es oft (f. die coning.) ^ In ftdcl (fedet) t ft 
cifisbeifit die fpur ^met uralten media (oben Lzi%f 
gteichbar wären wtnder und m>ndel <f. 594.)^ dM l 
atidefs ernfpringen« fcdal ;ilUcrbri^t es atic^ httM 
r . (TB) unmUtelbc^clideütreli . bnchftem iti fm 
nainen (tb^6philuf» i^btödi«,; ither) rorkoimnend^ 
iioß det t und h aus %wei veifcbiednen filbcu M 
ht^iu wabre» tb (dieiber, walihßr^}. d« t. dtet-b^. 
f. |44.)v :» •• . jT# i '-i ' ' »'' '»» 

(Z) fortwährend s«vrei ftufen A0$ mtehtmoi^fti 
16),) obfebon ße diebir.aii fieh< nicht unteffcbsl 
Vorerfl aber lehren ea* jdie teime^ dtfnn auf itm H 
^vüre er3 <^r e5) auf falz (Ctl) .kp15 (bat t5i pn«|ll 
wogegen hifj (cer^ni). licbtig aai{'ir5i mif5» (tnif^ 
fejmt .(ßayl. t9^. Wi^L aoK. Gempiz*)i hnm-rek 
ntemahli fcbasrira^« fia : biS eic,; Sodann teluTiel 
aua dem ib« nicht th^enffpringend^Tclireibia^tg tml I 
li{:hj.be£katigt den nntartebied ^a^Jn^tguien ni^d i 
BOT. fulveilen fiir % (nicht für 5). ^-ft^n e, eviiM 
gefchriebene c« als liefce. \iriircc • it (vgL M 

ctäi^ofipere gl .harr. 1^9^ #ic. }m deutififaen xiti$ 
mf^ man diea.c wollig a«^f geben« in freaidan (p«ft 
lilMbler) mag e# eher bleiben; i'^her frliiei 

aiilib«!^ — Die L ^S. j^eUtfüie r< . 1 nJet im gai 
n^cb auwendttogi nimlioh;. | 



^lOcMtuifche ccnfonanUn. linguales. 411 

10 Hi«f?andig 8, tiieirihU S/'wie hei <ltn 
't]«blf f.); diüf^r tletjifcbpn aoi« 
ch ffca-ide \vtiMi*rr xcnddU «^p- 
4»tc Der liot \(k gana li *). ändert 
;. xiiitcdneii niiitidarlen; eiiietber fiinfrere 
kailifii bct*r. p. ifi, ji<?,) jß<rbntichi auilallpfid 
II, fch6rh , (rwoi f. »a^en« 
ih ^*«Mt man letzt«*» wort xuwei« 

V^ ''c reine rnittaih, tnandait 

_ h ^ ^ - und ich. 

Dd[ tiHsiautfnd ll^ilet 2 in den Verbindungen 
(oben r 19%.} diifchgäni^rg und bäüiig; in 
Dg^n wie rutif^ic, sfi\v£'ci£rc. Cnmer-^xit etc# 
pn * i r ' ' t. N*eh vodten rdliier and 
U?^ '*er re^ael nur i umlautend, der 

i?Ä i« lt. ;fbu z»). Die wichii^Qen be- 
■a& (lber.iüffu&) kra« (tfricstu») widerfas 
p) Ins (caitiuniada) ^las (|;tab(rettiiu) ptis 
'ji€« ''':?^ f*?^ ! leded) niidervijfr (dtfcrimen^ 
ir€) ili^ (iraj.S^o 7»rco») ros 
^ ^cooEimodifm^ «isdriisA {—~- 
rpätfirhiit und oa^vv 
lern cz oin e abge\voite»i» 
dQ^laat £. ^U df% ; wi« 
-e» vvif*^; fchüs (pcitUtorj 
Alts nah mavvcirä nm/J dnreh 
■• inUulfnde Is sn ^ wordrii^ writ tai we« 
-^ r:— h I ^ ^' ,...._,i,,^iu^^^ be*iibrung ando- 
iare) ili il^»^i«fn 
fa^te (pO- 
Diüles 
eiie ni«u titrm 1.^79* vüvbi^^ p %i>r 

ich die inaUnte » nnd p ^ ^^ rhen* 
%tm TDC iA tft unmöglich. '^*>, wenir et 

»iftDBtn f I nvi« fritiir od«f 

flu f ' (»r t in ;j;Uifih#m fiü *u be* 

bj I thetn gcut«^«. D^cb fiati« flnt*ti»t 

U «*i *lwiJ« CfciTO now •*3 tgU 2i« *« ▼o"A»' 



{caiiM- 
idf wdfi t 
lebt, nach 
Uff cbettf^ 



^19 I* piUtilfwciideutJche confonmiten. Ungm 



gleich felilerhift hff. fchreiben; ib^r i? gewif« 
böchß feiten. Die zum theU fcbon T. 16}. benjkl 
bedenklichen fälle fcbelnen mir folgende; 
(crux) weil alle blT. c hiben (Nib, 36|o, }9iS.lt 
im Tit. reimt e« mehrmablft auf fchtuze (borror) 
cbea oftenbsir vo« fchiubcn und dem freq* rrbinbt| 
»u leiten i(V» ans frhiubiue. fcbiücb^e %og lieb feil 
soC; dnrcb comtiicLion liann aber auch in jh 
IHllen eine fonfl unerträgliche Verbindung *^TiH 
voc. und conf, eniftrhen. fragm. 40*» reimt Iti 
auf ein dunkle« gebiuze (ftridor, clamort) gchdri« 
EU dem f. )C2. angeführten biuS. fo konnte geblj 
folglich auch kriu^e richtige legart feyn. I>if im 
kreuix oder krenx (mit dem s, nicht ßUui) da« 
^venig irren, ala das iiaub. w^i'ie (iriiicum) te 
(irriure) beUen (cilefacere) beiden (aceco mtci 
da diefe mittelh. entfchieden welSe, re&3en. he 
lauten und auf bei5e, heilen, geilen, aruel^ea 
reim«^n (iroj, 28^ t »6^ Georg \ ?* Parc. 99* M, S. 2, 19 
So fäUchlich in den hlT reitsen fteht (Nib, 8^«2. 91 
ebenfo filfch wäre kriut7.e« fiir kriuSe ib^ fprj 
der /? laut in dem ueuh. fchcu^lich, von ^enem fdülfl 
enilcheiden würden reime atif fliuSe» gtoSe, '1 
fiiuSe etc. die trh nicht belegen kann. Mit voetlH 
zung kriitse Hßi ßcb nicht annehmen , weil et 
auf nüue, fcbütze etc. reimt; übrigena findet ficbl 
Uuzel , fondern immer lützel. Ob von jl und di' 
verbum javen, dilsen (ß. jl^itzen, düitzen) odi*f : 

f Verkürzung« vielmehr herftellung der urfprüngt ki 
jazen, dozen oder jatzen« dutzen gebildet we 
bleibt näher zu erf orfchen (f. 572. note) Im allk^ 

- gijl'zen oder gijazen (confenttre« gl. doc), V<m ^ 
zt^n (gemere) nachher bei den Übergängen. — Ili| 

i den ^wörtern beftimmt firh dn^ in- und an»L s'll 
in^enn liq. vorhergehi. alfo mer7.e (nianiui) areit 
[•»Tdicnp) garzuh, fnrziere, £fraharz. br6barz (dleft 
feimend Ifarc. 51« ^4* : Uvaiz Wigam. |s*) par 
gtirnemanz (jfchranz, fchanz Parc. 4fO 57*>), 
Mnz, tinzt Ianze)6t* fianze« balzibier etci« nie 
(welchea freilich der rom. autfpracbe ingemeA 
ik?äre). Gehen vocale vorher^ fo ift geraihcner» 
S zu fchreiben; bloß dann gebührt dem aualaii 

^ %venn daa wort inlautr^rid Dfher tz b^fcomml, 
ein denifcbes z darauf reimt. Viele falle, 
hS. bald z bald tz zeigen» bleiben ungtwij?. 



lil |i i i| i UU JL ' i 1/ ■ 



irütUlfiochdeutfckg confönanten. lingualen* 415 

kti te* QOcl ttUiUutmd^ % ifi nnigekebrt nieh conf* 
thtUi flieh TOC, häufig« Mil conf. verbindet et Ticli 
kof^amrcK. b!ciy7 ilureb ryncope, vgl. hunS f. bin 
S; birB» eibS f> bireS, elbelS. Znweileo Stidert Geh 
■na 3 Ld £» Coorad ^ebiaucbi wirklicb hirs (cer- 
Hi] Qiid r«tmi es anf wirz (aroma) troj. 79^ fcbmiedo 
|l|; oder wätd eiti vvirSi wireB anzunehmen P Von 
geil, würze (berba) ift dlefe» wirz bei Conr. 
▼etfchieden, vgl. iroj. 137« fchmiede 129^, ob- 
||dcb die herleitung von ge würze (coodimeotDOi) aui 
(harba) allea für Qch hat. £• käme darauf an bti 
f^ ^ '^nen reim t dci hir3 mit irS» mirlS verbände, 
den odf f oichr Tadelhafr aber \Yird ^virzbnrc 
frurxbarc (beTbipolit) gefcbrieben* Auch pellet« 
13 (pellif) l^arc. s{* Wigal. 29* ji. kolocz. 36^.418« 
erkurzr Conr, in bdx (ttoj* 4(*); famBtae (Parc. 106^) 
ttdi nach dem neub. famstag fo und nicht famztac 
rpfecbea *), — Daa S nach rocalen beftimoit fol- 
iex grnndfatz: nach langen ftebi in- und aualaa- 
5 (nie 'S?) nach kurzen aualautend K* inlati« 
^ "s ; man fchreibe folglich a5, a'Sen; bei15# biS- 
jo3» grueSen, gruoSte; agelei^e (ftadiofe) etc* 
i nach Kurzeoi voc« kann kein 3 flatt 3S 
j^hin z ftatt tz) dorch fyncopo möglich werden« 
ha3ce t baUSete, weil im fchwachen praec. 
eh 3B nie e aufgeworfen wird; den grond ergibt 
• conjo^, . ja der unierfchied zwifcheii z und S 
'hanpf bernht hierauf« ** Die in - und auslaute 5 
der worter beurtbeilen Geh nach denfelben regeln; 
•uilamende 3 (und nicht z) bezeugen eine meng« 
e^ Harri 63 : gr63 eic* 

t If4. bemerkten überbleibCel der alten ten. Ilatt 

aifchUnta dauern für ht. ff, ft. ir. noch fort, man 

aui r 194. Winter and matttel hinzu. Das otfrie- 

iiebe Amt ^^) findet Geh in der henirchen and tbü* 

f^fJfrHen mandart; Herbort hat kune : antwürte 

|( 47^ 0**) dagegen kürze ; wür»c (27» 7p') Hein?. 

^ :»ii 11:11 kört (v. 456.47840 iöfgcbnrttro Wie (v. 35$.) 



^ Im im« {•hrli. noch famejttc: bei T-i8. »• O. IIT. 1$. 68, 
r««ihi3dft|t mwkwUrdig für fabba^f^'g: g^^h. Ubbalodagt 
ddvr fabb^tldigv 

^«ben di«(ifii ti>iJ«üt iiioh korti Cbrevttai) L !• 4S> hin* 
f^^^vn ktir««ro U. ai, 3^, kitrül 17- 7*^6* k«rilieh*J ILai. 



'^t$ L miiUlhöchdtuifche eaufonanten* 



(fivilli) krüf^lin nrceoltis Wilb. «, Bf^) U (cAa««- 
(cicatrix) bläfen (lUre; pf»ir>.fi (idoii)) rlfeci (delitittt 
.mehr nreilerd. ^iorolf. ^c-* 64*) k«fc (ctfeiii) i* 

Liis (virgulium) gni (canu*) wif« (Capieni, \fi 
ihXn (leniter) hiU (aquilo) z\te (ref^ulDs) witj 

Ufen (ferrum) brifcn (neciero) rifeii (cidere) p 

,4»ft) girel (obfea) 16i (Hber) rufe (roCi} holen 

IxBfe (priiui) afen (vailire) lecken (liud^r«) fc^ 

iDUs) \ÜB (pcdic«) mCii (mos) fi^^ (ftfidor) ^d« (; 

•tüfrnt (miHeJ riufd (rete) dfa (timor, aoi tfßM^ 

[*leife (veftigTum) rtire (iier) freJf*» (periciilnm) htif 
*cns) meif«} (pmi»») weife (orphanu0> weifru (giiTi) i 
*( firmem um) neifcn (perdere, mfiftcrg, ir*4V*47* 

l'feii, iiiffen. verÜcfen. frieffn, fri<*fc ffrifo) miei (mi 

Mbuofen (iiuu^) driiofe (gEandaU) gruore (ftnieiA); 

^ hierher gehören waa (ac^r) rot (equii^) ku« («>r«i 

r grwis (certtid) defen inlaut IT. brkocnmt« Awiif 
.^leiben hea (ptteir) laa (onii ) ^} vtetleirbt auch iiioi( 
oder tiioOef?), Längfl in r TerwandeUe f. habeo 
liar. iner, rör etc. (gcicb. bau« kafi « roRii, taoi) tf< 
genname n^re (KI. 170; tind Älph. im einfchiuiü 
'auch ein oraltea oefo badeaten (?gotb. mifTa, fi 
tu» J0I. Caf^r. 1^ i7. und oben f. 14$. not. •^J. ^ 
l>erübrung der tpiratiten h und f. -wurde T. 3 1 1, gli 
gehört dabin I da^ daa roman. forefl unrem oi 
dichtem bald f6rtlV, (Parc. 7^) bald jfürehi Uwm' 
neuh. forß eniTpiingi d^her. doch foreftä' fföh*t 
fei hfl ana einem ahh. Forehahl (fohrt-nwaM)? Dfjl 
k in f(^rebt kein frhrcibfehhr ift, folgi aua dem tn 
fleht (Parc. 144*^ Wilh, 1,3^^), rcbahiplin f ' 
und der Tp^tern fr hrcibung rchaehleTaiT 
rchweixernamen trrbacbrlan und obe») 1* %^ 
ticbard* Eine andere verwand tfchaft dea zu 
Itehllauta hernach brv is« Inigemein aber I 
rana f, (wiewohl dem Übergang in r nnterwi 
mit h und w einige brzieban^en th<9ill) ff-^rrrr 
ala h and w, erfahr! auch weit Trltner ryncope, ni 
bIq/7 vor dem ft. des tnperl. fdMt m suweilcii itli ij^ 
linßualgemififltkmmi^ im 

(TT) urfpnuig nnd voirchfitC dief«e fem. Hl 
tilg, erörtere wordetu hier aber noch «trfchledeiM 



75*1 ita fclituil *OTiel »It U^ liimt, irr elf u 



•4«f kiiü? y«»4i 



m} |i>(W^ 




ut/che can/onanten. Ungunleu 417 



CS ernH^m« Nnüb i ift (ic (mit aufnähme des 
H hatte: g«0«tl€ l\arif>44j wubl nirgf*n*ta riii. 
, m hAfii bUt. bfatci; («l* Utes« geUic n ; 
* (cunbra) Oate (op|>ofiunii«« *) va- 
v«i, weil hier kein fol«;< iitlri i auf Hie 
tHic; ^n« deoJelbcn fgrniule rntrcbi^^dne 
I ' ■ tte» leite (drgilJ;!« errtttffM ftri» 
. mit auf nahm»; Mm bitter wnd 
ic iKioftumpf r^in]«?n (Wilh. i« 
I , .[ii IT ij*» ttl<*r : Averier IdiiigtnH). 
Lein It« ünr t» df*flo nl^h^ TchwAnlun 
ii^ 11. babcti bitier. stiiter (tremor) ftiiitte 
riiier raag üch im verlaufe drs ru jahrh. 
riiueo, wartam roi^-tlen fonft die aUerni dirb- 
im aof feiner? eift Conrad gebranchi ihit 
:e andere M. S. i, n*5 frriJich Kommt 
! iir _ auch nicbt vor (?auf iing^wiier) 
l. wio der L galK Pare. febrciben riiter, der 
r-jfi, WigüL aber riicr. Frühpr und in der 
Afifji mitie (medium) dritte (tertius) dfim 
fi akh. • aiianabmtweire fteht nach drite 
'«m. |i**) tjtid enmiten (ilarl 68. 357, 
i CS l gebührt den w ort et 11 Iite 1 mo&) 

I I ea (mafc ft^gminid) fnile (fem. buc» 
kritei (paffuii) ^') rite (fi-brit) btte (rogo) biten 
wirhem wort min ein lt. erwarien foilte) 
li pnet. liieti, miien« ßrilen , TnEten ctc« 
iie klingenden formen biuen, litten , gefniiten 
^t a9***) oben f* J84, Nach o haben It die wör- 
ffNHiea. fpoiten; rotte (lyrü) roiic (agmen) olta 
Ti^wohl nicbi durchgehenda» Hudolf gebraucht 



I yfnUh. von Aal» gtir. Atta (looitt) und ftit, ßidtft (titln*). 

:'^, II it«, fnire vermi»l1iet L«cbm. «tisw. 

iiir« liuthtet mir weiiif; tin\\ üen beweis 

■ Itli. forliu , irini» füll« oder fciiii» iiiii, 

n; eU monf. 5«? ticht ni«n nicht, ob ffritl 

Jer pL f#irti foU ; |;l. betr* ißit» fohrit Cv»ir|»0 

tr. JLbft Uimm« ^ fülieitii iVeiUcU iti (ctnitei 

MtiU ID lue, «Uli. ßtu") Ali! il»fii 

h. miti) «II falgr»»» nur nicht mil 

/«Ji«4t. <I »weife iii »tt<l mit ftrltcii (nhm 

,-w 0*^ in riem e wiirdo «Jio tütkkclutntla 

J^ fnid^ »fiiLi nMvJ^r», nilimo uichi der iUrofu fiiidea 

'' Dd 




410 I. mineJhochdfutfche co^^fananun. lin^ 

noch rpote und fpoten (ßumpf, f. BstU) und 
En^ft 14* ^4^' ^tib iCr*» M. S. X, M2**. Emfacliei 
haben got, gotei; tote, böte, rote (rbodanitf) 
parL praei. jp:ebiiicn, gffnten. Nüch 11 in den 
piaet. dergleichen« biiten « futen« überh»upt 
nach ü aber in hiiue (tiigitriura) mütte (modmil 
^/^y,i^^^, ten funtieie) »etütlen (lurbarc). — ( DD 1 gff 
> ^yA/C . tSS, 37, f h a n d en Z es f^v denn in frennden namen wie 
iiaje M/./^. |iarc. iroc lo*^ K — (ZX) iheili ßch in ilz mi\ 
i) für z% wird gewöhnlich ts (suweil«o c and es) 
fehriebrn, dorh nickt allgemein, der f. gaUer Ptre 
tnein«*nf zä (fopa? im auslaatt vgl. fazzichras^x n 
nigrmahl tz (29* witae); ich bediene intch itb 
Iz , theoreiifch rirhiiper würde das einf. s fij^ 
ebenfo 5 für 5S flehen , alfo von Keiner inlaott 
g<*nK tz, B5. fondern nur vrtn einer in- und ai] 
z und 5 die rede feyn. Dicfe anficht beOaligtl 
gar durch die fchreibting de« zz und tz im an 
dem i\e im f^li wirklicher gein* nur dem iolati 
den; da» au«lflulfnde pf. Kndel niemand aA&^il 
lege d*?a rz* au^«'r den Inlauten der vorhin 
nannten Wörter: katze (felia) taize (pea) raizeii'l 
Frig. zoc) aize (n, pn) etzele (n. pr,) nelze (rel 
(n. pr«) k^tzer (fodoniila) Tetzen (punere) ergütse 
rare) hetzen fperfequi) wetzen (acuere) bleizeo <t 
ferere) letzen (laedere) fcbetzen (aeßimtre) beo 
gare) hitze (calor) witze (ingenium) diize (bc 
(acutna) litaic (?Reinfr. t4s*) anilitze (Parc 1 
146» Herb. & 69» 89« vuliu«) ritze (HITura) kits 
dos) fitzen (federe) fwitzen (fndare) fnitzen 
fmitzen (tnficere) endtmgt^n -itzen, * itze. kotz« I 
lotze (Morolf 4^* ^^) geiotzen (dernere fe? koli 
nütze (uiili») prüt£?(pateu5; fchütze (jactilator) 
(Ben. 64. Maria 29. 66. facies) umbektitzen (ac 
tützen (fragm. 31** confternarr) urdrnize (t'^l 
werden ihrer wenige mehr fryii» vieneicht dol 
düUeOt tuiiTare)? (vorhin f. 412.) nnd cnili 
(.4^2. vgl, I^laria ;4* cruce. Durch incJinaiiö»> 
datse aua da ze enifprin^en, ich wei^ nicht» pb\ 
hfl. diefer theorie entfprechen. Neben den an^efd 
beiden formen anttitze, aniHitze erfchetnit iiri 
nur außerhalb reim, eine dritte antlihte (Ti|l 
f 12c) antiuh^te« anttUihie? (BurL 64,) welchea 
würdiger übergans^ zwirchr<n zuttgen- und' 
wUrCt Avenn ea üch nicht vielmehr atif die (i 



lo^deutfch^ confonanUn. linguales. 419 



f^enaiiiTfi#ne vermircbniig ßrundit» in wel- 
i aui/iiite »iThifeiii^T find, viel- 
■ (Flore 28^ Alinuif r^**; «mute 
leiirmt bedenKlirh. — 1) von 55 hier ci- 
i,*^?te (plaiea) ra55e i,wate) A%'aS5er 
ia5B**n (retardare) ne55<9 (naadar) 
• j 11^:1 56l (Urtica) fc5Vl (M. S, z, 2r;«) 
Uei) e^3«ö. fftSSen, cneSSeii. v**rge5S«n- 
IT«) biSSr (morfn) hro^A**« (M, S, a, 10$*) 
5Jcn, r*uSSe inur<?i) flnJS*'' (clavJf) drii.^K*?l 
uSSel ♦ palrna). — (SS) in vvcni«: wöre<-rn : wa», 
m) he(i*'tu meÜicic (aurichjlcuo^j lÜe {udiina) 
140I») milTen. wiffe, whQe. fi*^\vittr%% (cetinm) 
ilTe mowriicn ruiflt*) rnn, raffe«. Kiid, UuJT^e# ^»ilfe 
^1» Wilb, <• raiT ioi*> a??*') »n kljct^tin^wort 
mkler üHrrgÄUg aus 3 (ftamm : giejM^ Her 
lon im alth. hndet (f. 171.), Aurh im Tir* 
itiffmigiLÜen* Än/i**rdcin in c!<jii U^mden 
Seilte, maile. eJTe (aüis) meil**. prelle, do- 
lo wilTage, freiffamv lull^m (aiBiniliert) be- 
die f. zweier fiiben. Von S. für ha unten 



ida Un^ualverhindnrtgen, 

- ui wie im (Iren^alih. TW. gebiihrt 
jcüiit»!»; iwäle (mara, ebento iwtln, 
(lorpor) twaa (bebe*) und l\ytrc < lunui), 
lilldi bekommen ea aber allmähÜg auch 
ire, gilt vom menfchl. ieib, wafcbcn alfge- 
n Tacben) twehe!e(mappa}ivverch(tranaverfDi) 
erc) ft. dea lichli^crn dw. Der f, gallct 
Iw* ^le. baben dicCea faifche tw. überall 
IR. wie ia> ßreiipahh. DW. verliert ßcb im 
|, jahfh. j die ullcflcn bff. kennen ei aber 
ihrtibfn dv/ahen, dwehele, dwerch **) dwin* 
llwtingen, vgl- Maria i?.dewanger 86.dwun* 
»TUOcH etc. neben betwungen 5. 119. 15 j, 

,167. POi« ••': die vi^lpeftilüekeit dlefM worta 
orli t]ft ci MIO iimlUrci, a»ri O ond T, rtl «u nif 
CT. 7. 6. O. III* ti, 69, IV. 55, io V, 
j 51. «nlii&i») W. 3, t4. h4t antluKK«. 

folgt, fo wit «iif d«5r verrcJuedenbaii der •iifltu* 
4oitMfliici. ^ati lw«ic, tw<>rge» toit dw€rch* dw«fr. 
Ir«fiv*adl ifl* _ , 

Dd ^ 



^^4UjrjU¥^ U^ # /?^, ^^uaA^, A}^,^ h^^ ü,ava. cn»//I^H Mv^. f^^. 

4^0 L muielhüchdeufJcJie confonanUn* 

beiwanch »s;. 250. twnoth n6, *)* Das tlit 
fr. lieft Wilh. 2, 74»» 74* dw^ticb» uiid N*b. hü, 
erdwingfn« liwsng. Jenes twln^^it etc. tH tilcfai 
als wenn mau triiTgcni til eic. f. dringen« dii e' 
hielte. Ob eitiQ Zeitlang t\v nnil <lw noch dia 
terfchteden waren, kbnnteti wir nur erfabren« 
fere dirhter atliteration gebraucht hätten. -» ZW» 
rirhvtg, wie ini alih* Im neub, werden wir a 
Iw, in zw. übergf heu feben , fo da/I nuiiin*'br 
drei org. ganz verfcbiedenen anUute t\v. dw 
drückeiv mn/?. - SU SM. SN. SP. SHK.ST.ST 
beftehen and nicht fehl, fchm etc* wohl ab« r 
atih. Tc. Ter. tiber in SCH. SCHR. DmJI diefer 
viel früher begonnen habe, wurde }j:>7j_-J7, 
^' than; die meiften denkroählLr des iiTT^' ^~"^ 
Tcits fch, fchf, 7,48. die gL herrad. In 
bald fch; im münchn. fr. des Wllh* 2* und dl 
im fjielT. Iw. tntfchieden fch, frhr; nor der f. 
(der gerade das anlautende cb (latt k hegt) gibl^ 
fc ala fehl und vor allen vocalen, z. b. rcandri 
hen » feonp, Tciere. lÜ bei diefer verfehied^n^lll 
bting auch verfchiedene anifprachet ndet 
dieCelbe auafprache anznncbrnt^^n, es (lebe tmilj 
fch gefchriebcn? In letztem fall aber welrbe al 
ift die richcige, fc oder fch? Ich wage k'^inü 
dnng; zum ihcil wird üe von der anüchi 
welche man ficb über k und ch bildcL In 
tarn fcheint fch bald aaa fc (fcbtimpf«mtinfe« fc 
bald aas ch (fcbapet« fchanzt! , fchevalter, wfifur '^ 
4o*> Chevalier, WigaL 17c. Togar zevalier) bald an? | 
t zu entTpringen (udaJnefchaU Parc, *6<^ 49*- • rom. ( 
fchal ***), Icbariant Parc. 188«, im Wigal. firbfji;! 



iiu. 



^') Ddi frhwatiken hub fcbon im ifi. jjibtb. «a ; £U 
tbw^ilie. »ber ijqt unricbitg iwiiibtttie (oldtq^ 
p»l 3^«» 88'^ dowdrbe». 901* beiWAuc« 91t i\T&n6 
•*) Dicfsi fw errdicitit noch tu fwuv 'S (dülcii) in 
ohriin/dcrt 12. jaUrb. cod. pal. 36«. ißc 19I «i«. 
r. iijl. 14& ^; das ruiilelb. de« tyen keuiu nur 
•*•) In disletti vvf)rta »hift Wolf. 6*§ ur.t 
(primiceitui »uUa» Alieaer b<irdi«oer; 
W"' ' Händig tiif *irit teimt« fü difi d#_ 

***" it 46r 494 rlchti|>9r rvLnini , «It 

Uhi>ii i nnjii iicii ftuf dem rotiuMircti«ii «ufkUtl 
Will ciri vert». r«fitkb«Ur und dtVQtx e;u paifl 
Unt rgik«ni. 



WtAockdeuifche confqnanteru UngudUt. 4s | 

bpl'rch. Andere bff. fetzen wohl tfch t. Tch, «b 
iMmdcr« und Telbft Parc. 122^ tfcbanpfanKfin. 
i mtslsutende lingualverbindaiig«n. Von SCH 
f «ben beim anlaut gefagte, während die gl. her» 
veSSifch, rxtirche etc. fchreiben, hat der T. gall. 
EMn.Wigal. oft noch* vife, tifc, vifcxre etc. Die 
ibeKp. und : afrhe(cinis) afche (pifcis) wiUchen- 
|Bfl) "waFchen (lavare) nafchcn (lignrire) chli- 
■y cibi? flav. chleb, paniw ). carrafche (vehi- 
che (fecaris) harnafch (tbitrax) pfjfch (ria an- 
10 (pera) quarrhinre (vulnu«') mnnfalvxfche 
B^>dr$rcben« crl^fchen. pfiiefchencfremere) vifch. 
pdk. frifch. rifch (ve^ftus) niifch^^n. hiSchen 
endongen •ifcb, -ifrho; frolch (rana) röfche 
ba (euriummbicnndiim^niifche (iihnia) ziifrhen 
rJ) fleifcb freifchen (fando andire) hf^ifchen 
T&fchfD (ftrldcre) tiiifch (ft. Himifch) KiiifGhe 
Iriafcbecffagor) getinfche (fa)l<*cia). Von conf. 
I^'lbft' ffior liq. Tof fich, vgl. fallVh (faifiia) clm« 
r.) «vönfchen (optare) monfche (Koino) hi !• 
nie) beifch (M. 8. i, 117'') tcerfch (ftuhna) 
|alrer^}» doch auch f. in boffch ß, hovefch| 
fjVCOpierte, oder fremde Wörter. Daa fch 
idtffi Wörtern verdient befondere aufmerkfam- 
H'dem anlautenden gn'indrt e» tich tbeilf auf 
;¥ifca; flafche, flafca; hafche« afcia) ^) theila 
lea r vgl. harnafch, harnefe. harnea; pfafch« 
Irlfche (rurasnt)ralfch. fala, faiix und cliiifchor 
Parc.; ift richiigcr aU rlinför (M. S. z. 6»»*) 
licJB aber clingefor oder clingeSor ; die rom, 
detifor gehibt haben (cur wandelt ßch in 
Iftfaa in ein^, vgl. ohen f. )88. \9^ ). Da die 
ä^jn dc,< f »y ^cb deinen (nrnh. lauffhen, herr-. 
BKVitk. lo^an."herrif(5n. ^vita etc.) fo fcheint 
FSw drän neuh. fch gleiche ao^fprache dea 
Pnder te) «n folgen *•). — TSCIJ . fehr feU 
ItUhen : ftetfchen (M. S. 2, igo^) biawoilen in 
H flatt fch, ala mnntfalvatfche (a. l'it. 12.) 
'qoecrchen. -i- SP. nar in: hafpel (troch. 

^^0^ 4 Tfl^« anfobonwe («njo») fchoie (}oie\ 
B^wiT«!» «bar fchen. fch zm T. v^l. erlafle (f. «>r* 





*i|sft« Bar). 321. Willi. 3i S3ai>'4ioi>: ciftcn (f, 






Wlfi«*^ Mali. 2 lg. fris {fi. frifcii^ : gevrit 



-'fr 



il^. /y,t? f, j^Ufi, t)»^ Jt. 



4^9 h mhielhochßeutjche cüvfonanten. Ungii 

lea) fifju^r (Wilb* i, iS^ ita ff»*i, ciff, , vgl. den 
TOcn de» ibürin^, heinrifh r^fpe» uihI rat, 
gL irev. i6* giTaf|i€ quifqtiilU«) rlpe(aTbor; 
atj/Tcrm Tcun M» S. s* i6v^ ft. leffc) %^rp«r (i 
(fibulj) crifp (crifpus) rirpcn (plicare WMh. f, 
l»fii** 2, «7^ frugin. a6^) wifpcl (tibilai) sifpcn (H 
lifpf^n (anhebte); cd rti;«j^ noch ftnti - 
nicht vorgekommen fin-l. z. b, ein 
v^K oben f. 129^ Nicht hierher gehöii £wi^l|#4b 
pHcare VVilh. 2, 68^ Gctirg 8** Uolor« 99») und ni 
(dophinit Schcra zu ff* belli z\^' vgl. Pare. 4!'*)«] 
durch a&af. siehung in ^efwe (dexterji) f. xöCt 
j&efwrn reimt Conr, (fchnuedp «56B. Keil. %%%€ 
fwcn, erlefwcn, erzicfwen? deilen bedc^f 
cere, deffen form jedoch dunkf«! ift. \ 
mir >iber ein anderer reitn auf zefwen. > 
im *)'it. durrh die ver^Ieifhtmg dr» f, c 
Jinpelf. AvoiK^a hüfva {atidus, atidiitti . 
te^h, liefwe (? hefwe) hci/?t tdrriduf, pi 
unwabrlcbrinlich mn^ ancb in der fcl 
g«lf n n Averden. ^ S1\ UUiihg, hi*»r nor 
laflen (längere Farc, ^8*^ t4b* wo (iaficn 
a»24, btiaften f. bullst !rn) waüel(p4inia Wilh, ^t< 
(dcfertnin« fo VVoifr. Pare. 60* und WtUh. 1« l|| 
vaOarf; die übrigen deutfcher! wuuAc ood * 
jentts fchetnt au« dem ronu vall«« ^vallrr« gilT 
h/'n; abh. wuadi» ^vm^Hit wnaßinna, iilesiftll 
^rißinna) gnciße (fctnliJU. lroj\ ay«' 91^* proeU 
ttlhire, gniftern M. S. 1, 1R4** wofür a. Tit. uf. 
ften, gäneirten? VjgK |>xn#*rteT gl. hefr* 198** 
Parc. af» loö*) hnofto (luniii) eic, — 

(K, G, CH. n H.) gütturaUs, 

(K, C) vorerft, was die fcbrcibiing bctfllTf, foj 
ich tn deutrrheti iTfirtcrn anlautend Kein c, fo 
immer k; auBlanirnd kein k, fondein immer ^ 
ftiifen« kleine« knciit, tac , ba^c, berc. Böid^ 
brn drnckt-n zwar fftüfelbe lennis ana und 
einfacKert nur ein Speichen» nämlich k tikt d< 
aullaut» folglich tak . balk anzunehmen, E!i 
ihun diea auch» wtewi^it die iiliellen ifu; 
ben) c voraticbcn. Man hanu daa cmf. c 
man dir ^«m* kk dnr^H ck suidiücki 
iiicbl ^n4era aifadruckru l;ar4n. dt. 
niattd Tih dufcUf€i7.^fi. luUuteud kvi 



miiielhochd€ut/che confonanten. linguales* ^zi 

luliDC rcb. Andere hB. fetzen wobl ifch f. frh, «b 
btfitiiiiiUiicler, nnd felbft Pürc. 122^ ircbsnpfanzfin. 

lAi^tin * ' M/f^ficIf Jitig 13 al Serbin du ng<*n. Von SCH 
ltu(ö ' im anlaut gefagte^ währeiiti die gK her- 

1« rzviTcbe etc. fchreiben« hat der f. gafl. 
^al, oft noch vifc^ tifc* viTcxre etc. Die 
b#*if|i. lind : irfbe(cinip) afche ([»ifciti) wifchen- 
m} wifchrn (lavare) nafchcii (lignrircj cfaU* 
la ejbi? Oav* chleb^ panii »). carr^fche (vebi- 
(fectirii} bifn;jfcb (iIhm-äx) ptjfch {v\^ aa- 
li^ (peral qiuffbiüre fvulnu*^} miinfalvacrche 
c*) df^fchiin, c-Flefchen, pfiit^rth<?fi(^r**mrre) vifcb. 
ifch. frifcb. rifch (vc^* ?ijs) iinrch^ii, hilriion 
e) rndüngen -ifch» ifrhe; frolch (lana) töfr.b« 
fcbe (cortunnrobirniKfnm) niifche (libula) «lifchen 
i|§.) lieifcb frei f eben (fattdo »uHir«*) bf'ift hen 
ftitehrn (dtidere; iMifcb (ft, rl im ifch) Uiiifch« 
lüfcbe tfTa»f*r) eeiifTfche (fall^ci»). Vtiti conf, 
faß mir liq* rot ficb* vgl. fallr h (fAlfu») clin- 
r) wunfchen (oprarc) üiciifchc (hjunci} h*i* 
lili«) heifch (M.S, I, 117») tttrfcb (ftali»i«) 
quirer*-), doch anch f. in hoficb Ih hnvcfcbi 
meift fyncopiert^ od(^r fremd o vvörter. Dm fch 
fffnden wÖrierti irer dient befandere anfmerkfam« 
ich d«ni anfaulend« n gnlnd't ea beb ib^i'f anf 
c, lafr»; ildfcbe, flafra ; hafche, afcia) *) iheila 
hloßr^^ f. vgl. ba^narrh, harnpfe. barnea; pfafcb, 
t; WAfrho (veirj!2ni)falfcb, fatu, faiixnnd cltnfchOr 
Im I'arc.; itV richtiger aU rlinfOr (M. S. 5. 6« '-) 
feTweiflicb al>er clingefor oder ClinpeJ>or ; die rora, 
c kann cleiifor gehabt liaben (en« wandelt ßrh in 
^Wie cenfiii iii cinf, vgl. oben f. js«, vg? ). Da die 
k di .-f f in fcb ftei'?''»! (nenh. laXiffhen, herr- 
|H ahh. Füfan« berrifon. \yu$ etc) (o fcbeint 

in» die dem neiih, fch gleiche aiisfpracbo dea 
fch {eidcf tc) zn folgen '•). — TSCH. fehr M- 
gl gel leben : (lelfchen (M, S. 2, i vrilen in 

Martern ftaii fcb, aU mnntf.^Küi.^.. ; (j, 11t. 12) 
Ire nnd qaetfchen« — SP. nor In: bafpel (troch* 



J l^weiUa afif i r^V, iBfoboww© (anjon) hhoie (irti«\ 

I ifrtiÄ«Urefu vviid» aber fcUen . Tcb ^u f, Vj^l. ciUll^ (f, #f» 

.. iig: Ifii tÄ- fnfo»0 - fe^vrif 



^A«A «^z. äidic'f-im^i iv^. /y,^ f. rf^iti^ i?/^ ^. 



4^3 l. mlttelhochäeutjche con/onanUn. J^g^ 



lea) T&rp^T (Wilh, t« 18^ iu fod. calT.« vgl. den 
TOCö de* ibiirin^, heinricH raCjic, und rarpcnbefe 
gl. trcv. |6* giraTpe quircjuiliaf*) rfpo (arbor) krpe(l 
atTyTeriu renn M. S* «, i6y^ R. feffe) i^rptr («beod 
(fibuU; crifp (cfifpus) rifpen (pHcira Wilh. t, j^l 
|»8j;*» a««?** fragm. £6«) wifpel (libiliu) stifpen (m 
lifpen (»iibelare); c« rn«^ noch andere gfb<rn« c 
nicht vorgekomiiieri Ouil, z. b. ein (iefpeii (extif 
Tg), oben r. t29. Nicht hierher gchütt »wt- fptl4< 
pücare Wilh* ä, 6B^ Gang 8^» kolocz i)9*) und sw 
(dupluru« Scherz zu fr. belli 2<^ vgl. Parc. 4S**). 
durch zu f. Ziehung in zcfvvc (dexterj«) L Mritv 
%c^wnn reimt Conr. (fchmtedp i$6S. hol. 1^26 
fwcn, erlüfwen» er»ltffw*;n? deÜen bcdeiiiung wal 
cere, deft'eii form jedoch dauliel iß. Verfläudli 
mir 4b er ein Anderer reim auf zefwen, nUriilich 
Ira Tit. durch die verplcichunp dei f,2;o, ang«! 
anpclf» Avoiteft hafra (atidu:^« aTtdiufr afper) j 
tcjh. hefwe (? befwe) hri^t tcfrrtdiif« pnühtua 
unw^hrtcbeinlicU mnß auch in da idumedi 
getrfMi werden, — Sl\ häufig» hi**r nor eint 
f&flen (längere Parc. 68«' 14B* wo Haften rchtcrhili 
2» 24* betafVenf. bt^ftatttn) waftel(pfintB Wiih. 2«6f^ 
(dcfenum, fo WolTr. P;irc.6c» und Wallh. 1, i|a* ^ 
vaftarf; die übrigen deuifcbeT: wuufte und vi 
jenos fchcint an» d':ni rom. vafte« jvaflrr, £,-if!i»T 
bpn; ahh. wuaOi» wurviU, wnaßinna, n; 
^vaninna) grieiße ClcinliHa, iroj. 21^*^92^* ty.iti,.,, 
tillare» gniftern M. S. 1. 184^ wofür a. Tu. Uf. 
0en, gdneiftfn? vgl. gxnefter gh herr. 198^111111 
Parc. aj« 106») bnoHc (lufTia) etc, — 

(K. G. CH, f, HO gnituraUs, 

(K. C) % orerfl, was die fchreibong betrlfFlt. 
ich in deulfrhen vnrtcrn anlüuteud UeW» f^ - 
iii^tner K; au^lantcuf) kein k, fondero i 
fiicfen« kleine, kneht, tac, balc, b4;rc- Luiuc k 
ben drücken zwar diefelbe tenuio an# und etl 
einfacher • nnr ein zeichen» nUmlich k für den • 
auflaut* folglich tak . halk anzunehmen, Etn&c 
thun die§ ttichi AviewMhl die a ließen ^ fallt Pie trn. 
ben) c vorziehen. tVlnn ksnn da» emi. c dulden, 
mtn dir gem. kk durch ck ausdiückc und die 
nicht sf^dera aitedrückrn kann* denn dafür w 
mmd 1ih durcUeu^n. luläuieud komt»i die g%\ 



^hcchdeutfche eünfonanten. guUitralei* 4t5 

^^^wandelt worden (felhd im angelT neben gre* 
IK^vgK abcn f*ai7. imi*; im roman. wohl mci* 
j, Hai)iie£ #t7H*> ^»^3 Ar» wrirde bt*i O. nicht 
jrr, »bef bei N. eii r/zr (6h, 3^, chfiecbifc) 
L fcbwaolicti «wirrhen kr, nnfl chr^ v^l. Nib» 
ecbcn. I'«fC. «:.<^- FJuiifi> entfpringt cbruujhilt 
in ttu9 ^ricuhiU itiul guUtjti dnrch tili vermic« 
fcbon rm dijil. bei Nrugirt ii**;a>, vom j. 88r. 
»rill cbttrtiibilt • ciie v^randcnm^ dei t in ia 
|clifiecben. ward* gricUir) veriiimkelte den «r- 
ib im tiitrd* KrtnabiUlr nder grlnibitdr zu Tehrei- 
w9ße irb biifr ournirchieden« Auch bm gndtOnt 
vrcbr«lt der öofd, vocal. viellr»icht ift godrÜn 
■ ■ riin richiig, woraus beb die 

|4 _ - t{, cbatUTun Terliändigte. In 

, dir u^p?* »Ip* ubrralt ungflind^rt und blo/T 
ul nn?«!. nmndan fribrce ihr kr ein *) — 
iattlfcber wiirifr wurde dnrch die d**ii(fcbe 
►■-- * 'Ml niid ^rrne c, aber nucb k gtfch lie- 
bte (dse nnrd. guinnjif) k.ippe, kelCf 
fcn, cMuj\ etc* biii, ofl 5n dfiifclbeii würlcrn dia 
ifi ein cb. ri> entfprang ein di^ntrchra fcb, 
Ifi und Woh'ram la^t nicht rallel« fcindrnt 
fblH r«4l6.). in einigen nam«^n b»! der f. 
%nU IQ andern cb. a. b. kan%6l4>i», karnani, 
!ir, bing^g<:n cb»ttii6bra, beS^biua« cbt^chü* 
ibrfland) und chf^mtde iK^btn elämitl^ l^^§^* 
Sulchi* n**ii:»nf)2*'nf»mrnf»ne nainen battcfn 
ililicbrn autlpracbf' ficb/^r dff rrine ten. (kar- 
~ He fitns. p* npd t, nicht zn pf. a, wurden, 
gnmd wtdtr die an^rpracbe der afp. in 
irtf-m» wenn ße fchitn gpfcbri#*ben fleht. — 
(cbetm k. au weilen (h cb. g« fcbricben an 
Ulm w<i lelaierea TeJbrt an« dein auf. ftoj? aweter 
■lfptii«gt. 4> b. fiÜR^ekf^it f. finmic*beit, fni- 
— f) «npgrn»»/?t"ii vvird k Sn n»ar -^rcbatk, mar- 
iiib) infofi-rn dirfpn sauf« rrizungen das mit« 
yk (aUb« tnarab) aum gmnd liegt. Daa cHa 
lantla c tileidei apoeope in swi (Goifr.) ft. 



abatiUJit d«a tiiiktfig«n : in deutrchtn w5rt6Ta ent« 
fhchi k lAciflvtti H«rn p^h. k (wclclifs t\ut in- und 
>L TAI" vr.r.l r-irjj'. xtu mituli)* ifp. wif<iVi dtnü ibtr 
dein i int luiUtit Qb«io* &<:) UUan 



4^6 L miuelhochdcutfche confcnanUtu gi^ 

(Gy an- und inlautend hänfig. im ansUat fielt i 
c. crfeizt. Syncopiert wird dicfc m^di. it^ 
gcnc (FlecU»% Rud. Conr* Niih, im rr 
lüfbt in morn f. morgen od«r in den ahniichcil'' 
ftir^en, borge^n. ZnweilifTi bi*t fpJgendrm t« ala 
Ht f. pHigt, Hgt; suwciion in i aufgeloft treit L 
■\yvAchc auiiöiwng inftelTen auch vor d, f und n\ 
findet und niaiicbcrki willKiirlichtä hat. Voftfrß, 
£<^ jederzeit ^in wiiri;rlhafte« a voraus, das in 
let, d.h. ei cntfpringt ans »^U und dat Hmtl 
€ö , welches den umlüt»! erwetl^t, nichl das in i 
deliP g« denn in denfelben ^'orojcn kann auch« 
bleibt« nmUut efntrrnen, a.b. J#»gic, trepi neben 
trcit* Sodann fchwankt daa ei nach zeit and 
lind leidet auf ihrnrotilch analoge fälle gar keif 
wniiiuiig; hatil gilt ci allein und kein ege 2, b« 
moO f. egeie uitd \ nn uralter zeit her meiCte f. 
bald ^ilt nor rge und Hein ci ; bald beidertei 
aiHler* Anfangs fcbeint.raan es nur für ein 
ege, allniähüg auch ftir age gebraucht sn hat 
äUorn feucn daher Ircit f, iregt , heidrunre (In^t 
iiö*' allh* he»idriiott) crwuii f. er\vf*gl (VVilb, a,^ 
meide f. ^ncgctl♦^ getti f. gcgon, geinc (, g« 
-wohin auch dio rigr mufnen meinhart, reini 
baft etc- pebürcn, gelcil f. gelegt, leite f. lejiii^ ^ 
f. j:ctr«sgcde, gc)eidc f, gcjpgcdc etc. die fplti 
aurh nqeit f. maget, kleit f. klaget« gekleii f. 
feit f. fagei, gefeit f* gcfaget, tcidine f. tj| 
welchen fällen der umlaut unorganifch iß» 
nie^tt l^lcgt, gf^'klcgi, fe^t , teg^^dinc ftatlltud 
Trhn fr< jlich klegtff M. S, i, aoi^ 2, 4^^ f V* Ä?« 
muß mancbi'S cin/.^Uit' naher bellirnmt ^ 
im fill^rnirincn m Dpi ich ifi; Wolfr. hai 
g6j(g^d«% nie getreide, hatiBg aber gein; da» Ceti 
rciiiii Ht-rbort auf reiue, gemeine eic. Für nt _ 
regt (u>n%ei) regte nirniahla ein neit« reit, reit« 
noch nbrfall egedthTe (Uceru, fpater eidccbft ' t- 
Dtfler anflürnng de» g in i fteht der Terwi 
ti 'irre fall xnr (eile, wo lieh g aua i n 
Hi^ (t b'^irri j ), — Merkwürdig iÜ da« d| 

dff« _g ii' , in der conjug* einige 

Tcrta ni>i] ^n a) da» verbmn mienr 



*'J Ubifiif«^ iit difi [piicte iiirMmr: '\t* Q*m tu iii (f 
g«Q tffvai AUAlog aber lucL; i..ju[-!ii« 



itfclie canfottanien. gutturales, 407 

fntt nnä ptn. j^i^t, überall g für b an, fobald 
t wifH, alfo *iißo (travifti, zagon (rraxcrmit) 
iCtni«)^ nicht aufiUutciui auc orler atme (fnr 
Comiffn E^cb (f* «oh) iiuil bet inrlinaiinri 
lager). Daä organUeh atuilug«^ llith^n 
i. nm der atiomälte, (Vfiirlrrii bat tc^ei- 
letl, gfilribci), tierAiie vyJe aic- 
1 r-ch Äiheii , gcdihsrn 211 llhcn; 
\ I. gedtrb, zipc, gedi^i*, zi- 

hl regclfcft It'ch, übe, Uhcu, 
I) ^tie »weite iiut'e wandelt aticb ilr?n aualaut 
b c (fiir §)• Uierber g*'hören flübeit, twa- 
bcn, f»raet. Haoc« Hix'ge« Ouogai. geriagen etc, 
otoi lUiub ^ riuebi*« riuoben, gcHaben 
. Hiiogcr f, fbiobrr. Und in einer an* 
! dd5 vt'rb» fehrn (nie aber gefcbeben, 
1 rr fncl)T juL-flecKl, obfchon nur fpiir- 
- gebt. Nämlich Wolfr, 
g.v.^«-.4. j.^H.^cii, was iiie auarpracbe 
tat onii 124' änilert die aiilebnun«; Tacb 
r* vielmehr Iager*Ji wiewohl ich im 
ll- .c« rag<!r, binge:i:tn fac (vidit) f. fäch- 

i. 2« 177'' i?^*) Inide. (vgl. unten ch, 
Uierber fällt di?nn auch äab all^emem ^iil- 
i7Tid geiiaugc vgl. nat dtm {!oih. ganobs» 
im ulederd. nnd neuh, fchreitft du 3 unarg. g, 
%ur Dtid ergreift auch die fornciLn flc« pracf. 
I. darb bleiben ait*b*n nnd acihen, ^e- 
• Icialete liebun fclbll im praet. zu d«.'m 
lirn hebüli »t>g, «i>^ca) D*jr nergung 
11 (ibMi f. f82. iüi ahb. itiehlnng gelcbc:* 
<Mrn, iudftii btabain, (Jalun » dtiahan« giwahan be- 
^ii« praei. blnoc, bltiogmi Ü, hltM»b, hbiobun bil- 
ül tinban, /«iban* gediiiän mtiflena wie im mii 
V r i felbtt der Goibe hebl fcbon zwifcbca 
m an zu [cbw^tiKeti und bat lagrs f, dua 
1 CT cönj. wird näheret cröriem. 
.> verfcbied r.nea urfprung«. 
dati der reinen iynranß b« nur cudautend in noch 
ime/ ticich (tarnen) |Qcb (aiijue) den praet, fach, 

' "brler füll, rJittiTich b i^tit;^;.. komtnt vor P«rc. 

\\\%l (f. hfl» olI-st lit^T niLt nnd M. S. 1* toC*, 

pjiiiii (f. r" " !Mru ntbt feimeo, vc^U gibt- wi^ 

Än< {ri^T« a=s^ iVt g«ribi:pQiht iroj. 15» iß in 




4^6 I* miUelhochdeutfche eonfananten, 

jich, gcfchach, Urh, zhch, gedech, z&ch , Ül 
den imp. derfelbru verba niid dNi verbuint 
(nirhi aber <lpr v^rba twjihen, ftahen, gfAvahH 
dann in; gÄch fpraeccp*) lukh (pnfi) tfrh f 
gi^vecli (vaTuii) bofU (fltu^j Fcbicch (fu^sx) dl 
niur) ffbuüch (c:>lf:cua) ruch {hirfulus} endlich 
•verbincinn^f'n kh, rch {b»leg[e oben f. 590.); «l 
iti^iiahme der Ciiuf zuerft gcninnten ^vön^r dd 
nach ¥or^ätig;ig langem voc. oder nach liq. VU 
Würden anrh n^ch, doch» iveim das h* ihrer 
fühlbar geblieben ^väre, noch, d6ch liütei 
l) iingUich houtiger ift ch rtitl der goth. len. 
vofhergrlu; jedocb nur ömj- und adafitend* 
piuerfr betitlet üch vom vorigen wefeniUtb dar, 
itich im iulante bleibt, wo jenes za h wird^ 
«ch (tni<Tj,) och» uch (Gcorp 12*) krach ffti 
(rivtiä) dach (tL'Cinm) vach (ihccae) gemarh (olicin 
(rifu» fragm. 24*) Ihich (flaccidn« Iw, +•) fwarb (« 
fache (caüU) wache (cuü<i«lia) bacbe (baco)t räche ( 
fpacbe (riircului) indchei] vparare) lachen (liii 
wachen (vigilare) lacht» (paliis^ blech (lamj 
(pix bei Conrad etc.} frech faiidax^ l4?ch fj 
chen (frangßrr) r^cbrn (nlcifcij fprechen loqi 
(pnngere) trcirh« n (irahrrc) secben (ordintre) 
dich* heb, uithch, inch. pich (pix, bei WMi 
flith. ilnch, grrich fvindJctt) aTwich (fratiiij 
(higa, liv). chron. 71^ 14^^ endnngen 
Hiichel (magniis) (icbel (falst) lieber (cf; ^^ » 
(cicer) die entiung - icho (It-rirhe, alauda, ifK 
eqiia) joch (jnguin) blorh (truncus) loch (foramen 
(h^iira in lud, Uir.) woche t^^^dumaa) hnoch 
kochen (coqnere) f. hochi n (M S. 2, lo;*») ! 
(c)irtuTO brnch(fraclura'riichfodor^*); fchSchflTK 
fpräche (fermo) räche (vindicta) bfichc (bü 1 

(n. pr,) Sehe t^aqui« gr,) lächente (foriilc^ , , ^ 
und ilh»d. fremde namen; entwfch (fuga l'arc. v6' 
Jich (colori ifch (pifcina) endung -lieh, licbe 
fliehen, ftrichen. fwichen. wichen, bftch fTenier; 
(hydria) ftrilch (fratcx • brfichen (nll) ftuche ( 
ttichen (mergi) bleich (pallidus) Jeich tloda«) 



•) M«n nrterke, difi die timliucc e, 6, <1 »nr <h sitr 
^lur. becbe, loch«rp r^iOtlie ece« vorkr^moien« «1« 
^otciuien fcliwaohen v«rbis , wo )od«jxQii ok Ifkr 
Uiti» alt d«Qkon Cic^goO weok«ii (,cxoiur«> etc* 



MhÜ 



thämtfcht canfonantefu gutturaUs. 409 

rlrh fqaercnO fleirb^n {cUm inffrre) foneU 

^ujarl) zrirh'^n (lignuni) reichen 1 porriget *•) 

grolut) riech (atpfir) kriechen (graeci) krie* 

|»crr) riechen (fumum dire) eniliechen (ro. 

looch (ütiini) gonch (Ilutta») lunch icepe) 

nai> buoch (liberj itioch (ptnun«) fiuuch (ttia- 

mochen ^ciiTir*?) fuocheo (quaererc). Djis 

licu (vtdeir) hat ßcb lus dem org; hl aha 11 

bindttng mit f wrd das goth. k jed^smahl 
I, an- ift* und amiaNtend , vgl. fchin , fchrjft, 
üu lafcb» i\eili?te belege vorhin f, 420. 521. IVJaft 
Mt dicfe %'erAVdndlniig dea ik in fch nicht ficher 
BmHgcmeinen dea k in ch parallclifieren, indem 
V bff. welche letztere Heben (z. b, der f. 
r PiiC.) gerade tc und nicht fch; ala aocb umke- 
'^jkietet denen der anJaut k geläufig ift , dcii- 

\ fchreiben« Auch im alth. gehen ch und Tch 

^met zufimmtn. 

|en mit Uq, in- und auslauiend kein eh für 
sro fort%väbrend die alte trn. rchalc« fchalke^» 
.enke. arke etc, , vgl. oben ttetm k bem, i. c. 
iiwette reimt bevalch, empfatcb : marfcbalk 
\u I1L i6o2. ßit. \\^^ und häuHg bei Oilocar, To 
bciifch die ßrengahb* ausfprache niarrcbalch ge- 
laben mag* ^^^ einfache fcbalc reimt nur auf 
J, der dit* p1* fchalken ; gewalken Wilb, a» 178*. 
ID ungenau vercb : werc Nib.8947- (richtiger 201 j 
:getwrrc) \vo Avleder daa aUh. -werah (oben ftiSi.) 
Juckt; noch lÄdclbafter rwelchen : eichen a. w» 
ß, fwelgen, da doch wohl fwelc» fwelgca gilt 
Jele daC allen ft. aller). 

B fchreibung ch für c (als auslautende med«) 
^bi Icy (denn fiir c al« org. ten. \kßi Tie ftcb 
^klier boren) ^vurde Dben f. 424. bewiefen. 
H^die ein folchea ch mU einem richtigen ch 
Hfiiiden felbß aufnahmsweiCe keine ßdit. Hin- 
' erlaubt ßch Hartm, Iw. 47^ fmach (ß. fmac. 
J: fach, oder wäre fmac : fac zu lefen und 
fdas C 427« befprochene fac, Ugenf (vgl. un- 
h die bem« e). Richtiger reim aber iß 
. cb (Tw. 2f*) denn ea Wißt e35»ch, e^Siches 
^te) otiii <U* ncah. ej9jg« e^igea verdient den 



430 I. mittethochdeutfche confcnanten, guuuf 

.6) gründe wide? die «nfirpT»chc der afp, im unfaui 
i< f.42j» Füf ftc ift allerdings die tiäiitige f 

den hfr. , und die ftutdauer d* s hitien >,-.ii,rtw 
der fchweizi-rünindari (cier weni^fteni trvaucbe 
gcdichie tiabe Ugen) unzi ^ n. Der 
leih, dial'^ci WÄf M'eder >! '»Ith. t>. 

O, und T., r«>iKleTn l«g zw* leben * 
liegt er zwar «ii gründe, dt>rh i 

mifchnitg etwii roehr der ntcderd. utid Ü« 
Ich habe, dara^n j^edarbt, ob bei dem frl^^^'^^" 
OTfc. ganz gleich« n fallen etwa die gewoh 
fcbiede zwifcben k und ch, für einEtrlnc war 
£ebihlec hatte und mir eiiieii duTchlcbtiiit b^idi»! 
faute nach mebrern allen. hlT. rnt würfen, 
befriedig^f^^^^n erfolg. Zwar i(l ca s. b. t^i> 
d^ß in Mafia unter Fielen eh. die wönct kioi, 
nie, knappe, liacl, kamer eic. uiehrenibclU k. 
und im miinchn. fr. VVtJh. z, wiedernm kini« 
ginne dir cin7.igeii k. in deutfchcn w 1'*^'^ 
Ferner wird in roman. Ireber k ala ehr 
und in jenem feltncn ii miaut der med« in icn* ( 
nnd 424. enkyjtet , hocbkei&it, enkarte) hat 
gefrihl für k. erhttUcn. Allein im a, Tit. 
liberwicgendcra ch, zuweilen kraft, bekande. 
knnCl, kriegen, küngin etc* meiRena f" 
immer cbint, nie kint; im f. gall. Psrc , ucuii 
und ch, Ikb fchon mehr das gleicbgewiehi 
fchwanken beide namentlich in jenr« kkit. 
knappe cic* und felbfl in roman. wiitteio. B^ 
habe ich noch keine gute iiiiuelh. hf. gefri 
den anlauten entw. blo^ k öder bk*y7ch bei ^ 
der gieff. lv\% fch wankt) ncch weniger ei««, di 
gewiffe Wolter beC^inimt zwifchtii beiden w«*' 
V^ß einzelne tntindarten die wirkliche afp, odtr 
einen hlirteren lant, »h die reine ten. 
falgt auch aus d4*r wiewohl ftltnenen fcb 
vgl, ckoCk, ckumber (Farc- 163»* 129») ckafitrüici 



*) Slaider diAk p. 63; bemeikt eij^zelo« ivtifienf p^KU^li 
llAit th* in. dfr fchvrt»i£erv«)lkirprache, yvvy' 
den itfiincii und «liriieiiien «lUlikill« Der de,, 
g^t>ile vöc. Hl wtAur hier uucli im fDtu«lb. von «|d 
wrnri man etwa die ßcbf, und fiicr. reget (rhrxr 
wcitdoti und cb vgf «, l'ete« k^ vor a» o» u ♦!«.' 
mca mücbii. 



timudhaehdiuifche confohanten. gutmralei^ 4^1 

ifitWr u lU*)- Dtere« anlautende ck v^rgleicbi rieb 
^MStweiJen «uch ^mich aaUuic u f. z und 

^ w» gim fihJich g< -n pL für f; cotiffjqnünt 

ntlicb ccb (iiichi cK) hei/T« u, Tgf. ol»**!! 
jiiilaui k fcbe-liit endlich ila« felbd in hlX, 
eil- ergcticti tmilt giilüg«.' q inxuzrig«»n; detm 
r kii, Jiw und wird in flr#ngjlib. d« itKoiäb» 
' ch ftir h r<iäet*ni ebrnfalU afpirjert». qh j»der 
CEü lu 4v<^ }* Der^I, hiidet ßch nun nicht im mit- 
A. •her q biiWr Hen fü/andere falle de^ k (l'irCrr^i* 
Qii^i^ii L Kii^;>prti). 
t)\f i!p8 i:. [1 .rb. oder au« dfin anfing des t\, ». b. 
-Ib* tw. «ic, beobacbtrn noch oft i)ie 
v^^-u.a ms s laut eil d h für eh :£a rrbrcibtn 
't für beidt* falle de» cU löwohl bh» nah aU 
' /b, vgl oben f, t8f. Schicklicher, da 
v^rache 6ex afp. onbe^weifek i£l| entsage 
fthreibnng, 

ifpringt cb. zuweilen ^sua dem znf. ßn^ 
n und «war «)aui.pT.b« «I0 junch^rre, 
..ulcheit« irreckett/frünaicbiitt fxltcheit etc. 
ti^ltt als ßecbeh, (mächelti rlcheit» ticbarc^ 
itc. In dem «rften (nicht in dem zw*"it«?n) 
*a lieh die Verwandlung de« ch in k (fge^Se- 
» infhcii * r t, fiüfntkelt) und das neub. 

in fcroßii^» ' . »gk» ii , fo ^rie das k in jnn- 
Die neuh. fiirache dehnt ihr keit noch anf ci- 
DlUe SU«, wo e6 k^«knen Gnu hai« z. b. fauber- 
l*fi>ebeti ficbeTbett) miltelh föberheit; oder freund- 
' it* wo ein bloj5e« freund licheit (wie reichardt) 
enifprtngen fallen* If^ daa mittelb. edelkeit 
S^» 40. 42* Frig. to« 16^) richtig? bis ßcb ein 
die nichweifen Ußi^ fcheint mir edelheit vor- 
her nnd ebenfö wohllaoteodt ala tnnkplh"*it 
dttnkelhett). Bei anuckeil» barmekeit ifl das 
ijL srtoec« barmec ^a er weifen. Übrigena halte ich 
if die wahre mittelh. auffprache die fchreibung Tue« 
it, armecbrit etc. paflTendcr al« fueBekeiit weil 
It4 Am% argan. k. inlautend vor voc afpirlert wird 
<*n, ftiachen) wie vielmehr da» züfiimnieii diesen do 
rbiar bleiben irxnß \ diefes c-b ftfcn^te die 
xrcnbar ftärker an al« cht wi« etwa ftap - feft 
nixui> den lippen febwerer werden wiirde alt 
/^radirU); auch j«der vocal dipbth. ift weicher 
dff biaiui. 



45i I. mhulhochdeutfchc confonanun. gtiiih 

9) abgefto/Teii wtrd d«8 anslauUnäe erd« ch bil 
in fiii, t^, g«vS, b6« ru, iliJ \S* oben ' i 
voc.) bit»vveilen ancb riis zweite In znt 
anlehnuiigen^ ab f\\u\} f, richetirh; i«' 
michne* In der cüii). Jetdrt cHf» twft: 
fiie Tyncopp, %. b. in btiebcc. fprichet (kn 

so) ^T'xgt pe lieh: oh ittlatttend ch vor I l 
fall betrifft nicht die neuh. form eht^ wt\\ 
TCfbincInii« im miiiclh. liberall ht laut. 
von ziif. a^iehung der in bem. 2. anj: 
marhen . lachen, wachen* brerhcn, A« 
(fchifh bier'^n) firchen, hnSchen, r#»i 1 1 . 
kriechen 9 fnachen , rnorlieti niiii ühnticher ilt#l 
Bt'i den Harken Könnte die tynrope de« «" 
ch lind t tcdigtich im |>racr. ÜjM hiben« 
enirchi^d€n<5 i egt-l » da^ da« e nach ch % 
alfi) brichst, nirhrt, flicbel, kiiuchei ; Mlir 
weife V i'fl^iirznii;? einuf^ten, fo gbnh*» icl 
herhin btichl, lljcht, kritichl und tuchi ! 
krfnht peltc* Im reirn linde %th keine i 
bei geniinf^n dichtem; Frib. aber r^iint ^.1 
Ihi» gefchiht : brihr, fprihl (2**^ 7*'J. Bei - 
ch^n vcrbl« Kctrtimt au^er dem pra<f. vi»t 
prjiet* in betr<9ehl; überhatipl liud hier n^t 
fiduen. Einmifhl meiden die fnib^ren di 
atiüzinwerfen, 6tm ein alib. ö oder e «u p 
ea hi^i^t darum wjrhil, inachet, la«hrt« b* 
thete etc verniothlich harte dtee e Im 12. , 
merhlichcn licfton wachet, warhete; esi 
mahl rplUert» werfen es allerdinga iut und 
chcn r>?p^nde rcin>e für ht • Iaht : mibt 
Iahte i m^hXni (a. w% 3, <8|.y viclirieht na 
dcfl alten hNhtn? gemäht *, T\hhi^ ahi, br*^ 
geHahi (<roj, 6t« iiis* i6y* Flore 9*= \z 
a, 89 etc.) mäht : crdaht (M, S. fv 1^ tv^ 
yioth wendig, oben f, «41.) maht«x%hV^n' 0- 
46« troj. \^ Jrhilhteihf&hii^ ( Frib. 2**) rf- 
reichte ; leirlirr (troj. ti«^) Heichten : » 
2. 2M^) betV' tfen titrhts« man dürfte «'ti 
Icfen , öbrchon in j:nien hlf. die daf ^^c 
durch cht. aRidrricKrn, alt<*rdn)g« di«* ' 
f. chet gewicht htt« z. b. im f, g^ 
wachte : lachte t*4*^), Purch di*tfea 
Geh aber die fntm*'!» vetfrKi«<lner biNtiü 
wählt (YigtUvit) mil wahte (excublie) i 



^0€hdait/che confonttnten. gutturales. 435 

^■t) die früberliia grneti gefcbiedexi -wachete, 
^■nii Ai^ete liuten. Schwache v^fbi* deren e 
Wm. i enifpricht, werfen e« fchon leichter aus, 
Te priet, «nihwi^ndig, rudchen, Tuochen haben 
rhet ht, ruohfe, fuohte, wcU 
iihta . fnohta (vgl. goih. föhri, 
tfi; bu>j$ und Tichti|^ aaf tchuühte (calceavit) 
>b. 22.>, Rjuminf ßuohie f. Jloochte (maledUk^ 
' reimen üeoH, auch im part. gemohl, ver* 
iÄ, 4;» 141*^ iraj- 1«9*^); das zuf. geiogna pracf, 
)te zum nnterrchlede Tdhr wohl ruocht, fuocht 
golb. f^keiji; haben. Diefer or^r, nmlaui des 
Ifclg Olh. k tt» b) eiufpritbt dem ded 3 in f (goth. 
Hpi wtftc» niiioCle und wie letztem kein griicvüa 
PV fleht (oben r, 4 K,) fcbeint mch neben rnohtep 
I €ia mähte nnzuli^ig, wenigtlena nach der 
^- 'r'Uer führte Ochs ein. Man beobachte, ob < 
tig^e fchreibcr niocht. fiiocht im praef,, ) 
im praer. TetKen; ob fie machte (f^cit) 
11) von wahte (vi^iliae) mähte (potnit) 
»y Der r. gall. Parc. hat zwar rt/ocbta j 
bbend. auch dachte f. dahte. Ware ht 
nUB chet entfprungen^ fo finden Geh bei 
iicm nahlifgcnde reime wie briht, fprihteic. 
^ht ^c. h^iitl^ %*or. Ailmiihlig mochte die ans» 
ieti uriierfcbied ewifctien ht und cht un- 
f werden ; im neuh. hat 4*r lieh eben ganz ver* 
lei fc^ruhtetf. gerunhtL% di^natufl e(l) abgerech- 
l^eni mau dafür den falfchen int geruhen leitete. 

Hprifchen dem org, ht (f. unten die Verbindung) 
m *t*f. geflo^j'iien cht wird verrchicdeaheit ob» 

kLeizterea }:ommt fahntr ror, z. b« in ge« 
bsperare) oder der incUn* ichre(Parc. 65^). ^- 
rd in keiner miitelb. h(* vom vocal i ge- 
« ood iü 

tMnd lanbedenklirb , aber in deuifchen \Vi5rtern 
^^ vgL \L pg<?ii* J^mer. jrir. jehen» jach, jdhen* 
^By fiten, lefeni jas^ j^*'?1' i^ner. joch (goth. 
H^ fgnib. jah) jnnc« jagent. jucken. Vor i be- 
spickt (Wühl aber vor e» folglich abweichend 
m. L 187; vicilleichr well die au»fprache daa ä 
fchon näher gebracht hatte?) fundcrn tritt- 
cb io die med. über; vgl, daa pracf, der dr^ei 
AjfKco verbi gtch (fateor) gibt; fo auch 

£e 



434 L miUelhochdeutJclire confonanttn* gutt 

die mir noch nieht vorgf^Uommcn^n (^ite (^v^o^ 
gil und j^if*- ( ferro cnfefca^ giß (tieoh. gil^fb^j 
mit_verwand[ dtero f in fch vorhm f.^t'O-J 
Übergang iu die nifd. bewibrt die confiiDifitil 
tnr det j, welche ferner daraus erheUt ♦ dj/! 
la, in, IQ zu te je;pworden» die jit f<>« t*'' 
blifb»*!! lind» rndlich aua der Verwandlung dril 
vgl. iem^r, i<*genotc niii Immer, Igenoie {(,\^ 
yi%n gewöhne lach joch. fucbart ändert lav^aff 
ib iu^h (vo») und inwele fni^eto«) nicht 
ninh. juweel; nar mvß j (und an reiner 
Algier breit als ein reines g anlaiiieni itsi h#|( 
felTio) konnte fich bihte ziiL zi^b^n (vgL h'hie] 
Ohte Mifc, a» 21 <. Parc 26*) nicht ibr? auf] 
(arthritie^ ein gtbte. — Da die fremden f|»ri€ 
baupt keinen diphth. ia« ie, 10« m brfiixenJ 
auch im anUut nicht« fo findet in at^fgen« 
namen und wörtrrn iiberall | (latt* Tg), faebi 
jfefuÄ, |acöp. jöfef, jäfiie, jöräm, j^rcbiite, \ti 
Dae i(i fr* ilich dem goih. brauche gans 
denn Ulph. fchreibt iaköb* i§ruai iuda, tadi 
f. 70.) nicht jaköb etc * und wegen diefer 
deiiheit halte ich ubt;n T iSi, nicht fagen le 
ßch für fremde namen ein alth. j von felbft 
Man mü(ie achten» oh Otfrieda aecente et 
fcheiden, ob er nämlich tuhannan, indire od 
nan, iudafe (eixi? nur in letzterm fall wi»r4 
(prt'chtfn. Allein ich glaube beinahe erllereil 
l^«nigeu mir gerade zugänglichen accenloi 
len, nämHch epil. 161. 16$. tg^. Im cod« vind. 
i(»fi»pe« iohane geAViihren. Im alth. m\to wie im j 
im mitielh. wird aber, eben Weil ßch die M 
dtphth. ia, la, in (meiftens) verloren and in ii 
dünnt hatten, vor dem (dazu nach f. ||t» 
tenj voc* fremder wörier gewifa ein j gell 
seine rom. | find nacli hefondercr mundi 
deatfchea fch iibergegingen, *ali jole fcbole^ 
oder auch ifch ale tfcböf^eit (ieofrul) ioulU, je 
gar in drn vj^tlig undenirchen inlaut tfoß* 
t) inlautwndäs j. Dem Gothen windelte fich 
äexiont • i in f fobald voral darauf folgte (C I 
kunt, knnja; qvdttii qv^mjauj dlefe rr^* ' 1^ 
■Ol« alih. ang'^^wendft worden^ dc»ch n . 
Ten (ich verweife auf dir abhandtung der iWiA 
düngen). Fdi« BÜUelb. dürft« fi« ii»d& Tchi 



^Aüchdeuifche eonfonnnten. guliurale$. 435 



ftflii wiewahl Ik-h hier und da thrHi j, 
ils ei rcrAusfets^nde üt^frgin^e i« g 2.eig^n^ ä) nach 
H^R* i^^lS« ^«•011 ITTcfjeTleötKT firii?j Im hU 
' i^tr heweifrnden reim auf berge (Erfißi^a) 
f tirber^a (G*^OTfs, 42^ ^ußer reim Parc* 107^ 
io, pr^ceo« der die harmfcara vollsieht) ähn^ 
iioch gangbare tner^en f. ciiarfeii , mari» n. 
_ \m ß für I sti Ochn in tilgten (deler«) aleh. 
I dtl^n (O. 1.) aniselC ditgjtn; miuelb* iQ daa 
Wien (ObrTttiis ciuia 1649. 17««. ittf BarL bei 
I« nicbt SU titiden) die form mag tiljen, tilgen 
iiD r^tm n^^ht iie nicht« obfchon lilgen (Jllits) 
wurde. Zu onreirnchen wären noch tollen 
inire) und wolgen (iiaufeareji fremde wönef 
ff« tig bfriihrt Laehm. auaw. XVL O^enbar 
iftltlb. Ig« rg. für \\, Tj, nur einselne tninimer; 
regrl alle i der aMeiiungt roögrn üe früher 
fimnf\en (f'jn oAef nicht, langll ati^gcOoyien und 
abe, her. nrrn f. arbjo» hari, narjan 0ebt^ 
T«f, tilo f« farJA, tiljao gelten. So iß hern 
') f . dat alih, herj6n durchaii» regel« allein blL 
I«. tahib. meigeM noch manr-hmahl hergrMu — 
ndbar iiarh laf^iErfm TOcalUut h^t ficb j )än- 
n, Hieiher gehören: blü^'jen (florcrc) brue* 
jiU fervida |i4*rftindere) glueffn (ardere) muejea 
») InejVfi (rngire) nuejen (tncaßrare» i. e. com- 
PföSB) mejen (lemsgare Heinfr, 102** 17 5**) *) g«- 
(aerucnoal Imfje {vaccae) frueje (praecox); inx 
tliat oder fobald inlautend da» j wegfällt , tritt 
laoalaui eio, woraus zugleich erhellt, ö»ß ee ein 
imogliehe» ahleituiigs - i war, vgK Kuo <'Vacca) 
I (inins) die fitaet. rauote, glnote, braote, bluote, 
e oder ^^n tyncnpierten inf. hluon, mnon« laonetc, 
m die ffhwicben verba blzjen (flare) drzjen (lor* 
Pf, inmare und moireri) Kr«|en (crocitare nnd 
e, eornix) roxjen (inetere) rxjen (nere) f^jen (fe- 
) fchrz|en (efniiiare) iVTcjen (fpirare) praet. biäie etc. 
ffhteti b!^p, dran, mi^t nan, fan, meißena wird 
, dr«n , mmn, nacn, f«n gefchrieben. In beiden 
I« nach tie isnd x . rerftaiten ficb wohl die hH« 
rj (bloegen, bruegeo etc. biegen, fzgen etc.) 
ir ungeoan fcheioi, wtU Heia feim folche tot" 



i aadflra ruoraa (£a. tb cfO|\ ii|i'). 



Ee 



436 I* mütelhüchdeutfche coufontmien* giät 



mra mit wahren g in foegen* tmrgrn ffirtn 
gen (jiCfTufare) nder Ixgen, |)U;?|6ri biDd«ff 
j zn Tchreiben «icht verßioci, sog man 4u 
ünb^^quenR^ren i (blcieien« blarien) vor; denn 
diflbafter ifl, Wenn pinige mii rcikurstici, 
bleun, weien clc, fftzen, wnr jiii# « wie b 
zeigt we;rden wird, t^-lbd ein bteigen, feig 
vorgi*'"^. DM»ch die contractiou enffprs 
verwechfeUingf'ii dei j mit b und w; dt 
bxhen (torrrre) d neben (odorem fptrgerr) 
gleicbfaUft bzn. dfxn Unten, folgUcb ttif di« 
Jen) fxn reimen (s&. b. Pirc.^joi«) ebrnfa fcb 
eeia f. rcbttoben) roon (f. ruuwen« qniefc' 
ninon. bliion , Co br^iurbte mfn in nngrliti 
leicbt Diuereininder und fcbripb iiinr\%cn, 
oder drxben F. dr:ej«*n, wo nirbt die brsi 
balbvöcale w. j h. überhaupt tii'fer liegt, 
denn fchon im »lih, fftwen und fahen ((efeTe> 
tind plagen (p'^jeu) wenigdcns in verfcbiedei 
snählern zeigt (vgl, die alib. fchwiche conj4 
j und w erfcbeint anch eine gl-irhe anom 
iich aus aAV, iw für au, iu fmhe ein au 
inw eiitwicl^ehf , habe ich verrchteiicfuilicb 
^vicfen und bereita U tHH t6t , dia etg*» (Hj 
eje damit verglichen* Zwar^s gotb. iii wl 
Tocal nicht zu j (oben T 70.) und ein t 
^i« ajis (ovuro) blKbi höcbft bedenklich (h 
uns die vtrLion ron uttiv Luc. 11, 12. ib); alii 
es dnrcbgängig ei , eiet oder et , eige«, oimiibU 
wofür abtr d«is angelt, äg« älges fprtcbt* AvI 
andern alih* formen gnvähr^n iiar - eic odtf W 
aU: peigirä (Havari, mit ▼ ^vie ovucn) swetg 
sw«*ier5y weig6n und ^vetön fhtnntre) etc Iv 
telh. gilt -eie viHleicbi disteetifrh neben ^djl 
fcbrieben eige, weil man Kein eiie fchreiben mi 
vgl, avveirn (lieh paaren) beten («'•oh, begm 
W^re merkwürdig ein eg für etg] alzeie n. urbia 
fclbft fremde %%'örtcr wie majiis, major hab«*» (idi 
einen odrr andern betjuemi, mete» meier oder 1 
nieiger fnie m'ge» meje) Parc, ii**9Äc relmrn n 
feien, Wolfr. fpracb feie, keie« nicht feifA« keiji 
▼ifeie aus pririlege; eier : mt ter M.S. t, lyr«; 
mcilterg. 42* wrten (binnire) : itweirn Karl Uf^ 
dürt'te «nch *"iier, meijer, beijer , weifen, » 
aeijo fetten [vgU in den hü* mcigen ; leigisn 



thiiuifchi confonanten guUurafes. 437 

Uwmrig^ Beö, 5 r. letgen : hHgcn : verff igen (co- 

M. S. I, 45» fchretgen ( ? fra^m. tq^) meigen : rei- 

Itroj. 119^] nur kein %ölliges g rprechen« da mei* 

kfdii luf veiger; meig»-?! nicht anf zeigen reimt. 

verdient «ber die rcbrtibiinf; feigen, roeigen« 

< fo natürlich fie aus dem fairchi-fi feien, weien 

«0« wijen) enifprang; nie wUd ein anpeblichea 

W^igen (llare) auf weien , vve'rg<»n (binuire)* 

"iweigrn, reimen; cb^nfowmifg f^Urn nrtzjen 

Rtl meljeti fmajutn) ztifamnifn. Daa rom, oi 

i dem drutfcbrn ei meiftena gleich (f*3^40 w©#- 

aeifeti : gtei|en (M. S. 2, 22^) (1. gfoijcn; hierauf 

fkcb die telme ond fchreibungen beige, bejjet 

b^ie (cateui) fchoige, uoJge, fcbuije, troije. 

ifoie — 4) folch ein doppelter auadruck üet 

regel gangt fyncDpierten) i 6ndet denn atirb 

*o «ach K n, r in den unier a. befprocbrnen 

|llitt, TgL Marii ;. hei ige (d. i. her t je) d. her je« 

f(eifrritti) und tiügrn (d^lere, fchon bei N, li* 

' f, lilien. til|;^n ; daefe erweSierungen lind im 

' weil bllfilig^^r (oben f. a6o.). Zuweilen hrkora- 

^mde Wörter« die gewöhn Nrh auf • ie endigen» 

\t3 -*g«( Tgl. venige itti leira anf nienige 

lund nsiterige auf da» frorhin angefiibrte berij^e; 

bUdungAendiing tCI vorhanden in endigen 

fcbidgrn (frhädigen. nocerc) eic. Weitere 

6nd aber b»^ (apie, f. ble) d, h* bije. nitht 

auf bgo, pilige (ao/?er im niederd, Morolf 

%0J vigent (inimicua f. vieni) frigen (lib*»rüm 

•) f. oben f. 9J.94« Allm^hlig fcbi^tnen jedoch 

dli« er%veiterien formen ein hngrs ] und wirk* 

jj angrnoinai«n zu habi>n, d^ üch s^nrij^e, gefri* 

»mge, fcbfiget (ÄKS. u 204*) reimen laufen 

EOige ; drtge (M. S. i» 126«) klingen. 

t4ud keiu j. noeb weniger g feinr*.rßatt« 

i<im anlaui bloß so bemerken , daß Ihn im 
1|. jahrh. ungehörig das rerb. htflfchen, htefch 
"^ilDint (Tgl. Bari. 58 ); die ältcften quellen 
laa richtige eifchen, iefch (Parc. jt^*^5J*?40 
ICD, friefch (aus vereifchen) bci^äiigt; ähnlich 
beidechfe neben eidecbfe '^lacerta), alle falehe 
fdtna «tue YenM'hmlicbe fpirana dea inlauia, die 
[rchorJia de» auafprarhe den anlaut ergreift und 
fict (oben Li8$* aou'^j. — Juslauttnd wau. 




4S8 !• mittelhochdeutfche eonfananitn. 



delt ßcb h beDänciig in rh (vorfcin f, 417*'*; «>ehi 
wägen gibt ans hilautende; a) e« Oebt swifcben 4 
ealen nach lan^pm unrl Hurzerop Letsti^rea iq 
raben. H^h'^n. iraben. tWÄhen (oben t 44».) a*b« 

f;en vieÜeicbt zAbi^r hcrima) jeben, febeo, brel 
cbebcn, fpeben. ailben (rteccm) fweber (tffinitj 
(pTftcnloa) gibe (faipor) ithe <v»<leo) ^ihe fp€CI 
(contmodiirem) ribe (figereoa) gedibe. sibe. TOa 
pea f.) geHüben, ttubcii (fugernnl). Hluiiger nj 
getn voc. in : däbe (argitia , nctib. tbon) % abcn, 
h^ben. nahten. Tmaben. faben. fäben. gefcbHitf 
deren uniiaut x; fern*'r in wxhe. ^ache. fpxbe. 
nxbe und den verhh wxh' n (ornare) fmaehen 
jwre) bxben (torrerc) drehen (fragrare) brxbeit 
gere? I*arc. 4ir) l^hen, v^hen. Üeben. zebe. «Tbtil 
riben, gediben. wiben (cunfecrare) fFbeii (coltf* 
(tndrom^nmm) rihe (fuperf. pedia) haben (fol 
dbeim oder oebeim (avnnculua) «npHcebei 
ftirges&Gphe (praerogaiiva Witb« 2, B\^} *) tübe] 
Tiiibe (afpredo) fcbuobe (calcei); auf ei und 
kein folcbes b &a fallen, da jene aladann 
ynd 6 werden (auch kein w nacb et [(, 402. 
ou). — b) die etnfchiebun^ einea unorg. 
»wei vocale wurde fcbon im golb. (f. ?!•; 
(U tSg.) wahrgennmmenp meidetta bei vorlief 
sent vielleicht auch zur kiirsnng dea vorß 

Sen, nnd dann -wäre duruftigobe, trabtob^^ 
nrnftigo^« Irabfo^ gefetzt. Da nnn zufolge 
Im mtttelb. dänt^l , ßabrieU mirhd^l etc. Aebn 
fcbeint daa eingerürkte b gletcbfaüa die zu 
bar gebliebene frf^mde kürze fiebern zu foll 
ntb^l, michab^L gabrih^l, wiewohl fulche d 
fHblk daa laiein dcB miitelahera kennt. Ob 
h auch vor conf. eintritt? man tniifte febrei^ 
aufiffiracbe feiner rnman. quelle kennen, um iibei 
tarn» gabmnr^t (Parc, 2^ ^* 50 4* etc. a. Tit. 27. 
ebkiinat (:ftai» pfai Farc. 4)^ loo* airo niebi d 
daher 122^ ebkünahl •mahl) verdt^labt (9^« ^j 
naht» bedaht, geriahi) ahkärin n* a. zu nttbei] 
kdnnie zwar gr^barz, gräbardeia, labedd 
^ber anch grabarz, grahardeia* labedum^n beiyfc 
man graarz nicht wie gräarz etc. ausfprecbe 



*} Z» unitthhtiien fützathcn {pravfatre^ uad 
tithtre^ fa wie zcehan cmd aogatv 



iMochdeuiJchg cünJonaiUin* guiturales* 439 

I mrdfii mrif eJaeii ftemd^n korzen roc. ehet durch 
KUit, de^ fnlg^nd«n coi»r zu erreichea (Vreben dram^ 
Hit ckkun«it. wi« ich den urfpniDg vieler denl- 
\gfm, erlüofi^n habe« obeii f. 14. i^.« auch \virkHch 
rrn icittelb. fällen getiiTntert wird, f. obrn f. 406.) 
b«ilten€n oui det em^efchobnen h mngekfhrt ge* 
(Slir dcbiiong x* b. K'bii f li^n. Äarh dirum könnte 
Pfd. tl (für bt), vor welcbem man vhllfichi on. 
Dtfcli und fpötcr dfu vocal verlängert (oben f. $18. 
er frfiher %vobl knri gewefen, mit dem ht 
nahl. verguUht verglichen werdm. E* haue 
i*r ' r}e «uf rnaht, naht be>veifrn) gewif*» die 

ft9t mittelb. hl (n^nh. cht). Die ht in fdrc^hl^ 

leUn und f. 416«. andere gedeutet« nämlich aus ft; 
tetidet b bei ihnen anznnehjnen fcbetnt in der 
licli, da die roman. wörter durch aoiftq/7ung 
Pribft Ungea a bekommen (chaieau. for^t). -^ 
eilig« fcbobnen ftebt da« au9gr(tr»/7ene h entge- 
[mit \vc*icbem in der fjncope zugleich der folgende 
roc, aoffallt, ali mal, RaK Ole (lima : wile Wtlh, 
^il (fecoris) van, hän» ivvan, flin eic. D^ß hUt 
>pe den kurzen voc. der wur^ei längere, lehren 
rtsi« ^vörter (twahen, Haben) wogegen vSbeD» 
latt unf^ncopiert Ungea d beliuet^ (nnorganitch?} 
Ond mir mihel, dabei oder mahel, ßuhel (vgl. 
Efibele. bihel oder fihele, bihel (vgl. f. 186.) zwei* 
Nicht vöHtg aaageworfen. doch fchwach auoge- 
^ird h zwirchen r und t« in Wolfram« rei« 
ten : vorhten, ort : nnervorht {Parc, 44» n^ vgl, 
1: vmhien 19^ i6^) ähnlich den f. ui. angeführt 
»eti lieht, nibi» riet. Von darb fällt e# bei fpi* 
iweiUn ab. — dj vom in w und g iibergt*hea- 
"oben f* 40 i. 426. — e> von den verbindnngen 
unten I anj7er dtm org. ht entfpringt aber ein 
h vor i ftatt ch and c. Da ht Wir tht vorhin 
verhandelt worden tft. bleibt hier noch daa ht 
dbtifc. wclcbea folg. reime belegen , yma/r/<? : ahte 
41^ Iw. 29^) ^) verduht : mahl (troj. 10^) btdtihli 
i(a. %v- !• 60,): Habt (troj. 183-) ; naht (Karl ^9*»): 
bt (Fiufc »2<*):brjiht (M.S. tpiva*) tijrkraht^im^hx^ 
KI7 ) trklahte : mähte (iroj. t8)^') wahte : mahle 
I7C} vet/traht: nabi (Nib. isnO iUhuiaihie, ge- 



[VgU t4i^ Bannattaa Gnjok f. fisa«. 



^Id (Flore 41*^ 4^^ tw- j6^^ ' 'rikim : ribie ( 

H* I9V-) gttruht : eertnhi ^n . Wo sweM 

bt zur reimeiit bf.ßrr^ ii^in »ii et« Zr. b» BirK t^« 
"^iUi. 2f I77* druji ciamefttltcb Wojff. frheiiit 
ehen bt (fiir cht fo^vohl «li et) günzlieli frei 
Yo iber beide imor^. Iit »afelni»d«r rrlmriT «^ f* 
IfgSfi. bi dabei ilt) boftnic man laeb die fch 
"ir beide wÖrter (jt. b. g^ßr?' ' * ^mjKht) f- 
loch 7 übe ich bi %of. — / Ul lebt 

Bi Wolfr. vofb^ndftt libt i lühi (i'4rc. i 
pHihi : fiiht W* S. t, ics«; rieHetcbt n . 
ifu) Itgt, |ifligi £0 Irfen, denn aud^^retDibl nod 

jch gibt : ftf ]t (Pairc, lai*') : wil,(Florc 2j*); glt 
i gibt, nJhi febi^'iicfi ge\v»gt.' — 

gutturalgenntiatiön. (CCH, CKJ ccb babeo 

treu hff, bifweileii, %gl. dicchr (Msrtj 4j. «. Ti 

li^cbe (f. gall. Nib,) etc. nncb fcUiieT kftbt mkcb 

{jii'*)'nod da dif laut nichtt aijdrr- '*t *t, >r 

Inlanlenden ch (fiVr CMih. K) vgl. w 

\ctj (Cxctlare) tf4fcb«m (ir^hsre^ trcccnen 

^beinC diefe rchreibting aftgtmfff**n* V'>t«i . 

la« fi bliche cb {z. b. im L gtlL ParcJ thciU ^vcjl 

Ipcb hk vofkoitiini« theiU in der g^m. (%vie im li 

lle len, geblieben Tcvti könnft; vi« üeicbt galt pH 

Meli die aa«rprache cch , in der r^cl ganE die d^*l 

Ik» wazn komixit» da^ itcb ^or t und im auafai 

Vereinfacht (wecKf n , wacte: decken, dactr;bll 

Mic,) welche* »ich fo br^cr erkllri, leb rcbttibe d 

gebenda ck ; tad^l vcidient i) die fcbrcihnne eines 

k i%. b. cke a. Tir, z, und im gieiT. hv. bnike, fok 

ttierkwürdi^ ger^jde in wöTiern, drnen orginifr 

Ji^Xi ck gcbrihrtn;, 2) die fehr Terbreiteie fcbrt; 

cb, welche de'- reim wtderlugt« da e. b. blicket f 

' jr) nicht %n hrirbel (frangit) nacket (nndü*) nie 

krachet (vigilai) flimmt *), Hier Hie wtchügfleu 

dca ck: Tacke (f^ccoj nacke (coUo) fmacke 

klacke (fragore) fnacke (raeiflerg, iz^) biacke (l 

einigen auch tracke (draco f. tracbe» z. b. M. S.t« 



•y M*nch« lifT, feircn ch. in recbfcrloi CälUo ; 1) 
(fcliiti. bi^chei). dsch 1 3) für cb _b Cr»ch, vjdit) 
k C'^*^'''- vfltche. blieb) 4^ für ck (diche) S) lilr 
(Utb, (kfljcb) 6) für og (^rücb«. cell«)* Di* »iet 
fd>*«- Utsii iftdcibaü od«r btdeDklicIi » die b«id«a 
richtig« 




QMeuifche confonanten. gutturales. 441 



ftfdj) ric1?e! (fax) icker (»ger) ötacker (n, pi,) 
nicket (nodaa) decke (tegmen) ecke 
^np\) flccko (hacwhu) flecke (macula) 
hecke (fepet) inabrecke (n. pr. Bit. 47*» 
ecke 'Bon. 14* 9-) man fleck e (homirirlaj 
Ifcnnrn») bec>;r fpiftor) und die fchw. Terba lecken, 
^ri, wecken, decken, drecken, 
"ken* «ecken; cjuecken (vivacem) 
(T) f necke (Hnaax) blicke (afpectu) (Irlcke 
ke (pctiidi) *•) xicke (hoedo») swickel (cu- 
^(rolla) rchrieke (terrore) bicke (icm) wicke 
(fjepe) die Tcbw* vefba blicken, fchicken. 
«kken. erquicken, erftickcn. fpicken. rocke 
ke (böedo) ftocke (tronco) locke (cincinno) 
llicia) ge^oeke (agmine) brocke (Georg 42"^») 
1) kocken (navei magnae) drucke (preffti) 
^) nicke (iracin) tiicke (rrttt, morc) flncke 
lie (amplexn) flücke (fruflum) mücke (ciu 
fdoffüm) liicke (foramen) brücke (pons) ge- 
Otlona) tUicke fpar vobndo) die fchw. verba 
Pcken, fi n, rücken, bnicken (friarc) 

eken. n nnrare, FrJb, 45«) lucken (fo- 

aigenijich verfchicden von dem vorigen 
lern ich gleichwohl die wörler aufgezählt 
orgtn. gg gebührt, nSmlich : egge^ kegge« 
jje, fnifgße, nniigge, tiüg«te, rügge, hrügg^ 
boch einige andere **^) indem die ableiluug 
lea g lehrt; flegge AamtDt offenbar von fla* 
Auch findet Itch oft noch ^g. gefchriebeii 
,4$* f?** «8* ^7^ 152* 1^6^ vgl. fegge, catex 2, 
lo«*) /.«weMon (wie ich vorhin bei ck 
Nnfachef k in hJT. die daa wahre ck durch 
feen, «mveileii wohl cg (ecgc Nib. z8i6,) 
bter ptlegen nicht gerne ck — gg mil einem 
reimen; andere nnd felbQ gnte finden kein 
dabei vgl. decke : wecke (cuneoa troj. 28*) 
Icke (fcbwanr« 9?9.) : briicke (M. S. 2, 8^) eic. 
^aacb im ncü\\> alle gg zu ck geworden find, 



^Dief« drei («hetiitti befsAr f lU haben. Üie, zwic. fi^ekt, 

) Mit diefem ric» nck«f nicht lu vermengen vio« fig^i 
\U9r fi^e» Tig*t (Pire« 621^ Wilh. i, 1051). 

^ni^kel« rcheliwoit mecka erwm inegge« v^h StAldei 

•Ig»» T 



GU ö^ GR-. '» „e^) R«""** 5 von d«* '«*' 






Qchieutfche confonanuru guHuraUs. 44s 



nfingften t rm^fien) ferner erudlixeii (oraci* 
llliei lof luxen fyrenarum (M, S, %^ acQ^) 
ab deotfchet wort fordm die peikaaefo 
es* gen. p|* nichefcn. Indelleii wird ^oeh 
jcke« ic^rehrfebeii. *^ H f, nhie 'obferva- 
(iiti pacium» lex) rtiaht {yi%} n«bi (nox) mjn- 
itfttiium) braht (clamor) Irvhtfn (medittri) 
Icliwatikt^o £vvifch<-n abt und ^ht H ^42. über 
e i, SM* wo beifpiele angegeben find; v^'hten. 
ku Hihi, endungen -ehi, - oht , -aht (? 6bt» 
witit. niht. pSibt* geßhc. gefcibt, «tiaverfibt. 
l'ifC |8^ traj. ad muram) grgibte (arthritia) 
iflTiia) tthten (diaare) flibten (planare) ribten. 
»hie, tobte, fioht. fruht, g* nunt. subt* Tubt. 
iehitnr) bfhte (Confeifio) libii? (leviter) ITbia 
I (lux) Oftrirbt (terra ignota. troj. it%^) I&hte 
fiNtbt«: (<|rtaelhh) roobte (€iiravit}. Mancbe 
tminen aus fremdem et (pactum « trajecta^, 
mj(e ana dcotfcbtfm et und gt (die anomalen 
te oder mnbte« diibfe, ruohte« faohle, brabte« 
it ttnorg. bt fiir et und cht lieh t, 452.; viel- 
I ht fiir <l? (^416.). Von berührung dea ht 
m niederd. , vgL die reime krefie : gcflehte 
> mabc : fcbaft : haft Wilh. r, 17» braht : riter- 
ifr. 12^ gemäht: fcbaft Bon. 49, f. 

ttffifnilaiicfjt wird der conf. einer vor ft eh enden 
de? folgf itden gl«?ich^«fniache« aU küllinc (pro- 
) l^olaca 44, 407O (, künefinc (epiad. generi*-) 
^ Maria 100. noch konling , küiiHnge; ebento 
(gemetlna) au» «winelinc (vgl. analoge lat. fülle 
laider p. ior%)* Dasaltb« guolHcb Jt\ guotlicb (oben 
rbrini veraliel, w^-nn nicht bthtebuoch f, 51. ja, 
erbare form gvenltchi in gnolUche au be^ero 
dere bbifpiele vorbin f. 419. beim fl. Zowei- 
d ein buchflabe der vorfteheiiden ßlbe unter- 
om affrm, oder cinfarhern laut hervorzubrin- 
ie in IniTam, rUicb, fiecheit f. luftfara, richlich, 
I (oben f. 4f9. 4|i.)- *-* Die einem eigennamen 
xten fubfl. herr« und frituwe pflegen in her 
m gelcüral an werden« %. b. hifr heinrich, her 
I, fron bninbilt ; einigemahl i^efgt tich fchon 
Kera Küranng dea letzteren in vir, all i^r 
jgfberfant (koloca yti, $8j. 384.) vci gueie« 



444 I* mUulhochdeutfche buehßaben, fehluß 

^Uf niiSe« vfe'T tnhi imnt r, 66.). welfbet In 
^'neoh* jfingfeT f, jnngfrtu gan? h ward**, n 

"friei hött man j«lzt nur in ^ , «r vcilKtfpri 

Per amtmäonin *etc öeid#»* ffhr hatihg im rnitii 
d«fH., wo rotn fugar noch die vollf form clim 

Tetzte, 2. b. vroawe vet cfmincefiuie, hero hfr eo 

die uher^ängA der vöcale u lind i In dia b«TbT< 

, w und j (aue diVr^-m Telbtl in «!ic med. g) fmi! 

kantii , umgekfhrt löf^-n Geh g* }• w. hi dt;n vocil 

Unbekannt ahfT fcbeiDt d<^f D6cbd. mnndart die 

"Wickelung der üq. I aaa u« der die frans, ntid 

j derL iMlatiiende Verwandlung det or^an. l in t 

feite ß^ht {n\AX\%^ fauf f. mals, faiv; und, ^ 
Lj|old) •). hid#*frj^n hnde ich in der deiriri 
ari #ine rpur» Oilocar Tagt in und Mi*ßer reim n 
pir« bof , wi** alle milielh. dichter« fondetn pii 
id reimta auf lYolf, rüodolf, idotf, welfhe« "" 
gtich äfjb einem alib, pifcituf eiMärl, vgf. >- 
Tund )(7* Sulder hat im Aargau eine auti 
in liw bemerkt (diaL 64.} 

3) die routelh. reimknnlV forden gleichbeh 
naiuen wie der ^ocale» atletn von dem iib' 
der loferen regel des i2tenjahrh. bis an der lein^ 
jenea grondfatzei iindet eii>e beachtung' w**nbft 
~L.Anfung ßatt. Daa tlreben nach TöUigrm p 

^war bereit« im iiicn [ahrh. eiitCchieden t ntii 
bjaäufigere aa^nahm^n zuläy?>g« So reiraeu ' 

-J?, 20. die voc*le ei : ü, i: u in weifen ; L^^i,, 
d«;? : under; kaiferchron. 71^ (lernen : w^arntu. «4** 
gen: ougen etc. nur gleiche länge oder r 
penult, müde gewahrt feyn, z. b. Ufen : n 
]nstufa/7ig gewelen« Ähnliche reime n^ 
ronan»en lehren gedieht« wie Maria» i. 
nilt (cod. paK i6i,) n. t. allenthalben. \ 
fchlägl im analaiit uugleirbheit der verCchi^^ 
qniden nichta t^ßcher : micbel ; anger : riangerl 
(lörc eine über den reim hioaua ^aaf eoäe U^ , 



*^ Uitftr« niilfe«1Ii. diobter aiilUtiiit«ii ribafl» ribilcff^ < 
ribbttl und abniiche Ti'örier picht Aut dem F^ 
roudern »nt einer andern rom. forrb ribBtd; h 
der olme ahntirg det deturche» urfpraiiji;« atti rt* 
Tviiibald (vir foriii, httoi^* wt« ra«k#» laix>. li 



mUiUhchäiutfcht buchfiabefu fchlaßbtm. 44.5 



tiidU (voMätAe ; c«*ifle«; lioien : diute; flehen : 
's\% vetiragrn ficb iiilaui<*o(i ^errchledttiariiga 
Nfi^n, wo nicht überbiupt, riocit ntch vtr- 
^tultni Nim^'nilich iiq. tinteresnaiider (itchi* 
V *' ^S:iiic Mar, i7j.; liq* and fpiranten 
1. 14. il^Kcii ; ^re) rpiranieii uii- 
^ iVlar« 5. 42.} liq. und mediae 
rode; miiaeii: neigen; tübe: 
<tr. 24. i{. i(>],'i2a. bilide ; btcniJe; facofne : 
hr^nueu : Ondet) ; Kunne : enlfprnngen) im 
w TDcdi«« untereinander (btbeii : fag^n; 
»uLirni inigen : gaben ; Juden : lugen ; fwi* 
iJöu; cn^el : wandet; werdA t berb^rge; getri- 
'*n; verdürbe : wiüde etc. IVIar« ;, 21. 160. ifo. 
^a. \%^* txs*^* Nie aber find ten. od<'r afp. 
TU reihen zulä^fig; untereinander böcbdena 
'l. nicht inVaatend, z. b* kein reim bindet 
ii:fwicben, keine? gerie : werhe, wiße: 
inCicben p und k fehlen bekanntlich tn* 
linierte tenuea reimen W4jbl unbedenklich, 
nicht die reimkunfi dea i2ten jahrh, t die 
alt der fniberen Oifrieds mancher feinen 
tin^ fähig feyn wird, abbandeln, fondcm 
bemerkung Hir die eigentlich roittelh« fprache 
iukiieii« Jene auenahmaweiCen reime werden mi| 
Uten jahfb. immer feltner. verfchwinden aber 
nicht ganz; Wolfr. Flecke, Stricker, Rudolf brau- 
fie hin und wiedt^r, au^prdem einzelne andere, 
ifH fleht fogar lüSilik : wjp (io<>;wic) \%%^ ver- 
«ktt ; gefleppet (?geftecket) M, S. i, 99* wip : lit 
iobcs jgz, 41 j, fit ; wjp, gnuoc:huQr; kaum liq. un- 
Iftinander« denn Sprrvngela i^te : f^le tzv^ fcheint 
ti70-}7i. bctprochf-nen ftnnipfen reimen beisu* 
I«dtii4*n Ditd ^re : Tele« wie in demfc*lben liede lange : 
>: grabe, waldt*» 1 galdea anzunehmen« Ein 
r^>icl liedcT : friedel ift t. j86. angeführt. 
<ite drei mediae verbinden Ijch unleugbar noch 
xumeift b : g • feltner g : d , noch fettner b : d. 
6 find oogen : rouben : gelooben; gäbe : mikge; 
iftubeo (Harc. ^^ toi* m* 6^^) gegeben : Cegeo 
wl 9«) habeten : klageten (Flore 24^) fig^t : gibet 
|ig. i**) gifb«n : fegen i truogen : graofoen; gt-fchriben: 
/w«?lichr. call'. %i^ 62** io6'*2c6C) knaben : fagen; 
: biegen; arget : darbet; leben : pflegen (M. S. 
." aaS*) (wiger : aider (Wilh. 2, 65^) einander: 




tä nntielhochdeuifche huchfiaben. fcHtu^ 

langer ; wage : genä^le ; tierbcfgen t iT§f den (FlJ 
89*^27*) l^^*be : %elde (M. S. 2, a*»»> Solcher 1 
freisurprecheii und (tnifr. H«rlm. Coiif. (lesen 
ben l\v, i2<^ in br^v* gen «u bey^em, pJ '~ 
geben fr, 4«* luacht die amorfchift Coiiradt 
gedieht noch verdärhtiger t. Lacbm. aaiW. 
andere rt »n reimende* dirhier ihrer s^iu 
Diir Ton fnihern anomalen rrtmen (pitere 
reime nnterrcheiden , die auf bochf^abeiiaitOEfiill 
ruhen* Beiderlei «rc iß oft in denfrlben wörteij 
anders ausaule'gen. Anrh Wernher hätte ceb 
«ebundt*n, ^vi«; er wirklirh heime : reto# ( 
bindet; bei ihm iß es reiroanomalie« daa h 
der fpäieren (vgl. oben f« j8u |66,) aber 
fprachanomalie ge^rordeit; dort würde ea iio 
feyn Hein iind hier unrichii^ heina tu tchr 
ben dtm froheren kiintc : fnimtc Fchetni kei 
frünic zu erweifen, weil n mir aut^Uutfnd für 
Jene teime awiTchen b. li. g. mögen nun auch 
iDtttelh. aiiÄwerfbarkeit der infantentlen b. d, 
410.426*) bei folgendem t haupirichlieb beig 
haben; analoge verkiirsüngen vor n<r4l6) linrf 
durchgefeiat worden. Und gerade ältere dichter. 
Wo 1fr, die lieh des anomalen reim») bedienen 
(pt)iget : gibet), meiden die fyncope (ptllt : gil 
nvo fiet wie in hU, chit (Mar. 14. fogar rhio 
chw^r) länger hergebracht war. Überhaupt 
gleichen fyncopen alle nur für einzelne worti 
I- bracht, und nicht auf analoge su erftrecken 
lediglich in gibt (git) ausgeClo^en , nirht 
noch weniger lebt, hebt, grebt; g in ptligt 
(pflft, lit) nicht in figt, wigt, negt , fleet; 
det, gefmidet, fchadet, midct, kleidet (Idc 
fchat« mit, kleit) nicht in ledet, redet etc. 
rung des wurstelvocaU fchetnt nicht noihwem 
(f*4to.)« Mit der fyncope dea g ift feine ai 
in y nnd i (oben f. 426.) nicht einerlei, doch 
wandt; auch hier ßthen den formen treit , lei! 
andere unauflöfbare regt, bewegt etc. »nr fi 
der vei^vandtfcbaft swifcben g und d mviß 
anffallende kürzung von redet, redete in 
(Parc. 140^ Ntb. 21U. 2919.) eilftuterC wei 

^') Det gmud waren fia nicht» dt ioob tao, 
liUan. wi« t ojid 3 Cl*4(»^* 4»S0- 




ithchiUutJche buchßaben^ fchlnßbein» 447 



ertdeuledei (troj.^i* i^ß<) TgL redete (Nib. 544f. 

for^ bfioerkiing betraf Terän der ung^it, wetehe 
me^ die %e\\ «UoDilig hervo^gebrachc bitte. £a 
ich iber aoch nach deri örtlichen eiiittii^rii der 
I« auf dir iTtrrchiedenen mittelb* denkmlifen 
rerfcbierien heilen find lange tiicbt fo 111 tlas ange 
iili bei den alib. quellen (ja man har bt^bet 
anter dem namen fchwäbifcher fprache sof. ge* 
9) immer aber ßchtbar. Von Aett^ \y%% ßcb ent-^ 
!ii€r an die ntederd. motidart fchüp^t, wird dort 
1e fejrn. Hier mögen einzelne söge, inrnwcit 
der buch fl üben lehre hervorgehen, zuT. geÜ«!llt 
, An Aex äu/icrften ^xf*nze von oberdr^utfchland« 
icrmirk , erfcheini Ottocar (dichter Atj langen 
hmnik bei Pe») der zwar erö dem rchlie^enden 
id beginnenden 14* j'brh. angehört, aber man« 
itifflhum liehe bewahrt hat. Tiefionige ßtbeii 
•|1o.) welche die raeiClen dichter des 13. }ahrh. 
brbaupten fich nach bei ihm. Häufig reimt 
wie trurigen , fzligen. liftigeo . lebeodtgent 
(Gogalatim ft. bi einzigen) etc. auf [igen* 
; libendic (l^bodic» im gedrnckten text ßebt 
fic (victoria), ferner dat com parat ii^e ^ kr 
er) auf entwer, daa Tuperl. - ift (liurift, lie- 
lof friß; vertigt (neuh. abfertigt) im reim auf 
jt a. a» m. Auch die eigentfaümlichkejt einiger 
icka (s. b. arixbe i^* urlnup) zeog'^n für die be- 
leit dea dialect«. Darf man ihm daa mehri>e- 
len« bairifche oder oeClreichifche au^ eu^ ai^ ei 
Ol, d, iti« ei, i und dat anlautende p. t. k für 
g nigeQehnf Die hU* det i«. jabrh. aua denen 
"mckt worden ift, geben ihm jene Tocale ; von 
of. nur p, nicht t und k, rchretben aber an- 
«omahl geminterte fo barbarifch 'namentlich es 
^ %% für 5. kch für \ etc.) da^ wenn man fio 
t aothwendig delrifch hält, auch an den übrl- 
swalfelo darf. Kein reim be weift für ai . ei , aap 
eraU ift aaAöfung in et, i, ou oder 6 an^wendbar, 
k iraa letzteren diphih. betrifft, suweilen reimen 
md OD aufeinander, wie bei andern dichcern mehr 
Iff. M^*)* I<^h hnde üfrhoof; h&gen (hugonem ' : 
; h&fetpnnfe (paufa, niederd, pöte) li^t : miit 
dau miUeUat. tauta« nicht aua dem 



'446 1* mitielhochdeutfche tiAchßabsn. 

goih. f»6tt) etc.; ivlU man nun hier einen wirli 
Übergang cies d in £7£^ annchinen (fiu wird 
dnrch pifcbolf itis pifchouf« nicbl pttclii|{ 
fcbitif wtderJegl, L 444.) folglich ein oiif, hoi 
fo ift dis weder aiurcbfie^eud ßeirifch« tioc 
biiritch, fonilern üreift tiefer tn Deairehlis 
Gegen ei für 1 Ureitel wir theiU die kursi 
in i (f. 369.) theila die etuwicktLnng de« i lOf 
Collte pßeiti geit 100 P^^ig^< R^^^ werden! f^h 
begreift fich. Eber oberdeutCch dürfte Ottoc«ri 
f. «niei nille (vancnaa : gu«, Kits reimend) 
hiervon bei der wortbildnng; fein fnn (ft\h 
fein vier, irierinnr lind wieder all^Cfiieiuer if. 
fein Vau (d. von): an, man etc. kann i»och| 
für ßelrifcb gehen« dem erfle*n aiibliek nuc 
ntederd. « woran «ucb fem batdigea äravm^ 
fen (tohitim ingredi) in reim anf gtiiven^ grii 
a ; ä reimen ihm Öftere) und ^edraft :gi%feUc" 
innert. Olto^ar gewahrt alCo kt^in keiiniteic 
dentfcher mnndart, das von den gemeinirdl 
ftabenv^rhüitniiTen lieber abwiche. Ich 
fichtlich voratigcftellt, weil man dergleieli 
nem vom eintiii^le der künnUcben poetle 
gen verfa^er, deJlen dtalecttfche abwetchm 
tuen und Wörtern aach offenbar iCI, gerade 
erwarten durfte. Wie viel febwerer wird die \ 
fnehung bei den benihmtrn dichrern des tl 
fallen. Jede freie* edele poeHe ßrcbt ane deiq 
deren nnd gemeinen heraus und über den 
eben, ja grellen zwiefpalt niederer idiome er! 
eine die gebildeten tbeile dea volka 
fprache« in welcher zwar landfchafiliche gr 
immer noch vorhanden liud. xu\t weit leife 
.r tau eben. Daxu tritt, da^ die mettVen diebtS 
seit wanderten nnd mit den fprachabweiehnft^efl 
derer gegendeu bekannt worden* wfnn fiel 
eigenthümlichkeit ihrer einheimifrhtn oil> 
gans verwifcbte. Bei einzelnen nni/?en wir TOtl 
und Sehrer vorausfGrzren , die auf fprache und 
Itanft nicht ohne einiln^ geblieben fejn köi 
Endlich find wir über den wahren geburtao ' 
eher au,«gf^aeiehneten meider noch nnaofgeklär_ 
mann fcheint 2. b. ein Schwabe« hielt lieh abl 
um t blich 10 franken auf ond fein mnßerifl 
auf Wirni, der Wolframa landsm&Dn bei/fen< 




riiediü «in. Bti Wolfram *) cbgegen hatte der 
\ht\t in iburiagen, wo er waUrfrhetniich Vtsl- 
^ iffhit't machte und mit d'deu dicblung«?n 

.^f, detalicben eiuiii^, Wtr winJ halb- 
Mrniro coiveii : wolTrii, |»re(ler : meilfr (VVi^h. 
^) oicbt zanatbll au» En*;4^^^^ herleiten? 
jiracb MußcT TuIcbMi reimen gewlfa priefter 
»jii intiiler; noch deotlifhcr mahnen die T 427, cr- 
»Mlmfo Tjc ntiA (agen ft. fach« Tahen an £n, a' S^ 
r virllvtcbt aucb der reim dea hl auf ft (C 44;.) 
.9 Tctme dfi i anf ie ((.*>«•) des u aaf uq 
,9.) finden bei Vetd. ond Herb, ftatt und fchei- 
■JA Uli dem niederd. t^ 6. o ft« dei hocbd. te« 
80, a r«cbt bequem so erJantern, wonach gin|:* n : 
r'^—v hiJt iienuU): rchilt, d6n (faccre): fon (lilioi) 
wan (iiTuetns) reiroen* Nur mit dem wieh- 
üiLieifcbied» die niederd. mundart geneigt zum 
die hocbd. zum verlängern des Uuts; jener 
l rii biU. don vielletcbi 2a don; dtefer mir 
od fnn %i\ fnon. Scbwerlieb hat aber hier 
witkt, dj wir dergleichen reime vor und 
seit (bei Wernber und Ouocar; anifef- 
in if.|abtb. bei Wirnt und Heinb.. die lie (o* 
Krem vor^ild Wolfr. abgefebn« ala aua der 
ifc det» Un^ra geUh'öph haben könne«. Auch 
berren : keren (Pate. 9*) bat Wolfr. ibeiU 
(herte ; ere, fere) und allen niederdeaiTrhen 
Q, iheila mit andern oberdrüifchen ali Siricker 
iren a w. )• 209.) Hardegger (beren : berren 
& I, i»a^) Rinuenberg (i» '^8S*> herren : verreo : 
J Oitoctr (harren : eren « hüufig) Ernd (b^rre:^re 
,) ?,eicben der frtuikijck • hairijchen mundart 
virnt^ Heinb. Sliickr^r, einzelne minnefänger» 
' m, V, Brennenbergt die nngf^kannten vff. von 
:n, em^ etc.) waren ungefähr: verrtiifcbung des 
te. n mit uo« e mit e (f. ui*) « niit a (f. \^z.) 
6 (f. 1470 & n^i <^^ (f* JSiO ^"C^b wohl dea tu 



m oder woWcfÄin , gen. wolfrtmmei ^wofür wolf- 
r v|.s, a, lot» der dau Wölfraro Paic. 44'' ß. wolf. 
i l»m<oc ^^^^^ 'i^^^ v^rlbflidigen) deutet anf die T 339 ^ewie* 
Lfriit form r«'** ^* rtb«n («nilog btmbfro ß. babenb^rc^; 
h. foTin wir« wolfbnban oder wolfbramn; tpT. 
rti* figerioi, b^rtram aic. trüber togiiiiftmnus uoci 
c^£iU»c«baa <t«« 
P Ff 



460 t. mitUlhochdeuifche buchfiabenJ 



mit ü in früodo (f-lf}* Tgl. M. S. t, iS5» 
gefnindet) dr« d und ä (in jenen retmcii l 
g^gen mehr hihung der eonf. verhiltnlfTd» 
des alten wecbfeU ^wifoben «nL ro« ' 
Stufen bleiben immer djibei beCUhn« 
reitnt fchau deshalb (Irenger ati Wolfd 
weil er fpiitcr ift. Die Jchwäbifch -j 
niundart (Harttu. Flecke, Rud,, rieie liec 
vf. dca atnur etc.) meidet jene vocalongei 
ftieht fchr^ dem fchrei vor (f. h^,) niemi 
men (f. $69.) trehten dem Irehtin and fcl 
her aae dem -Heb in -lieb, ala der bairl| 
n wird zuweilen vom verlileinemdefi /um 
(Flore II* *<;*^) der fcbweiserircbe bil ^ 
harten kehlanlant ch beibehalten, fein cbili 
iß U\^6* bemerkt, ihm mag auch die nnt 
/^ de« ck nnd gg (f. 4^1.) betwohneti (vgl. i 
^ p.6).64,); einige reime (f.4aj, noie> la^ei 
\ 150, •ofiTpracbc des ft (heule nocb in Scbv 
fcHTie/fen. TjotSIed und Conrad gehören k 
beiden mondarten an, jener kann diee//^' 
die fränkijchrheinifeht vorflelleo ; fiit dT 
ergeben üe wenig eigenea, beide retineo 
Conrad. Auffallend i(l Gotfr. van (I. 
auf man, gewan etc* (i** 4^ 24*» jo« 
iber keine netgung aara niederd. (Veld. 
reim, Herb, nur einmabt tt$«) vielmehr 
in Oberdemfcbland vorhindeii (Flore 2^ 
^^^ bei Otiocar) and überrefl dea alieo *a 
(f. 8^. H^-)» heutige oberdeutfche idloma 
»wifcbfn ron und ran, gewoti (afTuetua) 
Daneben reimt Got£r. von : gewon (7») wi 
gen mittelh. dichter. Analog wechfeh er 
trabte (6^11?*) und moA^e : tobte (i|7«) 
reim nor mobte (und von), doch für eil 
auch mähte nicht gelten, da ei ßcb eben wob 
verßattet. Stricker reimt wal für wo! : 
|,2!2.) welches freilich niederd. klingt ui 
rolf 46*» 47^ 49^ 50*> ?t^ findet; die übrigi 
wol j fol . vol etc. (fal f. fol Vold. Herb, tnj 
nocb iß v/al nicht unhochd. da auch J. 11 
dem alth. mola der übrigen, darbietet« n 
wäla Cgoih. vaila) gilt. Der wecbfrl zWit 
den einzelne Wörter im miitelb, foM ohi i 
und CelbÜ niederd, kund geben, l<i/7i üch 



^chdeuifche buchfiaben* fchtußbem* 45 1 

befiionnte Örtliche tniindart surücKFiilireii; 
bU»jJ r^^n« die Tpuren dirf«** a bei Gotfr, 
tficli« VVirt7t, Ouoc uiaifg«'Ui bei VVolfr. 
iu^s Conr. 114 a. Conrifl bedient (ich nie 
bcQ ran £» voll* waibroiiil einige feiner «ui- 
Ite fuan bei Wotfr, Kartm, Hud. vergilben« 
uriie« gerade b<ji Ootir. odrr Ottoc. eintre* 
bil, g»»doo •). Welchem laiidftrirh fällt wohl 
art «u » deren einzt^lne befonderheiteii in 
li^iliiiig der Nib., in der kla^e, Bit. Gudr, 
rui zAu fmt t rii (f. ^87.) Schwäbifcb ia^ 
iiai^bt« eher baifireh; Jinderet eig^nthümltdid 
Kifilirhie «, b* htet (habtiit): riet, frhtct etc. 
I ' '1 i, und Ottoc, würde l'tch 
, : h^t anäöfen« wo anch 

irutKi»n>iiU. Siiid erfl einiBabl du- etiitßli» 
plcct'f^h^n abvvc^ichnngen der form lehre und 
!T CelbU nach den einzelnen dichtem forg- 
rfrbl« diuxi werden beb darcbfehniUe au«- 
iti deteo majfOab Geh die {eifere verfcbie* 
' MtniiTe ftiitzen kann. Im alth. tritt 
aifivor; N. ood O- ftechen mehr 
der *i>, dik irgend sivv^i mtltelh. dichter; lUtC 
nlt und vveroTt» weVeli (f 200.) het/A es bei 
^ und Radcdfi Welt lik weniger Örtliche ab- 
, iJa C|>ätere; (chef L fchiF linde ich noch 
b» 1906« i94(-) >ber nicht in bewctfendem 
ir. f^imi fehif auf grif, ßucht^abenverbMlt* 
üc in heutigen mandarten dea voH^ 0urtuie* 
erwÄg'* allein die öiengo der (cbweizcTifch^ii 
t) und weder tnf die verfchiedenbeit aUo. 
anwetidbar^ noch weniger aaf die der miitelh*. 



^wu d«*CAiir* und Gotfr. ßleichfilU gemein hAb«n, iil 
-^|ii*n . T.trof. I4c45»»ß4b etc. Trift, ft5i5^b 711, 

'b«n<^ni gleicLLiedeittigan mtf4i//#(7« 170 
«ij^n V^ld. br«(irijt betall« li^iiCg (gb gb ^\, 
i* ccc^ »r»J «imitiHe ^51^ wo ib*r o, oaff. tlbe^ 
rlicU WoHr. RuJ. m. •,; bei Hartm* «eigt ei 
(Iw. 5a* «her c. piff, und pal. leren mtulk^ 
y^abl ^4^3 wi*ii«r *iie v«ri&nf«n ftiitiüc« v^l, 
tor* r. miCen öfter. «« ift wieder niohi ^«* 
ri.iArn von der auaU «Uli« praep, hu 4 hei »a 
rael «U mit bedeutete, aber niciit (l«niU 
ich ^wirdieii b a<'d m wirkt nlclii ht^r- 
ieri wechralti ebenwohE «IbedaÜe und 
iu fl« ai.jOug«» bjii iUnttalie £, b. aj^n 
Ff a 



tlfc min (mi) und 
ligkeit , wi^ wir fie 
(leu vvahiiiebaaen. 




Matelniederdei 

Den ftußand der fpral 
philen um diefe zeit be! 
nicbt eiumabl rein erbaU 
(kh s^om iheil berClelfeti 
dat altfiicbr. kntipfen. loQ 
aller faden ab« Einzeliii 
oru ' und eigennamen in I 
art übrig« die fniher to gi 
luifern gewiTi nicht obni 
war. Später gewann, ald 
nach franjien und fchwab4 
die Oberhand, Heinnted« 
jabrh. la^an Ticb kaum ad 
chffojiik (bei Harcnbcfg ui 
fer zeit, verfcbiederte klei 
(gerammelt bei Brim») fteh 
reich chtim niittelb. dcitkmä 
len KIT. ohne fprachcritlk 
gebrauchen. Wichtiger il 
Uen dichtungen dea is. ] 
fchreibung anf uns gebrach 
abfa/7nng; dahin rechne 
-die kiiferchroit, (c* paK %i 



i mUubnederdeutfche huchftaben. 453 



j, Krntfen crweinich, da henden W€b auf be\^Tin- 
tiud fo verbHlt ea Geh mit einer menge 
rue in Roth, ifrigm. and Kaiterchr. , die 
kittrHellcng fcheinbarer nicderd. formen genau wer* 
Ein näberei (hidium der freieren reim- 
aber grundfälse nn band geben, nacb ^vet- 
oiatMrber xweifcl zAVifcben hoch - and niederd. 
m dkfen gedichten Jöfen wird. Ähnliche dun 
» doch geringere, fchwebt über Heinr. v. VeU 
irtrkeft, den die niittelh. dichter fclbft als den 
ihrer loeif^etftbaft anfchcn» und delTen ^ucii 
iCD r«im auf ivarh^d 4* 102*) mir die haupt- 
Biinelh. fprarhe fcbeint. Dichtete er in niederd, 
vurdeiJ feine aTbeicen nachher in hochd. 
? oder bequenite er lieh felbd zum bochd, 
nhriten der angebnrnen roTjüdart dabei 
i? Ander« und in nähefPT bczichnng auf 
buchüibenkbrc au^gedrüclit lantet diefelbe frage. 
r'-'^ menge ungenaner reitne in Veld. werken 
ii*rdrntfcbe cn verwmdeln? oder ala nn- 
bücha, bei^abehaltßti? Beiderlei anficht*' la/7r 
heldigen. Dafür da^ der dichter in reiner muc* 
dirhiete , redet 1) feine berkunft aus weftpha^ 
» ffän anfenihaU am clever hof, wo er die ^neit be- 
vnd man wähl kein bochd . verlangte. Er been. 
f,.. fr^^rx^ IQ thii ringen, aber auch da waren beide 
hl verftindlicb. £9 zeigt fich im ganzen 
|ioicijtormtgkett t im fetalen theil neigt kein 
ror. 2) Veld. gebraucht nicht allein nngenaue 
fn größerer atahl, ala irgend ein mittelh. dichter« 
felbö rolche, die fich keiner der letztern er- 
; alle aber 23fen fich ohne mühe in nieilerd. ge* 
aof. Sallle er ßra^en : cär Stuten (M. S. r, 18^) 
mnoter (En. ii»-*») anchlfcs : ift En. 24*} C^c- 
;izii]o3 (En* hO ^ba« ; haj, da?» C^n, 48* 68-» 72^) 
tb«ie (Kn 6^^) ete, gehnnden haben und nicht 
ftr^ten ; cirit^ifen« br&der : m6dcr, anchift;« : et« 
:m6t, fr,at:hat, dai^ vatcifat^? Umgekehrt, wenn 
daneben daa bochd. gerecht war, warum zeigen 
^ • . rrime, die boefad. getia::, nicdei'd. ungenan 
r^7 leb wüfie aaa der gausen £n, nur foK 
; II 2:tjfchUgen, 39** wlt (albuü): vt-rnlt Crubrum^ 
lern roman. TermeU , vermeis) wo daa hocbd« wi3- 
(chieklicber rcheinr, allein Ternio felbfl ift nncr- 
I form; fodaftH 4S^ $9** ei: Kwai« wo «war kein 




I 




itubnederdeutfche buch 



beim ei) endlich 7^b tumf^m : ttion, wo d6ft uni 
fcbeim, weil turnAs funil auf bd^ reimt. Miu 
wegen der frtind«« oigrnnameu V«l^ce:k^ quf* 
baben, die fcbon den Virgil cmftelUe, Zn 
peil rdiickt fich fonft be^er i4rene:ene6 
|{de 6!>^» 69*, als einei laur^tnei taf|jite:ti 
tarcnn ; toon 66' b^ß^x zti V'rg. tarcboii» wenn t 
c6n:d6n fetzt» wie 68^ tarcüne : rc4>nc. -^ Ariii^ 
Areitet für eine hochd* gntndtage mit eing^Ar 
fiifnx^n i) Avenn nnö^l icher M-eiT«: fchon jene v,..^, , 
gedichte (roiber» karl, kjiferchr.) der abliebt Ib 
iBßct gemtf/7 borhdetiifrh fprechen falUeii« Tg kai 
fpütcrbin die ansbreitting des hocbd. «li boffpr 
mer ficberer annahmen. biir^elneSi ^rift 11 
fch^vaben unverftändlicb geworden wire, £«b 
Tingirchen, fäcbürcheii höfeii Hainen anftii^, 
reinniederd« bf. der £n. ift lorbatiden; >%^r<: &• 
da gewefen, fo bütten li« wobl eirixclue reicbr, 
deutrcbe abfcbrciben Xtßeix und vervUU.illigL ~ 
feler bf. (die iiltefle aller mir bekannten mid m 
Sil» dera iiien jahrh.) ift im gm» ' 
dY^nireh. Aber' den grundton eii»^ < 
einzolne fpuren de« niederd. die der rein 
mahl forderte , attdfrc a!» aua einem ätterrn r 1, 
text? Warum fchrciben die coplfttin iileden: 
[jSb 6q1>) da ^le rcinbocbd. fcbrtiben kon^^*^ 
rcrmiten? 3^) die ^urückfübrung ^afa nier 
7cld. reime zu genau und regeJmäyJiger atii ma 
fie nach dem forigang der kurft damahJa fchf>i> 
'lionnien; ende ; winde, rifen : getiefen ^( 
Ipricht dem 12. jabrb. mehr aU ein vernintb« 1^ 
^ "»de : -wende, rufen : genefen. Diefen eimvurf 
lalb zugeben, nicht ganz. Sichtlich reimC 
nuuer« ab jene älteren dichter« geftatiei üch 
ihnen c ti\l o» a auf o und noch weniger Art 
Ind ihm confünauten. Sein e, t auf e fcheint aUü 
lieh etwas von der aiiafprache zu verraihen« 4) 
fpätere, ebenfalls aus niedefdeutfchlarid gebtirti 
ler bebalten wohl einzelne faxonifmen bei, rei 
im ganzen genauer, d. h. vermeiden rrime wi«. 
winden, da doch, wire enden, wenden wrkli 
derd, die reimgenauigkeit damit beftandfo haben 
folglich dergleichen reime hauHger feyn maßen. — 
Veld, wage ich noch nicht au cnircbeideni glaube 



1 n&Uiniederdcidfche huchßaben. 455 



li iledent dlchtcfo det t). fahrh. die curückfüh- 

[loftJDioi^ebiicb n'tederd. original fchwierißcr oder 

I jinlbuiaticb Avare. Solche Und TiimenUieh Her^ 

f<)Q frriiJir, der im tiiien sehnrel des n* Jahrb. 

itmi krieg (c piL 166.) dirbtete und fcbnn feinero 

rte nacb (in helTeot «witcbeu \ve(l|)b«len tind 

.«i ^-•.rK,» ».i^i-^^rd. fprichform er%Tarten IM/Tt; 

nefänger Keinr. r* morvinge 

TU, unweit gotu«g*:n?; fpaterbin Wi»J«o (mu^ 

IJo pottuDetn) uud einige andere. Tbürtiigirche. 

dichter des i}. und beginnenden {4. jabrb. 

\mchi gifis ohne luibeute fiir die mitrelniederd. 

hßen; e» ßnd ihrer weder viele oaeb bedeu- 

^(Hemr. rem mUcn, der die gloCTc zum gebet dea 

ididitete» fällt mit dem rotrnxre oder mit Frauen- 

ifisnTnen?;. Mehr juffchliijjc dürfte Aber das lied 

bitmoneliindern nnd malflglB (c. pih 540*) ver* 

k% in ri - %\efl}»häl. dialect abgefa/7t« ge- 

IWv mich in der uach folgenden aut* 

ff^i In. |aiitc veldeckifcber reime» 

L^ i,^..,'^i. ,; ;..^a beweis, fondcrn nur wahr* 

bicttt (noch mehr gilt dta von reimen aua ro« 

f}); reime ans Herb, und andern genau reimen- 

kttm de« 13. jubrh. bewerfen aber wirklich und 

iQimniiing beQitigt, 

MitUlniederdeutJche vocale. 

^fi)wle '^♦B ^'^'uclh. kurxe a *J und in e umlautend, 
eni «• ftch alt rückumi. in den fchw, 

- ^rt Jiren , li^ren , nie in dem ana- 
•'ren, ^ren. Aus Holber iß kardo 
if hC, an/?€r r'im 9« 2^^* 26*elC. 
iHdöii hat» fo da^ aUer\%'ärta 
> iitixTy durfte. Auch £n. 24'' 3^^ karde au^cr reim, 
f^ri kiiret. ^ret, l^rei, kette : erte im reim 17c ,ga 
; Herb, teinöt ^8^ verkaft:ban, i^* 6o« gc- 
gciArt» i<^ karde : fwarde, 440 : hardc 59*^ karde: 
kadre (fpurii) 9* undire (oben L ^40.) : widerkäfe 
ij tind ganderili. i64» harde : karde Bruna «7 
fparJen. Unter den niiltelh. dichtem ver- 



Mt, lif, dei Herb. hlu% fl»__ß«» • vor 

i[*^<*, ^'«'»gcn, sage« bürde tcb dem abfcbretber auf« wd^^^^^ 
ideai ff. 



▼Of g 







(U) folgcrcchtef fchei 
Imt^eii u (r vorhin brim 
Torftoetc. Vielleicht fchv 
würtern« die Geh« weil kei 
atiiinittetn (f. hernach d« 

(OE) b, dicCea tiitiUi 
lieber; lUeoteiifch wurde 
retuT) wörve, vluge ftiitfi 
rcÄ) ; gei^ne (libtnter) En 
tom tHerb. so« 54'' : hora 
bojJcT 1« länge tenic (d, b. 
er au crweifen Ilünde, 
liorii ; verlorn. 

(TJE) ii; gilt o dti^ 
«rbenfalli abgefcbiiiti cn* 
nabmiwcife kurriing dcf 
niitielh. (r. 5 5J, 4^0.) aiin 
fiimlteb früfide fand Geh 
findet Geh ferner Heib. 
freilirh ina reim *nf orgi 
Vcldc'k hat jedüch nlrgei^ 
er kDnde:funile (? künde 

(AA) &. gin/. der l 
1) verwecbOun^ niit kb?] 
mag (parcna). 2) et fchei 
de« a in x zu gehen t be 
äne Ell. 4^ ; Avdnen : dläni 
(etfol) 4^*; wlrcn (crant) 
Kväien : troijtiren fo» 53"! 
14» ; mare £ cipenbiiü : jai 



L nüttelmederdeUtfche vocale. 459 

(«etfchi«draes nrrprune» i)d:=x, isnwHIen 
B, li* Are, tercimxTc En. 75*61» ganz gewöhn- 
bci Herb, i* gebaere : l^re ; 4** Avxren : fercn; 
*ib# : wgehe; 2->*> unwxne : athene; 32* wxre: 
^iOi« w«re:mere; (o^ richtxre : mere; 94^kere: 
74'' ¥rtie : faebe; SH^ io6c anwaciie : zw^ne; 
; faDbi^; 116« ticbfxre : l&re ^tc. To da// man 
el ihm £ fiir sc fchreibon kann. Belege auf 
Icn4 vir^ne: sw^ne Morolf $ft^ wxre: ^re (gan- 
»149^) l€fe:wxre (Bruns 27.) «tc W<*nn nun ae 
lU. dorcb t« bei Herb, dnrcb i vertreten wird« 
ikbtcr a aanahma weife aucb &:e reimen; To eruw 
|it«i v-crb^ltnis an das gotb. &• das dem ahb. A» 
^ dpi ingtir. A« daa dem alib. h parallel ift. Viel- 
I M eUiÄcinen mittelnied. dialecten ä und i ganz 
Ippd et bi'*^ fer (annoi; weren (erant) etc. wofür 
iiUiß die [cbreibnn^ j6re, clere M. 8. 1, 18» 19» an- 
dor/te (ancb Heinr. v. nior. reimt i, 56* Klc : 
utile f. qnzle, OxU und Fr. v. huTen i, 92. j^re 
oder jire auf wäre f. wxre) oder mare (magis) 
(40Q0f«) kt^n (bonorare) etc. wodurcb ßcb die vor- 
bifc. Wfproebenen praet. Karde, larde erlüutern 
•li kuTznngen aus Uärdc, lärde?— - z) vzzTtiit» 
i «od ti, lifo nicbt nur ercn, keren , liehen etc. 
■ocb ftea. b£n, ten (furcului?) etc. Sogar ein- 
lotse e und e fchcinen vor b« w and r lang zu 
II . wi» e# dem Qrfprnng des e ana ei vor diefen 
nitx^ci analog ift. Hierher gehört /r/rrn (für feben): 
M. S. I, >2^ klingend« fo daß Ueine cuntraction 
: ühm tbanlicb und daraus die Verlängerung dea 
faffsolaiteii wäre; ^6^ ^i* muß allerdinga entfen : 
^1 iäu i fkin : g^n : gefcbcn; «3^ jcn s üen; ^ 4» fi c 
oder ruhet, nicht aber übet vgl. f. 4s6.}:get: 
ri (f. rgbe) M. 5. t, 24<y^ fmun (f. fmxben, 
i^Kn geiefen ^verden• Ein Ulingendea y^A^/it : 
f. r^ifbent« j^bent gebraucht auch Burkart i« 86« 
|Ots« V. brandenb. i«4^; deogl der thüring. dichter 
Ib. Hfiega )chet:f^bet (f. gibet, übet) j^bcn: 
fp^he ; (ehe (f. Giben) gefehcn : briben (Docen 
li, 119. lao. 124. 1340* l^rf)en (leonea) reimt Veld. 
I«:rci^w0ii; vgl. Roth. 8^ liweicne« oben f. 401.; 
ieri b^oßg ift aber der fchon im mitielb. gefpürte 
Ihewwe : ^f^9 ^^"^^ (^-449) »"^ ^'^^ aubrpracbe h^re 
tu d^n älteren gedichtrn Kerc : herre, leren ; 



m etfi f^^tP^* ^* ^* > ^^^" * bcrrcii , bire : verte etc. 



46o L fmUelniedaieutJike ipoaäi. 

Roth. I* 47* !■ naig ei der freiere reim f^jm, dj 
ren tiiicb sn£ wären (frjgni. 61» Hoih. 48^) nod" 
(Roth. 4^*) bindet. In Vcld, fc.n. ßchen Herr«, ' 
^re« f^ra» Iren^ hewen belii;ihe inf allen blltl 
reünt (ic a*^ 5* etc.); feUner bei Herb. (17* hl 
L wrre). — t} 4 r: jtf fchcifiip wie im ihf 
fcbwauken. icb f Tinncie niicb lo« der En* our 
xigeri reimes pr^ftcr : mefler 68**, d#t «In A r^ 
einem ^ z= «i bände « da doch fonft r^da (eo 
m^de (donum; a» dgl. auf arbide. wdrfadde« b« 
siabe gelegen hätten (übrigent ein zeugnits fd 
reimifenattbeit; als loTe reittae waren miede : irt 
Udelhaft); in der regel muß h bei Veld, ai 
forHauem und licd (cirtnenj fcbied (fejnnxit) 
(odiofnt) gefondert ^verdeiu Andere quellen ha 
gegen ^ ftir ie, vgK geftend : gedlnd« live : de« 
derah. ^$0- t$4^, alteae : deite, denen : ml'oeii 
II f. J i6» eic, 

(11) wie im roiiteJki. nnd nichi in i übertrc 
pe^cbtet dai Ktirse i oft zn e wird, dai mittelkii 
trtlp, triben, getriben btitet Witit driveu» drif, I 
gcdreven. Eine annahemng i&wifcbeii i tuid h\ 
doch der reim aib^d : iid Ea. ^^K 

(00) wie dat altf. d dreifach* nämlicb dafj 
d* ou und uo erletÄcnd, «. b. ftöien (irnderej 
(caput) möd (mena), daher die int mitteJh. qk 
biren reime rc6ne (pulcber) ! Ii6ne (audax) En. ||| 
(audiit) : vurde (duxit) Herb. 93^; niöde : h^mdde 
Herb. 46*^ 101*; h^m6Hrn : beböden gand* 161* 
fo (ita):t6 (ad) frd (mane) En. 14« 7 T Herb, i» jjj 
46<* 80"^ ii(^. wiewohl theili da« mitteth. AbnUe' 
von 6 : no kennt (f. 546.)* tbella im mtiieln. [i 
aNf.) der laut no neben 6 (inalog dem ie neben l)' 
Kommen konnte; wirklich reimen Veld* nnd He " ' 
dritte 6 kaum auf die beiden erften» Beide af 
W<Hien 6 aolf kurzes o« namentlicb vor rJ, 
(audivit):andworde (refpondit) Em. i j*»tt« : swotil 
EiU 17^ 79^'; hötden : borden (fimbrüa) Kn. 1 
geburd : vord Herb, tt*; v6rden (ducobaot) ; 
. Herb. \i^; gevord : dord CiUac) i$'* wobei man 
ktitzungen ta bordc» vorde, gehord (analogie 
telh. Lu7') «Iä verlingcritng in wörde, b&tt! 
da» til/ ! r! nJ,j an7.iiniijmen bat* Dat mlttelb^ 
(Yent.i . . -i orlot 0, ürliif, da ea auf bof (auli 



>L müttiniiderä€uifc}i£ vocaU» 



49 t 



104* und orTove : bore En. iK Der reim 

e)j fon (iiliui) tn. 20*^ ^4^ (cbciui umgrkehtt 
JQ fon frouiclh. in fuon , oben f, i^y*) an- 
efcf Ion ff imt auf üt^ etgennafnen He|j€tön 
lön. margantun En. 8» 9«* ^3* Herb, it^^i^i 
a^e : begotiilc ^anderdb. t^^* 

i) tmvefändcrncbt gleich dem 1, doch wieder 
b^rühruog mit 6 (oder uoj in Vcld, reim Tdr 
vir, voar (ivit) En* 4^ 21* muren (miirb); 
(oren En, |« j**; vgl. die miitelh, ü ; 00 f. 34S. 

Tcbeini sii aangein (f. oben oncer 2, k}. 

[fwöhnlicb sa i geworden« ala cret (ctrcus) 
dlofe) bereu (tetigit) tw^n (dnobuf) etc« Vtel- 
^U noch e/ und nicht ^ fiir die aoflöfung 
(rgU da» ftief. «i» f. 274* 278.} und fo dente 
vorhin ^4^ t, angezogenen reim ci (ovninj: 
h# eg. tweg, nithi ^, iw^; Herb, reimt in- 
hn u^ zwei : fpei (fpucbat) ivaa füglleher twe : 
Icf hocbdeatfch \% are. Ehcnfr* gciu und gerne f. 
IHU cae %n beurtbeifen (das Herb, wieder hocbd. 
Hie reimt f. 4^6.) dreid: feid. jcid:meid £n. 13* 

Irin bioBger doppellaut, der bisweilen t) zti $ 
rürbin bei fe; Vetd, reimt dicre : gire £«,49*^ 
. Verbindungen fich in i oder l* verkürzt, rgf. 
bield : fcild £n. 95*^**^ gieng : jangeling» gitnge: 
mgeu ; jorgelingen Herb. 5*6* 99*. Aber anch 
i fallen noch, Herb, fetzt s. b. überall fl^re 
len. flem (:enbeni, gewern) weichet mit ßier 
ab verwandt Tcbeint. 

f) feltner al« ie; i) ein iV/ ZT nrolaut des ü ver- 
h nicbt %u bewcifcn. z) von Met Kin/ung in ü 

oben beim ü. }) In (vobla): tö En. 68*> itl auf- 
I (der ciir. cod* ließ ttrcona rede überhaupt ver- 
n und bai den retni in : ttrin) aber zu den über- 

de« iuw 10 Sw ßimmend, wovon unten beim w, 
We/fi wird. 

^ et* umlaiit des öt zweifelhaft. 
0) gleicb dem U t) in 6 verwandelt. 1) In u 
j rerbtirst« vgl. band» round :fl«ond Herb, j« ß* 



. beim lippenlant tritt analf 

5; T (gaf. s^reu) ein. Anc 

inderiich. 

(L. M. N. R.) liquidat 

Die wenigen, nnücbe^ 
•twtt elgeDes bemerken. \ 
Wlike aütRo/Tong de« n qd 
tMSrJMnBfu. Für ß^ne 
'iroU der rtfrm : v^rre frei 
HfTflj^. Deinen ^o«' reimt t 
^5* 9Jlnre-:lftre (f. oben bei 

(P. B. F..V. W,>./a*w 

(P) anliVlend nnr in 

iri^ltejcht in nraken» an« 
|. • ' flehen grbltf ben^m Fremd 

heipf , TchdiU nur page (e 
-^rlTfn ficb Herb, baufif hedj 
h\ w ß[ibale»j und oiederfi 
liotländ* ftitL ingj^ir. and 
ihgfheii wijide, -weiinee w 
würdtg wegci^ der fteikeu 
ittch bei tlt'rb. i>nd ebenfo 
m pipa» tibia und gilt vi 
In» nn3 äiiaK kommt die 
>eli; gnoeii ,' rdpenv diep, 
i[navit)eie. Ungenaue 
kai (agiraa): £n. i^^ (mitte 



'^ 



:) 



"pell'« 



^ddrdcuifcJw cottjortanien, labiales^ 463 

«>» intttclli. >»5« giSbe« poih. fit, giba. — 

■pht iiui" f* (nie v) z, b. gaf (dedii) dicf 

pfii) lof (iaoi) bof (auti) wolf (Inpus) 

eA} eiitriirkht aHo tbeih dem tuittelb. p 

„^u.*,^.. ihciii dem f. Veld, reim lief: 

^^cn-Tvarf (feptie«)^ bedarf («pn» 

tec der mitteih, mondart, welche 

iDt, daa aber mittelniedcrJ* fcjrp 

SU V riit) Aimint (En. 45* 6«*^ 94c), — 

and \v^; 1 auai. f. :su v« <iU gaf> gaveii 

IKu. ICO'; mitielb. gaben» griveo) graf, gravea; 

||Nife>; g^tieve (cugnatua) reveo (deltrarej; 

ill») etifuaven; dief« dieve; vicv^^r (fe- 

plJeirer elr. Vor t bleibt auch inlautend f, 

plc dri^l bei contrar.iiünen vor d , ali bdfde 

U) ft, geiovcdc. hövtde. Bemer- 

► fde : köpde En. 3^ der auch im 

jptc (^ciüubte) ; konfte nngenaa wäre. Velß* 

Tcirbiu bei ktmp und lam, hoch nntl nie- 

%n vcrcairch4m. Reannicderd. reimen aber 

>re; licve : brieve En. s^ ^4^. 

roo V. pfenau zu unierfcbeiden. Das anlautende 

•iicb vor i luid r, lyjt üch aber 

Ucnablern nicht beßimmen (be^Ter 

rioalogie des altL angclT. und frief. f, 216. z^r. 

~iaa.eUio f puren bat der abfchreiber im Rotber 

/«n» », b- WrÄf (fricavil) u^ wrang (ßrinxit) 

'fojft 1^* (ä^ 4J7' ft^'^ wanr) XU lefcn, — Daa 

yw duldet hrinen Kurzen ¥0C. vor Geh, unter 

. h, ö, >ieia i, il, tUt uo; vgU p-iwe 

pwf . , u^we,(nive) nnd isuTiiifal begegnen lieb 

Be mittelb« ouw» fi>v und inWt h&wen, tc^wcn, 

Wwcn (parare En* it*) frowe (femina) mdwe 

[Eo. 9a^) fovve (dolor) itowo (fidea) getr6vve {U- 

(dolere); bcweifendc reime find» die eni- 

ltt#lb* iüw mit ou\T binden (M. S. 1» iS'^'^* 

^yw J7I1 60^ 62* B?') «^gl* daa vorbin £,461. in- 

iu:t6. — Auilautend kein w. — 

g€mir$ation pp. hat ftaii, kein ü\ bb f u 

wie Gbbe, rtbbc mtjgUcb. Bei der vcr g 

merkea« i^ß [io häuGg mit ht reimt (mehr da^ 

kehlbiüt). 
D* Su) ItngnaUs, 

mmenbHt zeig( tich im mangel der 
i rloUeicht auch anlautend d und ib. 



464* ^ miiielnicderdeutfche confonanten^ Ung. 1 

(vtdebatuT) rhag'-n (t^c-rcj thief eic* (weir^ 
len Torlief!Pfifi<?n quellen uicbt ergibt^ in l^ 
lern ma^ßdb des hcichd* t ttod d Irichi hi 
■^^%^Mre; im fragm* bcrlli« zuweilen lueb m Rol 
d und fb iiocb gefcbirden); fo h\hn üe Iü * 
Scher ziiUmmen^ den« bröder (ft. brdthrr) 
lodcr Kn. II» TÖ*» 8i«« irj^; fcade (dia.iiuiii, f . I 
llade (ocraüo) En* 87** fcadm ;uußadifij Eji, ^2<>4 

(T) entfpucbt dem initteJb. m m-d 5« 
und vat (r^baz, va?; reimen; rbeo fo i%»"ni([ 
xu^cben bier bcrie fcor) herl (ccmig) ^er fcbwil 
elvei oder elft helßi^n; biiltieren Eö. 49« ifl ciö| 
droier» itiiii»Ui. baizieren (bjiJÄ, baltetii). — 
ni'^bl t ZMvveUi'n auAlaul^nd ftir d (lebt, \vt< 
alif* (^216)? dl« miiften rpinc qnellen lebren, 
aebnie icb dii üreugrirbtigere d in der rrnel 
|ke|;iiüge tnicb bier, auf die reim« nlet:fcri«f. 
(EiK ?» li« ?i^) 2:u weifen, welche die fth i^ 1 
TJpd rercISscbligen, Ki)io nilfcbnirg de« i 
tlcrd. t* gclUtuu lieb H» inr. v. uior. M. S. i, u', 
reime b^i (rogjvit) : nat (roadiduf), der in bdd« 
anon tin^inau ifl (miitelb. b{it:ni5f miitcln* 
▼pi. dicfeJbc anoraAlie bei Veld. vorbin f. 46*, — I 
dcrd* ipocope dci i ift oben ^409. önier c. i 
den rehn bi?-* (cp) ; gpwei En, 74«. und dfc be?ep 

(D) parallel tlem goib* d und ]>, roIgUch i>rgjj 
leib, t und d. bade (coiuaiOtiDm, auf ß^d^ op 
reimend, Herb, n^" 18* p^) rcbeint luir d#* 
g^ftibrte gibada niid V6ti den zwi^if^l liber dt|' 
Wie eben crwf'tbni feiae icb d aitrh auffautüif j 
verbindiingrn t:d, Id , z* b, gdwald« bald, Mnd 
di<*re reitnrn auf fald debes) £n. jt4* 71^ periuindl 
gioienum} En, $1« 84^ 

(S) gibt nicbu %n erinnerm Auch nida 6im \ 
nitioncn and verbind 11 iigrn. — 

(K. G. J, CH. ff ) ^utturaUs, 

£i|Q;eniltrb febU» wie beim £Cing«nbiut» §Tf^ 
fcheiiit mir nur in cbi für bi Torzukodiioeii. 
(R, C.) wie iin aUftchf. 

(G) voiP tibertrttl in i vorhin hfiim tfi.1 
^tewandJitng dca h in g ift noch ? ' 
leih. ij. 417') 5*y*'£; (vidir) rt^ 



mütelnkierdeuifche conjonanien. guUurah 465 

U» 16^ s^^-extu Bron«7I- [r«^ : nag ft. tiäh En. 2«? 

', beim b,] yi?^ (viJa) : roag meifterg. 6*; 

(videranty i Jigeii, fraf^rn, ^*lägen Kn. 6b 

V«"* Älor- 44* Bruij»74* ß^J^tge tiidtrem): 

["Eo. 10^ 77C; yirAa^fii(riebani);iIragefi Uruiis 76. 

Ejffiiigoge £0* 63'. Bedeokijch i(l nocfai durgi bürg 



dii mUolende wird gewöhnlich unterdrückt^ 
i wötterii» ^WQ €A die tuiiielh. miindart noch be- 
It a. b. Tere (naota) reimen Veld. (En. 25*^) und 
p^b nod II ic ; here (exerc.) ixiere (maie), 

|Uc beinahe nnr anlautend, Db% auslautende 
leopiert, vgl. nl, ga (raittelh. nach, gäch) : w;I, 
77*» <02« Heib* 52**, die (femnr) : knip En, ^9^ bös 
;< eic, oder in g verwandelt. Beidrs gerchieht 
oA beim iiiUut, %gV. tieu^ (i ti curare, : blieiu pluiu« 
"" 74^> njiltrib. xTben; hörten : dioftrn tn. 99*; 
Mfc (niiiitJh. fähen* höhej hogefte Bruna g8.; 
balten das inlautende b (f. vorhin beim doppeU 
[>eT rortielh. Verbindung hs enttpricht ein nie* 
nt^tidea dt «inlautendea ff. datier faa (culter) 
1) *J waa fcera) auf wit (fuit) )aa(lpgir) reimen 
It« ?^^» Herb. 4** 41*^ und büfTrn (p^xidtbui) ; 
*, Von dem mittpjh. ht wird zwar auch 
-:,^.,^u^ K. b. niet f. niht (auf fcried, ried rei- 
Eil li* 51*) liet (lust) : niet En. 24«^ (verfchieden 
cnricen); hänfigpr aber bleibt ee und fogar, 
glaubet in ch gerchärft, vgl. mochte (potuit) 
'(valoll und vidcbator) dochter (filia) nacht (nox) 
(dinaicare) etc. Die fcharfuiig des h in ch gteng 
chift BW t all die fprache funfl gar kein afp« 
il, alfo die roiltelb. Verwirrung mehrerer ht ab- 
itlilleo iCt (daa mitteih* machte« mäht lauten biet 
!e« CD acht)» fufgt mir aber au« der häu6gen reim* 
pg mit der tabialafp. in der Verbindung yi ; vgL 
cncbtcn Roth, ij*; ftifte ; berichte (ft. fliftede, 
)l vorcHte (liuinit) : dorfte (deberet); worchten ; 
Si| nacbt : cndehaft; vacht : wonhaft; vverhaft : ge. 
r hnfr : nacht | dachte 1 emühafte etc. £n. i^ zib 



£0. ^ib tiautil der dtcliter die fy-billa andfai (^cod. etCT* 
iAtfti • cod« p>l' Hfiivai) d. b« liorrida; vermiuiiliüb Vir* 
Itilft non compu« minfer* comae. Nib. ^307. ]ralvalij% 

ftivico0idi* _ *• 

Gg 



MUielnieäe 

Mittelniederländircti' 
rcnd de« i?, 14, jahrh. i 
blühende; He vcTdiciit 
dentfchen (o got alt die 
ße aach in den meiften , 
iber in der grimmaük 
rejuticbere und reichlich 
bi0 r^^o eTfcbeint das w< 
eine überßcht in Hafffi 
XV -XX. t) weil üe e] 
dem hochd« theili mit 
dadurch von dem weßp 
fcheider. Auf dtefe trer 
der buchtUbenlehre vor 
Maerlants und Meli« S\ 
den hff., aber ohne aui 
Cfitik gefertigt worden; 
hier die beachtong der 
manches von dem bericl 
bkj^e anficht anfftelle. 

MUUlnlede 
Die nntcrfachting y^ 
flÜti^t, da/? die meiften l 
langen (gedehnten) voi 
OQ, nn, wofür ich der 
gen mtinddrten ^vegen 
nnng, &, i» d* ü gebram 



1. miuelnuderländijche vocnle. 



467 



tof •!!# tind iede fiüe anw'endbar*, wo ein kocHd. 

hU« lU iti die iit(fdt*rL mandart überfetzt werden 

Theorcltfcii muß tnin »ber einen fiuberen iiltr- 

Jcf fr»noen ilr ^ tfd 111 ah, old annehmen üiid ertl 

in out, nad rebincUen Ußcu, Denn ancb di^^ 

n alt, old, Ä. b. Uoll (fiilus) bLiIden (ßriclrboai 

m) galt (aufoni) zerfcbmelxpii ebfiifa nnd 

filri) reSml aflerwärta auf gonde (aiiro-, Vcir 

:eu %-erbiiidiing€o Im . U , If * ig etc. bl»*ibr i 

t:tiilin, palme« hals, half, bal^ • tc wei^ha b 

,öf. ernlln/? anxQtiehmen ift, indrtu fraua. zwjt 

f efioeratd, «ber auch paame. baiibe, mauK 

halbe, iTiats gelten. Ati^rrdeni bleibt ini frair«, 

, obgleich ich hin und wieder ebtnfalli Cfliit, 

lert U2. j6f.) t com, eutare anrreiYi*, ttnd 

fniterfchled einseloe Wörter gehörig Pondern 

b. Tcaude (fcaldiö) von gefconden (gefchd'l*^«) 

aiere) von hoiide (favor). Den dichtem aber 

ii gemeldet, beiderlei ou Bei cootractioiteii 

weder oude noch a)de, vielmehr aildc* z. b, 

ttelde, praet. vnn halen, laitn. — 2) vor ^en 

Igen lutt r. beAtht kttin i« alfo kein arm, arp, 

rw, art. ard , ara, arc, arg« welche Hch in 

etc* wandülo. Sobald jedoch zwifchen r und 

ifehei« cofir. ein alter aiisgfflü/?eiier voc* zuwrileit 

ttcku delll fleh dai kurae und einf. a in d^^r wuri^el 

b, arem (brachium) warom (cafidua) fvarem (turba) 

taide (mifertna eft) arech^e (pcffirmis) neben a^'rm, 

i, OBlfaermde» aerg(^e* Übrigens iß et gUi^hgnltig, 

e vCTbindangen rm. ? p etc, organifch find, oder 

fjncopc entrprifigen, titzterea x. b. in fpaert par^ 

fpiiret. etflerea in baert (durnB) aert (genud). Vti* 

; fcbreiben die meiden bfT. harde (doriter) f. hac^rde, 

». b. Rein. «76. ; reinaerde reimt; dai nmge- 

tffit (caleivii) linde ich nur tart gefchtieben (Maerl, 

» 192. 2, i44* Kein. 291.) freilich immer aii^er 

be^er fchlene laert, — 5) jedes kürze, wurzel- 

wird In ae verlangfrt, wenn durch contr. oder 

Itlon der auf ea folgende conf. mit einem andern 

ker endung ztifammetj nickt, z. b. baten (arcfUrre) 

(monerc) fpanen (laciare) fcravcn (rädere) maken 

raken (atlingere) linket (nudnt) faden (föliaTe) 

I fiiiftruerc) fcapen (creare) elagheti (tjutfi) im 

lieldc« macnde, fpa**ndc, fcTaefde, maecte, rarcie, 

beraediie« claechde ft. baiede« ipaiiede, Ccravede» 

Gg z 





463 I* miuelnUderländifche V0C4tte. 

znakede« fadedet claghede; ebenro niect (ntK 

miect, geraectf Ccaepi (creat) und in anderu fä 

^vaed (nicht wtß) f. was het« Daa gefübl det 

fcheioi dicfc iriibui*g <)ea w^urzellaats zu vci 

nicht das gewicht der poGtioif« deaii in den orj 

binduiigen hant , tant , dat* pl. banden» tand 

poT gerade fo wie in fpaende» maende nnd 1 

valde wird oude, voude nicht aelde« vmeldc. 

unlrTfcbeidet ücb auch diefe änderung des a toi 

der itweiien bemetliung, indem die organ* ve 

gen haerde, bacrde (afcia) baert (barba) Avacrf 

Avohl als die zut. 'j^iehungen fpaert , fpaerde ae 

mea. — 4) o für a Hebt in föchte (mitielh. fai; 

bocbt (ofHciuin neber. ambacbt) brocbte und 

vgl. daa mittelh. brahte, brabte, niohte, oiahte (L y 

$) e für a m nele (nafos, neuniederh iieua« u 

gi^ad L refe); in gbewclt (poteflas) f. ghevrov 

IVlaerl. f, 292. Rein. 542. diefef i, 227. Rein, 547,; 

f, fcande; die part. gedregben ♦ geUeghen, gd 

gedragben , gefla^ben , gefcapen etc. Neben 

gelten wel, Avale (beide für bene, und beide i^ 

Diefen befcbränkungen des a ßelien fal^en^H 

fungea gegenüber, deren erfte die ^vichttgftelR 

organ. Unge a (d. h, im niittelniedert ae) wird ' 

fobatd dem darauf folgenden conf. ein unbetontes 

e folgt. So beltoinmen die fubft. inael (punei 

Tis) ttael (cbalybs) tracn (lacrima) -waen (opii 

(apnus) hacr (ctinis) niaech Cparen«) daei (fac 

dat. fing, oder im pl. male, Äile, träne, jare 

dade; das adj. bUer (iiifeli?«) die fcbw. iforna 

ebenfo die pron. und part. haer, uaer, i]ier:b^ 

dare und namentlich babon die pi. ßsrker c 

dem hocbd. entfprechendes ae, fondern a in gl 

ren, lagben, plagben etc. Tbcils zeigen die hff 

folchen fällen a, nicht ao, tbeiU verbindeo < 

überall enifcbieden kurze a mit ihnen, z, b» ( 

jaren, wale (bene) : altemale, namen (nomine) 

draghen : lagben« raven : gaven, hane (gallui 

fcaderdadet vaten (valis) baten (od ilTcj Haien \^ü 

2} a fteht für o in halen (a reellere) van t%\ 

(bene) : lale^ male reimend, vgL oben f. 7c. 6f, 

5) a für e, in das (ejus) auf was reimend; vi^ 

lire): laghen; diefe erweitcrung entTprieht 6c 

beCcbränkung. — 4) a für i; bei MaerL bäuii| 

(corpus) für lichame oder lichame ; nimmt man 




I* miuetniederländifche vocale. 



469 



i ia f ifi« fn kann bei ^der viahen berühmng 
I ond ft liüb^ftip atts techArae folgen « ^viewobl 
ffrs nSchi voTg*?kommen ill, 

1 üblich zueierlei, n!lmlicb e und e, «11- 

jTi ui d^ ittifprAcbe e zu f. getlo/?en. leb be- 

1) der um]jiut des a in e ill t^bon Uuge vor die- 

dc darcb;s^rführt wi'trden, an ein nichtunQUiiten- 

(fioU) *"gcl (arijzelue) kanncii (nofcere) dabrr 

iokü. %) et gebnrte fcban zeit dazu, nm den 

e-liat inil dem gewöbnlkben e (zr 1) au 

D#j(?l!]C tnundart kern reines e mabr kenne. 

Hiebt -'f iv Hie reirae, feget fdtcii) : pleget (fo- 

Ten pi le) : Jeven (viverej bevet (babct) : 

H\ vcTiie^Jitn focciru«) : plejshen (folere) ecbt 

rfffb! (tecfnw} b#<bben (h^ber«) : rebben (cofliö) 

heil (viie) verde (iiincris)rerde 

' , tpax) gbßwelt (poteftai) ; vi?lt 

ibnliebe« die man bei jedem dicbter über- 

ern aucb der w^irliliche lib^^rgang in die 

! an^rpracbe i (bei folgendem nn, ng, nk» 

^.ingc!ln#; kinne (nofco) in und aujler reim 

(le (^allint) Kein. 344. Maerl. i, 264. ing^I, min- 

) SljirrL «I 62. gbrbingpn (concedere) feinden 

iij iffieere). ßeweifcnde reime ihid bior bekin- 

rt^ Maerl. 2, 6z* vinger : ingcr (anguClus) 2» 214. 

' 0) : contnginne 1» 207. inden . iinire) : feinden 

afficere) 1, 421. mingen (mi Teere) : dingen 2i 

kint : Tint 2, 401* kitme t mtnne 2« 452. kinnen : 

fl, 41^, bekir»de : gheninde (aodacia) Kein, 5^7- 

re) : drinkcn Rein, t^^. eic. leb 

n -zei«) kein e, vielmebr immer e 

t, bcCi^ren, btfvet, vcrfleghen etc. ob- 

Uiefe atiffpracbe zwei etymologifcb ver* 

^bitile untcteintnder geratben« z. b. v^rde kann 

\(L rrl'dc), bald ifinere bedeuten. Daa niederd. 

I(f.4 5 6.) wird dnreb diefes niederl. oflenbar be- 

5) wör r mit verbundnem weiterem conf. 

In ae über, und ca ftebi fwaerde (enfe) aerde 

\e (cqno) für f^v^rde, erde, perde* ^ beweis 

,^. ** rde: mtfiNieTdc MaerL 5, 2^4. waert (verfn?): 

Ir t49* waerc (opnt): maerc (marca) fcaermen: 

ftjerf (canda): reinaert Hein« 351. 287. 29^- 

le nachibciligc naifchung der formen waetl 

iirrt f rerfu^) marrUen (obfervare) maerkcn (mar- 

ngt w wikbe jxn miitelb. v^art und wt-rt. 



470 1» mlttelnicdeilänäifche pocaU, 

merken und marken gefthiedeit ßnd. Im nc 
lind zvvaard, «arde* paar^i, ßjiäirt etc* vüliil 
flcifcbt *), dtm^his aber mag die iiu»rpficbe gci 
haben« wi<? rib(^ die fchreibnng fchvvinkie, ^ 
gleichen e nichl auf entrchied«*ne a«? « fditderu 
ander reimtin, vgl. ^rde : verde« vt^rd« : perdt* hti 
M**tI 2, 2,3.277» 278., bei Sioke j, 26. ftfbi 
tacii ih4Ui*6 veerde : pecrde; wo kein mitretmi 
dazu nötbigc. Fcbeini es lichtiger. e xit fcbfeik 
nach «itc5 iinxäbligemabt her^&ulUllen ift, s. b< p^c 
ververdf«, iVlaerl. 2, 2^4* 2^4* berkeu: merken Reii 
4i wie im utedcrd. iiiid \Me i die iiiiitelli. blc 
£ g<^wordeti« nanaentlich in dem abtaut drcven^J 
%'en (triben , getriben)« Aridere beifpiele beio 
(eft) hem (ei; nem (fume) ghew^t (ccrtus) m| 
rar#»f Itfde (naembra) vrede (pax) f^de (mo*) 
plerht (obligatio) tiiekel (niagnui) blent coecoasl 
ghef« etil Maerl. 2, 349. 4i8. : fem. pof^ea Kein. 278^ 
hecinen ( ijuiefceTe ; fcerroeii Mai^rl, a, ü?.) «ic. 
lieh heiy7l en gh^vet (dat) legbel (jaet^t) pleghet (fd 
in manchen wÖTttrn fcbwankrn e and t, r. b« ioi 
mickcr} (aninoadvertere) das bald auf tf«ickeiitl 
b-^ld auf fcickent fticken , fcricken reimt. — jj 
/pricht dem bocbd. u odc? ü in erct (nialdni. 
lettel I pancii^) einftinimig mit dem angelt« lEel 
f. 42.} lltel. Vom e fiir a vorhin t, 468. und van 
fei »w.ifcbtn e «nd o biriucU bei letztenn. — 4)^ 
^%'^ilcii kiirsi?» Heb e und ie in e; fo reimen 
pvif. mit 'beit,-hede waeihäde, kl-rCltnbed» 
auf lede, m^^e* tedc; wrten (fciunt):h'' 
Rein, s* 21^; lecbi (lux) : e*jhl, recht« plec. - ri 
2^1. i7i. Hein» 324, bell (f. helt. tentüO : vtUl 
277: gewell ^»4}- 47; beiden ^t beiden tcnnenui^ 
(ii^fra%'tmu5) <• 976. (^gL hernach 1^) — 7) %*oo ^ 
gekehrten Verlängerung dra e tn e heniach bei I 

(I) I) durch die übt^rgänge in e befchrAiJ 
If und nn, desgleichen vor dcti vcrbvn * n -ni 
fcheint i am Hebten xu haften, %'gU a- 
(Hmenj jjnne. minne. fpinnen. binden. Tiruicn de. 
mit au5nabmetip als bleut (* blinr, qa^Mcn : geC 



•) Nicbt btfjiatren (eitlere) wrtfür MiftL hrgiren 
50%.) nnJ bi^£*rri : ▼•f^fi (H. 1. b«»pref* TArtt) a,j 
4»b«4 «at dt«f« vreife ius beg^sn «siXpriittga« ' 
Ktia« 94)4, Ml de i b^gbcerd«. 



I« miUelnitderUindifche vocale» 



47* 



dofch dto Übergänge de§ arfprünglichen e 
idcf t) wiedcttim ziuneift vor nii, nd, nl, ng etc. 
(tkcieiti«) himie (gallina) erc. f. (>bcn f. 469. 
durch die ebenfalls vor lt. Id und dem iia- 
u^ r* -r-fende kÜTzmig dcj ie, als bilden» hin- 
Ib. bieUen» hlengen, giengen) uiibe- 
Ulli wilden, dingen» jongellngf-n etc. Ver^vandt 
im de« ie in e* d^Ker 7.. b* hUh und hilt beide 
inct vertriil i ein ti, naimt'ntlicb «bor in 
Lu.-.i, 4iuC ßune, minne reinitnd, miualb. diinne) 
^, %i, 440. dtnci (videtur* miuelb. dütikct) pit (pateus* 
-^■:dit gereiicr Maerl. 2, ii;. Kein, j so, (auf 
• ber pulte: nutle); ßic, fticKea (portio, fru- 
3. Uuch«) bäuAg anf dickr, micken reimend 
I0lfeh, vergl. mit dem goih. ftika (irriyup) 
.4^7. — ;j i an i vetkürzi iindtt fich in lichi 
^,»1 ilrhi«?n zdicbtcn Bein* 370, (mehr davon beim ?)• 
icb dem miitelh. o in god (Deu«) fpol 
'^'3) bof (aitla) Inf {Um) dniren (iiiTa« 
[(' volc (g^nf) nolle (occiput) a, a. m* 

(t dae mttU'lb. noch hefleht, in den 
Iti . Ih« Arjben) loken (claiifernnt, mittelb, 
eic* daber reimen ftoven : doven Hein, ^zf, 
ßiibt-n nnd toben nicht). Weitere bctfpiele: 
|ifi<»Um) worll (farcimcn) cont (notna) roopt (os) 
») confl (afa) domp (hebe«) fonde (peccaium) 
llU^n) rondcn (inveniebant) fpronc (tAttus) jono 
oni (nobii) dngbtt (virtue) verboghen (laeioiii 
vocbten (pugn^ibam : mochten Mserl. i, z^u) 
iaret: mochte i* s$9*) docbte^videba(iir)etc. -* 
vorhin T. 468. gezeigt. — 4) wechfel %wU 
e ond Q (vgl. f. 82. 1$6.) in die gbone (iUe, mit- 
r) bnme (Ulif 0. dea gewobnl. hcm, im reim: 
9ji*rl« Sy 274*) woch (via, ft. ■\%ech, beide bei 
». b. nebeneinander 1,354.; f»"' vv^ghe 
p'Ogbr) profent (f. pref^^nt i\ 266,) rofe (gigas 
[o^d« Dp 5t. 3. 306. und verrtiaihlich auch nofc 
'li). Neben >veke (bebdt»niaa) ift mir woUe 
lummen» ehtfufo wenig \vol neben weJ» das 
It \v^]e ibwcchfeli (f. 4ö9,)- — Kiirxong 
{ä o tfitt auf diefelbe weife ein« wie die Kürzung 
e, tiämlieh Tooft ein unbetontes e der tlexiou 
Lconf, der worxt»! folgt. Daher heijfft ea boren 
lilarm (ftolti) lopt^n (currere) copen (cmere) ho* 
n) loacii (^remuuerare) bome (arbore) groteo 



L mUelniedertändiJche vocale. 47 j 

n onre (d.h. tmre) in ofe wandelt (rhrife Höjcf. 
f, St. u ial>. fo wtffJ et didarch nicht ücher ufe 
1* *^ . AM*)* 05« kuTtfte von lüure (muro) würde 
irc Cpcf) : fofe (ictcins) fcrifture» ure (hnra) 
16. 40. 154, enircheiden« wenn dare relbft 
;ber Uti ivSire» 

ft) fttmmnirrh zu entbehren and lieber mit t aui- 
nahl et verM-echfclungen mit y (weichet 
iben» es bedeutet ^tx J) auegefetzi il>. 
vtrd f in fremden wortern gefetzt, alt yeve 
2« 149.; d. b. leve wie der reim: lieve lehrt 
;,) frynaert, reynoat^ payment« payt, (pax) 
rcintert, reinout, paiment, pata, 

» mangelt und wird durch ae vertreten, Aatt 
fci» min im ntuni^derL wieder ä (aa) fcbreibl. 
mach*rn blo^ im aoslaut die fchreibun^en na 
tpope) pa (co^ va (cjipe), die fchr oft auf fremde 
I, nie alia, fcylla , reimen, gewifi aber langlautig 
HVeotgftcns gebührte ihnen a» (g^^ • fcolaftica) 
Rill nicht ae fet%€o wilK 

) e, gitt t) atislaniend in ie (mare) fn^ (nix) 

Dmj iDe (magit» tsvc (duo). 2) entCpricht dem 

i for T in mit (ma^iß)^ vvtderk^r (regrefTnt) 

i.r.^^.s -f* (antea) verferen (vulnerare) lifiren (ver- 

I* re) welche beiden im pract. Uerde, iSrde 

rii[ ui-rcic. laerde) haben ; das mitielh. herre hei/?t 

htm oder h^re; ein h ii^ a nage fallen in Un (leben) 

" ' (alliuis). i\ dem mittelh. ei in haiiHgen fäL 

D^n* ben. tw^n. g^ep, dref. bet (mümordii) 

(fratcit) gheblet (balitiia) ghet. het (calidut) 

*^^'cb. gbeft (fpiritiit) mell. whc (mollis) blec 

|f' ch (inclinavit) etc. 4) nie dem fäcbf. e ZZ ie, 

ICii! durchgängig ic Jaatet; man la/Te lieh den reim 

ihii (catidui) MaerU u 10^, nicht taufchen, erderet 

beijeutet tiichi biet vocabatur, fondern betet oder 

li vpcatnr. MaerL könnte alfo Veld. reim mefter : 

(f. 460.) nicht gedichtet haben, er fagt prie« 

4) in fremden Wörtern ftcht ö (au^for den